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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hilfe, mein Hund knurrt mich an...



Bröselchen
29.10.2003, 19:30
Hallo,

ich habe seit 2 Tagen das Problem, dass mich mein Hund, wenn ich nach Hause komme anknurrt. Dabei zittert er jedoch meistens so sehr, dass er sich kaum auf den Füßen halten kann.
Es handelt sich hierbei um einen 1 3/4 Jahre alten Langstockhaar Schäferhund. Ich bin von klein an mit Ihm in die Hundeschule und seit einigen Wochen nun im Hundeverein, da ich gerne mit Ihm die BH-Prüfung machen möchte.

Er hört auf mich, nach wie vor, wenn wir draußen sind, aber sobald ich mit Ihm in die Wohnung komme legt er innerhalb kürzester Zeit die Ohren an und wenn ich dann etwas zu ihm sage, werde ich angeknurrt. Ich hab auch schon auf dem Hundeplatz nachgefragt, da hieß es: er dürfte mich auf keine Fall anknurren und ich müsste Ihn sofort auf den Rücken werfen bis er sich sozusagen "ergibt".
Heut war ich beim Tierarzt weil ich wissen wollte, ob er vielleicht ein "medizinisches Problem hat" aber er sei völlig gesund.

Es ist ihm nichts böses wiederfahren. Er wurde nicht geschlagen oder ähnliches...
Er bekommt jeden Tag seine Knuddel und Streicheleinheiten, seinen Auslauf ect.

Ich weiß mir langsam keinen Rat mehr... Soll ich böse mit ihm sein, ihn lieber mit ruhiger Stimme beschwichtigen, das Knurren einfach ignorieren oder ist das momentan die Rüpelüphase 3?

Wer kann mir weiterhelfen?

Für Eure Hilfe vielen Dank im Voraus...

Rüsselterriene
29.10.2003, 19:48
:confused:
Sag mal, ist der allgemeine Umgangston auf deinem Hundeplatz auch so?

Zitat:
Ich hab auch schon auf dem Hundeplatz nachgefragt, da hieß es: er dürfte mich auf keine Fall anknurren und ich müsste Ihn sofort auf den Rücken werfen bis er sich sozusagen "ergibt".

Kann sein das ich das falsch seh, aber wenn die so auf dich eingehen, dann such das Weite!

Anke ... :cu:

Bröselchen
29.10.2003, 19:59
Hallo Anke,

nein, bitte jetzt nicht einen falschen Eindruck vom Hundeplatz bekommen... die Trainerin wollte damit zum Ausdruck bringen, dass man sich dass normalerweise nicht gefallen lassen dürfte, dass ein Hund sein "Alphatier" anknurrt... Mit dem "auf den Rücken legen" wird dem Hund ja normalerweise die Rangordnung demonstriert... dass soll aber nicht heißen, dass er mißhandelt wird, oder ähnliches... sorry, wenn das falsch rüberkam... außerdem hatte sie nach dem Audruck " er zitter doch aber so" auch ein Fragezeichen im Gesicht...

Aber was mach ich denn nun mit meinem Problem?

Rüsselterriene
29.10.2003, 20:17
:confused:
Mit auf den Rücken legen wird die Rangordnung demonstriert? Meines Erachtens eine veraltete Ansicht. Ein Hund wird nicht unterworfen, er unterwirft sich von allein - wenn überhaupt.

Schreibst du bitte mal, wie du allgemein an deinen Hund herantrittst? Ich hab den Eindruck, wenn du derartige Methoden anwendest wirst du deinen Hund mal gehörig "erschreckt" haben.

Es macht den Anschein, er hat Angst vor dir... zumindest in der Wohnung.

Anke

Bröselchen
29.10.2003, 20:31
Hallo Anke,

also angefangen hat es damit, dass ich und mein damaliger Freund "Krümel" mit 8 Wochen ins Haus geholt haben. Wir hatten damals eine recht unterschiedliche Auffassung von Hundeerziehung. Ich war diejenige die es auf ruhige Art und Weise versucht hat während es bei ihm schonmal vorkam, dass er ruppig wurde, dass will heißen: bei Ungehorsam hat er ihn am Genick genommen und geschüttelt, ist laut geworten ect.
Ich konnte nie genau kontrollieren was wirklich vorgefallen ist, da ich berufstätig und deshalb 2x 4 Stunden außer Haus bin, während er den ganzen Tag zu Hause war.
Das hat sich aber schon seit einen Jahr ganz erledigt, da mein Freund ausgezogen ist und ich somit Krümel ab diesem Zeitpunkt alleine hatte. Seit 4 Monaten sind wir nun auch nicht mehr zusammen.Krümel hat meinen Freund, seit er ausgezogen war, bei jedem Besuch angeknurrt, aber das habe ich damit abgetan, dass er halt früher wohl "bös" zu ihm gewesen ist, und dass kriegt er nun zu spüren, so nach dem Motto, Du hast mir ja nix mehr zu sagen...
Seither kümmer ich mich um Krümel alleine.
Er ist von klein an schon ein ängstlicher Hund der meiner Meinung nach versucht seine Angst durch "Aggresivität" zu überspielen. Dies hat mir heut auch mein Tierarzt bestätigt. Er wäre kein Hund der wirklich aggressiv ist sonder eher ein "Angstbeiser"...
Ich hab mich mit meinem Wauzi immer verstanden, wir kommen gut miteinander aus...
Ich bin die letzte die versucht durch Prügel oder dererlei Erziehungsmethoden etwas an einen Hunde zu bekommen...

Hilft diese Antwort weiter?

Viele Grüße,
Sandra

P.S. Klar werde ich auch mal laut, oder bestimmend wenn er wirklich etwas macht, was er absolut nicht soll aber dass war´s dann auch...

