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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Maine Coon an FIP gestorben! Geld zurück?



Schlumpf_82
07.12.2005, 15:49
Hallo!

habe eben erfahren, dass der Kater eines Freundes an FIP gestorben ist. Der Kater kam aus einer Maine Coon Zucht, wo 28Katzen leben ! --> sind so viele Tiere denn bitte normal??????

Jetzt möchte er sein Geld zurück (550€), aber die Züchterin will ihm nur ein neues Kitten anbieten.

Der Kater selber kam im Alter von 13Wochen zu ihm und hat gerade mal noch vier Wochen überlebt!

Was kann man denn da nun tun? Er ist totunglücklich, möchte auch irgendwie verständlicherweise sein Geld wieder und nicht ein bestimmt wieder erkranktes Tier!

Weiß jemand Rat???

catweazlecat
07.12.2005, 18:23
Hallo Schlumpf

zuerst einmal : Furchtbar das das Kitten so früh sterben musste!

Wieso hat deine Bekannte denn dort überhaupt eine Katze gekauft wenn dort so viele Tiere leben?
Das FIP-Risiko ist in Grosszuchten oder Grosstierbeständen wie z.B. auch Tierheimen um ein vielfaches höher als bei kleinen Züchtern.
Wenn dann was schief gelaufen ist wird meist laut geschrien.

Was das Thema Gewährleistung bei FIP angeht:

Zuallererst muss das tote Tier obduziert werden um einwandfrei die Todesursache FIP feststellen zu lassen, darauf kann der Züchter bestehen. Weshalb sollte er Ersatz leisten wenn nicht einwandfrei festgestellt wurde das es daran gelegen hat.

Da der Züchter ihr schon Ersatz angeboten hat, scheint er zumindest problembewusst zu sein. Ich persönlich würde von dort wohl auch kein Tier mehr haben wollen wenn das Kitten tatsächlich an FIP gestorben ist.

Was steht denn im Kaufvertrag zu dem Thema den sie unterschrieben hat?

Ich denke mal wenn sie unbedingt das Geld wiederhaben möchte, kann es auf einen Prozess hinauslaufen schlimmstenfalls.

Schlumpf_82
08.12.2005, 08:32
Die Bekannte kannte sich nun nicht soo gut aus. Sie wollten eine Maine Coon aus einer Zucht, gerade weil sie dachte (was nun auch meistens der Fall ist), dass diese Tiere meist genetisch gesünder sind und mit viel Sachverstand aufgezogen werden.

Das mit den 28 Katzen hab ich selber erst gestern erfahren. Meine erste Reaktion ist auch gewesen, dass das ja nicht "normal" sein kann.
Ich meine, es kostet ja schon Unmengen an Geld seine drei Tiere Infektfrei zu halten, wie sieht das erst in Großzuchten mit 28Katzen aus???

Obduziert wurde das Tier noch nicht, weiß auch nicht genau, ob sie das machen läßt. Es war so schon schlimm genug.

Er ist aber wirklich an FIP gestorben. Es gibt einen Bluttest und der Tierarzt hat auch das Bauchwasser untersucht und ähnliches.

Es ist vorallem so furchtbar dramatisch, da sie ja noch eine kleine Birmakatze (ebenfalls aus einer Zucht) hat. Diese ist bisher kerngesund. Die Eltern sind nachweißlich FIP frei gewesen. Hatte also keinen Titer oder ähnliches.

Jetzt stirbt sie halt tausend Tode, weil sie natürlich furchtbare Angst hat, dass die Kleine sich infiziert haben könnte. :0( :0( :0( :0(

astrid219
08.12.2005, 11:17
Hallo

Hier ist ein guter Link zum nachlesen über FIP.
http://www.catgirly.de/Krankheiten/FIP/index.htm
Fast alle Katzen tragen diesen Virus in sich, egal ob aus einer Zucht oder von sonstwo.

MickeyIM
08.12.2005, 11:18
Hallo,

also zuerst mal: Was ich jetzt dann schreibe, strotzt nur so von Kälte :mad: , weil nämlich katastrophalerweise Tiere in Deutschland juristisch dem Sachenrecht unterliegen. Allerdings muss man halt das Recht kennen, um zu wissen, wie die eigene Position ist.

Ich kenne den Kaufvertrag nicht, aber ich liefere gerne mal ne juristische Würdigung gemäß BGB dazu:

Hier liegt ein Verbrauchsgüterkauf (BGB §§ 474 - 479) vor, da ein Verbraucher etwas von einem Unternehmer kauft (in den meisten Fällen schätzen die Gerichte Züchter, die so viele Katzen haben, als Unternehmer ein).

Zeigt sich innerhalb der ersten Monate ein Sachmangel, so wird vermutet, dass die Sache bereits bei Gefahrübergang (also als der Kater zu Deinen Bekannten kam, ab da geht die Gefahr über) mangelhaft war (§ 476 BGB).

Der Unternehmer muss nun vorrangig Nacherfüllung leisten, d. h. Reparatur/Nachbesserung (§ 437, Absatz 1 bzw. § 439 BGB - das wären Tierarztkosten gewesen, falls das noch möglich gewesen wäre) oder eben mangelfreie Ware liefern (d. h. ein "neues" Kitten). Die Nacherfüllung hätte verweigert werden können, falls sie mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden gewesen wären.

