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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : an ALPHA



Maggie_HH
25.06.2002, 13:33
Du redest dauernd davon, dass man seinen Hunden zeigen soll wer Alpha ist. ok, das sehe ich auch so, aber ich habe jetzt mal eine Frage:
Wie machst du das????? wie zeigst du es deinen hunden????
vielleicht sind wir ja bei diesem thema einer meinung???

Juliane

Jacky77
25.06.2002, 16:01
Hallo!

Das würde mich doch auch mal sehr interessieren.
Wäre schön wenn Du uns das mal erklären könntest, Alpha!


Viele Grüße,

Dani mit Jacky

Alpha
27.06.2002, 23:14
Als Einsteiger empfehle ich einen Beitrag,der gut trifftt:Altes Archiv/Erziehung und Verhalten:Woran ich erkenne,daß mein Hund fast der Boss ist (von Caro).Darin steht Grundsätzliches,woran man die Rangposition festmacht.Hinzu bietet sich,wie gesagt,der Beitrag"Alpha FAQ",hier in der Rubrik,von mir,an,um sich ein besseres Bild machen zu können.Ansonsten sollte aus meine sonstigen Beiträgen und Ratschlägen zu genüge hervorgehen,wie ich mit meinen Hunden die Rangordnug kläre.Danach lasse ich mich gerne fragen!
Gruß,Alpha

Maggie_HH
28.06.2002, 10:17
Hab mir "alpha faq" angesehen.....dazu habe ich eine Frage....glaubst du echt, dass ein Hunde besser lernt, wenn er ohne Motivation in die gewünschte Position gedrängt wird???? Ich glaube das ist eher kontraproduktiv, versetz dich doch mal in seine Lage!!!! Wie würdest du lieber lernen???? Mit Motivation (muss ja nicht immer Leckerle sein) oder mit Zwang???? Also ich bin auch der Meinung, dass man Leckerle und Co. weglassen sollte, wenn der Hunde begriffen hat was er tun soll, aber um es ihm zu zeigen finde ich Motivation unerlässlich!!!!!
oder wie siehst du das????

Juliane

Phillis
28.06.2002, 14:03
Es ist echt nicht leicht, den Hund von uns lösgelöst zu sehen.
Wir neigen immer wieder dazu, die Situation des Hundes mit unseren Augen zu sehen.
Das ist nicht der richtige Weg.
Hund ist nicht Mensch.

Sein Verhalten erlärt sich für uns, wenn wir uns mit seinem Ursprung, Entwicklung, Leben im Rudel... beschäftigen, nicht mit unseren Gefühlen.

Das kann man schaffen.
Phillis.

Maggie_HH
28.06.2002, 16:29
Mir ist klar, dass wir unsere Hunde nicht vermenschlichen dürfen. Das tue ich auch nicht, aber was Alpha da macht, kann ich trotzdem nicht ganz verstehen. vielleicht kann alpha das ja noch mal für mich erklären......denn wenn Hunde oder besser noch Wölfe in einem Rudel in der freien Natur leben, ist mir das schon klar, dass jedes Mitglied, das tut was alpha will, da ist die motivation auch das das Überleben (was ich finde ausreicht!!!!!:D ), aber bei uns müssen die Hunde ja nicht ums überleben kämpfen...oder??? sie sollten sich ihr futter verdienen...das ist doch so ähnlich, deshalb kann es doch nicht falsch sein am anfang der erziehung leckerchen zu geben, oder?
ach ja....ich hab noch eine klitzekleine Frage *ganzliebguck*:rolleyes: wie meintest du das mit dem spielzeug...hab ich es richtig verstanden, dass es bei dir rumliegt????? und du es nach dem spielen wieder liegen lässt???? (ok, das mache ich auch, aber nur weil ich immer vergese es wegzuräumen....:D ) dadurch dass du es rumliegen lässt und der hund immer mit spielen kann, unterstreichst du deine alphaposition???? oder darf der hund es dann nicht nehmen auch wenn es auf dem boden liegt?????

eine verwirrte Juliane:confused: :confused: :confused:

Mascha
01.07.2002, 08:59
Original geschrieben von Maggie_HH
...denn wenn Hunde oder besser noch Wölfe in einem Rudel in der freien Natur leben, ist mir das schon klar, dass jedes Mitglied, das tut was alpha will, da ist die motivation auch das das Überleben (was ich finde ausreicht!!!!!:D ), aber bei uns müssen die Hunde ja nicht ums überleben kämpfen...oder??? Hallo Juliane, hallo alle hier!