Hovi
29.10.2003, 20:41
Hallo Sandra,

wenn ich mir das so durchlese, handelt es sich hier weder um ein Problem, bei dem man Dir in einem Forum Ratschläge geben kann/sollte, noch um eines, das man mal eben so mit dem Hundeplatz-Trainer bespricht.

Bitte such Dir einen kompetenten Hundetrainer, der zu euch VOR ORT kommt und sich Krümels Verhalten zu Hause genau anschaut!

Und bitte mach das schnell, sowas kann ruck-zuck eskalieren.

Viele Grüße
Claudia

Rüsselterriene
30.10.2003, 11:03
Ich stimme Hovi zu.

Nach dem was du schreibst, ist irgendwas schiefgelaufen. (Mit deinem Freund sowieso!)
Kann sein es ist eine Phase, kann aber auch sein, es dauert nicht mehr lang und du kommst nicht mehr klar.

Aufgrund der Größe des Hundes würde ich an deiner Stelle einen Profi suchen.

Anke...glaubt ihr kriegt das hin. :cu:

Tina2809
30.10.2003, 12:40
Hallo!

Bitte sucht Euch jemanden, der wirklich kompetent und erfahren mit Problemen ist, eine "normale" Hundeschule kann diese Kriterien oftmals leider nicht erfüllen.
Sprich: Es sollte sich jemand Euer Zuhause ansehen, Euren Umgang- den ganzen Tagesablauf. Das kostet zwar, ist aber sicherlich besser als ein "Unterwerfen" per Rückenwurf....denn das bringt Euch keineswegs weiter.

Viel Glück und Erfolg!
Tina

Hundenarr
30.10.2003, 12:48
Hallo Bröselchen,

ich kann mich den anderen nur anschließen. Bei Euch scheint irgend wann mal etwas gehörig schief gelaufen zu sein, ohne dass es bemerkt wurde. Such einen kompetenten Tierpsychologen auf, der sich die Situation bei Euch daheim anschaut und dann entsprechend mit Dir und dem Hund arbeitet. Hier im Forum raten zu wollen, wäre in dem Fall glaube ich vermessen.

Viel Erfolg und liebe Grüße

Susanne & die tierische Rasselbande

X Ela X
31.10.2003, 20:36
ich denke dein Hund dominiert dich mit dieser Verhaltensweise

Hovi
31.10.2003, 20:59
Ela,

hast Du schon mal nen dominanten Hund gesehen, der gleichzeitig so zittert, dass er sich kaum auf den Beinen halten kann?

Kopfschüttelnde Grüße
Claudia

X Ela X
31.10.2003, 21:03
zittern ist ein Zeichen von Stress.

Hovi
31.10.2003, 21:06
Und was willst Du uns nun damit sagen? :confused:

X Ela X
31.10.2003, 21:11
also ich kann es nicht mit sicherheit sagen(kenne den Hund und die Umstände ja nicht), ist meine Vermutung.
Wenn die Rangordnung nicht richtig geklärt ist, hat der Hund damit ein Problem, er ist unsicher, und Unsicherheit löst auch Stress aus.
das Zittern sagt nichts darüber aus ob ein Hund ängstlich ist oder nicht, das Zitter sagt nur aus das der Hund in dem Moment in einer Stress-Situation ist.

Hovi
31.10.2003, 21:19
Hallo Ela,

keiner von uns hier kennt den Hund oder die Umstände.

Die Symptomatik ist aber derart gravierend, dass hier unbedingt Vor-Ort-Hilfe erforderlich ist, damit der betreffende Trainer den Hund und die Umstände kennenlernt! Und dies, bevor aus dem Knurren ein Beissen wird.

Es ist ein bißchen arg bequem, jedes Verhaltensproblem auf die "Dominanz" des Hundes oder ungeklärte Rangordnung zurückzuführen.

Hier könnte alles Mögliche vorliegen, von einer Krankheit über eine schlimme Erfahrung / falsche Verknüpfung bis hin zu irgendeinem Auslöser in der Wohnung selbst, der dieses Verhalten hervorruft.

Mit der Aussage "Dein Hund dominiert Dich" ist der Fragenden wohl gar nicht geholfen...

Gruß
Claudia

X Ela X
31.10.2003, 21:28
da hier schon des öfteren nahegelegt wurde sie solle sich professionelle Hilfe holen, muss ich das ja nicht auch noch wiederholen. Sicher ist das der richtige Weg.
Ich sagte ja nicht das sie das alleine klarmachen soll. Ich sprach lediglich meine Vermutung aus. Was den gesundheitlichen Aspekt angeht, sagte sie ja bereits das er tierärztlich untersucht wurde und von daher alles in Ordnung ist.

Sicher ist es bequem zu sagen das ein Rangordnungsproblem ist. Aber es ist nun mal so das es meistens darauf zurück zu führen ist.
Ihr nun zu erklären wie sie nun in kleinen Schritten ihren Hund wieder in seine Position bringt, würde hier den Rahmen sprengen.
Wahrscheinlich wurde ich in meinem Beitrag mißverstanden, da ich nicht das wiederhole was schon ein paar mal da steht, denn mit Wiederholungen und Beipflichtungen ist ihr auch nicht geholfen

Hovi
31.10.2003, 21:34
Original geschrieben von X Ela X
Sicher ist es bequem zu sagen das ein Rangordnungsproblem ist. Aber es ist nun mal so das es meistens darauf zurück zu führen ist.


