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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rückschlag!!!



dobby
18.06.2003, 08:48
Hallo ihr Lieben,

ich hatte doch versprochen euch auf dem Laufenden zu halten, wie es bei mir und Aruscha und ihrer Ängstlichkeit läuft. Naja, also bei kleineren Gewitterchen (son bisschen Donnergrummeln und Wetterleuchten) klappte es ja schon ganz gut.

Gestern allerdings war wider ein stärkeres Gewitter. Es hat ein paar Mal ziemlich gescheppert draußen. Da fing Aruscha wieder an zu randalieren. Ich musste sie dann am Halsband (das sie immer um hat, wenn es Gewitter geben soll. Nur zur Vorsicht) festhalten, damit sie mir nicht sämtliche Türen zerkratzt. :( Später habe ich mich und sie dann im Bad "eingesperrt" und habe gegähnt wie ein Weltmeister. Naja, irgendwann war es dann zum Glück vorbei und ich konnte doch noch ein paar Stunden schlafen!!!

Hoffnungslose Grüße

Dobby und Aruscha

Ach ja, am Freitag werde ich beim TA vorbeischauen. Mal sehen ob sie einen Rat für uns hat *seufz*

Ilona
18.06.2003, 10:40
Hi Dobby,

ich würde nicht von Rückschlägen sondern von einem allmählichen Vorwärtskommen reden:)

Schau, Ihr habt grad angefangen, ein wenig auf das Problem hin zu arbeiten. Du darfst nicht viel erwarten nach den paar Gewittern. Und dann ist da noch jedes Gewitter anders.

Letztens las ich in einem Thread, dass da jemand kein Pardon mit seinem Hund kannte, der ebenfalls ängstlich ist - erinnerst Dich noch, Dobby - und bei Gewitter grad spazieren gegangen ist?

Wenn Ihr ein einigermaßen erträgliches Gewitter habt (nicht so oberheftig), dann versuch doch - entgegen meiner ursprünglichen Meinung - mal, mit ihr draußen zu laufen. Beobachte, ob sie draußen ruhiger wird mit der Zeit oder mit fortschreitender Dauer immer panikartiger. Danach entscheidest Du dann, wie lange Du mit ihr draußen bleibst. Ob es hilft, steht allerdings in den Sternen...

Läßt sie sich denn anfassen, wenn Du mit ihr in einer ruhigen Ecke sitzt? Dann streiche ihr die Ohren aus, wie ich es schon mal geschildert habe. Das hilft Euch neben Deinem Gähnen auch noch ein wenig weiter, hoffe ich. Übe das schon mal immer, wenn sie ruhig ist und schau, wie ihr das gefällt.

Das mit dem TA ist eine gute Idee. Paß halt nur ein bißle auf, was diese Chemiekeulen von Beruhigungsmitteln betrifft, die Dir Dein Tierarzt dann unter Umständen mitgeben will. Sie belasten den Körper und beseitigen nicht die Ursache der Verhaltensauffälligkeit.

Gut zur Unterstützung hingegen sind homöopathische Mittel, die den Hund nicht außer Gefecht setzen, wohl aber die Möglichkeit, mit einem etwas beruhigen Hund bei Gewitter zu arbeiten (spielen, ablenken, positiv bestärken usw.)

So. Jetzt hab ich Dich aber zugequatscht. Kopf hoch, Dobby, das wird schon werden.

Grüßle, Illi

dobby
18.06.2003, 10:54
Hallo Illi,

Euer Zuspruch hier tut immer sooooo gut.

Habe ich vergessen zu erwähnen, dass meine TÄ auf Homöopathie spezialisiert ist??? Die Chemische Keule würde ich Aruscha nie antun. Dann schlage ich mir doch lieber im Badezimmer sitzend die Nächte um die Ohren;) . Meine alte TÄ, bei der ich aber jezt nimmer bin, hatte mir gesagt, dass einige Besitzern ihren Tieren Valium geben. Sowas!!! Die Tiere tun mir leid.

