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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nach FIP-Todesfall neues Kätzchen als Zweitkatze nehmen?



Ansila1969
31.05.2011, 19:32
Mein kleiner Kater musste Anfang März aufgrund von einem bestätigtem FIP-Ausbruch eingeschläfert werden. Seine Schwester - gesund und munter - vermisst allerdings einen (ihren) Spielgefährten sehr und daher möchte ich mit Anfang Juli ein neues Kätzchen dazu nehmen. Ausgesucht hätte ich auch schon ein Katerchen, einen Halbbruder von meiner Katze.

Abgesehen davon, dass ich - durch das Erlebte - sehr schwanke, ob ich ein Katerchen dazu nehmen soll/möchte, weil da natürlich die Angst vor einem weiteren FIP-Fall ist, habe ich noch einige andere Fragen bzw. Bedenken.

Ich habe sehr viel über den Coronavirus gelesen und mir ist natürlich bekannt, dass eine Vielzahl von Katzen den Virus in sich tragen und nie an FIP erkranken. Unschlüssig bin ich allerdings, ob ich das neue Katerchen von meiner Kleinen in der ersten Zeit getrennt halten soll, bis er sich akklimatisiert hat, da Stress als einer der Hauptauslöser für FIP angeführt wird.

Außerdem bin ich unschlüssig, ob ich den Kleinen mit 16 Wochen gegen den Coronavirus impfen lassen soll. An sich ist die Impfung ja sehr umstritten und der neue Kater würde - wenn ich das richtig verstanden habe - allein durch den Kontakt mit seiner großen Halbschwester über kurz oder lang mit dem Virus in Berührung kommen, wodurch eine Übertragung des Virus sowieso erfolgen würde, was einer Impfung gleich käme?

Meine TÄ meint, dass sie beide Katzen, sie gleich, ihn mit 16 Wochen, impfen würde. Sie hat einige Zeit in einem Tierschutzhaus gearbeitet und hatte dort auch häufig mit FIP-Fällen zu tun. Sie meinte, dass dort auch der Versuch unternommen wurde, coronainfizierte Tiere von coronafreien Tieren zu trennen, was jedoch keinerlei Auswirkungen auf die Anzahl der in der jeweiligen Gruppe vorkommenden FIP-Ausbrüche hatte. Ich habe sie darauf angesprochen, dass ich gelesen hätte, dass bereits coronapositive Tiere nicht geimpft werden sollten, weil das ein Ausbrechen der FIP verursachen könnte, wobei sie meinte, dass das nicht so sei.

Ihr seht schon, viele Zweifel meinerseits, nicht zuletzt, ob ich mich richtig entscheide, wenn ich ein neues Katerchen dazu nehme. Für Tipps und Erfahrungsberichte wäre ich dankbar. :)

Drottning
31.05.2011, 19:41
Hilfe... lass sie bloß nicht impfen. Egal, wie du entscheidest, und ich würde FÜR Gesellschaft für deine Katze plädieren, auf gar keinen Fall diese Impfung verabreichen. Fast jede Katze hat diese Viren in sich - und die Gefahr eines Ausbruchs ist deshalb besonders hoch.

Was das Geschlecht des Zuwachses angeht: Ich würde keinen Kater dazu setzen, sondern eine Katze. In der Regel wird das Zusammenleben so entspannter.

Hier kannst du in Kurzform etwas nachlesen: http://empressa.jimdo.com/impfungen/ - es gäbe dann noch das Buch "Haustiere impfen mit Verstand", da wird es noch genauer dargelegt.

Ansila1969
31.05.2011, 20:02
Danke für den Link. Das war neu für mich. :)

Allerdings habe ich mehrfach gelesen, dass ein gemischtes Pärchen besser miteinander harmonisiert. Nicht zuletzt habe ich das auch bei meinen bisherigen Katzen (ein gemischtes Pärchen 17 Jahre lang) beobachten können.

oska
31.05.2011, 20:06
Allerdings habe ich mehrfach gelesen, dass ein gemischtes Pärchen besser miteinander harmonisiert. Nicht zuletzt habe ich das auch bei meinen bisherigen Katzen (ein gemischtes Pärchen 17 Jahre lang) beobachten können.

Kann ich hier nicht gerade bestätigen. Ich seh immer wieder die Unterschiede im Verhalten. Es ist jetzt hier nicht so, daß es gar nicht funktioniert, aber es könnte manchmal harmonischer zugehen. Sicher gibt es auch Fälle, wo es funktioniert, aber ich würde es nicht mehr so machen.

Drottning
31.05.2011, 20:33
Ich kann Oska nur zustimmen. Es gibt auf jeden Fall die, wo's einigermaßen bis gut klappt. Aber man hört, gerade auch mit zunehmendem Alter der Katzen, immer wieder davon, dass es eben doch nicht so gut läuft. Meist ziehen die Kater bei dem Ganzen den Kürzeren, denn sie kommen i. d. R. bei kätzischer Gesellschaft nicht so ganz auf ihre Kosten, auch wenn sie sich oft ganz gut arrangieren können. Wenn Kater auf Kater trifft (kastriert, versteht sich!), geht's so richtig rund! Im positiven Sinne. Das würde fast keine Katze mitmachen, was die miteinander veranstalten. :D

Ansila1969
01.06.2011, 09:15
Hat vielleicht noch jemand Tipps betreffend FIP und richtigem Verhalten für mich? :)