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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gelbsucht und erhöhte Leberwerte. Wer hat Erfahrung mit Heilungschancen?



Pinscher
03.05.2007, 11:44
Hallo Ihr lieben Katzenbesitzer,

wer hat Erfahrungen mit Gelbsucht und erhöhten
Leberwerten bei Katzen?
ich habe seit 4 Wochen 2 ältere Katzen (10 Jahre),
europäische Kurzhaarkatzen aus dem Tierheim zu mir geholt.
Die Vorbesitzerin musste die beiden Süßen wegen Umzug
ins Tierheim tun. Beide haben im Tierheim so gut wie nichts
gefressen. Als die beiden bei mir dann auch nichts
gefressen haben, bin ich zu meiner Tierärztin und
beiden hatten Fieber. Das Fieber ging bei dem Kater
Pinscher nach 2 Tagen weg und er nun ist er wieder
Gesund und Munter. Meine Katze Mucki aber hat
nun Gelbsucht und erhöhte Leberwerte mit Fieber
bekommen. Laut Ultraschall, Röntgenbild und Blutbild
ist es kein Tumor, Krebs oder eine ansteckende
Virusinfektion. Meine Tierärztin mein, dass alles kommt
vom Stress im Tierheim und der Trauer/Verlust zur
Vorbesitzern. Das Fieber ist seit gestern fast weg,
also genau 39°C. Nur die Gelbsucht und ihre
angeschollenen Schleimhäute machen ihr und mir zu
schaffen und das sie nicht fressen will. Ich muss ihr
die Nahrung in den Mund einspritzen.
Meine Tierärztin meint, ich brauche mehr
Geduld, dass kann lange dauern bis meine Mucki
wieder vollständig Gesund ist.
Meine Frage nun an die Zooplus-Members: Hatte
jemand auch schon mal eine kranke Katze mit
dem Krankheitsbild? Wurde sie wieder Gesund?
Bin schon sehr traurig, da ich die kleine weiße Mucki
nicht verlieren will. Ich hatte vorher noch nie Katzen
und leider keine Erfahrungen mit solchen Krankheiten.

Liebe Grüße
von der neuen Besitzerin des Pinschers und der
kranken Mucki

ulli
04.05.2007, 08:03
Hallo Pinscher,

zunächst herzlich :hi: im Forum.

Ich bin kein Tierarzt und habe mit Lebererkrankungen bei Katzen auch keine Erfahrungen, habe mich jedoch in diversen Büchern einmal schlau gemacht.

Wie du beschreibst, hat deine TÄ bereits die diversen möglichen Untersuchungen durchgeführt und man kann somit FIP und Leukose ausschließen, somit besteht keine Virusinfektion. Gott sei Dank.

Da beide deiner Katzen anfänglich die Symptome zeigten, muss es also etwas gewesen sein, mit dem beide Kontakt hatten. Auch Bakterien (Salmonellen) oder Parasiten (Leberegel) können, wenn auch sehr selten, zu akuten Leberentzündungen führen. Diese Ursache ist aber auch sehr unwahrscheinlich.

Wie du schreibst, musste die Vorbesitzerin die beiden wegen Umzugs abgeben. Wahrscheinlich hat sie vor dem Umzug die Wohnung renoviert. Hier könnte ein Grund für die bestehende Leberentzündung zu finden sein. Wenn für die Renovierung lösungsmittelhaltige Farben und Klebstoffe verwendet wurden und die beiden damit in Kontakt kamen (auch einatmen) kann das zu einer Vergiftung geführt haben was dann die Leberentzündung ausgelöst hat.

Die Therapie von Lebererkrankungen ist schwierig und richtet sich nach der Grundkrankheit. Im akuten Stadium erhält die Katze Infusionen und leberschützende Medikamente. Welche Medikamente Anwendung finden, entscheidet deine TÄ nach Auswertung der Untersuchungsergebnisse.

Was die Heilungschancen und die Dauer der Erkrankung anbelangt, bin ich überfragt. Ich weiss nur, dass zerstörtes Lebergewebe durch funktionsloses Narbengewebe ersetzt wird. Jedoch ist eine Katze auch mit einer nur teilweise funktionierenden Leber lebensfähig.

Es gibt sowohl für Leberentzündung als auch für Gelbsucht gute homöopathische Mittel. Bitte sprich mal mit deiner TÄ darüber.

Deinen Mietzen, speziell der Mucki, wünsche ich baldige Genesung. Kopf hoch und Geduld, das wird schon wieder. :tu:

Danny
04.05.2007, 08:36
Hallo Pinscher!

Tiffi hatte letztes Jahr im Sommer erstmals erhöhte Leberwerte und Gelbsucht. Wir haben es aber Gott sei Dank recht früh gemerkt, und mein TA konnte mit Aufbauspritzen und Vitamincocktail einiges tun. Zusätzlich hatte sie allerdings Nierenwerte, die zwar noch im Normalbereich waren, aber schon im oberen Bereich des Normalbereiches. Somit haben mein TA und wir uns dazu entschieden, mit der Ernährung auf die Nieren einzugehen, da eine Erkrankung dieser irreversibel ist, man gegen schlechte Leberwerte allerdings etwas tun kann! Zwischendurch haben wir es zwar auch mal mit Leber-Diät-Futter versucht, aber das wurde noch nicht einmal angeschaut, und laut meinem TA fressen wohl die wenigsten Katzen dieses Futter.
Im Moment geht es Tiffi richtig gut! Sie rast mit ihren 13,5 Jahren wie verrückt durch unseren Garten, jagt den Kirschbaum rauf und runter und streckt ihren Bauch in die Sonne! Du siehst also, dass sich auch Gelbsucht gut überstehen lässt! Allerdings sind regelmäßige Blutuntersuchungen notwendig, um die Werte zu überprüfen. Ebenso musst Du, wenn es Deiner Fellnase wieder besser geht, auch auf kleine Anzeichen achten, die dir verraten, ob es ihr wieder schlechter geht (wie z.B. Kauern, das hat Tiffi gemacht als sie Koliken hatte).
Ach so: wenn es Deinem Schatz wieder besser geht, so dass sie alleine frisst, musst Du darauf achten, dass sie auch tatsächlich ihre tägliche Futterration (von gutem Futter) auffrisst, denn schlechtes Fressen deutet zum einen wieder auf schlechte Werte hin, zum anderen werden Lebererkrankungen auch durch Futterverweigerung hervorgerufen.
Nur Mut, ihr bekommt das wieder in den Griff! So ein Umzug, ein neues Heim und neue Besitzer sind für Deine Fellnase sicherlich sehr stressig gewesen, gönn Euch beiden Ruhe und eine gewisse Eingewöhnungsphase sowie gute Betreuung durch den TA, dann übersteht ihr auch die Krankheit!

Pinscher
04.05.2007, 09:22
Hallo Danny,

danke für deine Antwort. Die hat mir richtig gut getan.
Dann gibt es also doch Chancen die Gelbsucht zu
überstehen. Ich bin echt froh, dass es dieses Forum
gibt. Denn ich habe leider keine Erfahrungen mit Katzen
und da tut es echt gut sich mit anderen Katzenbesitzern
auszutauschen. Ich war vor ein paar Wochen halt mal
im Tierheim und habe dort eben diese 2 lieben Miezen
gesehen und die beiden gleich in mein Herz geschlossen.
Heute muss ich wieder zur Tierärztin. Leider frißt die
süße Mucki immer noch nicht selber und hat jetzt das
Protestpinkeln angefangen auf Teppiche und ins Bett.
Die Tierärztin meint, dass gibt sich wieder, wenn sie
zur Ruhe kommt. Ich brauche halt eben wirklich viel
Geduld und hoffe nur, dass die kleine bald von selber frißt.
Zum Glück geht es dem Pinscher wieder super gut und
er ist auch total verschmust.
Bei meiner Tierärztin ist Mucki wirklich gut aufgehoben
und sie bemüht sich echt meine Mucki wieder Gesund zu
bekommen. Sie bekommt homöopathische Mittel. Deshalb
muss ich auch noch jeden 2ten Tag hin und ixh kann auch
Wochenende und Feiertags meine TA anrufen, wenn es
meiner Mucki schlechter gehen sollte.

Ich wünsch dir mit deiner Tiffi viele viele schöne Momente.
Deine Antwort hat mir echt gutgetan

Pinscher
04.05.2007, 09:36
Hallo Ulli,

ich bin wirklich froh, dass ich mich hier im Forum angemeldet habe.
Die Anworten von Danny und dir haben mich wieder aufgebaut.
Denn ich bin schon sehr verzweifelt, dass Mucki nicht von selber frißt.
Ich habe schon so viele Sorten gekauft, weil ich die Hoffnung nicht
aufgebe, dass sie doch mal wieder von alleine frißt. Leider bis jetzt
ohne Erfolg. Heute muss ich wieder zur TA und sie bekommt jeden
2ten Tag hömopatische Mittel. Sie war letzte Woche auch 3 Tage
dort und hat Infusionen bekommen. Als ich sie wieder abgeholt habe,
ging es ihr auch schon besser. Hatte aber immer noch fast 40°C
Fieber. Seit Mittwoch ist das Fieber auf 39°C. Die Schleimhäute
sind halt noch angeschwollen und deshalb frißt sie wahrscheinlich
noch nicht von selber. Ich mache ihr das Futter immer warm und
dann mit einer Spritze ab in den Mund. Sie ist auch wirklich lieb und
läßt das alles fast anstandslos über sich ergehen. Nur hat sie halt
jetzt das Protestpinkeln angefangen und ich hoffe, die TA hat recht
und das hört wieder auf, wenn es ihr besser geht.

Ich danke dir für deine Anteilnahme und deine Miezen sind ja echt
süß.

Liebe Grüße von Dagmar, Mucki und Pinscher

cynthi
04.05.2007, 09:42
so dann schreib ich dir jetzt auch hier gleich weiter ;)

alsoooo

hat deine TA auch mal die Blase untersucht, nicht dass da ne Blasenentzündung noch vorliegt, dann pullern sie nämlich auch überall hin !?

Aber allein schon durch den seelischen Stress, TH, Verlust ihrer Besitzerin, Erkrankung, Zwangsernährung kann Pinkeln ausgelöst werden.

Bitte doch die TÄ noch mal die Blase zu untersuchen, oft wird das übergangen und Pinkeln zu schnell mit Protest abgetan.

Wenn sie homöopatisch gut drauf ist, die TÄ mein ich, dann frag sie, ob sie sich auch mit BB auskennt bzw. ob sie selbst mischt. Wenn ja soll sie dir Bachblüten Rescue Tropfen geben - nicht in Alkohol - angemischt. Davon bekommt sie dann für 10 Tage dreimal täglich 5 Tropfen entweder ins Nassfutter oder aufs Köpfchen reiben oder auf die Mundschleimhaut. So lange du sie zwnagsernähren musst, kannst du das gut kombinieren, sonst bekommt sie durch die BB-Gabe noch mehr Stress.
Beobachte GENAU ihr Verhalten.
Wie reagierst du, wenn sie pullert. Beschreib mal offen und ehrlich. Wann pullert sie wohin ? Kannst du Muster erkennen, also z.B. immer kurz nach dem Füttern ?
Kommt sie zu dir zum Schmusen ?
Wieviele Toiletten hast du, wo stehen die, welches Streu, haben die ne Haube?

