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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Impfknubbel



Grizabella
28.04.2007, 09:49
Cleo wurde am 17.4. entwurmt und geimpft (Fevaxyn und Leucogen). Jetzt hat sich zwischen den Schulterblättern so ein Knubbel entwickelt, nicht sehr klein, eher flach und nicht scharf abgegrenzt. Da sie so ein Moppelchen ist, ist mir das offensichtlich nicht früher aufgefallen.

Ich weiss, in welche Richtung das gehen KANN. Habt ihr mit sowas Erfahrungen?

ulli
28.04.2007, 12:03
Hallo Grizabella,

da der von dir beschriebene Knubbel ca. 11 Tage nach der Impfung entstanden ist, ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er auf eben diese Impfung zurückzuführen ist. Bitte denke zunächst nicht daran, dass eine Tollwut- oder auch Leukoseimpfung ein Fibrosarkom auslösen kann. Das ist Gott sei Dank sehr sehr selten der Fall. Wir haben unser Muckelchen vor 2 Jahren dadurch verloren.

Als wir vor einigen Wochen unsere Sheila (14 Wochen) von der Züchterin abholten, war sie ja bereits zum 2. Mal gegen Katzenseuche/-schnupfen geimpft. Ebenfalls nach ca. 10 Tagen bekam Sheila einen Knubbel zwischen den Schulterblättern, wie von dir beschrieben. Voller Sorge riefen wir sofort unsere Tierärztin an und sie sagte uns, dass sogar auf dem Beipackzettel des Impfstoffes eine solche mögliche Reaktion beschrieben ist. Über die Sorgfalt und die nötige Hygiene ihres Kollegen der die Sheila geimpft hatte machte sie eine abfällige Bemerkung. Ihre Vorhersage war, dass sich ein eitriger Abszess bilden würde und wir 2 Möglichkeiten haben: warten bis er von alleine aufgeht, oder aufschneiden. Wir entschieden uns dafür zu warten, bis sich der ganze Eiter im Abszess gesammelt hat. Innerhalb von 3 Tage wuchs das Ding immer mehr und dann, ich war zufällig dabei, kratzte sich unsere Sheila den Abszess auf. Heraus kam ein guter Esslöffel voll Eiter. Ich drückte die Wunde vorsichtig weiter aus, damit möglichst alles herauskam. Anschließend ab zur TÄ. Diese erweiterte die Wunde schabte und spülte sie aus. Sie bekam, da sie ja noch ein Kitten ist das Antibiotikum als Tablette. Wichtig war, die Wunde durfte nicht zuheilen, damit der gesamte Eiter rauskonnte. Beim nächsten TA-Besuch nach 2 Tagen die gleiche Prozedur nochmals - es kam immer noch Eiter aus der Wunde. Der nächste TA-Besuch war nach einer Woche und die Wunde musste nicht mehr geöffnet werden und durfte verheilen. Insgesamt mussten wir die Sheila für 7 Tage unter Antibiotikum halten. Heute nach ca. 4 Wochen ist alles blendend verheilt, das abrasierte Fell schon fast komplett nachgewachsen.

Auf unsere Frage hin, ob ein derartiger Vorfall die Disposition für ein mögliches späteres Fibrosarkom lege, bekamen wir keine eindeutige Auskunft, was verständlich ist. Je jünger eine Katze ist, desto eher ist der Körper in der Lage das betroffene Gewebe abzustoßen und zu regenerieren.

Ein Fibrosarkom entsteht meist nicht in so kurzer Zeit nach einer Impfung. Bei unserem Muckelchen vergingen zwischen Tollwutimpfung und dem Entstehen des Sarkoms ganze 3 Jahre. Also bitte mach dir zunächst keine schlimmen Gedanken in diese Richtung. Ein Fibrosarkom und ein Impfknubbel-Abszess fühlen sich zwar gleich an, aber der von dir geschilderte Fall deiner Cleo ist, davon gehe ich fest aus, ein Impfknubbel-Abszess.

