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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Positives und Negatives bei Homöopathie und Schulmedizin



michi2
04.08.2005, 16:51
Wie wärs denn einfach damit?

Hier könnten wir uns doch mal austauschen, was es Positives bei der Homöopathie zu berichten gibt wie auch Negatives und genauso bei der Schulmedizin.

LG Michaela

ema
04.08.2005, 17:13
OK :) Ich fange mal an. Auch wenn es eigentlich nicht nötig sein sollte, sage ich gleich vorab, daß es sich nur um meine persönliche Meinung handelt, nichts zu bedeuten haben muß, und ich nicht als Zielscheibe für irgendwelche Aggressionen dienen will, bloß weil ich meine Meinung sage und jemand anders vielliecht anderer Meinung ist. OK? ;)

"Schulmedizin"
Vorteile: wissenschaftlich erprobt - Erkenntnisse aus Studien, Untersuchungen sowie "empirisch" (Erfahrungswerte von langjährig Praktizierenden) - Wirkungsweise nachvollziehbar + erklärbar
Nachteile: Medikamente haben oft Nebenwirkungen und der Verordnende sollte Vor- und Nachteile abwägen können und nicht nur nach Textbook Schema F verschreiben oder spritzen. Ich habe schon oft gehört, daß genau das wohl nicht passiert.
Noch ein Nachteil... die Medizin kann keine Wunder wirken und ein Lebewesen "auf Knopfdruck" wieder gesund machen. Wer mit so einer Einstellung zum Arzt geht, wird enttäuscht. Medizin kann immer nur die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützen - wenn der Körper es überhaupt nicht schafft, versagt jede Medizin.

Homöopathie
Vorteile: nicht invasiv, scheinbar "sanft", wenig Nebenwirkungen bekannt (vorausgesetzt, ein Fachmann wählt Medikament aus und wird nicht auf gut Glück ausprobiert)
Nachteile: ich kann nicht nachvollziehen, worin die Wirkung besteht - diese Verdünnungstheorie kann ich nicht nachvollziehen - es scheint wenige "handfeste Beweise" für die Wirksamkeit zu geben - Anekdoten und Hörensagen von Heilungen bei Freunden rechne ich nicht zu den Beweisen (ich lese lieber korrekt durchgeführte wissenschaftliche Studien) - und wie Michaela im andren Thread bereits erwähnte, gibt es viele Scharlatane, die sich mit dem Etikett "alternativ" auf billige Art ihre Miete verdienen wollen.


Mein persönliches Fazit ....... ich würde immer erst den normalen Weg der Medizin zur Behandlung wählen, erst wenn dies versagt, würde ich zu Naturheilpraktikern gehen. In der Verzweiflung, wenn gar nichts mehr hilft, tut man alles und ich spreche mich auch nicht davon frei, daß ich dann auf die allerfragwürdigsten und unerprobtesten Mittel zurückgreifen würde. Aber solange es irgend geht, würde ich lieber zu meinem konservativen Tierarzt gehen.

Katzenmammi
04.08.2005, 18:07
Ich habe eigentlich gute Erfahrungen mit der "Naturmedizin" gemacht. Sowohl Akupunktur als auch BB (obwohl ich da überhaupt nicht von überzeugt war - und dann kam ganz schnell eine Wirkung) und Homöopathie. Die Erkenntnisse der Schulmedizin sind enorm wichtig, denken wir nur mal an die Behandlung von Herzinfarkt und Diabetes (daran sind die Leute bis vor gar nicht so langer Zeit gestorben) oder die simple Blinddarmentzündung, die operiert werden muß. Oft sehe ich es als sehr positiv, wenn sich Schulmedizin und Naturheilkunde ergänzen können. Das eine sieht die unmittelbare Krankheit, das andere auch das Drumherum. Das gilt persönlich für mich sowohl für die Human- wie auch für die Tiermedizin.

Gruß

michi2
04.08.2005, 18:30
So jetzt schreib ich mal ein bißchen was dazu und das ist, wie Ema auch schon erwähnt hat, meine ganz persönliche Erfahrung und Meinung.

Ich hab mich bis vor einen gutem Jahr nicht großartig mit Homöopathie beschäftigt, mehr so am Rande. Ich bin ein Mensch, der noch nie gerne allopathische Mittel geschluckt hat, nur wenn es unbedingt sein muß. Bei meinen Katzen hab ich mir darüber gar keine Gedanken gemacht, ich war der Meinung, der Tierarzt hat recht, er oder sie hat ja schließlich studiert und weiß, wovon er oder sie spricht.
Dann wurde ich eines besseren belehrt, was das angeht.

Angefangen hat das ganze letztes Jahr nach Pfingsten 2004. Molly, eine immer lustige, quietschfidele 1 1/2 jährige Schildpattdame, war von einem Tag auf den anderen plötzlich viel zu ruhig. Ich muß dazu sagen, ich bin etwas sensibilisiert, weil meine frühere Katze Frieda FIV hatte und ich sie nach kurzem hartem Kampf Ende Dezember 2002 gehen lassen mußte. Schon Ende Oktober 2002 erkrankte meine damalige Katze Olga mit 17 1/2 an akutem Nierenversagen. Ich mußte mich innerhalb von 1 Tagen entscheiden, was ich mach und hab sie dann in den Himmel geschickt. Also innerhalb von 2 Monaten beide Katzen (Frieda war 14 1/2), das tat sehr weh.
Also hatte ich Schiß um meine neuen Katzen, irgendwie verständlich. Das hatte auch den Vorteil, daß ich sie intesiv beobachtete und das war wohl das Glück, daß mir sofort auffiel, daß mit der Molly was nicht stimmt. 2 Tage später fing sie an zu erbrechen, auch Nahrung. Futtern wollte sie auch nicht mehr richtig. Irgendwie hatte ich den Verdacht, daß sie sich mit irgendwas vergiftet hat.
Meinen Verdacht hab ich meiner TÄ geschildert. Sie hat ihn mir bestätigt, diese Vermutung hatte sie auch. Molly und Lilly sind Freigängerkatzen, hinterm Haus ist ein großes Maisfeld.
So kurzer Rede, langer Sinn: Ich mußte über mehrere Monate verschiedene AB geben, mal für den Magen wegen angeblich Helicobacter, dann wegen Colitis, dann wegen V. a. Hämobartonellose, weil der Hämatokritwert zu niedrig war. Es wurde nie richtig besser. Mal war ihr schlecht vom AB

michi2
04.08.2005, 18:46
Mir ist der PC abgestürzt, ich war noch gar nicht ganz fertig.

