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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kater 7 Monate, plötzlich Nierenversagen



anicefemale
03.02.2016, 08:57
Hallo erst mal an alle hier.
Bin durch Zufall auf dieses Forum durch Google gestoßen, da ich auf der Suche nach einer Antwort für den Tod meines kleinen Katers bin.
Nach dem Tod meines 20 Jahren alten Katers, holten wir uns wieder 2 Katzenbrüder.
Sie hatten Katzenschnupfen, Haarlinge und eigentlich alles was eine Katze nicht haben soll. Trotzdem wurde sie gesund und wurden vor 3 Wochen kastriert, waren gechipt, geimpft, tätowiert etc.
Der lebendigere von beiden, mein Willy war sehr schlau und konnte schon Türen öffnen. Er war sehr lebhaft aber auch ein Schmuser. Allerdings war er beim Tierarzt immer sehr wild und sie konnten ihn nicht bändigen. Man sagte mir, eine Wildkatze ist ein Schmusetiger gegen meinen Willy.
Mich oder unsere Familie hat er nie gebissen oder angegriffen.
Er war kerngesund,( dachte ich ) und jetzt ist er auf einmal tot.
V:confused:or 2 Tagen hörte mein Mann ein lautes maunzen im Keller und sah nach. Willy hat sich erbrochen. Naja kommt halt mal vor bei Katzen. War nicht weiter bedenklich. Als ich Mittagspause hatte und heimkam, war vor dem Katzenklo wieder erbrochenes, mit Brocken und extrem viel Wasser dabei. Auch vor der Eingangstüre war alles voll und sehr flüssig. Da sagte ich schon, heut Abend gehts ab in die Tierklinik. Als ich abends heimkam, würgte er braune Flüssigkeit hervor, hat aber nicht nach Kot gerochen und saß regungslos und aphatisch in einer Ecke. Gar nicht mein wilder Willy. Ich packte ihn und ab zum Tierarzt. Beim Tierarzt konnte man ihn nicht untersuchen, da er sich so heftig wehrte. Man sagte mir, wir müssen ihn am nächsten Tag in Narkose legen um ihn untersuchen zu können. Am nächsten Tag, eröffnete mir die Ärztin, dass er ein Nierenversageb hat. Woher kann man nicht genau sagen. Etwas giftiges gefressen? Nein kann ausgeschlossen werden. Zimmerpflanzen sind nicht zugänglich für die Katzen und auch sonst gehen wir sicher dass nichts herumliegt etc. Freigänger war er noch nicht.
Harnweginfektion? Nein. Hat am Vortag normal gefressen und nicht extrem viel getrunken. Nicht mehr uriniert als sonst. Harn hat nicht stark gerochen.
Angeborener Defekt konnte auch ausgeschlossen werden.
Die Ärztin sagte, er habe eine kleine Chance durch Infusionen und ich sagte probieren wir es. Aber dadurch das mein Willy eben so ist, wie er ist, ließ er die Ärzte nicht an sich ran und riss sich sogar die Infusionsnadel heraus. Die Ärztin sagte, so etwas hat sie noch nie erlebt, nicht mal bei wilden Katzen und er greift an, als ob er und töten will und nicht nur, lass mich mal in Ruhe Drohgebärde. Sie sagte, wir können ihn auch nicht fixieren, da wir sonst die Nieren noch mehr verletzen, bzw. quetschen. Also war die letzte Option einschläfern und ich sagte am Telefon zu. Wollte nicht mehr hinfahren, da ich ihn so in Erinnerung behalten will, wie ich ihn kenne. Hab n och vorsichtshalber bei meinem Stammtierarzt eine zweite Meinung eingeholt. Aber auch er sagte, wenn er nicht kooperieren will, kann man leider nichts machen. Jetzt frag ich mich, hat jemand schon etwas ähnliches erlebt? Oder kann jemand mir sagen warum eine 7 Monate gesunde Katze, ohne irgendwelche Vorzeichen, plötzliches Nierenversagen hat? :confused:

ibi
03.02.2016, 09:33
Es tut mir sehr leid, dass Du Deinen kleinen Willy verloren hast. Erfahrung mit so einer schrecklichen Situation habe ich keine, aber ich weiß, dass Schmerzen so stark sein können, dass man den Lebenswillen verliert. Da, wo er jetzt ist, hat Willy keine Schmerzen mehr.

karosen
03.02.2016, 11:26
Hallo anicefemale,
erstmal mein herzliches Beileid :-( es tut mir sehr leid mit deinem kleinen Willy.
Ich selber kenne mich mit dem Thema Nierenversagen nicht aus.
Weiß auch nicht ob sowas plötzlich in kürzester Zeit auftreten kann, gerade bei so einem Jungen Kerlchen.
Er wurde ja erst vor 3 Wochen kastriert, und vorher sicher untersucht das alles OK ist. Deswegen verwundert mich das da nix gefunden wurde. Aber wie gesagt ich kenne mich da nicht aus.
Hätte es die Möglichkeit gegeben nachdem dein Willy erlöst wurde nochmal zu untersuchen ob es das wirklich war und was dazu geführt hat?
LG

lammi88
03.02.2016, 12:22
:hi:

