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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bin ich ein Baum???



ElkeG
01.04.2004, 08:42
Hallo,

also, diesmal geht es nicht um meine Westie-Hündin, sondern um einen Nachbarshund.

Es ist ein Airdale-Terrier Rüde, jetzt ca. 8 Monate alt.

Betsy liebt ihn heiß und innig und spielt oft und gerne mit ihm. D.h. der Hund müßte mich bzw. meinen Mann inzwischen auch kennen. Was er schon öfter mal gemacht hat, war, daß er beim Spielen Betsy ewas angepinkelt hat. Wirkte aber nicht immer beabsichtigt, kann ich aber nicht beurteilen, weil der Hund auch mich immer einen etwas tolpatschigen Eindruck macht (wie eben ein zu groß geratenes Baby).

Jetzt hat er allerdings eine neue Marotte entwickelt - er mißbraucht meinen Mann und mich sozusagen als Baum. Was natürlich einerseits auf den ersten Blick irgendwie komisch ist, aber doch etwas, sagen wir mal, unangenehm (sofern ein Hund dieser Größe auch einen ansehnlichen Blaseninhalt hat :D).

Jetzt meine Frage: Warum macht er das (reine Tolpatschigkeit oder Absicht?) und wie sollen wir reagieren.

Sein Herrchen ist nämlich, milde gesagt, mit der Erziehung manchmal etwas überfordert. Wobei er wirklich nett ist, aber er weiß eben oft nicht, was er tun soll.

Jetzt will ich mich natürlich auch nicht gleich unbeliebt machen, sofern ich auch nicht genau weiß, wie ich auf die Pinkel-Attacken reagieren soll. Und was könnte sein Herrchen tun? Damit ich ihm das vielleicht freundlich näherbringen könnte?

Rüsselterriene
01.04.2004, 09:38
Elke:

Dieses Verhalten zeigt "Geringschätzung"... euch gegenüber.
Und genauso, nämlich geringgeschätzt, würde ich diesen Hund behandeln.
Also: Auge drauf: und sobald er euch zunahe kommt, wegschubsen. (Knurr dochmal dazu!)

Was eventuell hift euch etwas aufzuwerten: Bewegt euch mehr, lasst die Hunde nicht alleine spielen. Action!

Wie oft hat der Hund das denn schon bei euch gemacht?
(Ich kenne das von Samweis, der selektiert auch gerne die Umstehenden.)

Anke

Ilona
01.04.2004, 11:41
Was Anke geschrieben hat, kann ich nur so bestätigen.

Geringschätzung ist das Wort, was ich dafür immer gesucht habe (als Alternative zu dominant).

Grad letztens erlebte ich das auf unserer Wiese. Da stand ein junger Mann, der auf mich einen so lieben Eindruck machte, dass er sicherlich kein Wässerchen trüben könnte. Der Hund, der ihm zweimal im Vorbeilaufen an die Hose pinkelte, war ein quirliger, knöchelhoher Irgendwer. Aber selbstbewußt bis zum Umfallen. Das wäre eine Möglichkeit, warum Hund einen Menschen anpinkelt: der Hund ist selbstbewußt und sucht sich ein potentielles Opfer.

Terrier sind bekannt für ihr Selbstbewußtsein. Sie wollen immer höher pinkeln als andere und sind in Gedanken so groß wie ne Dogge. Ohne Euch zu nahe treten zu wollen, aber: Vielleicht macht Ihr auf den Terrier auch den Eindruck von Menschen, die man nicht wirklich ernst nehmen kann?

Ihr könnt so vorgehen, wie Anke beschrieben hat. Behaltet das Monster im Auge, nähert es sich Euch, könnt Ihr ihm mit bösem Blick und vorgebeugtem Oberkörper knurrend entgegen gehen. Das sollte genügen. Wenn nicht, ist Ablenkung des fremden Hundes noch ein Mittel der Wahl. Animiert ihn zu einem Spiel, bevor er Eure Beine ins Visier nimmt und schaut, ob sich sein Verhältnis zu Euch ändert.

Grüßle, Illi

manurtb
01.04.2004, 12:11
Also ich glaub das mit der Geringschätzung nicht.
Bei vielen jungen Hunden ist das der Fall, dass sie auf der Wiese mal einen stehenden Menschen anpinkeln. Das hat für mich was mit pubertärem Verhalten zu tun und auch Unsicherheit und Überforderung. Pubertierende Menschen machen auch Mist und wenn sie erwachsen sind, dann sind sie ganz vernünftig.
Bei meinen Kursen war das so, dass die Hunde das dann wieder gelassen haben, wobei wir das einfach unterstützt haben, indem wir sie von uns geschubst haben, wenn sie das Bein erhoben. Das ist nicht wirklich entspannendes pinkeln des Hundes und er sucht sich viel schneller einen 'Baum', der nicht schubst! :D

ElkeG
01.04.2004, 12:37
Ich hoffe nicht, daß wir auf den Hund so einen - nennen wir es mal "wenig selbstbewußten" Eindruck machen, daß er uns dominieren will. Naja, bei mir könnte ich mir das vielleicht noch eher vorstellen, aber vor meinem Mann hat fast jeder Hund Respekt. Wenn der seine Stimme nur etwas erhebt (spricht von Natur aus sehr laut), legt eigentlich fast jeder Hund die Ohren an.