Hmmmhmmm, Anfassen lässt sie sich. Gestern hat sie sogar versucht sich zwischen meinem Rücken (ich saß auf dem Boden an die Wand gelehnt) und der Wand zu verstecken.

Ich habe mir auch eine große Box für sie gekauft, die jetzt bald kommen müsste. Daran will ich sie langsam gewöhnen. Vielleicht geht sie ja dann bei Gewitter dort rein. (ich weiß, langsam dran gewöhnen, damit sie die Box mit was positivem verknüpft). Schaun wa ma!!!

Dobby und Aruscha

dobby
18.06.2003, 12:29
Das Problem: Ich war gerade draußen mit Aruscha, als es anfing zu Donnern. Sie natürlich sofort Panik bekommen und umgedreht. Nun wiegt Aruscha 40 Kilo und sie trägt ein Geschirr. (Ein Halsband will ich nicht drum machen, weil sie sich in solchen Situationen strangulieren würde.) Allerdings macht ihr Gewicht und das Geschirr es mir sehr schwer sie zu kontrollieren und noch halbwegs gesittet den nächsten Hauseingang (bzw. mein Büro) zu erreichen.

Was kann ich tun, damit sie sich nicht gar so aufregt? Oder damit ich sie besser halten kann?

Dobby und Aruscha (die jetzt wieder friedlich neben mir liegt. Bis zum nächsten Donner!!!)

ChristineG
18.06.2003, 14:46
Hi,
einen richtigen Tip habe ich nicht, denn ich bin sozusagen eine Leidensgenossin.
War auch gestern unterwegs als es mit dem Gewitter los ging. Emma hat dann soviel Angst, daß sie nicht mal Pipi macht, geschweige denn einen Haufen.
Zu Hause ist es zum Glück besser. Sie legt sich nur in unsere Nähe und verhält sich dann ruhig. Wie ich fein gelernt habe, beachte ich sie dann einfach nicht.
Gruß Christine

volker
18.06.2003, 15:07
Hallo Dobby.

Ich würde auch nicht von einem Rückschritt sprechen.

Wenn du den Hund im Falle eines Gewitters etc. wegsperrst, da er randaliert wird seine Angst nur noch verstärkt. Du solltest versuchen bei deinem Hund zu sein wenn etwas passiert, da du seine sichere Insel inmitten der Unwetter bist.

Ich bin ehrlich, wenn du ihn bei einem Gewitter vor dem er eh Angst hat auch noch deine Anwesenheit und damit Schutz nimmst ist das Hochverat an dem Tier.

Der Hund wird die Angst davor nie gänzlich verlieren, er kann aber durchaus lernen mit ihr umzugehen.

Du mußt deinen Hund Schrittweise an laute Geräusche und Umgebungen gewöhnen und dafür Kulissen simulieren oder örtliche Gegebenheiten ( Autobahn, Fabriken etc. ) nutzen.

Daß du mit einem Geschirr arbeitest ist richtig, wenn du ein Halsband eventuell noch mit Zug benutzt verstärkst du die Angst des Hundes, da er bei Lärm flüchten will und du ihm aber dabei noch die Luft abschnürst . Es endet für den Hund in einer Paniksituation welche seine zukünftige Angst nur verstärkt.

Frage doch bitte einen Trainer der Dich und deinen Hund kennt, wie ihr einen solchen Trainingsplan erstellen könnt und ob er dir die richtige und notwendigen und richtigen Umgang mit deinem Hund in solch einer Situation erklären kann.

Das soll jetzt aber kein Vorwurf sein, sondern ein Hinweis, da wir in solchen Situationen unbewußt dem Hund die falschen Signale ( nervös, hektisch ) vermitteln.

Grüße Volker

volker
18.06.2003, 15:13
Nochmals!!

Wie kommt man eigentlich darauf, einen Hund der Angst hat zu ignorieren, das ist seelische Grausamkeit.

