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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sie hat zu nichts Lust



Goldi
10.12.2003, 13:44
Hallo Ihr,
kann mir vielleicht Einer helfen? Ich habe eine 2 jährige Settermischlingshündin.Sie hat zu nichts lust und ist super ängstlich. Sei es spazieren gehen, spielen , fressen, oder schmusen nichts macht sie wirklich gern. Wenn ich morgens mit ihr gehe, muß ich sie wie einen Esel mitziehen( 10 min.).Mittags um 12 gehen wir im Rudel gassi.Ich kann sie bitten und locken aber freiwillig geht nichts (1 Stunde). Sie spielt zwar nicht mit den anderen Hunden, aber sie schnuppert viel. Abends nochmal das gleiche, wie einen Esel 10 min. hinterherziehen.Es wird immer schlimmer.
Gruß Iris

Maggie_HH
10.12.2003, 15:17
Seit wann hast du sie?
Seit wann hat sie dieses Verhalten? Ist es plötzlich gekommen?
Warst du mal beim Tierarzt? Vielleicht hat sie Schmerzen? Wie ist sie zu Hause?

Goldi
10.12.2003, 16:21
Hier der Werdegang von Candy:
Ich habe sie mit 10 Wochen von Privat bekommen. Sie war ein lieber etwas ängstlicher Welpe.Bei mir im Haus ist noch eine Hündin, die sie sofort adoptierte.Wir besuchten eine Welpenschule und machten den Hundeführerschein. Ich nahm sie von nun an überall mit hin. Mit 5 Monaten übten wir das Alleinsein. Hat gut geklappt. Bis das sie etwas ängstlich war, war alles ok.Mit etwas über einem Jahr zeigte sie erstmals das sie Fremde nicht mag. Sie legte sich an die Füße des Besuchs, und als dieser sie streicheln wollte.versuchte Candy zuzuschnappen.Ich war geschockt. Obwohl Candy mit Kinder aufwuchs, darf sie heute kein Kind streicheln oder in ihre Nähe kommen.Kein Kind hat ihr je was getan. Sie war nie allein mit Kindern. Vor knapp 4 Monaten fing es dann damit an, das sie ungern raus will. Wenn ich sie heute zu Besuch irgendwo mithinnehme,(Leute die sie kennt) und ich gehe dann muß ich bitten und betteln, das sie mit nach Hause geht. Dann hat der TA eine Allergie gegen Futtermilben festgestellt. Sie wird im momment desensibilisiert.Ich bin echt am Ende.Ich hatte schon eine Psychologin bei mir. Die verschrieb mir Antidepressiva, es war die Hölle. 50 Euro für nichts.
Viele Grüße Iris

Hovi
10.12.2003, 18:13
Hallo Iris,

für mich hört sich das an, als sei die Hündin super-unsicher. Auch in Bezug auf die Rudelführerschaft. Nicht, dass sie die Rudelführerschaft will, sondern, dass ihr ein souveräner Führer FEHLT.

Den Hund mitziehen? Wo geht ihr denn Gassi - bestünde die Möglichkeit, dass ihr auf einem größeren eingezäunten Gelände (fremder Hundeplatz?) mal übt? Du leinst sie ab, gehst weg.... und kümmerst Dich nicht um sie. Wenn sie eine Bindung zu Dir aufgebaut hat und Vertrauen zu Dir hat, wird sie Dir folgen! Wenn nicht, mußt Du da dran intensiv arbeiten!

Antidepressiva brauchen (bei Mensch UND Tier) manchmal bis zu einem Vierteljahr, bis endlich eine Wirkung eintritt, dies ist zu bedenken! Also, wenn die Hündin erst seit zwei, drei Wochen Tabletten bekommt, ist es nicht verwunderlich, wenn diese noch nicht wirken.

