PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kater hint mit Hinterpfoten, suche Kontakt zu Pelznasenmutti w/ Problem mit Merlin



fellkugel
07.10.2009, 10:50
Hallo zusammen,

bin über Google auf einen Beitrag vom 17.08.04 von Mitglied Pelznasenmutti gestossen, sie hat ausführlich ihre Probleme mit Merlin geschildert, leider trifft dies auch auf meinen Kater Tom zu und suche daher Kontakt, was damals bei Merlin geholfen hat, welche Therapie, Medizin etc.
Hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen

Danke
Christina

schnutefreddy
07.10.2009, 10:57
Hallo Christina,

2004 ist aber schon lange her :?:

Beschreibe doch das Problem mit Deinem Kater. Hier haben sicher einige Tipps für Dich.

Dein Kater hinkt?

Viele Grüße,
schnute

fellkugel
07.10.2009, 12:38
Das Problem ist folgendes:

Seit ca. 4 Wochen beobachte ich, dass Tom manchmal leichte Probleme beim Hochspringen Stuhl etc. hat, an manchen Tagen aber auch gar keine Probleme. Vor 2 Wochen konnte er plötzlich nicht mehr richtig laufen, die Hinterpfoten gingen auseinander. TA machte Röntgenbild und meinte, es könnte Knochenkrebs sein, er bekam Schmerz- und Kortisonspritze. Am nächsten Tag - andere TA der gleichen Klinik - sagte diese, sie glaubt nicht an Knochenkrebs eher eine Weichteilgeschichte, nun bekam er eine Antibiotikaspritze, kein Schmerzmittel, kein Kortison. Es ging ihm über Nacht besser. Tagsdrauf wieder zum TA - wieder eine andere Tierärztin - diese war ziemlich hektisch, die ganze Geschichte musste wieder und wieder erzählt werden, er bekam eine Spritze - denke, es war wieder Antibiotikum - und nach 2 Minuten waren wir wieder auf dem Heimweg. Tagsdrauf, es war Samstag, bekam er wieder die gleichen Probleme - er geht mit den Hinterpfoten beim Gehen fast bis zu den Knien herunter, meist ist es aber nur die linke Pfote, macht ein paar Schritte, legt sich pallt auf den Boden, dann auf die Seiten, manchmal auch auf den Rücken, das Laufen sieht etwas eirig aus. Wir gingen nun zu einem anderen TA, der sofort 2 Aufnahmen machte und Knochenkrebs als auch Arthrose ausschloß. Wieder bekam er 2 verschiedene Antibiotika, es ging ihm wieder besser, das ganze wiederholten wir über mehere Tage, danach 3 Tage Ruhe -alles war ok - jetzt fängt alles wieder an. TA kann es sich auch nicht erklären, normalerweise sollte bei einer Verletzung Antibiotika ausreichend gewesen sein und ein solcher Rückfall eher unwahscheinlich. Wir versuchen es jetzt noch ein paar Tage, es ist sehr wechselhaft, mal besser, mal schlechter. Tom ist Freigänger, geht auch gerne nach draussen, erledigt sein Geschäft draussen, frisst, trinkt und ist auch sonst ganz munter. Vielleicht hat ja jemand ähnliche Sympttome mal bei seiner Katze gehabt und kann weiterhelfen.
Danke

schnutefreddy
07.10.2009, 12:52
Hi Christina,

die Ärtzte haben also gar keine richtige Diagnose gestellt, sondern auf Verdacht Medikamente verabreicht. Aber nichts hat bisher geholfen?

Geh noch mal zu einem Tierarzt (TA) und lasse gründlich diagnostizieren. In der Tierklinik (TK) gerätst Du zu leicht an immer wieder einen anderen Arzt. Du könntest natürlich darauf bestehen, immer nur denselben Arzt zu sprechen - aber da werden die TK-Ärzte u.U. wenig begeistert von sein (Jedenfalls ist das mein vorsichtiger Eindruck, da Du schreibst, es gab immer wieder andre Ärzte)

Seit 4 Wochen hinkt Dein Kater? Ist Dir vorher schonmal ähnliches aufgefallen?

Ist Dein Kater Freigänger? Möglicherweise hat er sich etwas eingetreten? EDIT: Hab ich gerade gelesen: Hat er sich denn was eingetreten??? Konntet Ihr oder der TA was erkennen???