Man sollte einen Hund nur ignorieren wenn er ein unerwünschtes Verhalten zeigt, aber nicht wenn er Ängste zeigt oder sein Verhalten auf Angst begründet.

Eine Angst des Hundes in Vertrauen dem HF gegenüber umzuwandeln ist eine gute Ausbildung und schafft das vielzitierte unsichtbare Band.

Grüße Volker

dobby
18.06.2003, 15:16
@ Volker:

Habe mich vielleicht missverständlich ausgedrückt: Selbstverständlich sperre ich meinen Hund nicht alleine ins Bad. Ich bin immer bei ihr!

Mit der Gewöhung an laute Geräusche bin ich mir nicht so sicher, ob das Funktioniert. Sicher, sie ist schreckhafter als andere Hunde, aber wenn es "nur ein lautes Geräusch" ist, dann erschreckt sie sich, schaut, ws ich mache, und beruhigt sich sofort wieder. So "ausrasten" tut sie nur bei Gewitter. Und auch nur bei echtem Gewitter. Habe mal, als neulich sowas im Fernsehen kam, die Lautstärke hochgefahren. So laut es ging. Aruscha hat mich nur müde angeblinzelt. Es scheint also nicht (nur?) an der Lautstärke zu liegen.

Trotzdem aber danke für deine Ausführungen. Mir hilft wirklich jeder Schnipsel weiter!;)

ChristineG
18.06.2003, 17:52
Ich glaube der zweite Beitrag von Volker ging an mich.
Mir wurde schon des öfteren gesagt (Hundeschule und Hundeplatz) und ich habe es auch schon gelesen, daß man den Hund ignorieren soll wenn er Angst hat. Reagiert man auf die Angst (mit etwas schmusen und gut zureden) würde der Hund sich in seiner Angst erst recht bestätigt fühlen und es würde damit immer schlimmer werden. Vielleicht stimmt das aber auch nicht und andere haben was anderes erlebt.
Dazu muß ich sagen, daß Emma zwar bei uns liegt, aber wenn man sie streichelt, sie gar nicht darauf reagiert und einfach den Kopf wegdreht (war an Silverster mehrfach so), denn da lag sie so verängstigt unterm Tisch das ich sie doch mal kurz streicheln wollte.
Gruß Christine

volker
19.06.2003, 13:15
Hallo Dobby,
hallo Christine,

Es ist schwer bis unmöglich eine Verhalten eines Hundes auf Distanz zu beurteilen, und es liegt mir fern zu kritisieren.

Wenn man einen Hund welcher nervös und unsicher ist, alleine läßt, handelt man nach alter Hundeschulemanier frei nach dem Motto " da muß er durch" zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl soll er werden.

Ich glaube, daß diese Zeiten vorbei sind und die positive Bestärkung den Platz dafür eingenommen hat.

Ob man deinem Hund die Angst gänzlich nehmen kann, will und kann ich nicht beantworten, da ich den Hund nicht kenne.
Aber es kann nur besser werden und das finde ich ist genug Grund etwas zu tun.

Es ist natürlich einfacher Angst zu ignorieren als sie beheben oder mildern zu wollen. Zudem ist Angst ein Mittel der alten Ausbildung welches sich auch modernere Trainer gerne zunutzen machen aber natürlich nicht offiziell.

Denn wenn ich dem Hund Angst nehme gebe ich ihm Selbstbewußtsein, und da sind viele Trainer froh wenn die Hunde nicht zuviel davon haben.

Ein kleiner Tipp noch am Schluß, beim nächsten Gewitter auf den Boden setzen den Hund neben dich legen und mit einem Teppich euch beide komplett zudecken, im Normalfall wird der Hund ruhiger und verbindet den Teppich und deine Anwesenheit als Schutz.


