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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Felines Asthma



Rennsemmel
14.10.2004, 09:25
Hallo ihr lieben Foris,

da mein Simba evtl. an Asthma erkrankt ist, und ich mich mit dieser Krankheit noch nicht auseinander zu setzen brauchte, hoffe ich der ein oder andere von euch kann mir ein paar Tips geben wie man mit dieser Krankheit umgeht.

Ist Cortioson das einzigste Medikament das hilft?
Wieso sollte die Katze zusätzlich inhalieren?
Treten trotz Cortison (leichte) Anfälle auf oder ist die Katze beschwerdefrei?
Kamen bei euch diese Asthmaanfälle auch so brutal überraschend oder hat sich das irgendwie angekündigt?
Was muß ich beachten?

Vielen Dank im Voraus

Pikephish
14.10.2004, 10:38
Hi Nicole,
bei kätzischem Asthma kenn ich mich leider nicht aus (bei Menschen könnt ich Dir weiterhelfen ...). Aber Ena hat doch auch eine asthmakranken Kater, schreib Ihr vielleicht mal. Ich meine, sie gibt auch Cortison in kleinen Dosen, zusätzlich hat sie glaub ich auch noch eine Salzlampe aufgestellt. So genau weiß ich's leider nicht mehr. Frag sie mal.
Grüße

Anschla
14.10.2004, 10:41
schau mal:

https://forum.zooplus.de/forum/home.php?showthread.php&threadid=30171&referrerid=8474

Pikephish
14.10.2004, 10:51
Hi Nicole,
Ema war's, nicht Ena!
Hab Dir auch noch einen Thread von damals hochgeschubst, vielleicht hülft's.
Magst Du eigentlich zum nächsten Stammtisch kommen? Voraussichtlich am 20. hier irgendwo in München (sind noch auf der Suche).
Grüße

eule2409
14.10.2004, 11:45
Hallo,

schau mal in dem Thread von RotFuchs.

Habe dort ein paar Links reingesetzt.

ema
14.10.2004, 12:49
Original geschrieben von Rennsemmel
Ist Cortioson das einzigste Medikament das hilft?
Wieso sollte die Katze zusätzlich inhalieren?
Treten trotz Cortison (leichte) Anfälle auf oder ist die Katze beschwerdefrei?
Kamen bei euch diese Asthmaanfälle auch so brutal überraschend oder hat sich das irgendwie angekündigt?
Was muß ich beachten?


Hallo,

- Du mußt von Deinem TA abklären lassen, was der Grund für die Beschwerden ist. Manchmal können solche Beschwerden auch vom Herzen herrühren oder von Lungenwürmern. Dazu ist eine Röntgenaufnahme, evtl. eine Bronchoskopie erforderlich (kann nur Dein TA entscheiden).

- Falls es wirklich felines Asthma ist: ob Deine Katze unbedingt Cortison braucht oder auch andere Medikamente, ist von Fall zu Fall verschieden. Es kommt auch auf die Art der Beschwerden an. Bei richtigem ASTHMA (mit Erstickungsanfällen, Atemnot) kann ein bronchienerweiterndes Mittel (z.B. Bricanyl) eingesetzt werden. Es soll Katzen geben, denen genügt das und sie brauchen kein zusätzliches Cortison. Bei Katzen mit CHRONISCHER BRONCHITIS (feuchter Husten) ist Cortison notwendig, um die Entzündung zu unterdrücken.

- Oft gibt der TA auch Antibiotika, um eine "normale Bronchitis", die durch Bakterien, Mykoplasmen etc. ausgelöst wird, auszuschließen bzw. die Entzündung einzudämmen, damit keine Lungenentzündung daraus wird.

- Grund für felines Asthma können Allergien sein (inhalative Allergien z.B. gegen Hausstaubmilben oder auch Nahrungsmittelallergien). Anzeichen dafür ist eine erhöhte Anzahl von eosinophilen Granulozyten im Blutbild --> Blut untersuchen lassen!

- Es gibt die Möglichkeit, die Katze inhalieren zu lassen oder Tabletten schlucken zu lassen. Wir haben uns aus persönlichen Gründen für die Tabletten entschieden (siehe anderer Thread). Depotspritzen sind nicht so zu empfehlen (stärkere Nebenwirkungen); Tabletten sind gegenüber Depotspritzen vorteilhafter für das Tier, weil man die Dosis individuell anpassen kann. Bei Depotspritzen geht das nicht.

- Ob die Katze beschwerdefrei ist, hängt davon ab, ob das richtige Medikament gefunden wurde und ob die richtige Dosis gegeben wird. Mein Kater hüstelt mit der geringen Menge, die er jetzt bekommt, höchstens einmal in der Woche ein bißchen. Anfälle bekommt er keine.

- Bei uns war eine grippale Atemwegsinfektion (erst bei uns Menschen, ging dann auf die Tiere über) der Auslöser. Es begann bei Mimi mit einer "normalen Bronchitis", die chronisch wurde und nicht mehr aufgehört hat.

Wie ich bereits im anderen Thread schrieb, es gibt eine neue Yahoogroup felines_asthma, wo Leute, die sich aktiv mit der Krankheit auseinandersetzen wollen, willkommen sind.

Grüße, ema

ema
15.10.2004, 06:26
Der Link zu der Yahoogroup lautet übrigens

http://de.groups.yahoo.com/group/felines_asthma/

LG ema

Rennsemmel
15.10.2004, 13:50
Hallo Ema,
ich habe mich schon durch deine Beiträge gekämpft und bin schon ein bißchen schlauer.

Wie fange ich an :o ?
Angefangen hat es vor ein paar Wochen mit lauten Atemgeräuschen. Innerhalb von 2 Tagen wurde es ganz massiv. Bei Simba wurde HCM samt atypischen Lungenödem diagnostiziert. Er bekam Atenolol (fürs Herz) und Dimazon (zum Entwässern). Er bekam Erstickungsanfälle trotz Entwässerungstabletten. Er bekam letzen Sonntag ganz viele Erstickungsanfälle innerhalb weniger Stunden (obwohl er nun kein Lungenödem mehr hat). Er bekam zusätzlich Solosin (für die Atemwege) und Karsivan (für die Bronchien). Am Dienstag bekam er eine Depotmetrate Spritze, welche scheinbar anschlägt, denn seid gestern morgen hatte er keine weiteren Anfälle.
Simba kann nicht in Narkose gelegt werden (wegen dem HCM)um das Asthma einwandfrei zu diagnostizieren. Die Röntgenbilder zeigen eine Veränderung, aber der Kardiologe "vermutet" Asthma. Ganz genau könnte es man nur mit einem CT oder einer Bronchoskopie klären, wofür aber auch in Vollkarkose gelegt werden müßte. Lt. TA kann man nur sehen ob das Cortison anschlägt, falls ja (und so sieht es momentan ja aus) dann würde es Asthma sein. Er sagte, ich solle ihm nun in Zukunft die Depotspritzen verabreichen lassen. Tabletten hält er nicht für geeignet. Ich halte aber noch mit einem anderen TA Rücksprache, denn ich habe ja mittlerweile deine Beiträge gelesen und festgestellt, daß wohl die Tabletten doch mehr Sinn machen, als die Spritzen.
Momentan scheint er beschwerdefrei. Er inhaliert morgens und abends ganz brav Kamillentee. Es tut ihm gut. Er bekommt morgens: 1/4 Atenolol, 1/2 Karsivan, 1/4 Dimazon und 5 Tropfen Solosin. Abends: 1/2 Karsivan, 1/4 Dimazon und 5 Tropfen Solosin.

Ich hatte Simbas Geschichte unter "Simbas Todesurteil" schon erzählt, kann es aber absolut nachvollziehen wenn du dich nicht durch die vielen Seiten durchwühlen möchtest. Sind ja auch echt viele geworden. Wenn ich irgendwas vergessen habe dann frage ruhig. Vielen Dank für deine ausführlichen Erklärungen. Ich werde bei yahoo mal gucken.
Liebe Grüße

ema
16.10.2004, 16:58
Hallo Nicole,
ich bin leider keine Fachfrau und kenne die Medikamente nicht, die Du aufgezählt hast. Ich kann aus meiner Warte nur sagen: falls der Kater Cortison bekommen soll, wären Tabletten aus den genannten Gründen sicherlich für den Körper auf lange Sicht günstiger. Doch letztendlich muß bei jedem Tier individuell entschieden werden, was passieren soll. Der Arzt hat ja auch ein Wörtchen mitzureden. Ich vertraue meinem TA absolut, er hat mich noch nie enttäuscht. Also auch wenn ich hier und da höre, es sollte etwas anders gemacht werden und warum ich nicht dies oder das machen lasse, dann spreche ich mit meinem TA darüber und orientiere mich dann an seinem Rat.
Vielleicht sprichst Du mal mit Deinem TA über Inhalationen, falls Du meinst, daß Deine Katze da mitspielen würde. Inhalationen sind sicherlich auch noch besser als Depotspritzen, würde ich meinen.
Mehr kluge Ratschläge kann ich Dir jetzt leider auch nicht geben.
ema

