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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rüde oder Hündin



Gaby42
09.09.2009, 06:39
Moin Moin,

diesen Tread habe ich auch unter Hunde A-Z, möchte es aber hier auch versuchen.

Ich habe da ein kleines Problem mit der Frage "Rüde oder Hündin"

Nachdem unsere Sandy nun seit Anfang Mai nicht mehr bei uns ist, haben wir uns entschieden das wieder ein Hund bei uns einziehen soll.

Meine Frage an Euch alle:
Was hat Euch bei der Wahl "Rüde oder Hündin" beeinflußt bzw. nach welchen Kriterien habt Ihr Euch entschieden.

Leider können wir den Hund nicht selbst entscheiden lassen da er erst gestern geboren wurde und wir uns heute entscheiden sollen. Ob ich diese Entscheidung noch rauszögern kann weiss ich nicht. Daher wäre ich dankbar über alle die mir ihr pro und kontra mitteilen.

liebe grüße
Gaby

Stina
09.09.2009, 10:18
Leider können wir den Hund nicht selbst entscheiden lassen da er erst gestern geboren wurde und wir uns heute entscheiden sollen.

in diesem Fall weder Rüde noch HÜndin.
Ich kann dir nur raten Abstand davon zu nehmen bei einem "Züchter" zu kaufen der dich einen Tag nach der GEburt der WElpen zu einer Entscheidung drängt.
Ein guter Züchter wartet ab wie sich die Welpen entwickeln und entscheidet mit euch welcher der Welpen am besten zu euch paßt. DAS kann man nicht einen Tag nach der Geburt.

LG, Stina

Leni
09.09.2009, 10:23
Ich stimme Stina zu, ein seriöser Züchter wird sicherlich nicht zu diesem Zeitpunkt schon drängen sich für einen definitiv zu entscheiden! Schließlich ist es eine Entscheidung für (hoffentlich) viele Jahre, und diese sollte erst deutlich später getroffen werden....

Grundsätzlich: Ich würde immer den Hund nehmen, in den ich mich spontan verliebe und wo dabei die Rahmenbedingungen stimmen, sprich, wenn ich auf 20 qm wohne kaufe ich keine Dogge und wenn ich einen Hund will, der stundenlang am Pferd mitläuft, kaufe ich keinen Chihauhua, etc.

Für mich persönlich wäre die Frage nach dem Geschlecht zweitrangig....

Mecki&Flocke
09.09.2009, 11:39
@gaby42: Für was für eine Rasse hast du dich denn entschieden *neugierigbin* :D?

Stimme stina+leni auch zu :tu:. Wenn die Welpen schon größer sind, kann man meiner Meinung nach auch sehen welcher denn zu einem passt ;). Ist es eher der schüchterne oder der Draufgänger oder lieber ein Mittelding aus beidem. Das kann man doch jetzt noch nicht sehen :confused:? Also ich kenne es auch nur so von Bekannten (habe meine ja aus zweiter Hand) die sich einen Hund ausgesucht haben. Da hieß es nicht schon direkt nach der Geburt "Sucht euch einen aus". Die sind hingegangen wo die Welpen schon mit ihren Geschwistern spielten und haben sich dann zusammen einen ausgesucht.

Liebe Grüße Maike

peanutsnorfolks
09.09.2009, 12:33
Es gibt Züchter, die so viele Anfragen nach Hunden haben, dass man nicht unbedingt auswählen kann.
Dann müsste man sich ggf. für einen der nächsten Würfe entscheiden und warten.

Und mal ganz ehrlich, aus meiner unmassgeblichen Sicht als Züchter, wirkliche Unterschiede erkennt man nicht in den ersten 4 oder 5 Wochen. Da müsste ein Hund schon extrem auffallen.
Meine sind jetzt 9 Wochen alt, ich könnte nicht sagen, dass einer verspielter, aggressiver oder scheuer wäre als die anderen. Sie sind sich sehr ähnlich.
Aber vielleicht ist das bei anderen Rassen ja anders, das kann ich natürlich nicht beurteilen.