Was fütterst du denn ?

Pinscher
04.05.2007, 09:54
ich füttere ihr zur Zeit von Hills die Sorte Senior Truthahn.
Das Futter mache ich mit warmen Wasser breiig und dann
in eine Spritze (von TA) und flösse es ihr in den Mund.
Danach versuche ich sie auf das Katzenclo zu setzen,
denn sie geht immer nur unter oder aufs Bett zurück,
wenn ich sie zum Füttern hole. Und pinkelt dann meistens
aufs Bett. Deshalb habe ich sie heute Früh nach dem
Füttern aufs Katzenclo gesetzt. Sie ist rausgesprungen und
auf dem Weg zurück ins Bett hat sie dann auf dem
Teppichläufer im Arbeitszimmer (neben Schlafzimmer)
gepinkelt. Im Arbeitszimmer stehen 2 Katzenclos und
bis vor der 3tägigen Infusionszeit bei TA hat sie dort
auch noch reingemacht.
Wenn sie aufs Bett pinkelt oder auf den Teppich, dann
sage ich halt immer NEIN und dann nehme ich sie und
setze sie aufs Katzenclo und versuche ihr ruhig beizubringen,
dass sie dort macht. War das falsch?

alles Liebe Dagmar

cynthi
04.05.2007, 10:05
1. gehts hier nicht um richtig oder falsch, sondern um katzengerecht :hug:
2. fangen wir alle mal bei "Null" an, also mach dir keinen Kopf, was ich denke oder so ;)

also du gibts ihr Trofu - richtig ? hast du ihr schon mal Nassfutter angeboten, das Trofu wird ihr an den Schleimhäuten weh tun und außerdem solltest du ihr überhaupt kein Trofu geben, das ist def. nicht gesund und artgerecht - draußen futtert ne Katze Mäuse, Vögel, Spinnen etc. aber nie ein Weizenfeld ;) - wenn deine TÄ dir was anderes erzählt, nimms ihr nicht krumm, die meisten TÄ werden von den Futtermittelherstellen unterstützt - also auf dem Ernährungsohr solltest du TÄ-mäßig taub sein, frag besser hier, hier sind wahre Profis ;)

außerdem kann dauerhaft Trofu zu Blasenentzündungen führen

wenn du die nächste Pfütze entdeckst, sagst du gar nix, wirst auch innerlich nicht wütend oder so, sondern nimmst ein Zewa und wischt es auf und legst es mal für einige Stunden ins Klo.



grundsätzlich nciht aufs Klo setzen, das ist verursacht bei ihr eine große Ablehnung, Katzen lassen sich niemals zu etwas zwingen ...


So noch mal wieviele Klos, was für welche, welches Streu ?


Wie reinigst du die Pullerstellen ?

Ich weiß, ich stelle viele Fragen, versuch sie bitte ALLE zu beantworten, nur so kann ich mir ein Bild machen und dir alles erklären, meist sind Pinkelprobleme sehr komplex und wenn man einen Teil außer Acht lässt, dann löst es sich auch nicht.

Pinscher
04.05.2007, 10:25
Also Katzenklos habe ich 2 im Arbeitszimmer nebeneinander stehen.
Eine große ovale und eine mittelgroße rechteckige.
Pinscher wiegt fast 7 kg und geht immer in die große und die Mucki
fast 4,5 kg (hat vorher 5,2 kg gewogen) ist bisher immer in die
mittelgroße gegangen.

Streu habe ich von Cats Best Öko Plus.

Die Pullerstellen reinige ich wie folgt: 2 Bettdecken habe ich aussortiert
= im Keller.Die muss ich in die Reinigung geben und den Teppich kann ich
in der Waschmaschine waschen. Habe mir eine neue waschbare Bettdecke
gekauft. Bisher blieb die noch verschont. Ansonsten gab es noch keine
Stellen. Sie pinkelt grad sehr wenig. Meistens auf der Fahrt zur TA und
dann reinige ich die Transportbox mit Essigreiniger und die Decke die
da drinnen ist, wasche ich jedes Mal in der Waschmaschine.

Das Hills Futter, dass ich zur Zeit für sie nehme, ist Nassfutter. Habe
aber auch schon die breiigen Sorten von Sheba und Miamor genommen
zum Füttern. Die TA sagt, es darf nur kein Zucker drinnen sein.
Deshalb habe ich als sonstiges Futter (gebe die Hoffnung nicht auf,
dass sie mal von alleine frißt): Whyskas, Animonda, Schmussy.

Habe leider noch keines gefunden, dass ihr schmeckt. Pinscher ist
ein Allesfresser. Zum Glück.

Ich habe sogar schon der Vorbesitzerin (an die alte Anschrift-war
im Impfpass noch zu lesen) einen Brief geschrieben und sie gebeten,
mir die Gewohnheiten von Mucki mitzuteilen. Vielleicht hat sie ja
einen Nachsendeantrag für ihre Post. Allerdings erst am 02.05.07.
Mal abwarten, ob die sich meldet.

Liebe Grüße und danke Dagmar

cynthi
04.05.2007, 10:55
Okay, gut gemacht ;)

Deine TÄ ist gar nicht so schlecht :hug: - außer Zucker sollte aber so wenig wie möglich, am besten null, Getreide drin sein. Und Achtung in Whiskas ist doch fast immer Zucker, oft als Karamell oder ähnlichem versteckt.

Wenn du die Pullersachen nur normal wäscht, dann bekommst du den Geruch nicht raus. Katzen haben viel bessere Nasen als wir. Besorg dir das Urine-Off - musst du mal bei Google suchen .... das holt auf jeden Fall alles raus, zerstört die Urinkristalle und dann riehct auch für die Katze nix mehr. Wenn sie nämlich urinierte Stellen immer wieder riechen, animiert sie das sofort erneut drauf zu pinkeln. Pinkeln beruhigt Katzen.
Deshalb denke ich, pinkelt sie auch aufm Weg zum TA, macht meiner auch gern, die Kiste, der alte Geruch, Autofahrn, das wird ihr alles Angst machen und sie verbindet es mit unangenehmen Dingen, Landung im TH oder bei der TÄ und sie hat seelischen Druck und pullert sich ruhig. :kraul:
Ganz wichtig siind die BB !
Solltest du sie nicht beim TA bekommen, dann über die Apos nachfragen, aber da ist Alkohol drin,dann NUR aufs Köpfchen reiben. Oder du rufts mal Heilpraktiker an, die meisten mischen die BB an und verkaufen sie für 5 - 8 Euro pro Flasche. Wichtig auch hier sagen nur in Wasser anmischen, da fürs Tier.
Heute musst du noch mal zur TÄ - denk an die Blase und meld dich bitte wieder hier.

Hast du Haubenklos ?

cynthi
04.05.2007, 10:57
Ach so soltle sich die Vorbesitzerin melden, dann frag sie, ob sie schon bei ihr mal gepullert hat ? Und halt dich zurück, wir müssen so viel wie möglich über die Katzen erfahren, auch wenn manche Antworten dich wahrsch. wahnsinnig machen werden - zähl bis 10 :D

Pinscher
04.05.2007, 11:19
Ich habe das Whiskas im Fressnapf gekauft und da gibt es neue Sorten
von Whiskas ohne Zucker. Das mit dem Getreide wußte ich jetzt noch
nicht. Werde darauf achten und mir die Futtersorten nochmal genauer
anschauen.
Das Urine-Off werde ich versuchen zu bekommen. Ich habe keine
Haubenklos. D.h. bei einer Schale könnte ich eine Haube daraufmachen,
die ist im Keller. Die Schale habe ich mit Haube gekauft und erstmal
die Haube weggelassen. Da die im Tierheim auch keine Hauben hatten.
Was die Vorbesitzerin hatte, weiß ich ja nicht und hoffe, dass die sich
vielleicht bei mir meldet.
Heute werde ich 17 Uhr zur TA und werde mal nach der Blase und den
BB fragen. Vielleicht hat sie ja auch BB bei sich in der Praxis.
Meine TA hat nämlich auch Katzen und andere Tiere wie Hunde und
Pferde. Deshalb ist sie echt super lieb zu meiner Mucki.

Ich werde noch viel Geduld brauchen. Vor allem wenn sich die
Vorbesitzern meldet, hoffentlich telefonisch. Denn ich kann absolut
nicht verstehen, warum sie nach 10 Jahren diese beiden süßen
Miezen ins Tierheim gibt.
Es gibt genügend Wohnungen mit Tierhaltung, aber ich werde
ruhig bleiben, denn ansonsten befürchte ich, legt sie beim Telefonieren
gleich wieder auf. Aber ich denke, dass sie mir einen Brief zurück
schreiben wird.

Ich melde mich heute Abend oder Morgen wieder.

Alles Liebe von Dagmar, Mucki und Pinscher

cynthi
04.05.2007, 11:30
Gut, werde evtl. heute Abend noch mal reinschauen, spätestens aber morgen früh ...

:kraul: mal die beiden von mir und ein Kompliment an dich, dass du dir so viel Mühe um die beiden Fellnasen machst, sie haben großes Glück gehabt, dass du ins TH gefahren bist ;) :hug:

Pinscher
04.05.2007, 17:44
Hallo Cynthi,

bin sehr traurig und nur am Heulen. Mußte meine süße Mucki bei der TA
lassen, denn ihr Zustand hat sich verschlechtert.
Sie bekommt jetzt wieder Infusionen und sollte bis Montag Abend keine
Besserung auftreten, habe ich 2 Möglichkeiten:

die TA muss Mucki unter Narkose aufschneiden und genauer nach der
Ursache forschen, denn vielleicht hat sie doch was ernsteres, dass man
per Röntgenbild und Ultraschall nicht sieht oder ich lasse sie gleich
einschläfern.

Das Fieber ist zwar weg, aber die TA meint, dass die Gelbsucht schlimmer
geworden ist, denn es kommt schon gelbe Flüssigkeit durch die Nase und
die Schleimhäute sind sehr sehr angeschwollen.

Eine Blasenentzündung hat Mucki nicht, denn als sie letzte Woche 3 Tage
bei der TA war, hat sie das untersucht.

Bin grad echt am Boden zerstört. Wollte doch nur, dass es den beiden besser
bei mir geht und nun ist Mucki sterbenskrank. Zum Glück geht es meinem
Pinscher gut und er läuft mir schon seit Tagen hinterher und will seine
Streicheleinheiten. Seine Mucki hat er schon lange nicht mehr angeschaut.
Die TA meint, dass er merkt, dass sie schwer krank ist und deshalb in den
letzten paar Tagen nichts mehr von ihr wissen wollte. Er hat sie ignoriert,
denn ihm Tierheim lagen sie oft zusammen und hier bei mir nicht mehr.
Er hat nur meine Nähe gesucht und viel mit mir geschmust.

Ich muss mich jetzt leider wieder abmelden, denn ich muss gleich noch
einmal mit der TA telefonieren und ich bin mit Modem im Internet. Danach
komme ich nochmal ins Forum.

