PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Interessantes zur Impfthematik



grainne666
15.06.2005, 11:15
Hallo zusammen,

ich war vorletztes Wochenende auf der Tier & Wir Messe. Dort stand Dr. Wolf von HundKatzeMaus alle paar Stunden zur Tiersprechstunde bereit. Voller Vorfreude sind wir also hingefahren und haben gespannt auf 14 Uhr gewartet. Er kam auf die Bühne und meinte, er sucht sich zum Anfang immer ein Thema auf, um die Leute anzuheizen, damit Fragen gestellt werden. Und wir hatten das Glück, dass er das "beliebte Impfthema" ansprach. Und ich muss sagen, nach vielen missverständlichen Aussagen, die ich nun die letzten Jahre immer wieder gelesen und gehört habe, war diese für mich endlich einmal nachzuvollziehen und sehr logisch!

Und zwar begann er damit, dass "Gerüchte" aus Amerika zu uns geschwappt sind, dass Untersuchungen ergeben haben, dass Impfen eben schlecht ist und mein Pausen (wie lange die Intervalle seien, könne halt jeder selbst entscheiden) dazwischen machen könne. Und dass das jährliche Impfen nur Geldmacherei sei. Die Problematik kennen wir hier ja zu genüge .;)

Er meinte, dass es wie immer bei Gerüchten ist: Eine Häfte stimmt, die andere nicht! Und zwar hat er das so erklärt: Die meisten Katzen werden immer noch mit Kombiimpfstoffen geimpft. Diese Impfstoffe enthalten gegen jeden Krankheit einen prozentualen Anteil der Antikörper. Als Beispiel: Kombiimpfstoff Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut (weiß jetzt nicht, ob es das so gibt, ist nur als Beispiel gedacht). Von jeder Krankheit sind nun 33,33333 etc. Porzent Antikörper enthalten. Nimmt man nun einzelne Impfstoffe, sind dort 100% Antikörper für die jeweilige Krankheit enthalten. Ergo kann man bei den Kombiimpfstoffen KEINE Impfpause machen, sondern MUSS jedes Jahr impfen, damit die Antikörper erhalten bleiben. Bei Einzelimpfungen kann man dann allerdings eine Pause von 2 oder vielleicht auch 3 Jahren einschieben. Für mich endlich mal außerordentlich logisch

Ich habe nun für mich entschieden, da ich sowieso die Impfintervalle verlängern wollte, dass meine TÄ nun Einzelimpfungen bestellt (wollten wir sowies, damit an mehreren Stellen geimpft wird). Aber nun habe ich das erste Mal etwas gehört, dass für mich logisch klang. Und vor allem nicht so, dass eine der beiden Möglichkeiten komplett als falsch und schwachsinnig eingestuft wird. Für mich ist dieser Dr. Wolf sowie genial. Und so hat auch jeder "Recht", der sich entscheidet, jedes Jahr zu impfen oder eben Pausen einzulegen. Und ich denke, da kann man dann auch besser mit einem TA diskutieren, ob eben Intervalle eingeführt werden.

Was haltet ihr davon?

admin
15.06.2005, 11:24
@grainne666,

Die meisten Katzen werden immer noch mit Kombiimpfstoffen geimpft. Diese Impfstoffe enthalten gegen jeden Krankheit einen prozentualen Anteil der Antikörper. Als Beispiel: Kombiimpfstoff Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut (weiß jetzt nicht, ob es das so gibt, ist nur als Beispiel gedacht). Von jeder Krankheit sind nun 33,33333 etc. Porzent Antikörper enthalten. Nimmt man nun einzelne Impfstoffe, sind dort 100% Antikörper für die jeweilige Krankheit enthalten.
da kann ich absolut nicht zustimmen.
Um einen belastbaren Schutz gegen eine Erkrankung zu erhalten, muss dem Organismus eine bestimmte Menge an Antigenen zugeführt werden, um eine Immunresponse zu provozieren.
Wenn also bei Kombiimpfstoffen gedrittelt und bei 5-fach Vakzinen, dann entsprechend gefünftelt würde, käme es zu keiner ausreichenden Immunresponse mehr. Das ist- mit Verlaub- Unsinn. :rolleyes:

Einzelimpfstoffe sollten vor allem deswegen verwendet werden, um smart impfen zu können, sprich nicht immer gebündelt impfen zu müssen, denn manche Impfstoffe schaffen max. 12 Monate, wie z.B. Katzenschnupfen, derweil die impfung gegen Katzenseuche oder Tollwut einen längeren Schutz bieten kann, wenn die Grundimmunisierung komplett durchgeführt wurde.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Kirsten Thorstensen
Vet Services Manager

Zooplus AG

grainne666
15.06.2005, 12:12
Hallo,

ich führe mich das ganze einfach rein rechnerisch zu Gemüte. Wenn ich eine Ampulle haben, in der drei Impfwirkstoffe vorhanden sind und eine, in der nur ein Impfstoff ist, ist doch eigentlich verständlich, dass nicht dieselbe Zahl Antikörper vorhanden ist.

Wenn sie nun davon ausgehen, dass immer dieselbe Anzahl Antikörper da ist, dann kann man auch mit dem Kombiwirkstoff ein längeres Zeitintervall aufbauen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass bei einer Kombisache dasselbe drin sein soll, wie bei einer Einzelsache.

Alle anderen Argumente, die für Impfintervalle für 1 Jahr sprachen, habe ich für mich persönlich nichts logisches abführen können. Aber hier geht es für mich einfach um eine rechnerische Angelegenheit, die ich auch nachvollziehen kann....


