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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hund will nicht raus



Nydo
18.09.2009, 11:50
Hallo, ich habe jetzt seid einer Woche einen 5 Monate alten Collie bei mir.
Die ersten 4 Tage ging er eigentlich problemlos raus mit uns. Seid 3 Tagen weigert sie sich die Wohnung zu verlassen, nur max. 3 mal am Tag für höchstens eine Minute um sich zu lösen.

Sobald man sie an der Leine hat legt sie sich hin und weigert sich mit aller Kraft sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen, zieht man nässt sie sich vor Angst ein. Draussen hat sie Angst vor allem, Autos, Laub, Kinder, ihr eigenes Gebell :man:
Sie reagiert auf nix, Bestrafung (Ignorieren) oder Belohnungen aller Art (Leckerli, Lob, Streicheln, Spielen) haben keinen Einfluss auf sie.

Ich weiß echt nicht mehr weiter, was kann man da tun ?

Gruß Andy S.

peanutsnorfolks
18.09.2009, 11:59
Hallo Andy,
woher kommt der Hund denn?
Hast Du ihn direkt vom Züchter? Wie hat er vorher gelebt? Ist er auf solche Dinge wie Autos etc. überhaupt geprägt?
Erzähl mal mehr, damit wir uns ein besseres Bild machen können.

Gruß
Jutta

Nydo
18.09.2009, 12:17
Also wir haben sie vom Züchter, dort hatte sie einen großen Garten zum toben mit den anderen Hunden und einen Bereich des Hauses. Vor Autos hatte sie sich dort schon leicht gefürchtet. Nur ich wohne in einer Gegend wo selten Autos rumfahren und ging bisher vorsichtshalber immer schon dortlang spazieren wo keine Autos fahren.

Komischerweise ging sie ja 4 Tage gut raus. Dann über Nacht weigert sie sich plötzlich raus zu gehen. Legt man ihr in der Wohnung schon das Geschirr an, bewegt sie sich dort auch nicht mehr, solange bis man ihr das Geschirr wieder abnimmt. Mit dem Halsband das gleiche, habe ich aber noch nicht so viel ausprobiert da ich sie nicht würgen möchte. In den guten 4 Tagen hat sie auch keine schlechten Erfahrungen gemacht, ihr hats Spaß gemacht.
In der Wohnung wird sie dafür jetzt aktiver als sonst, bellt gelegentlich Schuhe an :D und will nun auch öfter mal mit uns spielen.

peanutsnorfolks
18.09.2009, 12:32
Okay,
klingt so ein bißchen nach nicht ausreichend geprägt beim Züchter.
Die ersten Wochen, die ein Hund im neuen Haushalt verbringt, und das ist gewöhnlich ab der 8. bis 12. Lebenswoche, sind wichtig für die Prägung auf Umweltreize.
Wenn der Züchter, was immer mal passieren kann, einen Hund länger behält, sollte er eigentlich diese Aufgabe übernehmen.
Nun seid Ihr gefragt.

Hat Eure Hündin ein Lieblingsspielzeug oder ein Leckerchen, für das sie "sterben" würde?
Dann müsst Ihr versuchen, sie damit positiv zu bestärken, wenn Ihr draussen seid.
Nehmt das Leckerchen in die Hand und haltet es der Hündin direkt vor den Fang.
Und dann damit vorwärts locken.
Und wenn sie nur 5 Schritte gut geht, sofort das Leckerchen geben.

Wohnt Ihr denn an einer sehr befahrenen Straße?
Habt Ihr einen Garten?

Sonst würde ich erstmal im Garten üben.
Alles in allem wird es sicher jetzt länger dauern mit der Prägung.
Was auch helfen kann, ist ein selbstbewußter, netter Hund aus der Nachbarschaft, mit dem Ihr zusammen geht. Das kann als gutes Vorbild und zum Mutmacher für Euren Hund dienen.

Gruß
Jutta

Nydo
18.09.2009, 13:15
Also, in der Wohnung akzeptiert sie das meiste an Leckerli, draußen aber, reagiert sie auf gar nix. Null Interesse an Belohnungen, hatt sie ein Leckerbissen im Maul spuckt sie ihn sofort wieder aus. Auf ihren Name reagiert sie im übrigen auch nicht wirklich, auch drinnen nicht.

Wir haben ne kleine Wiese vor dem Haus, dort macht sie dann auch ihr Geschäft. Danach will sie mit aller Gewalt wieder ins Haus. Sie zieht in Richtung Haustür, in jede andere Richtung stemmt sie sich mit aller Kraft dagegen. Und das ohne fremde Einflüsse, also keine Autos, Tiere oder andere Menschen in der Nähe, mit anderen Hunden hat sie kein Problem.

Drinne kann man sie eigentlich nur mit Streicheln belohnen, aber das akzeptiert sie auch nur an von ihr ausgesuchten Orten (vorzugsweise ihr Hundebett).

Beim Züchter war sie das genaue gegenteil, sehr frech und neugierig.

Stina
18.09.2009, 13:36
hallo Nydo,

sie vertraut euch noch überhaupt nicht und hat Angst.
laßt sie mal wirklich so weit es geht in Ruh und ignoriert sie, nicht zwangsbekuscheln usw.
lasst sie einfach mal nur da sein.

Legt ihr ein Halsband um und reagiert mal gar nicht auf das was sie tut.
nur Halsband im Haus um und nicht Leine dran und rausgehen.

wenn sie bis zum Pipiplatz und wieder reingehen will ist das zur Zeit i.O.
Ihr könntet aber so tun als wär da was gaaaaanz intressantes, so nach dem Motto, ja uiii, ja was ist denn da usw. Macht euch ruhig zum Narren, das ist egal. helle Stimme, freundlich, gute Laune. Oder ihr spielt miteinander Ball, ihr Menschen mein ich :D

Ein erwachsener souveräner Hund in der Nachbarschaft wär echt Gold wert.
Gibts da keinen?

beim Züchter waren noch andere Hunde und bei euch fühlt sie sich nun allein und fremd ist sie auch und für sie ist wohl alles blöd im MOment

LG, Stina

polski pies
11.02.2010, 20:03
Ich hab emmaq auch gekriegt da war sie 5 Monate alt, wir hatten asselbe Problem. Ich hab sie einfach an die Stelle getragen wo sie ihr Geschäft erleigen sollt un zurück ist sie gelaufen. Nach drei Tagen hat es an mit dem laqufen bis dahin geklappt und nach einer Woch ist sie schon problemlos mitgelaufen, ob in den Wald oder einfach nur durch die Stadt.