Bitte kontaktiere umgehend deinen TA und lass dich beraten wie du dich zu verhalten hast. Wenn das Ding aufgeht, sofort reinigen und sorgfältigst ausspülen lassen. Kopf hoch, sowas ist relativ leicht in den Griff zu bekommen. :tu:

Für deine Cleo wünsche ich baldige Genesung und gib ihr einen Extra :kraul: von mir.

absinth
28.04.2007, 12:37
Gabs schon mal nen Thread, glaube von Katerbär.
Ihr Kater hatte nen Knubbel, meine Katze und die einiger anderer auch. Alle etwa einen Monat nach dem Shot. Sind alle wieder verschwunden. Also mach dir nicht zu große Panik.
Meine Katze beschloss ihn sofort aufzulösen nachdem sie bei TA was von rausschneiden hörte ;)

Grizabella
28.04.2007, 14:00
Danke, Ulli und Absinth,

Ich will momentan sowieso nicht zu aufgeregt sein, aber es ist doch so, dass man dauernd dran denkt. Mir ist eingefallen (ist vielleicht ein dummer Vergleich), dass meine Ältere als Baby nach der Dreierimpfung (Pertussis, Tetanus und noch irgendwas) eine ziemliche Schwellung am Oberarm bekam, sie war gerade vier Monate alt. Der Kinderarzt musste das aufschneiden (DAS GEBRÜLL), und es war sehr viel Eiter drin. Tetanus vertrag ich selber auch schlecht, das schwillt immer sehr an.

Teufel nochmal, gestern war ich bei der Tierärztin mit den Kaninchen impfen. Aber da wusste ich noch nicht, dass Cleo die Schwellung hat, sie ist nämlich wirklich eine sehr Dicke, gerade zwischen den Schultern und am Bauch. Auch wenn ich die Schwellung jetzt suche, finde ich sie nur deswegen sofort, weil ich das jetzt schon weiss.

Ich will es jetzt einmal für eine reine Impfreaktion halten; allerdings, sie wurde ja nicht zum ersten Mal geimpft.

Ausserdem beisst sie der Ulli gern in den Nacken (mehr oder minder freundschaftlich, wobei das mit der Fabrikation des Nachwuchses absolut nichts zu tun haben kann), da ist möglicherweise auch eine Reizung entstanden.

Beim Googeln ist mir www.schmusekatzen.de/impfen.htm aufgefallen, und das hat mich eben auch ursprünglich beunruhigt, abgesehen davon, dass ich von dem Impfsarkom schon früher gehört habe.

Mit Katerbär werde ich demnächst reden, habe auch ihre Tel.Nr., da wir ja am 19.5. ein Ösi-Treffen haben, und die Tierärztin werden wir gleich am Montag sekkieren. Dann melde ich mich nochmal, weil es ganz gut sein kann, diese allgemeinen Erfahrungen hier einzubringen.

Melle26
28.04.2007, 15:06
Unser Thommy hatte auch ein Fibrosarkom.
Ganz liebe Grüße ins Regenbogenland zu ihm!!!
Das kam aber auch erst Jahre nach der Impfung zum vorschein.

Als letztes Jahr unsere Chania geimpft wurde kam nach knapp über einer Wocjhe auch so ein Knubbel an der Impfstelle. Natürlich sofort riesen Schock für uns. Haben ja erst letztes Jahr kurz vorher den Kater dran verloren.
Also gleich T.Ärztin angerufen.
Mußten erstmal abwarten so früh kann man noch nix sagen.
Sollten es beobachren wenn es nach 4 Wochen noch da gewesen wäre wären die nächsten Schritte eingeleitet worden.
Zum Glück ist es nach 3 Wochen verschwunden gewesen!
War aber natürlich ne harte Zeit.
Drücke euch die Daumen das es auch gut ausgeht.
Positiv denken!!!
Bin echt am überlegen ob wir weiterhin impfen sollen!?!

absinth
28.04.2007, 15:14
Die Tierärztin bei der ich war fand es ja schon ungewöhnlich, dass ich den sonnenblumenkerngroßen Knubbel überhaupt gefunden habe.
Sie sagte aber auch, dass ein Sarkom normal nicht so schnell nach der Impfung käme. Die Möglichkeiten die sie mir nannte waren auch, abwarten was passiert, oder sofort großflächig rausschneiden.
Da sie ja nun einmal so drauf reagiert hat werd ich mir nächstes mal Leukose und Tollwut sparen. Sie ist eh kein Freigänger und unsere anderen Katzen haben ja den vollen Impfschutz.
Seuche und Schnupfen werde ich nur noch am Hinterbein impfen lassen. Da lässt sich wohl am besten operieren, zumal sich diese Sarkome so schön zwischen die Rippen fressen können. Immerhin impfen die meisten nicht mehr in den Nacken...