Merkwürdig finde ich eben nur, daß es erst jetzt passiert, obwohl wir den Hund kennen, seit er 8 Wochen alt ist.

Gestern z. B. habe ich Jack gar nicht bemerkt, weil ich mich gerade mit einer anderen Hundebesitzerin unterhalten habe. Erst als er sein Bein gehoben hat, habe ich geschnallt, was los ist. Aber da war´s dann schon zu spät.
Ich nehme an, bei meinem Mann ist das ähnlich abgelaufen. Denn meistens plaudern wir eben etwas mit Jacks Herrchen, während die Hunde auf der Wiese spielen.

Das Problem ist einfach auch - denke ich jedenfalls - daß sein Herrchen einfach keine Autorität ausstrahlt. Er sagt dann nur "Was machst Du da wieder?? Du bist ja so peinlich!" Aber das eben in einem Tonfall, den der Hund nur als Lob auffassen kann. Und natürlich hat er ihm hinterher gleich noch ein Leckerlie gegeben (so als Ausgleich, weil mein Hund und der Hund der anderen Frau auch eines von ihm bekommen haben).

Aber ich werde mich mal an Eure Tipps halten und denn Hund nächstes Mal gleich anknurren bzw. wegschubsen, wenn er sich mir nähert.

Rüsselterriene
01.04.2004, 13:05
:D @ Manurtb:

Wie soll denn ein Hund Mist definieren?
Kleines Beispiel: Ich war mit meinen Terriern auf Jagd. Als wir Pause machten, setze ich mich auf den Boden und sah einen anderen Terrier zu uns laufen. Er pinkelte für jedes meiner Mädchen gegen einen Baum, kleine Machtdemo, dann näherte er sich meinem Rücken.
Gerade als er das Beinchen auch für mich/an mir heben wollte schnellte ich herum und knurrte ihn an. Daraufhin suchte er das Weite.

Was ich mit Sicherheit sagen kann: Der war längst heraus aus jeglicher Pubertät.

Anke

cheroks
01.04.2004, 15:59
Blase entleeren ist wirklich was anderes!
Merkwürdig finde ich eben nur, daß es erst jetzt passiert, obwohl wir den Hund kennen, seit er 8 Wochen alt ist
Der Hund muss ja erst mal in das Alter kommen in dem er "weiss" was markieren zu bedeuten hat!

Auch wenn ich auf einer Hundewiese rumstehe, habe ich doch immer ein Auge auf die Hunde die da so herumsausen!
Ab jetzt hoff inständig das er das noch mal probiert und wenn dann knurr/groll/schubs ihn ordentlich weg! Sag seinem Herrchen er sollte seinen 8 Monate alten Hund sehr viel besser im Auge behalten! Wenn der Hund 1,5 - 2 Jahre alt ist darf er sich eine Observationspause gönnen, wenn sein Hund gelernt hat wie man sich verhält und wie nicht.

lg tina

manurtb
01.04.2004, 16:48
Original geschrieben von Rüsselterriene

Wie soll denn ein Hund Mist definieren?

Warum sollte er es definieren? Es ist ja nur in unseren Augen Mist.


Original geschrieben von Rüsselterriene

Kleines Beispiel: Ich war mit meinen Terriern auf Jagd. Als wir Pause machten, setze ich mich auf den Boden und sah einen anderen Terrier zu uns laufen. Er pinkelte für jedes meiner Mädchen gegen einen Baum, kleine Machtdemo, dann näherte er sich meinem Rücken.

Das ist doch nur ein männliches Machogehabe. Und vor lauter übersteigertem Darstellungswunsch, schwupps, pinkelt er auch Dich an.
Aber was ich nicht versteh: Was soll es bringen, dass man einen Hund anknurrt? Sind wir Hunde? Beherrschen wir wirklich deren Sprache, so dass wir sie verwenden können, ohne Missverständnisse zu erzeugen? Ich habe eher das Gefühl, bei den ganzen Diskussionen, das wir sehr wenig Ahnung haben, was Hunde mit irgendwelchen Äusserungen ausdrücken wollen.

cheroks
01.04.2004, 17:13
@ manu,
Sind wir Hunde? Beherrschen wir wirklich deren Sprache, so dass wir sie verwenden können, ohne Missverständnisse zu erzeugen?
na klar! Wenn man Hunde untereinander beobachtet kann man sehr viel sehen, es ist gar nicht schwer sich davon etwas abzugucken und es selbst zu verwenden. Ein geknurrtes drohendes Naaaa muss man einem Hund nicht übersetzten, ein Pfui oder Aus dagegen schon!

Wir sind zwar keine Hunde, aber wir haben immerhin die Fähigkeit uns in Hunde hineinzudenken. So kompliziert sind sie meiner Meinung nach auch gar nicht.
Das ist doch nur ein männliches Machogehabe
eben drum! Hunde pinkeln ja auch nicht einen in der Gegend liegenden Hund an.

lg tina

Maggie_HH
01.04.2004, 18:18
Aber was ich nicht versteh: Was soll es bringen, dass man einen Hund anknurrt? Sind wir Hunde? Beherrschen wir wirklich deren Sprache, so dass wir sie verwenden können, ohne Missverständnisse zu erzeugen? Ich habe eher das Gefühl, bei den ganzen Diskussionen, das wir sehr wenig Ahnung haben, was Hunde mit irgendwelchen Äusserungen ausdrücken wollen.

Ich denke auch, dass Hunde einen guten Knurrer besser verstehen als ein Nein, dass ja erst eine Bedeutung bekommen muss. ich habs in letzter zeit, nach dem ich ein wirklich gutes Hundebuch(gibs leider selten) gelesen hab, immer öfter mal ausprobiert und sie verstehen es!!!
Hier das Buch, kann ich jeden empfehlen:
http://www.knappweb.de/Hunde/Bucher/bucher.html

Ich glaube auch, dass man mit ein bisschen Übung ganz gut erahnen kann, was Hunde mit bestimmten Signalen ausdrücken oder uns mitteilen wollen!

Zum Pinkelthema:

Das hat für mich was mit pubertärem Verhalten zu tun und auch Unsicherheit und Überforderung.

Ähm Manu ich denke, man kann nicht ALLES mit Unsicherheit oder Überforderung begründen. In einigen Fällen mag das zutreffen, aber nicht immer. Elke sollte sich die Situationen vielleicht mal genau ansehen, auch die Körpersprache des Hundes. Aber egal warum der Hund dies tut, ich denke auch sie sollte ihn vorher abfangen (mit Knurren, Nein, was auch immer). Und der Besitzer sollte etwas besser aufpassen.

cheroks
01.04.2004, 19:42
dass Hunde einen guten Knurrer besser verstehen als ein Nein

muss aber auch ein guter Knurrer sein;)

Mal im ernst, ich würde vielen Hundebesitzern raten mal vor dem Badezimmerspiegel Kommandos zu üben und auf die eigene Mimik zu achten! So kann man mal sehen wie man rüber kommt und ob Hundi das auch verstehen kann. Körpersprache, Gestik und Mimik sind entscheident!!!

Wer seinen Hund noch nicht angeknurrt hat, sollte das auch erst mal im stillen Kämmerlein ausprobieren, aber es wirkt!!!

lg tina

4711
02.04.2004, 06:53
Hallo

also ich denke es nicht, dass es wichtig ist den Hund anzukurren, wenn man seine Stimme/ Gefühle im Griff hat reicht auch ein Pfui, AB oder was man in dieser Situation auch immer sagt. Das Problem ist nur, dass es ernst sein muss ansonsten bringt es nix .
Die Sache ist doch das Hunde genau unterscheiden können, dass wir keine Hunde sind und, dass wir eigentlich ein anderes Komunikationsspektrum benutzen. In diesem Punkt sind uns die Vierbeiner voraus. Es bringt also genau so wenig, wenn man ein Knurren zwischen den Zähnen raus presst und dabei ein Grinsen auf den Lippen hat, als wenn man den Hund mit freundlich trällernder Stimme "Pfui ist das" schimpft.

Anpinkeln ist allerdings wirklich dominierungs- Gehabe. Gesehen und überprüfen konnte/ mußte ich es an meinem eigenem Rüden (sehr dominant). Nach dem er alles von, nach mir Schnappen wenn ihm was nicht passt bis ignorieren durch hatte, und er bemerkte, dass das alles nix bringt, hat er mich angepinkelt. Ich glaube da war er auch gerade 8- 9 Monate alt, also mitten in der Rüpelphase.
Nachdem wir klar gestellt hatten an welcher Stellen der "Hund" in der Familie steht, ist so etwas nie wieder vorgekommen.

Gruß 4711

Ilona
02.04.2004, 07:35
Ja, es ist ein interessantes Thema, wie wir uns den Hunden verständlich machen. Da unsere Hunde sehr gelehrig sind bezüglich der Sprache des Menschen (Körpersprache eher als Worte), finde ich es besser, weniger Worte zu benutzen und mehr auf Körpersignale zu setzen. So wird für einen Hund ein bedrohlicher Knurrer mit grimmigem Gesicht meist schneller zu einem Abbruchsignal als ein ständig anders gesprochenes "Nein" oder "Aus". Zumal man bei fremden Hunden nicht sicher sein kann, wie Herrchen/Frauchen ein Abbruchsignal benutzen oder ob Hund eines kennt. Auch das bedrohlich wirkende auf-den-Hund-zugehen und dabei den Oberkörper vorbeugen ist oftmals besser, als den Hund irgendwie diffus wegzufuchteln.

Hundertfach erprobt ist es, dass Hunde sehr oft besser auf Körpersignale reagieren als auf das gesprochene Wort. Deshalb wirken ja auch Beschwichtigungssignale, die wir gegenüber einem Hund anwenden auch so gut.

