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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Probleme mit der Nachbarin



Bibi78
20.08.2007, 16:49
Hallo,

ich hoffe, daß ich hier einen Rat finde, denn ich weiß absolut nicht, was ich machen soll und vor allem was ich machen kann. Ich habe zwei Katzen, sind beide Freigänger. Meine Katzen laufen immer in den Garten meiner Nachbarin und wollen laut ihr auch in ihre Wohnung. Sie hat einen Hund. Sie meinte, daß ich dafür sorgen sollte, daß sie aus ihren Garten fern bleiben, meine Katzen würden ihr Leben beeinträchtigen, da sie sich nicht mehr trauen würde die Tür oder Fenster aufzumachen aus Angst sie würden bei ihr reinlaufen. Wenn ich das nicht in den Griff kriegen würde, solle ich die Katzen nicht rauslassen oder meinen Garten so absichern, daß sie nicht weiter gehen könnten. Jetzt würde ich mal gerne wissen, was ihr davon haltet und vielleicht auch ob jemand weiß, wie das rechtlich aussieht. Ich bin erst vor kurzem hier eingezogen und wegen der Katzen ist das Verhältnis zu dieser Nachbarin sehr schlecht und ich denke, daß sie weitere Schritte unternehmen wird, wenn das so bleibt. Ich bin da momentan ratlos. Wäre toll, wenn mir da jemand helfen könnte.

LG,
Bibi

shirkan
20.08.2007, 17:32
Hallo Bibi,

zur rechtlichen Seite kann ich dir leider nichts sagen. Zu diesem Problem gibt es derart unterschiedliche Urteile, für mich unverständlich.

Verstehen kann ich deine Nachbarin eigentlich nicht. Aber das hilft nichts. Vor allem sie hat einen Hund! Hunde sind nicht immer von Katzen angetan. Vielleicht solltest du deswegen im Interesse deiner Katzen über eine Lösung nachdenken.

Wie sieht aber deine Situation aus? Wohnst du zur Miete? gehört dir ein Garten der evtl. katzensicher eingezäunt werden kann? Könnten sich deine mit einem eingeschränkten Auslauf anfreunden?

Grüße

Yola04
20.08.2007, 17:56
Ich kann deine Nachbarin schon verstehen. Wie würdest es du finden, wenn ständig fremde Tiere in dein Haus eindringen? :?: Ich würde es nicht haben wollen.

Wer weiß, was passiert, wenn sie aus lauter Wut ihren Hund auf deine Katzen hetzt?

Wenn dir was am Wohl deiner Katzen und auch an der Nachbarschaft liegt, ist es sicher besser, den Garten katzenausbruchsicher einzuzäunen. :tu:

Bibi78
20.08.2007, 18:12
Es ist so, daß meine Nachbarin ihren Hund vor meinen Katzen schützen will, was für mich unverständlich ist, denn der Hund bellt sofort wenn er die Katzen sieht und die laufen dann auch weg. Die Katzen wissen schon, daß dort ein Hund ist, aber trotzdem laufen sie immer dort rüber. Meine Katzen sind sozusagen Tag und Nacht draußen und wenn ich sie den ganzen Tag zu Hause lassen würde, würden sie Terror machen. Daß die Katzen sich mit einem eingeschränkten Auslauf zufrieden geben würden, bezweifle ich, dazu ist ihr Gebiet einfach viel zu groß. Ich wohne zur Miete, Katzen- und Hundehaltung ist auch vertraglich erlaubt. Was mich nur aufregt, ist daß sie sich über meine Katzen beschwert, aber ihr Hund den ganzen Tag nur am bellen ist. Da hätte ich genauso Grund, mich zu beschweren. Ich weiß nur nicht, wie der Hausverwalter das sieht, wenn sie damit zu ihm gehen sollte.