Grüße Volker

ChristineG
19.06.2003, 14:20
@Volker,
danke erstmal für den Tip mit der Decke, daß klingt gut und ich werde es mal ausprobieren, mal sehen ob sie liegen bleibt.
Außer der "Ignoriermethode" haben wir anfangs auch probiert Emma abzulenken, mit spielen zum Beispiel. Dazu hatte sie aber gar keine Lust und hat sich relativ schnell wieder hingelegt. Hast Du noch einen anderen Tip?
Gewitter geht ja immer noch, aber vor dem nächsten Silvester graut mir schon.
Gruß Christine

dobby
19.06.2003, 17:13
@ Christine:

Bei Aruscha ist es genau umgekehrt: Silvester geht ja noch, aber vor dem nächsten Gewitter graut mir!!!:rolleyes:

@ Volker:

Danke für den Decken-Tipp. Werde ich beim nächsten Gewitter ausprobieren. Ich habe zudem festgestellt, dass Aruscha, wenn ich sie bei Gewitter ignoriere, noch schlimmer randaliert, als wenn ich sie festhalte/beruhige (Ja, ich höre schon euren Aufschrei: Doch nicht beruhigen bei Angst. Das bestärkt sie doch nur! Aber wenns doch hilft???)

Dobby und Aruscha

Ilona
19.06.2003, 19:40
Hi Dobby,

niemals nicht eine hier getroffene Aussage pauschalieren. Meine also: wenn Du Aruscha streicheln kannst, sie sich in Deiner Nähe wohl fühlt (vielleicht trug dazu auch Dein Gähnen als Beschwichtigungssignal bei?), dann gib ihr die Nähe, die sie braucht. Jede Berührung, die ein Hund von seinem Menschen als angenehm/beruhigend empfindet, ist eine Art Kommunikation mit dem Hund. Genau wie ein Tellington Touch.

Du bist der-/diejenige, der/die den Hund am besten kennt. Und alles, was dem Hund gut tut, ist erlaubt:).

Teste also weiter, was Aruscha hilft. Die Idee mit der Decke klingt interessant. Und wenn Du das nächste Mal wieder ein gutes Buch zur Hand hast, um Dir die Zeit zu vertreiben, lies doch Aruscha mal ein Stück daraus vor. Nee, ich will Dich jetzt nicht veralbern. Deine ruhige und gleichförmige Stimme beim Lesen wirkt vielleicht grad bei Aruscha? Probier es einfach aus.

Schönen Abend noch, wünscht Illi

mellyonsurf
19.06.2003, 20:52
Hallöchen!

nachdem ich mich etwas rar gemacht habe, muß ich nu doch mal wieder meinen Senf dazu geben. Denn ein bischen muß ich mir Volkers Schuh auch anziehen.

Ich bin ebenfalls der Meinung, daß man seinen Hund nicht AKTIV beruhigen sollte. Wobei: Ignorieren ist sicherlich das falsche Wort ist. Ich bin nur dagegen, "Du armer Schatz, ist doch gar nich so schlimm. Hört ja gleich wieder auf!"
Sorry, aber DAS bringt wirklich nichts und macht es meist noch schlimmer.

Meinen Kids habe ich die Angst vor Gewitter genommen, indem ich ihnen RUHIG erklärt habe WAS da ab geht. Und beim Hund würde ich es genau so machen. Schon klar: der Hund wird kaum VERSTEHEN was ich ihm da von "luft-elektrischen Entladungen" erzähle, aber durch die Sachlichkeit baue ich eine "sachliche" und ruhige Stimmung auf, so daß der Hund die Sache irgendwann auch ruhiger nehmen kann.

und (@volker) Sorry, aber den Tipp mit dem Teppich finde ich nich so doll. Denn mal ganz ehrlich, wenn einen dann das Gewitter mal bei ner Spaziertour überrascht, hat man ein Problem - - - oder??? Ich habe jedenfalls keinen Teppich oder ne Decke im GASSI-Gepäck. Von daher halte ich es schon für sinnvoller, mit Stimme und Stimmung zu arbeiten.

@dobby: Wenn Du gerade mit Aruscha unterwegs bist, und meinst Du kannst sie nicht halten. SETZ DICH HIN (auch wenns naß ist), erzähl ihr irgendeine Geschichte gähne und kraule sie am Bauch (daß geht auch wenn sie steht).