Lieben Gruß, Illi

P.S: Die Diskussion, wie sie in einigen Kreisen seit neuem geführt wird, ob und wie uns Hunde verstehen (wenn wir knurren oder ähnliches), verwundert mich schon ein wenig. Manu, erlebst Du diese Diskussionen auch? Hm, ich kann damit so gar nichts anfangen. Denn dann müßte ich ja tatsächlich anfangen, an allen meinen Kommunikationserfolgen zu zweifeln:(

billymoppel
02.04.2004, 07:57
hallo elke,
zunächst muss man sicher mal unterscheiden, wem die geste gilt: dir oder deiner hündin. aus deiner schilderung vermute ich mal: deiner hündin. pinkeln für die angebetete schätze ich immer als eine mischung aus machogehabe, beschwichtigung (mädels, die von rüden zu sehr bedrängt werden, können auch recht rabiat werden) und visitenkarte ein. jedenfalls sind die mädels an der pinkelstelle meistens interessiert.
natürlich kann anpinkeln durch einen fremden rüden auch geringschätzung bedeuten (wenn einen der eigene hund anpinkelt, ist das ein absolut nicht vergleichbarer fall), aber das weiß man dann schon. ich bin auch mal angepinkelt worden, da hatte noch gar keine hündin und mir das in dieser situation völlig klar, was der gute da andeuten wollte. den habe ich mir natürlich zur brust genommen.
wenn aber ein halbstarker, der nicht weiß wohin mit seinen gefühlen und hormonen, mal über das ziel hinausschießt, muss man da nicht so ein drama draus machen. natürlich soll man es nicht durchgehen lassen, aber freundliche kritik erreicht hunde auch.
noch ein beispiel aus der praxis: billy, der ja beileibe menschen gegenüber nicht zur dominanz neigt, traf eines tages anne, seine ganz große liebe. anne war gerade in der nachhitze und roch noch gut. da sie billy auch sehr mag, hat sie ihm viel gestattet und durchaus auch provoziert. er durfte ausgiebig lecken und schnuppern. nur beim aufreiten war schluß, da fing an, ihn ernstlich zu verwarnen, um ihm dann gleich wieder den hintern hinzuhalten. nach einer weile war billy derartig echauffiert, dass er wohl irgendwie mal dampf ablassen musste: das tat er wo?`an frau gertrud, dem frauchen von anne. natürlich galt das durchaus auch frau gertrud in ihrer eigenschaft als anne zugehörig, aber hauptsächlich natürlich der schönen anne mit dem dicken hintern. keiner von uns beiden hat da ein drama draus gemacht und gemessen an der situation daraus abgeleitet, dass billy frau gertrud nun geringschätzt. was er auch nicht tut, da sie immer mit frolic bewaffnet ist.:D und auch sonst einfach nett. natürlich hat er einen sanften anschiss bekommen und da er auch keine pubertierender jung-rüde mehr ist, war ihm sein fehlverhalten sofort offensichtlich.
also fazit: du musst den kleinen jetzt nicht hassen, sondern darfst ihn weiter gern haben, so wie er dich sicher auch gern hat und solltest es nicht persönlich nehmen. natürlich solltest du dich nicht als baum mißbrauchen lassen, aber gleich den holzhammer musst du auch nicht auspacken. vertrau da einfach deinem gefühl.

lg
bettina

manurtb
02.04.2004, 11:19
Hallo Illi,
ja, mit viel Erstaunen bekomme ich die Leute mit, die ihren Hund anknurren.
Ich habe das auch mal gemacht und das seltsame war, dass unser Hund da sofort verängstigt war. Das wollte ich garnicht.
Sie hatte da einen Stecken im Maul und ich habe mich hingebeugt und geknurrt, sie hat den Stecken rausfallen lassen und hat sich den ganzen Abend nicht mehr in die Nähe getraut.
Und ich bin der Meinung, dass ich normalerweise schon einiges sehen kann, wie sich Hunde verständigen. Aber ich kann die 'Hundesprache' einfach nicht so dosieren, wie es richtig wäre.
Und wenn ich mir anschaue, dass so viele Menschen eben nur einen Teil anschauen (mein Hund hat ihrem garnichts gemacht und ihrer greift meinen an. - Ja, aber ihrer ist in gerader Linie wie ein Derwisch auf meinen zugerannt und hat in die Augen geschaut), dann denke ich mir, dass wir alle nur an der Oberfläche schrappen. Der eine ganz weit oben, der andere etwas weiter unten.

Hallo Maggie_HH,
alle Verhaltensweisen von Mensch und Tier beruhen darauf, dass man sich ein positives Gefühl holen will oder ein negatives Gefühl verhindern will. Ganz vereinfacht ausgedrückt. Da kommt dann die Bedürfnispyramide ins Spiel, also was brauchen wir.
Welches tolle Gefühl soll ein Hund daraus ziehen, über einen wildfremden Menschen, ein Dominanzzeichen auszuüben oder ihn so offensichtlich zu missachten? Wenn man bei den Menschen schaut, dann haben das nur unsichere Menschen nötig, andere Menschen zu beeindrucken oder gleich ein Zeichen zu setzen, dass man sich abgrenzen will.
Die haben Angst, dass sie selbst durch irgendwas ein negatives Gefühl bekommen können und versuchen dadurch, sich ein positives zu geben (Mensch bin ich toll, dass ich dem gleich mein Haus, mein Boot, meine Pferdepflegerin gezeigt habe.).

cheroks
02.04.2004, 11:53
Ich glaube Mehrhundehalter nehmen viel mehr von ihren Hunden an als Einzelhundehalter.
Die Mehrhundehalter haben einfach einen Vorteil, weil sie den ganzen Tag live Hunde und ihre Sprache beobachten können. Meine Hunde senden mir die gleichen Signale wie untereinander. Ich sehe wie z.B. meine Hündin meinen Rüden mal eine mitgibt und wofür. Warum sollte ich das nicht auch machen? z.B. wenn er mich anbufft oder frech wird? Ich könnte darüber lachen und es witzig finden, aber es steckt ja etwas dahinter, ein Test, eine Frage oder auch mal nur Übermut. Trotzdem kann ich in so einem Fall ihm auch mal eine mitgeben (auf hündisch, z.B. knurren und Zähne zeigen). Das versteht er.