Mal war Molly schlecht vom AB, dann hatte sie Blut auf dem Stuhl. Gefuttert hat sie auch nicht mehr richtig. Dann wurde auch noch der Verdacht auf Pankreatitis gestellt, weil sie unverdaute Nahrung wieder erbrochen hat. Laut meiner TÄ kann man das bei Katzen im Blut nicht richtig feststellen, geht wohl nur über eine Biopsie, Kostenpunkt mind. 25,0 bis 300,00 Euro und nur in Narkose. Das wollte ich meiner Maus nicht antun.
Da empfahl mir meine Arbeitskollegin meine THP.
Sie hat Molly erstmal richtig entgiftet mit Nux Vomica und Okoubaka über mehrere Tage. Für die Nieren bekam ich Renes Viscum Amp. Dann machten wir eine spezielle Urinanalyse nach einem Kristallisationsverfahren (sehr interessante Untersuchung - ich hab sie auch gemacht und bei mir kamen Sachen raus aus 10 ml Urin, die keiner wußte, z. B. meine Schilddrüsenprobleme). Mollys Befund: Hoch akute Pankreatitis, chronisch entzündete Nieren - Filtrationsschwäche (beim TA waren die Werte alle in Ordnung), total übergiftetes Mesenchym (Bindegewebe ist ganz wichtig füs Immunsystem, wußte ich bisher nicht).
So es wurde ein spezieller Behandlungsplan erstellt, der über mehrere Monate ging.
Fazit: 4 Monate TA-Behandlung - Molly gings mehr schlecht als recht, keine Besserungstendenz, eher Verschlechterung.
6 Monate THP-Behandlung - meine Maus ist wieder ganz gesund und ganz die Alte. Quietschfidel wie es sein soll.
Ich bin zutiefst enttäuscht von meiner TÄ. Ich bin auch der Meinung, wenn Molly gleich richtig entgiftet worden wäre, dann wären die ganzen nachfolgenden Erkrankungen nicht passiert. Magen - Bauchspeicheldrüse - Darm das kam alles vom Gift, das sind die typischen Erkrankungen dafür.
Ich hab mich weiter informiert und soviel gelesen, wo TÄ echten Bockmist gebaut haben, nicht nur bei mir. Ich kenn einige Leute. Da kann man einfach nicht mehr richtig vertrauen.
Ich vertrau meiner THP und damit bin ich bisher sehr sehr gut gefahren. Molly kann es bestätigen. Miau.

LG Michaela

Mullemiez
04.08.2005, 18:55
Hi,
das ist ein SEHR interessantes Thema.

Ich halte von der Homöphatie sehr viel, ganz einfach aus dem Grund, weil sie meinen Katzen hilft. Es sind zwar "nur" Zuckerkügelchen oder Pflanzenauszüge, aber wenn ich sehe, dass sich Krankheitssympthome verringern, nach dem ich sie homöophatisch behandelt habe und meine Katzen vorher nicht gelesen haben, was sie da bekommen;) es also kein Placeboeffekt eintreten kann, muss da etwas dran sein.

Allerdings halte ich die Schulmedizin weiterhin für unabdingbar, da einige Krankheiten nun mal nicht homöophatisch zu behandeln sind.

Noch besser finde ich allerdings TCM. Da wird noch mehr darauf eingegangen, woher und warum die Krankheit gekommen ist, also Ursachenforschung betrieben. Das halte ich für ungemein wichtig und das wird in der Schulmedizin leider kaum gemacht.

Ein Superthema Michaela:cu:

Struwwl
04.08.2005, 18:56
Du Michaela, kannst du mir mal sagen welches Bindegewege das sein soll? Ich arbeite in der NEM-Brache und kenne mich in dieser Richtung ein kleines bisschen aus, aber meiner Meinung nach und laut Google ist "Mesenchym" das Gewebe von Embryos, aus dem später der Körper entsteht (Knochen, Organe...).

Sorry, auch wenn es ein bisschen off-topic ist, aber ich hinterfrage gerne solche Sachen, da ich dem Gesundheitszustand meiner zwei Fellnasen immer noch nicht traue und übervorsichtig bin. Spiele nämlcih auch mit dem GEdanken mal zu einer THP zu gehen...

michi2
04.08.2005, 18:58
Sollte 250,00 heißen. Irgendwie blöd, daß man nach 5 min. nicht mehr editieren kann. Macht nix.

Ich hab noch was rausgefunden und deshalb bin ich jetzt erst recht stinkig auf meine frühere Tierärztin.
Ich fand durch Zufall im Internet eine Seite, in der Laborwerte sehr gut beschrieben sind. War dieses Jahr an einem der beiden Do.-Feiertage.
Bei der Molly bestand ja der Verdacht auf Hämobartonellose. Meine TÄ meinte, Zecken übertragen diese Krankheit. Flöhe wohl auch, hab ich zwischenzeitlich gelesen. Molly hatte weder Zecken noch Flöhe, da hab ich vorgesorgt. Könnte wohl auch von Katze zu Katze übertragen werden. Gut Lilly hatte ab und zu eine Zecke. Ich mußte auf Verdacht Doxicyclin geben, obwohl der Befund noch nicht da war. Das hat mir schon etwas gestunken. Der Befund war dann negativ.
So, bei diesen Erklärungen der Laborwerte stand u. a. bei Hämatokrit dabei, Erniedrigung kann passieren bei toxischen Schäden durch Vergiftungen! Bums. Molly hatte eine Vergiftung, wir vermuten Rattengift. Der Nachbar hatte in seinem Komposthaufen Rattengift ausgelegt. Fand ich im Herbst raus.
Ich war stinkesauer. Ich bin der Meinung, daß ich meine Katze über Monate sinnlos mit AB vollstopfen mußte, das alles nur noch schlimmer gemacht hat.

So jetzt hör ich auf.

michi2
04.08.2005, 19:00
Original geschrieben von Struwwl
Du Michaela, kannst du mir mal sagen welches Bindegewege das sein soll? Ich arbeite in der NEM-Brache und kenne mich in dieser Richtung ein kleines bisschen aus, aber meiner Meinung nach und laut Google ist "Mesenchym" das Gewebe von Embryos, aus dem später der Körper entsteht (Knochen, Organe...).

Sorry, auch wenn es ein bisschen off-topic ist, aber ich hinterfrage gerne solche Sachen, da ich dem Gesundheitszustand meiner zwei Fellnasen immer noch nicht traue und übervorsichtig bin. Spiele nämlcih auch mit dem GEdanken mal zu einer THP zu gehen...

Oje, richtig erklären kann ich es nicht, kann auch sein, daß ich das falsch beschrieben hab. Ich kapier das als nicht so genau. Ich weiß nur, das Mesenchym ist wohl so das "Drum herum" um die ganze Organe usw. Ich kanns nicht richtig erklären, frag aber nochmals meine THP und schreibs mir mal richtig auf. Ich weiß nur, das es wichtig sein soll für das Immunsystem, nur wie genau, muß ich nochmals nachfragen.

Das mit Übervorsichtig hat der Molly wahrscheinlich das Leben geretten. Bin ich davon überzeugt.

michi2
04.08.2005, 19:05
Original geschrieben von Mullemiez
Hi,
das ist ein SEHR interessantes Thema.
Ein Superthema Michaela:cu:

Ich hab halt jetzt in 4 Monaten soviel Negatives selber erleben müssen und wenn ich sehe, wie gut die "Zuckerkügelchen" geholfen haben und immer wieder helfen, dann bin ich froh, daß ich diesen Weg eingeschlagen hab.

Natürlich ist die Schulmedizin auch sehr sehr wichtig, ohne die geht es auch nicht. Am besten wäre es einfach meiner Meinung nach, wenn alles Hand in Hand ginge und das kommt doch noch nicht sehr häufig vor.
Meine THP hatte schon öfters "Diagnosen" ausgetestet und dem TA mitgeteilt, wurde nur milde belächelt, das kann nicht sein. Am Ende mußten dann aber die TÄ meist feststellen, daß sie doch recht hatte. Komisch, nicht?

Mir liegt sowas einfach am Herzen, meine Erfahrungen zu berichten, um manchen vielleicht die Entscheidung leichter zu machen, es evlt. auch alternativ zu versuchen.

michi2
04.08.2005, 19:09
Hab grad meine THP schnell wegen Mesenchym gefragt:

Also Bindegewebe oder genauer gesagt, Mesenchym ist wichtig für die Blutbild, sozusagen auch für das Immunsystem. Ganz grob ausgedrückt, all das was auch um die Organe herum ist.
Im Psychrembel wird auch nicht so richtig erklärt.

