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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Als Freigänger wegen Schulter einsperren?



netty212
18.08.2007, 07:50
Hallo Ihr,

ich habe im Moment ein Problem mit meinem Kater Mickey. Seit Tagen hat er gehumpelt, dann war ich beim TA und der festgestellt, dass er an der Schulter sich die Bänder überdehnt hat. Nun bekommt er eine Schmerztherapie (Metacam) und ich soll ihn für 10(!) Tage einsperren. Er ist Freigänger, wie soll ich das machen? Der TA meinte, ich solle ihn in einen Hasenkäfig einsperren mit Klo und Futter. Aber der versteht doch da die Welt nicht mehr und schon gleich drei mal nicht, wenn er schmerzstillende Mittel bekommt. Muss das wirklich sein?

Danke für Eure Hilfe.

Bienchen21
18.08.2007, 08:39
Hey Netty,
oh der Arme. Das hört sich ja nicht gut an.
Mir scheint, dass der Tierarzt es deshalb empfiehlt, weil dein Kater sich schonen soll.
Aber einsperren in einen Hasenkäfig finde ich völlig daneben! Da wird er ja verrückt drin, vor allem weil er den Käfig wahrscheinlich gar nicht kennt.

Wir hatten unserem Rudi auch schon mal Hausarrest verordnen müssen. 2 Tage lang hat er miaut, dann wurde es besser. Als Ersatz durfte er viel auf den Balkon. Es müsste doch ausreichen ihn zuhause zu behalten, oder? Wenn er einen Kratzbaum hat kannst du ja versuchen ein Brett anzulegen, damit er nicht hüpfen muss.
Es wird bestimmt nicht leicht für eure Nerven, aber vielleicht kannst du es ja wenigstens einige Tage aushalten. Spiel mit ihm und wenn er mag gib ihm Katzenminze.
So hatten wir das jedenfalls gemacht.
bs

netty212
18.08.2007, 08:54
Danke Bienchen..

das Problem ist nur, dass wenn ich tagsüber auf Arbeit bin, dann ist er eh drin und schläft. Er geht ja nur nachts raus, um mir seine gefangenen Mäuse zu bringen (lieb, nicht?) Und das darf er jetzt nicht mehr.
Zum Hasenkäfig sei gesagt, dass wir so einen schon gar nicht haben, weil ich allergisch auf Hasen bin ;-)

Bienchen21
18.08.2007, 10:00
ui, ich ahne schlaflose Nächte :o
Einen gesicherten Balkon hast du nicht? Wo du ihn über Nacht lassen könntest?
Wenn er sehr nachtaktiv ist wird er dich sicherlich wachhalten. Aber vielleicht akzeptiert er es nach kurzer Zeit schon. Er will bestimmt seinen Willen durchsetzen und es nicht verstehen, aber es wird ihn nicht umbringen und wenn er dann wieder raus darf ist alles bald vergessen.
Vielleicht hilft es, wenn du dir sagst 'was sein muss muss sein'?? Leg ihm doch über Nacht ein paar Tischtennisbälle hin und besorg ihm ein neues Spielzeug, du weißt sicher was ihm Spaß macht. Er braucht ja Action über Nacht.

netty212
18.08.2007, 10:10
Haha, die schlaflosen Nächte hol ich mir mit Tischtennisbällen erst recht, weil wir Laminat haben... :D

Und all seine Lieblinsspielsachen klappern: Kronkorken, Gummibälle, Glasmurmeln... :tu:

Na ja, ich werde es einfach probieren, aber ich glaub nicht, dass es funktioniert...

Gibts nicht irgendwelche Beruhigungsmittel, die man neben den Schmerzmitteln geben kann?

CaveCanem
18.08.2007, 10:11
Das Problem bei Schmerzmitteln ist, dass sich die Katze dann bewegen kann, ohne sich zu schonen, was der Genesung der Bänder, Sehnen nicht gut tut. Auch wenn es brutal klingt, ist so ein Käfig sicher nicht das Schlechteste, vor allen Dingen, weil dann auf Metacam verzichtet werden könnte. Metacam-Tabletten sind, so weit ich weiß, für Katzen nicht zugelassen und sind sehr problematisch für die Nieren.

netty212
18.08.2007, 10:14
Ach ja, einen Balkon haben wir zwar, aber da wir im Erdgeschoss wohnen, ist der relativ niedrig und da hupft er an der rechten Seite gern runter. Und an der linken Seite haben wir eine Hühnerleiter gebaut...:cool:

Also, hieße das wirklich komplett Stubenarrest...

netty212
18.08.2007, 10:18
Hallo CaveCanem, ich habe nicht die Tabletten, sondern die Suspension... Genau das ist ja das Problem, dass er eben dann nicht versteht, warum er eingesperrt sein soll, wenn er doch keine Schmerzen hat?!

Außerdem täte es mir das Herz brechen, wenn ich ihn in einem Käfig einsperren sollte... :0(

CaveCanem
18.08.2007, 10:30
Hallo CaveCanem, ich habe nicht die Tabletten, sondern die Suspension... Genau das ist ja das Problem, dass er eben dann nicht versteht, warum er eingesperrt sein soll, wenn er doch keine Schmerzen hat?!