Wer behauptet DAS denn nun wieder? :confused:

Ich glaub, ich steh im Wald !!! :?:

Da gibt es eine Million Ursachen für Störungen in der Hund-Mensch-Beziehung, und ewig kommt die alte Leier mit der Dominanz und der Rangordnung *seufz*.

Gruß
Claudia

sandinchen
31.10.2003, 21:34
Hallo Sandra,
kuck doch mal hier ob du Hilfe findest.
www.animal-learn.de
Meine Trainerin hat dort ihre Ausbildung gemacht. Soll aber nur ein Vorschlag sein. Gibt ja auch noch andere Trainer, die einem bei einem Problem wie deinem weiterhelfen.
Kannst eine E-mail hin schreiben und sie sagen dir, ob ein Trainer in deiner Nähe wohnt.

Ansonsten kann ich dir nur raten, dass es sicher nicht weiter hilft, den Hund auf den Rücken zu werfen, da wie die anderen schon sagten, dies ja keine freiwillige Sache ist.

Befolgt dein Hund deine Signale richtig? Du könntest ihn erstmal (bis du hoffentlich bald einen Trainer gefunden hast) ins Platz legen oder absitzen lassen. So musst du nicht direkt auf sein Knurren eingehen oder ihn bestrafen, was die Situation nur verschärfen könnte. Wenn er ein Platz korrekt ausführt, ist er erstmal "aufgeräumt", kann sich nicht weg bewegen. Du lässt ihn da liegen, gehst deinen alltäglichen Dingen nach (Jacke aus...) und er hat Zeit sich zu beruhigen. Wenn er nicht mehr knurrt, löst du das Platz wieder auf.
So wie ich verstanden habe, beruhigt er sich ja wieder nach einer Weile?
Natürlich könnte man sagen, dass das Platz eine Haltung ist, die den Hund nicht genug Stress abbauen lässt, aber ich denke, so hat man doch eher die Möglichkeit, dass man sich selbst sicher im Raum bewegen kann, man demonstriert, dass man sich als "Rudelführer" im Raum frei bewegen "darf" und Hund hat Zeit ein bißchen runter zu kommen.

Aber das ist auch nur ein Vorschlag. Du musst entscheiden, ob das mit deinem Hund funktionieren könnte.

X Ela X
31.10.2003, 21:39
Original geschrieben von Hovi


Wer behauptet DAS denn nun wieder? :confused:

Ich glaub, ich steh im Wald !!! :?:

Da gibt es eine Million Ursachen für Störungen in der Hund-Mensch-Beziehung, und ewig kommt die alte Leier mit der Dominanz und der Rangordnung *seufz*.

Gruß
Claudia


ich schrieb "meist" und nicht "grundsätzlich" oder "immer". Das ist ein kleiner Unterschied. Dreh mir bitte nicht die Worte rum. Wenn du meinen Beitrag nicht definieren kannst, dann lass es;)

Hovi
31.10.2003, 21:46
Hallo Ela,

ich glaube, die Zeiten, in denen man für Verhaltensprobleme MEIST die Rangordnung bemühen durfte, sind Gott sei Dank vorbei.

Vielleicht können wir uns darauf einigen: Es gibt einige Situationen, in denen ein gestörtes Rangordnungsverhältnis die Ursache für "Probleme" (aus Sicht des Menschen) ist.

Ich behaupte aber, anders als Du, dass die Ursache für die Störungen MEIST (nicht immer) woanders zu suchen sind (z. B. in mangelhafter Kommunikationsfähigkeit des Menschen).

In diesem speziellen Fall kann man gar nichts anderes raten, als einen Vor-Ort-Trainer die Situation beurteilen zu lassen. Hier zu spekulieren, ob es ein Rangordnungsproblem sein könnte (und das auch noch ohne jegliches Wissen um Hund und Halter), ist m. E. absolut sinnlos.

Gruß
Claudia

X Ela X
31.10.2003, 21:50
so hat eben jeder seine eigene Meinung, worüber es nicht zu streiten lohnt, da es kein Ende finden würde
;)

X Ela X
31.10.2003, 22:10
ich bin jedenfalls der Meinung: wenn der Hund mich anknurrt, sieht er mich in dem Moment nicht als Rudelführer an, und wenn er das nicht tut, habe ICH etwas falsch gemacht. Der Fehler ist meist nicht beim Hund zu suchen sondern beim Menschen. Denn er ist dem Moment dafür zuständig dem Hund begreiflich zu machen wer im Chef-Sessel sitzt.
Das fängt (je nach Dominanz des Hundes)mit Kleinigkeiten an wie zB wer geht als erstes durch die Tür usw.
Bitte nicht falsch verstehen, wenn der Hund nicht dominant ist oder richtig in der Rangordnung steht, ist es nicht so wichtig wenn der Hund auch mal zuerst durch die Tür geht. Das war jetzt auch nur ein kleines Beispiel.
Auch wenn manche denken die Sprüche von Dominaz und Rangordnung sind "veraltet" so sind sie doch (beim Hund) gegenwärtig!
Wenn der Rang einwandfrei geklärt ist, ergibt sich sehr vieles von alleine. Auch wenn manche (du?) das nicht so sehen.

Marianne Zmija
31.10.2003, 22:30
Hallo Sandra
Hast du vielleicht in den letzten Tagen irgendetwas in der Wohnung,das deinen Hund an deinen Ex erinnert?

Hovi
31.10.2003, 22:32
Ela, dann verrat uns doch mal, was Du in dieser speziellen Situation tun würdest?

Wie genau würdest Du reagieren, wenn der Hund zitternd und vibrierend (vor Angst?) vor Dir steht und knurrt?