Um einen belastbaren Schutz gegen eine Erkrankung zu erhalten, muss dem Organismus eine bestimmte Menge an Antigen zugeführt werden, um eine Immunresponse zu provozieren. Wenn also bei Kombiimpfstoffen gedrittelt und bei 5-fach Vakzinen, dann entsprechend gefünftelt würde, käme es zu keiner ausreichenden Immunresponse mehr

Eben deshalb wurde von ihm das Argument gebracht, dass mit einer Kobiimpfung der Schutz nicht so lange aufrecht erhalten werden kann. Daher ist da auch jedes Jahr impfen nötig. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass der Körper, wenn er mit drei Erregern konfrontiert wird, dieselbe Menge Antokörper bildet, als nur mit einem Erreger. Und das eben die Anzahl der Antikörper bei Kombiimpfungen dieselben sind wie bei Einzelimpfungen. Ich fasse es so auf, dass bei einer Kombiimpfung soviele Antikörper vorhanden sind, dass der Körper den Minimalen Schutz ausbildet. Und um diesen Schutz aufrechtzuerhalten, braucht die Kartze eben jedes Jahr eine Impfung mit der Kombivakzine. Bei einer Einzelvazine werden mehr Antikörper gebildet, es entsteht ein längerer Schutz, der dann eben alle zwei Jahre aufgefrischt werden muss.

Wie gesagt, ich habe in die Richtung die letzten Jahre sehr viele Informationen gezogen und dies hier finde ich eine logische Argumentation (natürlich nur für mich).

turtles
15.06.2005, 12:48
hallo,

nur kurz was zu dem rechnerischen.

es sind ja nicht nur die antikörper drin sondern auch eine flüssigkeit in der sie sind - und ob ich jetzt in 1 ml (nur als beispeil ) 20 teile von den antikörpern reinmach oder 100 - das seh ich ja nicht - die menge ist immer die 1 ml - von daher glaub ich nicht dass das rechnerisch umsetzbar ist.

es ist ja zum wirkstoff immer noch ein trägerstoff oder ne basis drin - ob das ne kochsalzlösung ist oder sonst was - ist ja egal.

ich hab da grad ein aktuelles beispiel. bei einer hyposensibilisierung gibt man ja auch ene best. dosis allergene ab - das unterscheidet sich aber nicht immer in der menge in der spritze - sondern in der konzentration in der lösung - und so ist es vermutlich auch bei impfstoffen.

auch bei tabletten - die grösse unterscheidet sich nicht immer durch den wirkstoff - sondern durch den rest den die tablette ausmacht - schau dir die milbemax tablette an (wurmtablette) - die gibts in zwei stärken - dennoch unterscheide ndie sich nicht in der grösse - jedoch in der stärke des wirkstoffes.

nimm 5 ml wasser und lös salz drin auf - ob da jetzt 1 teelöfel oder nur ne brise drin ist - an den 5 ml ändert sich da nix. von daher denke ich nicht dass man das rechnerisch ansehen kann ob da die konzentration vom impfstoff höher oder weniger hoch ist. - hängt immer von der herstellung ab - und ist übrigens bei arzneimitteln immer genau angegeben.

liebe grüsse
luka ilana

grainne666
15.06.2005, 13:06
Hi,

gut, wenn man es nicht rechnerisch angehen (ich denke eher schon), ist es für dich logisch, dass wenn gegen drei Sachen auf einmal geimpft, dasselbe Ergebis rauskommt, als wenn nur gegen eine Sache geimpft wird?

Ich denke man kann es auch von einer anderen Seite betrachten (wenn man eben davon ausgeht, dass die Antikörper in jeder Vakine gleich sind). Der Körper bei mehreren Sachen doch mehr zu tun hat. Ergo, die Antikörper, die ausgebildet werden, müssen sich doch auch aufteilen. Ich denke doch, es ist ein Unterschied, ob ein Körper gegen drei Sachen oder nur gegen eine Sache Antikörper bilden muss. Und für mich ist dann logischer, dass bei mehreren Dingen eben für eine Sache auch weniger Antikörper gebildet werden.

turtles
15.06.2005, 13:20
hallo,

also ich denke nicht dass der körper dann für eines zu wenig antikörper bildet oder so.

aber ich befürworte auch die einzelimpfung (auch wenn ich sei selbst nicht immer durchziehe muss ich gestehen) - einfac hweil sie weniger stress für den körper ist, weniger belastung auf einmal und weil man individueller impfen kann.

ob es rechnerisch machbar ist (nur annehmen dass imemr das selbe reinkommt kannst du da nicht) - würde ich vom impfstoff die deklaration anschauen - da muss das ja draufstehen, oder? und diese angaben kann man dann ja in einen vergleich packen und umrechnen auf 1 ml der trägerlösung kommt soviel impfstoff - ich denke das varriert schon von hersteller zu hersteller.

das beispiel mit wasser und salz - ich geb dir das 1 ml - und sag da ist salz( wirkstoff) im wasser - aber beide sind ja dasselbe - nur dass die konzentration ne andere ist - das ist jetz beim salz nicht so tragisch - kann aber bei medikamenten oder wirkstoffen den unterschied zwischen hilfreich und tödlich sein. daher geht es immer um die konzentration und das wäre erstmal nachzuprüfen ob die bei einzelimpfungen oder kombi identisch ist.

denn es geht dabei nicht nur um die länge der wirkung (es wird ja in dem moment mit den antikörpern begonnen) und nicht immer wieder) - sondern um die menge die das auslöst - und wenn die in den kobiwirkstoffen ausreicht - dann wiess ich nicht ob die dreifache oder fünffache konzentration dann nicht das zuviel wäre. also wenn das wirklich rechnerisch umzusetzen wäre - hätte ich dann erst recht bedenken bei einzelimpfungen. wie gesagt - ich denke dass das so auch nciht umrechenbar ist.

genauso wie ich nicht 1:1 sofort glaube dass die amerikanischen studien für deutschland umsetzbar sind - weil da auch erst mal geschaut werden muss ob man denn den impfstoff dort mit dem hiesigen vergleichen kann (von der zusammensetzung und konzentration)

liebe grüsse
luka ilana

admin
15.06.2005, 13:23
@grainne666,
wie turtles schon ganz richtig festgestellt hat, ist der 1ml, in dem die Vakzine gelöst ist das Trägermedium. Die injizierten Antigene bewegen sich in ihrer Menge und Größe im Melokularbereich!
Rein numerisch wird also immer 1ml appliziert egal ob 1 Wirkstoff oder 5 drin sind.
Im Lösungsmittel ist die relevante Menge eines Impfstoffes enthalten, die eine Immunresponse auslöst.

Zudem wird nicht wie Sie es beschreiben eine unspezifische Abwehr ausgelöst, denn dann bedarf es keiner unterschiedlchen Impfstoffe, sondern der Körper bildet eine spezifische Abwehr gegen jede einzelne Art von Antigen. Das heißt also gegen das Antigen Parvovirus werden spezifische Parvovirus Antikörper gebildet, gegen FeLV Viren AntiFeLV etc etc.

Natürlich schlaucht es den Körper mehr, wenn diverse Impfstoffe verabreicht werden, als wenn nur einer gegeben wird.
Das Immunsystem wird weit mehr belastet, was ja durchaus zu Nebenwirkungen wie Mattigkeit und mildem Fieber führen kann.

Damit ich nicht falsch verstanden werde.
ich bin seit langem Verfechterin des Impfens nach Notwenigkeit udn nicht eines "Standardprotokolls" alle 12 Monate.


Mit freundlichen Grüßen
Dr. Kirsten Thorstensen
Vet Services Manager

Zooplus AG

grainne666
15.06.2005, 13:28
Hi,

klar wenn man rausfinden könnte, wieviel wo an Wirkstoff drin ist. Trotzdem ist es für eine logische Erklräung, warum das Gerücht mit den 1- und 2-Jahres-Intervallen aufgetaucht ist. Und für mich ist es einfach logischer, warum Kombipräperate andere Intervalle hervorrufen. Denn nur die Erklärung, dass man durch die Einzelpräperate einfach nur verschiedene Einstichstellen und damit Nebenwirkungen nur an "einer" Stelle umgeht, reicht mir nicht aus. Denn es ist immer noch ein und derselbe Körper.

Nunja, ich werde das Ganze noch mit meiner TÄ besprechen (meine Tiger müssten im Juli wieder zur Impfung) und ich werde auf jeden Fall zu Einzelpräperaten umsteiegn und da wird keinesfalls alles an einem Tag gespritzt. Denn es ist schon heftig, wenn ich nicht (nur bei meinen) sehe, wie Impfreaktionen aussehen.

blackyblue
15.06.2005, 13:38
Original geschrieben von grainne666
Trotzdem ist es für eine logische Erklräung, warum das Gerücht mit den 1- und 2-Jahres-Intervallen aufgetaucht ist. Und für mich ist es einfach logischer, warum Kombipräperate andere Intervalle hervorrufen. So wie ich das ganze mit dem Impfen verstanden haben, müssen sich die TA zuerst nach der Gesetzeslage (Tollwut) und den Vorgaben der Hersteller richten.

Für Tollwut ist in D ein Jahr gesetzlich vorgeschrieben (was nicht heißt, das eine Tollwutimpung pflicht ist ) - logisch, dass dann bei Kombipräparaten 1 x im Jahr geimpft wird.

Die Hersteller der Impfstoffe geben einen Wirkungszeitraum an, meist halt nur ein Jahr. Ob dies aus Notwendigkeit, Geschäftemacherei oder mangelnden Studien resultiert lasse ich hier offen. Der TA muss sich danach richten und darf nur nach Information des Tierhalters und auf dessen Wunsch die Interwalle verlängern.

grainne666
15.06.2005, 13:43
@ Frau Doc


Zudem wird nicht wie Sie es beschreiben eine unspezifische Abwehr ausgelöst, denn dann bedarf es keiner unterschiedlchen Impfstoffe, sondern der Körper bildet eine spezifische Abwehr gegen jede einzelne Art von Antigen. Das heißt also gegen das Antigen Parvovirus werden spezifische Parvovirus Antikörper gebildet, gegen FeLV Viren AntiFeLV etc etc.

Ist es denn irgendwie medizinisch nachgewiesen, dass bei Kombiwirkstoffen dieselbe Anzahl an Antikörpern gebildet wurde, als bei Einzelpräperaten? Kann man dies überhaupt nachweisen?


Natürlich schlaucht es den Körper mehr, wenn diverse Impfstoffe verabreicht werden, als wenn nur einer gegeben wird.Das Immunsystem wird weit mehr belastet, was ja durchaus zu Nebenwirkungen wie Mattigkeit und mildem Fieber führen kann.

Diese Nebenwirkungen habe ich allerdings auch schon bei Katzen beobachten, die nur eine Einzelimpfung bekommen haben. Heißt also für mich, das eine Impfung so oder so eine Belastung ist.

.
Die injizierten Antigene bewegen sich in ihrer Menge und Größe im Melokularbereich!Rein numerisch wird also immer 1ml appliziert egal ob 1 Wirkstoff oder 5 drin sind.
Im Lösungsmittel ist die relevante Menge eines Impfstoffes enthalten, die eine Immunresponse auslöst.