:( Komm gut auf die goldenen Steppen, Willi :hug:

Duuuu? Was ich nicht verstehe.... WIE hat die Ärztin das Nierenversagen festgestellt? Wenn sie nicht an ihn rankam....wie hat sie ihn untersucht?!?! Von den Sympthomes her könnten das auch zog andere Sachen gewesen sein...
Solltest Du mal wieder so einen etwas wehrhafteren Kandidaten haben: die kann man sehr gut in Verkleinerungskäfige sperren und denen dann da Spirtzen, oder eine leichten Rausch geben um sie zu untersuchen. Sollten die Tierärzte - eigentlich - da haben.

Becky
03.02.2016, 13:00
Es tut mir auch sehr Leid, um deinen Kleinen.:hug::hug::0(
Was für ein schrecklicher Jahresbeginn: so viele Regenbogis :love::0(:0(

Aber ich verstehe auch nicht, weshalb er nicht leicht sediert wurde;
dann hätte man ihn untersuchen können.
Ein guter TA kann auch ein wehrhaftes Tier untersuchen... muss er eigentlich können:(:0(

Carlo
03.02.2016, 20:20
ich sehe das auch so, das lernt man doch in der ausbildung. die kuh macht auch nicht immer was sie soll und gegen manche pferde ist eine wildkatze harmlos....
wenn es ein nierversagen war, kann das natürlich auch bei jungen katzen vorkommen - es kann ein seperates geschehen sein durch einen lange unbemerkten infekt, es kann eine angeborene mißbildung geben - oder das nierenversagen war einfach der beginn eines multiorganversagens - wofür es auch bei jungen katzen gründe geben, leider.
ich verstehe aber immer nicht, warum ihr eure tiere nicht obduzieren laßt - statt ewig lang sich nach dem wieso und warum zu fragen.
es ist natürlich immer traurig, wenn ein leben so ungelebt endet. :0(:0(

Rocky und Simba
03.02.2016, 21:58
Liebe Anicefemale

Ich würde sagen jetzt ist es sinnlos zu philosophieren ob der TA anders hätte handeln können/müssen.

Dein Willy ist tot und das ist schrecklich.

Ich habe selbst von letztem Dienstag bis heute Angst gehabt, meinen Kater Rocky zu verlieren. Zum Glück war es nicht so schlimm wie befürchtet, es geht ihm wieder besser.

Aber man ist den TÄ "ausgeliefert" weil man selbst nun einmal kein Fachmann/Fachfrau ist und sich auf die Diagnose und die Behandlung verlässt.

Ich habe mich dabei immer auf mein Gefühl verlassen, gut aufgehoben zu sein aber dass hast du sicher auch.

Es tut mir sehr leid, für dich und auch für seinen Bruder, der ihn sicher ebenfalls sehr vermisst.

Deine Frage kann ich leider nicht beantworten, ich habe ähnliche Erfahrungen nicht gemacht.

Alles Gute für euch

Pampashase
04.02.2016, 09:42
Hallo Anicefemale,

Es tut mir sehr leid, dass Dein Willy ins Regenbogenland gehen musste. Ihm wird es dort gut gehen.
Er hat keine Schmerzen mehr und ist wieder gesund. :tu:
Dir wünsche ich viel Kraft. :hug:

Mit dem Krankheitsbild habe ich keine Erfahrung. Wurde denn ein Blutbild gemacht?

Ich kann Dir gut nachfühlen, wie es Dir geht. Mein Ninchen ist am 19. Dezember 15
gestorben. Und ich weiß auch nicht, woran genau. Bei ihr war das ganze Blutbild zerfallen.
Diese fehlende plausibelste Ursache für den Tod eines unserer pelzigen Familienmitglieder macht es schwerer, damit fertig zu werden. ::hug:

Ja, ich würde mir wünschen, dass TAs alle Erkrankungen unserer Flauschis erkennen und heilen könnten.
Aber leider müssen wir uns damit abfinden, dass es nicht so ist.
Daher beneide ich TAs nicht um ihren Beruf.

Ob Dir eine Obduktion wirklich geholfen hätte weiß ich nicht.
Vielleicht ist ja die Frage nach der Ursache auch einfach Ausdruck dafür, dass Du Willy
Auch nicht loslassen willst.:kraul:
Aber die größte Liebe ist, in Frieden gehen zu lassen. :0( Das ist unsagbar schwer.:hug: