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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kleiner Welpe - machen wir etwas falsch ?



Mark79
01.07.2009, 10:00
Hallo,

wir sind neu hier und haben auch gleich mehrere Fragen. Wir haben seit ca. 3 Wochen einen - mittlerweile 12 Wochen alten - Golden-Retriever-Welpen mit Namen Charly.

Er ist unser erster Hunde (bisher hatten wir nur Hasen oder Meerschweinchen) und wir haben uns vor der Anschaffung einige Bücher über die Rasse und Hundeerziehung geholt (wie das - so denke ich mal - eigentlich jeder Hundeinteressent anfangs so macht).

Da Charly unser erster Hund ist, sind wir was Hundeerziehung angeht pure Anfänger.

Einerseits möchten wir natürlich einen erzogenen Hund haben (wer will das nicht) der hört und sich benehmen kann, andererseits fällt es uns noch schwer bestimmte Verhaltensweisen richtig zu deuten.

Ich gebe mal ein paar Beispiele:

1. Wir möchten nicht das Charly auf der Couch sitzt, er hat sein Körbchen mit Kissen und Decken. Sobald meine Frau oder ich auf der Couch sitzen, kommt Charly angerannt und springt mit den Vorderpfoten an der Couch hoch. Wir setzen ihn dann wieder auf den Boden und quitieren sein Verhalten mit einem "Nein". Er springt dann immer wieder hoch, gefolgt von einem erneuten runtersetzen durch uns und dem "Nein". Irgendwann bleibt er dann unten sitzen, allerdings knurrt er dann leicht, zieht die Lefzen etwas nach hinten und versucht nach Hosenbeinen oder der Hand zu schnappen.

2. Das mit dem Knurren, den Lefzen ziehen und dem Schnappen macht er auch manchmal während gemeinsamer Spiele. Wir brechen dann das Spiel ab, allerdings ist er dann so wild das er an Hosenbeine, weite Pullover o.ä. will.

Wir haben bisher mit "Nein"- Rufen und Ingnorieren auf diese Verhaltensweisen reagiert, allerdings legt er diese Verhaltensweisen nicht ab. Sie werden zwar auch nicht schlimmer, aber auch nicht besser.

Von "Genickgriffen" (auch OHNE HOCHHEBEN UND SCHÜTTELN), "Schnauzengriff" oder "auf den Rücken drehen" haben wir bisher abgesehen, da wir auch nicht wissen ob diese Erziehungsmethoden - die auch in vielen Büchern beschrieben werden - bei solch einem Verhalten angewandt werden müssen.

Ansonsten ist Charly ein sehr lieber, er reagiert bereits auf "Sitz!", meldet sich wenn er machen muss. Wir gehen seit 1 Woche in eine Welpenschule mit gleichaltrigen (und gleichschweren) Welpen, seine zweite Schutzimpfung hat er gestern ganz tapfer und ohne Murren bei unserer Tierärztin bekommen.

Wir denken das Ihr diese Fragen hier schön sehr oft gehört habt. Wir haben auch schon im Forum ein wenig gelesen, aber auf einen solch konkreten Fall wie unseren keine direkte Antwort gefunden.

Danke schonmal für Eure Hilfe,

viele Grüße


Kathrin + Mark

Mobby
01.07.2009, 10:37
hmmm, weiss Euer Charly denn überhaupt was NEIN bedeutet? Viele Leute sagen 100mal am Tag Nein, aber wenn der Hund keinen konkreten Befehl damit verknüpfen kann, bringt das nix.....

War letztens bei Martin Rütter aufm Vortrag, der meinte zu diesem Thema, das die Hunde das nicht als Befehl verstehen, wenn sie die Bedeutung nicht gelernt haben. Euer Hund denkt also, er heisst Charly Nein.

Ihr müsst ihm das Nein erst antrainieren:
Nehmt ein Leckerli in die Hand, legt das Leckerli auf die Handfläche und hebt Charly die Hand hin. Geht er hin, sagt Ihr nein und macht die Hand zu, das Leckerli bekommt er nicht! Wenn er die Hand beschnüffelt, gebt ihm das Leckerli nicht!
Er bekommt erst ein Leckerli wenn er von der Hand ablässt. ABER nicht das Nein-Leckerli sondern ein anderes Leckerli mit der ANDEREN Hand. Das macht ihr 5 min täglich. Könnt auch jeden Tag die Hand wechseln, oder das Leckerli auf den Boden legen und die Hand drauf legen.
Wichtig ist, erst Belohnung geben wenn er vom Leckerli ablässt. und immer mit der anderen Hand ein neues Leckerli geben. Das Nein-Leckerli wird am Ende der Übung wieder weggepackt.