Kann man dies irgendwoe nachlesen/nachprüfen, dass in Kombi- und Einzelpräperaten dieselbe Menge Wirkstoff enthalten ist? Und wenn ja, gibt es Untersuchungen, dass eben derselbe Schutz (also gleiche Bildung von Antikörpern) besteht?



Damit ich nicht falsch verstanden werde.ich bin seit langem Verfechterin des Impfens nach Notwenigkeit udn nicht eines "Standardprotokolls" alle 12 Monate.


Das weiß ich, konnte ja schon öfter solche Diskusionen hier mitverfolgen ;) . Es ist nur einfach so, dass es für mich bisher noch keine logische Erklärung gab, wieso die 12 Monate eingehalten werden sollen oder nicht. Und ich denke, dies geht vielen so, die auch auf der Suche einer logischen Erklärung sind.

ema
15.06.2005, 13:47
hallo,
habe vor kurzem dieses interessante PDF von Fort Dodge (US-Hersteller) im Web gefunden, darin stehen auch ein paar Details zu der immer zitierten Studie, in der man rausgefunden haben will, daß Katzenseuche nur alle 3 Jahre geimpft werden muß o.s.ä.

http://www.dvmnewsmagazine.com/dvm/data/articlestandard/dvm/332003/66403/article.pdf

wer nicht so fit im Englisch ist: das Fazit aus dem Papier lautet, der TA sollte für jedes Tier individuell den besten Impfplan zuammenstellen.

LG ema :cu:

admin
15.06.2005, 13:52
@all,
dass es sich im Übrigen um mehr als "Gerüchte" aus USA handelt und es nicht zuletzt aus Gründen des Risikos von Impfsarkomen bei Impfstoffen mit Adjuvantien sinnvoll ist, die Intervalle soweit als möglich zu strecken kann man an unterschiedlichsten Stellen nachlesen.

Uni Davis, Californien.
http://www.vmth.ucdavis.edu/vmth/clientinfo/info/genmed/vaccinproto.html

Prof. Richard Ford, NC State University
Er ist Mitglied des control boards für Impfungen in den USA, dies ist seine website, hier sind auch ganz klare Forderungen an die hersteller fomuliert.
http://www.dvmvac.com

Natürlich sin dncit alle Impfungen für Europa/Deutschland relevant. Aber im Grundsatz gilt das gleiche für uns.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Kirsten Thorstensen
Vet Services Manager

Zooplus AG

grainne666
15.06.2005, 13:52
@ blackyblue

Ich habe nur Hauskatzen, darum mache ich mir um Tollwut keine großen Gedanken. Hätte ich Freigänger wurde ich, trotz vielleicht meiner anderen Meinung, trotzdem jährlich impfen lassen, da dies vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist. Und ich natürlich nicht meine Katzen verlieren will, weil sie in einem Tollwutgebiet rumläuft und dannn eingeschläfert werden soll, wegen nicht vorhandener Impfung.

Und eben durch die einfachen Kombisachen wird dies auf alles andere übertragen. Das nun der TA nicht selbst entscheiden kann, sondern nur der Tierhalten ist vermutlich auch richtig. Wobei ein TA (meines Erachtens) schneller und besser an neuere Informationen und Studien herankommt, als ich als Tierhalter. Einfach weil mir der Zugang zu Seminaren, Vorlesungen etc. nicht immer offen steht.

Leider muss ich aus Erfahrung sagen, dass viele TA's nicht hinterfragen, was die Hersteller vorgeben und eben nicht auf die Wünsche des Tierhalters eingehen. Nach neuen Studien wird nicht gesucht bzw. sie werden auch nicht unbedingt durchgeführt. Daher ist das Problem: frag 5 TA's und Du bekommst 10 Meinungen. Gerade bei diesem Thema.

Ich kann halt nur für mich reden: All die Beispiele, die hier aufgeführt wurden, verstehe ich zum Teil auch. Trotzdem finde ich meine aufgeführte, ich sag jetzt mal Theorie, auch nicht abwegig. Ich sehe schon, dies wird auch wieder ein Ewigbeitrag, weil es einfach keine konkreten Informationen gibt (übrigens, auch bei uns Menschen bin ich auf eine Impfproblematik gestoßen. Auch dort wird manchmal heiß diskutiert).

grainne666
15.06.2005, 14:01
@ Frau Doc

Bei den Gerüchten, meinte Dr. Wolf nicht, dass diese Studien nicht stattgefunden hätten, sondern dass sich durch das Internet verbreitet, dass die Impfintervalle einfach gestreckt werden könnten, ohne wirkliche Angaben der Gründe.

Natürlich wurden Studien durchgeführt, aber die Begründung von ihm, wie und warum die Intervalle gestreckt werden könnten, war für mich neu und eben auch logisch.

grainne666
15.06.2005, 14:03
@ Ema

steht da auch, wie der TA das machen soll? Regelmässige Blutabnahme und Überprüfung der Antikörper?
Vor allem, wie bekommt man den TA überzeugt. Ich habe nun zwei jahre nach einer guten TÄ gesucht, mit der ich auch reden kann.

