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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Staubsauger-Hund



ninjaNina
02.12.2003, 12:34
Hallo,

wie soviele haben wir das Problem das unser Hund draußen zeitweise alles frißt was vor die Schnauze kommt. Sei es nun Schafs- oder Menschenkot, herumliegende Leckerli, Brötchenreste oder sonstiges. Zwecks Vergiftungsgefahr und aus sonstigen Gründen ist mir das natürlich überhaupt nicht recht. Aus funktioniert in solchen Fällen auch nur selten, eigentlich nur dann wenn es größere Sachen sind. Sobald es aber klein ist oder schmierig (ich gehe da jetzt nicht näher drauf ein) wird es nicht ausgespuckt.
Schleppleinentraining haben wir diesbezüglich hinter uns, aber nachdem es so richtig schlimm auch nur phasenweise auftritt ist das schwierig genau diese Phasen zu treffen, bzw. wenn die Schleppl. dann dran ist habe ich plötzlich einen mustergültigen Hund. Nun habe ich mir überlegt mal etwas präpariertes auszulegen. Nur mit was? Angeblich gibt es da Sachen vom TA, was mir natürlich am liebsten wäre, da Tabasco oder scharfer Pfeffer vielleicht nicht ganz so toll jfür den Magen sind. Hat jemand von Euch schon auf diese Art die Wildefresserei besiegt und kann mir verraten was er in die "Köder" reingetan hat?

Mäusezahn
02.12.2003, 13:43
Hallo, Nina,
wie alt ist Dein Hund und was für ne Mischung / Rasse? Ich hab zwar auch einen Staubsauger (Cocker) aber zum Glück nicht für Kot. Mit Tabasco und Ähnlichem Gewürztes hat bei dem Retriever einer Bekannten nichts, gar nichts genützt! Wir sind echt los und haben Hundehaufen präpariert, ohne Erfolg! Das liebe Tierchen wird retrievergerecht zum Apportieren ausgebildet und hat die Teile gefroren ihrem gar nicht begeisterten Frauchen apportiert - was macht man da? Schimpfen geht ja nun nicht!
Wenn das nur phasenweise auftritt, könnte durchaus eine Mangelerscheinung zugrunde liegen. Schreib Dir doch mal auf, wann das Ganze auftritt und verfolge das Drumrum, Futterumstellung? Besonders viel Leistung bei gleicher Futtermenge? Läufigkeit? Viele Hundemädels läufig (bei einem Rüden)? Klar wird Kleines nicht ausgespuckt, das kann Hund ja im Stück fressen, alles Andere muss zerkleinert werden.
Tschüß
Karin

Hovi
02.12.2003, 13:45
Hallo,

so einen "Staubsauger" unter Kontrolle zu bekommen, hab ich bislang auch nicht geschafft :(. Bislang war´s bei meinen Hunden immer so, dass die Fresserei draussen besonders schlimm war, wenn sie grad nen Wachstumsschub hatten. Oder jetzt grad, nach der Umstellung auf Frischfutter, weil sie einfach mehr davon brauchen, als ich dachte.

Ich habe mir allen Ernstes schon überlegt, meinen Monstern Maulkörbe zu kaufen. Nicht für den "Alltag", sondern für die Situation, dass bei uns mal wieder Giftalarm (präparierte Fleischwurststückchen) herrscht.

Das mit dem Tabasco funzt bei meinen net, die riechen das SOFORT, wenn etwas mit Tabasco präpariert ist. Ganz abartige Hunde MÖGEN sogar Tabasco. Leider riechen die Hundis nicht, wenn Rasierklingen in der Fleischwurst sind :mad:

Liebe Grüße von Leidensgenossin
Claudia

Cockerfreundin
02.12.2003, 13:57
Claudia schrieb
____________

Ich habe mir allen Ernstes schon überlegt, meinen Monstern Maulkörbe zu kaufen.
____________

Nicht nur Du :-(((( ... Vielleicht sollten wir ne Sammelbestellung starten? ;-))

Staubsaugende Grüße von
Annette + Basti :-)

Ilona
02.12.2003, 16:10
Hallo Ihr Lieben,

meine mitfühlenden Grüße sind Euch gewiß. Benji hat zur Zeit die Nase auch öfter am Boden als sonst. War im letzten Herbst genauso. Irgendwie hatte ich den Eindruck, der leidet manchmal unter Fressattacken. Er würde ja auch gern und immer und überall das, was Mensch oder wer auch immer fallen läßt, fressen. Bin ich in der Nähe, läßt er es, ist er weit genug weg - schwupps, wird es runtergekaut.