Wenn das dann sitzt kann Euer Hund auch verstehen, was ihr mit Nein meint.
Ich habe meinem Hund wenn er aufs Sofa wollte immer runter gesetzt oder wenn er nur die Vorderpfoten drauf hatte diese runter geschoben mit dem Befehl "runter". Blieb er unten gabs ein Leckerli.

Wichtig ist auch, das man nicht so oft Nein sagt. Lieber immer andere Kommandos benutzen, wie zB "runter", "Pfui" wenn er was nicht ins Maul nehmen darf, "Aus" oder "ruhig" wenn er nicht bellen soll usw..... sonst hat das "Nein" zu viele Bedeutungen und Euer Hund könnte auf Durchzug stellen.....könnte, muss aber nicht. Der Hund einer Bekannten macht das so, der ist total reizüberflutet mit dem "Nein", der hört da gar nicht mehr hin.

Stina
01.07.2009, 10:41
hallo und :hi:






Von "Genickgriffen" (auch OHNE HOCHHEBEN UND SCHÜTTELN), "Schnauzengriff" oder "auf den Rücken drehen" haben wir bisher abgesehen, da wir auch nicht wissen ob diese Erziehungsmethoden - die auch in vielen Büchern beschrieben werden - bei solch einem Verhalten angewandt werden müssen.



das solltet ihr auch nicht tun denn diese Erziehungsmethoden sollten nur von "Profis" angewendet werden, denn z.B. der Schnauzengriff muss zeitlich haargenau passen sonst verknüpft es der Hund falsch oder wird handscheu.
desweiteren ist ein perfekter Schnauzengriff keine einfache Sache. Wenn man Hunde untereinander beobachtet dauert der Schnauzengriff nur ganz ganz kurz.

Wenn Charly in die Hosenbeine beisst, kommentarlos aus dem Zimmer gehen. Macht er es wieder wenn ihr reinkommt, wieder rausgehen.

ein sehr gutes Buch ist meiner Meinung nach "mit Hunden sprechen" von Jan Fennell und auch "mit Hunden leben".

seid konsequent, laßt euch nicht durch den süssen Blick erweichen :D
Hunde untereinander haben auch kein "Mitleid" mit süssen Welpen und zeigen ihnen klar, kurz und deutlich was Sache ist.

ihr seid schon auf einem sehr guten Weg und seid tolle neue Welpeneltern!!!

liebe Grüsse

Stina

Odin09
01.07.2009, 10:53
Ihr habt doch schon einen super Erfolg, er meldet sich wenn er machen muss. Das finde ich für einen 12 wochen alten Welpen toll. Meiner hat das erst mit 6 Monaten gemacht. Das er immer wieder versucht zu euch auf die Couch zu kommen ist auch ganz normal, er möchte bei seinem Rudel sein, ihr seid ja quasi ein Rudelersatz für ihn geworden. So wie ich das lese macht ihr das alles schon ganz gut, ihr solltet nur etwas Geduld haben, er ist wie gesagt ja noch ein Baby, ich würde ihn nicht einfach nur runter schicken sondern ihn dann in seinen Korb verweisen, damit er lernt das dort sein Platz ist, notfalls ihn dort auch hineinsetzten und dem Platz einen Namen geben wie Decke oder Korb etc. Also wenn er versucht auf die Couch ein Klares NEIN und DECKE oder das Wort das ihr dafür benutzt und ihn dann da reinsetzen. Das dauert und braucht Geduld Geduld und nochmals Geduld. Ich persönlich finde es nicht schlimm wenn sich mein Hund auch mal bei mir auf der Couch oder im Bett rumlümmelt, er muss halt nur wissen das er es nur darf wenn ich es möchte und gehen wenn ich es ihm sage. Ich finde solche Kuscheleinheiten auch wichtig für die Bindung zwischen Mensch und Hund.
Von Genickgriffen und dergleichen halte ich wenig, und einen Hund im Genick nehmen und schütteln ist das gleiche als wenn dich jemand mit einem Messer bedroht.
Ich hab wenn odin zu wild wurde beim Spielen einfach aufgehört und wenn er dann versucht hat in die Hose etc. zu zwicken ihm ein klares Nein gegeben, aber auch das braucht Geduld und Geduld. Wie gesagt, eurer ist noch ein Baby und muss noch vieles lernen, in der Welpenschule könnt ihr euch ja auch weitere Tips holen.
Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß und aber vor allem Geduld mit eurem kleinen.