Butterling
15.06.2005, 15:10
Sehr interessant, wobei ich der Meinung bin und auch glaub ich mal gelesen habe, dass die Präparate in den USA andere sind und deswegen sind die Studien gar nicht übertragbar.
Wenn in den USA andere Stoffe genutzt werden, die auch einen längeren Zeitraum abdecken, dann ist es nicht abwegig, dass das Gerücht der längeren Impfintervalle hier aufgetaucht ist. Es greift aber gar nicht, weil die Impfstoffe in Deutschland andere sind, die eben nicht so lange schützen. Dafür sprechen irgendwie auch die ganzen zitierten Studien aus den USA.
Soweit meine Theorie. Dazu kann aber vermutlich Frau Doc mehr sagen.

ema
15.06.2005, 15:32
Ich habe mal an Merial (dt. Hersteller von Katzen-Impfstoffen) geschrieben und folgende Antwort von denen erhalten:

------------------------------------------------

Sehr geehrte Frau ...,

gerne möchte ich Ihre Fragen beantworten.

Die Diskussion um die korrekten Impfintervalle kenne ich. Leider führt dies immer wieder zur Verunsicherung der Tierhalter.

Ich halte es für wichtig anzumerken, dass es kein allgemein gültiges Impfschema für alle Tiere gibt, da sich die Wiederholungsimpfungen u.a. ableiten vom:

a) verwendeten Impfstoff
- der Art und Zusammensetzung (Lebend oder inaktiviert, verwendetes Antigen)
- Ergebnisse korrekt durchgeführt Impfstoffprüfungen

b) Tier selbst
- z.B. Status des Immunsystems
- Gesundheitszustand
- Haltung des Tieres

c) Infektionsdruck im jeweiligen Land.

Für unseren Impfstoff Eurifel RCP (RC: Katzenschnupfen, P: Katzenseuche) folgendes Impfschema:
Grundimmunisierung RCP:
1. Impfung RCP: ab 8. Wochen,
Wiederholungsimpfung RCP nach 3-5 Wochen (i.d.R. im Alter von 12 Wochen).
Daran schließen sich jährliche Wiederholungsimpfungen für RCP im ersten Jahr. Danach hängt es vom Infektionsdruck ab.
Unser Impfstoff Eurifel P (Lebendimpfstoff)ist für 2 Jahre zugelassen d.h. Sie könnten Ihre Katze gegen Katzenseuche alle 2 Jahre impfen lassen. Eurifel RC (inaktivierter Impfstoff) muss jedoch jährlich wiederholt geimpft werden.

Erwähnen möchte ich noch, dass die Studien aus USA teilweise nicht den Kriterien einer Zulassungsstudie entsprechen und die Wirksamkeit nur anhand von Antikörperbestimmung gemessen wurde und deshalb die Aussagekraft mit Vorsicht zu genießen ist.

In Zulassungsstudien muss die Wirksamkeit eines Impfstoffes anhand von Testinfektion überprüft werde , was viel aussagefähiger ist. Dadurch wird überprüft, ob die Antikörpertiter einer Testinfektion standhalten. Nicht alle Impfstoffe, die schützen, führen jedoch zu einem Antikörperspiegel. Dieser Schutz besteht dann hauptsächlich aufgrund zellulären Abwehr, die nicht direkt gemessen werden wie z.B. ein Antikörperspiegel. Deshalb werden Testinfektionen bei Studien durchgeführt.

Die Aussagen, dass die Impfung gegen Katzenseuche eine lebenslange Immunität erreicht, ist mir neu. Ich kenne keine Studie, die dies bestätigt. Meines Wissens wird auch in den USA nicht propagiert, dass gegen Katzenseuche nur grundimmunisiert werden sollte.

Erwähnen möchte ich noch, dass es in Deutschland generell keinen Impfstoff gibt, der für eine 3-jährige Wiederholungsimpfung zugelassen wäre. Es ist daher richtig sich an die Empfehlungen der Impfstoffhersteller zu halten, da diese auf Zulassungsstudien beruht. Wenn Sie also von sich aus das Impfintervall verlängern, tragen Sie selbst das Risiko einer evtl. Erkrankung.

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass eine Impfung nur ein Puzzle von vielen Punkten in der Seuchenbekämpfung darstellt. Ist eine Population zu 80% geschützt, werden dadurch auch 20% nicht geschützte mit geschützt. Derzeit besteht in Deutschland aufgrund der regelmäßigen Wiederholungsimpfungen ein ausreichender Schutz. Weicht man jedoch davon ab, verschiebt sich die Schutzquote und es kommt wieder zum Aufflammen Infektionskrankheiten. Dies war z.B. der Fall in Finnland 1995 (Staupewelle), da nur ein Teil der Hundepopulation einen Impfschutz hatte.

Ich hoffe Ihnen hiermit geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen ...

ema
15.06.2005, 15:38
Hinzufügen möchte ich noch, daß mein TA befürwortet: Katzenseuche alle 2 Jahre, Katzenschnupfen jährlich zu impfen. Er sagte, er hält sich an die Vorgaben des Herstellers. Er sagte, es gibt viele Leute, die lesen im Internet dies und das und wollen es dann auch bei ihrem Tier so haben, unbesehen, ob das für dieses individuelle Tier das Richtige ist oder nicht. Ihm ist wichtig, daß er sich auf die Vorgaben des Herstellers stützen kann, damit es hinterher nicht heißt (falls das Tier dann doch krank werden sollte), er hätte ja zugestimmt, nur noch alle xxx Jahre zu impfen. Hätte er leider alles schon erlebt in seiner Praxis. Deshalb richtet er sich nach der Herstellervorgabe. Ich finde das durchaus auch verständlich und habe kein Problem damit.
LG, ema :cu:

Saraa
15.06.2005, 16:59
Auch meine TÄ impft auf Wunsch mit dem 2-Jahres-Impfstoff von Eurifel. Katzenschnupfen empfiehlt sie weiterhin einmal pro Jahr.

ewu68
15.06.2005, 18:01
Hallo,

hochinteressanter Thread. Vor allem, da meine drei Extrem-Freigänger ja noch viel besser geschützt sein müssen!