Gespannte Grüße
Claudia

Girasol
31.10.2003, 22:44
@ Ela
Schau dir doch mal folgende sehr informative Seite an: http://www.spass-mit-hund.de/ Unter "Mehr Wissen" mußt du "Die Sache mit der Dominanz" anclicken. Dann lernst du, daß diese ewige Dominanz- Leiher doch veraltet ist, und bei den Hunden eben nicht "gegenwärtig"ist!
Viel Spaß bem Erwerb von neuen Wissen!

X Ela X
31.10.2003, 23:45
Original geschrieben von Hovi
Ela, dann verrat uns doch mal, was Du in dieser speziellen Situation tun würdest?

Wie genau würdest Du reagieren, wenn der Hund zitternd und vibrierend (vor Angst?) vor Dir steht und knurrt?

Gespannte Grüße
Claudia

Es geht doch nicht um die "spezielle Situation", sondern um die Ursache "warum tut der Hund das". Erst mal muss Ich als Halter (oder eine erfahrene Hilfe) dem Problem was ich falsch mache in der Haltung/Erziehung auf den Grund gehn. (Denn der Hund tut das nicht ohne Grund, wenn keine andere Person da ist, die den Hund "miterzieht" liegt der Grund nur bei mir) Solange man das nicht weiß, geht nichts.
In so einer "speziellen Situation" würde ich erst einmal "meideverhalten" zeigen um die Situation zu entschärfen damit der Hund wieder runterkommt, und dann müsste ich mir darüber klar werden was ICH falsch mache das es überhaupt soweit kommt. (hatte ich aber schon erwähnt)

X Ela X
31.10.2003, 23:56
Original geschrieben von Girasol
@ Ela
Schau dir doch mal folgende sehr informative Seite an: http://www.spass-mit-hund.de/ Unter "Mehr Wissen" mußt du "Die Sache mit der Dominanz" anclicken. Dann lernst du, daß diese ewige Dominanz- Leiher doch veraltet ist, und bei den Hunden eben nicht "gegenwärtig"ist!
Viel Spaß bem Erwerb von neuen Wissen!


wenn ich mich nach diesen Aspekten orientieren sollte, müsste ich ja akzeptieren das mein Hund mich anknurrt.
Ich sagte bereits, das ist ein Thema um das man sich unendlich streiten kann..... und streiten tu ich nicht sehr gerne. Ich habe meine Meinung gesagt und die werde ich auch beibehalten.

Es gibt Websites/Kynologen/Hundepsychologen/Buchautoren usw die vertreten dieses und wiederum andere Websites/Kynologen/Hundepsychologen/Buchautoren usw sind anderer Meinung.
Sabine Winkler (erfahrene Hundeerziehungs Expertin)zB erklärt in einem Erziehungsbuch/Ratgeber auch einiges über Dominazverhalten. Okay Experte kann sich jeder nennen (gilt auch für Websites)
Ich habe diese Website jetzt leider nur überflogen(da ich gerade ein spannenden Film anschaue und nur ab und zu in der Werbung mal ins Inet schaue)
Also das was ich überflogen habe kommt mir so vor als wolle man da vermitteln es gäbe keine Dominanz usw. Alles Friede Freude Eierkuchen. ich habe schon Dokus gesehn über Wölfe da geht es weit "heftiger" zu, als es diese Seite beschreibt.
Aber wie gesagt ich ahbe die Seite nur "überflogen"!!!

X Ela X
01.11.2003, 00:11
ach, da sehe ich gerade auf dieser Website, das sie Bücherempfehlen wo es "nicht um Dominanz geht". Da sehe ich doch tatsächlich ein Buch von Sabine Winkler......... Hmm, also ich besitze ein Buch von Sabine Winkler da beschreibt selbige doch WAS alles unter Dominanz des Hundes fällt.
z.B. beschreibt sie das ein Hund den Halter sogar mitunter durch das "auf den Rücken legen" dominieren kann. (Mit Betonung auf "mitunter" und "kann").



:confused:

Hovi
01.11.2003, 00:13
Hallo Ela,

mußt Du aber auch ausgerechnet an mich Weichei und Wattebäschchen-Werfer geraten mit Deinen ersten Postings :D :D :D...

Es geht eben DOCH um diese spezielle Situation.

Der Sinn eines Threads ist nicht, dass man allgemeine Floskeln verbreitet, sondern dass man auf das spezielle Problem eingeht und - wenn man glaubt, man könne einen guten Rat geben - versucht, mit konkreten Tipps zu helfen.

Dein Satz "Es könnte sich um ein Dominanzproblem handeln" passt so ziemlich auf 100 % aller Probleme, wenn man das Wort KÖNNTE besonders betont ;). Sehr aussagekräftig ist er also grade mal nicht - dafür passt er aber immer! Erinnert mich ein bißchen an: "Wenn der Hahn kräht aufm Mist, dann ändert sich´s Wetter, oder es bleibt, wie´s ist". Das ist in etwa genauso gehaltvoll ;).

Und wenn die Leute hier in diesem Thread raten, einen Vor-Ort-Trainer zu konsultieren, dann deshalb, weil sie verantwortungsbewußt genug sind, bei einem solch heklen Thema keine Tipps zu geben, solange man null und nichts über Hund und Halter und Hintergründe weiß.

Übrigens bin ich berühmt dafür, mich von meinen Hunden anknurren zu lassen, wo sie doch so scharfe Zähne haben...ich trau mich dann einfach nicht, irgendwas zu machen... immerhin sind sie zu zweit und ich bin alleine :confused: Und das wissen die beiden Saftsäcke doch ganz genau :D

Gruß
Claudia

Hovi
01.11.2003, 00:18
Ich meinte natürlich WATTEBÄUSCHCHEN!

Das ist aber auch ein schwieriges Wort :rolleyes: !!!