Vielleicht kann sonst noch jemand es genauer erklären. Ich weiß eben nur, ein gesundes Mesenchym ist wichtig für ein gesundes Immunsystem.

Michaela

ema
04.08.2005, 19:13
Ich habe persönlich sehr schlechte Erfahrungen mit einer Tierhomöopathin gemacht ........ die mich monatelang immer wieder in die Praxis zitierte und meinem Tier ein Medikament nach dem anderen verordnete. Der Zustand meines Katers verbesserte sich dabei nicht (ich war wegen Gingivitis hingegangen, die mein TA nicht schulmedizinisch sinnvoll behandeln konnte). Das Zahnfleisch sieht heute noch genauso aus, nicht besser, nicht schlimmer. Kurz nach Abschluß der "homöopathischen" Pfuscherei dieser Frau bekam mein Kater sein Asthma. Zufall oder nicht, sei dahingestellt; das werde ich nie herausfinden. Ich bin jedenfalls vorsichtig geworden und gehe mit meinen Tieren lieber zu meinem guten Tierarzt, der seine Grenzen kennt, anstatt mir mein Geld von Kurpfuschern aus der Tasche ziehen zu lassen. IHM vertraue ich!!
(Wiederum nur mein persönlicher Erfahrungsbericht, eigentlich unnötig, es dazuzuschreiben, trotzdem nur mal so zur Sicherheit.)
Es gibt halt immer zwei Seiten - die goldene und die dunkle.

Leah
04.08.2005, 19:14
Hallo,

sehr interessantes Thema, zu dem ich auch gerne ein paar Worte sagen möchte.

Mir ist aufgefallen, daß in der Argumentation pro Homöopathie gerne die Akkupunktur und andere "Naturheilverfahren" in einem Atemzug genannt werden.
Akupunktur und "Kräutermedizin" haben die traditionelle chinesische Medizin und andere ethnomedizinische Hintergründe (indianisch, indisch, Überlieferungen der Aborigines....) und sind zum Teil naturwissenschaftlich gut geprüft. Diese bewährten Stoffe werden von der Pharmaindustrie letztlich synthetisch hergestellt und dann in der Schulmedizin eingesetzt. Marcumar (ein Mittel zur Verdünnung des Blutes) ist ein gutes Beispiel, das einen chemischen Wirkstoff enthält, der Curare ähnlich ist, einem Pfeilgift, mit dem südamerikanische Indianer „gearbeitet“ haben.

Die Therapie mit Homöopathie und Bachblüten ist bislang mit empirischen Methoden nicht nachzuweisen. Klassische Homöopathen arbeiten mit Arzneimittelprüfungen, das heißt, sie beobachten Symptome, die ursprünglich gesunde Personen nach Einnahme bestimmter Homöopathika zeigen.

Ob ich nun an die Wirkung der Homöopathie glaube oder nicht, ist eigentlich uninteressant. Viel interessanter finde ich, wie mit diesen Substanzen umgegangen wird und da setzt meine Kritik an.
Zum einen ist die Bezeichnung „Heilpraktiker“ nicht geschützt. Jeder kann sich Heilpraktiker nennen, der eine „Prüfung“ vor dem Gesundheitsamt abgelegt hat, in der er lediglich wissen muß, was er nicht behandeln darf. Ich glaube, bei Tierheilpraktikern nicht einmal das....
Das ist natürlich ein prima Nährboden für Scharlatane.
Auch viele Schulmediziner arbeiten mit Homöopathien, meist mit Komplexmitteln, soweit ich weiß vor allem, weil viele Kunden sich das wünschen und nicht, weil sie von der Wirkung überzeugt sind.
Letztlich werden dann in Foren wie diesen tagtäglich „heiße“ Tips gegeben, welche Homöopathie bei einem selbst super gewirkt hat.
Die Mittelchen kann dann jeder preiswert in der Apotheke bestellen und so werden vielleicht nicht selten ernste Erkrankungen „verschleppt“, weil die Tierbesitzer erstmal selbst therapieren.

WENN die Homöopathie wirken sollte, wäre so eine Herangehensweise aber auch bedenklich, denn für die Auswahl des individuell richtigen Mittels ist wichtig, daß es genau auf das jeweilige Tier zugeschnitten ist. Wenn Pulsatilla meinem Kater bei Durchfall geholfen hat, muß es dem nächsten Kater noch lange nicht helfen. Im Gegenteil, im Sinne der Arzneimittelprüfung könnte es sogar großen Schaden anrichten.


:cu: Leah

ema
04.08.2005, 19:16
Hallo Leah,
ich kann Deinen Worten nur beipflichten! 100% Deiner Meinung!!
Dann möchte ich auch noch ein paar Worte zu dem Katzen-Homöopathiebuch von Dr. Wolf loswerden. Bei "richtigen" Homöopathen wird dieses Buch bestenfalls belächelt, schlimmstenfalls beschimpft. Solche "Hauruckauswahlmethoden" zur Behandlung von Krankheiten sind - ebenso wie die von Dir, Leah - angesprochenen "Tips" in Foren ("hey bei meiner Katze hat Pulsatilla prima gewirkt, probier es doch einfach auch mal, kann ja nicht schaden") nicht empfehlenswert!

Felicia
04.08.2005, 19:35
Das Prinzip der Homöopathie lautet:
Gleiches mit Gleichem heilen.

Die Homöopathie geht von einer Krankheit als Ausdruck der Störung der Lebenskraft aus. Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, ging von der Hypothese aus, dass ein Zustand durch einen gleichartigen, aber stärkeren Reiz aufgehoben und geheilt werden kann.

z. B. wird gegen Erbrechen oftmals das Arzneimittel Nux vomica gegeben. Nux vormica (die Brechnuss) ruft bei Gesunden Menschen u. a. Erbrechen hervor.

Sämtliche Arzneimittel sind durch umfangreiche Prüfungen an gesunden Menschen getestet worden, d.h. Gesunden wurden unpotenzierte Gaben der Pflanze (Pflanzenteils, Minerals, etc.) gegeben und sämtliche Symptome, die durch diese Gaben hervorgerufen wurden, aufgeschrieben und abgeglichen. Die Summe dieser Prüfungen ergibt die Materia Medica.

Umgekehrt wurden alle Symptome erfasst und katalogisiert und ihnen die Arzneimittel, die sie hervorriefen, aufgeschrieben. Daraus folgte das Repertorium.

Die Potenzierung der Arzneimittel zu erklären ist etwas umfangreicher, aber grundsätzlich wurde festgestellt, dass die Verdünnung und Verschüttelung (= Potenzierung) der Arzneimittel die Heilwirkung verstärkte.

Zwei Dinge werden zur Behandlung benötigt:

Ein Repertorium (Symptome -> Arzneimittel)
Eine Materia Medica (Arzneimittelbilder)

Wenn man das passende Mittel finden will, muss man sämtliche Symptome unverfälscht erfassen, also körperliche, geistige, Modalitäten, Lokalisationen, d.h den Patienten von Kopf bis Fuss abfragen, die Symptome werden dann im Repertorium nachgeschlagen, dort stehen die passenden Arzneimittel, diese werden dann in der Materia Medica gelesen und dann das zum Patienten mit all seinen Beschwerden, Vorlieben und Abneigungen ähnlichste ausgewählt.

Eine vollständige Heilung kann also nur eintreten, wenn Symptome und Arzneimittelbild möglichst übereinstimmen.