Alles liebe von der sehr traurigen Besitzern von Mucki und Pinscher

cynthi
04.05.2007, 18:33
Ach herrje , ich drück ganz doll die Daumen, dass alles wieder gut wird :hug:

Weißt du, die TÄ hat recht mit Pinschers Verhalten.

Ich drück dich ganz doll und meld mich morgen früh noch mal :hug:

Und noch mal, du kannst ganz doll stolz auf dich sein und deine Mucki wußte sicher, dass du ein wahrer Glücksgriff warst :hug: :hug: :hug:

Bis morgen früh - bin jetzt auch traurig :(

Pinscher
04.05.2007, 18:38
Da bin ich nochmal. Die TA kümmert sich echt sehr um meine Mucki.
Sie hat mich grad ein wenig beruhigt, denn die kleine Süße einfach
wieder in anderen Händen zu lassen, beunruhigt mich doch sehr. Aber
sie ist dort besser aufgehoben als bei mir, denn ihr geht es wirklich
schlecht und meine innere Unruhe und Traurigkeit hätte sie nur noch
mehr gestresst. Hoffentlich geschieht ein Wunder und ihr geht es am
Montag viel besser. Ich werde nun morgen und übermorgen bei TA
anrufen und nachfragen wie es ihr so geht.

Werde mich jetzt zu meinem Pinscher aufs Sofa legen und mit ihm
kuscheln. Ich weiß ja nicht wie er den Verlust bzw. die vielleicht
ständige Trennung von Mucki empfindet. Hoffe, dass er dann nicht
auch noch schwer krank wird.

Alles liebe und schönes Wochenende.
Vielleicht bin ich morgen Nachmittag noch einmal hier im Forum.

Danny
04.05.2007, 19:22
Hallo Pinscher!
Es tut mir so leid, dass es Mucki so schlecht geht! Aber wie Cynthi schon gesagt hat: Du kümmerst Dich wirklich ganz toll um sie und Mucki ist bestimmt froh Dich zu haben! Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, dass es Mucki schafft und es ihr bald besser geht!
Ich drück Dich einmal fest :hug:

SchwarzeKatz
05.05.2007, 04:25
Hallo Dagmar,

es tut mir Leid, daß ich Deinen Beitrag nicht schon früher gesehen habe.
Meine Kleine ist zur Zeit auch schwer an der Leber erkrankt; obwohl ich seit über 25 Jahren Katzen habe, war dies doch Neuland für mich, aber nach zwei Wochen Recherche im Internet, Erfahrungen mit meiner Kleinen und Unterhaltungen mit Leuten, die leberkranke Katzen gepflegt haben, kann ich Dir bestimmt einiges Hilfreiches sagen.

Zuallererst muß ich Dir sagen, daß eine Lebererkrankung eine sehr ernste Sache ist, aber die Leber das einzige Organ des Körpers ist, das in der Lage ist, sich selbst zu regenerieren. Je nach Grad der Schädigung kann die Leber auch bei höchsten Leberwerten unter Umständen ihre volle Funktion wieder aufnehmen. Ich will Dir nicht zu viel Hoffnung machen, aber die Möglichkeit besteht - auch jetzt noch. Lies' erstmal.

Zuerst: Theoretisch kann sie noch alles haben, eine Virusinfektion, eine bakterielle Infektion, einen Tumor, eine Vergiftung, eine Autoimmunerkrankung. Hundertprozentig geklärt werden kann das nur durch eine Gewebeprobe. Normalerweise wird, bevor dem geschwächten Tier eine Biopsie unter Vollnarkose zugemutet wird, aber eine Punktion vorgenommen: Man entnimmt unter Ultraschallüberwachung mit einer feinen Hohlraumnadel durch die Bauchdecke Leberzellen. Dies geht ohne Narkose. Das entnommene Punktat ist manchmal allerdings nicht aussagekräftig, dann wäre der nächste Schritt eine Biopsie (Gewebeprobe). Der Tierarzt kann bei so einer Laparotomie, wenn er die Bauchhöhle öffnet, auch die Leber mit dem eigenen Auge betrachten und so Veränderungen erkennen.

Man kann FIP nicht hundertprozentig diagnostizieren. Es kann durchaus sein, daß sie FIP hat. Bei FIP ist es so: Das Virus entsteht aus dem harmlosen Coronavirus, das 90 % aller Katzen in sich tragen. Bei etwa 4 % dieser Katzen kommt es irgendwann zu spontanen Mutationen, das FIP-Virus entsteht. Nun kann man das FIP-Virus selbst erst nach dem Tode nachweisen, vorher gibt es nur die Möglichkeit, mit mehr oder weniger großer Wahrscheinlichkeit auf FIP zu tippen. Man kann den Antikörpertiter gegen Coronaviren (nicht gegen das FIP-Virus) bestimmen, das wird die Tierärztin gemacht haben. Ein hoher Titer bedeutet aber noch keine FIP. Wenn er hoch ist und andere, passende Symptome wie Fieber oder Bauchwassersucht dazukommen und die Probe der Flüssigkeit im Bauch getestet wurde, wird meistens FIP vermutet. Es gibt aber auch die trockene Form der FIP ohne Bauchwassersucht, es gibt sogar selten Fälle von FIP-Infektionen mit niedrigem Antikörpertiter. Viele Tierärzte sind aber auch zu schnell mit der Diagnose FIP bei der Hand. Aber, wie gesagt: Es kann immer noch sein.
Bei FIP wird auch Interferon eingesetzt, auf das ich weiter unten noch zu sprechen komme.

Daß sie auf Viren getestet wurde, besagt nur, daß sie auf bestimmte Viruserkrankungen wie FIV oder Leukose getestet wurde. Sie kann auch immer noch eine Virusinfektion haben, um das festzustellen, müßte speziell auf das jeweilige Virus getestet werden.

Leberwerte sinken sehr langsam. Man muß viel Geduld beweisen und sollte nicht zu schnell aufgeben. Leider sind viele Tierärzte mit dem Einschläfern zu schnell bei der Hand. Ich kenne Leute, die gegen den massiven Protest der Tierärzte ihre Tiere mit nach Hause genommen und sie fünf, sechs Wochen lang gesund gepflegt haben. Diese Zeit ist eine Elende. Der Zustand Deiner Mucki ist noch gut dagegen. Das durchzuhalten, ist eine sehr große Belastung für Mensch und Tier. Aber erstaunlicherweise kann es sein, daß man erfolgreich gegen die Erkrankung, welcher Ursache auch immer, kämpft.

Zur Blase, hat die Tierärztin das mittels eines Sediments getestet? Frage sie, das ist wichtig.
Die gelbe Flüssigkeit aus ihrer Nase hat nichts mit der Gelbsucht zu tun, das wäre mir neu. Auch die Schwellung der Schleimhäute kommt nicht daher, bei einer Gelbsucht färben sich einfach nur die Schleimhäute und das Weiße in den Augen gelb, daß sie schlimmer wird, erkennt man mit dem bloßen Auge daran, daß auch die Körperhaut gelb wird, vor Allem sieht man das an und in den Öhrchen. Wirklich festmachen kann man das nur anhand des Bilirubinwerts im Blut. Sie wird einen Infekt der Atemwege haben, die Flüssigkeit Eiter sein?

Ich würde Dir Folgendes raten: Wenn sie wirklich schwach ist, lasse die Untersuchung unter Vollnarkose nicht machen! Wenn sie so geschwächt ist, wird sie allein die Narkose womöglich nicht überstehen. Wenn sie allerdings bis auf die Gelbsucht und den Eiter fit erscheint, gerade laufen kann etc., sollte sie so schnell wie möglich geöffnet werden. Deswegen ist es wichtig, daß Du selbst Dir ein Bild von ihr machst! Wenn Du Zweifel hast, daß sie die Narkose nicht übersteht, lasse sie nicht aufschneiden!

Sie sollte Antibiotika bekommen, mit Cortison wäre ich vorsichtig, solange die Ursache nicht geklärt ist.

Sie sollte eine intensive Leberschutztherapie erhalten. Schreibe doch einmal genau, was für Medikamente sie bekommt und bekommen hat. Du kannst morgen bei der Tierärztin anrufen und fragen. Ich kann Dir einmal sagen, was meine Kleine bekommt:

-Amynin (das leberunterstützende Medikament der Wahl, Du wirst es erkennen, wenn Du es siehst, es ist knallgelb)
-Hepar Comp. PLV und Heel (homöopathisch)
-Fega-Coren-Tropfen (homöopathisch)
-Denosyl (ein Medikament, das üblicherweise nur in den USA von Tierärzten verabreicht wird. Es handelt sich um ein körpereigenes Methionin, aber ein Anderes als das, das in Amynin enthalten ist. Mit diesem Medikament wurden teilweise erstaunliche Erfolge erzielt. Der Tierarzt kann ein Rezept ausstellen, dann kann es Wochen dauern, bis man es hat und es ist schweineteuer, oder man läßt es sich aus den USA mitbringen.)
Anfangs hat sie noch Cortison bekommen (wahrscheinlich nicht so toll) und bis vorgestern noch Baytril, ein Antibiotikum, das üblicherweise bei Lebererkrankungen eingesetzt wird.

Gefüttert wird sie mit Hill's a/d (eigentlich zu fettreich bei Lebererkrankungen, Vorsicht!), HIPP Hühnchen und Rind, Bioserin (Proteine aus dem Blutserum von Pferden, eigentlich für Nager, Vögel etc. zugelassen, aber auch gern für Katzen verwendet, es bringt den Katzen sehr viel Kraft), Vital-Trunk und Calo-Pet.
Zwangsfütterung bei Katzen, die die Nahrung verweigern, ist wichtig, weil sich sonst eine Lipidose, eine Fettleber, entwickeln kann.

Zusätzlich gebe ich noch Bifiteral, ein Abführmittel für Menschen, das erstens die Verdauung anregt und zweitens Ammoniak bindet, das bei der Verdauung entsteht und das die eventuell kranke Leber nicht mehr abbauen kann. So wird ein hepatoenzephales Syndrom verhindert und behandelt.
Die MCP gegen die Übelkeit hat meine Kleine nicht vertragen.

Ich muß auch noch Interferon erwähnen. Ich habe es noch nicht eingesetzt, aber wenn es sein muß, werde ich das machen. Später mehr dazu. Es könnte auch gegen die Entzündung wirken, wenn andere Medikamente versagen. Frage Deine Tierärztin doch 'mal, ob sie Erfahrung damit hat. Bevor Du etwas Unüberlegtes machst, würde ich Interferon in jedem Fall probieren.

Es gibt noch tausend Sachen zu erwähnen, also bevor das hier zu lang wird: Bitte stelle doch noch einmal das Blutbild ein, und zwar das Komplette. Die Praxis soll es Dir einfach per eMail schicken oder ausdrucken und Du holst es ab. Außerdem die genaue Medikation, was sie wann an Medikamenten bekommen hat.