Ich bin nicht generell gegen die Verwendung von Medikamenten beim verhaltensgestörten Hund, aber bitte nur dann, wenn dies wirklich angezeigt ist! Sollte euer Problem auf einer Unsicherheit aufgrund mangelnden Vertrauens / fehlender Bindung (Du schreibst, sie schmust auch nicht gerne?) beruhen, ist der Aufbau einer guten Bindung das Mittel der Wahl, um Deiner Hündin Lebensfreude zu schenken!

LG
Claudia

Goldi
10.12.2003, 18:38
Also meine Hündin steht natürlich im Gehorsam.Wenn ich sie ableinen würde und ihr das Kommando Fuß gebe tut sie dies auch.Wenn ich aber zum "PIPPI machen" mit ihr rausgehe, gehe ich an einigen Wiesen vorbei und auf einen Parkplatz. Das sie mich nicht als Rudelführer akzeptirt kann ich mir nicht vorstellen.Ich bestimme wann geschmust wird,wann es raus geht , wer durch die Tür geht,wann es was zu fressen gibt, egal was und wann etwas geschieht.

Hovi
10.12.2003, 18:49
Hallo Iris,

bitte mach nicht den riesigen Denkfehler, Gehorsam mit Vertrauen und Bindung zu verwechseln!!!!!! Das eine hat mit dem anderen Null und Nichts zu tun.

Ebenso kann ein Hund, der in der Familie die Alphaposition schon längst eingenommen hat, trotzdem auf Kommandos gehorchen. Hunde sind nicht dumm, sie sind Opportunisten. Wenn sie feststellen, dass es sich für sie lohnt, Kommandos zu befolgen, werden sie dies auch tun. Das hat aber nichts mit deren Status zu tun.

Das Wichtigste in der Mensch-Hund-Beziehung ist das Vertrauen. Eine enge Bindung entsteht dann ganz von alleine. Ist das Vertrauen mal da, lassen sich (fast) alle Verhaltensprobleme lösen!

LG
Claudia

sandinchen
10.12.2003, 19:13
Für mich klingt das, als sollte der Hund mal ganz gründlich untersucht werden. Ich bin kein Tierarzt, aber für mich klingt das nach Krankheit. Sie scheint ja an gar nichts Freude zu haben. Wenn es "nur" an fehlendem Vertrauen zu dir liegen würde, dann müsste sie sich doch wenigstens über die anderen Hunde freuen. Aber dass sie gar nichts mag... geh doch mal zum Naturheilpraktiker, als Alternative.

Nicht verzagen! ;)

cheroks
11.12.2003, 15:57
Hallo Iris,

mal ein Beispiel:
meine jetzt 4 jährige Hündin Pauline war sehr ängstlich als Junghund dabei zeigt sie aber 100% Gehorsam. Sie wirkte depressiv, introvertiert und irgendwie jämmerlich. Bindung war auch sehr intensiv, eigentlich zu intensiv:rolleyes: Und genau da lag bei uns das Problem. Ich habe sie wohl emotional zu sehr an mich gebunden. Sie durfte eigentlich alles, da ich jedes Verhalten von ihr kontrollieren kann, sie lief immer und überall ohne Leine etc. Ich habe sie wohl einfach zu sehr bemuttert, da bei ihr schon mit 6 Monaten ein Herzfehler diagnostiziert wurde und die (doofen) TA´s mir DRINGEND geraten haben, sie nicht mehr rennen, springen, spielen zu lassen. Ich war total verunsichert was ich ihr nun noch erlauben soll und wie ich sie "händeln" soll. Für einen unsicheren Hund FATAL! Denn wenn ich so mitleidig,ängstlich und unsicher um sie bin, wie muss sie sich dann fühlen??? Wie ein nichts und niemand!

Ich hab meine Einstellung verändert, den Hund nicht mehr bemitleidet und bin auf ihr Angstverhalten gar nicht mehr eingegangen. Nebenbei habe ich ihr Bachblüten gegenben um ihre Psyche wieder ein bisschen aufzumöbeln. Ich habe ein paar Grenzen gesetzt an die sie sich halten musste (was kein Problem war, aber ihr Sicherheit verschafft hat). Sie ist aufgeblüht, sehr viel selbstbewusster geworden und auch sehr viel mutiger:) Mittlerweile würde kaum jemand denken, dass sie je ein Problem hatte

Ich würde sie auf jeden Fall mal durchchecken lassen und ich würde sicher auch zum THP gehen. Trotzdem ist meistens der Mensch für das Verhalten des Hundes verantwortlich.

LG Tina

Girasol
11.12.2003, 21:29
Hallo Iris!

Also ich würde die Hündin auch erst mal an erster Stelle unbedingt von einem kompetenten TA durchchecken lassen, ob ihr nicht was fehlt oder ein körperliches Leiden die Ursache eurer Probleme ist. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion kann z. B. auch Trägheit oder Unlust ein Symptom sein. Das soll jetzt keine Diagnose sein, sondern nur ein Beispiel dafür, daß deine Hündin ja auch körperlich als Ursache ihres Verhaltens
was haben könnte.
Sollte sie kerngesund sein, würde ich die Ängstlichkeit unterstützend mit Bachblüten behandeln. Ganz wichtig wäre es dann natürlich noch, wenn du einen kompetenten und ausgebildeten Hundetrainer aufsuchst, der eure Probleme vor Ort anschaut, und sich ein persönliches Bild von euch macht. Gerade wenn eure Hündin schon schnappt, wäre hier sehr wichtig nach den Ursachen zu suchen, um diese dann gezielt angehen zu können. Und natürlich den Gründen der Unlust auf den Grund zu gehen. Eine genaue Analyse ist hier sehr wichtig.
Von Ferndiagnosen a la "Gehorsamkeitsprobleme" würde ich hier Abstand nehmen, da man viel zu wenig über die näheren Umstände weiß.

Viel Glück!
Girasol

billymoppel
12.12.2003, 18:42
Ich bestimme wann geschmust wird,wann es raus geht , wer durch die Tür geht,wann es was zu fressen gibt, egal was und wann etwas geschieht.

Ich finde, dass das nicht gerade nach einem glücklichen hundeleben klingt, sondern nach uralt-müll aus dem hundegehorsamsbuch. meine hunde dürfen durchaus selbst sagen, dass sie jetzt zuneigung wollen. sicher, wenn ich keine zeit habe, habe ich keine zeit. meine hunde dürfen mir auch sagen, dass sie hunger haben oder ein leckerlie möchten.
also, falls du diesen mist nicht nur geschrieben hast, um dich heir als als toller halter zu präsentieren, würde ich doch mal an einem modernen verhältnis zum hund arbeiten. nicht gehorsam als solcher, sondern liebe und vertrauen ist die basis. ein hund, der liebt und vertraut, wird fast alles tun, weil er WILL, nicht weil er es MUSS. der "will-to-please" ist ein wesentliches merkmal des hundes und vielleicht der grund, warum er unser einziges wahres haustier geworden ist. nur am rande gibt es ein paar dinge, die er müssen muss, aber da wissen meine hunde dann auch, dass es mir wichtig ist.
meine sehr ängstliche hündin, die aus schlechten verhältnissen zu mir kam, ist unter diesen bedingungen jedenflls erst aufgtaut und dann aufgeblüht.
sollten tatsächlich kranhaft bedingte verhaltenstörungen vorliegen, halte ich persönlich von bachblüten und so kram wenig.
wie ist die psychologin auf die diagnose depressionen gekommen?
depressionen können, soviel dürfte bekannt sein, eine normale körperliche erkrankung (ausgelöst durch serotonin-mangel)sein. sie müssen gar keine psychische ursache haben. so ist es jedenfalls bei mir. antidepressiva sind nichts schlimmes, machen nicht abhängig und haben keine nebenwirkungen, sie können aber viel gutes bewirken. allerding benötigen sie, wie claudia schon schrieb, eine gewisse anflutungsphase von vier bis sechs wochen.
ich will hier nicht ferndiagnose betreiben, aber lustlosigkeit, sprunghaftes verhalten, appetitlosigkeit, antriebsschwäche...alles zeichen einer schleichenden depression. begleitend zu antidepressiva muss natürlich die tharapie kommen bis man sich sicher ist, dass sonstige als körperliche ursachen (s.oben) als verursacher ausgeschlossen sind. aber aus dem tiefen tal einer depression (und hunde als intelligente gefühlsintensive und über ihre umwelt reflektierende wesen können mit sicherheit welche haben) werden nur die richtigen medikamente heraushelfen. und wenn das tal durchschtitten ist, dann kann man weitersehen. da werden bachblüten rein gar nichts bringen.
ich habe immer das gefühl, dass antidpressiva so behandelt werden, als würden sie aus mensch und hund sabbernde, ruhiggestellte zombies machen. das gegenteil ist aber der fall. sie holen den normalen menschen oder hund zurück.