Wie alt ist Dein Kater?

Lege Deinen Kater auf die Seite und bewege vorsichtig und langsam seine Hinterläufe. Langsam strecken und danach langsam beugen. Wie reagiert Dein Kater darauf beim linken und beim rechten Bein (Mauzt er, quängelt er, sagt er gar nichts, zuckt er weg, versucht zu fliehen, faucht er etc)?

Das es mit Cortison vorerst besser war, könnte darauf hindeuten, dass es sich um eine Entzündung handelt, da Cortison immunsuppressiv wirkt und eben Entzündungsreaktion unterdrückt. Die Cortisongabe würde ich jetzt aber erstmal nicht empfehlen, da sie eine Diagnose wohl eher erschwert.

Sabine
07.10.2009, 12:55
Hallo,
wurde auch schon mal Blut abgenommen? Als unser Kater Diabetes bekommen hat konnte er auch so schlecht laufen wie du es beschreibst.
Auf jeden Fall sollte er Hausarrest bekommen, so lange er so schlecht läuft ist es draussen viel zu gefährlich.

fellkugel
07.10.2009, 13:55
Hallo,

erst mal danke für die Antworten und Anteilnahme. Die ersten TA waren aus einer Tierklinik, der jetzige TA hat auch eine Art Tierklinik - nennt sich bloss nicht so und dieser ist mir z.Z. angenehmer, da er sich wirklich Zeit nimmt, auch nach Feierabend, ich arbeite in FFM und wohne in Fulda, da ist es manchmal nicht ganz so einfach die vorgegebenen Zeiten einzuhalten. Kortsion hat nicht so wirklich geholfen, das Antibiotikum war erfolgreicher. Tom ist 8 Jahre alt, er ist zwar Freigänger entfernt sich aber nicht vom Grundstück, ihn einsprerren würde einer Folter gleichkommen, zumal ich den ganzen Tag nicht zu Hause bin. Die Pfoten wurden untersucht, er hat sich nichts eingetreten, Blutuntersuchung werde ich jetzt noch vornehmen lassen, vor ca. 3 Jahren wurde es untersucht, Befund negativ, ich weiss, dass kann sich geändert haben. Da er nun seit Tagen täglich zum TA muss ist mir nur aufgefallen, dass er abends stundenlang draussen auf seinem kleinen Balkon liegt - er hat hier eine 4m lange Leiter, um nach unten zu kommen, das klappt soweit auch ganz gut. Jetzt weiss ich nicht so recht, ob er einfach nur stinkig ist, w/ der TA-Besuche, oder ob ihm die kühlere Luft und das Liegen im Freien gut tun. Was könnte das Strecken und Beugen der Hinterbeine für eine Aussage ergeben, falls er darauf reagiert bzw. nicht reagiert??
Danke Euch für weitere Tipps und Anregungen

schnutefreddy
07.10.2009, 14:50
Gut, dass Du jetzt einen TA Deines Vertrauens hast. :tu:

Mit acht Jahren ist es auf keinen Fall eine "Alterserscheinung". ;) Dann könen wir das schonmal abhaken.

Das Beugen und Strecken: Es ging mir dabei darum, zu testen, welche Bewegung ihm Schmerzen bereitet und wann. Sprich: Ist der komplette Bewegungsablauf schmerzhaft, oder nur beugen / nur strecken. Faucht und schlägt er dabei z.B. sogar, hat er wahrscheinlich entsprechend unheimlich große Schmerzen. Manche Kater geben auch auf oder sind einfach nur genervt, weil am Bein gezogen wird, da käme dann vielleicht kaum eine besondere Reaktion. Aber das ist nur eine Vermutung.