Was Du schreibst, gefällt mir gut! Nur in einem kleinen Punkt zweifele ich etwas: Denkst Du wirklich, in "freier Wildbahn" seien die Wölfe/ Hunde immer durch den Überlebenswillen motiviert, irgendwas zu tun? Das ist doch eigentlich unlogisch. Müssten sie dann nicht ständig Angst haben, Todesangst?
Ich meine :rolleyes:, sicher wollen sie überleben! Aber wenn jetzt z.B. ein Tier in der Sonne liegt und es ihm allmählich zu warm wird, dann ist sein Gedanke doch vermutlich nicht "oh, es wird zu warm, und wenn ich hier bleibe, sterbe ich am Hitzschlag", sondern einfach "puh, ist das warm! ich gehe in den Schatten, das ist angenehmer für mich".

Und so ähnlich ist es doch wohl in ganz vielen Fällen - hund geht dem Kampf aus dem Weg, weil Bisswunden schmerzen, nicht weil er an den nachfolgenden Vereiterungen sterben könnte; hund schnappt nach einer Mücke, weil sie ihn nervt oder weil das Schnappen Spaß macht, nicht weil sie gefährliche Krankheiten übertragen könnte; hund folgt dem Rudel, weil Jagen Spaß macht und er ungern allein bleibt; hund springt hinter einer Ente her ins Wasser, weil Jagen Spaß macht, und ertrinkt womöglich, weil er nicht mehr herauskommt - nix mit "Überleben" als Motivation, oder?


Ich bin der Meinung, dass auch Hunde (wie wir Menschen) gerne Spaß haben wollen, und das kann man für die Erziehung sehr gut ausnutzen. Da muss man gar nicht immer die Rangordnung bemühen.

Und andererseits ist es einem alpha-Hund oder -Wolf in vielen Dingen völlig egal, was seine Rudelmitglieder gerade tun, während wir Menschen doch manchmal recht genaue Anforderungen stellen! (Beispiel "bei Fuß"-Gehen: mit der Nase auf Kniehöhe, in nächster Nähe, also ohne Individualdistanz, mit so und so nach Vorschrift ausgeführten Wendungen - so etwas würde nie ein Hund vom anderen verlangen! Solche Exaktheit ist von der Natur nicht vorgesehen. Aber mensch bringt das seinem Vierbeiner erfolgreich bei.)

Liebe Grüße!

mercuzia
01.07.2002, 11:18
Hunde sind nunmal soziale Lebewesen


Gruß mercuzia

Phillis
01.07.2002, 12:53
Wie wahr...Dein letzter Absatz!

Wer aber sagt, daß das, was der Mensch vom Hund mit seiner Exaktheit verlangt, der richtige Weg ist, dem Hund irgentwas klarzumachen?
Da sind wir wieder:
Der Mensch denkt sich was aus und so muß es dann sein.

„Soetwas würde ein Hund nie von einem anderen verlangen.“

Ja, der Hund verlangt dafür aber Sachen von einem anderen, die würden wir widerum nie von unserem Hund verlangen.

Genauigkeit / Exaktheit ... ein wichtiges Teil der Natur!
Ohne genaue Beobachtung, präzises Verhalten, Bestimmtheit, Schärfe hätte sich das Rudelleben bald erledigt.
Der Mensch hat die Exaktheit nicht erfunden, sonst gäbe es uns hier alle gar nicht.
Er benutzt sie in seinem Kontext.
Tiere leben sie in ihrem Kontext.
Das bedeutet, daß sich Mensch und Hund solange nicht verstehen / begreifen, bis der Mensch seinen Kontext verständlich mitteilt. (Mensch und Mensch verstehen sich aus den gleichen Gründen übrigens auch nur selten bis gar nicht.)


Der Hund ist nun mal ein soziales Tier , was nicht bedeutet, Mercuzia, daß wir ihn mit unserer Sozialisation belämmern können und annehmen, Mascha, dabei auch noch erfolgreich zu sein.

Phillis.

Lotta
01.07.2002, 13:48
Hallo Phillis,

wie wäre es, wenn DU mal ein bisschen exakter würdest?


Wer aber sagt, daß das, was der Mensch vom Hund mit seiner Exaktheit verlangt, der richtige Weg ist, dem Hund irgentwas klarzumachen?

