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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ist unser Hund ein Angsthase???



d4rk_elf
28.04.2004, 12:47
Hallo,

eigentlich haben wir mit Spike nie grosse Probeme gehabt, auch nicht im Umgang mit anderen Hunden. Er versteht sich eigentlich mit jedem prächtig ( egal ob Welpe, Rüde oder Hündin). Allerdings ist uns letztens auf der Hundewiese etwas ganz komisch vorgekommen.

Eigentlich spielt er immer mit alles Hunden fröhlich auf der Hundewiese. Allerdings war vor ein paar Wochen ein, wohl etwas älterer, Rüde dabei der unseren Spike ständig besteigen wollte.

Aber statt den anderen weg zu knurren ist Spike immer nur vor dem anderen Hund weggelaufen. Zu guter letzt ist er vorlauter Panik auf eine Parkbank gesprungen. Wir haben uns das natürlich nicht lange angesehen und sind dann gegangen.

Aber das ist doch kein normales Verhalten. Mal ganz davon abgesehen, das der andere Hundebesitzter seinen Hund hätte zurechtweisen müssen.

Warum wehrt unser Hund sich nicht vor anderen anderen Hunden oder unterwirft sich? Was er nämlich auch so gut wie nie für nötig hält! Er ist mit seinen fast 70cm SH und 35 Kilo ja nun auch kein Schosshund den andere zum Frühstück nehmen.

Liegt es daran das er mit seinem knapp 13 mon. einfach noch zu verspielt ist? Oder hält er es nicht für nötig sich zu unterwerfen, weil er weiss das er wenn´s sein muss ganz anders kann?

Er hat auch vorher nie schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden gemacht. Auch nicht als Welpe. Worüber wir bisher eigentlich ganz froh waren. Hat er dadurch nie gelernt sich zu wehren?

Ich weiss echt nicht was das sein könnte!

Bonni
28.04.2004, 15:55
Hallo!!
Bin zwar nicht sicher ob das normal ist, aber ich an Deiner Stelle wäre froh , wenn MAX sich unterwerfen würde anstatt aus Unsicherheit mit jedem Rüden zu stänkern und dann ev. Kloppereien zu provozieren !!! Echt da hätte ich ein Problem weniger !!

SG Martina

poekelmaus
29.04.2004, 10:10
Hallo!
Mit 13 Monaten ist er ja noch mitten in der Pubertät, er weiß halt noch nicht wo sein Platz ist und daß er sich als Rüde auch wehren kann. Was micht nur verwundert ist, daß er sich vor anderen Hunden nicht unterwirft, hat er das als Welpe auch nie gemacht? Mein Golden hat mich in dem Alter auch zur Verzweiflung gebracht, er hat sich sogar vor einem Malteser auf den Rücken gelegt, das war echt peinlich. Mir hat dann eine Hundetrainerin erklärt, daß er einfach noch sehr unsicher ist und mit sicheren Hunden zusammen sein soll, damit er von denen das richtige Verhalten lernt. Dann hat mein Freund sich sehr viel mit ihm beschäftigt, verschiedene Beute- und Zerrspiele gemacht, mein Hund wurde älter und mittlerweile ist er ein selbstsicherer Rüde geworden. Er ist fast 2 Jahre alt, fängt von sich aus keine Keilerei an, aber er zeigt einem anderen Rüden sehr wohl, daß er auch ein Rüde ist. Mittlerweile vermittelt er es über seine Köperhaltung und knurrt auch mal, wenn es ihm zuviel wird. Wenn Du in eine Hundeschule gehst, dann rede mal mit den Trainern darüber wie Du sein Selbstbewusstsein heben kannst. Ganz wichtig ist auch, daß Du dem Hund Sicherheit vermittelst, also ihn nicht immer gleich bemitleiden etc.!
Lg Ingrid

Hovi
29.04.2004, 10:47
Hallo,

Dein Hund HAT sich doch unterworfen :confused: .

Durch das Weggehen drückt er ganz klar aus: Du bist der Stärkere, ich räume freiwillig das Feld.

Hunde unterwerfen sich fast nie für uns Menschen so schön sichtbar mit "Auf den Rücken werfen". Sie tun das viel subtiler, durch Abwenden des Blickes, Weggehen etc.

Dein Hund hat sich absolut normal und altersgerecht verhalten.
Wo siehst Du den ein anormales Verhalten bei Deinem Hund?

Fragende Grüße
Claudia

d4rk_elf
29.04.2004, 12:16
Original geschrieben von Hovi
Hallo,

Dein Hund HAT sich doch unterworfen :confused: .