Nina Wolfshund
01.07.2009, 22:18
Hallo! Ein Welpe braucht natürlich auch viel Körperkontakt zu euch. Setzt euch doch mal zu ihm runter auf den Boden, lasst ihn bei euch liegen wenn er das will. Ich setz mich auch öfters zu meinen Hunden auf den Boden und lese dann oder schaue fern etc. Sozialkontakte sind sehr wichtig. Also den Hund nicht nur immer "von oben herab" behandeln. Er ist ein Rudeltier und braucht Nähe.
Viel Erfolg weiterhin

Mark79
02.07.2009, 11:29
Hallo alle zusammen,

vielen Dank für Eure Antworten.

Wir versuchen bei der Erziehung unser Bestes und es gab auch schon Erfolge (z.B. das Melden vor dem "Groß"-machen, das "Sitz" etc.

Nur wie sollen wir mit der Schnapperei umgehen ? Noch ist er ja ein Welpe, nur was machen wir wenn er die Schnapperei gegen unsere Hände nicht einstellt wenn er mal groß (mit entsprechendem Gebiss) ist ?

Heute morgen war es sehr schlimm, bevor er sein Fressen bekommt springt und bellt er wie verrückt im Haus umher, lässt sich kaum ablenken. Sobald dann eine Hand in seine Nähe kommt, zieht er die Lefzen, knurrt dunkel und schnappt zu.

Das gleiche Verhalten (Lefzen ziehen, knurren, schnappen) zeigt er auch beim Bürsten, teilweise beim Spielen etc.

Das gibt uns echt zu Bendenken und Verunsichert uns.

Wie sollen wir damit umgehen habt Ihr hierbei auch noch einen Rat ? Legt sich das mit dem Alter ?

Viele Grüße


Kathrin + Mark

Peppina
02.07.2009, 13:41
Also da wäre ich auch unsicher. Von wo habt ihr den Welpen denn her?
Beim Futter oder beim bürsten würde ich dieses knurren und schnappen schon sehr ernst nehmen.

ich würde üben beim füttern: Zeigt er dieses Verhalten kommt die Futterschüssel nicht nach untern erst wenn er sich ruhig verhält. beim bürsten, trotzdem weitermachen. denn wenn er merkt jedesmal wenn er knurrt oder schnappt wird damit aufgehört (in diesem Fall bürsten)und er bekommt seinen Willen kann es später zu echten Problemen kommen.

Mich wundert es ein bischen, denn ein Hund von einen guten Züchter zeigen selten solche Verhalten.

Biene Maja
02.07.2009, 14:21
Dieses Verhalten ist nicht in Ordnung - besorgt euch vor Ort einen Hundetrainer der euch weiterhilft.
Nicht auf die leichte Schulter nehmen - es ist ernst zu nehmen.
Gerade wenn Kinder mit im Haushalt sind (falls da welche sind)

Stina
02.07.2009, 15:10
hallo Kathrin + Mark,

ist der Welpe gesund??? Schilddrüsenüberfunktion? (Heisshunger, Aggression) :?:

Ich frag auch: wo habt ihr ihn her?
ein 12 Wochen alter Welpe mit so einem Verhalten macht mich nun doch stutzig.