firekiki
25.10.2004, 16:31
Hallo,

also bei unserer Katze (5 Jahre) wurde auch Asthma und chronische Bronchitis diagnostiziert. Sie hatte öfters Katzenschnupfen und ab und zu legte sie sich flach hin und hustete ziemlich trocken .
Als sie im Juni wieder anfing Schnupfen zu bekommen versuchte ich es mit inhalieren.
Dazu setzte ich sie in eine Transportbox und stellte ein Inhaliergerät mit Kamillentee davor. Ich fand auch das es ihr anfangs half, allerdings hörte sie sich mit der Zeit immer verschleimter an (wie wenn sich der Schleim lösen würde, sie ihn aber nicht abhusten könnte). Im Juli bekam sie dann ihren ersten schweren Asthmaanfall (Mundatmung und schwere Pumpbewegung des ganzen Brustkorbes). Wir haben dann alles mögliche ausprobiert, sie bekam verschiedene Schleimlöser, Asthmatabletten, Antibiotika (auch verschiedene), Penicillin und natürlich Cortison ohne das sie nicht überlebt hätte. Da die Depotspritzen die normalerweise mind. 7 Tage anhalten bei ihr auch nur noch 3 Tage wirken sind alle Tierärzte ratlos bei denen wir bereits waren, sogar die Tierklinik weiß keinen Rat mehr (sie wurde geröngt um einen Lungentumor auszuschliesen, festgestellt wurde nur das sie eine verschleppte Bronchitis hat - auf Bronchien wären kleine Pünktchen. Auf Bronchoskopie haben wir verzichtet da es sehr schmerzvoll sein muß, sie könnte dabei sterben wenn sie einen Anfall hätte und nätürlich die Kosten von 500€ kommen auch noch hinzu). Die ständigen Tierarztfahrten bei einem Anfall haben sie natürlich noch zusätzlich gestresst (unsere Emma ist zwar sonst sehr lieb, lässt sich aber nur mit schnittfesten Handschuhen beim Tierarzt untersuchen was auch wiederum ein großes Problem ist). Sie bekommt jetzt schon seit 2 Monaten tägl. eine Cortisontablette (Prednisolon) und je nach Bedarf Antibiotika und Schleimlöser (Im Moment ist es wieder nicht so gut, wir denken mal das der nächste Anfall vor der Tür steht und so ein Anfall kann 12 Stunden andauern). Eine Lösung habe ich also auch nicht versuche aber weiterhin Berichte von anderen Katzenbesitzern zu finden denen es ähnlich geht. Wer mir also auch einen Rat geben könnte, ich wäre sehr dankbar.:confused:

Frommi
26.10.2004, 06:35
Hallo firekiki,

als erstes erst einmal :hi:

Meine Tari leidet auch unter felinen Asthma. Sie muß zweimal täglich 10 Minuten inhalieren. Wir haben dazu einen Diffusor von Pariboy, den man sonst für Säuglinge und Kleinkinder nimmt. Es ist allerdings kein Kamillentee sondern ein Medikament zur Bronchienerweiterung darin. Auf der Rechnung steht immer Dexo Lösung zur Inhalation, der richtige Name ist irre lang, dein TA müßte es eigentlich kennen. Zusätzlich bekommt Tari Prednisolon und Karsivan.

Gottseidank geht es Ihr damit sehr gut und sie hat seit August auch nur einen Anfall gehabt (als wir das Prednisolon reduziert hatten).

Die Diagnose wurde bei uns anhand von Röntgenaufnahmen und der angesprochenen Bronchioskopie erstellt. Im nachhinein muß ich sagen, hätte ich Tari die Bronchioskopie lieber erspart, da die TÄ bereits nach den Röntgenaufnahmen zu 99 % sicher war, dass es sich um Asthma handelte. Diese ganzen Untersuchungen wurden übrigens bei einer Fachärztin gemacht, da unsere normale TÄ selber zugab, hiermit überfordert zu sein.

Wie gesagt, es geht Tari mit den Medikamenten gut und die TÄ hat uns die Hoffnung gemacht, dass Tari so eine normale Lebenserwartung hat. Allerdings wird sie für immer Medikamente nehmen müssen.