Außerdem täte es mir das Herz brechen, wenn ich ihn in einem Käfig einsperren sollte... :0(

Kann ich verstehen; es ist wirklich nicht schön und tut einem in der Seele weh, seine Katze in so einem Käfig zu sehen. Doch in einem Käfig könnte auf Schmerzmittel weitgehend verzichtet werden, und ich denke, dass die Genesung schneller vonstatten ginge, weil eben nichts belastet wird. Als Mensch weißt Du, dass Du Dich schonen musst, als Katze nicht.

Grizabella
18.08.2007, 14:54
Hallo, Netty,

Hasenkäfig find ich auch ein bisschen sehr "gefängnishaft". Als unsere Regenbogenkatze Fipsi 1991 durch Unfall einen Hüftbruch hatte, musste sie auch als Freigängerin 5 1/2 Wochen im Käfig bleiben. Durch Vermittlung des Tierarztes brachte uns der Tierschutzverein einen Hundetransportkäfig aus der Tierrettung vorbei, der ist immerhin doch was anderes als so ein Hasenkäfig. Es kam die Toi hinein, eine Decke und der übliche Proviant. Meine Fipsi, die ansonst immer gleich lautstark randalierte, war in dem Käfig eher ruhig, vielleicht aber auch ein bisschen depressiv. Immerhin, der Hüftbruch ist ohne Operation sehr gut verheilt.

Meinst du, dass du über einen örtlichen Tierschutzverein an so einen Käfig herankommen könntest?

netty212
18.08.2007, 17:29
Hallo Grizabella.

Als Erstes: Wie hälst du deine beiden Tiger auseinander? :D

Der Tip mit dem Tierschutzverein ist nicht schlecht... Werde mich mal erkundigen.

Dennoch glaub ich, dass es deinem Tiger schlechter ging, als meinem. Durch den Bruch hatte die Mietz wahrscheinlich genug Schmerzen, um von allein zu sagen: ok, es ist jetzt besser, wenn ich mich mal gar nicht bewege...

na ja, das theater ging vorhin schon los... Aber ich war eisern, obwohl der ganz schön nervige Töne von sich geben kann, wenn er was will und nicht bekommt... *seufz*

Grizabella
18.08.2007, 21:35
Hallo, Netty,

Meine zwei Tiger sind: Cleo = klein, zart und doch sehr dick, sie wiegt fast 6 kg, das sieht komisch aus mit ihren äusserst dünnen Beinchen. Ulli, der vermutlich ihr Sohn sein dürfte, ist ein bisschen weniger rostbraun und mehr silbergrau, sehr groß, sehr schlaksig und wiegt trotzdem weniger als Cleo. Cleo hat auch einen Knickschwanz, der noch dazu gekürzt aussieht. Ich hab sie in München zum ersten Mal gesehen, als ich sie schon bei Übernahme aus den Kennels, in denen sie aus Spanien gekommen waren, herausnehmen und sofort in unsere eigenen Kennels verstauen musste, und das musste bei Schneesturm auf der Landstraße im Auto schnell gehen. Trotzdem hab ich sie auch damals gleich auseinandergekannt. Ich hatte auch Bedenken, dass das nicht der Fall sein könnte, aber es ist ein bisschen so wie bei eigenen Kindern, die Zwillinge sind. Und dann gibts da noch die schwarze Sina, die kam erst heuer dazu und ist aus Wien, aber die ist leider nicht in der Sig.

Cleo und Ulli sind leider FIV-positiv, das weiss ich auch erst seit zwei Monaten. Sie sind mit einer FIV-negativen Bestätigung hierher gekommen, die Ansteckung ist vermutlich ganz kurz vor der Testung noch in Spanien erfolgt.

Ja, wenn ihr einen Tierschutzverein in der Nähe habt und der kooperativ ist, das wäre eine sehr gute Sache. Ggfs. kannst du ja erwähnen, dass das schon einmal eine große Hilfe war, wie in unserem Fall. Wenn es dir möglich ist, kannst du ihnen ja eine kleine Spende hinterlassen, für die Fahrt mit diesem Riesending. Der Käfig war etwa 1 m x 0,80 m x 0,80 m groß und sehr schwer, er war eine große Hilfe.

Fipsi mit der gebrochenen Hüfte wäre schon herumgegangen, aber das Bein stand so schrecklich abseits. Später hat sie das Bein gern gegen einen Widerstand, etwa die Wand, verspreizt. Nach Ausheilung konnte nur mehr ein sehr geübtes Auge bemerken, dass ihr Gang nicht ganz in Ordnung war.

Ich weiss ja, es zerreisst einem das Herz. Eine Katze ist nicht dazu geboren, ihre Tage in einem Käfig zu verbringen, und das Unding stand noch dazu bei uns im WoZi herum. Mein TA hatte mir aber gesagt, das sei die einzige Möglichkeit, eine Operation zu vermeiden, bei der er ihr eine Stahlplatte einsetzen müsse, also hab ich meine Nerven zusammengehalten und das Ganze durchgehalten.

Wünsch euch baldige Besserung!