Ich werde das nächste Woche mal bei meinem TA ansprechen. Bislang gibts den Kombiwirkstoff. Aber für mich steht fest, dass im Zweifelsfall lieber jährlich geimpft wird!

Ich konnte bislang bei keinem der Drei allerdings jemals die geringste Beeinträchtigung (Mattheit o.ä) durch die Impfung erkennen.

Liebe Grüße
Ewu

Suse
15.06.2005, 19:22
Original geschrieben von ewu68
Hallo,

hochinteressanter Thread. Vor allem, da meine drei Extrem-Freigänger ja noch viel besser geschützt sein müssen!

Ich werde das nächste Woche mal bei meinem TA ansprechen. Bislang gibts den Kombiwirkstoff. Aber für mich steht fest, dass im Zweifelsfall lieber jährlich geimpft wird!

Ich konnte bislang bei keinem der Drei allerdings jemals die geringste Beeinträchtigung (Mattheit o.ä) durch die Impfung erkennen.

Liebe Grüße
Ewu

Hallo Ewu,
erzähl unbedingt, was Dein TA gesagt hat. Ich habe auch 2 Extremfreigänger, deswegen interessiert es mich brennend.

Für alle, die sich für das Thema impfassoziierte Fibrosarkome interessieren: Dr. Kessler (einer der leitenden Ärzte der Hofheimer Tierklinik) hat dazu etwas geschrieben. Vorsicht sehr lang - aber man kann ja das Zahlengewusel überspringen. Es gibt aber in dem Artikel sehr viele wichtige Hinweise, z.B. sollte der TA nach dem Impfen im Impfpass auch vermerken, wo er geimpft hat. Leuchtet ein.

http://www.tierklinik-hofheim.de/downloads/download_3.pdf


:cu: Suse

grainne666
16.06.2005, 08:07
Hi,

der Beitrag von Emma ist sehr interessant. Ich werde das Ganze hier mal ausdrucken und nächste Woche meine TÄ löchern. Denn (soweit ich weiß) wurde Eurifel RCP bei uns noch nicht verwendet. Und dann kann man ja wenigstens eine Sache auf zwei Jahre erweitern. Und die Stelle, wo geipmft wurde, ist bei uns auch noch nie eingetragen worden. Denke mal, dass meine TÄ da (hoffentlich) aufgeschlossen für sein wird. Auf jeden Fall werden es ab diesem Jahr Einzelimpfstoffe!

admin
16.06.2005, 08:17
@grainne666 & @all,
die Impflokation ist bei Impfstoffen mit Adjuvantien (Trägerstoffen) relevant, da diese Adjuvatien für die Entsehung der Impfsarkome verantwortlich gemacht werden.
ich hatte dazu im Januar nach meiner Rückkehr vom US Kongress in Orlando schon einen recht ausführlichen Beitrag geschrieben.
Ich zitiere mich mal selbst:



Adjuvantien sind die Trägerstoffe, die bei inaktivierten Totimpfstoffen eingesetzt werden. z.b. bei Tollwut und FeLV.

Man geht also nun dazu über, so wie es auch auf der Seite, die ich genannt habe, gefordert wird, nur noch Lebendimpfstoffe, bzw. rekombinante Impfstoffe zu verwenden, um dieses Risiko zu eliminieren.

http://www.dvmvac.com/VTypes.html

Auf der Seite wird genau erklärt, was was ist, welche Impfungen empfohlen werden etc etc.

Nicht alle Impfstoffe sind in dieser Form bei uns erhältlich, aber man sollte als Besitzer mit dem behandelnden TA genau besprechen, was geimpft werden soll und was für einen Impfstoff er benutzt.


Ganz neu und die Impfmethode der Zukunft ist die transkutane Impfung. Hier wird nicht mehr mittels Injektion ein Depot unter die Haut gesetzt, sondern quasi die Impfdosis über Druck direkt in die Haut appliziert.
Vorteil: keine lokale Reizung, geringere Impfdosis, bessere Immunität.
Der Impfstoff stammt von Merial (Purevax ohne Adjuvans), der Appliukator ist vet jet, ebenfalls merial.

Es wurde letzte Woche in USA zugelassen und wird sicherlich mittelfristig auch bei uns zu haben sein.




Den ganzen Thread können Sie in den FAQ nachlesen:
https://forum.zooplus.de/forum/showthread.php?threadid=32240

:cu:
Dr. Kirsten Thorstensen
Vet Services Manager

Zooplus AG

Suse
16.06.2005, 09:35
Die transkutane Impfung wäre ja wirklich ein riesen Fortschritt. Dr. Kessler beschreibt ja bei der Ursache des Fibrosarkoms, daß nicht nur die Adjuvantien verantwortlich sind, sondern auch der "Pieks" an sich. (Deswegen sollten bei den Tumorressektionen so wenige Subcutannähte wie möglich gemacht werden ---> verringert die Rezidivanfälligkeit. Wusste ich bisher auch nicht)
In der Humanmedizin wird die transkutane Impfung seit vielen Jahren bereits praktiziert.


:cu: Suse

admin
16.06.2005, 09:40
@Suse,

der Pieks an sich
wird als Ursache diskutiert. In USA hat man diesen Ansatz bereits wieder verworfen, da sich zeigte, dass nach Trennung der Impfungen und schriftlicher Dokumentation der Impflokalisation die adjuvanted vaccines die Übeltäter waren.

