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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Flohbefall sicher erkennen / Wurmkur ohne Befund bei Wohnungskatzen



EmilEnzoMomo
05.06.2013, 20:33
Hallo liebe Katzenfreunde,

ich würde gerne mal nach euren Erfahrungen mit der Erkennung von Flohbefall fragen.

Ich habe 3 Katzen und habe insbesondere mein Emil kratzt sich recht häufig und "beisst" sich. Er hat jedoch keine kahlen Stellen oder sichtbare Flohbisse.
Für mich sieht das eigentlich nach Flohbefall aus.

Ich kämme alle 3 regelmässig mit einem Flohkamm insbesondere am Schwanzansatz und am Bauch.
Kotkrümel oder gar Flöhe oder Haarlinge finde ich jedoch nicht. Auch auf den Liegeunterlagen finde ich keine Kotkrümel.

Sehe ich das richtig, das ich bei tatsächlichem Flohbefall doch irgendwelche Flohspuren finden müsste?
Wenn ich auf der Couch sitze habe ich gelegentlich das Gefühl gebissen zu werden, frage mich aber ernsthaft ob das evtl. reine Paranoia ist...
Würde man lebendige Flöhe finden?

Ausserdem würde es mich interessieren, ob ihr regelmässige Wurmkuren ohne Befund bei reinen Wohnungskatzen für sinnvoll haltet?
Anfang des Jahres hatte meine kleine Momo mal Gurkenkernbandwürmer (die sie wahrscheinlich schon aus Griechenland mitgebracht hatte)
nach einmaliger Gabe von Milbemax (natürlich für alle 3) war der Spuk vorbei und es fanden sich innerhalb eines Tages keine Wurmglieder mehr auf den Unterlagen.
War aber schon erschreckend wie viele der Eier plötzlich auf den Liegeunterlagen zu finden waren.

Vielen Dank für eure Meinungen!

Carlo
05.06.2013, 21:04
ja, bei einem längeren flohbefall würdest du auch lebendige echte flöhe sehen - so klein sind die nun auch wieder nicht :D und irgendwann wären es auch sehr sehr viele :D und sie wären auch auf jeder katze. flohstiche jucken übrigens übelst, viel mehr als mückenstiche und sind meistens paarweise beieinander. also, wenn du nur das gefühl hast, gebissen zu werden und nix juckt gaaanz fürchterlich - dann auch nix flohbiß.
kratzen, knabbern und beißen können auch übersprungs- und langeweilehandlunge sein, quasi ein spleen.
eines meiner verstorbenen hundemädel war da groß drin, sie hatte es mit ihren vorderpfoten - da war nix. zum glück war sie ein spitzmischling mit extrem dichtem fell, weder haut noch pfoten, noch fell haben schaden davon getragen. wohl aber ihre zähne - als ich sie mit 8 jahren übernahm, waren die schneidezähne schon nur noch stümpfe, mit 13 musste ich dann alle reste ziehen lassen. knabbern ist defintiv schlechter als süßigkeiten für die zähne :D
zum thema wurmkur: ich finde es sinnvoller, alle halbe jahre mal ne kotuntersuchung zu machen, vielleicht auch bloß jährlich bei wohnungskatzen.

Grizabella
05.06.2013, 21:51
Kämmt man eine Katze, die vorzugsweise auf einem hellen Tuch sitzen sollte, gründlich durch, dann sollten bei Flohbefall jedenfalls auch Krümel auf das Tuch fallen. Befeuchtet man diese Krümel und sie werden dadurch rot, dann ist es eindeutig Flohkot. Im Zweifelsfall macht das sogar unsere Tierärztin in der Ordination, obwohl ich ihr hätte sagen können, dass unsere Katzen flohfrei sind. (Aber man fängt sich die Viecher ja durchaus auch einmal im Wartezimmer eines Tierarztes ein.)

Meine Tierärztin hat von einer ihrer letzten Fortbildungen die Neuigkeit mitgebracht, dass auch Wohnungskatzen nicht nur jährlich, sondern am besten alle drei Monate zu entwurmen sind; ganz sicher aber im Fall von meiner Cleo, die wegen hartnäckigen Schnupfens und Hustens möglicherweise auch die hartnäckigen Lungenwürmer aus Spanien mitgebracht haben könnte. Dazu ist allerdings zu sagen, dass sie auch FIV-positiv ist, was natürlich auch die Ursache für die fortwährenden Atemwegserkrankungen sein könnte. Dass die jeweilige Entwurmung auch eine Belastung für die Katze sein könnte, kann ich zumindest nicht sehen, die Katzen sind danach wie sonst auch immer.