Welches tolle Gefühl soll ein Hund daraus ziehen, über einen wildfremden Menschen, ein Dominanzzeichen auszuüben oder ihn so offensichtlich zu missachten?
Selbstbestätigung!!!
Denn wie du selbst gesagt hast:
alle Verhaltensweisen von Mensch und Tier beruhen darauf, dass man sich ein positives Gefühl holen will
Wobei sich die Motive eines Hundes doch sehr von den Motiven eines Menschen unterscheiden.

lg tina

Maggie_HH
02.04.2004, 12:18
ehrlich gesagt, finde ich deine Vergleiche und Beispiele immer sehr menschlich gedacht!!! Ich bin der Meinung Hunde denken anders als Menschen!
ich kenne dieses Anpinkeln von sehr vielen pubertierenden Rüden und nicht alle sind unsicher!

Lotta
02.04.2004, 12:59
Hallo,

eine Frage: Habt ihr mal gesehen, dass ein Rüde einen anderen Hund anpinkelt?

Ich hab das weder je gesehen, noch irgendwo beschrieben gefunden, wenn es um Sozialverhalten von Hunden und Wölfen ging.
(Bei Wildkaninchen und Meerschweinchen habe ich es dagegen
sehr oft gesehen, bei Wildkaninchen meint es: Du gehörst mir!!, bei Meerschweinchen: Lass mich endlich in Ruhe, blöder Typ!!! (oder so ähnlich!)
Haben die Hunde hier also eine neue soziale Verhaltensweise "erfunden", die sie nur gegenüber Menschen zeigen?
Das halte ich für nicht sehr wahrscheinlich.

Vielleicht pinkeln die Rüden tatsächlich in ihrer Aufregung an irgendetwas, das gerade da ist, nämlich unser Bein.

Mein einziges Erlebnis dieser Art spricht dafür: Ich traf mit meiner 8 Monate alten, gerade läufig werdenen Hündin einen fremden Rüden, der allein unterwegs war. Er umwarb sie mit allen seinen Möglichkeiten und als sie sich hinter mir versteckte, hob er plötzlich an mir das Bein (I gitt!!!).
Ich kann mir kaum vorstellen, dass der mich in seinem Liebeswahn überhaupt wahrgenommen hat, mal ganz abgesehen davon, ob ich unsicher wirkte oder nicht.

Aber mal gucken, vielleicht kennt ja doch jemand das Anpinkeln auch unter Hunden.

Viele Grüße von Lotta

Thomas
02.04.2004, 14:04
Hallo Lotta

eine Frage: Habt ihr mal gesehen, dass ein Rüde einen anderen Hund anpinkelt?
Guckst Du HIER <click> (http://www.life2themax.net/dog_attitude.avi) :cool:

Gruß
Thomas, der zwar noch nie als "Zeitungsständer" missbraucht wurde, im Falle eines Falles aber auch sehr knurrig wäre (ohne lange nachzufragen WARUM das jetzt passiert ist)

billymoppel
02.04.2004, 14:07
hallo lotta,
ein gute frage! die antwort: noch nie erlebt. wir kennen eine menge rüden, zu denen mein rüde ganz verschiedene verhältnisse hat: von ganz untergeordnet bis ganz chef und jede menge stufen dazwischen. auch eine tiefe feindschaft gibt es. noch nie ist er angepinkelt worden oder hat es getan.
das einzige tier, was ihn angepinkelt hat, war eine katze. ich bleibe bei meiner meinung: das pinkeln rüde bei hündin ist wie das wettpinkeln fremder rüden, die sich treffen, hauptsächlich beschwichtigung.
ich möchte dazu noch ein ähnliches beispel anführen: vor einiger zeit hatten wir drei hündinnen zu besuch. die eine ist auf billy eh nicht gut zu sprechen und möchte keinerlei annäherung seinerseits. er hat also reichlich von ihr auf den deckel bekommen, sobald er ihr zu nahe kam. der höhepunkt war dann erreicht, als sich zwei der hündinnen auch noch in die haare bekamen. das war der punkt, wo mein absolut stubenreiner rüde, der nie in der wohnung seine pfote hebt, wohl nicht mehr wußte, wohin mit sich: er wäre sicher abgehauen, aber in der wohnung...also hat er da, wo er gerade stand, die pfote gehoben... hätte eine person in dem moment da gestanden, dann mit sicherheit auch an ihr. nur stand da keine.

