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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Epileptische Anfälle mit Lähmung des Hinterbeins



Puky
15.07.2007, 11:38
Hallo liebe Katzenfreunde,

Ich habe ein sehr aktues Problem mit meiner 17-jährigen Persermix-Katze (reine Wohungskatze).

Sie hat seit letzten Donnerstag eine Art epileptischer Anfälle. Da ich anfangs dachte, dass sie vielleicht ein Fellknäuel ausspucken möchte (da hatte sie noch keine Zuckungen während dem Anfall sondern nur den übermäßigen Speichelfluß). Am Freitag waren es gleich 2 Anfälle, da war ich aber leider auf der Arbeit und mein Freund rief mich sofort verzweifelt an. Ich ließ natürlich alles stehen und liegen und fuhr nach Hause. Puky ist aber zwischen den Anfällen total normal, als wenn nichts gewesen wäre, sie frisst normal, schnurrt und hat sogar noch am Freitag Abend ausgelassen gespielt!

In der Nacht zum Samstag verschlechterte sich die Lage noch mehr, in der Nacht bekam sie weitere Anfälle sodass ich Morgens sofort meine TÄ anrief, die sofort eine Blutuntersuchung durchführte.

Kaum war ich mit Puky zuhause und entließ sie aus ihrem Transportkorb fing sie schrecklich an zu schreien!! Sie konnte nicht mehr gehen! Die Hinterbeine (vor allem das rechte Bein) waren wie gelähmt!!! Sie hat noch Gefühl in den Beinen und kann sie auch bewegen, aber sie kann nicht darauf stehen, geschweige denn gehen!! Genau in dem Moment rief dann auch schon die TÄ an, und teilte mir mit, dass Puky überhöhte Leberwerte hätte, nicht beunruhigend hoch, aber auch nicht normal. Ausserdem sei Leukose auzuschliessen und eigentlich alles andere auch... Herz und Lunge seien vollkommen in Ordnung... Und das mit dem gelähmten Bein könne sie sich auch schwer erklären. Jedenfalls machte sie mir nicht sehr viele Hoffnungen...

Seitdem trage ich Puky von einer Ecke in die andere, füttere sie mit der Hand und hoffe dass sie zumindest bald wieder laufen kann. Denn sie war seit mindesten gestern nicht mehr auf dem Klo. Während einem Anfall gestern hat sie Urin gelassen, aber da sie ja auch Futter zu sich genommen hat, warte ich auf die Kotausscheidung. Ich weiß nur nicht wie das gehen soll, da sie ja nicht laufen kann! Wasser probiere ich ihr mit einer Pipette einzuflößen, da sie aber sehr eigenwillig ist, will sie das meistens nicht. Ich gebe ihr meistens nach einem ihren Anfälle etwas Wasser ins Maul, da sie danach zwar wieder bei Sinnen ist, aber irgendwie noch nicht alles mitkriegt.

Ich bin total verzweifelt, besonders weil ich sie unter diesen Umständen kaum alleine zuhause lassen kann (morgen muss ich wieder zur Arbeit und komme erst Abends nach Hause). Ich möchte mir nun morgen frei nehmen und eine 2 TÄ um Rat bitten.

Achja, Puky's Allgemeinzustand ist eigenartigerweise super!!!! Sie räkelt sich genüsslich, schnurrt und kuckt ganz lieb, frisst sehr gut, also von Krankheit keine Spur!! Und schon gar nicht sieht es nach "dem Ende" aus! Trotzdem mache ich unfassbare Sorgen... Wenn sie sterben sollte, dann würde ich das verstehen, sie ist ja eine alte Katze, aber so ein langsames Dahinvegetieren ertrage ich nicht. Aber sie hat keine Schmerzen (ausser wenn sie die Beine belastet) und ist sehr gut gelaunt... Sie mag nur nicht gerne am hinteren Rücke angefasst werden (tut ihr aber nicht weh, mag sie nur gar nicht). Ich verstehe gar nichts mehr...

Medikamente bekommt sie auch: CRISAX (eine halbe Tablette jeweils morgens und abends) und EPILEPTYL (3x am Tag 8 Tropfen).

Würde mich sehr über euere Meinungen freuen!

Gloriaviktoria
16.07.2007, 08:01
Hallo,

ich würde auf jeden Fall mit Puky sofort zu einem anderen Tierarzt bzw. direkt in eine Tierklinik fahren!

Angela02
16.07.2007, 08:23
Für mich hört sich das eher nach einer Thrombose an, die wandern bei Katzen in die Beinarterien, so dass die Katze nicht mehr laufen kann und heftige Schmerzen hat.