Alles Gute für Deine Katze

Petra mit Tari und dem Rest der Rasselbande :cu:

ema
26.10.2004, 06:44
Hallo Leute
ich habe doch da oben in dem anderen Posting die Adresse der Asthmagruppe gesetzt (bitte einfach bißchen nach oben rollen). Wir haben schon etliches an Infos zum Lesen zusammengetragen und eine riesige Linksammlung zu dem Thema. Ich glaube, daß jede Katze anders ist und daher gibt es nicht für alle dieselbe Medikation. Die richtigen Medikamente und Dosis etc. muß man für jede Katze einzeln ermitteln. Mein Wissen über das Thema ist noch begrenzt. Doch habe ich schon gemerkt, daß es meinem Mimi mit den unterstützenden Dingen, die ich ihm gebe, besser geht. Wir sind jetzt bei 2,5 mg Prednisolon jeden 2. Tag (!!) angekommen, das ist eine sehr kleine Dosis!
In dem anderen Thread über Asthma steht auch noch einiges drin, ich bin jetzt nur zu knapp mit der Zeit, um danach zu suchen. Wenn ihr in die Suchfunktion "Asthma ema Loulou" eingebt, werdet ihr den Thread bestimmt schnell finden.
ema

firekiki
26.10.2004, 09:11
Hallo Frommi,

an so ein Inahliergerät habe ich auch schon gedacht, wie verwendet ihr diesen Pariboy, den müßt ihr doch eurer Miez in den Mund stecken oder ?? Das werd ich bei meiner Emma vergessen können. Sie ist bei sowas nicht gerade kooperativ.
Ich habe aber auch schon mal so ein extra Inhaliergerät für Katzen entdeckt und zwar bei aerokat, keine Ahnung ob das
funktionieren würde, aber das könnte ich ihr so wie es aussieht über Mund und Nase stülpen. Mal sehen, ich muß ja heute wieder zum Tierarzt weil unsere Medikamente all werden
(heute Morgen war es wieder sehr schlimm, steige jezt von
Bisulf-Sulva wieder um auf Sylolux da sie sich wirklich total
verschleimt anhört) und da werde ich ihn mal fragen
wegen dieser Dexo-Lösung und dem Karsivan. Von sich aus ist er aber noch nicht mit so Vorschlägen gekommen. Auf jeden Fall denke ich wenn das Cortison direkt in die Lungen kommen würde wo es ja eigentlich auch gebraucht wird ,ist das allemal besser als die ewigen Tabletten die auch noch auf den Magen und die anderen Organe gehen.

Grüße und alles Gute für euch und besonders für deine Tari

:)

fienchen1996
18.11.2004, 14:24
Ich habe die Beiträge zum Asthmaproblem deiner Katze gelesen und möchte dir meine Erfahrungen über eine Asthmatherapie mit dem Aerokat berichten.

Wie auch in der Humanmedizin wurde das Katzenasthma in den Tierarztpraxen bisher mit Kortisonspritzen behandelt. Je nach Schwere des Asthmas musste die Katze alle 6 bis 12 Wochen zum Tierarzt zur Depotspritze. Was viele Katzenbesitzer gar nicht wissen: Auch bei der Katze birgt das Kortison hohe gesundheitliche Risiken! So erkranken z.B. viele Katzen in Folge der Langzeitbehandlung mit Kortison an Diabetes.

So erging es um ein Haar auch Fienchen, meiner 8-jährigen Katze. Nach drei Jahren Kortisontherapie waren Fienchens Blutwerte so schlecht, dass sie kurz vor dem Diabetes stand.
Das wollte ich auf gar keinen Fall, also habe ich mich im Internet nach Alternativen zur Kortisonspritze umgesehen. Im Katzendiabetesforum (www.katzendiabetes.de) bekam ich schließlich den Tipp, es einmal mit einem Inhaliergerät zu versuchen, das speziell für Katzen entwickelt wurde: Das Aerokat® :wd:

Ich nahm sofort Kontakt zum Hersteller (Trudell Medical International) in London auf, um das Aerokat zu bestellen, doch seit Juli 2004 wird es über die Wirtschaftsgenossenschaft Deutscher Tierärzte e.G in Garbsen auch in Deutschland vertrieben. Man kann es als Privatperson allerdings nur über den Tierarzt bestellen, das Aerokat kostet rund 50,- Euro.
Dieses Inhaliergerät verfügt über einen speziellen Aufsatz, der perfekt über Katzennase und -mund passt. Therapiert wird das Asthma dann mittels speziellen Dosieraerosolen, die auch in der Humanmedizin zur Asthmabehandlung verwendet werden. Diese Aerosole, die von der Firma GlaxoWellcome produziert werden, können passgenau an das Aerokat angesetzt werden (es passen nur Dosieraerosole von dieser Firma).

