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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zeckenallergie?



Freigängerin
13.04.2013, 19:41
Hallo allerseits!

Hat schon mal eine eurer Katzen eine Zeckenallergie gehabt? Gibt es das überhaupt? :?:

Mein Kater Askyi, der schon als kleines Kind etwas empfindlicher war als die anderen, reagiert unschön auf Zecken. Am Hals hatte er gestern eine, die Stelle wurde rot und schwoll an. Ich zog sie raus, wovon er zunächst nicht begeistert war. Heute ist die Stelle unauffällig. Dann hatte er heute eine Zecke am linken Ohrenflausch, ihr wisst schon, der rundliche Teil mit dem kurzen Flaum hinten am Ohrenansatz. Also ich weiss nicht wie das heisst :D Aber da sass eine Zecke. Ich zog die auch raus. Er hatte schon reichlich dran gekratzt. Wieder rot und geschwollen.

Was kann man da machen? Frontline kenne ich, das hilft gegen 9 von 10 Zecken. Die 10. sitzt dann genau am Auspuff und ich muss mit dem Kater zum TA. Das kenne ich wie gesagt. Was kann man gegen die Allergie als solche machen?

Montag rufe ich mal unseren TA an...

frolleinvomamt
13.04.2013, 23:28
Dass die Stelle mit dem Zeckenbiss anschwillt, ist normal.
Zum einen wird die Haut ja verletzt, zum anderen wird die Wunde infiziert (von der Zecke selbst oder durch das Kratzen).

Die Schwellung ist also eine natürliche Reaktion, dass die Abwehr des Körpers auf den Biss reagiert.

Und wenn Du schreibst, dass die Stelle nach einem Tag unauffällig war, dann würde ich da gar nichts machen, sondern abwarten.

Mein Hund hatte, als ich ihn vom Tierschutz übernahm, an den Stellen, wo Zecken gesessen hatten, runde kahle Stellen.
In dem Fall hatte ich mir Gedanken gemacht über Allergie.
Wie sich im Lauf der Zeit aber rausstellte, war diese Überreaktion psychisch.

OESFUN
14.04.2013, 08:12
Also ich finde die geschilderten Reaktionen auch noch normal. Direkt an der Bissstelle haben meine Hunde, wenn sie denn eine Zecke hatten auch erst mal einen Knubbel der sich aber schnell wieder zurückentwickelt.

UlliLili
14.04.2013, 10:21
Ich hab auch festgestellt, bei manchen Katzen schwillt es mehr an, bei manchen weniger. Ich desinfiziere immer zweimal, bevor ich die Zecke raus drehe und danach. Ein Glück haben wir hier auf dem Grundstück nicht so viele Zecken. Aber früher, als alle in den Wald und ins Gebüsch sind, war das furchtbar. Da hat nur tägliches kämmen geholfen. Dieses Jahr soll es ja aufgrund des langen Winters nicht so viele Zecken geben.

Freigängerin
14.04.2013, 13:07
Danke für eure Antworten! :bl:

Bei meinen anderen Katzen schwillt es kaum an und rötet sich auch nicht. Bei Askyi scheint es zu jucken, er kratzt, es bildet sich die rote Schwellung und das Fell geht vom Kratzen an der Stelle aus. Letztes Jahr war das noch nicht so. Ich habe jetzt die Befürchtung, dass sich eine Zecke an seinem Hintern festsetzt und dort eine Entzündung entsteht. Ich frage gerade nach homöopathischen Mitteln zur Vorsorge bzw. Allergiebehandlung herum. Allergien haben ja die Neigung, sehr plötzlich schlimmer zu werden, wenn man nichts unternimmt. Ein Freigänger ist dem Allergen ja permanent ausgesetzt.

Und nein, ich glaube nicht dass wir weniger Zecken haben werden. Ich denke, die kommen zuhauf und zugleich wie die ganzen Pollen. Hier ist auch irgendwo ein Nest oder 2 oder 3 :mad:

Katzenzahn
14.04.2013, 19:38
Ich hab auch festgestellt, bei manchen Katzen schwillt es mehr an, bei manchen weniger. Ich desinfiziere immer zweimal, bevor ich die Zecke raus drehe und danach. Ein Glück haben wir hier auf dem Grundstück nicht so viele Zecken. Aber früher, als alle in den Wald und ins Gebüsch sind, war das furchtbar. Da hat nur tägliches kämmen geholfen. Dieses Jahr soll es ja aufgrund des langen Winters nicht so viele Zecken geben.

Nujaa, das weniger Zecken geben soll, bezweifle ich.
Es ist über 15 °C warm und mein Janek hatte schon 2 Zecken.
Kalte Winter schaden Zecken nicht, eher feuchte kühle Winter.