Girasol
01.11.2003, 00:20
@ Ela
Dann hast du vielleicht den wichtigsten Part überlesen!
Deshalb kopiere ich dir hier noch etwas rein:
"Was man bisher glaubte
Bestimmt kennen Sie die Geschichte von der dominanten Alphahündin und dem dominanten Alpharüden, die gemeinsam das Rudel anführen? Das Leben im Rudel ist hart. Gewonnene Ränge müssen ständig gegenüber Konkurrenten aus den eigenen Reihen verteidigt werden. Mit anderen Worten: Jeder im Rudel will nach oben kommen - und wer etwas sein will, muss den anderen stets seine Vormachtstellung und Dominanz demonstrieren. Das zumindest ist - vereinfachend gesagt - die Vorstellung, die wir Menschen bislang von den Geschehnissen im Wolfsrudel hatten, und die wir entsprechend auf unsere Hunde als "Erben der Wölfe" im Zusammenleben mit uns übertragen haben.

Aber: Wir können das getrost vergessen! Die ganze Sache hat nämlich einen Haken: Die Beobachtungen, aus denen diese Erkenntnisse hervor gingen, sind an Wölfen gemacht worden, die in Gefangenschaft lebten: in Gruppen, die in beengten Verhältnissen leben mussten, die häufig unter Futterknappheit litten und die vom Menschen zusammen gesetzt worden sind. Keine guten Voraussetzungen für eine friedliche Wohngemeinschaft. Dass Stresslevel und Aggressionsniveau entsprechend hoch waren, muss nicht verwundern. Kaum zu glauben, aber wahr: In frei lebenden Rudeln sieht das ganz anders aus.

Die Verbreitung neuerer Erkenntnisse über das Zusammenleben von Wölfen verdanken wir vor allem dem Amerikaner David Mech. Was er in jahrelanger Forschungsarbeit heraus fand:
Wolfsrudel in Freiheit bestehen stets aus Familienverbänden, mit Wolfseltern und ihrem Nachwuchs in verschiedenen Altersstufen. Und genau so wie in einer Familie geht es in diesen Rudeln auch zu: Die "Leitwölfin" und der "Leitwolf" sind keinesfalls strenge Autoritäten, die ihren Rang gegenüber der Konkurrenz verteidigen, sondern nichts anderes als liebevolle und fürsorgliche Eltern. ..."

Den Rest bitte mit etwas mehr Zeit selbst nach lesen.

X Ela X
01.11.2003, 00:38
@hovi

es ist eben doch einUnterschied zwischen einer "speziellen Situation" oder einem bestehenden Problem. Denn es nützt nix wenn ich weiss wie ich mich in der speziellen Situation verhalten soll, diese Situation aber immer wieder kommt.

das Problem "warum tut der Hund das" muss auseinandergenommen werden. Wenn man das weiß, dann kann man was dagegn tun.
ich denke mal sie will wissen was sie tun kann damit der Hund das in Zukunft erst gar nicht mehr tut. Und nicht wie sie sich verhalten soll wenn er gerade am knurren ist. (das vielleicht auch) aber in erster Linie das er es nicht mehr tut.

PS das sie fachliche Hilfe braucht wenn sie selbst nicht weiter weiß ist klar, das sagte ich bereits, der Meinung bin ich auch. ich sagte aber auch das dieser "Ratschlag" schon ein paar mal erwähnt wurde und ich ihn deshalb nicht auchnochmal wiederholen muss.

so und jetzt geh ich in die Heija :z:

Hovi
01.11.2003, 00:43
Original geschrieben von X Ela X
@hovi

es ist eben doch einUnterschied zwischen einer "speziellen Situation" oder einem bestehenden Problem. Denn es nützt nix wenn ich weiss wie ich mich in der speziellen Situation verhalten soll, diese Situation aber immer wieder kommt.



Es muß wohl an der Uhrzeit liegen, dass ich diese beiden Sätze auch beim dritten Mal lesen nicht kapiere :confused:

Deswegen geh ich jetzt besser auf die Couch, schlafen. Im Bett liegen ja schon die Hunde, und die möchte ich nicht stören....:z:

Grüßle
Claudia

X Ela X
01.11.2003, 00:45
ich erklärs dir morgen genau wie ich das meine

guts nächtle ;)

sandinchen
01.11.2003, 07:46
@ Ela
Du nennst aber trotz allem keine Vorschläge, wie sie sich verhalten soll. Wie sieht denn dein Meideverhalten aus?
Und wie kommst du auf die Idee, dass ein Hund der knurrt meinen Rang in Frage stellt? Hunde knurren zum Beispiel auch wenn sie Schmerzen haben oder es rutscht ihnen mal ein knurren beim Spielen raus. Mein Hund knurrt auch manchmal, wenn ich mit ihm spiele, das ist aber für mich kein Grund ihn auf den Rücken zu schmeißen. Ich nehme ihm mit einem "aus", dass er vorher gelernt hat das Spielzeug ab und gut ist.
Hier wird aber aus einem ganz anderen Grund geknurrt und trotzdem würde es nichts bringen, den Hund auf den Rücken zu drehen. Und das war bisher dein einziges konkretes Beispiel.

ich denke mal sie will wissen was sie tun kann damit der Hund das in Zukunft erst gar nicht mehr tut.
Und was schlägst du ihr vor?
Stell dir mal vor, du lebst mit zwei Menschen zusammen und einer davon schikaniert dich. Der andere ist ganz nett. Plötzlich ist der böse Mensch weg, du kriegst es aber trotzdem mit der Angst zu tun, dass der nette Mensch dir jetzt auch was tun will. Du machst dem netten Mensch klar, dass du dich ganz unsicher fühlst und knurrst, weißt aber gar nicht, ob das richtig ist und zitterst vor Aufregung am ganzen Körper. Dann schmeißt dich der ehemals nette Mensch auf den Rücken. Oh Gott! Das hat er noch nie getan! Jetzt wird er auch böse! Hilfe! Was tust du? Du wappnest dich, ihn beim nächsten Mal richtig zu erschrecken, sodass er dir nicht mehr an den Pelz kann. In Zukunft musst du noch vorsichtiger sein, das weißt du jetzt!