LG, Stina

der dicke hund
02.07.2009, 18:16
mal blöde nachfrag...........glaubt ihr wirklich das was mit dem welpen nicht stimmt?
ich denke eher er ist sehr lebhaft dem man sagen muss was sache ist.........lest euch mal durch was nina über welpen geschrieben hatich denke das ist so wie es laufen soll.

https://forum.zooplus.de/hunde-verhalten-erziehung/t-hilfe-mein-welpe-ist-wild-67501.html

Peppina
02.07.2009, 18:53
Also wenn ein so kleiner Welpe beim Füttern oder bürsten die Lefzen etwas hochzieht, knurrt und schnappt dann würde ich diese Warnung auch beim Welpen sehr ernst nehmen. Das Welpen in Ihren Jugendlichen Leichtsinn mal über die Stränge schlagen okay Aber ich würde diese Signale als Drohung verstehen, für mich heißt es:" Mir gefällt das nicht, lass mich in Ruhe sonst..."

Ich würde auch mal in der Hudneschule/Welpengruppe nachfragen

Stina
02.07.2009, 19:28
Vanessa, es las sich beim ersten Durchlesen für mich nach "da stimmt was nicht"
nur was dämmert mir erst langsam ;) :D




Heute morgen war es sehr schlimm, bevor er sein Fressen bekommt springt und bellt er wie verrückt im Haus umher, lässt sich kaum ablenken. Sobald dann eine Hand in seine Nähe kommt, zieht er die Lefzen, knurrt dunkel und schnappt zu.

wieviele Mahlzeiten bekommt er denn am Tag?
also bei mir würde ein Hund der springt und bellt sein Futter erstmal nicht bekommen. Ich würde mich umdrehen, den Napf wegstellen und was anderes tun (oder so tun als ob) Hört er auf zu bellen und rumzumachen wird Futter hingestellt und der Hund wird beim Fressen auch nicht gestört, von niemandem.



Das gleiche Verhalten (Lefzen ziehen, knurren, schnappen) zeigt er auch beim Bürsten, teilweise beim Spielen etc.

beim Spielen ist eh klar: Nein und abbrechen. Mit einem Welpen der schnappt wird nicht gespielt.

beim Bürsteln :?: habt ihr ihm unbewusst wehgetan? Geziept, zu grob gewesen?
es ist wichtig dass er lernt dass Bürsten schön ist und nur Gutes bedeutet. Nur ganz kurz ein bisschen leicht drüberbürsten, loben, freuen.
Und aufhören BEVOR er keine Lust mehr hat. IHR brecht das Bürsten ab, nicht ER.
Er ist so auf dem besten Weg zu lernen: werd ich blöd und tu böse hören die auf zu Bürsten und ich hab meinen Willen mal wieder durchgesetzt.

LG, Stina

Stina
02.07.2009, 19:40
trorzdem würde mich intressieren wo der Welpe herkommt und wie er die ersten 8/9 Wochen seines Lebens verbracht hat.

der dicke hund
02.07.2009, 19:55
du hast mit beiden postingsrecht...
dann sind es so punktuelle geschichten.welcher war er aus dem wurf? der frechste? dann wird man weiter einen frechen hund haben..........was passiert wenn er sich so aufführt? wie konsequent ist man....
dann was du schriebst stina.wie lange wird gekämmt? wie häufig...usw........
warum soll der hund sich ablenken lassen wenn es fressen gibt? das funktioniert nicht.
wohin soll er sich ablenken lassen.......
wie stina schrieb wenn er ruhig ist gibt es was....ich mache es .....mein hund muss sitz machen dann gibt es was das hat mein verfressener hund schnell kapiert...........timing ist auch hier wieder das zauberwort...und den kleinen bitte *nicht*!!!! übervordern...denkt drann sie lernen jeden tag was neues sind aber noch babys .
macht euch nun klar was er darf und was nicht.........dann wird es später leichter.........
klar wird auch euer welpe ein jungputertierender rüpel aber alles was vorher sass bleibt.auch wenn es mal in frage gestellt wird.
alles was er in der zeit neu lernen muss weil nicht gelernt oder ihr plötzlich feststellt *ups* das soll er doch nicht.das wird schwieirg

Mark79
06.07.2009, 10:21
Hallo,

nochmals vielen Dank für die bisherigen Antworten. Hier unser aktueller "Hundererziehungsstand".

Wir waren jetzt 3 mal in der Welpenschule. Dort hält sich das Verhältnis zwischen Dominanz und Unterwerfung beim Toben und Spielen bei ca. 40:60, d.h. er liegt mehr unten als oben.