Was genau hat sich denn an Muckis Zustand verschlechtert? Geht es ihr vom Allgemeinzustand schlechter, haben sich ihre Blutwerte verschlechtert? Wie sieht ihr Kot aus, Konsistenz, Farbe? Was hat sich im Ultraschall ergeben? War die Leber normal groß, hat man Gallensteine gefunden, waren Gallengänge erweitert?
Frage die Tierärztin, ob sie ein Sediment des Urins gemacht hat und ob sie den Urin auf Urobilinogen getestet hat.

Ich habe bestimmt die Hälfte vergessen, und wenn Du willst, kann ich Dir auch noch ein paar Links 'reinsetzen.
Es ist immer besser, sich zu informieren als blind dem Urteil seines Tierarztes zu vertrauen, erst Recht, wenn von Einschläfern die Rede ist. So, wie Du Mucki schilderst, BESTEHT AUCH NICHT DIE GERINGSTE VERANLASSUNG, SIE EINZUSCHLÄFERN. Bitte lasse Dich nicht unter Druck setzen. Hole in jedem Fall noch die Meinung eines weiteren Tierarztes ein.

Ich will Dir keine falschen Hoffnungen machen, es kann eine ganz schlimme Geschichte werden. Aber es kann auch sein, daß Deine Mucki wieder ganz gesund wird. Auf keinen Fall würde ich jetzt aufgeben.

Viele Grüße und Kopf hoch!

mondkatze
05.05.2007, 06:10
Hallo!

Das tut mir sehr leid für deine Katze! Unser Kater hatte Anfang des Jahres auch erhöhte Leberwerte mit Gelbsucht. Das ist eine sehr langwierige Sache, bei der du viel Geduld und Stärke brauchst. Unser Kater hat fast drei Wochen gebraucht, bis er wieder anfing selbst zu fressen und die Gelbsucht zurück ging.

(Leider ist er zwei Monate später an einer anderen evtl. Infektion gestorben, da er wohl doch noch geschwächt war). Allerdings die Lebererkrankung an sich hatte er überstanden!

Lass dir auf keinen Fall einreden, das sie eingeschläfert werden muss. Unsere TA war auch einige Male nah dran, aber man hat unserem Kater richtig angesehen das er Kämpft. Und so lange deine Katze selbst den Willen hat Gesund zu werden, sollte man da nicht eingreifen.

Woher er die Erkrankung hatte wissen wir nicht, die TA meinte es lag wohl daran das wir im Urlaub waren. Und er uns vermisst hat. Wobei, wir das auch schon öfters waren und bis jetzt nichts war und er auch mit meiner Mutter super klar gekommen ist...

Wie viel fütterst du denn deiner Katze am Tag? Unsere TA meinte, das man in so einem Fall mind. 150 g am Tag füttern sollte. Und das Futter viel Eiweis haben sollte, da die Katze sonst noch mehr abnimmt und die Leber dadurch noch mehr in Mitleidenschaft gezogen wird.

Wir hatten damals auch das Hills a/d und noch von RC ein Pulver zum selbst anrühren. Das Pulver finde ich fast noch besser. Zusätzlich haben wir auch noch Hipp Gläschen gefüttert. Dort kamen die Schinkennudeln am besten an.

Mhm Medikamente bekam unser kleiner auch einige. Jeden Tag ein bis zwei Infusionen (die haben ihm am besten getan). Sowie ein Leberschutzpräperat und Aufbaupräperate.

Das mit dem Pinkeln war bei uns ähnlich. Er ging überall hin, nur nicht da wo er sollte. Allerdings handelte es sich nicht um Protestpinkeln, sondern seine Blase hatte sich leicht entzündet (dagegen bekam er auch noch was). Und seine Blase hat sich auch nie ganz entleert. Ihm musste da immer bei der TA noch die Blase ausgedrückt werden. Vielleicht sollte sie den Urin mal untersuchen, ob es sich bei ihr auch um eine Entzündung handelt.

Auch würde ich drauf achten, wie der Kot aussieht und ob er sehr hart ist. Denn sollte das der Fall sein, müsste sie evtl. noch was bekommen damit der weicher wird. Da es sonst zu einem Darmverschluss kommt (geht bei Katzen leider sehr schnell).

Auch kann ich dir empfehlen, falls deine Süße das mag, ihr Leberwickel zu machen (also z.B. sie auf ein warmes Körnerkissen legen, oder ihr es auf den Rücken legen) oder wenn du hast, sie mit Rotlicht bestrahlen. Kälte ist nämlich gift für die Leber und mit wärme erholt sie sich besser.

Mit einer Narkose wäre ich vorsichtig. Vor allem wenn sie arg geschwächt ist. Da eine Narkose noch eine zusätzliche Belastung für die Leber ist.

Ich wünsche dir und deiner Fellnase auf alle Fälle viel Glück!

Liebe Grüße

cynthi
05.05.2007, 07:30
Oh was für ein Schwall an Informationen, aber das ist ganz toll von euch.

Und bestätigt mal wieder, TÄ sind zwar gut, aber leider nie richtig spezialisiert und man muss selbst aktiv werden, auch mal gegen den Willen des TA und sich auf Bemerkungen wie "ich hab das studiert und sie nicht" oder "ach im Internet ist auch nicht alles richtig" usw gefasst machen.

Dagmar, hast du denn schon heute mit der TÄ telefoniert und wie war die Nacht für Mucki :hug:

Pinscher
05.05.2007, 08:29
Hallo Cynthi,

ich habe noch nicht mit der TA telefoniert. Erst so gegen 13 Uhr.
Leider weiß ich noch nicht wie ich mich entscheiden soll und die vielen
Informationen sind wirklich lieb gemeint und ich werde auch mal nachfragen
was sie alles für Medikamente bekommen hat und bekommt.
Ich weiß, dass ich mehr Geduld haben sollte, aber die Zwangsernährung
ist wirklich ein Kampf für die Katze und mich, denn die Hälfte spuckt sie
immer wieder aus. Leider muss ich zur Zeit auch viel Arbeiten, denn meine
Kollegin ist im Urlaub. Normal arbeite ich nur den halben Tag, aber die
nächsten 2 Wochen eben von morgens bis abends und kann mich eben
nicht wie ich gern möchte, um die kleine süße Mucki kümmern. Mal abwarten,
was die TA nachher sagt und wie es ihr dann am Montag Abend geht.
Solange muss sie auf jeden Fall bei ihr bleiben.
Bin echt ratlos und weiß echt nicht wie ich mich entscheiden soll, wenn
es ihr am Montag nicht besser geht. Könnte den ganzen Tag nur heulen.

Melde mich heute Nachmittag noch einmal, nachdem ich mit der TA
telefoniert habe.

Alles Liebe von Dagmar und Pinscher (vielleicht bald ohne Mucki!?)

Pinscher
05.05.2007, 08:44
Danke für deine vielen Informationen, aber ich bin trotzdem sehr ratlos und
verzweifelt, denn wie schon bereits erwähnt, ist bereits die Zwangsernährung
schon ein Kampf, denn sie will einfach nichts fressen und spuckt die Hälfte
wieder aus und das belastet sie ja dann auch noch zusätzlich. Sie hat ja
schon viel durchgemacht, denn die Vorbesitzerin hat sie einfach ins Tierheim
gesteckt und das war für die beiden Miezen nicht gut. Denn mein Kater
Pinscher war ja auch am Anfang krank und zum Glück nach 2 Tagen
Antibiotika wieder Gesund. Nur der Mucki ging es immer schlechter und
nun weiß ich echt nicht mehr weiter.

Alles Liebe Dagmar, Mucki!? und Pinscher

Pinscher
05.05.2007, 11:27
Hallo Ihr Lieben und an alle noch einmal vielen Dank für eure Unterstützung
und Informationen.

Habe vorhin mit der TA telefoniert bzw. mit Ihrem Lebensgefährten, der auch
TA ist. Er kümmert sich gerade ausschließlich nur um meine kleine Süße.
Sie hat die Nacht sehr gut überstanden und er hat sie auch heute schon
2 x gefüttert und es ist alles drinnen geblieben. Sie hat bis jetzt nichts
Erbrochen und das ist schon einmal ein gutes Zeichen. Hoffentlich!!!

Ich muss einfach doch mehr Geduld haben. Aber ich habe halt überhaupt
keine Erfahrung mit sowas umzugehen. Auf jedem Fall ist meine kleine
Süße bei den beiden TAs gut aufgehoben und vielleicht wird sie ja doch
wieder Gesund.

Für jeden weiteren Beitrag von euch bin ich echt froh, denn dann sehe
ich das Ganze mit dieser Krankheit meiner Mucki doch nicht so aussichtslos
und bekomme mehr Mut und Kraft.

Alles Liebe von mir an euch alle

SchwarzeKatz
05.05.2007, 11:45
Dagmar, so darfst Du nicht denken. Du redest ja, als ob Deine Mucki schon gegangen wäre. Sieh' es doch einfach so: Sie ist krank, also muß ihr geholfen werden! Und so ist es ja auch. Nicht, sie ist krank, also muß man sie umbringen.

Das, was Ihr durchmacht, ist doch noch so kurz. Wenn ich sage, fünf, sechs Wochen gesundgepflegt, meine ich damit fünf, sechs Wochen in einem Zustand, der viel schlechter war als Muckis. Gib' nicht so schnell auf, und vor Allem, lasse Dir nichts einreden!

Die Zwangsfütterung IST eine Riesensauerei. Es ist völlig normal, daß die Hälfte wieder herauskommt, Du mußt Dir vorstellen, ihr ist speiübel. Du hast noch Glück, wenn sie sich nicht übergibt (oder meinst Du das mit Herauskommen?). Mit der Zeit wird es einfacher, sie wird auch friedfertiger, wenn ihr das Essen wieder ein bißchen besser schmeckt. Machst Du das alleine? Es gibt da sehr schöne "Wickel-Techniken" :)), mit denen man das prima alleine hinkriegt. Klar ist es Streß, aber essen muß sie.
Wenn sie dennoch zu wenig zu sich nimmt, besteht die Möglichkeit, eine Magensonde zu legen. Bei einer Nasenschlundsonde geht das auch ohne Vollnarkose. Das hört sich abschreckend an, aber Du mußt immer daran denken: Ißt sie nichts, stirbt sie ganz sicher.

Die Pflege Deiner Katze kann Dich an Deine Grenzen bringen. Aber es kann sein, daß sie wieder gesund wird, also gib' ihr doch die Chance. Du MUSST Dich selbst informieren, wenn Du Mucki retten willst, das ist die einzige Möglichkeit, die Dir bleibt. Ein einfaches Rezept gibt es dafür leider nicht, aber Du kannst eine Menge erreichen. Und verlasse Dich nicht nur auf die Aussagen der Tierärztin, weder was die fachlichen Aussagen noch was den Zustand der Kleinen angeht.

Viele Grüße,


die Schwarze Katz


EDIT: Ups, überschnitten! Schön, daß es Deiner Kleinen besser geht! Ich kann Dir nur raten, überstürze nichts. Und setze nochmal ein paar mehr Informationen 'rein, Trost und Aufmunterung sind wichtig, aber helfen Deiner Kleinen nicht viel ;).
Dennoch: Halte Dir immer vor Augen, sie ist sehr schwer krank, aber es kann wieder werden, auch wenn es ihr jetzt auf einmal schlechter gehen sollte!!
Nur Mut!