Nur wenn die Nacherfüllung fehlschlägt, d. h. auch das neue Kitten "fehlerhaft" ist, haben Deine Bekannten das Recht auf Rücktritt vom Kaufvertrag (§ 323, 326 Absatz 5, § 440 BGB) - die Nacherfüllung ist im neuen Schuldrecht, das zum 01.01.2002 in Kraft trat, absolut vorrangig vor der Rückabwicklung des Kaufvertrages.

Das hört sich alles ganz schrecklich an, ist aber die juristische Lage nach Zivilrecht. Schaut mal bitte im Kaufvertrag nach, ob hier zugunsten des Käufers günstigere Klauseln (also die Möglichkeit, sofort unter ALLEN Gewährleistungsrechten zu wählen und nicht erst die Nacherfüllung abzuwarten) eingepflegt wurden. Wenn nicht, sind die Chancen Deiner Bekannten, sofort ihr Geld wieder zu bekommen, nicht prickelnd gut (-leider-).


Dass übrigens Maine Coons aus Zuchten genetisch gesünder sein sollen, halte ich in sehr vielen Fällen für ein sehr trauriges Gerücht. Habe selber nen Coonie zuhause und was ihm so an "schlechten" Genen mitgegeben wurde, möchte ich jetzt gar nicht auflisten. Ich kämpfe wirklich wacker, um ihn ein möglichst langes, gutes Dasein zu ermöglichen. Habe ihn auch nicht vom Züchter, sondern von ner Zwischenhändlerin, die ihm wohl das Fell über die Ohren hätte ziehen lassen, weil er wo überflüssig geworden war (die Leute hatten sich in der Rasse "vertan" und wollten "eigentlich" ruhige Perser :rolleyes: ). Habe den Buben da rausgekauft - ich für meinen Teil würde immer nur Notfälle haben wollen, da es davon einfach zuviele gibt. Habe auch einige Leute in der Umgebung, die sich Coonies von Züchtern geholt haben und fast alle haben gesundheitliche Probleme, die durchwegs auf "schlechte" Gene zurück zu führen sind. Solange eine Moderasse "auf Masse" gezüchtet wird, bleibt die Qualität wohl sehr oft auf der Strecke - zum großen Nachteil der Tiere.

Liebe Grüße,
Sylvia

MickeyIM
08.12.2005, 15:39
Hallo,

Zeigt sich innerhalb der ersten SECHS Monate ein Sachmangel, so wird vermutet, dass die Sache bereits bei Gefahrübergang (also als der Kater zu Deinen Bekannten kam, ab da geht die Gefahr über) mangelhaft war (§ 476 BGB).



Oups, :man:, hatte eines der wichtigsten Worte der ganzen Abhandlung vergessen. Die Dauer der Beweislastumkehr beträgt 6 Monate - die Gesamtdauer der Gewährleistung übrigens 24 Monate. Ab dem 7. Monat steht allerdings der Käufer dann wieder in der Beweispflicht.

Liebe Grüße, Sylvia

schnurrli
09.12.2005, 01:09
Hallo,
neben den juristischen Sachen, mal was zum Trost:

Die Gefahr, dass auch das Birmakätzchen erkrankt, ist sehr, sehr gering. Es wird jetzt wohl erst mal einen erhöhten Coronawerte haben. Die gehen im laufe der Zeit aber wieder runter. FIP ist eben keine eigentliche Infektionserkrankung.

Sollte dein Freund denn doch das Ersatzkitten nehmen wollen, sollte es auf keinen Fall eins aus der gleichen Verpaarung sein!!! Bei einer anderen Verpaarung ist das Risiko geringer, so etwas noch einmal erleben zu müssen.

Sonst muss ich mich den Anderen leider anschließen. Es währe auch schwer zu beweisen, dass das Virus nicht von dem kleinen Birmchen kommt. Negative Elterntiere sagen nicht unbedingt etwas aus. Und jetzt wird es ja positiv sein.

Ich würde versuchen, an das Selbstverständnis des Züchters zu appelieren. Das Tier ist nun mal gestorben und es müsste auch für den Züchter unverantwortlich sein, ein neues Tier in einen Haushalt mit noch frischer Corona Infektion zu geben.

astrid219
09.12.2005, 19:36
Da gab es hier schon mal eine Diskusion dazu
Ist sicher lesenswert
https://forum.zooplus.de/forum/showthread.php?t=34357
:cu:

Gabi
21.12.2005, 13:18
Vielleicht auch ganz interessant:

Schon einige Monate erfreut sich Familie S. an Carolina, einer norwegischen Waldkatze. Die Rasse gilt als verspielt und ausgeglichen. Bereits ein Jahr zuvor hatte die Familie einen Kater dieser Rasse gekauft, für 550,- Euro.

Kurze Freude

Das teure Zuchttier wird sofort freudig in der Familie aufgenommen, Bilder vom ersten Abend zeigen den Kater brav und neugierig schauend auf dem Arm von Frau S., die auch erzählt, wie er schnurrte und sich offenbar wohl fühlte.
An diesem ersten Abend ist noch nicht abzusehen, was auf die Familie zukommt. Schon nach wenigen Tagen hat das Tier Schmerzen und Fieber. Frau S. geht mit ihm zum Tierarzt und hofft, dass es sich um eine vorübergehende Krankheit wegen des Umzuges handelt.
Die Hoffnung erfüllt sich jedoch nicht. Der Gesundheitszustand des Katers bleibt schlecht. Immer wieder müssen sie ihn zum tierärztlichen Notdienst bringen. Man sieht dem Tier den schlechten Zustand und die glasigen Augen an.