Aus diesem Grund ist es bei Tieren oftmals nicht ganz einfach, das passende Mittel zu finden und die Ratgeber über Tierhomöopathie geben zwar gute Anhaltspunkte, sind aber häufig sehr allgemein gehalten.

michi2
04.08.2005, 20:00
Original geschrieben von Felicia

Eine vollständige Heilung kann also nur eintreten, wenn Symptome und Arzneimittelbild möglichst übereinstimmen.


Das ist richtig und so etwas kann nur ein kompetenter Therapeut herausfinden, der sich schon jahrelang damit beschäftigt wie z. B. jetzt meine THP. Es gehört sehr viel Erfahrung dazu, das richtige Mittel
passend zu den Symptomen und passend zum ganzen Tier oder Mensch zu finden.
Dr. Wolff und all die anderen Bücher geben schon recht gute Ansatzpunkte, aber das heißt noch nicht, daß es auch genau das richtige Mittel für das Tier oder den Menschen ist, das dort empfohlen wird.
Man muß denke ich gerade in der Homöopathie wirklich das passende Mittel finden, damit es auch besser wird. Wenn keine Besserung eintritt, dann stimmt das Mittel auch nicht.

Bei uns hilft sehr oft Nux Vomica, weil Molly durch die ganze langwierige Geschichte etwas empfindlich geworden ist und wenn ich ihr ein paar Tage das Nux gegeben hab, dann geht es ihr auch wieder gut. Nux paßt gut bei Gastritis, ist aber auch im Normalfall das erste Mittel bei Vergiftungen. Also, falls Madame wieder mal was "schlechtes" erwischt hat, wird gleich mit entgiftet und bis jetzt hat es sehr gut funktioniert. Selbst mir hat es schon sehr geholfen bei Übelkeit.

Das Problem eben auch an dem Beruf Heilpraktiker ist, jeder kann sich Heilpraktiker "schimpfen", der nen Kurs mitgemacht hat. Das heißt ja noch lange nicht, daß er gut ist. Nun finde mal einen guten HP oder THP. Ich denke, so jemanden wirklich guten zu finden, geht meiner Meinung am besten doch noch über Mundpropaganda. Wie bei vielen Human- und Veterinärmedizinern auch. Und dann muß auch noch die Chemie zwischen Tierhalter und Therapeut stimmen.
Es gibt halt soviele Scharlatane, die die schnelle Kohle machen wollen und ziehen damit die wirklichen guten und kompetenten HP und THP mit runter, das ist das schlimme an der ganzen Sache.

Hier ist ein Forum, das von ein paar sehr kompetenten THP gegründet wurde, um die Tierhalter zu informieren und auch mit dem Versuch, den Beruf THP endlich zu legitimieren. Wer will, kann mal reinschauen. Man kann dort als Gast auch Beiträge schreiben.

http://www.ag-thp.de/

Ich hatte halt wirklich das Glück, an eine kompetente erfahrene THP zu geraten und das durch Mundpropaganda. Und die wiederum hat mir dann meine jetzige HP für mich empfohlen und die Dame hat mir dieses Jahr bisher super bei meiner Pollenallergie helfen können. Endlich geht es auch ohne Antihistaminika, die bei mir allerhöchstens 2 Jahre helfen und dann brauch ich wieder ein neues Mittel. Dieses Jahr brauche ich das erste Mal kein Mittel.

Wenn jemand schlechte Erfahrungen mit THP gemacht wie z. B. Ema, dann kann ich das sehr gut nachvollziehen. Bei mir ist es die TÄin. Abzocker gibt es auf beiden Seiten.

Michaela

michi2
04.08.2005, 20:07
Original geschrieben von ema

Dann möchte ich auch noch ein paar Worte zu dem Katzen-Homöopathiebuch von Dr. Wolf loswerden. Bei "richtigen" Homöopathen wird dieses Buch bestenfalls belächelt, schlimmstenfalls beschimpft. Solche "Hauruckauswahlmethoden" zur Behandlung von Krankheiten sind - ebenso wie die von Dir, Leah - angesprochenen "Tips" in Foren ("hey bei meiner Katze hat Pulsatilla prima gewirkt, probier es doch einfach auch mal, kann ja nicht schaden") nicht empfehlenswert!

Da stimme ich Dir voll zu. Ich hab das Buch auch zu Hause, war eines der ersten, die ich mir gekauft hab. Ich schaue heute schon mal noch rein, aber ich frage trotzdem immer meine THP oder geh mit meinen Katzen zu ihr hin.
Am Anfang machte ich auch den Fehler, ja das könnte passen. Kann ja nix passieren. Aber ich hab auch dazu gelernt und weiß in der Zwischenzeit eben auch, daß man den ganzen Menschen oder das ganze Tier mit allem "Drumherum" sehen muß, um das passende Mittel zu finden. Der Schuß kann auch ganz gewaltig nach hinten losgehen. Und das heißt noch lange nicht, daß es bei jemand anderen auch hilft. Ich empfehle einen THP weiter, aber kein Mittel.
Bei Übelkeit gibt es auch viele Mittel. Ipecacuanha oder Nux Vomica usw. Oder bei Futterunlust. Bei manchen paßt Lycopodium, bei anderen Nux oder wieder was anderes. Man kann gerade die Homöopathie nicht verallgemeinern, das geht nicht.
Guten Therapeuten suchen und dann kann es funktionieren. Alleine muß man sich schon sehr viel Grundwissen erarbeiten und das geht auch nur mit langjähriger Erfahrung, denke ich mal.
Ich bin noch ganz am Anfang, aber ich möchte mein Wissen vertiefen.

Michaela

michi2
04.08.2005, 20:17
Original geschrieben von ema

(Wiederum nur mein persönlicher Erfahrungsbericht, eigentlich unnötig, es dazuzuschreiben, trotzdem nur mal so zur Sicherheit.)


Halllo Ema,

ich denke, das kannst Du jetzt getrost weglassen, keine Bange. Jeder kann Deine Gründe lesen und ich denke, auch verstehen, oder auch meine oder die von den anderen Foris, und wir werden nicht aufeinander losgehen, nicht wahr. ;) Jeder darf hier seine ganz persönlichen Meinungen und Erfahrungen aufschreiben, egal ob Naturheilmedizin oder Schulmedizin, pro und contra.
Dazu wurde dieser Thread ja eröffnet. :D

Auf ein friedliches Miteinander.

Tiborus
04.08.2005, 20:49
Hallo!

Ich finde es gut, wenn die Schulmedizin und die Hömopathie Hand in Hand greifen...mein TA ist ganz normaler Schulmediziner, aber als meine Feline nach der Geburt der Kitten starke Blutungen hatte, gab es auch Pulmonella( oder so ähnlich).
Ich bin der totale Skeptiker, was diese Wässerchen und Globuli angeht, aber es hat sehr schnell gewirkt.

Bei Tibor allerdings kan ich nicht sagen,daß das reneel irgendwas einschneidend verändert..

Ich würde nie mit z.B. einer Krebserkrankung bei mir selbst ausschließlich zur Naturrheilpraxis gehen!
Aber als Unterstützung für die Chemotherapie würde ich auf jeden Fall Mistelelixier o.Ä. versuchen.

Renate W.
04.08.2005, 21:37
Hallo,

THP gibt es in Österreich nicht. Und klassische Tier-Homöopathen zu finden, ist so, als ob man eine Nadel im Heuhaufen sucht.

