PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieder einen zweiten Hund?



Sindabo
15.12.2009, 13:46
Hallo,
ich möchte Euch um Eure Erfahrungen bzw. Ratschläge bitten.
Ich habe bis vor 11 Monaten 2 Hunde gehabt. Ich musste im Januar meine Schäferhündin erlösen, da sie sehr krank war, ich hatte sie 12 schöne Jahre. Vor 5 Jahren kam unser Zweithund, eine kleine Pudeldame zu uns und sie zwei waren ein Herz und eine Seele. Nun überlege ich, ob ich wieder einen zweiten Hund, einen Welpen zu uns nehmen soll. Meine Pudeldame ist seit dem Tod meiner Schäferhündin anderen (fremden) Hunden, egal ob Welpe oder erwachsener Hund gegenüber sehr reserviert, oft auch änglich und lässt diese Hunde nicht an sich ran. Es kam auch schon vor, dass sie vor Angst gefletscht hat. Sie hat das Problem überwiegend mit großen Hunden, auch bei denjenigen, mit denen sie nie Probleme hatte, als unsere Schäferhündin noch da war. Ich bin mir unsicher, ob sie einen weiteren Hund überhaupt akzeptiert. Natürlich gibt es keine Gewissheit ob es "gut" geht oder nicht; allerdings möchte ich gerne Eure Erfahrungen dazu wissen und wäre für Antworten dankbar.
Liebe Grüße
Sindabo

Sabiba
15.12.2009, 15:21
Hallo Sindabo,
für Deine Pudeldame wäre ein zweiter Hund sicher kein Problem. Sie ist doch dran gewöhnt. Ihre verstorbene Freundin hat sie als Rudelführerin erlebt und nun ist sie ängstlich, wenn sie allein auf fremde Hunde trifft. Wenn Du ihr einen Welpen zugesellst, muss sie die die Leitung des "Rudels" übernehmen. Das wird ihr Selbstvertrauen wachsen lassen.
Möchtest Du denn wieder zwei Hunde haben? Wenn ja - schön für Deine Pudelmadame! Und auch für den/die Kleine/n, der dann eine Zweitmutter haben wird.

Lotta
15.12.2009, 15:39
Hallo Sindabo,

meine Erfahrungen sind da etwas anders. Meine kleine Pinschermixhündin (verhält sich gegenüber fremden Hunden ähnlich wie deine) bildet zeitweise ein Rudel mit dem Hund meiner Eltern. Sie hat als Junghund den sehr alten Riesenschnauzer verehrt. Als dann eines Tages (sie war ca. 15 Monate alt)ein neuer Welpe (schon so groß wie sie) da war, war sie böser als sonst jemals im Leben und hat ihn etwa ein Jahr lang gehasst und nur angekeift, bis sie sich dann plötzlich zusammengerauft haben. Danach waren sie fast 11 Jahre lang ein gutes Team. Jetzt haben wir leider eine ähnliche Situation, ihr Kumpel lebt nicht mehr und von der jungen Nachfolgerin, die sich zwar unterwirft, aber auch ständig spielen will, ist sie bisher nicht begeistert.

Aus dieser Erfahrung heraus rate ich: Nehmt keinen Welpen sondern lieber einen ausgewachsenen Hund. Er sollte aus dem allernervigsten Spielalter heraus sein, also mindesten 1,5 Jahre. Den kann eure Hündin vorher kennenlernen und zeigen, ob sie ihn mag oder nicht.

Ansonsten befürchte ich unruhige Monate, bis der Welpe erwachsen ist und sich die Sache eingespielt hat. Wenn es ein Welpe sein muss, nehmt wenigstens einen, der eurer Hündin nicht schon bald über den Kopft wächst und auf ihr rumtrampelt, also keinen Schäferhund zu einem Zwerg- oder Kleinpudel (falls deine Hündin ein Königspudel gilt das natürlich nicht.)

Viel Glück- Lotta