Trauriges Ende

Nach zahlreichen Untersuchungen kommt die traurige Diagnose. Der Kater hat eine unheilbare Bauchfellentzündung. Die Tierärztin kann dem Kater nicht mehr helfen und rät zum Einschläfern. Trotz der Trauer der ganzen Familie wendet sich Frau S. an die Züchterin, da sie für das Zuchttier viel Geld bezahlt hat.
Die Züchterin verweist jedoch auf den Kaufvertrag, in dem steht: "Verkauft wie besichtigt". Sie habe damit nichts mehr zu tun.

Käuferrechte

Beim Kauf von Tieren gilt nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) das gleiche Recht, wie beim Kauf von Sachen und damit eine Gewährleistungsfrist von zwei Jahren. Verkauft eine Privatperson aber an eine andere Privatperson, kann die Sachmängelhaftung ausgeschlossen werden.
Die Züchterin beruft sich darauf. Sie betreibe nur eine Hobbyzucht heißt es auch vorbeugend auf ihrer Internetseite.

Unternehmereigenschaft

So einfach kann eine Haftung jedoch nicht ausgeschlossen werden. Unternehmerisches Handeln liegt schon vor, wenn ein Züchter geplant und mit Wiederholungsabsicht am Markt auftritt. Das bedeutet, dass der Züchter, der mehrere Würfe im Jahr hat und verkauft, sehr wahrscheinlich unternehmerisch handelt, so die Meinung von Rechtsexperten.

Krankheitsbeginn

Noch zu klären wäre, ob der Kater schon beim Kauf krank war. Tritt ein Mangel - wie hier die Krankheit - in den ersten sechs Monaten nach dem Kauf auf, wird vom Gesetz unterstellt, dass er schon beim Kauf vorlag. Der Verkäufer müsste das Gegenteil beweisen. Da bei der Krankheit des Katers eine so genannte genetische Disposition, also eine Erbkrankheit, vermutet wird, ist eine spätere Erkrankung kaum nachweisbar.
Familie S. hat damit vor Gericht gute Chancen, möglicherweise sogar auf zusätzlichen Schadenersatz. Die Tierarztkosten belaufen sich immerhin auf mehrere 100,- Euro.


Quelle: http://www.swr.de/infomarkt/archiv/2005/12/20/beitrag5.html

aphrodite
21.12.2005, 22:17
Also Hand aufs Herz - das ist eine Katze und keine Sache! Dabei an Geld zurück oder gar an Schadenersatz zu denken - da stellt es mir echt die Nackenhaare auf. Dari hab ich auch von 'ner Züchterin - er wurde nicht mal ein halbes Jahr alt und starb an Fip. Nie im Traum wäre ich auf die Idee gekommen, das Geld zurück zu verlangen! Meine einzige Sorge galt Erik - und da war ich nicht die einzige, meine Züchterin hatte auch mächtig Angst, das Erik was passieren könnte.
Und das Kätzchen kann die Fipo auch erst durch den Umzug bekommen haben. Die Coronaviren wird es vermutlich schon vorher gehabt haben - aber durch den Stress sind sie wahscheinlich muitiert. Aber das kann einem immer passieren, davor ist keiner gefeit.

astrid219
22.12.2005, 18:52
Nun ja Grit, viele müssen sehr lange sparen um sich das Traumkätzchen zu kaufen.
Und dann wenn sies endlich haben kommt nochmal das gleiche Geld an Tierarztkosten dazu.
Da es mir auch so ging kann ich sehr gut verstehen das da einige daran denken das Geld vom Züchter zurückzuholen.

aphrodite
22.12.2005, 21:28
Astrid, mir ging es genau so, und die TA-Kosten waren wirklich nicht ohne, die waren höher als wir für Dari gezahlt haben. Aber trotzdem - es ist ein Lebewesen! Mir persönlich sträuben sich da nun mal die Haare.
Ich hab den kleinen Kerl geliebt, auch wenn er nur für kurze Zeit bei uns sein konnte. Schon allein der Gedanke, das Geld zurückzuverlangen - nee, das hätte ihn nur zu einem Ding degradiert.
Selbst wenn das Gesetz einem vielleicht Recht geben würde... Für mich persönlich wäre es nie in Frage gekommen.

ema
24.12.2005, 10:49
Also Hand aufs Herz - das ist eine Katze und keine Sache! Dabei an Geld zurück oder gar an Schadenersatz zu denken - da stellt es mir echt die Nackenhaare auf.