Einen sehr guten klassischen Homöopathen gibt es, aber er arbeitet auch auf Voranmeldung nicht mehr in Wien. Also eine doch relativ weite Anfahrtszeit ...... denn Hausbesuche kann er, aus Zeitgründen, keine mehr machen. :mad:

Für jene die es interessiert, hat der Arzt einen "Kurzlehrgang in Homöopathie" auf seiner HP.

http://www.knafl.at/kurzlehr_hom.htm

Aber jetzt zu meinen persönlichen Erfahrungen, die sich ausschließlich auf die chronische Niereninsuffizienz bei der Katze beziehen:

Bei CNI ist die Kombination aus Schulmedizin und Homöopathie die optimale Behandlungsform.
Bis zum Jahr 2001 hatte ich in keinster Weise an einen homöopathischen Behandlungserfolg geglaubt. Alles habe ich angezweifelt, aber ich wollte unbedingt jede Möglichkeit nutzen, die Joey helfen konnte. Der klassische Homöopath fand für Joey zwei Konstitutionsmittel, die schon nach einmaliger Gabe eine sichtbare Besserung seines Allgemeinbefindens zeigten. Ich begann meine damalige Aussage "hilft's nichts, so schadets nichts" zu überdenken .....
Allerdings habe ich nach drei Tagen begonnen, wieder die "Nierenmittel" (Komplexmittel) der Fa. Heel zu geben. Aber - und das ist nun einmal Tatsache - Tiere können sich nichts einbilden oder die Wirkung eines Mittels vortäuschen. Man sieht, ob ein Mittel wirkt, oder nicht .......
und bei der CNI kann ich es auch im Blut sehen.

Wolff würde ich nicht ablehnen und zwar schon deshalb nicht, weil er für den "Hausgebrauch" dazu rät, nie eine höhere Potenz als die D 6 (außer es ist extra in seinem Buch eine höhere Potenz des Mittels angegeben) zu geben. Es gibt schon Erfahrungen, welches Mittel z.B. bei beginnendem Schnupfen gegeben werden muss.
Bei Becvar sieht es da ja schon anders aus ....... da werden hohe Potenzen genannt, die ich niemals ohne ärztliche Verordnung geben würde.
Anders sieht es auch aus, wenn ein klassischer Homöopath nach einer umfangreichen Befragung des Tierhalters ein Konstitutionsmittel wählt und verordnet. Da ist es richtig, dass das für eine Katze verordnete Konstitutionsmittel einer anderen Katze Schaden zufügen kann.

:cu:

michi2
04.08.2005, 23:39
Hallo Renate,

über die Homepage von diesem Dr. Knafl bin ich schon mal "gestolpert" und fand sie sehr interessant. Leider hab ich sie dann nicht mehr gefunden, weil ich mir den Link nicht abgespeichert hab. Danke.


Ich habe ganz Lillys Erfahrung mit der Homöopathie vergessen zu erzählen. Mein Mädel hatte sich Ende Dezember letztes Jahr einen dicken fetten Abszeß unter dem Schwanzansatz zugezogen. Wahrscheinlich durchs Rumturnen im nahegelegenen Wald. Es war eindeutig kein Tierbiss. Der Gegenbiss fehlte. Natürlich fiel mir dies auch erst einen Tag, nachdem ich mit der Molly mal wieder bei meiner THP war, auf. Erst dachte ich, sie hat was im "Kreuz", weil sie schon miaute, als ich sie am Rücken streichelte. Hab sie dann etwas beobachtet, aber sie lief ganz normal, also konnten es keine Rückenschmerzen sein. Ich hatte schon die Befürchtung, sie wäre angefahren worden. Dem war aber gottlob nicht so.
Am nächsten Morgen hatte sie ein richtig dickes Ei unterm Schwanz. Da war mir klar, daß es ein Abszeß ist. Ich rief dann meine THP an und fragte sie, ob sie schon mal einen Abszeß erfolgreich behandelt hatte. Sie sagte, ja, schon mehrfach. Das war für mich Grund genug, mit der Lilly zu ihr zu fahren.
Heiß war der Abszeß nicht, also paßte kein Hepar sulfuris. Sie gab mir Myristica sebifera (auch das homöop. Messer genannt). Außerdem brauchte Madame L noch China C30, weiß der Geier, warum. Aber die THP hatte es so ausgetestet. Lilly braucht immer besondere Mittel (es wurde schon mal Aurum metallicum - Gold bei ihr ausgetestet, als sie einen Herdbefund im Kopfbereich hatte - meine Goldkatze:D ). China wohl, weil sie arg wehleidig war. Meine THP sagte dann, wenn der Abszeß sich bis in 5 Tagen nicht eröffnet hat, dann müssen wir aufschneiden. Arme Lilly. Sie hatte aber Glück. Er ging nach 2 Tagen von alleine auf, an Neujahr! Meine THP sagte noch zu mir, wenn der Abszeß offen ist, soll ich mir bei ihr melden. Sie will die Wunde dann erstmal richtig ausspülen.
Neujahr-Nachmittag sind wir dann zur ihr in die Praxis gefahren. Da wurde mit verdünntem Wasserstoffperoxid ausgewaschen. Dann gab sie mir Calendula-Tinktur mit und Silicea C30 Globulis. Lilly war sehr wehleidig. Besonders beim Calendula spülen. Nachträglich kann ich es ein bißchen nachfühlen, weil die verdünnte Tinktur leicht brennt, nicht arg, aber man merkt es. Habe die Erfahrung selber gemacht, als ich mich am Fuß verletzt hatte und die Wunde mit Calendula-Lösung gespült hatte. Nach ca. 3 Tagen war die Wunde trocken und granulierte. Nach 1 guten Woche war nix mehr zu sehen vom Abszeß. Er ist gut verheilt und das ohne AB.
Das war Lillys erster richtiger Kontakt mit Homöopathie. :D

LG Michaela

Gloriaviktoria
05.08.2005, 09:05
Hallo,

ich denke, es gibt auf beiden "Seiten" Scharlatane und solche, die nur ihr eigenen Geldbeutel im Auge haben und nicht das Wohl der menschlichen oder tierischen Patienten.
Wie schon mehrfach gesagt, fände ich es auch wichtig, wenn Schulmedizin und Alternativmedizin Hand in Hand gehen würden. Ich würde mich da auch nicht von vornherein gegen die eine oder andere Behandlungsart aussprechen, ich denke, das muss man im Einzelfall entscheiden.
Bachblüten z. B. haben Tiger als Unterstützung bei der Zusammenführung sehr gut geholfen (und bei mir gegen Flugnervosität :D ). Ich kenne die Einwände, dass das so stark verdünnt ist, dass man keinen Wirkstoff mehr nachweisen kann und dass das doch wohl zum größten Teil auf Einbildung beruht, ABER: dass man den Wirkstoff nicht nachweisen kann, heißt noch lange nicht, dass es ihn nicht gibt - Atome gab es auch schon immer, ohne dass die Menschen das überhaupt wussten oder nachweisen konnten, heute weiß das jedes Kleinkind. Und ganz ehrlich: was nun genau gewirkt hat, ist für mich als Laien sowieso nicht nachvollziehbar. Was wäre schlimm daran, wenn die Besserung in Tigers Verhalten nicht durch die BB selber, sondern durch meine veränderte Einstellung und mein Vertrauen in die BB entstanden wäre? Oder wenn durch meine Einbildung, dass die Rescue-Tropfen mich vor Flugreisen beruhigen, tatsächlich die Nervosität abnimmt und nicht durch eine tatsächliche Wirkung der Inhaltsstoffe?
Ich kann gut verstehen, dass das einigen zu schwammig oder "esoterisch" ist, aber wenn jemand daran glaubt, dass Warzen verschwinden, wenn man sie bei Vollmond besprechen lässt und es hilft ihm tatsächlich - bitte, ich lache vielleicht drüber, aber seine Warzen sind weg!
Ich finde es nur wichtig, dass sowohl die Schulmedizin als auch die Homöopathie ihre Grenzen erkennt und dass ein SOWOHL ALS AUCH nützlicher ist als ein ENTWEDER ODER - zum Glück gibt es inzwischen auch viele Ärzte, die das erkennen und mal über ihren Tellerrand rausschauen können.
Und letztlich muss die Entscheidung immer beim Patienten/Tierhalter liegen: vertraue ich dem, was mein Arzt mir sagt oder informiere ich mich auch selber und suche vielleicht nach Alternativen, auch wenn das bei meinem Arzt nicht gut ankommt, weil er sich dadurch irgendwie auf den Schlips getreten fühlt - dann würde ich sowieso versuchen, einen anderen zu finden!