Insofern würde ich sie auf jeden Fall kardiologisch untersuchen lassen; evtl. lässt sich das mit Heparinspritzen auflösen.

Hier ist ganz schnell Hilfe erforderlich!!!! Ich drück die Daumen für Puky!!!

Puky
17.07.2007, 11:27
Liebe Meryem, liebe Angela,

Vielen lieben Dank für eure Antworten!

Mittlerweile waren wir bei einer 2. TÄ, die sehr ratlos war. Puky hat jetzt seit 2 Tagen keine epileptischen Anfälle mehr gehabt, sie kann nur noch immer nicht gehen. Die TÄ hat Puky von vorne bis hinten abgetastet, hat die Beine überprüft, die Reflexe etc., sie hat sie auf die Hinterbeine gestellt, kein Problem! Nur sobald Puky mit den 4 Beinen aufrecht stehen muss, knickt sie hinten zusammen! Sie hat Puky nun eine Spritze mit homöopathischen Mitteln gegeben, etwas für das Gehirn, die Leber und den gesamten Stoffwechsel, davon bekommt sie jetzt auch täglich. Bis jetzt hat es leider noch nicht gewirkt. Sie ist aber noch immer sehr gut drauf, frisst gut etc. Also wenn man nicht genau wüsste was mit ihr los ist, dann erscheint sie vollkommen gesund!

Ich denke mittlerweile, dass da irgendeine "Fehlfunktion" in ihrem Gehirn stattgefunden hat. Bei der ersten TÄ war es für Puky nämlich sehr nervenzerreissend, da sie, wie erwähnt, sehr eigenwillig ist und wir sie zu 3 Mann und Frau festhalten mussten, um ihr Blut abzuzapfen, und das gleich 2 Mal, weil sie sich so wehrte! Sie bekam sogar Nasenbluten, das bekommt sie immer wenn sie sich total aufregt! Und ich glaube, dass da wohl irgendwas in ihrem Gehirn stattgefunden hat, was diese "Lähmung" (eine richtige Lähmung ist es ja wohl nicht) ausgelöst hat. ODER im schlimmsten Fall könnte es sich um einen Gehirntumor handeln...

Ich werde jetzt heute und morgen abwarten und dann werde ich mich an die neurologische Abteilung in der Tierklinik Trier wenden falls es nicht besser wird!

Vielen lieben Dank für's Daumendrücken :)

Angela02
20.07.2007, 16:20
Hallo Nadine,

inzwischen sind 3 Tage vergangen - wie geht es Puky? Neurologe ist eine gute Idee, wart Ihr schon dort?

Was mir sonst noch eingefallen ist: du schreibst, ihr musstet sie zweimal mit 3 Mann festhalten. Könnte dabei evtl. jemand ihren Schwanz am Ansatz so fest gepackt haben, dass dort Nerven eingequetscht wurden? Die Nerven für die Hinterbeine (sowie Blase und Darm) laufen ja an der Stelle zusammen.

Ansonsten gute Besserung für Puky!

Grizabella
20.07.2007, 18:42
Was ist denn jetzt mit Pukys Verdauung und Harnabgang? Insbesondere, wenn sie Harn absolut nicht absetzen kann, sind die Nieren ziemlich bald kaputt.

Onyx
21.07.2007, 08:53
Könnte es eventuell ein Schlaganfall oder eine Veränderung im Gehirn sein? Die Lähmungen sprächen dafür.

Puky
22.07.2007, 17:03
Liebe Katzenfreundinnen,

Vielen lieben Dank für eure Beiträge! :)
Eines vorweg: Puky geht es wieder besser :D

Nach der homoöpathischen Behandlung bei der 2. TÄ ging es bergauf! Die epileptischen Anfälle sind ganz weg und Puky kann wieder gehen! Sehr wackelig zwar, aber immerhin! Und sie gibt sich sehr viel Mühe! Sie ist zwar noch nicht ganz die Alte aber es wird von Tag zu Tag besser! :wd:

Leider kann ich mir eine neurologische Begutachtung im Moment finzanziell überhaupt nicht leisten :( Ich habe zwar mit dem Gedanken gespielt, aber ich habe mich dagegen entschieden da ich auch sah dass es Puky besser ging. An einen Schlaganfall habe ich auch gedacht und ich denke dass es tatsächlich eine Veränderung im Gehirn gewesen sein muss...

Ich bin erst mal sehr erleichtert dass es Puky sehr viel besser geht! Die Medikamente bekommt sie weiterhin da ich Angst vor einen Rückfall habe!