Findest du, man sollte seinem Hund nicht Sitz, Bei Fuß oder Hier beibringen, weil Hunde untereinander es nicht tuen?
Oder WIE sollen wir es deiner Meinung nach beibringen?


Ja, der Hund verlangt dafür aber Sachen von einem anderen, die würden wir widerum nie von unserem Hund verlangen.

Was meinst du hier konkret? Und was schließst du daraus? Ist das in Ordnung, dass wir es nicht verlangen oder fehlt unseren Hunden etwas? - Was genau?


Der Hund ist nun mal ein soziales Tier , was nicht bedeutet, Mercuzia, daß wir ihn mit unserer Sozialisation belämmern können

Welche Sozialisation? - Die auf den Menschen als Artgenossen? Oder meinst du was anderes?

Schreib doch mal ein bisschen konkreter, was du meinst.

Gruß von Lotta

Maggie_HH
01.07.2002, 14:03
tja....da hast du wohl recht!!!!! ich glaube auch nicht, dass wölfe immer in todesangst leben. so meinte ich es (glaube ich) nicht....aber ich denke schon, dass sie in dieser Situation eine andere Motivation haben als Hunde die sich ja nun doch etwas vom wolf unterscheiden. oder?
na ja....ich würde es ja mal ganz toll finden, wenn sich alpha zu meiner oben gestellten frage (spielzeug) äußern würde....oder mag uns alphi nich mehr????:rolleyes:

Juliane

Mascha
01.07.2002, 14:21
Hallo Juliane,

ich will Dich ja nicht deprimieren, aber Alpha hat meines Wissens noch nie eine klare Frage ebenso klar, deutlich und verständlich beantwortet... :( Vielleicht habe ich auch was übersehen... :confused:

:) Liebe Grüße, Mascha

Mascha
01.07.2002, 14:25
Original geschrieben von Phillis
Mensch und Mensch verstehen sich aus den gleichen Gründen übrigens auch nur selten bis gar nicht.
Hallo Phillis,

aus welchen Gründen auch immer - ich habe leider überhaupt nicht verstanden, wovon Du redest bzw. was Du sagen willst. Könntest Du es bitte nochmal versuchen zu erklären?

Danke im Voraus!

Maggie_HH
01.07.2002, 14:38
:) Liebe Grüße, Mascha [/B][/QUOTE]
ich will Dich ja nicht deprimieren, aber Alpha hat meines Wissens noch nie eine klare Frage ebenso klar, deutlich und verständlich beantwortet... :( Vielleicht habe ich auch was übersehen... :confused:

ich glaube ich muss dir mal wieder recht geben!!!!!!
:D :D :D :D :D :D

Juliane

Phillis
02.07.2002, 12:00
Wären wir auch Hunde und keine Menschen, wäre die Verständigung mit „unserem“ Hund kein Thema.
Was machen wir also, wenn wir keine Hunde sind, aber mit ihnen zusammenleben wollen?
Wir sprechen Hundesprache, denken wie Hunde und tun so, als wären wir auch Hunde.
Genau das findet aber nicht selten nicht statt.

Sitz! Platz! ... müßten unnötig sein.
Wir können die Befehle als Übersetzungshilfen für die Hundesprache verwenden.
Das ist nicht das Thema.
Eine Garantie dafür, daß der Hund verstanden hat, was wir ihm mitteilen wollen, ist das aber nicht.
Verstanden könnte er es haben, wenn er die Befehle ausführt, den vorbeirasenden Hasen ignoriert, den Nachbarn nicht vom Rad holt, den Ball abgibt, nicht an der Leine zieht, Dich nicht anspringt und anbellt...wenn er das tut, weil Du es so möchtest und nicht weil er steinalt, taub und halbseitig gelähmt ist!

Das verlangt der Hund von Dir. Er verlangt, daß Du Dich durchsetzt, mit Art und Konsequenz (Härte), die er versteht.
Ignorier ihn, wenn er Dich anbellt, ignorier ihn, wenn er Dich mit Anspringen begrüßt, egal wie lange Du weg warst...benimm Dich wie ein Rudelführer. Was Du sagst gilt! Laß kein Futter stehen, damit er fressen kann, wann immer er will.
Das ist Dir als Rudelführer vorbehalten sozusagen... z.B. ....