Rebella
05.08.2005, 13:50
Hallo!

Ich habe bisher nur sehr gute erfahrungen mit alternativen Heilverfahren gemacht! Allerdings nur dann, wenn diese von unserer THP genau auf unsere Katzen zugeschnitten worden sind!

Die THP hat mehrer Krankheiten etc heilen können, an der sich doie TA voher die Zähne ausgebissen hat. Auch finbde ich den Umgang mit den Katzen in der Praxis der THP sehr viel schöner, als bei der TA.

Heutzutage würde ich immer den Rat eines guten Heilpraktikers einholen, bevor ich ein Antibiotikum oder gar Cortison schlucke. Ich finde gerade mit diesen Mitteln schm,eissen die normalen Ärzte um sich wie verrückt. früher hätte ich mir über deren nebenwirkungen etc keine Gedanken gemacht, heute ist das anders!

Auch die BB helfen sowohl bei meinen Katzen, als auch bei mir oder Freunden, sehr gut! Ich bin sehr froh diese Mittel zu Hause zu haben!

Solange keine OP ansteht, gehe ich mit meinen Katzen zum THP - der TA sieht mich nur noch, wenn es gar nicht anders geht!

michi2
05.08.2005, 14:57
Original geschrieben von Rebella
Hallo!

Ich habe bisher nur sehr gute erfahrungen mit alternativen Heilverfahren gemacht! Allerdings nur dann, wenn diese von unserer THP genau auf unsere Katzen zugeschnitten worden sind!

Die THP hat mehrer Krankheiten etc heilen können, an der sich doie TA voher die Zähne ausgebissen hat. Auch finbde ich den Umgang mit den Katzen in der Praxis der THP sehr viel schöner, als bei der TA.

Heutzutage würde ich immer den Rat eines guten Heilpraktikers einholen, bevor ich ein Antibiotikum oder gar Cortison schlucke. Ich finde gerade mit diesen Mitteln schm,eissen die normalen Ärzte um sich wie verrückt. früher hätte ich mir über deren nebenwirkungen etc keine Gedanken gemacht, heute ist das anders!

Auch die BB helfen sowohl bei meinen Katzen, als auch bei mir oder Freunden, sehr gut! Ich bin sehr froh diese Mittel zu Hause zu haben!

Solange keine OP ansteht, gehe ich mit meinen Katzen zum THP - der TA sieht mich nur noch, wenn es gar nicht anders geht!

Ich stimme Dir da in allen Punkten voll zu. Geht mir genauso. TA auch nur noch, wenn es unbedingt sein muß.

Meine Katzen hatten immer schreckliche Angst bei meiner Tierärztin. Wenn sie gekonnt hätten, wären sie mir in meinen Bauch gekrochen. Das war ganz schlimm.

Bei meiner THP sind sie erst auch etwas ängstlich, aber das legt sich ganz schnell, dann wird auch schon mal geschnurrt und geschmust, je nach Laune. Sie kann einfach gut mit Tieren umgehen, das merkt man und sie kann auch mit ihnen kommunizieren. Aber nur, wenn die Tiere auch wollen. Sie drängt sich ihnen nicht auf und das merken die Tiere auch.
Meine 2 sind wie umgewandelt bei ihr.
Und ich hab vollstes Vertrauen zu ihr, weil bisher alle Mittel und Therapievorschläge gepaßt haben.
Aber nach fast 20 Jahren Praxiserfahrung kann man so was schon, denke ich mal. Und sie hat regen Zulauf.
Mir wurde mal gesagt, ich hätte eine sehr erfahrene und kompente Therapeutin gefunden. Ich muß dem zustimmen.
Ich kann sie jederzeit bedenklos weiter empfehlen, weil ich weiß, daß sie helfen kann.

LG Michaela

ema
05.08.2005, 17:24
RenateW schrieb:

Wolff würde ich nicht ablehnen und zwar schon deshalb nicht, weil er für den "Hausgebrauch" dazu rät, nie eine höhere Potenz als die D 6 (außer es ist extra in seinem Buch eine höhere Potenz des Mittels angegeben) zu geben. Es gibt schon Erfahrungen, welches Mittel z.B. bei beginnendem Schnupfen gegeben werden muss.[/

Hallo Renate,
ich habe vor nicht allzulanger Zeit mit einer angehenden Homöopathin diskutiert (in der Ausbildung), die ganz anderer Meinung ist. Sie meint, daß auch Niedrigpotenzen, falsch angewendet, sehr wohl Schaden anrichten können, und daß es kein harmloses Mittel gibt. Aus diesem Grund lehnen "richtige" Homöopathen den Wolff ab.
Ich kann dazu selbst nichts sagen. Ich habe keine Ahnung davon. Ich gebe nur das Gehörte weiter.

michi2
05.08.2005, 18:03
Original geschrieben von ema


Hallo Renate,
ich habe vor nicht allzulanger Zeit mit einer angehenden Homöopathin diskutiert (in der Ausbildung), die ganz anderer Meinung ist. Sie meint, daß auch Niedrigpotenzen, falsch angewendet, sehr wohl Schaden anrichten können, und daß es kein harmloses Mittel gibt. Aus diesem Grund lehnen "richtige" Homöopathen den Wolff ab.
Ich kann dazu selbst nichts sagen. Ich habe keine Ahnung davon. Ich gebe nur das Gehörte weiter.


Ich geb Ema da recht. Ich kenne auch einige klassische Homöopathen, die Wolff nur belächeln oder sogar ablehnen. Meine THP hat das Buch auch, sie schaut auch schon mal rein, aber eher selten. Meist verläßt sie sich auf ihre eigene Intuition und Erfahrung mit den Symptomen und den passenden Mitteln. Bei uns hat es bisher immer gepaßt.

Das niedrige Potenzen weniger schädlich sind als höhere, denke ich, stimmt auch nicht. Der Schuß kann da genauso nach hinten losgehen wie bei den Hochpotenzen auch. Mit niedrigen Potenzen werden, soviel ich weiß, zum Teil andere Symptome behandelt als mit ner höheren Potenz vom gleichen Mittel. Manchmal reicht eine C30 Potenz als Einmalgabe aus und ein anderes mal braucht mal eine D4 oder D6 Potenz 3-4 x am Tag.
Ich denke, am besten ist immer noch, den Therapeuten um Rat zu fragen, damit auch wirklich nix schiefgeht.