Oder:
Stell dir mal vor, du lebst mit zwei Menschen zusammen und einer davon schikaniert dich. Der andere ist ganz nett. Plötzlich ist der böse Mensch weg, du kriegst es aber trotzdem mit der Angst zu tun, dass der nette Mensch dir jetzt auch was tun will. Du machst dem netten Mensch klar, dass du dich ganz unsicher fühlst und knurrst, weißt aber gar nicht, ob das richtig ist und zitterst vor Aufregung am ganzen Körper.
Der nette Mensch verhält sich ganz ruhig. Er scheint keine Angst vor dir zu haben. Er lässt dich auch erstmal in Ruhe. Geht durch die Wohnung. Was tut er? "Hhmm, verhält sich wie immer, scheint alles in Ordnung zu sein." Vielleicht musst du gar keine Angst haben. Der nette Mensch hat nichts böses mit dir vor. Er sagt zwar, du sollst dich hinlegen, okay, das tut ja nicht weh, du weißt ja wie es geht. Vielleicht kann ich diesem Menschen wirklich vertrauen.

Weißt du, auch ich habe keine Ahnung, was wirklich in dem Kopf des Hundes vorgeht. Allerdings kann ich es mir kaum vorstellen, dass ein Hund seine einzige Bezugsperson nicht mehr "sehen" möchte. Es wurde ja bereits erwähnt, dass der Freund nicht gerade zimperlich mit dem Hund umgegangen ist. Es können sich in dem Hund über Monate Unsicherheiten angesammelt haben, die erst jetzt ein Ventil suchen. Ein Hund ist auch nur ein "Mensch" und in seinem Gefühlsleben können sehr viel mehr Dinge ablaufen als die bloße Frage nach "wer ist hier der Boss". Bevor nicht geklärt ist, ob man dem Hund "Unrecht" tut damit, dass er den eigenen Rang in Frage stellt, würde ich mich mit solchen Dominanzaussagen erstmal zurück halten. Einiges spricht dafür, dass der Hund ein "angeknackstes Selbstbewusstsein" hat.
Hat man dies abgeklärt und es stellt sich heraus, dass er wirklich "nur" wissen will, dann kann man ihm in angemessener Weise seine Hammelbeinchen lang ziehen - aber bitte nicht mit solchen altertümlichen Methoden wie auf den Rücken werfen.

Ach ja, und abklären können wir das natürlich nicht. Das kann nur ein Profi vor Ort.
Und der sagt ihr dann auch, was sie in Zukunft tun kann, damit soetwas nicht mehr vorkommen muss.

Nix für ungut. Aber ich finde deine Analyse ein bißchen einseitig. ;)

sandinchen
01.11.2003, 07:48
Hat man dies abgeklärt und es stellt sich heraus, dass er wirklich "nur" wissen will
...wer die Hosen an hat...

Hovi
01.11.2003, 09:55
Hallo Ela,

glaubst Du wirklich, in einem Forum kann Ursachenforschung betrieben werden, ohne dass man Hund und Halter gemeinsam zusammen sieht?

Ein Forum kann immer nur eine "Erste Hilfe" sein, eine Art "Sofortmassnahme", damit die Situation nicht eskaliert.

Und wenn es sich um so was Gravierendes handelt wie diese Angstanfälle (oder von mir aus auch Dominanzanfälle, wenn Dir das besser gefällt), dann kann man eigentlich gar nichts raten. Ausser eben zu sofortiger Vor-Ort-Hilfe, und das wurde ja mehrfach getan.

Aus der Ferne zu rufen: "He, helfen kann ich Dir nicht, aber Dein Hund dominiert Dich wahrscheinlich!" macht unglaublich viel Sinn und zeugt von enormer Fachkompetenz ;) :D.

Ich sagte schon mal: Der Satz "Es KÖNNTE sein, dass der Hund dominant ist!" passt auf 100 % aller Verhaltensprobleme. Mit fetter Betonung von KÖNNTE.

Man könnte den Satz darum gleich in die Signatur mit aufnehmen :p

Gruß
Claudia

NinaV
01.11.2003, 11:05
Guten Morgen,

@ Claudia:

hast Du Deinen beiden Jungs nach ihrem Frühstück schon die übliche Morgenmassage gegönnt?

@ Ela:

hier ein Artikel von David Mech zur Dominanz unter Wölfen:
<<click>> (http://www.hunde-rudel.de/tmech.htm)

Viele Grüße
Nina

X Ela X
01.11.2003, 11:45
@ sandinchen

ich denke du hast meine Beiträge nicht "richtig" gelesen, denn ich schrieb mit keinem Wort das mandenHund auf den Rücken legen soll in der Situation, du versuchst mir da eine Anwort zu unterjubeln die ich NIE gegeben habe!!! Oder zeig mir wo ich das geschrieben habe!
Ich schrieb bereits wie ich mich in dieser Situation verhalten würde.
Wenn ich sage Meideverhalten, sollte das für einige hier ein Begriff sein. Wie mein Meideverhalten aussieht??? Genauso wie dem Hund seins! Denn das versteht er! Wenn das Meideverhalten nicht hilft, gibt es ja noch die Calming Signals. Die versteht er ebenfalls.

@ Hovi
Das man in einem Forum keine Ursachenforschung betreiben kann ist mir schon klar! Trotzdem muss das Problem aus der Welt geschafft werden und nicht NUR die Situation.ich erwähne es gerne auch noch ein "drittes" mal: wenn sie es alleine nicht kann, dann mit fachlicher Hilfe.
Ich habe diesbezüglich nie was anderes behauptet

Hovi
01.11.2003, 12:20
Morgen Nina,

neeeee--- ich wollte ja, aber als ich mich in die Nähe meines Bettes wagte, haben sie mich angefletscht. Sie wollten wohl noch weiterschlafen :0( .... da bin ich halt zurück auf die Couch. Die Massage kriegen sie dann heut mittag ;).

Grüßle
Claudia

X Ela X
01.11.2003, 12:31
Original geschrieben von Hovi
Morgen Nina,

neeeee--- ich wollte ja, aber als ich mich in die Nähe meines Bettes wagte, haben sie mich angefletscht. Sie wollten wohl noch weiterschlafen :0( .... da bin ich halt zurück auf die Couch. Die Massage kriegen sie dann heut mittag ;).

Grüßle
Claudia


ich nehme an das ist jetzt ein Scherz. Ansonsten würde ich dir auch zu "fachlicher Hilfe" raten:p ;)

Hovi
01.11.2003, 12:33
Ich scherze nie!

Das liegt daran, dass ich keinen Humor habe :p !

Grüßle
Claudia

NinaV
01.11.2003, 12:36
@ Ela

Definition von Meideverhalten:
Negative Ersterlebnisse oder negative Erfahrungen führen zu einer Tendenz, ähnliche Situationen und Erfahrungen zu vermeiden. Es ensteht der Zustand einer Abneigung gegenüber einer bestimmten Reizkonstellation.

Wenn Du also auf das hier angesprochene Problem ein Meideverhalten zeigen möchtest, hieße das die Wohnung nicht mehr zu betreten. Ansonsten verMEIDEST Du die Situation, bzw. die Erfahrung angeknurrt zu werden nicht. Das aber der obigen Definition widersprechen.

Daher würde mich nun eine genauere Beschreibung Deines Meideverhaltens interessieren. Vielleicht verstehe ich nur was falsch.

LG
Nina

NinaV
01.11.2003, 12:37
Natürlich "WÜRDE das der obigen Definition widersprechen"

X Ela X
01.11.2003, 13:04
also wie du schon beschrieben hast "Abneigung gegenüber einer bestimmten Reizkonstellation".
Sieht so aus, in dem MOment wo der Hund mich anknurrt, wende ich mich ab um die Situation nicht eskalieren zu lassen. Was nicht gleich heißt das ich die Wohnung verlasse oder erst gar nicht betrete! Ich wende mich in dem Moment nur vom Hund ab, drehe mich weg und entfernme mich "langsam".
Wie gesagt "in der speziellen Situation", damit ist natürlich noch nicht das Problem aus der Welt!!!
Es ist nur eine kleine Hilfe die Situation nicht eskalieren zu lassen.
Würde ich ihn auf den Rücken werfen (wie mir das hier unterstellt wurde) könnte (muß nicht) es passieren das der Hund dann angreift um sich zu wehren.

Außerdem
Meideverhalten muss nicht immer zwangsläufig aus einer negativen Situation entstehn!!!

zB nimmt mein Hund nichts vom Boden auf, er meidet es, ABER nicht aus einer negativen Situation heraus, sondern weil er gelernt hat das es zu seinem Vorteil ist das zu vermeiden, anhand von Lob, Spiel ect.

X Ela X
01.11.2003, 13:13
Meideverhalten kann ein Hund auch in einer ihm neuen/unbekannten/fremden Situation an den Tag legen, ohne diesbezüglich schlechte Erfahrung gemacht zu haben.
Aber das gehört jetzt auch eigentlich nicht mehr zum Thread, wir schweifen ab;)

NinaV
01.11.2003, 13:17
Hallo Ela,


Ich wende mich in dem Moment nur vom Hund ab, drehe mich weg und entfernme mich "langsam".
Das ist meiner bescheidenen Meinung nach aber ein Calming Signal und kein Meideverhalten.


zB nimmt mein Hund nichts vom Boden auf, er meidet es, ABER nicht aus einer negativen Situation heraus, sondern weil er gelernt hat das es zu seinem Vorteil ist das zu vermeiden, anhand von Lob, Spiel ect.
Wen Du dies nur über Lob und positive Verstärkung erreicht hast, ist das meiner Meinung nach einfach die Konditionierung eines Alternativverhaltens und kein Meideverhalten. Er hat nicht gelernt, das vom Boden aufnehmen zu vermeiden, sondern das es sich mehr lohnt sich in einer solchen Situation Dir zu zuwenden.

Liebe Grüße
Nina

X Ela X
01.11.2003, 13:27
wenn man (Hund oder Mesnch) sich von was abwendet, das direkte anschauen oder den Kkontakt vermeidet, ist das meideverhalten, denn ich meide in dem Moment den Hund. Ist natürlich auch ein C-Signal, da gebe ich dir recht.
Das abwenden ist ein Meideverhalten, das langsam entfernen ein C-Signal.
Erwähnte ich aber auch (war vielleicht nicht direkt oder genau genug ausgedrückt)
Zitat:
Wenn das Meideverhalten nicht hilft, gibt es ja noch die Calming Signals. Die versteht er ebenfalls.


Es ist schon ein Meideverhalten, da der Hund vermeidet das zu nehmen oder anzuschauen, ob das nun aus negativer Sit. oder positiver Sit. spielt dabei keine Rolle.