Durch das Weggehen drückt er ganz klar aus: Du bist der Stärkere, ich räume freiwillig das Feld.

Hunde unterwerfen sich fast nie für uns Menschen so schön sichtbar mit "Auf den Rücken werfen". Sie tun das viel subtiler, durch Abwenden des Blickes, Weggehen etc.

Dein Hund hat sich absolut normal und altersgerecht verhalten.
Wo siehst Du den ein anormales Verhalten bei Deinem Hund?

Fragende Grüße
Claudia


hallo claudia,

auch seine trainerin hat gesagt das das nicht so ganz normal sei. weil er wirklich immer vor dem anderen weglief und der natürlich immer hinterher. wären wir nicht von der hundewiese gegangen wäre das wohl noch ewig so weitergelaufen.
oder lag es daran das der andere dat einfach nicht kapiert hat? das bei unserem dicken garkein fehlverhalten vorlag?

d4rk_elf
29.04.2004, 12:20
ach ja, in der hundeschule ist ihm das gleich auch schon passiert. da wurde er immer von einem mischling angemacht. auch da lief er nur weg, ist vor panik fast in den zaun gelaufen und meinem mann dann balde in die arme gesprungen.

allerdings hat die trainerin die andere hundehalterin zurecht gewiesen, das ihr hund sich total falsch verhält, weil dieser die beschwichtigungsgesten, die unser am anfang noch machte, einfach ignoriert hat.

also kann es echt sein das es nicht an unserem dicken liegt sondern, das in den beiden fällen die anderen hunde einfach nicht richtig sozialisiert waren? weil sie ja weder auf das unterwerfen noch auf beschwichtigungen reagiert haben?

Rüsselterriene
29.04.2004, 18:09
d4rk_elf:

Egal, wie der andere Hund sozialisiert oder "drauf" ist... DU bist für den Schutz deines Hundes verantwortlich.

Wenn er bedrängt oder verfolgt wird, gehe dazwischen!
Irgendwann wird dein Hund merken, das sein Herrchen nur zuschaut und wird sich wehren.
Und dann hast DU ein Problem.

Das Verhalten deines Hundes zeigt eher, das er noch nicht weiss, ob und wie er sich wehren darf.

Anke :cu:

sandinchen
29.04.2004, 19:46
Ich finde es eine kluge Lösung deines Hundes, vom Geschehen weg zu gehen.!
Ich persönlich habe bisher noch keinen Hund gesehen, der sich, aus dem besprungen werden heraus direkt auf den Rücken gelegt hat. :?: Es kommt immer erst die Flucht nach vorn, vielleicht ein sich ducken, aber direkt richtig auf den Rücken in dieser Situation. :confused:
Im übrigen ist das Bespringen ziemlich frech und wird meist von Halbstarken oder teilweise unsicheren Hunden ausgeübt. Ein wirklich "dominantes" (im positiven Sinne) Tier hat so eine plumpe Anmache gar nicht nötig.

Ich finde es auch nicht weiter tragisch, dass dein Hund nicht gleich los knurrt. Sein Gegenüber könnte dann nämlich sauer werden, wenn dein Hund knurrt und das ist ja wohl auch überflüssig. ;)

Hovi
29.04.2004, 19:53
Original geschrieben von d4rk_elf



auch seine trainerin hat gesagt das das nicht so ganz normal sei. weil er wirklich immer vor dem anderen weglief und der natürlich immer hinterher. wären wir nicht von der hundewiese gegangen wäre das wohl noch ewig so weitergelaufen.
oder lag es daran das der andere dat einfach nicht kapiert hat?

Hallo,

meines Erachtens lag das daran, dass er gar keine Alternative hatte.

Das ist das Problem bei statischen Gruppen auf Hundewiesen. Ich ziehe es daher vor, bei Hundebegegnungen zu laufen, so dass keine statische Situation aufkommt.

Der andere hat sicherlich kapiert, dass der jüngere Hund sich unterwirft, aber am Mobben ist ja gerade das Schöne, wenn man ein Opfer hat, das sich nicht wehrt. Also hat er weitergemacht.

In diesem Fall hätte es 2 Lösungen gegeben: Entweder als konsequenter Rudelchef dazwischengehen und dem fremden Hund den Weg versperren, oder in eine andere Richtung davongehen.