So versteht der Hund Dich. Ob er Dich als Artgenossen sieht, weiß wohl von uns keiner. Ich denke, dem Hund ist das egal, ob Du auf 2 oder 4 Beinen (mit oder ohne Rute!) daherkommst, verstehen muß er Dich!
Dann ist ihm auch egal, ob Du ihn als besten Freund des Menschen bezeichnest!

Komm ihm nicht mit unserer Sozialisation:
Du rufst, er kommt nicht, weil er sich gerade so schön mit den anderen amüsiert. Spielen muß sein.
Du rufst, erkommt nicht, weil man ja nicht vergessen darf, daß er ein Jadthund ist und der Trieb ...is eben so.
Er bellt und springt Dich an, bringt den Ball und Du legst das spannende Buch weg (zum 3. mal schon?), weil er sooo gerne mit Dir spielen möchte.
Und gerade in einer Phase ist, in der das so ist,. (Das war schon immer so, bei all unseren Hunden und wir hatten ja immer schon Hunde. Und wenn nicht wir, dann der Opa.)

Er soll seinen Spaß haben. Er meint das ja nicht böse, wenn er der Tochter die Barbie entreißt und flüchtet.
Der ist ja auch noch jung! Wenn er dann mal älter ist kann Oma auch ma mit ihm gehen, ohne daß sie an der Leine hinter ihm herschleifft. Weil Oma und Tochter Menschen sind, kann es nicht sein, daß er sie überhaupt nicht ernst nimmt, mit ihnen macht was ihm einfällt.
Ein Klapps auf die Schnauze, wenn der Kleine zu heftig mit den spitzen Zähnchen wird. Der Klapps hat noch nie geschadet. (Der Klapps ist aber auch noch nie verstanden worden, vom jungen Hund. Die Geschwister würden quietschen und weggehen, wenn das Spiel zu heftig wird, nicht klappsen.)
Spielzeug geklaut und Tochter rennt schreiend hinterher. Hyterisches Geheule, Vater brüllt, Mutter auch ... jetzt geht er eindeutig zu weit, der Köter. Das darf er nicht und Vater drückt ihn zu Boden (oder sowas!), das zu unterstreichen.
Der Hund ist begeistert, denn für ihn hat keiner ein verständliches Zeichen gegeben, daß das Spiel zu Ende ist. (Sie wollten weitermachen, sonst wären sie doch nicht mit so einem Lärm hinterher und rollen mit mir auf dem Boden!))
Schon an der Leine versucht er wieder die Puppe zu klauen, das Kind anzuspringen....
Das Einzige was dabei rausgekommen ist: alle sind jetzt sauer auf den Hund!

Das meine ich mit unserer Sozialisierung!

Was ist mit dem Welpen, das die Hündin nicht annimmt?
Nix, die Hündin ist ne Rabenmutter, hat schlechte Erfahrung mit Welpen, ist zu jung, zu alt, gestört, vom Vorbesitzer geschlagen worden.
Aber das Welpen hat zum Glück uns und die kleine Plastikflasche, ohne die es sterben müßte.

Und wenn die Mutter spürt, daß mit dem Welpen irgentwas nicht in Ordnung ist? Besser es stirbt, denn selbst, wenn es überlebt, könnte es mit dem Weitergeben von seinem „nicht stimmen“ nur Schaden anrichten, weiß sie.

Das ist aber so traurig, daß wir es retten, selbst wenn wir mal was mehr hinlegen müssen für den Tierarzt.

Wir finden heute alles ist lebenswert und hat ne Chance verdient.
Unsere Hunde/Tiere sehen das offensichtlich nicht so. Und wir sollten wissen, daß wir das in naher Vergangenheit auch nicht so gesehen haben.

Der Mensch passt sich der Entwicklung an?
Was machts das mit unseren Tieren?
Was mit uns?
(Wir sehen Lassiefilme und wissen, daß unser Lassie genauso wahr, wie der Film ist. Und wenn Lassie gähnt, ist er müde und das Abenteuer für heute zuende! Erst wenn er tagsdrauf bellt und uns anschaut, ist es wieder Zeit hinter ihm herzurennen, um sein Abenteuer zuerleben.


War das zu verstehen?