So, ich glaub das wars. Liebe Grüße an alle,

Melly & die Fellmützen

dobby
24.06.2003, 09:31
Hallo ihr alle

habe gerade eine interessante Beobachtung gemacht: In München hat es zwei, drei mal gaaaaaaanz heftig Gedonnert (da bin selbst ich erschrocken). Da habe ich Aruscha eine "Höhle" gebaut. Da ist sie rein und seit dem liegt sie da. Zitternd und hechelnd zwar, aber immerhin halbwegs ruhig.

Dann hilft vielleicht ja auch die Box, die ich zuhause habe.

Ganz langsam hoffnungsvollere Grüße:rolleyes:

Dobby und Aruscha (das kleine Zitternde Fellbündel in der Äußersten Ecke!!!)

linus & mika
24.06.2003, 13:01
Also mir ist aufgefallen, daß wenn Linus vor irgend etwas Angst hat oder sich unwohl fühlt, ich einfach so tue, als wäre überhaupt nix und lache und gähne oder erzähle irgend etwas lustiges, ob er es versteht oder nicht, aber hauptsache er merkt nicht, daß ich mich unter Umständen auch unwohl fühle.

Hunde sind wie seismographen, die merken ganz einfach, wenn man selbst unsicher ist und übertragen die Stimmung auf sich. Manchmal wirkt locker werden Wunder.

Ilona
24.06.2003, 14:55
Hi Dobby,

hab mir grad gedacht, dass Du mal wieder was berichtest - bei den Gewittern die es gegeben hat - und schwupps...

Schön, dass Aruscha eine Höhle gut annimmt. Und nun versuch doch noch, etwas beruhigendes homöopathisches für das Zitterkind zu bekommen, damit sie nicht allzu sehr gestresst ist bei diesen gruseligen Gewittern. Die Arme tut mir richtig Leid:(

Grüßle,

Illi

dobby
24.06.2003, 15:35
Hallo Illi,

bin ich so durchschaubar:D :p ???

Wollte ja am Freitag zum TA, aber der war leider nicht da (war ja in Bayern ein Brückentag). Leider erfordert das auf Grund meiner Arbeit immer etwas Planung, bis ich mal wieder alles freigeschaufelt habe um früher gehen zu können. Aba schaun wa ma!

Das nächste Gewitter kommt bestimmt:rolleyes: :o

Dobby und Aruscha

mercuzia
24.06.2003, 16:27
hallo dobby

ich kann dir folgenden lösungsvorschlag anbieten, der dir vielleicht bei deinem problem helfen kann.

erstens. überprüfe genau dein verhalten wenn dein hund sich ängstlich verhält. sicherlich bist du nervös und aufgeregt, weil du weisst wie dein hund sich gleich verhalten wird. versuche dich mit autogenem training oder nlp oder ähnlichem so zu polen, dass du sehr neutral und ruhig bleiben kannst! dein verhalten, deine stimmung überträgt sich 1 zu 1 auf deinen hund.

zweitens. arbeite mit einer geräusch cd mit der du deinen hund erst einmal zuhause, sehr sehr leise desensibilisierst. bleibe dabei ruhig, fröhlich und gelassen, spiele ein spiel mit deinem hund aber ignoriere jedes anzeichen von angst, positives verhalten hingegen wird sofort mit lob oder leckerli etc. bestätigt.
du kannst mit der geräusch cd dann langsam die lautstärke(erst wenn dein hund sicher und gelassen mit der anfangslautstärke zurecht kommt) anheben. später per cd-rekorder an verschiedenen orten aufbauen. natürlich langsam und nur schrittweise vorgehen.

die cd gibt es käuflich zu erwerben bei www.hundeschule-ab.de

Gruß mercuzia

dobby
24.06.2003, 16:32
Hallo Mercuzia,

deinen Lösungsvorschlag habe ich schon des öfteren gehört. Ich glaube aber, dass das bei Aruscha nicht funktionieren wird. Warum? Weil ich das schon mal ausprobiert habe. Im Fernsehen war ein Gewitter. Ich habe die Lautstärke höher gedreht um zu sehen, wie Aruscha reagiert. Sie hat mich nur müde angegähnt.

Mit deinem ersten Rat hast du vermutlich Recht. Eigentlich mochte ich Gewitter immer, doch seit ich weiß, wie Aruscha reagiert schaue ich immer besonders aufs Wetter und mache mir bei "jeder kleinsten Wolke" gedanken ob daraus nicht eine Gewitterwolke werden könnte. Das muss ich also wirklich trainieren.

Danke nochmal und liebe Grüße
Dobby und Aruscha

linus & mika
24.06.2003, 19:15
@ dobby,

naja, ist dann doch ein Unterschied, ob echtes Gewitter, oder Geräuschs-CD, würde ich mal vermuten. Es wird auch oft vermutet, daß ein echtes Gewitter, Spannungen in der Luft erzeugt, die der Hund eher spüren kann als wir. Dazu noch Deine Nervosität und der Käse ist gegessen. Deshalb würde ich auch nimmermals versuchen, den Hund zu trösten oder zu streicheln. Ignorieren ist aber genauso fehl am Platz, gerade wenn ich weiß, der Hund hat Angst. So, was macht man mit einem Kind, oder einer Person, die Phobien hat, man konfrontiert sie mit der eigenen Angst und nimmt sie ihr, indem man selber völlig gelassen bleibt. Beispiel: Spinnenphobie. Logo, wenn ich jemandem die Angst nehmen will und die Viecher selber nicht so ab kann (zwar nicht kreischend weg renne), aber selbst Hektisch werde und sie zerdrücke vor lauter Panik, dann kann ich jemandem, der eine regelrechte Phobie hat, nicht davon heilen, ist ja klar. Wenn ich aber die Spinne auf meine Hand setzen kann und meinem Gegenüber zeige, daß diese mir nichts macht und vielleicht noch ein Späßchen dabei mache, wird doch mein Gegenüber lockerer. Das steigert sich dann von Zeit zu Zeit, bis mein Gegenüber die Spinne irgend wann anfassen kann. Wenn ich jetzt noch obendrein den Gegenüber tröste und die Spinne entsorge mit einer gewissen Panik, weil ich ja nicht will, daß der andere ausflippt und ihn danach streichel und lieb habe, wieso sollte der jemals seine Angst verlieren?? Wieso sollte es bei einem Hund anders sein?

mercuzia
25.06.2003, 17:57
Ich muss Mika leider ganz wehement bezüglich der Ignoranz wiedersprechen! Ein Hund ist kein Mensch!! Ich kann ihm nicht ebenmal erklären (ich bleibe bei dem Beispiel mit der Spinne) kuck mal die tut dir gar nichts. Der Hund reagiert auf mein Verhalten und meine Stimmung. Mit Ignoranz will ich den Hund nicht bestrafen sondern im zeigen, dass es einfach keinen Grund dafür gibt ihm meine Aufmerksamkeit zu schenken, wenn er angst hat, weil die Situation einfach uninteressant und keines Aufsehens wert ist, nichts anderes will ich ihm damit zeigen. Natürlich bin ich als Rudelführer trotzdem für ihn da in dem er sich z.B. an mich anlehnen kann o.ä. . Ich schenke ihm nur einfach keine Beachtung in dem Moment wo er sich ängstlich verhält, würde ich das in irgendeiner motivierenden Art z.B. beruhigend mit ihm sprechend oder streichelnd tun, würde ich ihm damit klarmachen du hast recht , es gibt einen Grund Angst zu haben mach weiter so!! Der Kreislauf wäre somit geschlossen und die Angst würde sich noch weiter verstärken!

:cu: gruß mercuzia

linus & mika
26.06.2003, 11:09
Hi mercuzia,

ja mein ich doch, das Problem ist nur, daß ignorieren, wie man es zum Beispiel macht, wenn der Hund ständig bellt oder bettelt, eine andere ist, als die in diesem Fall. Das ist natürlich jetzt eine Verständnisfrage des Wortes Ignoranz. Logo sollte man den Hund nicht auch noch bestärken, aber ihn mit seiner Angst alleine lassen, wäre ja wohl noch schlimmer, oder? Ich meinte auch eher die Ignoranz, die man dem Geschehen widmet. Sprich, dem Hund gar nicht erst das Gefühl geben, daß etwas nicht in Ordnung ist, sondern einfach so tun, als wäre gar nichts passiert, genau wie Du sagtest. Ich habe mich wohl falsch ausgedrückt, sorry.

mercuzia
26.06.2003, 13:33
hallo mika,

du brauchst dich nicht entschuldigen! wir sind ja hier um über themen zu diskutieren.

anscheinend sind wir ja eh einer meinung.

also nichts für ungut.

gruß mercuzia:p

dobby
26.06.2003, 13:41
Hallo Mercuzia,

jetzt würde mich aber doch mal deine Meinung zu dem Problem interessieren, das ich schon einmal angesprochen hatte:

Ich bin der Meinung, dass der "Trick" mit einer Geräusche-CD bei Aruscha nicht funktionieren würde. Ich glaube nämlich, dass sie sehr wohl zwischen Radio/Fernseher und "echtem" gEwitter unterscheiden kann. Wie sind denn da deine Erfahrungen.

neugiereige und gespannte Grüße

Dobby und Aruscha

mercuzia
26.06.2003, 14:44
Hallo dobby,

das ist von Hund zu Hund ganz unterschiedlich. Ich habe schon sehr gute Erfolge damit erziehlt.

Von der Akkustik ist eine CD nicht mit dem Fernseher zu vergleichen.

Schaden kann der Versuch auf jedenfall nichts.

Du kannst also nichts verlieren!



:cu: Gruß mercuzia

PS. Natürlich solltest Du mit einer postiven Einstellung an die Sache rangehen.
Nach dem Motto das wird eh nix, würde ich es dann lieber lassen!
Und es geht nicht von heute auf morgen ein bisschen Zeit solltest Du Dir schon nehmen.

dobby
26.06.2003, 15:12
Hallo Mercuzia,

habe ich aus deinen Beiträgen richtig herausgelesen, dass du Hundetrainerin bist? Dein HP-Link funktioniert leider nicht. Wo bist du denn "stationiert"?

Dobby

mercuzia
27.06.2003, 11:16
hallo dobby,

jetzt müsste der link funktionieren.


gruß
mercuzia:p

dobby
27.06.2003, 11:18
0( Möööönsch. Alles was mir der Compi anzeigt ist 'ne leere Seite. Probiere es heute Abend nochmal von Zuhause aus.

Dobby und Aruscha

Thomas
27.06.2003, 11:41
Dobby, probiers mal hiermit (http://www.doggydogschool.de/pageID_571316.html).

Cockerfreundin
27.06.2003, 11:54
Halli Mercuzia!

Hab mich gerade mal auf deiner HP umgeschaut ...

Zitat (von der HP)
________________

Also laß ich dutzendweise Fachliteratur und Zeitschriften, besuchte ein Seminar nach dem anderen und machte Praktikas bei anerkannten, nach neusten wissenschaftlichen Methoden arbeitenden Ausbildern.
_________________

Welche Seminare und welche Ausbilder waren das denn??

Neugierig neugierig sind

annette + Basti :cu:

mercuzia
27.06.2003, 13:24
Hallo,

Bloch, Weidt-Berlowitz, Rugas, Eichhorn, Führmann, Lübbe-Scheurmann, sind nur einige aus der Liste.

Neugierde befriedigt!



:cu: mercuzia

linus & mika
27.06.2003, 13:27
@ mercuzia,

jenau ;)

Cockerfreundin
27.06.2003, 17:26
... Klingt doch gut :-))

Annette + Basti :-)