lg
bettina

Goldi
12.12.2003, 19:29
Ich komme mir ein wenig blöd vor!!!!!!!!!!
erst wird geschrieben der Hund hat keine Bindung zu mir oder hat Angst vor mir.Mein Hund und ich, wir sind ein tolles gespann.Wo immer ich kann nehme ich sie mit.Obwohl sie ängstlich ist hat sie sehr viel Vertrauen zu mir.Alles was Fremd ist, untersucht sie mit mir.Wenn sie frei läuft und etwas sieht was ihr nicht gehäuer ist, kommt sie zu mir und wir schauen es uns zusammen an.Wenn wir zu Hause sind liegt sie immer zu meinen Füßen.Aber ich glaube langsam, das einige nicht wissen das ich mir Sorgen um meine Hündin mache.Ich habe hier im Forum dem TA geschrieben und der hat mit gesagt es könnte sich um Schilddrüsenerkrankung handeln.Ich werde natürlich Montag mit ihr zu meinem TA Gehen und das prüfen lassen.Aber so tolle Sprüche wie "kein Rudelfüher" finde ich blöd.Die Psychologin die bei mir war sagte es sei ein Genetischer Defekt.Mein TA hat mir von den Antidepressiva abgeraten, weil er ein Allergie feststellte.Außerdem wäre die Dosierung viel zu hoch gewesen.
Iris

Hovi
12.12.2003, 21:42
Hallo Iris,

wir können in unseren Antworten nur die Informationen berücksichtigen, die wir aufgrund Deines Postings zur Verfügung haben.

Und demnach las sich Dein Thread eben, als ob der Schwerpunkt des Problems dort liegt, dass Du Deine Hündinn zum Gassi gehen hinter Dir herzerren muß und dass sie zu gar nichts Lust hat. Du schriebst, freiwillig ginge bei Deinem Hund gar nichts. Und das soll ein tolles Hund-Halter-Gespann sein?

Woher sollen wir das mit der Allergie, der Überdosierung und was-weiß-ich-noch-alles denn wissen?

Nun komme ICH mir blöd vor, überhaupt geantwortet zu haben.

Gruß
Claudia

billymoppel
12.12.2003, 21:50
hallo iris,
ich kann null nachvollziehen, was du schreibst. klar geht man erst zum ta, um köperliche ursachen auszuschließen, aber was wolltest du eigentlich hören vón uns? wir kennen dich nicht und deinen hund nicht, können nur auf das zugreifen, was du schreibst. viel war das nicht und alles gegnsätzlich.

"Ich bestimme wann geschmust wird,wann es raus geht , wer durch die Tür geht,wann es was zu fressen gibt, egal was und wann etwas geschieht."