Ich denke, das einzige, was vielleicht helfen könnte, ist das Konditionieren eines neuen Begriffes für das Nicht-Fressen-Dürfen von herumliegendem Zeug auf Spaziergängen. Was meint Ihr?

Ich kann mir vorstellen, dass es möglicherweise funktioniert, wenn man eine entsprechende Übung dazu aufbaut. Eventuell so, wie man das Nein geübt hat. Also: Futter auslegen, den Griff danach mit einem Signal belegen, freigeben als Belohnung bzw. eine andere Belohnung wäre sogar besser (Ihr wißt schon: üben zuhause ohne/mit Ablenkung, langsamer Übungsaufbau, steigern des Schwierigkeitsgrades, Üben mit 100 verschiedenen Leckerchenarten etc.).

Draußen: Wege spicken, die Stellen merken und üben.

Wichtig scheint mir: ein nagelneues Signalwort fürs Unterlassen etablieren: Das geht ja gut, wenn man die Übung von Null aufbaut.

Dann könnte ich mir vorstellen, dass ich dem Hund - ähnlich wie beim Fährten - beibringe, eine interessante Stelle anzuzeigen. Hund setzt sich oder legt sich ins Platz vor das Leckerchen, ohne es zu fressen.

Wird schwierig, schätz ich, ist aber denkbar, was meint Ihr? Und noch wichtig: Selbstbelohnung verhindern!!! Maulkorb ist für Übungszwecke keine schlechte Idee. Üben würd ich nicht unbedingt mit total leerem Magen - das fiel mir zur Unterstützung des Hundes grad noch ein.

Hm...sagt mal was dazu.

Eure Illi

Rüsselterriene
02.12.2003, 16:37
Hi Nina!

Du sagst, wenn die Schleppleine dran ist, hast du einen mustergültigen Hund?

Wie hast du sie wieder "abgebaut"?
Wenn der Hund mit Schleppleine "funktioniert" dann kürze sie langsam und lasse in ungewissen Zeiten mind. 50 cm Leine dran.

Vielleicht hilft es. Ansonsten würde ich Fallen stellen... d.h. Futter auslegen, sobald der Hund diese fixiert drohen und abrufen. Das ein paar Mal und er denkt du warst schon überall.

Anke

manurtb
03.12.2003, 09:32
Also ich kann Euch mal erzählen, wie wir das üben und auch mit unseren Vereinsmitgliedern üben.

1.) Hund wird Futter von einem Helfer angeboten. Hundeführer sagt das gewünschte Schlüsselwort, z.B. 'Nein', wenn der Hund auch nur kurz zögert, das angebotene Futter zu nehmen, dann bekommt er Futter vom Hundeführer.
Das wird solange geübt, bis der Hund bei 'Nein' zum Hundeführer kommt und sein Futter 'einklagt'.
2.) Nun wird Futter ausgelegt und das gleiche gemacht. Wir steigern dann zum Schluss auf richtig leckere Dinge (Käse, Bockwurst etc.).
3.) Und bei uns war dann die Krönung (muss man aber nicht machen), dass dann der Hund ein längeres Leckerchen unter die Lefzen geschoben bekommen hat, ein 'Nein' dazu und dann sitzen bleiben musst, bis der 'Nimm'-Befehl kam.

Das hat nicht nur den Vorteil, dass man den Hund vom alles draussen auffressen wegbekommt, sondern auch, dass man die unverbesserlichen Fütterer auf der Hundefreilauffläche beeindrucken kann, wenn der Hund nichts mehr annimmt.

Miró
03.12.2003, 11:31
Hier meldet sich auch eine Staubsauger-geplagte ;)

Daheim funktioniert das ja schon ganz gut mit dem unter die Nase halten und NEIN sagen.....er wartet dann brav auf das Kommando FRISS.

Auch draußen hört er auf NEIN oder AUS meistens recht gut. Aber es gibt Situationen (z.B. wenn bei uns stark der Fön geht), da ist er nur mehr ein Strich und da funktioniert kein HIER mehr - wenn er könnte, würde er mir dann eine lange Nase zeigen....

So gestern Abend passiert (bei Fön-Sturm): beim Spaziergang auf der Promenade ist er plötzlich weg und rast die Böschung zum Fluss runter. Kein Rufen beim Namen oder HIER hat mehr geholfen. Ich bin dann ein Stückchen weitergegangen und hab gerufen und da kommt er angerannt und leckt sich mit Wonne die Lefzen.....eigentlich will ich gar nicht wissen, was er da wieder gefressen hat....aber da am Flussufer doch immer wieder verendete Ratten sind.......:confused: *schüttel* mich grauts.....