Hallo und nichts für ungut,
aber das finde ich nicht - schließlich will der Züchter auch das Geld haben. Nur dadurch, daß man für ein Tier bezahlt, degradiert man es noch nicht zu einem Ding. Auch vor dem Gesetz sind heutzutage Tiere keine Sachen mehr, sondern Tiere. Ich finde nicht, daß dem Tier Unrecht getan wird, wenn man sich über die finanzielle Seite auch Gedanken macht. Auch wenn es für Dich vielleicht pervers klingt, aber wenn man ein Tier bei einem Züchter kauft, ist das ein ganz normaler Kaufvertrag.
Frohe Weihnachten,
LG ema

aphrodite
24.12.2005, 13:56
Ema, du hast mich falsch verstanden. Mir geht es nicht darum ein Tier zu kaufen - Erik und Dari habe ich schließlich auch mit Kaufvertrag gekauft. Mir geht es darum, dass Tier in dem Moment wie eine Sache anzusehen, wenn es krank wird oder sogar stirbt. Dann über Schadenersatz usw. nachzudenken - sorry, aber da sträuben sich mir nunmal die Nackenhaare. Ich bin es meinem süßen Schuldig, an so etwas nie im Leben zu denken - er war wie ein Kind für mich. Oder würde jemand bei seinem Kind auf die Idee kommen? Stell dir vor, du adoptierst ein Kind und dann wird es schwer krank - keiner würde vom Kinderheim Schadenersatz verlangen. Tja, und für mich war Dari nunmal ein Kind. Deswegen ist das für mich, als würde ich ihn degradieren.
Andere mögen es anders sehen. Für mich käme es nunmal nie in Frage.

Schöne Weihnachten :tree:

Suzanne
24.12.2005, 18:02
Ich persönlich wollte kein Geld zurückhaben - niemals. Schon der Gedanke, daß mich mein Liebling vielleicht von oben beobachtet wie ich die Scheine entgegennehme :( nach dem Motto: Bist Du nun zufrieden? Nun hast Du mich quasi "erstattet" bekommen - läßt mich schaudern.

Es ist schlimm genug, ein Tier zu verlieren, egal, ob man viel Geld "bezahlt" hat, oder es für gar kein Geld vom Bauernhof mit nach Hause genommen hat.

Ein Tier hat keinen Preis.

LG Susanne

aphrodite
25.12.2005, 11:16
Susanne :hug: du sprichts mir aus der Seele :hug:

ema
26.12.2005, 12:02
Nein, Du hast mich falsch verstanden ;-)))) Ich habe schon richtig verstanden, worum es Dir geht. Ich bleibe dabei. Auch wenn ich meine Katzen liebe wie Kinder und sicher nicht weniger, als Du Deine liebst ;-)
Wenn ich ein Tier bei einem Züchter kaufe - und das Tier stirbt kurz darauf und es war offensichtlich ein Fehler des Züchters (also, wenn mir eine kranke Katze verkauft wurde und ich darüber im unklaren gelassen wurde) - dann würde ich versuchen, mein Geld zurückzubekommen. Mir würde es dabei darum gehen, diesem Züchter zu zeigen, daß er nicht damit durchkommt. Deine Einstellung hingegen, so ehrenwert ich es auch finde, daß Du Deine Tiere nicht als Sachen betrachtest, fördert indirekt das geldgeile und tierverachtende Verhalten gewisser Züchter. (Betonung auf GEWISSER, sind nicht alle gleich.) Und bitte nicht mißverstehen: Es geht mir hier nur um die Hypothese, daß ein Züchter wissentlich kranke Tiere verkauft, und, obwohl er weiß, daß sie krank sind, dies dem Käufer verschweigt.
LG, ema

catweazlecat
26.12.2005, 16:08
Hallo Ema

da kann ich Dir nur beipflichten! Es wird sich bei solchen Zuchten nichts ändern wenn sie einfach so weitermachen können wie bisher ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.
Solange es Leute gibt die kranke Tiere - wissentlich oder unwissentlich - kaufen, werden diese Leute auch weiterzüchten. Und das zu Lasten der Tiere :-(

Guten Rutsch!

Kit
26.12.2005, 21:17
Hi,

ich denke das es eine schwierige Frage ist,ob man das Geld zurück bekommen will oder nicht. Einerseits degradiert man die Lieblinge auf ein Ding, so wie es im Gesetzt auch passiert, andererseits wird der Züchter es immerwieder machen und damit nicht nur die ganzen (werdenen) Katzenliebhaber enttäuschen oder ihre Kinder für leben schocken, sondern die armen Fellnasen haben kein langes Leben vor sicc. DAS IST NICHT GERECHT.:mad:

Ich kenne auch jemanden der sich nach dem Tod seiner Katze einen "neuen" kleinen Perserkater gekauft hat. Seine kleine Tochter (5 ober 6) hat sich super über die "neue" Katze gefreut (denn der Tod des "alten" Lieblings ging ihr nartürlich sehr ans Herz). Am ersten Tag war der kleine Kater sehr vergnügt und hat viel gespielt und am nächsten lag er frühs tod auf dem Teppich. :0( :0( :0(

Das ist doch schrecklich.:0(

Diese Züchter müsste man aus dem Weg schaffen. Sie lassen nicht nur Kitten sterben sondern zerstören auch das Verlangen nach einer Fellnase.

Meine Bekannten trauen sich gar nicht mehr sich wieder eine neue Katze zu kaufen, denn sie haben angst das sie dann die dritte tote Katze in ihrer Wohnung gesehen haben ( die erste Katze auch in der Wohnung gestorben).
Das wäre auch zu viel für die kleine Tochter.

