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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Atemnot bei unserem Graupapagei



digga
07.05.2004, 21:11
Der Käfig mit unserem Graupapagei steht im Winter in der Küche, im Sommer tagsüber auf dem Balkon. Ab und zu ( so ca. jede zweite Woche) hatte er Zustände, als ob er ganz schwer Luft bekommen würde. Er hatte in seinem Käfig einen Hanfstrick zum Nagen und Spielen, den er auch gern mochte und ziemlich zerlegte. Ich war nun der Meinung, diese Hanfstrickteilchen könnten diese Atemnot auslösen oder vielleicht die im Papageienfutter befindlichen Erdnüsse. Ich habe daher diesen Hanfstrick entfernt und nur noch Körnerfutter ohne Erdnüsse verfüttert. Ich hatte den Eindruck, daß dadurch diese Anfälle usblieben. Nun habe ich ihm zum Spielen einen Knäuel Naturbast in den Käfig gehängt , was ihm anscheinend sehr gut gefiel, denn er nagte dauernd daran. Heute nun hatte er wieder nach vielen Wochen wieder so einen Anfall. Ich habe jetzt den Bast wieder entfernt und die Tierärztin gebeten, sich den Vogel anzusehen. Sie konnte aber nicht sagen, was es sein könnte, sie tippte auf eine Allergie oder Herzbeschwerden.Der Vogel ist jetzt 12 Jahre alt.Vielleicht hat jemand dieselbe Erfahrung gemacht und kann mir raten, was ich machen kann.
MfG

Chestnut
08.05.2004, 13:51
Hallo Digga,

war die Tierärztin denn vogelkundig ? Klingt für mich, ehrlich gesagt, nämlich nicht danach.
Ich würde nochmal einen anderen Tierarzt aufsuchen, am besten einen speziellen Vogelarzt.
Atemprobleme bei Papageien deuten oft auf Aspergillose, eine sehr ernstzunehmende Krankheit. Daher war es auch richtig, keine Erdnüsse mehr zu geben, da diese oft mit Schimmelpilzsporen belastet sind und dadurch Aspergillose auslösen können.

Ich würde dir empfehlen, mal im Graupapageienforum auf http://www.vogelforen.de vorbeizuschauen. Dort gibt es viele erfahrene Graupapageienhalter, die Dir weiterhelfen können und eventuell auch einen guten Tierarzt in deiner Nähe nennen können.

Ich wünsche gute Besserung für deinen Grauen.

Gruss, Chestnut

WelliDesi
22.05.2004, 18:02
Stell ihn mal an einem schattigen und kühlen Ort machen macht die Hitze zu schaffen !!!!!

Mfg Desi

Spatz
28.05.2004, 13:08
Was denn für eine Hitze? Wir sind doch nicht im Hochsommer!
Der Ratschlag mit der Untersuchung auf Aspergillose (Luftsackmilben,
Kreislauferkrankung etc. kämen auch in frage) ist schon ganz richtig.
Und wenn eine Tierärztin nur "tippt", was es sein "könnte", ist eh Vorsicht
geboten.

WelliDesi
29.05.2004, 22:26
@ Spatz !
Woher kommst du ?
Daher wo ich bin gibt es jetzt schon Wärme und wenn du meinst ich komme nicht aus Deutschland täuscht du dich !

Mfg Desiree

Spatz
01.06.2004, 09:47
Eben - WÄRME ,aber keine HITZE. Überdenk zudem gelegentlich mal, daß der
Papagei in seiner ursprünglichen Heimat noch ganz anderen Temperaturen ausgesetzt
ist-und so weit sind die Nachzuchten von der Wildform auch noch nicht entfernt.

Was mir aber beim nochmaligen Durchlesen der ursprünglichen Frage auffiel: der Käfig steht
im Winter in der Küche?! Da kämen natürlich auch naheliegend Schädigungen des Atmungstrakts
z.B, durch Teflonausdünstungen (nicht nur aus Kochgeschirren; auch aus verschiedenen Herdplatten)
in frage.

WelliDesi
01.06.2004, 12:54
Ursprünglich ja aber es wird ja kein Papagei sein der hier her kam sondern ein Nachfahre von einer Zucht @Spatz das ist ein Unterschied !

Mfg Desiree

Spatz
07.06.2004, 13:53
Wie ich schon schrieb -ich wiederhole es aber gern nochmal-sind die Nachzuchten in
ihren Bedürfnissen und ihrer Physiologie von der Wildform noch nicht weit entfernt.

Speedy01
20.06.2004, 20:07
Hi,

ich halte hier einige Grauis und muß Spatz vollkommen Recht geben!
Nur richtige Hitze macht unseren Grauen Freunden zu schaffen, falls sie nicht in einen kühleren Ort ausweichen können.
Wie schon erwähnt können Luftsackmilben für die Atemnot eine Ursache sein, wobei ich aber ebenfalls eher an eine Aspergillose denke, besonders weil der Graue schon so lange Zeit Erdnüsse (sicher auch noch in Schale) zu futtern bekam.

Wichtig : Dem Vogel nur Futter anbieten, das keine Erdnüsse enthält, raussammeln nützt garrnix!! Die Pilzsporen haben sich dann nämlich längst in der Saatenmischung breit gemacht!

Wichtig ist nun auf jeden Fall unbedingt(!!!) ein vogelkundiger Tierarzt und es sollte auch nicht mehr gewartet werden, bis ein neuer Anfall auftritt, denn wenn es tatsächlich durch Aspergillose ausgelöst wird, braucht bei einem Anfall nur 1 gelöstes Granulom in die Lunge gelangen und der Vogel erstickt qualvoll!!

Ebenso wichtig ist nun auch das Immunsystem des Vogel zu stärken, also viel abwechslungsreiches Obst und Gemüse anbieten.

Bitte berichte doch mal was der Tierarzt diagnostiziert hat.

Viel Glück!!!

Speedy01
20.06.2004, 20:22
Uups, hatte ich doch ganz vergessen.

Die Küche ist wirklich ein absolut ungeeigneter Aufenthaltsort für Vögel, denn die verschiedensten Dämpfe werden mit der Zeit ebenfalls das Immunsystem lahmlegen, bzw. für Vergiftungen sorgen.
Oftmals treten die ersten Anzeichen erst lange Zeit später auf und man bringt den Aufenthalt in der Küche nicht mehr damit in Verbindung. Dies kann leider ein tötlicher Fehler sein.

Herzliche Grüße