Unstrittig ist, dass man bei einer Katze, die nach Injektionen jedweder Art Hautirritationen zeigt, Spritzen jeder Form tunlichst vemeiden sollte. ;)

Man muss natürlich auch realistisch bleiben, was die orale Applikation mancher Medikamente bei der Katze angeht....das sorgfältige Abwägen Nutzen <--> Schaden ist oberstes Gebot.


:cu:
Dr. Kirsten Thorstensen
Vet Services Manager

Zooplus AG

admin
16.06.2005, 09:48
@all,
die nicht wie Suse einen medizinischen Background haben und sozusagen keine "alte Hasen" sind ;)
hier die links zum transdermalen Impfstoff von Merial und der Funktionsweise:

http://www.sugarloafanimalclinic.com/purevax.asp

http://us.merial.com/merial_corporate/news/press_releases/01-05-2005_Feline_Leukemia_Vaccine-PUREVAX.asp



Dr. Kirsten Thorstensen
Vet Services Manager

Zooplus AG

ema
16.06.2005, 10:03
Im Web habe ich bislang nur Infos über Purevax gegen FELV gefunden, soll / wird es diese Art Impfung auch gegen Katzenseuche / Schnupfen geben? Oder ist das nur für FELV relevant, weil man ja wohl gegen FELV aus Sicherheitsgründen mit Totimpfstoff + Adjuvantien impft?
Die Vakzine gegen Katzenseuche ist ja glaub ich meist ein Lebendimpfstoff, zumindest sind meine Katzen so geimpft worden.
LG ema

admin
16.06.2005, 10:07
@ema,
die Frage hatten wir ja im Januar schon geklärt (siehe den zitierten Thtrread).


derzeit kann nur FeLV auf diese Weise geimpft werden. Die "Zukunftsmusik" ist sicherlich, dass alle Impfungen transcutan durchgeführt werden.

Dr. Kirsten Thorstensen
Vet Services Manager

Zooplus AG

ema
16.06.2005, 10:17
oops, war ich mal wieder doof :o
danke :D
ema

Suse
16.06.2005, 12:04
Original geschrieben von ema
oops, war ich mal wieder doof :o
danke :D
ema

Da wir hier, dank eigener Recherchen und den super Fortbildungskursen seitens unserer Frau DOC :bl: anscheinend besser und aktueller informiert sind, als viele niedergelassene TÄ, dürfen wir uns ja wohl auch mal bischen "doof" anstellen.

:cool: Suse

kerstinx
17.06.2005, 08:41
@admin
Ich bin derzeit auf der Suche nach Informationen zum Impfthema, leider habe ich bisher nur amerikanische Seiten/ Veröffentlichungen gefunden. Gibt es denn überhaupt nichts in deutsch ? Wird in Deutschland zu dem Thema nicht geforscht ?

Viele Grüße
Kerstin

ewu68
20.06.2005, 19:15
Original geschrieben von Suse
Hallo Ewu,
erzähl unbedingt, was Dein TA gesagt hat. Ich habe auch 2 Extremfreigänger, deswegen interessiert es mich brennend.

:cu: Suse

:cu:

So, komme gerade vom TA und habe das mit den Impfintervallen mal angesprochen:

Also, erst einmal hatte er nen ziemlichen Hals: "Schon wieder so'n Idiot, der entgegen meiner Empfehlung die Intervalle strecken will!" ;)

Es stellte sich aber ziemlich schnell heraus, dass ihm nur kein Impfstoff für zwei Jahre bekannt war. Er ist sofort losgerannt, um seine schlauen Bücher zu holen. Und siehe da: Er hat ziemlich dumm geguckt, als er Eurifel RCP sah :) - er benutzt ansonsten anscheinend Virbac-Impfstoffe und ist daher bei Merial nicht auf dem Laufenden.

Er hat sich artig bedankt und mir sogar Kopien der "Katalogseiten" von Eurifel RCP, P und RCPT "aufgedrängt". Er ist mit dem Thema sehr offen umgegangen und würde sofort umstellen, wenn ich das wollte.

Ich werde weiterhin jährlich impfen lassen!

Meine Drei haben bei keiner Impfung bislang auch nur das geringste Anzeichen von Nebenwirkungen gezeigt.

Außerdem könnte - wenn ich das richtig durchblickt habe - gerade mal die Katzenseuchen-Impfung gestreckt werden. Schnupfen, Leukose und Tollwut weiterhin jährlich. Also gerade mal eine Impfung weniger.

Und da gehe ich lieber auf Nummer sicher und lasse jährlich impfen!


Liebe Grüße
Ewu


P.S.:

Zur Frage der Konzentration der Wirkstoffe, die ja weiter oben diskutiert wurde:
(jeweils gegen Panleukopenievirus)

Eurifel P: 10^3 GKID 50/mm (10 hoch 3)
Eurifel RCP: 10^3 GKID 50/mm
Eurifel RCPT: 10^3 GKID 50/mm

Ausm Netz:
Purevax RCP FelV: 10^3,5 GKID50/mm


P.S.S.