Ich hoffe das man (vielleicht WIR) etwas an solchen Katastrophen ändern können.

Liebe Grüße Kit

ema
27.12.2005, 10:44
Es wird sich bei solchen Zuchten nichts ändern wenn sie einfach so weitermachen können wie bisher ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.
Solange es Leute gibt die kranke Tiere - wissentlich oder unwissentlich - kaufen, werden diese Leute auch weiterzüchten. Und das zu Lasten der Tiere :-(

Hallo Silke,
ja, das denke ich mir eben auch.
Dir auch einen guten Rutsch,
LG :cold: ema

mk75
27.12.2005, 11:34
Hallo,

auch wenn der Thead schon ein wenig älter ist so möchte ich doch ein paar Sätze los werden.
Klar sind Katzen Lebewesen und klar ist es sehr schlimm wenn ein junges Kätzchen so schnell über die Regenbogenbrücke gehen musst.
Aber auch ich kann mich ema und catweazlecat nur anschließen, ich würde auf jeden Fall vom Züchter Schadenersatz verlangen, damit weitere Kitten geschütz werden und weiteren Dosis solch ein Schicksal erspart bleibt. In dem man meint diesen Schritt nicht gehen zu können, weil man sich schäbig fühlt fördert man das Unglück weiterer Kitten.

Und warum sollte man sich schuldig fühlen???? Die Tatsache, dass der Liebling von oben sieht wie man für ihn Geldscheine bekommt finde ich sehr heftig, denn der Liebling könnte von oben genauso gut denken, die tuen nichts damit es meinen Geschwistern anders ergeht.

Denkt mal darüber nach, was man als Mensch tut, wenn sein Kind überfahren oder angefahren wird, wenn die Ärzt bei der Geburt einen Fehler machen und das Kind deshalb behindert ist. Viele Eltern gehen dann vor Gericht und klagen Schadenersatz ein. Ist das falsch???? Ist es falsch etwas finanzielle Absicherung zu haben, weil jemand einen Fehler gemacht hat.
Ist es falsch dem Züchter mit seiner Forderung zu zeigen, hey überprüf mal welche Katzen du paarst???
Ein verantwortlungsvoller Züchter würde in meinen Augen unaufgefordert das Geld zurückerstatten und die Eltern kastrieren lassen und keine weiteren Kitten bekommen lassen. Ein verantwortlungsvoller Züchter würde aber auch nie mit Corona infizierten Katzen züchten..... um ein solches Risiko erst gar nicht ein zu gehen. Dies tun nur "Vermehrer" und denen muss aufgrund solcher Vorfällen das Handwerk gelegt werden, egal wie nett diese Menschen sind. Vielleicht tun sie es nur aus Unwissenheit, aber dies schütze nicht vor Strafe.

Es klingt jetzt alles ziemlich hart und ihr denkt vielleicht was ist das für ein Mensch, ich sag zu Fip nur soviel, 2 Kater meiner besten Freundin sind dieses Jahr daran gestorben und ich musste 10 Kitten zu ihrem letzten Weg zum TA wegen dieser Krankheit begleiten. Fip kann nur dann in Zukunft wieder eingedämmt werden, wenn Corona infizierte Katzen kastriert werden und sich nicht weiter vermehren. Vielleicht sollte man auch mal daran denken.

Viele Grüße
Micha

aphrodite
27.12.2005, 13:25
So, das ist jetzt mein letzter Komentar hierzu. Und ich komme mal auf den Ausgang zurück - es ging hier um ein Kätzchen, das an FIP starb. FIP ist eine Krankheit, die noch nahezu unerforscht ist bzw. über die trotz intensiver Forschung noch nicht viel rausgekommen ist. Das einzige, was man weiß - harmlose Coronaviren mutieren - warum? wie? wann? warum nur bei einigen Katzen? Man weiß es nicht! Tja, und da liegt doch das "Problem" - das das Kätzchen die harmlosen Coronaviren hatte, ist doch nicht so schlimm - und wann sie mutiert sind - tja, das kann man nicht nachweisen, man wird es also nie erfahren ob sie beim Züchter bereits oder erst beim neuen Katzenbesitzer mutiert sind. Außerdem ist FIP nur einwandfrei am toten Tier bei einer Obduktion nachweisbar. Die Krankheit kann schleichend auftreten oder rasend schnell... alles viel zu viele "Kanns" und viel zu viele ungeklärte Fragen. Sorry, aber ob eine Katze an FIP erkrankt oder nicht - da kann kein Züchter was für!
Und wenn es um Schadenersatz geht und wirklich jemand vor Gericht ginge - sorry, aber wenn der Richter sich richtig mit der Frage der Kranlkheit und der Nachweisbarkeit auseinander setzt, hat man dann wohl kaum eine Chance.