Wenn das Antibiotikum "erfolgreicher" war, warum wurde es nicht weiterhin verschrieben; vor allem, als die Symptome wieder auftraten?

fellkugel
07.10.2009, 15:26
Das Antibiotikum wurde weitergegeben, Montag abend bekam er es, es ging ihm wieder besser, Dienstag abend wieder eine Spritze, keine Verbesserung. Meistens läuft er morgens wieder besser, abends wieder schlechter, habe gerade mit dem TA gesprochen, er wird ihm heute Blut abnehmen und dann sehen wir weiter. Ausserdem habe ich ihn nach einer evtl. Wirbelkörperverschiebung gefragt, dass kann man nicht ausschliessen, er sagt aber das dies eine ganz heikle Sache sei und bevor hier eine OP in Frage kommt, muss man erst 100% sicher sein, dass es die Ursache ist. Diese OP ist wirklich nicht ungefährlich, zumal an der Wirbelsäule operiert werden muss, die Kosten sind auch nicht gerade wenig, aber das wäre zweitrangig. Nochmals danke für die schnellen Infos, bin für alle Anregungen offen und halte Euch auf dem Laufenden.
Grüsse aus FFM

fellkugel
08.10.2009, 10:59
Hallo,

gestern wurde eine Blutuntersuchung bei Tom durchgeführt und es hat sich herausgestellt, dass er Diabetes hat. Er ist jetzt zur Beobachtung beim TA, wird aber wohl Insulin für den Rest seines Lebens bekommen müssen. Hat hier jemand Erfahrung mit Diabetes-Katzen?? TA geht davon aus, dass seine Hinken ebenfalls daher rührt w/ mangelnder Durchblutung, auch hier die Frage, wer hat dies auch bei seiner Katze gehabt, welche Ergebnisse etc. Mit welchen Kosten muß ich für Insulin rechnen, er braucht 2x am Tag eine Spritze.
Danke

schnutefreddy
08.10.2009, 11:19
Hallo,

ich freue mich für Dich, dass Du nun eine Diagnose hast und nicht mehr rätseln musst.

Leider (oder zum Glück?) habe ich keine Erfahrung mit Diabetes - weder bei Mensch noch Katz'.

Der TA weiß doch sicher, wie die "Insulin-Preise" so sind. Ich bin mir sicher, Du kannst auch einiges mit einer Ernährungsumstellung hinbiegen. Dazu weiß hier bestimmt noch jemand was. :tu:

Grüße,
schnute

fellkugel
08.10.2009, 11:23
Das Krankheitsbild nennt sich diabetische Neuropathie und hat eben zur Folge, dass die Katze nicht mehr richtig laufen kann, sich oft hinlegt usw. Falls jemand hier Erfahrungen auf diesem Gebiet hat, bin ich für einen Austausch dankbar.

Sabine
08.10.2009, 11:25
Hallo,
bei meinem Kater hatte ich das auch. Als er dann Insulin bekommen hat konnte er auch wieder normal laufen. Da mein Kater aber seit drei Jahren Insulinfrei ist kann ich dir keine Preise sagen. Aber geh doch mal auf http://www.katzendiabetes.de/ da sind Leute die sich damit auskennen.

sunnysu
08.10.2009, 11:49
Hallo,

wenigstens hast du nun eine Diagnose und kannst entsprechend handeln. :tu:

Was mich bei dieser Sache (und bei vielen anderen) erschreckt ist, daß keiner der TÄ in der Klinik und auch der jetztige TA ohne deinen Hinweis darauf gekommen ist, erst mal Blut abzunehmen, bzw. an eine solche Diagnose zu denken ! Da wird ins Blaue hinein behandelt, die Katze mit Antibiotikum und mit Kortison, etc. vollgestopft, ohne irgendeine Ahnung zu haben. Ich finde das :-(0) und das zeigt mal wieder, wie unkompetent doch einige der TÄ sind, bzw. wie hier schnelles Geld gemacht wird, ohne irgendeine Diagnos zu haben.

Da muß man erst in ein Forum gehen, um eine solche Möglichkeit aufgezeigt zu bekommen ... :(

fellkugel
08.10.2009, 12:10
Danke für Eure Antworten, aber ich muss gestehen, dass der jetzige TA schon eine Blutuntersuchung machen wollte, ich es zwar vorgeschlagen habe, er aber auch dies an diesem Tg tun wollte, der urspüngliche TA hätte aber huer schneller handeln und dies gleich bei meinem 2. Besuch vernalssen können. Gerade habe ich die Seite http://www.katzendiabetes.de/1684387.htm in Internet gefunden mit hervorragenden Infos zum Thema und habe auch gerade persönlich telefoniert. Stehe ja erst am Anfang des Problems und werde alle Infos, die ich erhalten habe später mit dem TA diskutieren.