Impfhäufigkeit:
Eurifel P: alle 2 Jahre
Eurifel RCP: alle 2 Jahre + jedes Jahr RC
Eurifel RCPT. jedes Jahr :confused:

admin
21.06.2005, 09:13
@ewu68,
RCPT soll/muss wegen der T (Tollwut) jährlich geimpft werden, da dies in Deutschland und vielen anderen Staaten bei der Einreise Pflicht ist.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Kirsten Thorstensen
Vet Services Manager

Zooplus AG

michi2
22.06.2005, 11:16
Wollte nur noch mal zwei Links von der Haustierimpfung zur Info hier einstellen, auch wenn sich vielleicht manche dann wieder darüber "aufregen", weil die Homepage von Mo Peichl stammt. :)

http://www.haustierimpfung.de/pseudoargumente.htm

http://www.haustierimpfung.de/euparadox.htm



LG Michaela

kerstinx
23.06.2005, 07:52
Ich beginne und ende bei der Suche nach deutschen Infos auch immer bei Mo Peichl:D Habe sie sogar schon direkt angeschrieben ... Jetzt suche ich halt noch andere Quellen zum Thema, um mich sicherer zu fühlen. Naja, muß ich mich halt durch die englischen Seiten wühlen...

Liebe Grüße
Kerstin

michi2
23.06.2005, 13:05
Ich hab kein Problem mit Mo Peichl, im Gegenteil, ich find sie richtig nett. Hab schon seit längerem Email-Kontakt zu ihr.
Für manche ist sie ein "rotes Tuch", weil sie wühlt und gefährlich wird, für andere ist die Arbeit, die sie macht, richtig informativ. Sie ist Journalistin und ne ganz gute, finde ich.

Auf jeden Fall diskutieren die Leute und machen sich auch Gedanken, egal in welcher Richtung, und genau das wollte sie damit ja auch erreichen. Daß man sich Gedanken macht und nicht alles glaubt, was einen so erzählt wird. TÄ sind auch nur Menschen.

Michaela :cu:

ewu68
23.06.2005, 16:26
Hallo!

Ich war heute wieder mal beim TA und kaum hatten wir guten Tag gesagt, sprach er von sich aus das Impfthema an!

Insgesamt hat er vier Kataloge angeschleppt und wir haben die Angaben für die Seuchen-Impfung verglichen: Gleicher Wirkstoff mit annähernd der gleichen Konzentration! Zwei Hersteller geben ein 1-2jährliches Impfintervall, die anderen beiden dagegen empfehlen 2 Jahre :confused:

(Dabei fiel auch das Wort Titer. Kann mir das bitte mal wer erklären?)

Und was macht mein TA? Schwingt sich ans Telefon und ruft mal schnell bei der Tierärztlichen Hochschule in Hannover an - er folgt grundsätzlich deren Empfehlungen beim Impfen. Die Dame von der TiHo empfahl weiterhin eine jährliche Impfung. Sinngemäße Begründung: Mit den 2-Jahres-Impfstoffen habe man ja noch nicht so viele Erfahrungen und überhaupt... :?: :man:

Auf die Frage, wie hoch den so in etwa der Prozentsatz der Katzen sei, die Impfsarkome bekommen, verwies sie auf fehlende Studien dazu. (Weiß da vielleicht jemand mehr?)

Auch bei der Frage, ob das Risiko eines Sarkoms abhängig von der Anzahl der gleichzeitig gespritzten Impfstoffe sein könnte, musste sie passen.

Mein TA will aber noch wo anders anrufen und mich darüber informieren.

Liebe Grüße
Ewu

michi2
23.06.2005, 21:01
Original geschrieben von ewu68


Gleicher Wirkstoff mit annähernd der gleichen Konzentration! Zwei Hersteller geben ein 1-2jährliches Impfintervall, die anderen beiden dagegen empfehlen 2 Jahre :confused:
Mein TA will aber noch wo anders anrufen und mich darüber informieren.

Liebe Grüße
Ewu

Na, da bin ich aber echt mal gespannt, was da noch raus kommt. :rolleyes:
Außerdem gibt es bei uns in Deutschland durchaus TÄ, die nur alle 2 Jahre impfen einschl. Tollwut und die sagen, das reicht vollkommen aus! Nur diese TÄ sind sehr sehr dünn gesät. :mad:

Michaela

Gloriaviktoria
24.06.2005, 07:41
Sinngemäße Begründung: Mit den 2-Jahres-Impfstoffen habe man ja noch nicht so viele Erfahrungen und überhaupt...
Naja, wenn alle Tierärzte weiterhin jährlich impfen, wird man mit den 2-Jahres-Impfstoffen auch keine Erfahrungen sammeln können :D

ewu68
24.06.2005, 08:07
Original geschrieben von Gloriaviktoria

Naja, wenn alle Tierärzte weiterhin jährlich impfen, wird man mit den 2-Jahres-Impfstoffen auch keine Erfahrungen sammeln können :D
Deswegen auch das :man:
:D

ema
24.06.2005, 08:49
Tja, ich möchte aber auch nicht unbedingt, daß gerade an meiner Katze negative Erfahrungen gesammelt werden ..................... deshalb richte ich mich nach dem Rat meines guten, alten, erfahrenen, lieben usw. TA :D
LG ema

michi2
24.06.2005, 09:01
Original geschrieben von ewu68

Deswegen auch das :man:
:D

Und von mir das hier: :rolleyes:


Dann sollen sie doch langsam mal Erfahrungen sammeln, sich weiterbilden und sich europäischem Standard angleichen , nicht noch wie im "Mittelalter" agieren. Wir sind doch sonst auch nicht so "zurückgeblieben". :rolleyes:
Unser Tollwutgesetz stammt aus Kaiser Wilhelms Zeiten, das war im letzten Jahrtausend. Also bitte. Europaweit gelten andere Gesetze, nur bei uns noch nicht.

Michaela

ema
28.06.2005, 15:00
Ich lese in einer US-Mailingliste, wo ich Mitglied bin, gerade Meldungen über eine Panleukopenie (Katzenseuche?)-Epidemie in den USA. Au weia. Nee danke.
LG, ema :cu: