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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eifersucht?!



Jasmin+Paul
13.11.2003, 22:01
Hallo Fories!!

Ich hab da ein kleines Problem. Naja, eigentlich hat mein Göttergatte das Problem! Welcher Frau gefällt es nicht, wenn sie von zwei Männern begehrt wird??!! :wd:

Nein, im ernst. Ich glaub mein Paulchen ist eifersüchtig auf meinen GöGa!!! Ich schilder Euch mal ein paar Situationen:

1. Abendliches Fernseh-Kucken. GöGa liegt auf "seiner " Couch - ich auf meiner. Paul döst aufm Teppich. :z:
Ich krabbel zu meinem Freund aufs Sofa und wir balgen uns weng, kuscheln oder machen Kissenschlacht. Irgendwas halt. Paul merkt's, steht auf und drängt sich mit leibeskräften dazwischen und zerrt meinem Freund am Ärmel rum. Nach dem Motto: "Los, Du Typ, runter von meiner Jasmin..." :mad:

2. Ich lieg in der Badewanne. Paul weicht ja den ganzen Tag nicht von meiner Seite - also liegt er auf'm Badteppich direkt vor der Wanne. Mein Freund kommt rein und plantscht mit den Händen weng im Wasser rum, während er mit mir redet. Paul steht auf, drückt wieder seinen Körper zwischen Wanne und GöGa und fängt an mich abzuschlecken.

3. Mein GöGa und ich purzeln zu zweit aufm Boden rum und machen weng Unsinn. "Wrestling für Anfänger" - sozusagen. Paul wirft sich auf meinen Freund und zerrt ihm am Pulli rum.

Anzumerken ist, dass Paul dabei niemals knurrt oder beißt. Er packt sich nur immer ein Kleidungsstück und zerrt dran rum.

Da ich so gut wie alles mit Paul mache (Spazieren gehen, Hundeschule, Trainingseinheiten tagsüber, Apportierübungen usw.) ist er ziemlich auf mich bezogen. Es steht für mich auch fest, dass ich (obwohl das ja recht selten sein soll) als Frau das Alpha-Tier für ihn bin. Bei mir folgt er aufs Wort - außer er hat seine 5 Minuten. Bei meinem Freund hapert's mit der Folgsamkeit ab und zu. :sn:

Ist das oben beschriebene Verhalten Eifersucht?? Oder kann er es einfach nicht haben, wenn er nicht im Mittelpunkt steht??? :?:

Planlose Grüße Jasmin und Paul

kimba450
13.11.2003, 22:30
Hallo,
könnte es sein das er versucht zu beschwichtigen?Vielleicht möchte er ja die für ihn so aussehende "Konflikte" lösen.
Liebe Grüße
Ela

AnnaS
14.11.2003, 08:14
Kann es nicht für ihn einfach auch nur "Action" bedeuten? Wenn hier irgendwas etwas "wilder" zugeht fangen meine beiden auch an, mitzumischen. Es ist für sie dann einfach gerade super interessant und irgendwie motivierend.

Eifersucht ist natürlich nicht auszuschließen, aber was passiert denn, wenn dein Mann dich einfach mal so in den Arm nimmt? Also ohne großes TamTam. Einfach in Ruhe umarmen oder so.
Generell würde ich das aber nicht einfach so dulden. Klar kann man den Hund mit ins Spiel einbeziehen. Aber irgendwann sollte Schluss sein, bzw sollte der Hund auch nicht immer mitmachen können. Immerhin passieren Dinge zwischen Mann und Frau, wo Hund einfach nichts dabei zu suchen hat ;) . Darum würde ich ruhig öfter mal Paul auf seinen Platz schicken und sagen "Jetzt nicht". Natürlich aber auch weiterhin zwischendurch mitspielen lassen, oder erst auf den Platz schicken und dann irgendwann dazu rufen oder so in der Art. Erstens lernt Paul dann auch mal mit Frust umzugehen, und zweitens müsst ihr einfach entscheiden können, wann der Hund dabei sein kann und wann nicht.

Gruß
Anna

billymoppel
14.11.2003, 08:45
hallo jasmin, ich kenn das von dem vorgängerhund meiner schwiegis. er hatte zu meinem mann ein besonderes verhältnis, von den drei söhnen war männe sicher sein bester freund und kam gleich nach mami.
als ich das erste mal zu besuch war, waren wir erst wenige wochen zusammen und "klebten" quasi aneinander:D
vor allem beim spaziergang hat er sich dann immer zwischen uns gedrängt. auch ohne knurren oder so. damals habe ich es auch als eifersucht interpretiert.
mit meinem heutigen wissen denke ich fast, dass es auch eher beschwichtigung und der versuch des splittens war. ich war schließlich die erste freundin, die mal zu hause vorgeführt wurde (welche ehre:D) und dieses ewige aneinanderkleben machen hunde ja normalerweise nicht. man ist beim rudel, aber nicht aufeinander. kann schon sein, dass er das als bedrohlich empfand.
bei dritten oder viertzen besuch hatte er sich dann dran gewöhnt.

lg
bettina

Snoopy007
14.11.2003, 10:36
Also das kenn ich von Balou auch. Er versucht wirklich immer, dazwischen zu kommen. Letztens versuchte er, in die Wanne zu klettern, in der wir zu zweit waren. Er knurrt auch nie - von daher denke ich, dass es sich um Anfälle von Eifersucht handelt oder aber das er einfach mit dabei sein will.
Lg
Tanja

sandinchen
14.11.2003, 15:06
Ja ja, sind sie doch alle gleich. :D Genau das macht meiner auch des öfteren. Ich lass ihm das nicht immer durchgehen. Wenn ich eben mal nicht zu dritt kuscheln will, dann schick ich ihn weg. Wobei mein Freund mich dann immer als Rabenmama hinstellt. :mad: :D
Ich denke es ist so eine Mischung aus Eifersucht und überall-dabei-sein-wollen. Wenn wir draußen sind und ich streichel andere Hunde, dann kommt er auch immer an. Ich schubs ihn dann ein bißchen weg und sag dass er jetzt nicht dran ist.
Ich finde das aber nicht besonders tragisch. Ich finde, in der Beziehung sind Hunde wie kleiner Kinder, die wollen auch immer das was die anderen haben. Und wenn Herrchen Frauchen im Arm hat, dann will Hund eben auch Frauchen haben. ;) Solang es ohne Aggression abläuft...
Den Gedanke mit dem Splitten kann ich auch nachvollziehen.

Moppele
14.11.2003, 15:46
Hallo Ihr alle,

leider muss ich euch sagen, das Hunde Eifersucht nicht kennen!
Der Hund übernimmt hier die Aufgabe des Rudelfrühers.
Bestes Beispiel balgen mit dem Freund.
Ihr seid in der Situation nicht in der Lage das Rudel bzw. eueren Hund zu sichern. Daher übernimmet der Hund diese Aufgabe. Und versucht die Situation zu splitten.

Ich habe das auch immer gedacht, meine wäre eifersüchtig!
Haha, denkste!!!!! Das ist versteckte Dominanz!!!!!

Moppele
14.11.2003, 16:09
Wenn du deinen Hund allein gelassen hast und du kehrst wieder zurück. Was passiert genau???Was macht dein Hund????
Du kommst zur Tür rein.........
Würde ich gern wissen!!!!!!!

Jasmin+Paul
14.11.2003, 17:03
Huhu Moppele!

Wenn ich beispielsweise vom Einkaufen heimkomme, hört Paul mich, sobald ich unten zur Haustür reinkomme. Wenn ich dann an der Wohnungstür stehe und aufmache, steht er vor mir und begrüßt mich mit Schwanzwedeln und freudigem Rumgehopse. Das machen aber doch sicher die meisten Hunde, oder?? Meinst Du was Spezielles?? :confused:

Klär mich mal auf - bin gespannt!

LG Jasmin und Paul

sandinchen
14.11.2003, 18:56
leider muss ich euch sagen, das Hunde Eifersucht nicht kennen!
Woher weißt du das? Kannst du mit Hunden sprechen? Sie sind zu Trauer und Freude fähig, können Einsamkeit empfinden und weiß der Geier. Warum sollten sie keine Empfindungen haben, die Eifersucht ähneln?

Bestes Beispiel balgen mit dem Freund.
Ihr seid in der Situation nicht in der Lage das Rudel bzw. eueren Hund zu sichern. Daher übernimmet der Hund diese Aufgabe. Und versucht die Situation zu splitten.
Was soll denn das bedeuten? Das der Rudelführer nicht spielen darf, weil er dann nicht auf evtl. Gefahren aufpassen kann? Das wäre ja wohl totaler Schmarren. Auch Rudelführer spielen.

Wenn du deinen Hund allein gelassen hast und du kehrst wieder zurück. Was passiert genau???Was macht dein Hund????
Ich weiß worauf du hinaus willst. Wenn Hunde einen zu überschwenglich begrüßen, dann ist das in manchen Augen ein Zeichen für Dominanz. Da kann ich dich was meinen Hund betrifft beruhigen. Mein Hund begrüßt mich freudig, aber nicht stürmisch. Er hält sich unten, Kopf leicht "herunterhängend", Ohren angelegt, springt mich nicht an. Aber auch wenn er sich vor Freude kaum noch auf den Beinen halten könnte, wäre das auch kein Problem für mich. Dominanz ist nämlich nur dann ein Problem, wenn sie dem Zusammenleben Einschränkungen bereitet. Es gibt auch Hunde, die kriechen nicht nur am Boden rum und sind trotzdem nicht dominant.
Herrgott! Mir geht mein Blutdruck bei dem Wort Dominanz schon wieder hoch! :mad:

Jasmin+Paul
14.11.2003, 20:17
Puh, Sandinchen, der Beitrag von Moppele hat mich schon ängstlich gemacht. :( Ich seh das aber so wie Du. Muss ein Hund sich denn andauernd unterwerfen und mit hängendem Schwanz und angelegten Ohren begegnen??!! :confused:

Ich bin der Meinung, dass ich meinen Paul sehr gut im Griff habe. Oftmals auch Dank Eurer vielen Ratschläge im Forum. Am Anfang (so vom 3. bis 4 Monat) hat er ganz schön versucht mir auf der Nase herumzutanzen, bis ich absolute Konsequenz walten lies. Seitdem klappts. Er hat sich (naja, trotz einiger Flausen - ich denke altersbedingt) zu nem richtig tollen Begleiter entwickelt. Und das ist mir wichtig. ;)

Und es gibt durchaus Momente und Zeiten in denen ich wild balgend mit meinem Hund durch's Wohnzimmer kuller. SPIELZEIT!!! :bd: Aber: Wenn SCHLUSS, dann SCHLUSS!

Das kapiert er und das ist mir wichtig. Oder bin ich falsch gewickelt???!!! :confused:

Oh bin ich verwirrt...

Jasmin und Paulchen

sandinchen
14.11.2003, 20:45
Wenn du dich okay fühlst, wenn dein Paul sich mal zwischen euch drängt, dann ist alles in Ordnung! ;)
Spätestens wenn du dich dabei unwohl fühlst, wenn du glaubst, Paul führt irgendwas im Schilde, dann solltest du dein Verhalten nochmal überdenken. Und das würde auch Paul merken.
Du kasperst mit deinem Freund rum, Paul kommt dazu. Ja und dann? Ihr blödelt weiter. Was macht Paul? Entweder er blödelt mit oder er verzieht sich wieder. Schlimm wäre es, wenn euer Hund euer Verhalten durch sein Verhalten beeinflussen würde. Wenn ihr nicht mehr kuscheln oder albern sein könntet. Da gäbe es ein Problem. Aber so.
Solange alles so läuft, wie du willst...
Lass dich nicht verunsichern. Du entscheidest einfach weiterhin, wann zu zweit, zu dritt und zu sonst wieviel gekaspert wird. Basta.
Es ist alles eine individuelle Sache. Nur weil Moppeles Hündin eben "dominant" war und ähnliches Verhalten gezeigt hat, heißt es noch lange nicht, dass Paul dominant ist. Da gehört schon noch mehr dazu.

edda
16.11.2003, 12:39
Hey,

ich bin auch der Meinung, Hunde kennen keine Eifersucht. Es ist schon ein Anzeichen von Dominanz, wenn sich der Hund dazwischen drängt.
Mein Waro macht das auch. Er akzeptiert mich als Rudelführer, aber bei meinem Mann testet er immer wieder aus, ob er nicht doch an zweiter Stelle steht. Auch wenn mich auf unseren Hundespaziergängen andere Hunde stürmisch begrüßen, werden sie teilweise sogar massiv weggedrängt. Waro muss dann immer abliegen und ich beschäftige mich bewußt mit dem anderen Hund. Es funktioniert auch, aber was ein echter Terrier ist, versucht natürlich immer wieder den Boss zu spielen.

Es grüßen Edda & Waro

sandinchen
16.11.2003, 20:00
Dass das Sich-dazwischen-Drängen gewisse dominante Züge hat, lässt sich nicht gänzlich verneinen. Ich hab nur schon wieder Bauchschmerzen bekommen, weil Moppele jetzt auch noch mit dieser Begrüßungsgeschichte anfing. Ich hatte einfach einen Verdacht, auf was sie hinaus will und ich finde damit kann man die Dominanz eines Hundes wirklich nicht feststellen. Der eine Hund neigt zum stürmisch sein, der andere Hund ist ruhiger. Hängt ja auch viel mit dem Alter zusammen.
Und wenn ich meinen Hund von klein auf immer dazu ermuntert habe, mich stürmisch zu begrüßen, dann wird er das vielleicht sein Leben lang machen auch ohne dominant zu sein.

Ich finde wenn sonst alles klappt, dann braucht sich Jasmin keinen Kopf machen. Es ist vielleicht eine Sache, die man dem Hund nicht unbedignt durchgehen lassen muss, aber man muss sich auch keinen Kopf machen. Jeder Hund "kuckt mal", was er sich so leisten kann. Man kan ihn nett auffordern, sich zurück zu ziehen, und gut ist.

Aber warum ihr denkt, dass Hunde nicht so etwas ähnliches wie Eifersucht empfinden können, versteh ich wirklich nicht. :confused: ;)

Rüsselterriene
16.11.2003, 20:09
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Bestes Beispiel balgen mit dem Freund.
Ihr seid in der Situation nicht in der Lage das Rudel bzw. eueren Hund zu sichern. Daher übernimmet der Hund diese Aufgabe. Und versucht die Situation zu splitten.
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Was soll denn das bedeuten? Das der Rudelführer nicht spielen darf, weil er dann nicht auf evtl. Gefahren aufpassen kann? Das wäre ja wohl totaler Schmarren. Auch Rudelführer spielen

Hm... ob Hunde Eifersucht als solche empfinden, kann ich nicht sagen... aber aus meinem Rudel weiss ich, dass die Ranghöchste "Flecki" es sehr schwer hat zu spielen.

Sie wir, wenn sie es doch tut/tun will, von der Folgehündin oft daran gehindert. Und zwar aggressiv und massiv.

Ich deute das mal so: Offizier fängt an während der Wache an Karten zu spielen. Der Unteroffizier sieht das und erinnert ihn an seine Pflicht.

Inwiefern das jetzt Jasmin und Paul betrifft, läst sich nur im Beisein beurteilen, denke ich.

Anke

sandinchen
16.11.2003, 20:14
Aber wie erklärt sich das dann, dass mein Hund kein "Problem" darin sieht, wenn ich mit ihm spiele? Geht es ihm da vielleicht nicht doch einfach nur um sich selbst?

Das was du von Flecki erzählst kenne ich auch.

Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob ich von meinem Hund so sehr als ebenfalls hundlich erkannt werde, dass er mich in solche Aktionen mit einbeziehen würde. Ich meine so intensiv wie es unter Hunden ist. Weißt du was ich meine ?:?:

Rüsselterriene
16.11.2003, 20:23
Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob ich von meinem Hund so sehr als ebenfalls hundlich erkannt werde, dass er mich in solche Aktionen mit einbeziehen würde. Ich meine so intensiv wie es unter Hunden ist


Machen wir einen Test?


Meine Beobachtungen sind so, dass dieses "unerlaubte" Spiel nur stattfindet, wenn die Folge- Wickie selbst dran teilnimmt. Wenn Flecki mit Keno oder Samweis spielen will, braucht sie meine Verstärkung oder räumlichen Abstand en masse. (zu Wickie)

Also, kann sein dass dies eine innerweibliche Verhaltensweise ist. (Zicken)

Vorschläge für den Testablauf? Zwecks Mensch-Hund Interaktion?

Ich habe übrigends auch festgestellt, dass der jeweilige "Unteroffizier" nicht immer der direkt Folgende ist. Flecki trennt zB mich nicht von meinem Freund, Samweis hat ein Auge drauf und Wickie drängelt auch mal... Keno lass ich mal aussen vor.

Hm... gebt mal n paar Denkanstösse...

Anke *freiwilligesTestobjekt*

sandinchen
16.11.2003, 21:54
Das ist wirklich sehr kompliziert. *Kopf aua macht von denken* Ich überlege gerade, ob deine Aussage nicht gerade selbstredend belegt, dass du als Mensch so eine Art Sonderstellung einimmst. :?:

Rüsselterriene
17.11.2003, 19:16
:rolleyes:
Habe den "Test" zum Thema einer familiären Kaffeetafel gemacht.

Mittlerweile sind wir uns fast einig, dass die Symbiose Mensch-Hund derart eng ist, das es gar nicht wundert, das Mensch glaubt, er wäre "Alpha".

Isser aber nicht. Wird er nie werden und wahrscheinlich stoppt dieser Denkansatz die schöne Domestikation zum echten "Haushund".

Anke

sandinchen
17.11.2003, 21:28
Ich glaube, der Hund würde uns gerne als wirklicher Alpha annehmen, aber wir geben ihm viel zu viele Rätsel auf. :?:

Rüsselterriene
17.11.2003, 23:13
:p Ich glaube nicht, sandinchen.

Überleg mal... ein Hund, den du als folgsamen Beta empfindest, ist der nicht Alpha genug, dich glauben zu machen, er wäre Beta?

(Ein echter Beta ist nämlich so extrem schwierig, mit dem kann man nicht zusammenleben! Ein Alpha ist nur so gut wie sein Beta! Es wäre ein ständiger Machtkampf!)

Anke *meintsieernst*

sandinchen
18.11.2003, 07:29
Ich denk mal drüber nach. ;)

Cockerfreundin
18.11.2003, 12:55
Macht es Euch doch nicht so komliziert ;-)

Dax ist Dax und Sandra ist Sandra ... So wie Basti Basti ist und ich ich ;-)

LG
Annette + Basti :-)

Rüsselterriene
18.11.2003, 15:56
:D Ihr seid ihr? IEEEEEKKKKK!

Passt bloß auf, das euch eure dominanten Hunde nicht um die Ecke bringen! :D

Anke

sandinchen
18.11.2003, 18:34
Du hast wahrscheinlich wie immer Recht, Annette. :D

Rüsselterriene
18.11.2003, 20:56
:D Ob nu kompliziert oder nicht, ich sehe meine Hunde schonwieder in einem ganz anderen Licht...

(Hätte ich auch früher drauf kommen können! Bei meinen Sittichen hab ich ja auch nie überlegt, ob die mich als Teil des Schwarms ansehn!) :rolleyes:

Anke *glücklichobderErkenntnis*

Moppele
20.11.2003, 12:48
hab mir euere Beiträge interessiert durchgelesen!!!!

Ich meine und vertrete hier nicht die ständige Unterdrückung und Unterwerfung des Hundes, sondern der indirekten Rangzuweisung.

Mit Gewalt kommt man bei Hunden sowieso nicht ans Ziel.

@sandinchen

Hunde sind von ihrer Natur her darauf erpicht, Ihr Dominazstreben in der Rangstellung umzusetzen - bei einigen stärker und bei anderen weniger stärker.
Viele zeigen Ihre Dominanz deutlich, andere wiederrum benutzen Hintertürchen.

Natürlich darf der Rudelführer spielen, aber kommt dein Hund dazwischen und versucht zu splitten, wird er sofort weg geschickt.
Wir denken meist zu menschlich und meinen halt "ach wie süß, willst du auch mit spielen" und lassen Ihn dann gewähren.



Mit der Begrüßunggeschicht hat es folgendes auf sich: kurzes Beispiel

Man kommt heim, Hund stürmt auf einen schwanzwedeln zu, Mensch streichelt Hund.

ergo FALSCH.

Hier nimmt ich der Hund, die höhere Position ein.

Denn der Hund begrüßt euch und nicht ihr den Hund.


Kennt Ihr von Jan Fennell "Mit Hunden sprechen"?
Sehr gutes Buch.

Ich muss sagen, ich hab auch immer gedacht meine wäre absolut fest in die Rangfolge integiert.........haha FEHLANZEIGE
Aber ich muss zufügen, meine ist ein Hintertürchenhund und dazu noch ne sehr sehr selbstbewusste.
Ich hab halt gelernt, so viel wie möglich menschliches Denken abzuschalten und seit dem Funktioniert einiges besser.

Ich würd gern mehr schreiben aber, ich hab grad schlecht Zeit.
Ich guck zu, dass ich in den nächsten Tagen den Post mal fort setze.

Rüsselterriene
20.11.2003, 13:12
:D Moppele,

das Buch ist gut, aber nicht der Weisheit letzter Schluss.

Ich behaupte mal (juhu Diskussion), am besten lebt es sich mit einem echten Alphatier zusammen.

Warum?

Weil ein Alphatier (wie es im Buche steht) souverän ist, ausgeglichen, ein Meister der Konfrontationsvermeidung, ein Stratege, ein sozusagen Überhund ist... Alles Dinge, die es mir, als Mensch leichter machen.

Überleg mal: Einem Alphatier das Kommando SITZ beizubringen ist das Einfachste der Welt! Es sieht seinen Vorteil sofort und macht schon um des lieben Friedens willen gerne mit.

Ein Beta, also ein runtergestuftes Tier wird längst nicht so reagieren. Es hat dank eingeschränkter Befugnisse immer das bestreben, hoch zu kommen. Es wird also, beim Kommando Sitz als erstes denken: Wieder ein Eingriff in meine Bewegungsfreiheit, ergo, wird es sich erstmal widersetzen.

Ich weiss, es klingt überarbeitungswürdig. Wenn jetzt wer sagt: Und? Lässt du dein Alphatier überall hin, damit es sich wichtig fühlt?
Fakt ist, meine Alphahündin, will nicht ins Bett und unterstützt mich bei der Reglementierung der Anderen.

Anke :cu: and happy discussion... :D

gini_aiko
20.11.2003, 13:26
sorry aber ich musste herzlich lachen beim lesen dieses threads ;)

@ moppele

Hunde sind von ihrer Natur her darauf erpicht, Ihr Dominazstreben in der Rangstellung umzusetzen - bei einigen stärker und bei anderen weniger stärker.
sorry das is kompletter schmarrn ;) 90 % der hunde wollen EBEN NICHT dominant sein, die meisten hunde wollen ein sicheres rudelgefüge in dem sie ihren platz kennen. ES würde doch in einem hunderudel STÄNDIG erbitterte kämpfe um die *alpha*position geben - das tut es aber nich ;)

gegen jan fennell "mit hunden sprechen"? setze ich jeand donaldson mit " hunde sind anders - menschen auch" mit diesem zitat ;), dass zwar von mir sein könnte aber aus donaldsons feder stammt:

bei einigen armen menschen ist alles so verdreht, dass sie unterwürfiges verhalten wie hochspringen oder pföteln als dominanzspiel ansehen

nix für ungut ... aber die theorie, dass hund den ganzen tag überlegt, wie er die machtpositon erlangen könnte btw wie er situationen ausnützen könnte um diese position zu erlangen, halte ich für überholt!

liebe grüße
claudi mit aiko

cheroks
20.11.2003, 14:15
Hunde sind von ihrer Natur her darauf erpicht, Ihr Dominazstreben in der Rangstellung umzusetzen - bei einigen stärker und bei anderen weniger stärker.

Ich denke das kommt daher, dass man als Mensch viel zu oft inkonsequent ist und dem Hund verwirrende Zeichen gibt. Mal wird ein Hier nicht durchgesetzt, mal ein Nein, der Hund bekommt Aufmerksamkeit wann immer er will ... Hunde sind nicht inkonsequent, sie sehen dass sicher als Schwäche des Menschen und fühlen sich einfach oft genötigt den Job als Boss anzunehmen, da der nichtartgenosse Mensch sich als unqualifiziert erweist.


Denn der Hund begrüßt euch und nicht ihr den Hund. Das ist m.M. nach richtig! Der ranghöhere wird begrüsst, nicht anders herum. Meine Hündin (ranghöchste unter den Hunden) wird auch stürmisch von den jungen Rüden begrüsst. Sie ignoriert die Bande zwar nicht gänzlich, geht aber auch nicht weiter darauf ein.
So ist es auch mit Hundefreunden, kommt der 8 Jährige unkastrierte Rüde vorbei, sind meine Hunde ganz ausser Rand und Band, da wird gewedelt, gehopst, Leftzen geleckt usw. Er geniesst diese Art von Aufmerksamkeit und lässt sich feiern:bd:

@ anke,
ich glaube ich hab auch zwei Alphahunde, sie gehorchen so gut:D allerdings schläft Pauline im Bett, muss ich mir jetzt Sorgen machen???

LG Tina

gini_aiko
20.11.2003, 14:18
Original geschrieben von cheroks

Ich denke das kommt daher, dass man als Mensch viel zu oft inkonsequent ist und dem Hund verwirrende Zeichen gibt. Mal wird ein Hier nicht durchgesetzt, mal ein Nein, der Hund bekommt Aufmerksamkeit wann immer er will ... Hunde sind nicht inkonsequent, sie sehen dass sicher als Schwäche des Menschen und fühlen sich einfach oft genötigt den Job als Boss anzunehmen, da der nichtartgenosse Mensch sich als unqualifiziert erweist.

:rolleyes: das wollte ich siebhirn auch noch schreiben ;)

billymoppel
20.11.2003, 15:04
hallo claudi,

"...nix für ungut ... aber die theorie, dass hund den ganzen tag überlegt, wie er die machtpositon erlangen könnte btw wie er situationen ausnützen könnte um diese position zu erlangen, halte ich für überholt!..."

wie wahr!
ich denke, die meisten hunde sind mit ihrer bequemen situatin nicht nr.1 sein zu müssen, ausgesprochen zufrieden. da gibt es dann nämlich auch nix, was man verteidigen muss.
rangordnungsstrietigkeiten sind für die betroffenen nämlich ausgesprochen belastend, emotional und körperlich. haben wir erst am sonntag wieder erlebt, als wir einen anderen rüden besucht haben. war der erste bei ihm und lief nicht so toll. ich galube, wenn es nach den beiden rüden gegangen wäre, hätten sie ihren status quo, den sie draußen offenbar haben, auch gern so belassen. in der wohnung des leicht übergewichtigen anderen rüden war das natürlich nicht möglich.
beide hunde waren noch den gesamten montag völlig breit, auch wenn es gar nicht zu einer dirketen auseinandersetzung gekommen ist. aber das belauern des anderen hat wohl gereicht. beide rüden sind nicht unterwürfig, aber auch keine echten alphatiere, sie scheuen konflikt, wenn es denn geht.
keiner von den beiden würde das 7 tage die woche durchhalten.
in der normalen mensch-hund beziehung sind die rollen so klar verteilt, dass es da keiner diskussion bedarf. und die findet dann auch niocht statt.
das jeder hund mal auf durchzug schaltet oder versucht, dinge durch die hintertür zu errreichen, ist doch nur ein zeichen der sozialen intelligenz des hundes, die unserer sicher nicht viel nachsteht und eher ein zeichen dafür, das die positionen gefestigt und indiskutabel sind.

@anke

ein wenig übertrieben vielleicht. sicher aber kommt man mit selbstsicheren hunden, die ihre postion sicher einnehmen können und wissen, wo sie stehen, besser zurecht, als mit unsicheren kantonisten. deswegen müssen sie nicht alphatiere sein.

lg
bettina

sandinchen
20.11.2003, 17:52
Denn der Hund begrüßt euch und nicht ihr den Hund.
Seh ich wie Tina. Nach dem Motto "Kommt her und leckt mir den Dreck der weiten Welt von den Füßen!" :D
Mit dem Rest mach ich's kurz und sage mal ich schließe mich ebenfalls Claudias Äußerungen an. ;)
Immer diese Mitläufer...:D