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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wer hat Erfahrung mit einem "secondhand"-Hund?



Yellowcat2002
03.05.2002, 20:03
Hallo!
Ich bin schon lange auf der Suche nach einem Labradorwelpen, bislang leider ohne Erfolg.

Jetzt habe ich in der LCD-Welpenliste einen 14 Monate alten Labrador gesehen. Der wurde an einem für uns wichtigen Tag geboren und ist auch noch bei uns in der Nähe... das erschien uns irgendwie als Schicksal!

Jetzt wollte ich Euch mal fragen, ob jemand schon Erfahrung mit einem "secondhand"-Hund gemacht hat!!! Sind so Hunde noch zu erziehen, hat der Vorbesitzer nicht schon zu viele Fehler gemacht? Kann man den Hund zur Not auch mal in eine Hundepension geben, ohne, daß er einen erneuten Schock bekommt. Ich weiß nicht was ich machen soll!

Ich hoffe, jemand kann mir weiterhelfen!

Ich bedanke mich für Eure Unterstützung!

LG
Heike

Sandy
03.05.2002, 20:17
Hallöchen!

Ich finde es sehr lobenswert wenn du dich zu dem Schritt, einem Pechvogel eine neue Chance zu geben entschieden hast
Doch deine Fragen sind sehr genau, doch leider nicht so leicht
zu beantworten!:rolleyes:
Ich würde an deiner Stell einfach mal fragen was denn mit
dem Hundchen vorher war. -auch wenn es nicht ganz der Wahrheit entspricht!-;)
Dann würde ich mir einen freien Tag nehmen und mich auf den
Weg zum Hund machen! Sieh ihn dir doch einfach erstmal an, entdeckst du schon Narben? (-übertrieben!), aber vielleicht schon Schüchternheit gar Angst vor dem Menschen?!

Wenn du dass gemacht hast kannst du ja immer ncoh Fragen stellen! Nicht jedes abgeschobene Tier muss schlechte Vergangenheit haben! Manche Tiere werden auch sehr ungern abgegeben! _Auch wenns sekten ist!:D :(

Noch Fragen?
...dann schreib doch!
Sandy

nadine
04.05.2002, 16:19
meine hündin ist aus dem tierheim, was an sich ja nicht schlimm ist, die pfleger waren jedoch nicht ehrlich. sie reagiert auf andere hunde extrem aggressiv und bissig. ich habe die kleine aber so ins herz geschlossen, daß es mir nichts ausmacht. und ich bin bereit mit ihr zu arbeiten - in der hundeschule -. ich denke es ist absolut wichtig, daß die vorbesitzer ehrlich sind. und wenn du sandy´s tipp verfolgst und dir den kleinen mal anschaust, und auf seine allgemeine konditionierung achtest, machst du bestimmt das richtige. vielleicht nimmst du noch jemanden mit, der sich mit hunden auskennt?
gruß nadine

Flocke
05.05.2002, 14:00
Hallo,

also, meine Erfahrungen zum Second-Hand-Hund (was nicht ganz stimmt - ich bin schon die dritte Besitzerin). Unser Wuff muss sehr viel schlechtes in seiner Vergangenheit erlebt haben und dementsprechend hat es viel Mühe und Arbeit gekostet, ihn "soweit wieder hinzukriegen". Einfacher ist es immer, wenn man die Vorgeschichte eines Hundes kennt - was aber in den wenigsten Fällen möglich ist bzw. die Vorbesitzer (falls bekannt) sind in den meisten Fällen leider nicht ehrlich. Kennt man die Vorgeschichte und weiß, was ein Hund evtl. Negatives erlebt hat, kann man ziemlich direkt gegensteuern.
Ich bin der Auffassung, dass man fast jeden Hund soweit erziehen kann, dass ein Leben ohne Stress mit diesem Hund möglich ist - bei manchen Hunden braucht man aber mehr Geduld und Zeit und muss mehr "Arbeit" und "Mühe" investieren als bei anderen.

Zum Thema Hundepension: Als ich mir einen Hund angeschafft habe, stand für mich von Anfang an fest, dass ich meine Urlaube so plane, dass ich den Hund immer mitnehmen kann. Sollte von meiner Seite her einmal ein Krankenhausaufenthalt notwendig sein, ist ebenfalls dafür gesorgt, dass sich Menschen um ihn kümmern, die dem Hund bekannt sind.

klasu
05.05.2002, 21:33
Hallo Heike,
wir haben jetzt second-Hand-Hund Nr. 2 und 3. Jeder Hund hat anders auf seine Situation reagiert. Unsere erste Hündin war schüchtern verspielt, unser jetziger Rüde hatte vor uns 5 Zuhause (er kam mit einem halben! Jahr zu uns und ist ein everybodies-Darling,der wenig "Arbeit" machte, unsere jetzige Hündin hat ungefähr 2 arbeitsintensive Monate gebraucht, bis sie einigermassen Strassen- und Umwelttauglich war und taut jetzt so langsam auch bei Leuten auf, die sie nicht so häufig sieht (genaue Geschichte kannst Du bei Interesse auf meiner HP nachlesen). Aber bei allen Hunden hat sich die mehr oder weniger Arbeit gelohnt!!! Meine Hunde werden nie vom Züchter kommen!
Zur Hundepension: wenn das Vertrauen zwischen Dir und Deinem Hund da ist, kann er sicher auch mal in eine Hundepension. Aber es ist und bleibt Stress für den Hund. Wir planen unsere Urlaube auch nur mit Hund. Aber es gíbt sicher Situationen, wo der Hund nicht mitkommen kann und da hat beim bisher ersten- und einzigen Male die Unterbringung bei uns gut geklappt.

CU
klasu

Alpha
05.05.2002, 23:35
Hallo Heike!
Nur Mut!Ich habe bereits etliche "second-hand-Hunde" aufgenommen und erzogen/weitervermittelt oder behalten und kann nicht davon abraten.Selbst wenn sie falsch erzogen worden waren oder schlimme Erfahrungen hinter sich hatten,bekam ich nie Probleme mit ihnen.Wenn Du allerdings noch nie einen Hund gehalten hast,achte darauf,daß Du seine Vorgeschichte kennst,damit es leichter für Dich ist.
Grundsätzlich kann man sagen,daß man seinen eigenen Hund genauso "versauen" kann wie daß er bereits geschädigt ist.Genauso schnell kannst Du ihn aber auch umerziehen-er wird schnell merken,daß er es bei Dir gut hat(wenn dem so ist*g*.Nach ein paar Monaten kannst Du ihn auch "mal" in eine Pension geben-guit ist das allerdings nie für irgendeinen Hund,sonern bedeutet immer Stress für ihn.Besser wäre es,wenn man die Verantwortung für einen Hund übernimmt,ihn nie allein zu lassen im Urlaub,nur in Notsituationen wie Krankenhaus in Pension gibt.Wenn es denn mal sein muß,kann deer Hund auch mal in eine Pension-man sollte es jedoch vermeiden,wenn man sein Tier liebt.
Gruß,Alpha