NinaV
01.11.2003, 13:40
Hallo Ela,

nix für ungut, aber da sind wir wohl einfach unterschiedlicher Auffassung.

Turid Rugaas (um professionelle Beobachter zu zitieren) beschreibt das Kopfabwenden eindeutig als Calming Signal.

Meideverhalten ist (lt. Definition) in der (mir bekannten) Literatur eindeutig eine Reaktion auf negative Situationen/Erlebnisse (ist übrigens auch in der von Dir zitierten Literatur von Sabine Winkler beschrieben).

Falls Du hierzu gegenteilige Definitionen aufzeigen könntest, könnte ich tatsächlich noch etwas hinzu lernen (was mir immer Freude bereitet).
;)

Liebe Grüße
Nina

sandinchen
01.11.2003, 13:57
Hallo Ela,
ich habe in der Tat etwas durcheinander gebracht. Du hast nirgends geschrieben, dass es okay ist, einen Hund auf den Rücken zu drehen. Dafür entschuldigung.

Bei meinen anderen Aussagen bleibe ich aber.;)

X Ela X
01.11.2003, 14:11
ja sind wir wohl. Ich denke wir sollten die Diskussion dann beenden, führt eh zu nichts, jeder bleibt bei seiner Meinung.

Website; Auszug über Meideverhalten:
______________________________ __________________
Meideverhalten

Meideverhalten ist eine grundsätzliche Verhaltensnorm des Hundes, weil die Natur darauf ausgerichtet ist, unangenehme Situationen oder gar Beschädigungen (Verletzungen) zu vermeiden. In der freien Natur gibt es keinen Tierarzt der nach jedem Kampf Verwundungen heilen kann, und deshalb ist der natürliche Instinkt der Hunde, Beschädigungen zu vermeiden, weitgehend erhalten geblieben (z.B. Schaukämpfe bei Rüden). Meideverhalten bedeutet auch, dass man sich einer Konfliktsituation nicht aussetzen will. Stellt man einen Hund vor der Wahl, eine bestimmte bedrohliche Situation zu vermeiden oder bis in letzter Konsequenz auszutragen, so wird er in einen hohen Prozentsatz der Fälle den Weg der Vermeidung vorziehen.
Bedauerlich ist, das Meideverhalten oft negativ angsehen wird, wenn man die Aussagen von betroffenen Hundehaltern hört. Meideverhalten bedeutet nichts anderes, als eine bestimmte Situation zu vermeiden. Zum Beispiel aggressive Verhaltensnormen zur Konfliktlösung.
______________________________ __________________

Es wird also immer unterschiedliche Meinungen geben, selbst auf den Websites/Kynologen/Psychologen usw
Warum sollten dann ausgerechnet wir darüber unendlich Diskutieren
;)

NinaV
01.11.2003, 16:01
Hallo Ela,

sorry, aber ich kann's mir nicht verkneifen:

Dein Text sagt nichts anderes aus, als das von mir genannte.
Meideverhalten entsteht, um aversive Reize oder Erfahrungen (evtl. erneut) zu vermeiden, nicht wiederholt (oder gar nicht erst) in negative Situationen zu geraten.
Auch in diesem Text steht nichts davon, dass sich der Hund mit Meideverhalten einer positiven Situation entziehen möchte. Warum auch?
Dieser Text sagt aus, dass Meideverhalten nichts Negatives ist (habe ich auch nie behauptet), da der Hund so Konflikte vermeiden und Beschädigungen seiner selbst verhindern kann.

Passt noch immer nicht zu Deinem Hund, der nichts vom Boden nimmt, oder?


zB nimmt mein Hund nichts vom Boden auf, er meidet es, ABER nicht aus einer negativen Situation heraus, sondern weil er gelernt hat das es zu seinem Vorteil ist das zu vermeiden, anhand von Lob, Spiel ect.
Das ist daher für mich noch immer ein konditioniertes Alternativverhalten.

Liebe Grüße
nina
:cu:

X Ela X
01.11.2003, 17:44
Mein Gott, das mit dem lernen von Boden aufheben war ein Beispiel dafür das Meideverhalten nicht nur aus einer Negativ Situation entstehn kann. Also nur ein kleines simples Beispiel.

Außerdem wollte ich mit dem Text zum Ausdruck bringen das das Meideverh. welches ich dem Hund gegenüberbringe in der Situation eben genau das ist, was in dem Text beschrieben ist, eben einer Reizsituation aus dem Weg gehn. Weil dieses als C.-Signal ausgelegt wurde.

ich hab jetzt echt keine Lust darüber endlos zu diskutieren, führt eh zu nichts.

sandinchen
01.11.2003, 17:51
Aber ganz versteh ich's noch nicht. :D Wie lässt es sich meiden zuhause zur Tür rein zu kommen?? Das ist doch die Situation, wo der Hund knurrt.

X Ela X
01.11.2003, 18:08
das habe ich schon irgendwo indiesem Thread beshcrieben, musste mal nachschauen:)

X Ela X
01.11.2003, 18:12
Original geschrieben von X Ela X
[B]also wie du schon beschrieben hast "Abneigung gegenüber einer bestimmten Reizkonstellation".
Sieht so aus, in dem MOment wo der Hund mich anknurrt, wende ich mich ab um die Situation nicht eskalieren zu lassen. Was nicht gleich heißt das ich die Wohnung verlasse oder erst gar nicht betrete! Ich wende mich in dem Moment nur vom Hund ab, drehe mich weg und entfernme mich "langsam".
Wie gesagt "in der speziellen Situation", damit ist natürlich noch nicht das Problem aus der Welt!!!



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