Was mich an Wolff und auch Deiser stört (ich hab beide Bücher daheim), Becvar nicht zu vergessen, entweder wendet jeder ein anderes Mittel an, oder es sind zwar die gleichen Mittel, aber in verschiedenen Potenzen. Ja welche nehm ich denn nu? Und dann noch die Komplexmittel. Davon hält jetzt z. B. meine THP recht wenig. Sie nimmt lieber die Einzelmittel, Komplexmittel, nur wenn es vom Austesten her paßt.
Sie wendet mehr die Phytotherapie an. Sie sagt von sich selber, sie ist ein Phytotherapiefan und das schon seit Jahren. Molly wurde ja auch phytotherapeutisch über Monate behandelt. Meine THP behandelt sehr viel mit Sanum-Kehlbeck, Vitorgan, Hevert.

Viele TÄ wenden heutzutage überwiegend deswegen Komplexmittel an, weil es a) die Tierhalter lieber homöopathisch versuchen wollen und b), weil sicher irgendein Mittel drin ist, das helfen kann. Nur welches Mittel, kommt dann natürlich nicht raus. Bei ca. 10 versch. Mitteln. :confused:
Ob das immer gut ist, ich weiß nicht.

Da frag ich lieber meine THP oder geh hin mit Katzi, damit es auch richtig funktioniert.

LG Michaela

michi2
05.08.2005, 18:09
Ich kenn ein paar Foren, in denen hauptsächlich über Homöopathie, Naturheilverfahren allgemein, Heilpraktiker bei Mensch und Tier ect. geschrieben wird. Die Leute wenden überwiegend diese Medizinrichtung an.
Wen es interessiert, der kann mir gerne eine Mail schreiben. Ich geb dann die Links weiter.
Vielleicht kennt ja der eine oder andere manches Forum schon, wäre ja möglich.

LG Michaela :cu:

Ziemer
06.08.2005, 10:52
Halo,
Vor- und Nachteile das Thema ist ja nicht schlecht.
Aber die Frage ist ja eigentlich, wie kann man eine Krankheit wirklich heilen. Schon Hippokrates war der Meinung, dass man nur ähnliches mit ähnlichem heilen kann.
Was bewirken die Mendikamente, die man gibt? Regen sie die eigene Körperabwehr an, um den Organismus wirklich zu heilen, oder unterdrücken sie nur die Krankheit.
Man kann auch mit homöopathischen Mitteln eine Krankheit unterdrücken, so dass aus einem Schnupfen eine Bronchitis oder gar Lungenentzündung wird und aus einer Hauterkrankung ein Asthmaleiden.
Man muss sich die Frage nach der Ursache stellen. Nicht ohne Grund sagen Leute, die an Krebs erkranken, dass sie seit Jahren keinen Schnupfen hatten.
Es kann sich bei Schnupfen und Hauterkrankungen auch um eine natürliche Ausleitung handeln, gerade damit der Organismus nicht krank wird.

Wenn man einen Perserkater hat, wie wir, bei dem die Nasenlöcher fast zu sind und der TA meint, dass die Atemwege (Aufgrund der vorhandenen Atemgeräusche) in einer Schlängellinie verlaufen müssen, kommt es bei diesem Kater von klein auf häufig zu Erkältungen. Hömöopathisch kann man das Grundproblem auch nicht beheben. Ich bin aber der Meinung, dass es wesentlich besser ist öfters homöopathische Mittel (mit denen man auch eine Bronchitis in diesem Fall behandeln kann) einzusetzen, als immer und immer wieder Antibiotika, damit wird das Tier dann nur noch anfälliger.
Viele Grüße

Ziemer
06.08.2005, 11:11
Hallo,
ich habe die Erfahrung gemacht, dass man eine chronische Krankheit besser heilt mit einer höheren Potenz und über einen längeren Zeitraum (ca. 1x wöchentlich 4 Wochen lang). Eine akute Erkrankung, wenn keine anderen Symptome vorliegen, kann man mit niedrigen Potenzen und öfteren Gaben behandeln. Ein homöopathischer Grundsatz ist aber eigentlich so wenig Mittel wie möglich einzusetzen. Also wird man in einem akuten Fall eine einmalige Gabe einer höheren Potenz geben. Wenn man das richtige Mittel gewählt hat, müsste danach das Tier gesund werden.
Wenn aber vorher das Tier schon mit anderen Mitteln (egal welcher Art) behandelt wurde, kann die Therapie auch längere Zeit dauern.
In meiner Ausbildung habe ich gelernt, dass es immer zu Nebenwirkungen kommen kann, auch wenn das Mittel noch so gut gewählt wurde.
Das muss es aber in er Allopathie auch geben, sonst hätten die Medikamente nicht einen derartig langen Beipackzettel. Oder?
Viele Grüße

michi2
06.08.2005, 13:26
Original geschrieben von Ziemer

Man muss sich die Frage nach der Ursache stellen. Nicht ohne Grund sagen Leute, die an Krebs erkranken, dass sie seit Jahren keinen Schnupfen hatten.
Es kann sich bei Schnupfen und Hauterkrankungen auch um eine natürliche Ausleitung handeln, gerade damit der Organismus nicht krank wird.

Das ist mir neu, wegen den Krebserkrankungen. Sehr interessante Mitteilung. Da werde ich mal nachhaken. Ich arbeite nämlich als Arztsekretärin in einer Krebsnachsorgeklinik. Das interessiert mich jetzt echt. Gibt es da Berichte drüber?



Wenn man einen Perserkater hat, wie wir, bei dem die Nasenlöcher fast zu sind und der TA meint, dass die Atemwege (Aufgrund der vorhandenen Atemgeräusche) in einer Schlängellinie verlaufen müssen, kommt es bei diesem Kater von klein auf häufig zu Erkältungen. Hömöopathisch kann man das Grundproblem auch nicht beheben. Ich bin aber der Meinung, dass es wesentlich besser ist öfters homöopathische Mittel (mit denen man auch eine Bronchitis in diesem Fall behandeln kann) einzusetzen, als immer und immer wieder Antibiotika, damit wird das Tier dann nur noch anfälliger.


Da stimme ich Dir voll zu. Wenn ein Tier z. B. züchterisch oder auch genetisch bedingt "verändert" wurde, dann hilft auch die Homöopathie nicht, die Ursache zu beheben. Das geht ja gar nicht. Man kann dann höchstens versuchen, unterstützend mitzubehandeln, damit die Beschwerden nicht noch schlimmer werden.
Wenn ein Mensch z.B. eine Nasenscheidewandverkrümmung hat, nützen die ganzen Mittel gegen Sinusitis nix, weil die Ursache ja in der Verkrümmung liegt und die kann man bestensfalls nur mit einer OP behandeln. Eigentlich logisch. Und genau so ist es beim Tier auch.

LG Michaela

michi2
06.08.2005, 13:46
Original geschrieben von Ziemer
Hallo,
ich habe die Erfahrung gemacht, dass man eine chronische Krankheit besser heilt mit einer höheren Potenz und über einen längeren Zeitraum (ca. 1x wöchentlich 4 Wochen lang). Eine akute Erkrankung, wenn keine anderen Symptome vorliegen, kann man mit niedrigen Potenzen und öfteren Gaben behandeln. Ein homöopathischer Grundsatz ist aber eigentlich so wenig Mittel wie möglich einzusetzen. Also wird man in einem akuten Fall eine einmalige Gabe einer höheren Potenz geben. Wenn man das richtige Mittel gewählt hat, müsste danach das Tier gesund werden.