So, und jetzt ist das Thema für mich gegessen.

mk75
27.12.2005, 14:19
Hallo aphrodite,

ich gebe dir in jedem Falle recht, nur dass man mittlerweile einige Faktoren kennt, die zum Ausbruch von FIP führen. (Stress, Krankheiten im Kittenalter wie Katzenschnupfen, Kastration, schwaches Immunsystem und eventuell ein Gen-Defekt, der wiederum nur durch nicht weiterzüchten entkräftet werden könnte)
Wie kompakte das Thema ist, weiß ich nach diesem Jahr.
z.B. müssen die Kitten einer Corna infizierten Katze nach ein paar Tagen "weg genommen" werden und mit Flasche aufgezogen werden, da die Coronavieren nach der Erstmilch über die Muttermilch auf die Kitten übertragen werden.
Trotz allem sollte mit einer Corona positiven Katze nicht gezüchtet werden.
Ich weiß nicht wie catweazlecat als Züchterin das sieht, es gibt bei den Zuchtverbänden verschiedene Auflagen, wo beschrieben ist welche Tiere aus einer Zucht auszuschließen sind. Ob dort nun Corona infizierte Tiere dabei sind, kann ich als Nichtzüchter nicht beurteilen. Denke aber, dass jeder verantwortungsvolle Züchter das von sich aus tun würde.

Ich kann dich verstehen, dass dir das ganze sehr nahe geht, aber nach dem Schmerz sollte als nächstes der Schritt kommen, solche Geschichten in Zukunft zu vermeiden bzw. zu unterbinden. Warum gab es vor vielen Jahren unter den Züchtern kaum Katzen die an FIP starben??? Es waren zum größen Teil nur Hauskatzen betroffen, wenn man ein Coronafreies Kitten wollte war man beim Züchter in besten Händen, da die Züchter großen Wert auf kerngesunde Katzen gelegt haben, heute sind immer mehr Zuchtkatzen davon betroffen, weil (gerade bei den Maine Coons) der Zuchtboom ausgebrochen ist, wir hatten dieses Jahr hier im Forum einige davon und das ist in meinen Augen nicht richtig.

Vor allem wenn man bedenkt wie schwer ein Mensch mit dieser Last zu tragen hat, meine besagte Freundin, die 2 Kater an FIP innerhalb von 3 Monaten verloren hat, traut sich bis heute nicht (7 Monate) später ihrer Kätzin wieder einen Spielpartner zu holen. Dieser Schaden den diese schreckliche Krankheit angerichtet hat, kann man kaum "heilen" und gerade deshalb weil immer mehr Katzen an FIP auf grauenvolle Art und Weise sterben muss das oberste Gebot eines Züchters sein, nur mit Coronafreien Tieren zu züchten. Es ist schlimm genug, dass man bei den Hauskatzen mit diesem Risiko immer leben muss.
Du denen auch ich gehöre, aber genau deshalb würde ich es nie zulassen, dass sich meine beiden vermehren. Ich habe bereits vor 15 Jahren einen Kater durch FIP verloren und weiß deshalb wie schlimm das ganze ist.

Hallo Schlumpf_82, wie haben deine Bekannten sich entschieden?

Viele Grüße
Micha

Suzanne
27.12.2005, 17:41
Und warum sollte man sich schuldig fühlen???? Die Tatsache, dass der Liebling von oben sieht wie man für ihn Geldscheine bekommt finde ich sehr heftig, denn der Liebling könnte von oben genauso gut denken, die tuen nichts damit es meinen Geschwistern anders ergeht.

Denkt mal darüber nach, was man als Mensch tut, wenn sein Kind überfahren oder angefahren wird, wenn die Ärzt bei der Geburt einen Fehler machen und das Kind deshalb behindert ist. Viele Eltern gehen dann vor Gericht und klagen Schadenersatz ein.

Dieser Vergleich hinkt in meinen Augen - was haben CoronaViren und ein überfahrenes oder angefahrenes Kind gemeinsam???:confused: :mad: Absolut gar nicht.

Ich schließe mich Grit an und werde hier auch nichts mehr zu diesem Thema posten. Mein letztes Posting war meine persönliche Meinung - nicht mehr und nicht weniger. Man muß nicht mit jeder Meinung konform gehen - aber derartige Vergleiche hinzuzuziehen............

Grüße Susanne

Suzanne
27.12.2005, 19:08
Eines kann ich mir nun doch nicht verkneifen - die Vergleichsargumente und das Wort Schadenersatz.

Schadenersatz sollte man differenzieren - wo ist ein Schaden entstanden und wie zu "ersetzen"?

Weils gennannt wurde: Jemand, der durch Schuld eines Anderen angefahren wurde - ja der soll Geld bekommen.

Jemand der durch Fehler anderer behindert zur Welt kam - ja, der soll Geld bekommen.

Ein Ehepaar, welches durch Verschulden eines anderen ums Leben kommt und Waisen zurückläßt - auch hier würde ich klagen.

Ein Kind, welches getötet wird z. B. im Straßenverkehr durch zu schnelles Fahren/Alkoholeinfluß etc - der soll seine juristische Strafe bekommen. Warum soll er mir "Schadenersatz" zahlen? Was soll ich mir davon kaufen?

Das wollt ich noch loswerden.

Grüße Susanne

ema
28.12.2005, 09:02
Ich hatte ausdrücklich geschrieben:


bitte nicht mißverstehen: Es geht mir hier nur um die Hypothese, daß ein Züchter wissentlich kranke Tiere verkauft, und, obwohl er weiß, daß sie krank sind, dies dem Käufer verschweigt.