Pinscher
05.05.2007, 12:09
Hallo Schwarze Katz,

ja,ich muss die kleine selber Füttern, denn ich bin alleinstehend und
habe auch niemanden in meinem Bekanntenkreis, der mich da unterstützen
würde, denn die meisten haben mich sowieso nicht verstanden, dass ich
mir Katzen anschaffe. Und nachdem ich ja jetzt auch noch die nächsten
2 Wochen den ganzen Tag arbeiten muss, d.h. sie wäre von 7.30 Uhr bis
16.30 Uhr alleine und ich kann mich dann nicht so um sie kümmern, weiß ich
nicht ob das Alleinsein so gut für sie ist.
Ich warte jetzt erst einmal den Montag ab und habe bis dahin noch Zeit
zum Überlegen. Die Zwangsfütterung und das sie auch nicht mehr ins
Katzenklo macht, geht halt an meine nervlichen Grenzen.

Aber wenn ihr Zustand stabil bleibt, werde ich sie natürlich mit nach
Hause nehmen und noch einmal die Zwangsfütterung versuchen.
Sollte es ihr aber schlechter gehen, werde ich sie wohl noch ein
paar Tage bei TA lassen, damit sie ihr Gewebeproben entnehmen und
untersuchen kann.

Alles Liebe Dagmar

Schmusekatze83
05.05.2007, 13:38
Hallo Dagmar,

ich hab leider gar keine Erfahrung mit so was. Aber ich hab von Anfang an mitbekommen, wie du hier geschrieben hast (auch im Quasselfred:)). Ich wollte dir nur mal sagen, ich finde es absolut super, dass du dich als totaler Laie den beiden Süßen angenommen hast und dass du so um Mucki kämpfst. Ich drücke die Daumen, dass es besser wird. Auch meine drei Chaoten drücken mit.

Ich wünsch dir ganz viel Kraft und alles Gute.

laralie
05.05.2007, 14:13
Hallo Dagmar,

leider kann ich dir keinen Tip geben, aber ich finde es super toll wie du dich um die zwei Fellnasen kümmerst.

Und auf jedenfall wollte ich euch die Daumen drücken
:tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu:

Vielleicht sind die Katzen ja wegen ihren Erkrankungen abgegeben worden. Bin sehr sehr gespannt ob die ehemalige Besitzerin sich meldet.

:hug: :hug: laralie

SchwarzeKatz
05.05.2007, 16:35
Hallo Dagmar,

Du Arme, das ist wirklich eine große Belastung.
Für das Spritzenfüttern gibt es einen Supertrick: Nimm' ein Handtuch, ein T-Shirt oder Ähnliches und lege es auf den Boden. Setze sie mit den Pfötchen darauf, wickel' das Teil unter ihrem Hals um die Katze herum und überschlage die Enden auf ihrem Rücken. Es sollte nicht zu locker sein, damit sie sich nicht mit den Pfötchen 'rauswuseln kann, aber natürlich sollte sie noch Luft bekommen ;) . Dann kniest Du Dich hinter sie und klemmst sie zwischen Deine Beine (auch nicht zu locker, nicht zu fest), mit einem Fuß kannst Du dann gegen ihr Hinterteil schieben, falls sie sich herauszuwinden versucht. Vorne sind ja Deine Hände und halten sie. Dann kannst Du ganz prima mit der linken Hand ihr Mäulchen halten und mit der Rechten die Spritze hineinschieben. Wechsel' auch 'mal die Seiten, falls das Zahnfleisch schon etwas gereizt von der Spritze sein sollte, oft geht es dann besser. Die Sachen, die Du zum Füttern brauchst, solltest Du natürlich schon griffbereit parat haben. Machst Du es so? Wie gesagt, daß ein Teil wieder herauskommt, ist normal, hab' nur ungefähr im Blick, wieviel dringeblieben ist.
Ich kann Dir auch nur nochmal das Bioserin empfehlen, das ist flüssig, geht sehr gut in die Katze 'rein und Du brauchst nicht mehr soviel Anderes zu füttern.

-Ich kann Dich nur nochmal warnen, Dich da völlig auf das Urteil Deiner Tierärztin zu verlassen. Viele Tierärzte sind sehr schnell mit dem Aufschneiden bei der Hand, was im Prinzip ja auch nicht verkehrt ist, weil man so richtig diagnostizieren kann. Aber leider verlieren sie bei ihrem analytischen Denken manchmal aus dem Blick, daß die Katze eventuell zu schwach für eine Vollnarkose sein könnte.
Zuerst sollten eigentlich noch die anderen genannten Tests gemacht werden, weil man so zumindest ganz gut der Ursache auf die Spur kommen kann.
Du mußt auch bedenken, daß Mucki sich in der Praxis anders gibt als zuhause, die Ärztin also gar nicht beurteilen kann, wie fit sie ist.

Füttern sie sie denn in der Praxis? (Ich könnte jetzt nochmal genau nachlesen, aber ich erinnere mich nicht, daß Du das geschrieben hast.) Das ist extrem wichtig!! Glaube nicht, daß Tierärzte oder -kliniken automatisch füttern, nur weil sie um die Gefahr einer Lipidose wissen, das tun die Wenigsten! Frage da bitte nochmal nach, wenn Du Dir nicht sicher bist.

Ich weiß, daß das eine extreme Belastung ist, ich mache genau das gerade selbst durch. Man glaubt immer, ein Arzt macht automatisch das Richtige. Das tut er nicht. Die Verantwortung, selbst Entscheidungen für Dein Tier zu treffen, gegebenenfalls auch gegen den Willen der Ärzte, nimmt Dir keiner ab.
Aber ich werde mich hüten, das aus der Ferne beurteilen zu wollen, vielleicht ist sie ja auch stabil genug für eine Narkose und die Biopsie ist genau richtig. Ich habe mich bei meiner Kleinen dagegen entschieden, sowohl jetzt als auch als es ihr anscheinend noch besser ging als Deiner Mucki.

Hast Du denn 'mal nach den Blutbildern gefragt?

Alles Gute erstmal!

Pinscher
06.05.2007, 13:44
Hallo Schwarze Katz,

das Blutbild wurde vor 2 Wochen gemacht und da waren nur die Leberwerte
schlecht. Alle anderen Werte waren in Ordnung. Es wurde ja auch Ultraschall
gemacht und geröngt. Man hat nichts gesehen: also keinen Tumor und auch
nichts anderes was unnormal gewesen wäre.
Die TA füttern meine Mucki, denn der Lebensgefährte meiner TA ist auch TA
und er kümmert sich übers Wochenende um meine Mucki. Ich habe auch
schon ein paar Mal dort angerufen, aber leider ist noch keine Besserung in
Sicht. Da ich nächste Woche den ganzen Tag arbeiten muss, lasse ich sie
dort, denn sie muss mehrmals am Tag in kleinen Portonen gefüttert werden
und das kann ich nächste Woche nicht. Morgen Abend schaue ich mal
selber nach meiner kleinen Süßen und dann werde ich mich genauer
nach ihrem Zustand erkundigen: was sie für Medikamente bekommt
und ob evtl. ein neues Blutbild gemacht wird oder eben ob Gewebeproben
entnommen werden sollen.

Sollte bis Ende nächster Woche keine Besserung in Sicht sein, dann weiß
ich wirklich nicht mehr weiter, denn ich muss ja noch eine weitere Woche
den ganzen Tag arbeiten und finanziell wird es auch langsam sehr eng.

Alles Liebe und ich wünsche dir, dass dein kleiner Liebling
diese Krankheit übersteht. Viel Glück.
Dagmar








ist auch

SchwarzeKatz
06.05.2007, 15:54
Es sollte auf jeden Fall noch ein weiteres Blutbild gemacht werden, in zwei Wochen kann sich viel tun... andererseits ist das Eine nichts ohne das Andere, das Blutbild nichts ohne den Allgemeinzustand. Wenn die Werte weiter gestiegen sind, ist das natürlich nicht gut, aber das bedeutet nicht, daß sie nicht auch wieder sinken können. Sie muß nur so lange durchhalten, und das kann extrem kräftezehrend sein (auch für Dich).
Wenn ihr Zustand relativ stabil ist, die Werte aber hoch bleiben, ist das erstmal in Kauf zu nehmen - wie gesagt, es dauert sehr lange, bis Leberwerte sinken.
Es ist wahrscheinlich das Beste, sie erstmal dort zu lassen, wenn sie ansonsten nicht gefüttert werden kann. Andererseits habe ich mittlerweile auch mindestens eine lange Futterpause am Tag. Sie kommt aber auch mit weniger Fütterungen besser zurecht als mit vielen Kleinen, das Beste für sie scheint viermal am Tag zu sein. Aber auch da reagiert jede Katze unterschiedlich, im Allgemeinen sagt man ja, lieber öfter und wenig. Meine kommt damit nicht klar (ich habe es mir so zurechtgereimt, daß eine "Dauerbelastung" für die Leber auch nicht so toll sein kann).

Ja, frage morgen 'mal nach - sprich auf jeden Fall auch die Tierärzte auf Bedenken bezüglich der Vollnarkose an. Ich würde, auch wenn es teurer ist, in jedem Fall nochmal ein Großes Blutbild machen lassen, um auch unter Anderem die Nierenwerte im Auge zu behalten. Leukozyten sollten auch regelmäßig getestetet werden, man sollte schon wissen, ob eine Entzündung vorliegt.

Frag' mal nach:

-Ausdruck des Blutbildes
-den Medikamenten (allen, die sie bekommen hat)
-ob ein Sediment gemacht wurde (Urin)

Es ist schade, daß Du so wenig Unterstützung in Deinem Bekanntenkreis findest. Vielleicht findest Du mehr Resonanz bei Leuten, mit denen Du sonst nicht so viel zu tun hast, entfernte Bekannte, von denen Du weißt, daß sie gut mit Tieren umgehen können? Selbst wenn man sonst nichts gemeinsam hat, schweißt einen die Liebe zu seinen Tieren doch zusammen.

Sobald Du merken solltest, daß es finanziell nicht mehr geht, sprich' ehrlich mit den Tierärzten und frage, ob Du manche Sachen auf Rechnung machen kannst. Die finanzielle Belastung bleibt zwar erstmal bestehen, aber so extrem hoch ist sie nur in der ersten Zeit, wenn die ganzen diagnostischen Untersuchungen gemacht werden müssen.
In welchem PLZ-Raum wohnst Du eigentlich?

Ich danke Dir und wünsche Euch Dreien auch alles Liebe! Bin gespannt auf morgen, und richte Dich lieber schonmal auf das Schlimmste ein, das wären in diesem Fall extrem gestiegene Werte. Aber selbst dann ist noch nicht alle Hoffnung verloren!
Morgen wird auch bei meiner Kleinen Blut abgenommen, mir ist schon ganz speiübel vor lauter Nervosität. Sie ist mein kleines Baby, ich kenne sie vom ersten Tag an.

Ich finde es toll, daß Du als "Katzenunerfahrene" Dich so kümmerst. Und nur Mut, Du hast Recht, Du brauchst Geduld. Und Kraft!