lg
bettina

manurtb
02.04.2004, 14:34
Original geschrieben von Maggie_HH
ehrlich gesagt, finde ich deine Vergleiche und Beispiele immer sehr menschlich gedacht!!! Ich bin der Meinung Hunde denken anders als Menschen!
ich kenne dieses Anpinkeln von sehr vielen pubertierenden Rüden und nicht alle sind unsicher!
Ja, die sind sehr menschlich gedacht. Denn ich kann nur wie ein Mensch denken und muss schauen, dass ich Analogien finde. Und es gibt halt so ein paar Dinge, die bei allen Tieren (inklusive dem Menschen) gleich funktionieren. Und dazu gehört Lernverhalten (auch wenn nicht alle die gleichen Mechanismen verwenden, z.B. Lernen durch nachahmen oder Lernen durch Try-and-error), und die Grundbedürfnisse.
Ich kenne das Anpinkeln auch von vielen pubertierenden Rüden und mir hat noch keiner gesagt, dass sie unsicher sind. Ich habe es nur bei vielen aus dem Verhalten geschlossen.
Mal eine ganz dumme Frage: Meine Hündin war sehr unsicher, als sie das erste Mal läufig wurde. Wenn Hunde in die Pubertät kommen, willst Du mir erzählen, dass sie nicht alle unsicher sind, wenn sich ihr Körper verändert, sich ihre Stimmungen verändern, ohne dass ihnen das jemand erklären könnte?
Und da unterscheiden sich Tiere auch nicht groß! :D

Lotta
02.04.2004, 14:52
Hallo Thomas,

echt super, das Gesicht von dem liegenden Hund.... - da strecke ich alle Waffen.

Hat noch jemand so etwas mal gesehen?

Und noch ne Frage: hat mal jemand das Anpinkeln beobachtet, ohne dass ein andere Hund im Spiel war? Wenn der Hund dem Menschen damit etwas sagen will, müsste das ja genauso vorkommen.

Bin gespannt - Lotta

ElkeG
02.04.2004, 18:47
@bettina,

ganz sicher hasse ich den Hund jetzt nicht - schon allein deshalb nicht, weil Betsy ihn so sehr liebt:bl:

Trotz allem werde ich in nächster Zeit etwas vorsichtig sein, wenn ich ihm zu nahe komme, denn soooo angenehm war das Gefühl irgendwie nicht :D .

Das mit den Hormonen könnte schon auch sein - irgendwie steht er schon sehr auf meine Betsy, habe ich stark den Eindruck :p . Naja - wo die Liebe halt hinfällt - Airdale und Westie ist schon ein nettes Paar :D .

Allerdings sollte sein Herrchen auch aufpassen, denn nicht jeder sieht das so locker, nehme ich an. Wenn ich mit meiner alten Jeans und den Sneakers unterwegs bin, ist das ja nicht tragisch. Wenn aber jemand im Gucci-Anzug mit den teuren Wildleder-Schuhen kommt, könnte es da schon ganz anders aussehen
:D

billymoppel
02.04.2004, 21:45
deswegen habe ich, seitdem ich auch hündinnen-halterin bin, meinen bekleidungstil nach unten gefahren :D mein gucci-zeugs bleibt im schrank und als schuhe bevorzuge ich gummi-stiefel :D
leider ist mein möppele eine etwas grantelige dame und auch noch kastriert, so dass sich das rüdeninteresse relativ im rahmen hält. sie hat nur einen echten verehrer, der sich nicht abschrecken läßt: einen russischen terrier! nur leider hat sie vor diesem schwarzen riesen bißchen angst. aber eines tages wird sie ihn schon noch erhören, da bin ich mir sicher, er müht sich jedenfalls redlich :D bis dahin bleiben die gummistiefel dran :D

lg
Bettina

Maggie_HH
03.04.2004, 09:33
Ja, die sind sehr menschlich gedacht. Denn ich kann nur wie ein Mensch denken und muss schauen, dass ich Analogien finde.
SO war das ja auch nicht gemeint, is ja klar, dass Menschen wie Menschen denken!;) Aber man kann ja als Mensch versuchen, sich vorzustellen was Hunde denken bzw. was sie mit bestimmten Verhaltensweisen bezwecken usw... Dann brauch man auch diese merkwürdigen Vergleiche mit dem Chef und seinen Angestellten. Solche Beispiele habe ich übrigens immer wieder in den Clickerbüchern gelesen, von wegen man selbst würde ja auch nicht ohne Lohn arbeiten. Ich finde das einfach zu übertrieben, sorry, man kann nicht einfach Menschen mit Hunden vergleichen, meine Meinung. Ich finde eher, das man bestimmte Verhaltensweisen von Kindern mit Hunden vergleichen kann, aber nur, weil Kinder so schön unverblümt ehrlich und egoistisch sind, wie Hunde eben! :D


Meine Hündin war sehr unsicher, als sie das erste Mal läufig wurde. Wenn Hunde in die Pubertät kommen, willst Du mir erzählen, dass sie nicht alle unsicher sind, wenn sich ihr Körper verändert, sich ihre Stimmungen verändern, ohne dass ihnen das jemand erklären könnte?
Also ich glaube nicht, dass jeder Hund in der Pubertät verunsichert ist. Sie machen darum kein großes Drama, sie nehmen die Veränderungen lockerer hin als wir, denke ich. ich kann es natürlich nicht beweisen. Aber das Erwachsenwerden ist ja schließlich was ganz natürliches, würde es Tiere so aus der Bahn werfen, dann wären diese Veränderungen ja auch nicht sehr förderlich fürs Überleben, oder?
ich hab so langsam das Gefühl, dass du entweder alle Probleme (auch bei deiner eigenen Hündin) versuchst mit Unsicherheit zu erklären/entschuldigen oder dass deine Hündin tatsächlich ein unsicheres Häufchen Elend ist. Wenn zweiteres der Fall ist, dann würde ich mal ganz genau überlegen, warum deine Hündin so unsicher ist und versuchen ihr etwas mehr Sicherheit zu geben.