Leute, lest doch mal richtig .........
LG :snow: ema

mk75
28.12.2005, 09:04
Ich nehm meine Vergleiche sowie das Wort Schadenersatz zurück.
Jeder hat seine Meinung zu diesem Thema und das ist auch ok.
Die ursprüngliche Frage hier war ja auch nicht, ob man diesen Schritt gehen sollte sondern viel mehr wie man das umsetzen kann.

Ich war sicher etwas hart in meinen Worten und das tut mir leid, aber wenn man innerhalb von 5 Monaten 12 Katzen an FIP sterben sieht, dann wird der Hass auf diese Krankheit sehr groß. Vor allem wenn man vom Arzt gezeigt bekommt wie das Tier nach dem Tode von innen aussieht, was die Krankheit äußerlich mit den Katzen macht ist schon schlimm aber dass die Inneren Organe sich einfach auflösen das ist weit aus schlimmer wenn man sich vorstelle wie schmerzhaft das sein muss.
Außerdem habe ich bei allen 10 Kitten die "Erfahrung" gemacht, dass diese Krankheit wenn sie bei Kitten ausbricht schon vor der 10 Lebenswoche von außen sichtbar ist, da diese Kitten einfach "anders" aussehen und da der Kleine bereits 3 Wochen nach seinem umzug ins neue Zuhause verstarb, kann es schon gut sein, dass der Züchter den Krankheitszustand hätte "sehen" können. Bricht die Krankheit bei älteren Tieren über einem Jahr aus, so ist es völlig anders. Auch wenn bei beiden zum schluß der grausame Tot steht.

Das wars jetzt auch von mir, das Thema FIP wühlt mich aus den eigenen Erfahrungen heraus einfach zu sehr auf und diese Krankheit hätte weniger Chance sich so extrem zu verbreiten, wenn man bewußter damit umgeht. Die Aussage dagegen kann man nichts machen stimmt so nicht ganz. Man ist sicher machtlos wenn die Krankheit bei einer Katze ausbricht, aber genau deshalb hilft hier nur die Vorsorge.

Viele Grüße
Micha

Steffi L.
28.12.2005, 20:10
Hallo Micha, also ich wage es zu behaupten, dass es wohl wenn überhaupt sehr wenige Katzenzuchten in Deutschland gibt, bei der alle Katzen Coronaviren frei sprich der Titer dauerhaft bei 0 ist. Und auch bei dieser Tatsache streiten sich die Gemüter, ob ein 0-Titer gut ist. Wenn wir nach dem Titer gehen würden, dann dürfte in Deutschland wohl kaum mehr einer züchten. Selbst meine vier Katzen haben Titer, wenn auch kleiner 1:25, aber einen Titer haben sie. Viele Grüße Steffi

VelvetKitty
28.12.2005, 21:34
Also, es geht hierbei ja auch darum, dass 550 EURO für ein heiß ersehntes Kätzchen viel Geld ist. Dass die Züchterin evtl. nicht wusste, ob die Katze krank ist oder nicht, kann ihr auch nicht 100 % angelastet werden, aber die Tatsache, das sie 28 Katzen hat und damit sicherlich die Übersicht verloren hat über das Befinden der Tiere, das kann ihr zu Lasten gelegt werden, es ist eine unverantwortungslose Zucht. Und es ist das gute Recht, diese 550 EUR zurück zu holen, allein damit könnte (!!) man bewirken, dass diese unseriöse Züchterin mal darüber nachdenkt, was sie da tut, dass es mit Tierliebe nix mehr zu tun hat! Und einen Unfallfahrer, der das eigene Kind überfährt würde man (nicht jeder!) auch zur Verantwortung ziehen, obwohl das wirklich zwei total unterschiedliche Fälle sind, aber auf dasselbe rauslaufen. Hallo :rolleyes: - werdet mal wach! 550 EUR und ein gebrochenes Dosi-Herz sind jawohl viel!! Die Hälfte des Geldes würde ja schon reichen, um der sogenannten Züchterin mal ordentlich einen Denkzettel zu verpassen. Es geht ja nur darum, dass man solchen Leuten mal zeigt, dass es so nicht geht und das es keine Tierliebe ist! Das ist wohl auch "Hinterhof-Massenzuchthaltung" gewesen, auch wenn es den Anschein nicht gemacht hat. Zudem hatten die Leute,die die Katze gekauft hatten, noch gar nicht genug Erfahrung bezüglich Katzen, das ist ja doppelt traurig, die wurden anscheinend nicht genug beraten und ähnliches. Der Züchterin muss man die Krallen zeigen, das ist doch zum Reihern, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!!!!!!

@ Schlumpf: Gibt es was Neues??

Lieben Gruß :)

VelvetKitty
28.12.2005, 21:46
Sorry, ich habe hier unterstellt, dass die Person, die den MC-Kater gekauft hat, keine Erfahrung mit Katzen hat. Da war ich etwas dusselig oder in einem anderen Film. Sorry!:floet:

Wolfsblut
07.01.2006, 15:01
Hallo, auch meine erste Maine Coon verstarb nach nicht einmal 3 Wochen, nachdem ich sie bei einem Katzenzüchter gekauft hatte, an FIP, d. h., ich musste den Kater einschläfern lassen. Leider ist in den meisten Kaufverträgen der Passus enthalten, dass es keine Geldrückerstattung gibt. In meinem Falle willigte die Verkäuferin zunächst ein, das Geld zurückzuerstatten, was sie mir auch schriftlich versicherte, um schlussendlich dann doch nicht zu zahlen (plötzlich erreichten mich mehrere Mails ihrerseits, es hätten sich ihre Lebensumstände gravierend verändert, sie könne das Geld nicht zahlen ...). Ich habe den Kater heiß und innig geliebt, obwohl wir nur 3 Wochen zusammen hatten, und er von Anfang an krank war (begonnen hatte die FIP mit einer Bindehautentzündung, und die hatte er schon, als ich ihn beim Züchter abholte). Wer einmal eine Katze in seinen Armen quasi vor sich hinsterben sehen muss mit FIP, die ja unheilbar ist, weiß um das Leid: des Tieres, des völlig hilflosen Besitzers. Ich habe mich im Anschluss über die Krankheit, die mir zuvor völlig unbekannt war, ausführlichst belesen und stellte erstaunt beim Studium darüber fest, dass es sich um eine völlig individuell entartende Erkrankung handelt, die beim einen Tier lediglich einen harmlosen Durchfall mit sich bringt, während ein anderes, so, wie mein Kater, die genetische Disposition (vergleichbar mit der für Krebs!) eine Bauchwassersucht (trocken oder feucht) entwickelt und im Anschluss daran verstirbt. In etwa 90 % (eher mehr) der Katzen haben mit dem auslösenden Virus Kontakt, während ein ganz geringer Prozentsatz die tödliche Krankheit entwickelt. Der vorhandene Impfstoff ist meines Erachtens vollkommen unnütz, da das Vorhandensein der genetischen Disposition im einzelnen Tier Voraussetzung für den Krankheitsverlauf ist, und dagegen schützt keine Impfung (wie es ja auch keine gegen Krebs prophylaktisch gibt).

Zur Frage an sich der Geldrückerstattung schließe ich mich den Vorrednern an: eine Biopsie bzw. Bescheinigung des Tierarztes über die Erkrankung und der Totenschein sind dem Verkäufer zuzusenden. Auch in meinem Falle wollte die Züchterin mir zunächst ein anderes Kitten aus einem neuen Wurf von sich geben, aber in Anbetracht der Tatsache, dass sie weiterhin mit der Mutterkatze züchtet, von der mein Kater kam, und es sich, wie geschrieben, um eine genetische Disposition handelt (daher hochgradig verantwortungslos, mit dieser Katze weiterzuzüchten!), habe ich davon abgesehen.
Gibt es keine Einigung über die Erstattung des Preises, würde ich mich mit einem Rechtsanwalt unterhalten über die Chancen eines Prozesses. Nach dem Leid allerdings, das man in der Krankheitszeit des Tieres ausstehen musste, bedeutet das weiteren Ärger und Stress, wofür die Kraft erstmal aufzubringen ist.

cobra
21.01.2006, 02:45
bedeutet das weiteren Ärger und Stress, wofür die Kraft erstmal aufzubringen ist.Kann ich verstehen, ich hoffe nur, dass dabei auch noch genug Wut vorhanden ist, um es trotzdem durchzuziehen - nicht wegen dem Geld, sondern wegen den Leiden des Katers.

Der vorhandene Impfstoff ist meines Erachtens vollkommen unnütz, da das Vorhandensein der genetischen Disposition im einzelnen Tier Voraussetzung für den Krankheitsverlauf ist, und dagegen schützt keine Impfung (wie es ja auch keine gegen Krebs prophylaktisch gibt).Ich verstehe, dass Du frustriert bist, aber da hier jede Menge Katzen-Halter mitlesen, sollte man diese Impfung nicht schlecht reden und schon gar keine Falschinformationen verbreiten, denn die Impfung ist enorm wichtig!
Der Vergleich mit dem Krebs hinkt im uebrigen sehr stark - bzw. er ist schlicht unangebracht. HIV trifft es eher, auch wenn der Virus-Typus nicht vergleichbar ist.
FIP wird durch einen Coronavirus ausgeloest, gegen diesen ist die Impfung wirksam. Die genetische Veranlagung spielt zwar eine grosse Rolle, ist aber erst entscheidend, wenn der Koerper ungeschuetzt befallen wird.
Krebs kommt von Innen, FIP kommt von Aussen, und nach aussen hin kann man einen Schutz durch die Impfung aufbauen.

aphrodite
21.01.2006, 13:31
Eigentlich wollte ich zu dem Thema ja nix mehr sagen, und deswegen nur so viel:
Der vorhandene Impfstoff - wobei von einer Impfung im eigentlichen Sinne nicht geredet werden kann, es handelt sich schließlich um eine Flüssigkeit, die nicht geimpft sondern der Katze auf die Nase getröpfelt wird - ist selbst unter TA's umstritten. Es sind nachweislich viele Katzen, die geimpft wurden, an FIP erkrankt. Die Frage wäre nur: trotz oder gerade wegen dem Impfstoff?
Selbst unsere gute Frau Doc hat mir, als sie noch bei Zooplus war, von der Impfung abgeraten.
Und zum Thema Coronavirenfreie Zucht - also die will ich sehen - gibt es garantiert so gut wie nicht. Warum sollten gerade die Zuchten frei sein von Coronaviren, wenn doch knapp 90% aller Katzen mit dem Virus schon mal in Kontakt kamen?