Und wir Menschen haben auch das Problem.
Unser Wissen ist unterschiedlich, die Erfahrung auch,
unser Verständnis ein anderes, ein Wort wird hier in einem anderen Zusammenhang benutzt, als dort.
Berücksichtigen wir das?
Nein, wir setzten in unserer Eigenschaft als Mensch vorraus, daß, unsere gegenüber uns versteht, weiß was wir wie meinen und wenn das nicht so ist, dann wird Stress gemacht und/oder der andere für unfähig, arrogant, besserwisserisch....unendliche List könnte folgen.....erklärt! Oder er kommt ausm Osten/Westen oder ausm Auland.

Phillis.


:)

Maggie_HH
02.07.2002, 12:18
Ob er Dich als Artgenossen sieht, weiß wohl von uns keiner

hunde können zwischen menschen und hunden unterscheiden, sie wissen, dass wir keine hunde sind!!!! das hat man anhand eines experiments feststellen können!!!!

Juliane

Lotta
02.07.2002, 12:38
Hallo Phillis,

Super, jetzt wissen wir immerhin mal, was du meinst. Für mich war es nicht viel neues, ich hab als Jugendliche die Bücher von Eberhald Trummler gelesen, da steht ungefähr das Gleiche drin, auch der Stil ist ähnlich. Die Sache mit dem nicht-lebenswerten Welpen ist eines seiner Lieblingsthemen.
Wie man aber "hundgerecht" richtig handelt, finde ich nur begrenzt. Ignorieren von ungewünschtem Verhalten und kein Futter stehen lassen (beides würde Alpha allerdings anders sehen, sie füttert ihre Hunde ad libidum und hält Abstrafen für angemessen und Ignorieren für total blödsinnig!) So klar und eindeutig scheint das mit dem Denken auf Hundeweise doch nicht zu sein.
Gib doch mal der Frau mit dem beißenden Welpen einen ganz konkreten Ratschlag1.


Wir finden heute alles ist lebenswert und hat ne Chance verdient.

Sehr optimistisch ! Schön wärs, wenn das im Bezug auf Menschen alle fänden!

Gruß von Lotta

Phillis
02.07.2002, 18:42
...was´n?
Sagte ich was anderes?

Nicht wirklich,ne?
:)
Phillis.

Phillis
02.07.2002, 19:40
Als Jugendliche die Bücher von Tummler gelesen?
Das soll sagen, daß ich´n bischen spät dran bin, wenn man davon ausgeht, daß ich Ende 20 bin, ja?

(Vor Jahren habe ich auch immer alle literarischen Wichtigkeiten schon mit 9,12 oder so, gelesen. Das unterstreicht einen so schön bei anderen, fand ich.)

Ich kenne Tummler nicht.
Was ich schreibe, kommt aus meinem Kopf...
(Du denkst, ich hab ihn abgekupfert, ne?)

Ich hatte nicht vor was Neues zu verkünden, denn das gibts in diesem Thema nicht wirklich.
Wenn darauf gewartet worden ist, könnte das der Beweis dafür sein, daß hier keiner was begriffen hat!
Ich begrüße es, wenn wir ausprobieren.
Selber finden, was wir suchen.
Dann kann auch Tummler egal sein, wenn er nicht schreibt, wie man hundegerecht handelt.

Das könnte gehen, ja?

Sehr optimistisch wollte ich nicht klingen.
Was Du von mir zitierst hat seinen Rahmen verloren.
Haben wir uns nicht selbst vor die Frage gestellt, was lebenswert ist und was nicht, mit all den technischen, meditinischen Errungenschaften?
Weil diese Entscheidungen bzw die Gedanken daran uns in tiefe Krisen stürzen, nützt es auch keinem, wenn alle alles für lebenswert erklären.
Kann der Mensch diese Fragen beantworten, ohne verrückt zu werden? Unsere Großeltern mußten sich damit nicht beschäftigen. Den medizinischen Weitblick gabs nicht und für alles andere hatte Gott / Natur die Antwort. Sind die so unfortschrittlich, wie wir oft annehmen?

Phillis.