Stimmt, da kann ich Dir recht geben. Meine THP z. B. hält nicht sehr viel von Komplexmitteln. Nur, wenn es nicht anderst geht oder eben ausgestet wird. Ansonsten Einzelmittel und passend zum Krankheitsverlauf C30 Potenz 1x tgl. oder D4-D8 Potenz 3x tgl.
Als die Gifte auf Mollys Körper ausgeleitet werden mußten, mußte ich ihr 3x tgl. über ca. 1 Woche Nux Vomica D6 und Okoubaka D6 geben. Mit einer höheren Potenz wäre das nicht so gut gewesen.
Das mache ich auch heute so, wenn ich das Gefühl habe, sie hat mal wieder was erwischt, was ihr nicht so "gut" getan hat. Manche Mäuse sind halt auch nicht gerade "sauber". Dann bekommt sie ca. 3 Tage Nux und Okoubaka 3x tgl. und dann ist es wieder gut.


Wenn aber vorher das Tier schon mit anderen Mitteln (egal welcher Art) behandelt wurde, kann die Therapie auch längere Zeit dauern.

Und genau das war letztes Jahr unser großes Problem. Da Molly ja schon über 4 Monate immer wieder antibiotisch behandelt wurde, das ja nicht half, sondern alles nur noch verschlimmerte, war die anschließende Therapie natürlich viel langwieriger. Das wurde mir von mehreren THP, die ich unabhängig nach ihren Erfahrungen bei z. B. Pankreatitis gefragt hatte, bestätigt.
Wenn das Gift gleich aus ihrem Körper ausgeleitet worden wäre, hätte es 1. diese ganzen Folgeerkrankungen mit Gastritis, Pankreatitis, Colitis (komplett kaputter Darm von vorne bis hinten) mit massivem Pilzbefall gar nicht erst gegeben und 2. wäre die homöopathische Behandlung viel schneller angeschlagen. Aber so mußten wir erstmal Schadensbegrenzung machen und dann heilen und sowas geht nicht von einem Tag zum anderen.



In meiner Ausbildung habe ich gelernt, dass es immer zu Nebenwirkungen kommen kann, auch wenn das Mittel noch so gut gewählt wurde.
Das muss es aber in er Allopathie auch geben, sonst hätten die Medikamente nicht einen derartig langen Beipackzettel. Oder?
Viele Grüße

In der Homöopathie schreibt man ja mit unter anderem auch von Erstverschlimmerungen, die auftreten können. Und wenn ein Mittel nicht paßt, daß die Symptome sich noch verschlimmern können.
Wenn ich mir überlegen, wieviele Menschen durch Nebenwirkungen von Medikamenten sterben (und das sind leider Fakten) und nicht an der eigentlichen Krankheit, weil verschieden gegebene Mittel mit einander zum Teil hochtoxisch reagieren, dann gibt einem das auch zu bedenken. Aber hier wird ja leider sehr viel totgeschwiegen von Ärzten, Apothekern und der Pharmaindustrie.

Ich denke, gute Medizin, egal ob Schul- oder Naturheilmedizin, gehört in erfahrene kompetente Hände. Auch z. B. die Homöopathie sollte man nicht einfach nur so anwenden, weil das Mittel ja passen könnte, das kann eben auch verdammt schnell schiefgehen und dann wird auf die Homöopathie geschumpfen, weil alles noch schlimmer wurde und es ja eh nicht hilft.

LG Michaela

Ziemer
06.08.2005, 18:11
Hallo,
letztens lernte ich beim TA einen älteren Hund kennen, der an Krebs erkrankt ist und operiert werden musste. Der Halter sagte mir auch, dass er vorher nie krank war.

Das mit der Ausleitung kommt aus der Naturheilkunde. Irgendwo habe ich mal gelesen, wenn der Mensch zweimal im Jahr einen Schnupfen hat, dann wäre er gesund. Nun ist hier aber wahrscheinlich nicht der ansteckende Schnupfen gemeint. Wenn man diesen Schnupfen aber zweimal im Jahr mit allen möglichen Mitteln, die es auf dem Markt so gibt auch auf Pflanzenbasis, versucht zu unterdrücken, kann es wiederum zu Krankheiten kommen.
Bei den Schüßlersalzen gibt es spezielle Mittel für die Ausleitung. Die Fa. Heel hat da z. B. ein homöopathisches Komplexmittel, um die Ausleitung über die Lymphe wieder in Gang zu bringen. Bei chronischen Hautproblemen würde ich dieses empfehlen. Neben der Ausleitung von Schadstoffen über Niere und Leber gibt es da noch die Ausleitung über Tränenflüssigkeit, Haut, Schweißdrüsen u.a.
Ich habe mal eine Perserkatze gesehen, die für meine Begriffe ein fürchterliches Fell hatte und in den Achselhöhlen (wie man diesen Punkt bei einem Tier auch immer nennen mag) eine gelbe, klebrige Flüssigkeit ausschied. Die Halterin behandelte diesen Bereich mit Puder. Meinen Einwand, dass sie damit nur die "Wirkung" aber nicht die "Ursache" behandelt, war ihr egal, war natürlich auch billiger. Sie meinte, dass die Katze doch einen gesunden Eindruck macht. Ich bin der Meinung, dass zu einer gesunden Katze auch ein gesundes Fell und gesunde Ausscheidungen gehören, wobei man nicht unbedingt immer gleich ein homöopathisches Mittel einsetzen muss, mitunter bringt eine Futterumstellung den gewünschten Erfolg oder für kurze Zeit ein gutes Nahrunsergänzungsmittel. Gerade bei der zusätzlichen Gabe von Vitaminen muss man bei einer Katze vorsichtig sein, da es durch die Gabe von zu vielen Vitaminen auch zu Darmentzündungen kommen kann, der sich in einem Durchfall zeigt.
Aber wenn ein Tier eine gelbe, klebrige Flüssigkeit über die Haut ausscheidet, würde ich mir schon Gedanken machen und nach dem entsprechenden homöopatischen Mittel suchen.
Dieses der Katze dann auch zu verabreichen, kann ein anderes Problem sein.
Viele Grüße Andrea

Ziemer
06.08.2005, 18:27
Nebenwirkungen und Erstverschlimmerungen sind zwei verschiedene Sachen.
Bei Erstverschlimmerung spricht man davon, wenn sich die vorhandenen Beschwerden nach der Einnahme des Mittels erst einmal verschlimmern. Es kommt hier auf die Schwere der Erkrankung an, so dass man mit der Wahl der Richtigen Potenz ganz vorsichtig sein muss, um den Tod des Patienten möglichst zu vermeiden. Ansonsten sind Erstverschlimmerungen nicht tragisch, sie zeigen sogar, dass das richtige Mittel gewählt wude.

Nebenwirkungen treten in der Homöopathie dann auf, wenn nach der Mittelgabe plötzlich eine andere Krankheit oder Symptom auftritt, der zum Arzneimittelbild des gewählten mittels passt.
Hier ein Beispiel Graphites kann man z.B. bei Hautbeschwerden und Obstipation einsetzen. Nach der Gabe kann es dann zu Hautjucken kommen, weil das auch zu seinem Arzneimittelbild gehört. Ich bin mir nicht so sicher, ob der Patient wirklich glücklich ist nun nicht mehr an Verstopfung zu leiden, aber dafür ständiges Hautjucken hat. Aus diesem Grund bin ich hier auch strickt dagegen irgendwelche Mittel zu empfehlen, wo die meisten überhaupt nicht die Nebenwirkungen kennen.
Viele Grüße Andrea