Das mit dem Füttern habe wir auch geändert. Sobald er einmal brav "Sitz!" gemacht hat, bekommt er sein Fressen, ohne große Streicheleinheiten.

In dieser Woche haben wir einen Termin für eine Einzelstunde, in der wir mit der Hundetrainerin über die Verhaltensweisen sprechen möchten.

Charly zeigt bei folgenden Situationen diese Schnapp-Attacken:

Wenn man ihm etwas verbietet (machen wir mit einem "Nein"), dann fängt er ab und zu an zu bellen und zu knurren/schnappen. Nicht immer, aber manchmal.

Wenn wir dann in ein anderes Zimmer gehen und die Türe zumachen (eine Art Ausschluß vom Rudel, das hat unser Tierarzt empfohlen), dann setzt er sich vor die Tür und bellt/winselt, springt an der Tür hoch. Irgendwann legt er sich dann hin und ist still.

Am letzten Samstag haben wir ein Wasserbecken im Garten aufgestellt (er liebt Wasser). Er ist dann sofort reingegangen, ich wollte den Wasserschlauch rausnehmen und musste dafür meine Hand ins Wasser stecken. Auch dann hat er wieder angefangen zu knurren und die Zähne zu zeigen.

Wie schon geschrieben, er ist unser erster Hund. Meint ihr man kann eine solche Verhaltensweise irgendwie wieder hinbekommen ?? Wir wüssten auch nicht was wir falsch gemacht haben, wir haben ihn viel gelobt wenn er etwas toll und richtig gemacht hat etc.

Er ist meistens so lieb, aber ab und zu hat er seine Ausraster. Und wie bereits gesagt, selbst ein scharfes und lautes "Nein" wird manchmal gehört und verstanden, ein anderes mal knurrt, bellt und schnappt er.

Hier noch ein paar Infos zum Hund: Er stammt von einem Verbandszüchter (aus dem GRC), es war der R-Wurf vom Züchter. Ist mit 8 Geschwistern + dem restlichen Rudel (erwachsenen Golden) aufgewachsen. Er war eigentlich der ruhigste aus der Gruppe. Wenn wir früher bei der Züchterin zu Besuch waren, dann hat er wenig getobt und war mehr auf Streicheleinheiten aus.

Könnt ihr uns irgendwie weiterhelfen ? Meint ihr das wir das mit der Hndeschule hinbekommen ?

Nochmals vielen Dank

viele Grüße


Kathrin + Mark

Camillo
06.07.2009, 10:31
Hast du dich schon an eueren Züchter gewendet? Dieser wird euch bestimmt mit Rat und Tat zur Seite stehen...

Mark79
06.07.2009, 10:42
Hast du dich schon an eueren Züchter gewendet? Dieser wird euch bestimmt mit Rat und Tat zur Seite stehen...

Ja, haben wir bereits gemacht. Er kommt übermorgen zu uns und will es sich mal anschauen und uns direkt in den Situationen was sagen.

Es ist sicherlich sehr schwer über ein Forum direkte Erziehungstipps zu geben. Wir sind dankbar für alle Hinweise die wir bekommen und setzen große Hoffnungen auf die Hundeschule und den Züchter.

Camillo
06.07.2009, 11:27
Ja, haben wir bereits gemacht. Er kommt übermorgen zu uns und will es sich mal anschauen und uns direkt in den Situationen was sagen.



Na das ist doch super! Berichte bitte wie es weiter geht:)

shelly
06.07.2009, 13:37
Könnt ihr uns irgendwie weiterhelfen ? Meint ihr das wir das mit der Hndeschule hinbekommen ?

Nochmals vielen Dank

viele Grüße

Kathrin + Mark

Ich hoffe ja. Kommt aber auf die Hundeschule drauf an.

Ich habe einen aus Frust an der leine kläffenden Hund. Seitdem ich die Hundeschule gewechselt habe, wird es mit meinem von Woche zu Woche besser. Er macht nicht mehr jeden Hund an. Auch lässt er sich jetzt sehr gut mit Leckerlies ablenken, was vorher absolut nicht möglich war. Auch auf der Strasse benimmt er sich jetzt viel besser.

catalu
08.07.2009, 17:58
Das mit dem Füttern habe wir auch geändert. Sobald er einmal brav "Sitz!" gemacht hat, bekommt er sein Fressen, ohne große Streicheleinheiten.