Sie entkrampfen einerseits die Bronchien (Serevent®) und verhindern andererseits eine Entzündung (Flutide® oder auch Flixotide®). Bei Flutide bzw. Flixotide handelt es sich zwar auch um Kortisonsprays, aber weil das Kortison durch das Aerokat direkt in die Bronchien und in die Lunge geleitet wird, gelangt es nicht in den Blutkreislauf und hat damit nicht die unerwünschten Nebenwirkungen auf andere Organe, wie es eine Kortisonspritze hat.

Bei Fienchen reicht zurzeit noch eine einmalige Inhalation pro Tag aus. Sie inhaliert abends zunächst das Serevent 30 Sekunden über das Aerokat, nach ca. 10 Minuten dann das Flutide. Das kann aber von Katze zu Katze unterschiedlich sein und muss einfach ausprobiert werden. Bei schwereren Fällen muss die Behandlung evtl. 2 x täglich erfolgen.

Wichtig: Beide Aerosole dürfen immer nur zusammenhängend (als Einheit) verabreicht werden! Verabreicht man das Serevent oder das Flutide allein, reicht es zur Asthmatherapie nicht aus!

Fienchen hatte sich schon nach 4 Tagen an das Aerokat gewöhnt, obwohl sie eine sehr hektische Katze ist und auch die Tierärztin große Bedenken hatte. Doch wenn man das Tier langsam an das Inhaliergerät gewöhnt, dürfte sich jede Katze damit therapieren lassen. Man setzt der Katze das Aerokat zunächst “trocken” auf, erst nur ein paar Sekunden, dann immer länger. Das für die Katze wohl Schlimmste an der Gewöhnung ist das zischende Geräusch, was das Dosieraerosol mit dem Sprühstoß kurz abgibt. Es muss sich für die Katze wie ein Fauchen anhören. Doch Fienchen hatte nach vier Tagen verstanden, dass von diesem Geräusch keine Bedrohung ausgeht.

Diese Therapie ist mit ca. 30 EUR monatlich zwar nicht gerade billig, aber ich bin dennoch begeistert: Fienchen ist viel ausgeglichener, nicht mehr so kurzatmig, hat gar keinen Asthma-Husten mehr! Die Behandlung dauert täglich nur eine Minute, und die ewige Fahrerei zum Tierarzt (Zeit!) sparen wir ja auch!

Außerdem ist die einzige Alternative, die Depotspritze, mit ca. 20,- EUR auch ziemlich teuer. Und wenn die Katze erst einmal an Diabetes erkrankt ist, sind die Kosten der zusätzlichen Diabetesbehandlung sicher auch nicht gerade unerheblich..

Ich hoffe, ich konnte dir damit helfen!
Viele Grüße,
Heike

ema
18.11.2004, 17:35
Original geschrieben von fienchen1996
Außerdem ist die einzige Alternative, die Depotspritze, mit ca. 20,- EUR auch ziemlich teuer. Und wenn die Katze erst einmal an Diabetes erkrankt ist, sind die Kosten der zusätzlichen Diabetesbehandlung sicher auch nicht gerade unerheblich..


Hallo Heike,
wir kennen uns ja schon aus der 7KL. Wie geht es Rusty?
Zu dem von Dir oben Geschriebenen möchte ich sagen, Depotspritzen sind eben NICHT die einzige Alternative. Ich habe ja schon lang und breit geschrieben, wie ich meinen Mimi therapiere und daß das ausgezeichnet bei uns klappt. Also, wenn eine Katze nicht inhalieren KANN oder WILL, dann gibt es auch noch andere Möglichkeiten als Depotspritzen. Es gibt auch eine vernünftige Methode, mit Cortison zu behandeln (mit Tabletten, jeden 2. oder 3. Tag, geringst mögliche Dosis). Aber das habe ich ja schon ausführlich beschrieben.
Wollte das nur noch mal erwähnen, damit das von Dir nicht so im Raum stehenbleibt.
Gruß, ema

ema
18.11.2004, 17:39
Original geschrieben von ema
Dies schrieb ich weiter oben:

- Es gibt die Möglichkeit, die Katze inhalieren zu lassen oder Tabletten schlucken zu lassen. Wir haben uns aus persönlichen Gründen für die Tabletten entschieden (siehe anderer Thread). Depotspritzen sind nicht so zu empfehlen (stärkere Nebenwirkungen); Tabletten sind gegenüber Depotspritzen vorteilhafter für das Tier, weil man die Dosis individuell anpassen kann. Bei Depotspritzen geht das nicht.

Grüße, ema