Leider hab ich da auch noch kein Patentrezept gefunden und wie mir scheint, auch einige andere nicht ;)

Ahja, unser Kleiner ist knapp 6 Monate alt und ein Weimaraner-Mischling.

Vielleicht gibt's ja noch mehr Tipps von Leidgenossen....

LG, Lumi

maureen
03.12.2003, 13:40
Das Problem kenne ich auch nur zu gut von unserer russell hündin, die hat vor allem als welpe alles gefressen, das ließ zwar mit zunehmenden alters nach, aber ging nie ganz weg. Unser glück, sie beschränkt sich auf einigermaßen freßbares, wie möhren, brotreste, zuckerrübenstücke, hufhorn...ich sage wenn ich es vorher sehe Pfui dann nimmt sie es erst gar nicht, ist es aber schon drin hilft nur ein scharfes "aus" dann spuckt sie es aus u. wenns nicht zu gammelig o. ekelig ist, wie möhre o. so dann sag ich "o.k." u. sie darfs fressen, ansonsten nehme ich es weg u. sie bekommt dafür nen leckerlie.
Hat den vorteil das die hunde nciht denken ihnen wird einfach nur alles weggenommen sondern das frauchen überprüfen muß u. dann verteilt - also ähnlich wie @manurtb schrieb!
Unser spanier dagegen frißt alles u. jeden ohne rücksicht auf verluste u. würgt es so schnell runter das man kaum reagieren kann. Wenn ich es geschafft habe ihm wider mal was undefinierbares aus dem maul zu pulen gabs ganz viel leckerlies u. langsam weiß er das bei Pfui besser ist weiter zu gehen...

manurtb
03.12.2003, 14:45
Original geschrieben von Miró
Ahja, unser Kleiner ist knapp 6 Monate alt und ein Weimaraner-Mischling.

Vielleicht gibt's ja noch mehr Tipps von Leidgenossen....

Jetzt probiert Dein Hund aus. Wenn das passiert und der Hund das Erfolgserlebnis hatte, dass er nicht hört und es passiert auch nichts, dann würde ich persönlich den Hund wieder etwas 'härter' rannehmen. Nein, nicht hauen oder so, sondern dann kommt der Hund an die lange Leine und es wird vermehr das herankommen geübt und es gibt in reizarmer Umgebung wieder und wieder die Abrufübung, so als ob man es zum allerersten Mal dem Hund beibringt.
Bei so einem jungen Hund kommen immer wieder Phasen, bei denen man glaubt, der Hund hätte noch nichts in seinem Leben gelernt und ich will auch nicht, dass der Hund dann Erfolgserlebnisse hat, die ihm beibringen, dass er selbst alles bestimmen kann.

Miró
04.12.2003, 11:04
Original geschrieben von manurtb

Jetzt probiert Dein Hund aus. Wenn das passiert und der Hund das Erfolgserlebnis hatte, dass er nicht hört und es passiert auch nichts, dann würde ich persönlich den Hund wieder etwas 'härter' rannehmen.


Ich weiß schon, was Du meinst ;) Ich habe ihn dann auch, nachdem er endlich angetrabt kam, an die Leine genommen und nix war mehr mit rumrennen und rumschnüffeln - vorbei das Vergnügen :) - und so sind wir dann das restliche Stück nach Hause.....

Wir müssen uns da jetzt selber am Riemen reißen und das Herkommen wieder konsequenter mit ihm üben. Es hat ja schon recht gut geklappt - aber momentan "hört" er wieder eher schlechter.......

Vielleicht dochmal über ein Hörgerät nachdenken :?: :D

DjT
06.12.2003, 23:24
also ist kein problem wen du was prparieren willst dan empfelle ich dir in der zohandlung nachzufragen da gibt es sowas wie saurer apfen steubt mann auch auf möbel damit die nicht angekaut werden es ist geruchsneutral aber smekt sehr bitter .

das er artik ist wenn du ihn an der leine hast ob slep oder normal ist klar da weis er das du ihn beobachtes ein kleiner trik nim dir ne kleine wasserpistolle mit wen du ihn dan erwichst und er nicht greifbar ist spriz ihn kurz an er lernt dadursch das du ihn immer im auge hast und es tut auch nicht weh aber er wirt dadursch verunsichert und das läst ihn davon ab fiel glück kannst ja mall schreiben was geholfen hat