Hallo ihr Beiden,

mir kommt da so ein Verdacht.
Viele Welpen sind schlichtweg überfordert- auch mit Streicheleinheiten.
Ich habe bei Euch den Eindruck, dass ihr sehr kompetente neue Welpenbesitzer seid und am liebsten alles richtig machen wollt- das ist toll- besser so als umgekehrt.
Überlegt doch aber mal, ob es nicht vielleicht sein kann, dass Euer Welpe genervt ist, weil sich zu VIEL um ihn gekümmert wird.
Nicht wenige Hunde (und auch schon Welpenbesitzer) kommen zu einem Trainer mit genau dieser Problematik.
Bei genauem Hinsehen wird schnell klar, dass der Hund kaum seine Ruhe hat.
Könnte das zutreffen?

red devil
10.07.2009, 04:58
Hallo,

wir sind neu hier und haben auch gleich mehrere Fragen. Wir haben seit ca. 3 Wochen einen - mittlerweile 12 Wochen alten - Golden-Retriever-Welpen mit Namen Charly.

Er ist unser erster Hunde (bisher hatten wir nur Hasen oder Meerschweinchen) und wir haben uns vor der Anschaffung einige Bücher über die Rasse und Hundeerziehung geholt (wie das - so denke ich mal - eigentlich jeder Hundeinteressent anfangs so macht).

Da Charly unser erster Hund ist, sind wir was Hundeerziehung angeht pure Anfänger.

Einerseits möchten wir natürlich einen erzogenen Hund haben (wer will das nicht) der hört und sich benehmen kann, andererseits fällt es uns noch schwer bestimmte Verhaltensweisen richtig zu deuten.

Ich gebe mal ein paar Beispiele:

1. Wir möchten nicht das Charly auf der Couch sitzt, er hat sein Körbchen mit Kissen und Decken. Sobald meine Frau oder ich auf der Couch sitzen, kommt Charly angerannt und springt mit den Vorderpfoten an der Couch hoch. Wir setzen ihn dann wieder auf den Boden und quitieren sein Verhalten mit einem "Nein". Er springt dann immer wieder hoch, gefolgt von einem erneuten runtersetzen durch uns und dem "Nein". Irgendwann bleibt er dann unten sitzen, allerdings knurrt er dann leicht, zieht die Lefzen etwas nach hinten und versucht nach Hosenbeinen oder der Hand zu schnappen.

2. Das mit dem Knurren, den Lefzen ziehen und dem Schnappen macht er auch manchmal während gemeinsamer Spiele. Wir brechen dann das Spiel ab, allerdings ist er dann so wild das er an Hosenbeine, weite Pullover o.ä. will.

Wir haben bisher mit "Nein"- Rufen und Ingnorieren auf diese Verhaltensweisen reagiert, allerdings legt er diese Verhaltensweisen nicht ab. Sie werden zwar auch nicht schlimmer, aber auch nicht besser.

Von "Genickgriffen" (auch OHNE HOCHHEBEN UND SCHÜTTELN), "Schnauzengriff" oder "auf den Rücken drehen" haben wir bisher abgesehen, da wir auch nicht wissen ob diese Erziehungsmethoden - die auch in vielen Büchern beschrieben werden - bei solch einem Verhalten angewandt werden müssen.

Ansonsten ist Charly ein sehr lieber, er reagiert bereits auf "Sitz!", meldet sich wenn er machen muss. Wir gehen seit 1 Woche in eine Welpenschule mit gleichaltrigen (und gleichschweren) Welpen, seine zweite Schutzimpfung hat er gestern ganz tapfer und ohne Murren bei unserer Tierärztin bekommen.

Wir denken das Ihr diese Fragen hier schön sehr oft gehört habt. Wir haben auch schon im Forum ein wenig gelesen, aber auf einen solch konkreten Fall wie unseren keine direkte Antwort gefunden.