Ich stimme zu, dass jede Katze anders reagiert.
Bitte guckt unbedingt, ob ihr den Kopf auch mit rausgezogen habt.
Wenn die Stelle jedoch nach einem Tag wieder gut ist, dann sehe ich das nicht als übernormal.

Spinne1
15.04.2013, 08:50
Es gibt keine Allergie gegen Zeckenbisse. Jeder, auch Menschen, reagieren auf Zeckenbisse. Der eine mehr , der andere weniger, ganz normal. Zecken sind sehr aktiv geworden und du solltest dir ein gutes Mittel gegen Zeckenbefall geben lassen. Frontline soll bei Katzen sehr schädlich sein. Frage deinen TA des Vertrauens.

OESFUN
15.04.2013, 08:55
Es gibt durchaus eine Zeckenbissallergie

http://zecken-und-insektenstiche.de/zecken/zeckenbissallergie/

nur halte ich die Reaktionen die hier geschildert wurden nicht für eine solche

@ Spinne1 - Es wäre übrigens sehr nett, wenn du dich im Vorstellungsbereich noch einmal vorstellen würdest

Freigängerin
16.04.2013, 18:48
Vielen Dank für die Erkenntnis, dass mein Kater keine Allergie gegen Zecken hat! Ich war wohl etwas verwöhnt bisher. Keine einzige Katze zeigte an einer Bissstelle eine Rötung, daher glaubte ich das sei normal so. Einzig Askyi bekam eine kleine Schwellung, nachdem ich ihm letzten Sommer mal eine Zecke vom Oberlid gezogen hatte. Er hatte danach für den restlichen Abend ein leichtes Kniepschauge. Ich dachte da nur, kein Wunder an der Stelle.

@Spinne:
Frontline ist ein Nervengift. Sowas ist immer schädlich. Was nimmst du denn für deine Katzen?

frolleinvomamt
19.04.2013, 23:45
Frontline ist ein Nervengift. Sowas ist immer schädlich.

Na, wenn Du gegen Zecken vorbeugen möchtest, musst Du eben ein Gift geben, nämlich ein solches, welches gegen Zecken wirkt.
Die einzige Alternative ist, auf das Autoimmunsystem der Katze zu hoffen. ;-)

Freigängerin
20.04.2013, 20:21
Na, wenn Du gegen Zecken vorbeugen möchtest, musst Du eben ein Gift geben, nämlich ein solches, welches gegen Zecken wirkt.
Die einzige Alternative ist, auf das Autoimmunsystem der Katze zu hoffen. ;-)

Ich bin gerade auf der Suche nach praktikablen Alternativen aus dem Bereich der Homöopathie ;)

frolleinvomamt
20.04.2013, 22:54
Einen realistischen Artikel dazu findest Du hier:

http://www.praxis-fuer-tiere.de/praxis-fuer-klassische-tierhomoeopathie/themen/zecken.html

Meine Hunde haben auch trotz Spot-on immer mal wieder eine Zecke.
Die Biester sind halt sehr ignorant gegen alle Abwehrversuche. ;)

Worüber ich vorher noch nicht nachgedacht habe: Frau Loechle schreibt, dass die Ernährung eine wichtige Rolle spielt.
Und über diesen Punkt muss ich nochmal nachdenken.
Ich habe die Ernährung meiner Hunde in den letzten Jahren umgestellt, nicht auf Barf, aber auf hochwertiges Trockenfutter.
Gespottet habe ich vorher auch schon, aber mit wesentlich geringerem Erfolg.
Seit ich anders füttere, sind die Zecken an den Hunden eher selten geworden.
In diesem Jahr bisher noch kein Befall. Aus einem anderen Forum weiß ich, dass die Zecken durchaus schon aktiv sind. Und meine Hunde sind in diesem Jahr auch noch nicht gespottet.

Ich beobachte das mal, ob das so positiv weitergeht.

Freigängerin
21.04.2013, 14:52
Worüber ich vorher noch nicht nachgedacht habe: Frau Loechle schreibt, dass die Ernährung eine wichtige Rolle spielt..

Es gibt einen Zusammenhang. Ich lebe mit 4 Katzen zusammen. Der grosse Kater ist gebürtiges Einzelkind und anders geprägt. Er ist ein Dosenfutterjunkie mit besonderer Vorliebe für hochwertiges Futter. Er hat den stärksten Parasitenbefall von allen, und zwar sowohl was Zecken als auch Würmer angeht, mit Abstand! die 3 anderen, 1 Wurf, fressen für ihr Leben gerne roh und haben deutlich weniger Parasitenbefall. Trotzdem sind Zecken und Würmer bei allen Katzen vorhanden.