Was hat das mit vertrauen zu tun? das ist pures unterordnungsgeschwafel. direkt abgeschrieben bei fernell.

und was hat eine allergie mit antidepressiva zu tun? allergie auf was? wie festgestellt? ausschlußdiät? blutuntersuchung? tiefer blick? ich glaube kaum, dass antidepressiva was mit allergien zu tun haben. eine aussage von dem gleichen tollen ta wahrscheinlich, der bisher auf den naheliegenden gedanken, die schilddrüse zu untersuchen, nicht gekommen ist. der lieber mal eine allergie (kann ja an allem schuld sein) feststellt?

im übrigen hat niemand in frage gestellt, dass du dir um deinen hund sorgen machst.

lg
bettina

Hovi
12.12.2003, 22:03
Bettina :D, Du sollst nicht immer sekundengenau gleichzeitig mit mir posten, da steht ja schon wieder alles doppelt :p

Grüßle:cu:
Claudia

Girasol
13.12.2003, 00:04
@ Bettina

werden nur die richtigen medikamente heraushelfen. und wenn das tal durchschtitten ist, dann kann man weitersehen. da werden bachblüten rein gar nichts bringen
Natürlich helfen Bachblüten bei einer exakt diagnostizierten Depression nichts, aber das habe ich ja auch nicht behauptet. Ich schrieb lediglich, daß man die Ängstlichkeit unterstützend mit Bachblüten behandeln könnte, wenn keine körperliche Ursache feststellbar ist.

@ Iris
Tja, so ist das in einem Forum- eine Frage und zehn verschiedene Antworten. Das dir die unterschiedlichen Meinungen nur eine andere Sichtweise zeigen können, versteht sich von selbst, denn mit so wenig subjektiv beschriebenen Details kann man keine Diagnose bekommen, das ist per Internet auch gar nicht möglich.
Jetzt warte doch erst mal den Termin beim TA ab bzw, genaue Untersuchungsergebnisse, dann sehen wir weiter.

Yuma
14.12.2003, 13:04
Hallo Goldie,
du hast ja hier schon einige Ratschläge erhalten.Ich würde aber trotzdem noch gern meinen Senf dazu geben.
Auch ich würde deine Hündin als erstes gründlich durchchecken lassen,möglichst in einer Tierklinik und nicht bei einem Feld-Wald und Wiesen-TA.Sollte das nichts ergeben,kannst du anfangen deine und ihre Position im Rudel zu überprüfen.
Ein Buch kann ich dir ganz besonders empfehlen: Jan Fennell, "Mit Hunden sprechen". Bei Ebay schon ab 4 € zu haben. Was generell Hundeverhalten angeht wären da auch noch "Hunde erziehen mit Natural Dogmanship"(bis ca. Seite 80 sehr zu empfehlen)von Jan Nijboer.
Die beiden Bücher lohnen sich wirklich.
Die Thesen der Autoren hier zu erklären würde leider den Rahmen sprengen.:?:

LG,Yuma

Yuma
14.12.2003, 13:30
wie heist es so schön:wer lesen kann ist klar im Vorteil,kann ich jetzt mal auf mich selbst anwenden:p
Ich denke nicht, dass Fennells Thesen mit dem alten Unterordnungskram zu tun haben-sie propagiert ja grad das Gegenteil!Aber es ist nun mal eine Tatsache, dass ein Hund in einem eher demokratie-ähnlichen Gefüge unglücklich ist-Hunde und Wolfsrudel funktionieren nun mal hierarchisch.Gerade sehr unsichere Hunde brauchen einen souveränen Rudelführer,der ihnen Sicherheit gibt-dazu gehören gewisse Regeln, die klar definiert sein müssen-aber ich meine keine stupide Unterordnung.Um ein guter Rudelführer zu sein muss man erst einmal seinen Hund verstehen können-ihn lesen können.Was teilt mein Hund mir durch sein Verhalten mit?Wenn man das weiß, kann man auf die Bedürfnisse des Hundes eingehen, der fasst dann fast automatisch vertrauen-er merkt ja ,dass seine Bedürfnisse ernst genommen werden und man ihn versteht.
Was aber, wenn der Hund ständig Signale aussendet und er wird nie verstanden wird?
Bei einenm so extrem unsicheren Hund könnte auch schon ein wenig helfen mit Beschwichtigungssignalen zu arbeiten.
Ein Beispiel: Unser Chesapeake -Bay Retriever Rüde meinte ständig unsere nächste Umgebund extrem bewachen zu müssen.Bei jedem kleinem Geräusch wurde sofort angeschlagen.Heute reicht meinerseits ein kurzer Blick zur (vermuteten )Quelle des Geräuschs, ein herzhaftes Gähnen und danach ein Ignorieren.Er beruhigt sich fast sofort.