Danke schonmal für Eure Hilfe,

viele Grüße


Kathrin + Mark

hallo,ihr Zwei! Ich bin heute zum ersten mal hier und habe euren Beitrag gelesen.zu meiner familie gehören ein 10 Jahre alter Shi-Tzu -Zwergpudelmix und seit 8 Wochen ein nunmehr 16 Wochen altes Labradormädchen.Bevor sie zu uns kam,wohnte bei uns noch unsere Sunny(mittelgroßer Terrier-Mix)die nach kurzer aber schwerer Krankheit eingeschläfert werden mußte(sie wurde 10 Jahre alt).Zu eurem Problem mit der Couch gibt es einen Trick. Beklebt die Stellen neben eurem Sitzplatz mit doppelseitigem Klebeband (so-daß seine Pfötchen das Band auch berühren können).Wenn Charly dann Anstalten macht auf die Couch zu kommen wenn ihr euch setzt,wird ihm das ein neues Untergrundgefühl geben, welches er als unangenehm empfindet.Keine Angst ! Klingt "brutal" - tut aber nicht weh!!!dazu natürlich ein Kommando auf daß ihr euch einigen müßt -"runter" oder "aus"(natürlich auch mit fester Stimme! denn ihr seid die "Rudelführer!!).Erwünschtes Verhalten dann auch loben!Nicht ungeduldig werden wenn es nicht gleich klappt-wiederholen.Wenn Charly danach trotzdem nach euren Hosenbeinen oder Händen schnappt -"aus" und ohne weiteren Kommentar beide das Zimmer verlassen und Tür schließen,einige Minuten draußen bleiben.Noch ein Tip: nicht die hand in seine Nähe bringen,sondern lieber mit "der guten alten Zeitung"arbeiten,denn so bringt Charly eure Hand nicht mit einer negativ-Erfahrung in Verbindung.Auch beim Spiel:schnappt er zu doll(leichtes "knaupeln" ist okay!) zu,laut "aua" (laut !)sagen und das Spiel sofort beenden!Die Toberei und Bellerei vor dem essen:laut "aus" und sofort anschließend "sitz"(das kann er ja schon).Und wieder:bei erfolgtem erwünschten Verhalten sofort! loben (Streicheln und mit Worten oder Leckerli).Unsere kleine Tara hat zwar vor der Essensgabe nicht getobt oder gebellt,war aber auch der Ansicht, sie müsse unbedingt an den Küchenschränken hochspringen (sich auf die Hiterbeine stellen -wie irre!) .Mit Kommando "sitz" wenn ich anfange den Napf zu füllen,kappt das jetzt super und natürlich lobe ich sie dafür sofort.Übrigens noch etwas anderes:Habe in einem Antwortbeitrag zu euren Fragen etwas zum Dominanzgriff und Nackengriff gelesen.Dazu folgendes:auch im Hunderudel weisen die Hündinnen ihre kleinen so zurecht,zeigen,daß sie die Chefs sind!Genauso ein kurzer Griff in den Nacken(Fell) mit leichtem!!! zwicken. Gegen Schütteln im Nacken bin ich total und laufe mit den anderen konform.Aber seid nicht ganz so zaghaft-ein Hund braucht einen Chef!!! Hat er ja im Rudel auch!Ich kenne euch ja nicht ,aber vielleicht ein bischen energischer und goldene regel natürlich :Liebe u n d Konsequenz !!! (den Hund anbrüllen müssen wir ja alle nicht,denn die haben ja gute Ohren) . Übrigens-mein kleiner Shi-tzu Mix reagierte als Welpe auch so, wie euer Charly und da war ich auch schon am verzweifeln...-Lag aber daran, daß ich nicht konsequent genug war,einiges durchgehen ließ und den treuen Augen nicht wiederstehen konnte... Dann lag das Kind fast im Brunnen und es kostete Mühe,das wieder hinzubiegen. habe ich aber geschafft!Und unsere beiden "Alten" waren die tollsten Begleiter in unserem Leben! Ihr schafft das auch !! Nur Mut !Ich weiß, daß ich die fehler von damals nicht bei unserer kleinen Tara mache - und -es klappt ! Viele Grüße Andrea

Mobby
10.07.2009, 12:57
@red devil: also der Tipp mit der Zeitung ist ja wohl auch von vorgestern.....leider hört man das immer wieder, weil der Hund die Zeitung nicht mit der Hand in Verbindung bringt, blödsinn, die Zeitung ist in dem Fall eine verlängerte Hand.......wobei ich eh der Meinung bin, das man mit Geduld und Belohnung mehr erreichen kann wie mit Unterdrückung.
Klar maßregelt die Mutter ihre Welpen, aber wohl kaum mit der Zeitung.....