In diesem Sinne,


die Schwarze Katz

Pinscher
07.05.2007, 11:50
Hallo Schwarze Katz,

bin sehr traurig. Meine kleine süße Mucki lebt nicht mehr.
Habe gestern Abend einen Anruf von TA bekommen, dass sie den Kampf
verloren hat. Ich hätte ihr so gern geholfen. Jetzt im Mai wär sie 11 Jahre alt
geworden. Warum wurde sie nur von ihrer Vorbesitzerin ins Tierheim gesteckt.
Das war ihr Todesurteil. Ich kann so was einfach nicht verstehen. Wenn ich
doch solange ein Tier habe, dann suche ich mir doch wieder eine Wohnung
mit Tierhaltungserlaubnis. Ich hoffen nur, dass mein Pinscher nicht wieder
krank wird, wenn er merkt, dass sie nicht wieder kommt. Denn er war ja auch
am Anfang krank als ich ihn aus dem Tierheim geholt habe, aber er ist halt
irgendwie robuster und wurde schnell wieder Gesund.
Ich wünsche dir, dass deine Katze das Ganze übersteht und Gesund wird.
Halte mich doch bitte auf dem Laufenden. Werde öfters Mal hier reinschaun
und deine Nachrichten lesen. Ich kann nämlich auch während der Arbeitszeit ins Internet. Mein Chef hat nichts dagegen.
Wie alt ist deine Katze? Ich denke, bei meiner Mucki hat das Alter auch eine
Rolle gespielt. Vielleicht haben jüngere Katzen mehr Glück.

Alles Gute Dagmar

cynthi
07.05.2007, 12:38
:hug: :hug: :hug:

Ach Dagmar, das tut mir unsagbar leid :hug:

Bleib doch bei uns im Forum, guck mal unter Kontakte, da gibts viele Quassel-Freds, wenn dir danach ist, guck doch mal vorbei. Und wenn du Fragen hast, dann stell sie.

Was hat der TA denn genau gesagt ? Ist sie an Schwäche gestorben oder hat man sie eingeschläfert :?:

Fühl dich ganz doll gedrückt :hug:

SchwarzeKatz
07.05.2007, 12:42
Oh Dagmar, das tut mir so leid. Du hast auf jeden Fall um Deine Mucki gekämpft, und das hat sie auch gemerkt.
Wenn sie nicht mehr konnte, ging es eben nicht mehr, aber es ist schwer zu akzeptieren.

Du darfst nicht denken, daß ich jetzt gefühllos bin - auch wenn es sich im Moment schrecklich anhören mag, vielleicht ist es auch gar nicht mehr möglich: Es wäre eine gute Idee, sie obduzieren zu lassen, um die Ursache herauszufinden. Wenn es etwas ist, was unter Umständen auch Pinscher gefährden könnte, wäre es gut, wenn man das vorher wüßte.
-Vielleicht liegt die Schuld bei der vorherigen Halterin, vielleicht nicht; es gibt keine Krankheit, die durch "In's Tierheim abschieben" entsteht, aber Krankheiten wie FIP können durch Streß ausgelöst werden. Es kann aber auch eine Vergiftung gewesen sein, eine Infektion mit Hämobartonellen, eine unbekannte Viruserkrankung. Auch Pinschers Fieber kann, muß aber nicht mit Muckis Krankheit in Zusammenhang gestanden haben. Deswegen wäre es gut, die Ursache zu kennen.

Wenn eine gewisse Trauerfrist verstrichen ist, wäre es für ihn gut, eine zweite (gesunde!!) Katze zu Euch zu holen. Aber gib' ihm und Dir erstmal Zeit, mit Muckis Verschwinden zurechtzukommen. Es tut mir wirklich leid.

-Ob ein Tier eine Lebererkrankung übersteht, hängt von der Ursache, der richtigen Diagnose und Behandlung, dem Behandlungsbeginn und der Konstitution des Tieres ab, natürlich spielt das Alter da auch eine Rolle. Meine Kleine ist fünf Jahre alt und war soweit ich weiß immer kerngesund, zumindest hat sie nie Krankheitszeichen gezeigt. Ich rechne täglich mit dem Schlimmsten, aber ich kann nicht anders als hoffen, denn wenn ich nicht mehr hoffe, kann ich auch gleich aufgeben, und dazu bin ich nicht bereit.

Es ist schlimm, oder? Man steht so hilflos davor. Alles, was wir tun können, ist, nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln, und das hast Du getan.
Ich wünsche Euch alles Gute, melde mich zwischendurch 'mal, und Du schreib' doch auch, wie es Pinscher so ergeht.

Liebe Grüße und einen Kuß für Mucki dort oben,


die Schwarze Katz

Pinscher
07.05.2007, 13:22
Hallo Cynthi,
hallo Schwarze Katz,

meine Mucki ist von alleine eingeschlafen. Wahrscheinlich war sie
zu schwach oder/und einer ihrer Organe hat aufgehört zu funktionieren.
Ich werde sie nicht obduzieren lassen. Ich denke und hoffe, dass
Pinscher nicht zu sehr trauert. Als ich nämlich Mucki das erste Mal
für 3 Tage bei der TA hatte und sie dann wieder bei uns war, hat
er sie ignoriert und auch ein paar Mal vom Bett vertreiben wollen.
Mucki ist dann zum Fußende und er lag bei mir auf Kopfhöhe.
Vielleicht weil ich mich in den 3 Tagen, in denen ich mit ihm alleine war,
voll und ganz auf ihn konzentriert habe und er viele Streicheleinheiten
abbekommen hat.
Ich hatte das Gefühl als Mucki wieder bei uns war und ich sie füttern
musste und ich mich dann natürlich auch viel um sie gekümmert habe, dass Pinscher eifersüchtig auf Mucki war. Kann das sein? Ich kenne mich da ja
nicht so aus und weiß nicht, ob Katzen/Kater auch ohne zweite Mieze
klar kommen, wenn sie mal zu zweit waren!?

Na ja, ich werde ja merken, wenn sich in seinem Verhalten etwas ändern
wurde und natürlich entsprechend reagieren und dann auch hier im Forum
um Rat fragen.

Alles Liebe Dagmar mit Pinscher

SchwarzeKatz
07.05.2007, 14:30
Hallo Dagmar,

es ist normal, daß gesunde Katzen so reagieren, wenn die andere Katze krank ist, normalerweise fauchen sie sogar meist. Der fremde Geruch irritiert sie, sie riechen einfach die Krankheit.

-Es gibt Katzen, die sind absolute Einzelgänger, aber die Meisten fühlen sich in kätzischer Gesellschaft doch am Wohlsten, zumal wenn der Mensch oft Arbeiten ist. Als ich bei meinen Eltern ausgezogen bin, habe ich meine kleine Katze und das Katerchen, das wir schon vorher hatten, mitgenommen, damit keiner von beiden alleine ist. Obwohl sie immer gut miteinander klargekommen waren, hat sie den Kater tyrannisiert, sobald wir in meiner Wohnung waren. Er saß nur noch im Schrank und hat sich am Ende noch nicht einmal mehr zum Pipimachen herabgetraut. Nach drei Monaten habe ich es dann aufgegeben und ihn zurück zu meiner Mutter gebracht. Es war, als hätte sie nur darauf gewartet, ein neues Territorium ganz für sich in Beschlag zu nehmen.
Aber das ist eher selten. Die meisten Katzen genießen Spiele und Kommunikation mit Artgenossen. Du solltest Pinscher irgendwann eine Gefährtin gönnen.

Aber noch nicht jetzt.
Alles Gute für Euch!

Pinscher
08.05.2007, 07:34
Hallo Schwarze Katz,

ich weiß jetzt was meine Mucki hatte. Ich habe sie doch obduzieren lassen,
weil ich Angst hatte, dass es vielleicht doch was ansteckendes war und
wegen Pinscher wollte ich einfach genaueres wissen.

Mucki hatte eine Fettleber. Sie war innerlich total verfettet.
Meine TA meinte, sie muss ziemlich übergewichtig gewesen sein als sie ins
Tierheim kam und da sie dort schon so gut wie nichts gefressen hat und bei
mir ja auch nicht so fressen wollte wie sie eigentlich sollte, entsteht ein
Energiemangel. Die Fettsäuren können in der Leber nicht mehr abgebaut
werden uns sammeln sich dort an. Da Mucki dann auch noch die Nahrung
verweigert hat, entsteht ein starker Flüssigkeitsverlust des Körpers und
im fortgeschrittenem Stadium eine Gelbsucht.
Sie wurde zwar zwangsernährt, aber hat vieles wieder erbrochen. Durch das
Ausbleiben der Nahrung wird ein Teufelskreis ausgelöst. Die Verfettung der
Leber bewirkt weiteren Appetitverlust, die Lebererkrankung wird immer schlimmer und kann tödlich enden und bei meiner Mucki war es leider so.

Wie geht es deiner Katze?

Alles Liebe Dagmar mit Pinscher

SchwarzeKatz
08.05.2007, 10:17
Muffin ist tot, Dagmar. Kann jetzt nicht schreiben, schreibe später mehr.

cynthi
08.05.2007, 10:21
:hug: Oh das ist ja echt schrecklich :hug: Fühl dich lieb gedrückt :hug: Mehr kann ich jetzt auch nicht schreiben, bin geschockt !

Pinscher
08.05.2007, 10:29
Oh je Schwarze Katz. Fühl mit dir mit und kann verstehen, wenn
du jetzt noch nicht darüber schreiben willst. Ich hatte gehofft, dass
dein Muffin diese Krankheit übersteht. Ich bin auch noch sehr traurig
über den Verlust von Mucki. Ich drück dich auch ganz feste.

Alles Liebe und ich denk an dich.
Dagmar mit Pinscher

Danny
08.05.2007, 11:39
Dagmar und SchwarzeKatz: Ich drücke Euch beide in Gedanken ganz fest :hug: . Es tut mir sehr leid, dass es Mucki und Muffin nicht geschafft haben.

Pinscher
08.05.2007, 13:13
Hallo Schwarze Katz,
ich drück dich noch einmal ganz feste und werde morgen
wieder hier im Forum sein. Kann jetzt schon Feierabend machen
und werde gleich zu meinem Pinscher heimfahren. Ich bekomme
heute Abend Besuch und deshalb bin ich erst morgen wieder
hier im Forum.
Am meisten tut es mir weh, wenn ich ins Schlafzimmer gehe und meine
kleine Süße liegt nicht mehr auf dem Bett. Das war ihr Lieblingsplatz.
Ich hätte ihr so gerne noch ein paar schöne Jahre bereitet.

Also machs gut und alles Liebe
Dagmar und Pinscher

Pinscher
09.05.2007, 10:09
Hallo Schwarze Katz,

wie geht es dir heute? Es wäre schön, wenn wir in Kontakt bleiben
und uns ab und zu hier im Forum treffen und uns unterhalten.
Leider leben unsere beiden Süßen, Mucki und Muffin nicht mehr
und ich bin wirklich sehr traurig und kann es immer noch nicht fassen,
dass Mucki nicht mehr da ist. Zwar hatte ich meine Mucki nicht solange,
aber in dieser kurzen Zeit ist, hat sie mein Herz voll und ganz erobert.
Ich habe zum Glück noch ihr Brüderchen, den Pinscher und er ist sehr
verschmust und soooo lieb. Er tröstet mich mit seiner lieben Art und
wenn wir Abends auf dem Sofa liegen oder ins Bett gehen, dann liegt
er bei mir und schnurrt ohne Ende und streckt alle Viere von sich, damit
ich seinen Bauch streichle. Ich bin so froh, dass er wieder Gesund und
Munter ist, denn er war ja auch am Anfang krank.