Ich habe das Problem auch mit anderen Katzen, die bei mir in den Garten gehen und sich sogar ins Haus getraut haben, die habe ich allerdings wieder rausgejagt, da sie meine Katzen auch angefaucht haben. Ich hatte zu meiner Nachbarin ja auch gesagt, sie solle meine Katzen wegjagen, wenn sie das nicht möchte. Meine Katzen waren ja noch gar nicht bei ihr in der Wohnung, meine Nachbarin hat nur Angst, daß sie in die Wohnung reinlaufen würden. Ich denke aber nicht, daß sie das machen würden, wenn der Hund dort ist. Sie hat übrigens Angst, daß meine Katzen ihrem Hund etwas tun würden und nicht umgekehrt, deswegen möchte sie die Katzen von ihrem Hund fernhalten.

shirkan
20.08.2007, 18:27
Hallo,

wenn deine Nachbarin den Hund schützen möchte verstehe ich sie schon besser. Zum einen bekommt sie vermutlich wegen des Gebells auch Ärger, andererseits hast du es wahrscheinlich noch nicht erlebt, wie eine in die Enge getriebene Katze einen Hund zurichten kann.

Das ist jetzt ein Problem über das man sich hier stundenlang auseinandersetzen kann, aber ich fürchte die Lösung liegt im "guten Willen" zwischen dir und der Nachbarin. Gibt es keine Möglichkeit, daß ihr euch mal bei einer Tasse Kaffee zusammen setzt? Eigentlich habe ihr beide ein gemeinsames Ziel: eure Tiere!

Versuch es, im Interesse deiner Katzen.

Maggie2
20.08.2007, 18:27
hallo bibi, :cu:
vielleicht schaust du mal unter diesem eintrag, was ellwood zur rechtlichen lage geschrieben hat? meiner meinung nach, kann dir sein beitrag schon ein stück weiterhelefen.

wie von dir beschrieben, fühlt sich deine nachbarin nicht mehr ganz frei----:t:bezüglich türe oder fenster offen lassen können; soweit darf es natürlich nicht kommen. ich würde schon im interesse meiner katzen nach einer lösung suchen, den nachbarshund kenne ich nicht ( deine katzen ebensowenig ), so würde ich jedes etwaige risiko von vornherein versuchen, auszuschliessen. hast du einen eigenen garten kannst du diesen bestimmt so gestalten, dass deine katzen nicht mehr zur nachbarin gehen. erst einmal würde ich versuchen, mit besagter nachbarin ein ruhiges gespräch zu führen---- ist bei manchen menschen nicht einfach, aber vielleicht einen versuch wert?? :?:
ich wünsche dir viel erfolg, liebe grüsse, maggie :bl:

RaveSchneckerl
20.08.2007, 20:02
hallo!

Wir hatten auch mal ne Nachbarskatze die ständig in unserem Garten war und später dann penetrant ins Haus wollte. Im Garten hat es uns ja nicht gestört, nur dass Problem war einfach das Haus (weil meine Mutter asthmatisch auf Felltiere reagiert). Nach einer Weile ist die Katze jedoch ziemlich sauer geworden, weil sie ned rein durfte und hat dann unsere Schildkröte attakiert.
Gib deiner Nachbarin den Tipp, deine Mieze einfach mal ordentlich nass zu machen... ist zwar für die Katze ned so toll, aber es hilft.

Bibi78
21.08.2007, 06:11
Tja, ich habe ja versucht mit ihr zu reden, aber da kann ich genauso gut gegen eine Wand reden. Sie ist gar nicht darauf eingegangen, was ich gesagt habe und meinte halt nur, daß es meins und nicht ihr Problem sei. Sie macht ja noch nicht mal einen Versuch sie zu verjagen, sondern erwartet, daß ich die Katzen rufe und die dann ihren Garten verlassen würden, als ob die Katzen auf's Wort hören würden. Die Idee mit dem Nass machen finde ich sehr gut, früher oder später wird sie ja merken, daß das nicht so klappt wie sie sich das vorstellt, vielleicht hört sie dann ja mal zu. Den Vorschlag werde ich ihr mal machen.

CaveCanem
21.08.2007, 09:57
Hallo!

Um einem Streit, der ja mal schnell eskalieren kann, aus dem Weg zu gehen, würde ich an Deiner Stelle selber aktiv werden.
Wenn also die Nachbarin nicht mit sich reden lässt, schreibe ihr einen freundlichen Brief und erkläre ihr, wie die unterschiedlichen Verhaltensweisen von Katzen und Hunden sind und was sie tun kann, um die Katzen zunächst einmal fernzuhalten. Parallel würde ich mich mit dem Verwalter selber in Verbindung setzen, um mit ihm zu klären, ob Du z.B. Deinen Garten einzäunen kannst - mit dem Argument, dass Du keinen Streit möchtest und Dich um gute Nachbarschaft bemühst. Du könntest ihm dann auch den Brief an Deine Nachbarin zeigen.