Ein unerwünschter NEbeneffekt kann dann auch sein, das sich der Hund in der Ecke verkriecht, sobald man die Zeitung vom Tisch nimmt, um sie zu lesen. :sn:

Ich denke, ihr seid auf der richtigen Spur.....und der Denkanstoß von catalu, von wegen überforderter Welpe, wär für mich auch noch eine Option...:?:

Manche Hunde müssen vielleicht auch erst lernen, das Herrchen nicht zum Dauerbespaßen da ist, genauso wie es Kinder auch lernen müssen. Wenn der Welpe "austickt", sofort links liegen lassen. Benimmt er sich anständig, Belohnen.

Ich weiß nicht, ob das schon genannt wurde oder ob es bei so jungen Hunden schon was nützt, aber das wär das Füttern aus der Hand. Also gar nix mehr in den Napf, sondern alles aus der Hand füttern. Somit merkt der Hund, er muss sich gut stellen mit Euch weil Ihr der Chef seid, schließlich "besorgt" ihr ihm sein Futter.
Aber damit kennen sich andere hier mehr mit aus glaub ich.....

Mark79
04.08.2009, 16:36
Hallo alle zusammen,

wir möchten Euch auf den aktuellen Stand von unserem Charly bringen. Also, sein Verhalten hat sich absolut gebessert bzw. wir haben sein Verhalten - er ist ja unser erster Hund - falsch eingeschätzt.

Nachdem wir Besuch vom Züchter hatten ist uns auch uns aufgefallen, dass Charly sein Schnapp-Verhalten insbesondere dann gezeigt hat, wenn wir kurz zuvor mit ihm gespielt haben. Er hat sich lt. unserem Züchter noch im Spiel gewähnt und unsere Hand als sein Spielzeug betrachtet und das wollte er "sich schnappen".

Auf anraten von unserem Züchter haben wir dann folgendes gemacht: Wenn wir ein Spiel für beendet erklärt haben, dann sind wir aufgestanden und haben ihn konsequent für ein paar Minuten ignoriert (ca. 5min). Wenn er dann gemerkt hat das keine Reaktion von uns kommt, dann hat er sich mit sich selber beschäftigt oder sich hingelegt. Nach diesen 5 min "Zwangspause" ist friedlich und er schnappt auch nicht mehr.

Das mit dem Rumrennen vor dem Fressen hat sich auch gelegt, da haben wir einen Tipp von unserer Hundetrainerin bekommen. Wir haben den Fehler gemacht das wir Charly immer pünktlich zu den gleichen Zeiten, d.h. 8.00, 12.00, 16.00 und 20.00Uhr gefüttert haben. Wurde es nur 8.10Uhr, da ist er wie wild rumgerannt und hat gebellt. Dann haben wir angefangen die Essenszeiten zu variieren, d.h. es gab an einem Tag bereits 30min früher das Fressen, an anderen Tagen 15min später etc. Durch dieses Variieren ist Charly nicht mehr auf eine feste Zeit fixiert und geht das Fressen ganz entspannt an.

Wir wollten uns nochmal für die tollen Tipps hier bedanken, wir werden jetzt öfter hier vorbei schauen und wir hoffen, dass wir im Laufe der Zeit soviel Erfahrung sammeln das wir auch anderen mal helfen können.

Viele Grüße


Kathrin + Mark + Charly :kraul:

Mobby
04.08.2009, 19:55
Hey Ihr,

das ist ja super........mensch, auf den Tipp mit der Hand als Spielzeug hätt ich ja auch kommen können, aber man lernt halt nie aus....;)

Freut mich wenn´s bei Euch jetzt so gut klappt. Viel Spaß weiterhin mit Eurem kleinen Wirbelwind.....

Theolino
04.08.2009, 21:11
@Kathrin

schön, daß Ihr Euch wieder meldet und berichtet :)

und immer wieder spannend, was man so alles dazu lernt..... daß der Hund einfach so abdreht, weil er auf die Futterzeiten fixiert ist, da wär ich nicht drauf gekommen ;)

LG
Helma