Alles Liebe und melde dich
Dagmar

SchwarzeKatz
10.05.2007, 13:50
Ich habe mehrfach versucht, hier etwas zu schreiben, aber es ging irgendwie nicht. Aber ich denke, es muß sein, es gehört für mich irgendwie zum Abschiednehmen dazu.
Zuallererst will ich mich für Eure Anteilnahme bedanken. Meine Kleine hat alle guten Wünsche verdient, die sie nun begleiten.

Am Montag dachte ich, alles wäre besser. Die Leberwerte waren stark gesunken. Sie war zwar körperlich etwas komisch drauf, aber ich schob es auf eine etwas problematische Verdauung. Ich wollte nicht zu früh feiern und habe das auch gesagt, aber ich habe Montag abend mit einer Freundin auf die kleine Muffin ein Glas Prosecco getrunken.
Dienstag morgen war sie dann unruhig. Sie versuchte sich hinzulegen, 'mal so herum, 'mal so herum. Ich hörte sie rumoren und dachte, sie würde lebhafter. Dann habe ich irgendwann gesehen, daß sie ihr Schwänzchen so komisch hielt, schrieb das immer noch ihrem Problem zu. Ich glaube, da hat sie schon versucht, im Liegen das Gleichgewicht zu halten.
Irgendwann wurde ich selbst unruhig und sah, wie sie mit dem Hinterteil wegknickte. Ich geriet in Panik und holte sofort das Telephon und das Fieberthermometer. Sie kam hervor und konnte kaum noch laufen, und ich fing an zu schreien und habe noch Fieber gemessen, da hatte sie schon etwas über 35. Ich realisierte, daß sie jetzt wohl sterben würde und daß ich ruhiger werden müßte, aber ich glaube, ich habe das nicht wirklich geschafft... ich habe sie gestreichelt, auf ihr Fellchen geweint und in der rechten Hand immer noch das Telephon gehabt... dann hat sie noch fünfmal ganz schwer geatmet und lag schon ganz platt mit der Brust auf dem Boden, und dann hat sie einfach aufgehört zu atmen.

Ich konnte und kann das immer noch nicht glauben. Ich habe noch als wir beim Pathologen waren gehofft, er würde sagen "Aber sie ist doch gar nicht tot.". Ich dachte, vielleicht fängt sie einfach wieder an zu atmen. Langsam verstehe ich erst, daß meine Muffin wirklich nicht mehr wiederkommt. Ich habe Angst vor dem Moment, wenn es soweit ist.

Den kompletten Bericht bekomme ich erst in einigen Tagen, ich kann auch noch verschiedene Tests machen lassen. Fest steht, daß sie sehr krank war; sie hatte eine Herzmuskelentzündung, eine Nierenentzündung und die komplette Leber war ungewöhnlich verfärbt und verändert. Sie hatte etwas Wasser in der Lunge, aber das kommt am Ende wohl. Man wird jetzt noch feststellen können, was zuerst war - der Pathologe sagte, er tippe auf akutes Leberversagen im Rahmen dieser Lebererkrankung als Todesursache, aber das war auch, bevor er sich die anderen Organe angesehen hat. Es kann sein, daß wir die Ursache der Erkrankung und die Todesursache finden.
Die tapfere kleine Maus hat noch drei Wochen gekämpft, obwohl sie so schwer krank war.

Gestern habe ich meine Kleine begraben. Sie liegt auf dem Tierfriedhof, auf dem auch meine kleine geliebte Spanierin Angie liegt, und da das mit meiner Angie sieben Jahre her ist, konnten sie sie zu ihr legen. Ich finde das schön.
Ich hätte nie gedacht, daß ich so schnell wieder ein Tier dorthin bringe.

Ich habe ihre Mutter, Manja, auch testen lassen. Ob bei ihr alles in Ordnung ist, erfahre ich gleich. Die kleine Katze hat so eine Angst vor'm Tierarzt, daß sie mich aus Angst gebissen hat. Der Finger hat sich entzündet (immer aufpassen wegen möglicher Blutvergiftung!), Antibiotika, Fingerschiene, deswegen tippe ich jetzt mit einem Finger.

Ich habe die letzten Tage meist an das arme kranke Kätzchen gedacht, aber jetzt sehe ich sie oft, wie sie war, als sie noch gesund war. Der Schmerz kommt jetzt mit voller Wucht, und ich bin nur am Heulen, aber Heulen hilft auch nicht. Ich habe den Verlust von meiner Angie in sieben Jahren nicht verschmerzt, und nun ist das passiert.
Ich mache mir Vorwürfe, daß sie vielleicht zu viel Streß hatte und deswegen krank geworden ist, daß ich zu viel infundiert habe, daß ich vorher zu wenig Zeit für sie hatte, daß ich die falschen Medikamente gegeben habe. Der Tierarzt sagt, die Katze hatte die perfekte Pflege, besser hätte man es nicht machen können, aber vielleicht habe ich ja doch irgend etwas falsch gemacht!
Ich wünschte so sehr, sie hätte wenigstens noch einen Tag gehabt, an dem es ihr richtig gut ging. Und dann hat es noch so lange gedauert, bis ich geschnallt habe, wie schlecht es ihr ging... vielleicht, wenn ich das früher kapiert hätte...

Sorry, daß das hier so lang geworden ist. Vielleicht werde ich auch noch einen schönen Brief an sie einstellen oder einfach ihre Geschichte erzählen. Sie war wirklich ein verrücktes kleines Kätzchen, sie war mein kleines Baby, wir beide hatten eine ganz eigene Bindung. Ich vermisse sie so sehr.

Liebe Grüße und Danke!

P.S. Und alles, alles Gute natürlich für Euch und Eure Tiger!

Gloriaviktoria
10.05.2007, 13:53
Bitte mach dir keine Vorwürfe :hug: Du hast sie geliebt und für sie gekämpft und auch wenn der Schmerz nie ganz nachlässt, wird irgendwann die Erinnerung an ihre Liebe in den Vordergrund rücken :0( :0( :0(

Pinscher
10.05.2007, 14:24
Hallo Schwarze Katz,

du darfst dir keine Vorwürfe machen. Du hast wirklich sehr für sie
gekämpft und alles für sie getan.
Ich habe wegen meiner Mucki auch viel nachgedacht. Denn als die
mir im Tierheim gesagt haben, dass sie kaum was frißt und der Grund
dafür wäre die Trauer um die Vorbesitzern, habe ich nicht gleich
geschaltet und bin nicht sofort zum Tierarzt. Die im Tierheim haben
mir auch gesagt, wenn sie mal paar Tage nichts frißt, macht das nichts
und wenn sie sich an mich gewöhnt hätte, würde sie schon wieder
fressen. Ich bin ja erst zum Tierarzt als Pinscher Schleim gespuckt hat
und er überhaupt nichts mehr gefressen hat. Wenn ich gewußt hätte,
dass eine übergewichtige Katze, die das Fresssen einstellt sehr krank
werden kann, wäre ich gleich am ersten Tag vom Tierheim zu meiner
Tierärztin. Der Gedanke, dass ich gewartet habe und vielleicht deswegen
auch eine Teilschuld am Tod von Mucki habe, geht mir nicht mehr aus
dem Kopf.
Ich wünsch dir ganz viel Kraft.
Alles Liebe Dagmar

cynthi
10.05.2007, 15:13
:hug:
Nun hört mal beide auf mit dem Selbstverurteilen, das ist doch nicht gut.
1. Stimmt es nicht !
2. Hilft es leider nichts!
3. Verhindert es leider nur, dass ihr trauern könnt.

SchwarzeKatz, du hast alles getan und niemand - auch du nicht - kann dir einen Vorwurf machen. Schließlich hast du nicht Tiermedizin studiert und jeder von uns hätte wohl Montag abends noch gedacht,es geht bergauf :hug:

Es gehört leider zum Leben dazu, sie war sehr tapfer ! Aber es ging nicht mehr, sie ist nun hinter der Regenbogenbrücke, sie hat keine Schmerzen mehr und sie wird dich beschützen und immer in deinem Herzen sein. :hug:

SchwarzeKatz
10.05.2007, 18:55
Ja, ich weiß... bei meiner Angie habe ich wirklich das Gefühl, nicht damit klarzukommen, weil ich mir die Schuld gebe, und nun mit Muffin ist es so, als hätte einer eine Bombe in verwüstetes Gebiet geschmissen, versteht Ihr, was ich meine? Es ist so bitter, die falschen Entscheidungen getroffen zu haben.

Aber Dagmar, ich finde, Du mußt Dir nun wirklich keine Vorwürfe machen. Du hast doch keine Erfahrung mit Katzen, wie sollst Du denn auf die Idee kommen, daß Leute mit viel Umgang mit Katzen Dich unvollständig informieren? Ich finde es toll, wie Du Dich ohne Unterstützung um Mucki gekümmert hast, und sie hat ja wohl in der kurzen Zeit, die ihr miteinander haben durftet, gemerkt, wie sehr Du für sie da bist. Und das merkt Pinscher auch.

-Manja ist gesund. Zucker und Cholesterin waren leicht erhöht, ist aber nicht besonders aussagekräftig und kann auch leicht bei Streß entstehen. Eosinophile sind leicht erhöht, ich soll sie erst einmal wieder entwurmen und dann kann auf ein Eosinophiles Granulom getestet werden, eine Hautkrankheit, aber sie zeigt wenig bis keine Anzeichen davon. Na, auf jeden Fall sind die kritischen Werte überhaupt nicht kritisch :) .

Es gibt ein Lied, das ich Euch gerne zeigen würde. Ich habe es oft gehört, als meine Angie gestorben ist, und seitdem kann ich es nicht hören, ohne zu weinen. Ich habe es vorgestern wieder gehört. Hört es Euch an, es ist so schön und paßt so gut, da Ihr doch immer Regenbogenkatzen sagt :) .

http://youtube.com/watch?v=Pe5p1BXNCQM

Viele Grüße und Danke,


die Schwarze Katz

Pinscher
11.05.2007, 07:51
Guten Morgen Cynthi,
guten Morgen Schwarze Katz,

es stimmt ja, ich sollte mir keine Vorwüfe machen, aber so manchmal
schleichen sich halt diese traurigen Gedanken in meinen Kopf, dass ich
Mucki durch meine Unerfahrenheit nicht so helfen konnte. Vielleicht
wäre ihr auch nicht mehr zu helfen gewesen, denn dafür hat sie vielleicht
schon im Tierheim zu wenig gefressen. Das werde ich leider nie erfahren.