Zrück zur Frage Rüde oder Hündin: bedenke bei einer Hündin, dass die zweimal im Jahr läufig wird. Und aus reiner Bequemlichkeit eine Hündin kastrieren lassen, ist nicht in Ordnung.
Rüden sind insgesamt meist ausgeglichener, aber auch selbstbewusster.
Hündinnen sind oft anhänglicher, aber können auch zickiger sein.

Allerdings gibt es auch immer wieder den umgekehrten Fall.

Bei großen Rassen sind die Rüden häufig deutlich größer und schwerer als die Hündinnen.

Die Entscheidung ist nicht ganz einfach.

Gruß
Jutta

Stina
09.09.2009, 12:44
Gaby, um welche Rasse handelt es sich denn?

LG, Stina

NorweWaldkatze
09.09.2009, 13:06
Hallo!

Wir haben uns bewusst beide Male für eine Hündin entschieden. Sie sind meist nicht so dominant und lassen sich leichter erziehen. Wir haben eine Goldie-Hündin, unsere erste Herzensdame haben wir leider schon gehen lassen müssen.
Unsere Erste haben wir nicht kastrieren lassen, wir wollten es ihr nicht anzun. Zu dumm, wir waren einfach zu dumm. Mit 6 Jahren bekam sie eine Gebärmutterentzündung, also Total-OP. Zum Glück hatte sie die gut überstanden. Aber später entwickelte sich der Brustkrebs. Auch diesen ließen wir entfernen, leider dauerte die Freude nicht lange an. 3 Monate später waren sämtliche Organe befallen und wir mussten sie gehen lassen. Bis zum Schluß waren wir bei ihr und das war gut so.
Unsere Samira aber, die haben wir bereits sehr früh kastrieren lassen. Mit jeder Läufigkeit wächst nämlich das Krebsrisiko. Warum sollte man das eingehen, wenn man nicht züchten möchte. Außerdem lebt auch die Hündin so viel ruhiger. Sie ist ein Schatz mit einem ganz bezaubernden Wesen.
Für uns käme immer nur eine Hündin in Frage.

shelly
09.09.2009, 13:14
Ich kann mich den anderen anschliessen. Ich würde eher zurücktreten und neu suchen.

Ich wollte eigentlich auch eine Hündin haben, aber es wurde ein Rüde.
Ich war bei so vielen. Einige boten mir Welpen aus dem Zwinger an, ohne Muttertier und diese waren tlw. recht teuer (einer wollte 1200€ haben), also lass dich nicht vom Preis leiten. Denn dieser ist ohnehin kein Gütesiegel.

Aber dann fand ich den Schäferhund. Als ich erfuhr dass es ein Rüde ist, wollte ich schon ein rückzieher machen, aber gab mir dann doch einen Ruck. Ich meinte noch aus Spass, wenn er Jerry heisst nehm ich ihn, wenn alles passt. Dort angekommen, schaute ich mir alles an. Muttertier, Vater und Onkel waren da. Die Besitzer hatten Kinder und einen Haus mit Garten. Die 3 Welpen (alles Rüden, 3 Mon. alt) waren total neugierig, ebenso die 3 anderen Hunde. Meine Hündin verstand sich auch mit denen. Wir unterhielten uns ca. eine 3/4 Stunde und als ich dann nach dem Namen fragte musste ich etwas Schmunzeln. Er hiess Jerry. Ich durfte ihn nicht nachhause nehmen, fand ich auch mehr als vernünftig. Wir trafen uns nochmal und ich durfte mit Jerry und der Besitzerin spazieren gehen, auch hier fand ein intensives Gespräch statt. Nun stand endlich fest, dass ich ihn haben durfte. Nun durfte ich ihn auch abholen, er bleibt nach wie vor mein Traumhund. Die Besitzer meldeten sich auch öfter bei mir und ich gehe sie auch heute noch, ab und an jedenfalls :rolleyes: , besuchen. Die Vorbesitzer freuen sich nach wie vor.

Für welche Rasse hast du dich denn entschieden?

Gaby42
09.09.2009, 13:23
Hallo,

erst mal danke für die bisherigen Antworten.