Drottning
08.10.2009, 12:19
Ich bin mir sicher, Du kannst auch einiges mit einer Ernährungsumstellung hinbiegen. Dazu weiß hier bestimmt noch jemand was. :tu:

Den Gedanken würde ich auf jeden Fall verfolgen. Blödes Beispiel: Ich hab 'ne Nachbarin, die hat Diabetes und ernährt sich, für mein Dafürhalten, katastrophal. Sie braucht jede Menge Insulin. Ich schätze, bei einer vernünftigen Ernährung bräuchte sie nicht diese Mengen.

Die geht sogar hin, isst Kuchen - und spritzt. :man: Ich meine jetzt, sie spritzt, WEIL sie Kuchen isst... da würde ich echt lieber auf den Kuchen verzichten.

Katzenzahn
08.10.2009, 13:33
Diabetische Neuropathie gibt es auch beim Menschen.
Langjährige Diabetiker und schlecht eingestellte.

@fellkugel:
Du solltest langfristig über eine Ernährungsumstellung nachdenken.
Gut ist erst mal, dass du eine Diagnose hast.
Dann kannst du gezielter handeln.

Auch bei Katzen wird der Blutzuckerspiegel öfter gemssen.
Das lohnt sich sicher, weil die Insulin-Menge besser abgestimmt werden kann.

http://dubarfst.eu/forum/thread.php?threadid=21721
http://dubarfst.eu/forum/thread.php?threadid=16162&hilight=Diabetes
http://dubarfst.eu/forum/thread.php?threadid=15356&hilight=Diabetes
http://dubarfst.eu/forum/thread.php?threadid=11995&hilight=Diabetes

Die yahoo group 7 katzenleben könnte noch eine Informationsstelle sein.

Ich drücke die Daumen, dass du die Krankheit in den Griff bekommst.

Übrigens ist beim Menschen nicht Zucker aus Kuchen das Problem, sondern zuviel Fett.
Aber bei Katzen ist es das Getreide im Fefu, Katzen brauchen eigentlich kein Getreide.;)

schnutefreddy
08.10.2009, 14:28
...
Langjährige Diabetiker und schlecht eingestellte.
...


Mal off-topic. Ich glaube, das kann mich nicht über einen Kamm scheren. Es gibt ja auch verschiedene Arten der Diabetes. Zustimmen muss ich aber in jedem Fall, und das habe ich ja bereist gesagt, dass mit einer Ernährungsumstellung bestimmt viel gemacht werden kann. :tu:

Katzenzahn
08.10.2009, 15:23
Diabetische Neuropathie gibt es auch beim Menschen.
Langjährige Diabetiker und schlecht eingestellte.



Mal off-topic. Ich glaube, das kann mich nicht über einen Kamm scheren. Es gibt ja auch verschiedene Arten der Diabetes. Zustimmen muss ich aber in jedem Fall, und das habe ich ja bereist gesagt, dass mit einer Ernährungsumstellung bestimmt viel gemacht werden kann. :tu:

Noch mal OT:
Ich hätte "z. B " davorschreiben sollen.:)
Wobei es ja auch in der Behandlung bzw. dem Umgang mit Menschen-Diabetes in den letzten Jahren viele neue Erkenntnisse gegeben hat.:cu:
Ist ein Unterschied, wann Diabetes festgestellt wurde, ob 1980 oder 2000.

schnutefreddy
08.10.2009, 15:39
Noch mal Off-Topic :D


...
Ist ein Unterschied, wann Diabetes festgestellt wurde, ob 1980 oder 2000.

:tu: Wiewahr-wiewahr :rolleyes: Nicht nur bei Diabetes.

Sabine
08.10.2009, 17:54
Danke für Eure Antworten, aber ich muss gestehen, dass der jetzige TA schon eine Blutuntersuchung machen wollte, ich es zwar vorgeschlagen habe, er aber auch dies an diesem Tg tun wollte, der urspüngliche TA hätte aber huer schneller handeln und dies gleich bei meinem 2. Besuch vernalssen können.
Nun, bei Katzen die schlecht laufen können denken die TA nicht gleich an sowas wie Diabetes. Es sei den es sind von Anfang an Diabetes typische Symptome dabei, dann ist es was anderes. Allerdings sollten Untersuchungen wie Blut abnehmen und Röntgen gemacht werden ehe man mit Kortison und AB um sich wirft.