Bibi78
22.08.2007, 05:03
Genau das habe ich auch vor. Ich werde jetzt erstmal mit dem Hausverwalter reden und hören, was er dazu sagt, vielleicht hat er ja einen guten Vorschlag. Ich möchte ja auch vermeiden, daß das ganze eskaliert.

Garvin
22.08.2007, 09:36
Kauf doch eine dieser Plastik-Pumpgun-Wasserpistolen und leg sie deinem Brief bei mit der Bitte, die Katzen einfach nass zu spritzen, wenn sie reinkommen.

Das mit dem Hausverwalter kann auch nach hinten losgehen. Was ist denn zur Tierhaltung im Mietvertrag vereinbart? Wenn die von einer Genehmigung abhängt, die jederzeit wiederrufen werden kann, besteht die Gefahr, dass genau das passiert, "um des lieben Frieden willen".

Zipfel
22.08.2007, 12:19
Was ist denn nun mit der möglichkeit des einzäunens? Du schreibst doch das du noch nicht lange dort wohnst. Da kannst du deine Katzen doch sicher dran gewöhnen oder? Ich kenn mich mit Freigängern nicht so aus. Aber wenn ich mal einen Garten habe wird der auch eingezäunt schon im Sinne meiner Katzen. Du solltest schon in Betracht ziehen auch mal selber was zu tun um des lieben Friedens willen.

Liebe Grüße

Zipfel

Bibi78
23.08.2007, 06:52
Das mit dem Hausverwalter kann auch nach hinten losgehen. Was ist denn zur Tierhaltung im Mietvertrag vereinbart? Wenn die von einer Genehmigung abhängt, die jederzeit wiederrufen werden kann, besteht die Gefahr, dass genau das passiert, "um des lieben Frieden willen".

Genau darüber habe ich mich informiert, ich habe zwar eine Genehmigung im Mietvertrag, die widerrufen werden könnte, aber rechtlich gesehen wird der Vermieter mit einem Widerruf nicht durchkommen. Ich habe mir dazu einige Paragraphen und auch Gerichtsurteile mit ähnlichen Fällen durchgelesen. Ich nehme mal nicht an, daß es soweit kommen wird, das ist weder in meinem Interesse und bestimmt auch nicht im Interesse meiner Nachbarin. Ich kann nicht mehr tun als ihr ein bißchen entgegenkommen, aber das erwarte ich dann auch von ihr.

@Zipfel
Ganz im Garten "einschließen" möchte ich meine Katzen nicht, der Garten ist jetzt schon recht gut umzäunt. Besser wäre es allerdings, wenn die Katzen nur noch in die andere Richtung raus könnten. Eine Ecke möchte ich noch zumachen, das hatte ich aber sowieso vor, auch wenn die Nachbarin nichts gesagt hätte. Nur das Problem ist, daß immer noch eine Lücke da ist, die ich nicht schließen kann, das hatten wir bei meinem Einzug schon versucht, da mich das auch gestört hatte.

Ich habe mir das allerdings gestern mal angeguckt und gesehen, daß meine Katzen nur am Anfang bei ihr im Garten waren bzw. auch nur im Gebüsch und das liegt nun mal zwischen den beiden Gärten. Sie bleiben so lange da bis sie sich auf die andere Straßenseite trauen, dort sind nämlich die Wälder, aber hinter dem Garten ist halt die Einfahrt zur Tiefgarage und deswegen sind die Katzen auch so vorsichtig und rennen nunmal zurück und verstecken sich, sobald sie ein Auto hören oder generell Geräusche. Die Nachbarskinder spielen nämlich auch dort (und die bellt der Hund auch an). Vor denen verstecken sich meine Katzen jedenfalls auch.

Mimmy
29.08.2007, 21:24
Wenn dir was am Wohl deiner Katzen und auch an der Nachbarschaft liegt, ist es sicher besser, den Garten katzenausbruchsicher einzuzäunen. :tu:

Wie zäunt man einen Garten ausbruchssicher ein? Mein Janosch klettert auch über 2 m hohe Maschendrahtzäune hoch und kommt auch meißt irgendwie über eben so hohe Holzzäune...

Es interessiert mich einfach, vielleicht brauche ich es mal.... :)

Liebe Grüße,
Regeane