Also ich hatte ja schon mal einen Hund. Sandy war ein Weimaraner - Labrador Mischling. Also auch nicht ganz klein. Wir haben sie damals kastrieren lassen da im Büro in dem sie mit war ein Rüde war, der die älteren Rechte hatte. Nach der 2 Läufigkeit war ich am Ende mit den Nerven und die Tiere auch. Das gleiche hätte ich jetzt wieder. Im Büro sind ein Rüde, ein kastrierter Rüde und dann noch meiner......

Sie war eher so wie die Weimaraner sind - nicht ganz einfach, aber doch lieb. Super anhänglich und zum Glück nicht mit dem ausgeprägten Jagdtrieb.

Wir haben uns nun für einen Hovawart entschieden.

Die Größe ich kein Problem. Wir haben ein Grundstück - komplett eingezäunt - in der Größe von ca 1000 qm - also keine Probleme, denn auf dem Grundstück steht ein Haus in dem wir zu zweit leben.

Es ist so wie Jutta schreibt. Die Züchterin hat große Nachfragen. Es ist aber trotzdem alles ganz familiär mit Kind Hund Katze Maus. Und die Züchterin ist tiermedizinische Fachangestellte. Wir waren dort und haben uns alles angesehen. Leider kann ich nicht mal eben da vorbei fahren da es fast 450 Km weit weg ist. Aber Zufällig habe ich am Montag ein Ehepaar getroffen die auch von dort einen Hovi haben. Ebenfalls haben sie die Züchterin vorher besucht.

Wie möchten einen Hovi der dem ursprünglichem Typ des Hovis nahe kommt - auch in der Farbe. Einen schwarzen möchte ich nicht da Sandy schwarz war.

So jetzt habe ich einen Roman geschrieben und bin immer noch nicht schlauer denn ich sehe das so wie Jutta - man kann es einfach so früh noch nicht sagen.

Jutta aber Du hast es ganz gut getroffen - was für Hunde züchtest Du denn?

danke an alle

lg
Gaby

Gaby42
09.09.2009, 13:27
So die letzten beiden Einträge kamen erst jetzt während ich am schreiben war.

Ich habe mit Züchtern gesprochen die Ihre Hunde unbedingt mit der achten Woche abgeben wollen - da möchte ich nicht.

ich hoffe ich habe jetzt nichts vergessen :-)

Stina
09.09.2009, 13:44
okay, also wenn es ein guter Züchter mit gutem Ruf ist dessen Welpen sehr begehrt sind dann ist es was anderes.

Hab grad nachgedacht - danke Jutta ;)
also wenn es Welpen einer Rasse wären, die ich mir schon so lang wünsche und sehr selten sind, würde ich es auch machen. Wenn ich sicher weiss dass der Züchter okay ist und sonst mein Traumhund weg.

Bei einer Rasse die es sehr oft gibt, ich verschiedene Züchter zur Auswahl hätte, dann eher nicht.


ob Rüde oder Hündin hab ich nie bewusst entschieden oder entscheiden müssen, der Hund in den ich mich verliebt hab war halt intakter Rüde, dann intakte Hündin, dann kastr. Rüde.

ich glaub darauf kommts weniger an, vielmehr ob die Rasse eben zu einem passt.

LG, Stina

peanutsnorfolks
09.09.2009, 14:56
Hallo Gaby,
ich züchte Norfolk Terrier.
Die sind recht selten und die Interessenten haben nicht immer die Wahl.
Wenn sie ein bestimmtes Geschlecht oder eine bestimmte Farbe möchten, kann es sein, dass sie warten müssen.
Aber ich habe festgestellt, dass es oft keine Rolle mehr spielt, wenn die Leute die Welpen zum erstenmal besuchen. Da ist die Farbe dann plötzlich wurscht und unter Umständen auch das Geschlecht.


@Norwewaldkatze
Das Kastrieren eines gesunden Hundes ist verboten, sieh mal ins Tierschutzgesetz.
Eine frühkastrierte Hündin bekommt zwar keine Gesäugetumore, dafür steigt aber das Risiko für andere Tumorarten.
Man entfernt doch nicht prophylaktisch Organe, um Krankheiten zu verhindern.
Ich lass mir doch auch nicht die Brust amputieren, weil Frauen an Brustkrebs erkranken können.

