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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wer weiß Rat?????



susiemax
15.04.2004, 16:36
Hallo !
Ich habe ein ziemlich grosses Problem mit unserem 3 1/2 Jahre alten Tibet Terrier. Max darf jeden Tag mit ins Reisebüro und ist eigentlich total friedlich. Die Kunden, die hier ja auch ein und aus gehen bemerkt er kaum, bzw. freut sich sogar über jeden Besuch.
Nähert sich aber ein Hund dem Büro oder geht auf der anderen Strassenseite spazieren, flippt Max total aus.
Er bellt wie verrückt, rast von rechts nach links, knurrt, dpringt ans Schaufenster, reisst alle Plakate ab, zerstört die Deko usw..

Das ist vor allem wenn Kundschaft vor mir sitzt oder wir telefonieren ein grosses Problem.

Jetzt suche ich eine Möglichkeit Max beizubringen, dass er das nicht darf. Ich weiss nur nicht wie.
In "couch für alle Felle" haben die es mit Ignorieren gemacht, hab es auch überlegt ob Leckerlies und der Verweis zum Korb was bringen könnte. Im Moment leine ich ihn dann immer für 15 Minuten an und sage laut und deutlich LEINE..

..hab keine Ahnung ob das der richtige Weg ist.

Bin um jeden Ratschlag dankbar!

Grüsse,
Susie und Max

billymoppel
15.04.2004, 20:28
hallo susi,
ich bezweifle, dass ignorieren im falle einer selbstbelohnenden handlung - und das ist es ja - der richtige weg ist. ist ja wie beim jagen, mit ignorieren käme ich da nicht weit, nur billy wäre in der zeit weit :D ich würde da auch unbedingt mit displinierung arbeiten und durchaus auch mit strafe (schnauzengriff) und platzverweis. anfangen würde ich mit letzterem und dies ruhig in sehr sehr bestimmter stimmlage. schlicht: fenster=tabu. wer bellt, hat am fenster nix zu suchen.

lg
bettina

susiemax
16.04.2004, 09:14
Danke für Deine Antwort! :wd:


Wir werden das jetzt einfach mal ne Zeit lang so probieren und sehen was passiert.
Bekomme auch ständig gesagt, das man so ein "Verteidigen des Reviers" niemals aus einem Hund herausbekommt..

.. naja, wir werden sehen :)

sandinchen
16.04.2004, 11:11
Was du auch versuchen kannst...

Dein Hund teilt sich ja durch seine Getobe und Gebelle auch dir mit. Klar, er will dem Hund da draußen sagen "Hau ab! Hast hier nix verloren!". Aber er sagt auch dir: "Frauchen kuck mal! Da draußen ist ein fremder Hund! Komm her! Wir verteiben ihn."
Vielleicht ist es möglich, dass du den Moment erwischt, wo dein Max den Hund zwar schon entdeckt hat, er aber noch ruhig ist. In dem Moment lobst du ihn.
"Prima Max! Du hast den Hund entdeckt! Toll!"
Er merkt so gleich...Frauchen hat den "Feind" auch schon gesehen und muss nicht Alarm schlagen. Du lobst ihn fürs aufmerksam sein, das darf er ja, er ist ja nunmal ein Hund. ;) Und vielleicht kann man so das Bellen abwenden.

Bestimmt funktioniert es nicht von heute auf morgen, aber versuchen kann man es ja mal.

Ich lobe meine Hund zuhause auch, wenn er im Hausgang was hört und die Ohren spitzt. Ich sage ganz ruhig, dass ich es auch gehört habe und dass es keinen Grund zur Aufregung gibt. So merkt er an meinem Ton, dass alles paletti ist.

sandinchen
16.04.2004, 11:12
Er bellt fast nie. ;)

billymoppel
16.04.2004, 13:56
hallo susi,
aus einem an sich wachhaften hund bringt man das natürlich nie völlig raus, schließlich war das bei unserem hausgenossen ja tausende jahre erwünscht und ist es teilweise heute noch. allerdings glaube ich in deinem fall, dass es weniger mit wachsamkeit zu tun hat, den wegen menschen regt er sich ja nicht auf. eher ist es wohl eine art revierverteidigung den kollegen gegenüber. und da machst du ihm am besten klar, dass das nicht erwünscht ist von deiner seite und gleich gar nicht in dieser gummiball-form. ein wuff und basta wäre ja noch erträglich. wobei ich sagen muss, dass ich bei meinen hunden immer drauf geachtet habe, dass solche revierhaltungen nicht entstehen, ich möchte ja auch mal andere hunde zu besuch haben dürfen.
zur unterstützung würde ich darauf auch achten, dass er nicht in unmittelbarer nähe des ladens markiert, auch das hilft ihm klar zu machen, dass es sich um eine befriedete zone handelt.
nur aus interesse: wie macht er sich, wenn jemand mit hund (vor allem mit rüde) ins geschäft kommt?

lg
bettina

susiemax
16.04.2004, 14:06
Hi Bettina,

oh je, das habe ich bis jetzt immer verhindert. Einmal haben wir eine Dalmatiner Hündin reingelassen und dann liefen beide hier drin ohne Leine herum.
Er hat die Hündin ab und zu laut und kurz angebellt, und Sie in die Ecke des Büros gedrängelt, aber so agressiv wie sonst war er da nicht.

Ich muss dazu sagen, dass Max auch beim Spaziergang wenn andere Hunde sich ihm nähern an der Leine ziemlich "aggressiv" und lautstark ist. Das rührt wohl aus seiner Vergangenheit, habe Ihn von einer Familie und er muss wohl schlechte Erfahrungen gemacht haben. Ich finde das ganz schlimm, weil unsere Spaziergänge wenig entspannend sind
:0(
Hat das eine was mit dem anderen zu tun?

Jetzt hat mir jemand zu einem privatem Hundetrainer geraten.. meinst Du das könnte gut sein für Max?

Gruss,
Susie

billymoppel
16.04.2004, 19:31
hallo susi,
ich wusste nicht, dass er keine gute vergangenheit hat. aber ich denke schon, dass ein verantwortungsvoller hundetrainer eine gute investition ist. meine second-hand-moppel ist ja mangels sozialisation auch nicht astrein in ihrem verhalten anderen hunden gegenüber. sie wird zwar sicher niemals aufholen, was sie versäumt hat (ich bekam sie mit viereinhalb nach vier jahren zwingereinzelhaltung) aber nach in den zwei jahren ist es - mit gelegentlichen rückschlägen - doch mehr oder weniger bergauf gegangen. ganz "normal" wird sie sicher nie. das a und o für den "gestörten" hund ist m.e. kontakt mit anderen hunden, solange er nicht wirklich gefährlich ist, vor allem mit hunde, von denen man weiß, dass sie mit abweichendem verhalten von artgenossen gut zurecht kommen. meine bekanntschaften sind vor allem rüden und das war bei ihr von vorteil, den ein normaler rüde verwarnt eine hündin höchstens mal. zudem habe ich den vorteil, dass ich einen sozial sattelfesten rüden zur seite habe, der ihr das eine oder andere adäuqate verhalten sicher auch gezeigt hat.
in umgekehrter weise würde ich dir vor allem leinenlosen kontakt auf neutralen terrain (hundewiese) mit eher dominanten, serlbstbewußten in sich ruhenden hündinnen empfehlen, die nicht gleich die krise bekommen, wenn ein rüde mal komisch ist. hündinnen neigen auch dazu, rüden zu sagen, was geht und was nicht. sie sind da viel durchsetzungsfähiger als rüden, die sich meistens mehr gefallen lassen und auch nicht unbedingt zimperlich. mein rüde hat schon die eine oder andere saftige (wenn auch nicht wirklich böse) abreibung kassiert, teilweise von damen, die nicht halb so groß waren wie er. :D
alle unter der voraussetzung natürlich, dass dein max nicht wirklich beißt. mal bellen und knurren ist sicher gestattet, falls du mit ihm nicht den friedensnobelpreis gewinnen willst.
nur nicht den mut sinken lassen, es geht immer was, auch beim nicht mehr jungen hund.

lg
bettina