manurtb
05.04.2004, 12:46
Hallo Juliane,

ich bin der Meinung, dass auch Tiere unsicher sind, wenn bei ihnen Veränderungen eintreten. Sie zeigen es nur nicht, sondern geben sich keine Blösse. Schwächen kann man sich nicht leisten.

Dein Vergleich mit den Kindern ist sehr schön. Nur sehe ich da keinen Widerspruch. Erwachsene und Kinder funktionieren von der Motivation gleich. Nur können Erwachsene viel mehr verstecken und meinen es, steuern zu können.
Können sie aber tatsächlich nicht, sondern zeigen dann nur Übersprungsverhalten. Ist aber eine andere Geschichte.

Deine unzulässige Schlussfolgerung zeigt mir, dass Du ein Problem mit meiner Meinung hast. Scheinbar fehlen Dir die Argumente und deswegen muss jetzt so ein 'Tiefschlag' erfolgen. Finde ich persönlich schade, muss ich aber akzeptieren (mach ich ja manchmal auch nicht anders, denn ich kann auch nur menschlich handeln, selbst wenn ich weiss, woher manche Verhaltensweisen kommen!). Du brauchst Dir keine Gedanken über meinen Hund zu machen, meine Vermutungen haben sich da bisher bestätigt.
Ich bin der Meinung, dass viele Dinge auf Unsicherheit zurückzuführen sind. Bei den Menschen sind es ca. 80 % der Verhaltensweisen, warum nicht auch bei den Tieren? Wie gesagt, ich seh da keinen großen Unterschied zwischen Menschen und Tieren.

Kira103
05.04.2004, 17:50
Hallo alle miteinander!
Habe gerade extra in dieses Forum geschaut, weil ich eine Pinkel-Frage habe ... und siehe da, es ist sogar schon ein Pinkel-Tread am laufen .... ist ja toll!!!

Also, hier nun meine Pinkel-Geschichte:

Leider ist der pinkelnde Hund mein eigener :( Und zwar treffen wir so ca. zwei mal die Woche einen stattlichen Hovi-Rüden. Ich habe eigentlich eindeutig das Gefühl, dass der Hovi von meinem ganz klar als ranghöher angesehen wird. Z.B. würde er es sich bei ihm niemals wagen, an sein Bällchen ranzugehen, was er bei anderen Hunden durchaus mal ganz gerne versucht. Wenn er doch mal zu nahe rankommt, gibts ein kurzes Knurren vom Hovi und Bendix trollt sich sofort ein paar Meter weiter.

So und nun kommt das Pinkeln ins Spiel. So alle paar Wochen versucht Bendix diesen Hovi anzupinkeln. Das passiert immer nur direkt bei der Begrüßung, nie wenn wir schon länger unterwegs sind, und ich habe auch noch nie gesehen, dass er das bei irgend einem anderen Hund macht. Nur dieser Hovi soll immer dran glauben.

Schon alleine wegen der Hundebesitzerin des Hovis scheuche ich ihn sofort weg, wenn er sein Bein heben will, ich möchte auch nicht so unbedingt einen angepinkelten Hund aufm Sofa haben ;) Zu verstehen was ich da überhaupt von ihm will, scheint Bendix nicht, er guckt mich immer ziemlich irritiert an. Es interessiert ihn auch nicht sonderlich wenn der Hovi in der Zeit in der Bendix das Bein hebt, schon ganz woanders ist, dann wird eben das Gras auf dem der Hovi eben stand bewässert.

Also, wie gesagt, Geringschätzung kann ich mir in diesem Fall eigentlich wirklich nicht vorstellen :confused: aber Unsicherheit auch nicht, wir sehen den Hovi ja öfters und die beiden hatten noch nie Probleme.

Ich glaube, mein Hund ist einfach gestört!! :?: Ich kann mir darauf absolut keinen Reim machen. Vor allem wundert mich, dass er es immer nur bei diesem einen Hund versucht. Ach ja, in der Pupertät ist er auch nicht mehr, er ist jetzt ca. 3 Jahre alt.

Also, bin gespannt, was ihr darüber denkt.

Viele Grüße - Katarina :wd:

Maggie_HH
05.04.2004, 19:26
Deine unzulässige Schlussfolgerung zeigt mir, dass Du ein Problem mit meiner Meinung hast. Scheinbar fehlen Dir die Argumente und deswegen muss jetzt so ein 'Tiefschlag' erfolgen.
Wieso ist meine Schlussfolgerung unzulässig???? :confused:
Ich hab kein Problem mit deiner Meinung, jeder so wie er meint, aber ich darf doch wohl ehrlich schreiben, was ich denke oder?
ich kann auch keinen Tiefschlag finden. Es war nur so ein Gedanke, der mir schon länger im Kopf herumschwirrt!