Jutta

NorweWaldkatze
09.09.2009, 15:30
Klaro, dort steht aber auch,es ist nicht verboten zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder - soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird.
Es hat also nicht prophylaktisch statt gefunden, aber das habe ich auch geschrieben. Besser lesen...
In unserem Ort gibt es unkontrolliert freilaufende Hunde, leider nicht wenig. Ich würde Jedem Tierbesitzer raten, sein Tier kastrieren zu lassen, wenn eine Deckung nicht ausgeschlossen werden kann. Und wer kann das schon...??? Vielleicht die Besitzer deren Tiere nur in der Wohnung leben und ansonsten nur angeleint spazieren gehen dürfen. Es gibt nämlich leider immer noch Menschen, denen es nichts ausmacht zu vermehren. Aber die Tierheime sind voll, nein falsch, sie laufen bereits über. Gerade in letzter Zeit sind doch wieder massig Tiere ausgestzt worden, meist Hunde.
Zu Deinem letzten Satz: Du vielleicht nicht, aber es gibt Andere die tun es. Schlecht argumentiert. Also, Du hast Deine, ich hab meine Meinung und ich kann sehr gut damit leben.

peanutsnorfolks
09.09.2009, 22:15
Hallo, geht es noch?
Hunde, die unkontrolliert herumlaufen?
Wer das macht, der sollte nicht sein Tier kastrieren lassen, nein, dem sollte der Hund weggenommen werden.
Der Passus im Tierschutzgesetz wurde für Katzen eingerichtet, die nun mal aufgrund ihrer Natur oft Freigänger sind.
Der Fall liegt bei Hunden ja wohl anders.
Und stell Dir mal vor, es gibt sogar Menschen, die haben intakte Hündinnen und Rüden in einem Haushalt, ich z.B., und es kommt nicht zu ungewollten Deckakten.
Alles eine Frage der Unterordnung der Hunde und der Organisation.

Und zu Deinem letzten Satz: nur bei Frauen, bei denen das mittlerweile identifizierte Brustkrebsgen nachgewiesen wurde, dürfen theoretisch die Brüste entfernt werdenn.
Aber selbst das wird nur extrem selten durchgeführt.
Du solltest hier nicht mit Erfahrungen argumentieren, die du von ER Room oder einer ähnlichen Fernsehsendung hast.
Ich fürchte, im Argumentieren auf dem medizinischen Sektor wirst Du bei mir den Kürzeren ziehen. Kannst ja mal hier fragen, warum.

Und im Punkto Kastration geht es nicht um eine Meinung.

Bleib lieber im Katzenforum, da passt das mit dem Kastrieren.

Jutta

Gaby42
09.09.2009, 22:26
Hallo Ihr,

die Entscheidung ist gefallen. Der Kleine Racker kommt zu uns. Er wiegt 449 gr und ist ganz niedlich. Heute abend ist er schon nicht mehr so verknittert und hat schön geschlummert. Ich glaube der hat schon eine Freundin :-) So eine Blonde ist immer an seiner Seite. Bissl früh gell

Ende September fahren wir ihn besuchen - man ist das laaaaange hin

So ihr ich wünsche Euch einen schönen Abend und allen ganz lieben Dank
Eure Gaby

peanutsnorfolks
09.09.2009, 22:41
Also eine Rüde.
Glückwunsch, und wenn es so weit ist - ganz viel Spaß mit dem Hundi.

Gruß
Jutta

Stina
09.09.2009, 22:55
wünsche ich auch :bl:



@Waldkatze, die Kastraerlaubnis bezieht sich auf (Freigänger-)katzen und Strassenhunde.
Strassenhunde hat hier in D niemand, oder? :?:
eine HÜndin ist ein paar Tage im Jahr empfängnisbereit und wer es diese paar Tage nicht schafft die Hündin zu beaufsichtigen und/oder den Rüden zu erziehen sollte keinen Hund haben.

LG, Stina