Ich halte das Ausweichen nach wie vor für völlig normales Hundeverhalten und kann nicht nachvollziehen, was die Hundetrainerin daran "abnormal" findet... wie hätte er sich denn ihrer Meinung nach Verhalten sollen? :confused:

Grüßle
Claudia

billymoppel
30.04.2004, 07:13
sehe ich auch so. solche hundewiesen vermeide ich, wenn ich die hunde nicht kenne, bzw. die hunde sich kennen und mehr als ein rüde (meiner) da ist. mir ist das im prinzip zu heiß. im fall der fälle könnte billy nämlich nicht einfach abhauen (als in maßen dominanter rüde würde er das nicht tun), wie er es kann, wenn frauchen weitergeht und er die begegnung kurz halten kann, wenn er merkt, mit dem anderen ist die situation sehr angespannt. er würde sich dann in so einer wiesensituation wohl auf was einlassen, denn er ist ein kein junger hund mehr, der sich noch ohne gesichtsverlust unterwerfen kann. umgekehrt gilt das genauso, denn auch billy ist nicht nur ein unschuldslamm, aller jubeljahre gibt es mal einen, mit dem er sich gern anlegen möchte.
unter hündinnen wird auf diese art der unterwerfung (also das verlassen des platzes) übrigens relativ oft gedrungen, häufiger als bei rüden. die andere zu verscheuchen ist da normaler modus operandi.
ich teile ansonsten claudias und sandras einschätzung: die finale unterwerfung (auf dem rücken), sowas machen nur welpen und u.u. hündinnen. unter erwachsenen rüden habe ich es noch nie beobachtet. die haben die subtile sprache, die ein welpe noch nicht beherrscht, längst gelernt.
dein hund ist nun kein welpe mehr, auf den rücken werfen kommt für ihn nicht mehr in frage, er ist aber auch noch (lange) nicht erwachsen, also muss er gegen einen übergewichtigen rüden, der ihm gegenüber auf seine vormacht drängt, ein anderes mittel der unterwerfung wählen - flucht. dass der andere das nicht respektiert, steht auf einem anderen blatt und ich finde das recht normal. das ist der lernprozeß, den dein rüde jetzt durchmacht: nämlich, dass abhauen unter rüden nicht gern gesehen wird und als zeichen der schwäche interpretiert wird. ich hatte die situation silvester, als wir in einem ferienhaus waren, dessen garten von einem riesigen sennenhund beherrscht wurde. es war quasi die wiesensituation. billy war gezwungen, irgendwas zu tun und hat sich (bei seiner größe verständlich, aus unserer sicht) für weggrennen entschieden. natürlich konnte er nicht richtig weg und ergo hat es der freund nicht dabei bewenden lassen. schließlich hatte er billy an einer hauswand gestellt und diesmal blieb billy keine wahl, er musste sich drauf einlassen. das trug ihm dann eine ziemliche schramme überm auge ein (wobei ich denke, dies geschah durch die krallen des sennenhundes eher unabsichtlich) und von da ab herrschte gespannte ruhe. billy durfte den garten auf küprzestem wege zum ausgang passieren, wenn der herr im garten war, vom weg abweichen war aber nicht gestattet und führte gleich zu einer drohung von seiten des herrn sennenhund.
by the way: billy musste natürlich trotzdem den stachel löcken, der olle schlawiner: in abwesenheit des hausherrn hat er abends immer das ganze gelände abgestrullt und das waren bestimmt 1000qm. herr sennenhund hatte früh unter ächzen immer einiges zu tun, der war nämlich nicht mehr der jüngste :D

lg
bettina

Ekle
30.04.2004, 09:00
Hallo,

auch ich finde, daß sowohl Dein als auch der andere Hund sich völlig normal verhalten hat. Einziges Problem an der Sache war mal wieder der Mensch.

Der fremde Hund demonstriert seinen Machtanspruch. Eurer akzeptiert und weicht aus. Soweit so gut. ABER da Ihr auf dem Platz geblieben seit, ist auch Euer Hund dageblieben. Diesen wollte der fremde Hund ja aber gerade weghaben. Also ist es zu einem Mißverständnis gekommen. Fremder Hund war der Meinung sich nicht verständlich genug ausgedrückt zu haben, also hat er noch mal kundgetan was er wünschte, und wieder und wieder.

Euer Hund hat zwar verstanden, konnte aber in letzter Konsequenz nicht danach handeln, denn sonst hätte er Euch verloren, hätte er alleine das Weite gesucht.

Das fehlerhafte Verhalten lag also beim Menschen. Entweder unterbindet man das dominante Verhalten des anderen Hundes, ist also noch "dominanter" und weist ihn in seine Schranken ( einem fremden Hund gegenüber würde ich so etwas allerdings nicht tun ) oder man sorgt dafür, daß der eigene Hund sich artgerecht verhalten und aus der Schußlinie gehen kann, indem man ebenfalls geht.