LG,Yuma

ich60
15.12.2003, 22:34
Hallo Iris,

ich kann Dir nicht bei Deinem Problem helfen, aber die Situation kenne ich ebenfalls.
Mein Hund(ca.1 jahr) war überhaupt nicht rauszukriegen.Ich war total verzweifelt.Nur wenn andere Hunde in der Nähe waren, ist er freudig rumgesprungen.
Ständig suchte ich nach den Ursachen, auch hauptsächlich bei mir.
Dann waren wir mal wieder an der Ostsee und seit diesem Tag ist er ein fast ganz normaler Hund.
Ich muß dazu sagen , daß er an Epilepsie(keine Krämpfe) leidet und Beruhigungsmedikamente bekommt.
Wahrscheinlich liegt darin die Ursache.Aber ich war ganz schön verzweifelt und bin jetzt froh, die Zeit mit ihm genießen zu können.
Obwohl er manchmal dann doch so recht keine Lust hat.

Es ist auch schwer für Außenstehende diese Situationen verständlich zu machen.Wie oft habe ich versucht ihn zu animieren und zum spielen aufgefordert.
Aber er blieb einfach sitzen und schaute mir zu.

Also gib nicht auf und hoffe auf die guten Zeiten ,die auf Euch warten.

Viele Grüße Sylvia

satyrlittlewolf
21.12.2003, 18:28
Zuerst muß die Ursache der Depression gefunden werden. Erst dann kann gehandelt werden.
Bachblüten haben sich besonders bei Behandlung von Angst etc als sehr erfolgreich erwiesen. Hunde sind sehr empfindlich für diese Art Behandlung und Bachblüten können niemals schaden. Bei körperlichen Problemen können Bachblüten nur begleiten. Deshalb, wie alle raten, erst mal zum guten Tierarzt!
Viel Glück

igelchen
21.12.2003, 20:46
Hallo Iris,

eine meiner Hündinnen hat eine Schilddrüsenunterfunktion. Die Art, wie Du Deine Goldi beschrieben hast, erinnert mich ziemlich an Ayshra, bevor ihre Erkrankung diagnostiziert wurde. Ich könnte jetzt seitenlang beschreiben, wie es Ayshra damals ging, aber ich versuche mal, die Hauptmerkmale kurz zusammenzufassen. ;)

Symptome für eine Schilddrüsenunterfunktion sind
- totale Unlust/ Desinteresse an so ziemlich allem, was eigentlich Spass macht (Gassi gehen, mit anderen Hunden toben, schmusen und fressen)
- übermäßige Ängstlichkeit, evtl. Meiden von sozialen Kontakten
- Aufsuchen warmer Plätze (Heizung, Sonne,...) bzw. Hund friert
- Hautreizung und -rötung, Juckreiz
- Haarausfall
- Gewichtszunahme trotz geringer Futtermenge/ wenig Appetitt

Mein TA hatte damals entweder Allergie oder Schilddrüse vermutet und beides hat sich bestätigt: Ayshra hat auch diverse Allergien, aber für die obigen Symptome war die Schilddrüse verantwortlich. Bereits wenige Tage nach Beginn der Thyroxin-Therapie war meine Süße wie ausgewechselt.

Übrigens: Die ersten Symptome traten bei meiner Maus auch so im Alter von 1,5 - 2 Jahren auf. Ich schob das zunächst auf die Kastration und habe leider recht lange gewartet, bis ich sie mal komplett durchchecken ließ. :rolleyes:
Ich kann Dir deshalb nur raten, ein komplettes Schilddrüsenprofil zu erstellen. :)

LG und alles Gute für Goldi
Igelchen