Melle26
28.04.2007, 16:19
Also ich würde abwarten! Ach ja die Tierärztin hatte da letztens gemeint wenn es innerhalb der 4Wochen stark wächst dann könnte es ein Sarkom sein.
Das war so Kirschkerngroß. Aber mehr Dellenmäßig sah es aus.
Bei unserem Fibrosarkomkater sah das irgendwie anders.
Und bei Fibrosarkom OP halt ich nicht mehr viel davon.
Diese Krankheit ist einfach zu hintertücks. Leider. Und sobald an den Krebs mal Sauerstoff kommt wächst der wie bekloppt.
Aber du denk daran gar nicht.
Ist sicher nur eine Impfschwellung.

laralie
28.04.2007, 21:45
Hallo,
bei meiner Süßen kam dieses Jahr auch ein Knubbel nach der Impfung. Vorher war noch nie was. Der Knubbel ist aber von alleine wieder verschwunden. Die TA meinte nur ich solle das das nächste mal erwähnen. Nachdem ich aber von Ulli und den anderen gehört habe, werde ich sie wohl nicht mehr jährlich impfen lassen. Muß mir noch mal alles durch den Kopf gehen lassen:?: , hab ja jetzt erstmal noch Zeit.

:tu: :tu: :tu: :tu: :tu: für Cleo das es auch so harmlos ist.

:cu: laralie

ulli
29.04.2007, 07:39
Hallo,

jetzt muss ich mich nochmals melden.
Wie ihr schreibt, war bei euren Fellnasen der Impfknubbel "relativ klein" - Gott sei Dank - so konnte ihn der Körper auch wieder selber abbauen.

Bei Sheila war er so groß wie eine Walnuss. Und das bei einem Kitten von ca. 14 Wochen. Er wuchs innerhalb weniger Stunden zu dieser Größe heran. In den folgenden Tagen wuchs er etwas langsamer, bis er endlich aufging und sie den ganzen Eiter loswerden konnte.

Grizabella
29.04.2007, 14:58
Bei Cleo ist das eher so eine halbhandtellergroße Fläche, kaum hervorstehend. Aber sie hat, wie gesagt, sowieso ungemein viel Fett zwischen den Schulterblättern (und am Bauch, und an den Schenkeln, und, und).

Ich habe vor kurzem mit der Tierärztin gesprochen wegen der Häufigkeit der Impfungen. Sie hat mir was von einem Kongress erzählt, der erst kürzlich stattgefunden hat, bei dem die Impfungen für die Katze nach wie vor jährlich empfohlen werden, vor allem bei Katzenschnupfen ist die Intervalle von einem Jahr sowieso ziemlich kurz.

Wir haben sicher eine gute Tierärztin, aber durch die widersprüchlichen Aussagen fühlt sich der Tierhalter irgendwie schon gegängelt. Z.B. mussten Cleo und Ulli nach ihrer Erstimpfung in Spanien noch im Jahr 2005 eine Nachimpfung nach ihrem Eintreffen in Österreich kriegen. Als Sina bei uns im Februar 2007 einzog, nahm ich sie zur Tierärztin mit - wegen der Nachimpfung nach Erstimpfung. Kommentar: "Diese Nachimpfung macht man heute nicht mehr." Also was jetzt? Wenn ich zu einem anderen TA gehe, erzählt mir der wieder was anderes.

Für mich persönlich ist schwer zu übersehen, dass meine Tierärztin Cleo schon mehrfach das Leben gerettet hat, vor allem, als sie aus Spanien kam, da hatte die liebe Cleo so ziemlich alles ausser Durchfall. Auch ist die medizinische Aufklärung für mich dort recht gut, und wenn ich will, kann ich bei den diversen Operationen dabeibleiben (was den Katzen vor allem wegen der Anästhesie sehr hilft) oder auch später zur Abholung kommen. Und ich vergesse nie, dass ich Ulli im März zur Zahnsanierung gebracht habe - zur späteren Abholung - und zwischenweilig selber im Krankenhaus gelandet bin, da hat sich meine Tierärztin erbötig gemacht, ihn zu behalten, bis ich wieder aus dem Krankenhaus komme, was dann zum Glück nicht notwendig war.

Das alles würde mir einen Wechsel sehr erschweren.

Melle26
09.05.2007, 13:55
Und was hat sich nun aus dem Knubbel ergeben?

Grizabella
09.05.2007, 22:08
Jetzt ist er nicht mehr da, zum Glück. Übermorgen geht Ulli zum Impfen, es ist immer so ein bisschen Bauchweh dabei.