Es mag Hunde geben, die sich damit zufrieden geben, wenn der andere Hund durch ansatzweises ausweichen den höheren Anspruch anerkannt hat. Aber wenn dem nicht so ist, setzt man den eigenen Hund nur Stress aus, wenn man ihn nicht aus der Situation befreit. "Sich wehren" wäre in diesem Moment einer Verzweiflungstat gleichgekommen, und Ihr solltet froh sein, daß es dazu nicht gekommen ist.

"Falsch" war das Verhalten Eures Hundes nur unter dem Gesichtspunkt, daß man der Meinung ist: Ein großer starker Schäferhund unterwirft sich niemals! Er hat Mut, Kampfstärke, Blablabla. :sn:

Viele Grüße Ekle

Odin09
31.10.2009, 15:21
Hallo,

eigentlich haben wir mit Spike nie grosse Probeme gehabt, auch nicht im Umgang mit anderen Hunden. Er versteht sich eigentlich mit jedem prächtig ( egal ob Welpe, Rüde oder Hündin). Allerdings ist uns letztens auf der Hundewiese etwas ganz komisch vorgekommen.

Eigentlich spielt er immer mit alles Hunden fröhlich auf der Hundewiese. Allerdings war vor ein paar Wochen ein, wohl etwas älterer, Rüde dabei der unseren Spike ständig besteigen wollte.

Aber statt den anderen weg zu knurren ist Spike immer nur vor dem anderen Hund weggelaufen. Zu guter letzt ist er vorlauter Panik auf eine Parkbank gesprungen. Wir haben uns das natürlich nicht lange angesehen und sind dann gegangen.

Aber das ist doch kein normales Verhalten. Mal ganz davon abgesehen, das der andere Hundebesitzter seinen Hund hätte zurechtweisen müssen.

Warum wehrt unser Hund sich nicht vor anderen anderen Hunden oder unterwirft sich? Was er nämlich auch so gut wie nie für nötig hält! Er ist mit seinen fast 70cm SH und 35 Kilo ja nun auch kein Schosshund den andere zum Frühstück nehmen.

Liegt es daran das er mit seinem knapp 13 mon. einfach noch zu verspielt ist? Oder hält er es nicht für nötig sich zu unterwerfen, weil er weiss das er wenn´s sein muss ganz anders kann?

Er hat auch vorher nie schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden gemacht. Auch nicht als Welpe. Worüber wir bisher eigentlich ganz froh waren. Hat er dadurch nie gelernt sich zu wehren?

Ich weiss echt nicht was das sein könnte!

Dein Hund verhält sich meiner Meinung nach vollkommen normal.
Odin reagiert in solchen Situationen auch mit Flucht, aber .... er flüchtet zu mir weil er weiß das ich die Situation für ihn regle. Ich mach das dann indem ich den anderen Hund weg schicke oder mit ihm den Ort des Geschehens verlasse.
Und sei froh das dein Hund lieber flüchtet als sich zu wehren, so werden große Konfliktsituationen vermieden was für allen Anwesenden wirklich angenehmer ist.

Aber statt den anderen weg zu knurren ist Spike immer nur vor dem anderen Hund weggelaufen. Zu guter letzt ist er vorlauter Panik auf eine Parkbank gesprungen. Wir haben uns das natürlich nicht lange angesehen und sind dann gegangen.

Da hättest du eigentlich sofort eingreifen müssen und deinen Hund beschützen sollen indem du ihn zu dir rufst und den anderen wegschickst.
Das kannst du tun indem du dem anderen Hund entgegen gehst und ziemlich feste sagst "hau ab", indem du noch dabei den Arm hebst gegen Himmel machst du dich groß, ich stampfe zusätzlich noch feste auf den Boden, in der Regel sind die anderen Hunde so verduzt das die auch wirklich gehen. Das funktionierte bei mir immer bis jetzt.

NinaV
31.10.2009, 15:41
Hallo Moni,

der Thread ist aus dem Jahre 2004! :)

LG
Nina

Odin09
31.10.2009, 16:11
Lach, okay, das hatte ich übersehen .....

Stina
31.10.2009, 21:42
Moni, ich finde den Beitrag sehr gut :tu:

:t: auch wenn sich das Problem nach 5 Jahren vlt. gegeben hat ;):D

hast du gut geschrieben!!!

LG, Stina