Das beißende Welpe ...war das beschrieben Verhalten der Welpen - Geschwister nicht schon ein guter Ansatz zum Ausprobieren? Vielleicht klappts ja!:)

Lotta
02.07.2002, 20:28
Hallo Phillis,

der Kerl heißt Trummler, nicht Tummler und es macht Spaß seine Bücher zu lesen, auch wenn manche seiner wissenschaftlichen Methoden fragwürdig sind. Ich finde es kein bisschen verwerflich, seine Meinung auf eigene Beobachtung und auf Lektüre aufzubauen, habe also nichts gegen "abkupfern". Sagen wollte ich, wie du glaube ich verstanden hast, dass es tatsächlich Weißheiten waren, die die meisten der regelmäßigen Forumbesucher kennen. Über die sinnvolle Umsetzung hundegerechter Erziehung diskutieren wir dagegen ständig, sie folgt keineswegs direkt daraus, das man den Hund als Hund, nicht als Mensch sieht. Wie man ja sieht, denn du schlägst andere Methoden vor als Alpha, obwohl ihr doch beide Hunde genau kennt. Vielleicht führen auch einfach verschiedene Wege zum Ziel, halte ich durchaus für möglich.

Übrigens habe ich dich schon bewußt ohne Zusammenhang zitiert. Ist dir klar was du da schreibst? Natürlich haben wir uns durch den medizinischen Fortschritt einen Haufen Probleme geschaffen, aber möchtest du lieber drauf verzichten? Ich bin jedenfalls froh, dass mein Kind bisher nicht an einer Infektionskrankheit sterben musste, das hätte mich ganz bestimmt

Lotta
02.07.2002, 20:29
Fehler beim Abschicken!!

hier geht es weiter:
Übrigens habe ich dich schon bewußt ohne Zusammenhang zitiert. Ist dir klar was du da schreibst? Natürlich haben wir uns durch den medizinischen Fortschritt einen Haufen Probleme geschaffen, aber möchtest du lieber drauf verzichten? Ich bin jedenfalls froh, dass mein Kind bisher nicht an einer Infektionskrankheit sterben musste, das hätte mich ganz bestimmt

Lotta
02.07.2002, 20:31
noch ein Versuch, sorry.

Ich bin jedenfalls froh, dass mein Kind bisher nicht an einer Infektionskrankheit sterben musste, das hätte mich ganz bestimmt verrückt gemacht. Keine Ahnung, wie alt deine Großeltern sind, aber meine haben miterlebt, was geschieht wenn Menschen glauben, über den Lebenswert anderer Menschen entscheiden zu dürfen. Das hat sie sicher nicht glücklicher gemacht. Deswegen Vorsicht mit solchen Aussagen.

Grüße von Lotta

Phillis
03.07.2002, 10:50
Trummler, ja. Ich mußte an Tümmler denken, da ist es wohl passiert.
Die verschiedenen Wege zum Ziel...so verschieden sind sie gar nicht, aber eben auch nicht gleich.
Das kriegen wir warscheinlich auch nicht hin.
Verschiedene Menschen, aus verschiedenen Gegenden...und was sonst noch ne Rolle spielen kann.

Zitat ohne Rahmen:
Ich ahnte, was Du meinst.
Dennoch hämmere ich den Rahmen wieder dran!
;)
Ich verzichte auf den medizinischen Fortschritt, so gut ich kann.
Ich kann nicht glauben, was Ärzte uns alles glauben machen wollen.
(Ein Kind ohne Impfpass löst hierzulande panisches Unverständnis aus. Oder: „Wie, Sie müssen doch einen Hausarzt haben.")
Bist Du sicher, daß ein Kind, das bis jetzt noch an keiner Infektionsfrankheit starb, unserer Medizin danken muß?
Weiß es, daß es nicht wirklich sicher ist?

Wie irre wird die Mutter, von dem Jungen bei uns, der vielleicht nicht mehr als seine Einschulung erlebt, weil nach all den Jahren Krebstherapie nichts mehr helfen will.

(Tiere.. das gleiche Thema.)

Ich dachte es mir.
Was die Großeltern erlebt haben, Deutsche Geschichte im 2. Krieg.
Das gehört nicht zu dem, was ich schrieb, wird aber beinahe automatisch immer in dem Zusammenhang ausgesprochen.
Über das Lieblingsthema der Deutschen dürften wir uns einig sein. Und daß das keinen glücklich gemacht hat, auch.

Was hatten sie denn damals alle vor?
Ein glückliches Leben, wenn erst ihre „Krankheiten und Seuchen“ ausgemerzt seien. Sowas?

Ich muß nicht vorsichtig sein.
Ich entscheide nicht über Lebenswert und bestimme nicht die Lebensart der Menschen. Und ich gehöre keiner Gruppe an, die das versucht.

So! Das Einzige, was ich hier noch von Hund sehe, liegt aneinandergekuschelt unter meinem Schreibtisch.

Wird geändert, versprochen!




:) Phillis