Nun aber genug der traurigen Worte. Mein Pinscher bereitet mir sehr
viel Freude. Er taut immer mehr auf und saust nicht mehr gleich bei
jedem lauten oder ungewohnten Geräusch davon. Gestern hat er zum
ersten Mal mit seinem Spielzeug von alleine gespielt und so lieb und
vorsichtig, dass ich echt schmunzeln mußte. Als er dann gemerkt hat,
dass das Spielen Spass macht, ist er damit durch die ganze Wohnung
gerannt. Er wollte nämlich bisher nichts wissen von seinem Spielzeug und
wenn ich mit ihm spielen wollte, dann ist er immer gleich unters Bett gesaust,
als hätte er Angst vor dem Spielzeug. Deswegen war ich gestern total
glücklich, dass er so auftaut und immer zutraulicher wird und zum Spielen
anfängt.

Das Lied, Schwarze Katz, kann ich leider nicht hören, denn ich habe keine
Lautsprecher am PC, aber ich kenne das Lied. Habe es schon im Radio
gehört und es paßt zu unseren Regenbogenkatzen.
Und, Schwarze Katz, ich glaube nicht, dass du die falschen Entscheidungen
getroffen hast. Ich weiß zwar nicht, warum deine Angie gestorben ist, aber
so wie du mit Muffin umgegangen bist, kann ich mir nicht vorstellen, dass
du an Angies Tod Schuld bist.

Alles Liebe Dagmar

cynthi
11.05.2007, 08:07
Ich kann den Song auch nicht hören, wie heißt er denn und von wem ist der ?

Pinscher
11.05.2007, 08:44
Der Song heißt "Somewhere Over The Rainbow" und ist glaub ich,
wenn ich das richtig gelesen habe von "Israel Kamakawiwo'ole".
Wenn ich auf den Link von Schwarze Katz gehe:

http://youtube.com/watch?v=Pe5p1BXNCQM

kann ich den Text ablesen, aber halt nicht hören.

Alles Liebe
Dagmar

Gloriaviktoria
11.05.2007, 09:58
Das Lied kenne ich, das ist soooo eine schöne Version! :cu:

Pinscher
11.05.2007, 10:07
Hallo Meryem,

ja, das Lied ist echt sooooo schön. Ich bin auch echt froh,
dass ich dieses Forum gefunden habe und mich auch angemeldet
habe.

Es tut nämlich sooooooo gut, sich mit anderen Katzenbesitzern
auszutauschen.

Alles Liebe
Dagmar und Pinscher (ein grau getigerter Kater)

cynthi
11.05.2007, 10:18
Ach ja ds kenne ich ich :)

SchwarzeKatz
11.05.2007, 14:08
Schön, daß das noch so viele Leute kennen! Ich habe es das erste Mal im Abspann von Joe Black gehört, mit meiner schnurrenden Angie auf meinem Schoß. Es ist ja noch What a Wonderful World "hineingemixt", und diese beiden Texte zusammen sind einfach herzzerreißend schön. Der Sänger ist im Alter von 38 Jahren gestorben. Wie man in dem Video (wohl ein Fanvideo) sieht, war er sehr dick, vielleicht war das auch ein Grund für seinen frühen Tod. Er war Hawaiianer und hatte die wunderschönste Stimme.

-Oh, es ist toll, daß Pinscher auftaut! Wenn er nicht so viel Gutes erfahren hat, kann es noch lange dauern, bis er sich ganz wohl fühlt. Manja habe ich jetzt etwa sechs Jahre und sie hat mir vor ein paar Wochen erst das erste Mal Küßchen gegeben. Sie war am Anfang so verschreckt (eine winzige, dreifarbige Glückskatze) und kam kaum hinter dem Sofa hervor, wenn sie sich streicheln ließ, stand sie immer wieder auf, damit sie sofort fluchtbereit war. Heute trampelt sie nachts so laut schnurrend auf mir herum, daß an Schlafen kaum zu denken ist. Wenn mein kleiner Sohn im großen Bett schläft, habe ich immer Angst, er wacht auf :) . Sie hat gelernt, daß ich sie nicht abgebe, auch wenn sie 'mal nervig ist oder ich wegen irgend etwas schimpfe.

Meine Angie hatte eine Pyometra, eine eitrige Gebärmutterentzündung. Sie hatte Tabletten bekommen, und als es schlechter wurde, hat eine Tierklinik nachts die Not-OP abgelehnt und gesagt, es wäre besser, bis zum nächsten Morgen zu warten. Als ich um fünf Uhr in höchster Verzweiflung zu einem Tierarzt, der Notdienst hatte, gefahren bin, war die Gebärmutter schon aufgebrochen und sie hatte eine Sepsis. Sie ist während der Operation gestorben. Das Ganze hat sich in zwei Tagen abgespielt.
Das hat mir damals das Herz herausgerissen, ich bin total zusammengebrochen und habe mir geschworen, nie wieder einem Tierarzt blind oder auch nur halbblind zu vertrauen. Auf mein Gefühl zu hören, man selbst kennt sein eigenes Tier am Besten. Es hat alles nichts genutzt, und es gibt immer etwas, was man hätte besser machen können. Wäre ich einen Tag eher zum Tierarzt gefahren, hätte ich ein anderes Medikament gegeben, hätte ich Dienstag morgen früher mitgekriegt, was los war. Ich weiß, daß Ihr alle denkt, ich hätte alles für mein Kätzchen getan, aber ich komme mir unglaublich fahrlässig vor.

Die Frage ist auch: Wenn Vergiftung, WOVON??! Meine Katzen sind Wohnungs- und Balkonkatzen. Käfer gefressen, der mit Insektiziden besprüht war? Hm. Ich habe schon an den Futtermittelskandal gedacht, habe bis dahin fast ausschließlich amerikanisches Futter gefüttert... ich kann sie auf die drei gefundenen Gifte noch testen lassen, wenn ich will. Werde das wohl auch tun, wenn ich mich wieder schlau gemacht habe, das ist ja auch in Manjas Interesse. Auf FIP werde ich sie zuerst testen lassen, das kann man hundertprozentig ja nur nach dem Tode feststellen.
Jetzt 'mal eine ganz blöde Frage: Am Wochenende, als sie krank geworden ist, hatte ich einen richtig schlimmen Streit mit meinem Exmann, auch die Tage vorher waren schon übel. Ich habe gelesen, daß heftiger Streß eine FIP auslösen kann, hat jemand Erfahrungen damit??

-Manja sucht, das zerreißt mir natürlich das Herz, aber sie ist sehr anhänglich. Sie hat auch schonmal wieder mit einer Toilettenpapierrolle (Superspielzeug ;) ) gespielt, wenn auch nur etwas halbherzig. Ich weiß, daß sie Gesellschaft braucht, wenn ich in meine neue Wohnung ziehe, aber im Moment kann ich mir das gar nicht vorstellen und würde dem neuen Kätzchen damit nichts Gutes tun.
Ich schreibe hier immer halbe Romane, aber es tut gut, einfach 'mal so in's Blaue hineinzutippen und den Kopf freizubekommen. Wenn ich weg bin, schweigt dieser reißende Schmerz manchmal, dann ist es, als ob ich einfach nur einen Kaffee trinken gehe und sie ist da, wenn ich wieder nach Hause komme. Ich wünschte, ich könnte mir das manchmal selbst einreden. Es ist einfach alles so unwirklich.

-Dagmar, Unerfahrenheit ist doch keine Schande. Ich selbst habe seit über 25 Jahren Katzen und habe vor zwei Wochen das erste Mal von einer Fettleber gehört. Viele Tierärzte nehmen das Thema selbst nicht genügend ernst. Manche Kätzchen sind aber auch einfach zu krank, als daß ihnen hätte geholfen werden können.
Jedenfalls kannst Du jetzt erstmal Deinen Pinscher richig kennenlernen. Es ist schade, daß Du direkt zu Anfang eine solch schlimme Erfahrung machen mußtest, aber statt zu sagen "Ach, das ist mir alles zu viel, das hab' ich mir aber anders vorgestellt", nimmst Du Dich Pinschers jetzt erst recht an. Wenn er da kein Glück gehabt hat!!!...
Hast Du schon einen Kratzbaum? Ich habe mir letztens einen hier bei Zooplus bestellt und wollte ihn in meiner neuen Wohnung aufbauen, bin ja 'mal gespannt, wie er so ankommt.

Viele Grüße,


Gudrun

Katzenmammi
13.05.2007, 21:23
Liebe Gudrun,

wir waren im Urlaub und ich habe oft an Euch gedacht. Nun bin ich sehr betroffen ..... hab so mit Euch gehofft. Es tut mir sehr leid, aber ich bin auch davon überzeugt, daß Du nichts anderes hättest tun können. Man entscheidet sich immer aus der Situation heraus für das Beste. Laß Dich mal ganz fest drücken!

Das Lied "Somewhere over the Rainbow" müßte ursprünglich aus den Film "Der Zauberer von Ozz" sein, Judy Garland singt das. Ich finde es auch wunderschön!

Lieben Gruß

Pinscher
14.05.2007, 09:11
Guten Morgen Gudrun,

ich finde, dass du auch bei Angie richtig gehandelt hast.
Oft ist es so, dass wenn man eine Entscheidung getroffen hat und die dann eben nicht so glücklich ausgeht wie man es sich gewünscht oder erhofft
hätte, dass man sich dann hinterher Vorfwürfe macht und überlegt:
Hätte ich doch nur anders reagiert oder anders entschieden. Aber das werden
wir eben nie erfahren. Ich werde auch nie erfahren, ob ich der Mucki hätte
helfen können, wenn ich mit ihr sofort vom Tierheim zur Tierärztin gefahren
wäre. Und ob Stress, z.B. beim Streit mit deinem Ex-Mann, bei einer Katze
FIP auslösen kann, glaube ich eigentlich nicht, da FIP doch eine Virusinfektion
ist und kann auch von Katzen übertragen werden, die infiziert sind, aber
sonst einen völlig gesunden Eindruck machen, so genannte stumme Träger
des Virus (Dauerausscheider), aber da kenne ich mich zu wenig mit der
Katzenpsyche aus.
Ich habe nur mal bei der Suche im Internet über Gelbsucht bei Katzen
gelesen, dass übergewichtige Katzen in Stresssituationen, wenn sie dann auch noch das Fressen einstellen, krank werden können und die Gelbsucht ein
Symptom dafür ist und das kann schon durch Stress ausgelöst werden.

Ich bin auf jeden Fall froh, dass es meinem Pinscher gut geht und hoffe,
dass ich bei ihm die Anzeichen einer eventuellen Krankheit frühzeitig erkenne
und nicht wieder so lange warte. Ich habe auch einen Kratzbaum bei Zooplus
für ihn (und Mucki) gekauft. Denn hat er jetzt ganz für sich alleine und
mittlerweile benutzt er ihn auch. Wie gesagt: Am Anfang hatte er vor fast
allem Angst, aber das wird Tag für Tag immer besser. Ich habe mir Samstag
und Sonntag sehr viel Zeit für ihn genommen und er läßt sich sehr gerne
von mir streicheln und auf den Arm nehmen. Dann kuschelt er sich an mich
und will gar nicht mehr runter. Ich trage ihn dann durch die Wohnung und
er schaut sich dann alles ganz neugierig von oben an.

Alles Liebe Dagmar