Ilona
06.04.2004, 07:30
Hallo Katarina,

Günter Bloch bemerkte zum Markierverhalten der Wölfe unter anderem, dass sie damit nicht nur ihr Revier markieren, sondern auch soziale Zusammengehörigkeit demonstrieren. Dabei überpinkeln die Leitwölfin und der Leitwolf gegenseitig ihre markierten Stellen.

Möglicherweise möchte Dein Bendix ähnliches mit seinem Markierverhalten andeuten? Ich gebe zu, es ist spekulativ, aber möglich wäre, dass Bendix damit sagen will: He, gut Dich wieder zu sehen, wir gehören ja zusammen.

Tja, wenn wir wüßten, wie unsere Hunde denken, dann hätten wir es manchmal um ein Vielfaches einfacher;)

Lieben Gruß, Illi

manurtb
06.04.2004, 13:18
Original geschrieben von Maggie_HH

Wieso ist meine Schlussfolgerung unzulässig???? :confused:

Über meine Meinung auf meinen Hund zu schliessen! Ist zwar beliebt bei vielen Hundlern, meiner Meinung nach aber das Totschlagargument, denn jeder hat irgendwelche Problemchen und Probleme mit seinem Hund.
Ich war im übrigen schon vor unserem Hund dieser Meinung! Jetzt darf ich sie wohl nicht mehr haben, weil mein Hund ein bestimmtes Verhalten zeigt, naja, ich geh mir dann mal eine neue Meinung holen! :D

Maggie_HH
06.04.2004, 15:22
Ist zwar beliebt bei vielen Hundlern, meiner Meinung nach aber das Totschlagargument, denn jeder hat irgendwelche Problemchen und Probleme mit seinem Hund.

Wieso ist das ein Totschlagargument? Der Hund passt sich seiner Umgebung an.
Hmm, klar hat jeder mal Probleme mit seinen Hund, aber wenn ich einen Hund von klein auf hab, dann bastle ich nich 3 Jahre an einem Problem herum. Natürlich sollte mal bei der Hundeerziehung Geduld haben, aber das is meiner Meinung nach zu lang!

manurtb
07.04.2004, 11:05
Und das heisst? Ich bastle nicht seit drei Jahren an Problemen rum, weil ich z.B. erst seit Januar weiss, dass mein Hund krank ist und deswegen bisher ein Aggressionsproblem hatte.
Aber nochmal: Was hat das mit meiner Meinung zu tun, dass viele Probleme aus Unsicherheit entstehen?
Wenn Du jetzt nochmal darüber nachdenkst, was Du mir unterstellt hast und die Information dazu jetzt hast, kommst Du dann drauf, warum sowas ein Totschlagargument ist?
Ich werfe mir schon selbst vor, dass ich zu lange Zeit gebraucht habe, um wirklich rauszufinden, wo bei Pula das Problem liegt. Allerdings war ich halt dumm genug, meinem TA zu glauben, als er mir zweimal sagte, dass die Blutwerte in Hinblick auf die Schilddrüse normal wären. Über die Suche nach einer TTouch-Trainerin kam ich dann wieder zu dem Thema und dann hats endlich jemand erkannt.

Ich finde Deine Aussage, dass sich der Hund seiner Umgebung anpasst einfach nur platt. Das würde bedeuten, dass jeder Hund in der gleichen Umgebung gleich wäre. Es gäbe keine Einflüsse z.B. durch Krankheiten.
Ich finde es klasse, wie Pula sich entwickelt hat. Ihre Mutter wurde in Südafrika gelassen, weil sie in Europa nicht zu integrieren wäre.
Aber so wie Du dachte ich früher auch. Da hatte ich einen Bordecollie, der vom 3. Tag an bei uns bis zur Erblindung und Taubwerden ohne Leine mit uns unterwegs war. Jeder, der das nicht konnte, war halt einfach zu blöd, denn das kann man ja mit jedem Hund machen (glaubte ich!). Ist halt ein Lernprozess.

Maggie_HH
07.04.2004, 12:32
Ich finde Deine Aussage, dass sich der Hund seiner Umgebung anpasst einfach nur platt.
Das ist einfach so, Hunde müssen sich gut und schnell an sich verändernde Umweltbedingungen anpassen können. Und das können sie auch sehr gut. Kann dir gerne Beispiele geben!


Das würde bedeuten, dass jeder Hund in der gleichen Umgebung gleich wäre. Es gäbe keine Einflüsse z.B. durch Krankheiten.
Hier drehst du mir was Wort in Mund um, das habe ich damit nicht gemeint. Es ist mir auch klar, dass jeder Hund anders ist und nicht jeder Hund in der gleichen Umgebung gleich ist. Und ich hab auch nicht von einem kranken Hund gesprochen.

Manu, es ist ziemlich schwierig mit dir zu diskutieren, wenn du mir Wörter in den Mund legst....
Na ja, ich glaub sowieso nicht, dass wir uns hier einig werden. Aber müssen wir ja auch nicht! Ich finde es wichtig, dass es unterschiedliche Meinungen gibt, egal um was es sich handelt, sonst gäbs ja auch keinen Fortschritt, oder?