PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Hund Hat Angst . . .



Claire Redfield
29.05.2003, 08:57
Hi!
Ihr kennt mich ja schon mit meinem Dougilein . . .
Mit dem Futterneid klappt ganz gut, *freu*
Aber er hat immernoch Angst.
Ich habe jetzt schon viel gelernt, auch durch die Hundeschule. Mein Trainer meinte, das ich mit ihm an Orte gehen soll, wo ein paar Menschen sind . . .
Aber ich wohne in einem kleinen Kaff, wo nicht zu viel Leute rumlaufen.
Meine Mutter hat mal im Fernsehen gesehen, dass man sich einfach in die Stadt stellen soll und stehen bleiben soll. Aber ich denke das sind ZU VIEL Leute auf einmal . . .

Hattet ihr auch das Problem???
Wie habt ihr das gehandhabt???

Ich meine, wenn mein Doug Leute kennen lernt, also ein paar mal sieht, geht es mit der zeit. In der Hundeschule hat er keine Angst mehr von den anderen . . . aber sobald ein neues Gesicht kommt, also Fremde, will er so schnell wie möglich weg.
Es war heute so, da jetzt Sommer ist, mache ich überall die Fenstern auf, dann hört er halt die Geräuche lauter, er hat tatsächlich seinen Napf verweigeert, weil er vor den Geräuchen Angst hatte . . .

Ich hoffe ihr habt ein paar gute Tipps für mich.

MfG
Jasmin

linus & mika
02.06.2003, 13:46
Mach doch mal eine Hundeparty ;)

Stelle vorne an den Eingang eine Schüssel mit Leckerlies (darf der Hund natürlich nicht rankommen) und jeder, der reinkommt, nimmt sich daraus etwas und begrüßt damit den Hund.

Ist vielleicht nicht die Parade Lösung aber eventuell hilfts ja schon ein Stück weiter.

Ilona
02.06.2003, 14:54
Hallo Jasmin,

kannst Du nicht zu einem Homöopathen gehen und fragen, wie man mit Naturheilmitteln die Geräuschempfindlichkeit (wenn es denn eine ist) ein wenig dämpfen kann? Dann kannst Du nämlich auf dieser Basis mit Hundi schön üben, sich im Alltag mit all den Menschen und Geräuschen zurecht zu finden.

Du kannst auch: Samstags in die Stadt fahren, schön früh, wenn noch nicht so viel los ist, Dich auf eine Bank nahe einem Einkaufscenter setzen und mit Hundi relaxen. Hundi soll einfach nur sitzen und gucken, wie Du vor lauter Langeweile herzhaft gähnst. Dein Gähnen ist für ihn eine Bestätigung, dass an diesem Ort nix schlimmes passiert. Haltet mal 20 Minuten aus, wenn noch nicht allzu viel los ist. Die Leute kommen und gehen, es passiert ja nichts weiter.

Bevor es voller wird, fahrt Ihr wieder heim. Kannst Du unter der Woche auch mal kurz vor Ladenschluß üben. Einfach mal wohin fahren, wo Leute in Eurer Nähe vorbei laufen müssen. Reagiere nur mit herzhaftem Gähnen auf seine Ängste, wenn er welche zeigen sollte, nicht mit Worten oder beruhigendem Streicheln.

So kannst Du die Menschenmenge variieren bei Euren Ausflügen. Ich denke, das kann helfen, wenn man es regelmäßig macht. Und wenn dann mal aus der Menge noch ein liebes und bekanntes Gesicht auftacht, welches Dein Hundi besonders mag - und dann gibt es noch was feines (vielleicht ein neues Spielzeug? Oder ein Leckerchen?) - was kann es schöneres als krönenden Abschluss geben?

Lieben Gruß, es kommen sicher noch - bessere - Ideen.

Illi

Claire Redfield
02.06.2003, 21:37
Hi!
Gute Idee, ich werde das mal versuchen. Momantan ist es halt so wenn er eine Person sieht, will er einfach nur weg, also dass er ruhig sitzen bleibt am Anfang . . . Naja, aber Übung macht den Meister *g*
Besonders gut finde ich die Idee mit dem Gähnen . . .


MfG
Jasmin

mellyonsurf
02.06.2003, 23:41
Hallöle!

Also die Idee ihn mit "kleineren Menschenmengen" an den Geräuschpegel der Zweibeiner zu gewöhnen ist schon ok, nur einen wichtigen Punkt habe ich vermißt. Aber vielleicht ist das für euch selbstverständlich, dann klickt mich einfach weg;)

WAS machst Du wenn dein Doug ANGST hat??? Das Problem ist nämlich, daß die meisten Leute ihren Wuff dann trösten wollen, und damit machen sie genau das falsche: Die Fellmütze wird bestätigt, daß sie gerade etwas ganz fürchterliches erleben muß, und daß nur mit Fraules heilender Hand schafft.

Die beste Methode ist eigentlich den Hund nicht zu beachten und so natürlich wie möglich weiter zu machen. Blue hatte beispielsweise fürchtlerliche Angst, wenn sie an Straßen gehen mußte wo Autos vorbei fuhren (egal ob in1 oder 3 Metern
Entfernung). In der Pflegefamilie wo sie nach Spanien und vor uns war, ging man darauf in sofern ein, daß man sie immer beruhigt hat. Und es wurde IMMER SCHLIMMER!

Kaum daß Blue dann zwei Tage bei uns war, bin ich jeden Tag mit ihr an der Landstraße (auf dem Fahrradweg) gegangen und habe sie einfach nur an der kurzen Leine (damit sie in Panik nicht VORS Auto läuft) gehalten und mir die Landschaft angesehen (bildlich gesprochen). Nach ca. 2 Wochen war das Ding gegessen und sie zuckte noch nicht mal mehr, wenn die dicken LKW´s an ihr vorbei rauschten...

Nun denn, gute Nacht

Melly

volker
03.06.2003, 10:45
Hallo Jasmin,

Ich möchte dirkeine Tips geben, da ich etwas ungehobelt bin.

Eines möchte ich aber denoch sagen. Die Gräusch empfindlichkeit , schreckhaftigkeit vor Lärm verlieren die meisten Hunde nicht schleichend sondern abrupt.

Laufe ruhig neben einer Schnellstrasse spazieren oder gehe in die Stadt wo jede menge Menschen sind und bleibe selber ewinfach ganz ruhig, erledige deine Sachen und beachte den Hund nicht. Zum Abschluß setzt du dich für 30 Minuten in ein Straßencafe und schaue dir in aller Ruhe die Menschen an, nach einigen wiederholungen wird dein Hund plötzlich das ganze als interessant ansehen.


Gruß Volker

Inge1810
03.06.2003, 12:22
Hallo,
vielleicht ist es ja schon durchgedrungen, dass ich ein rücksichtsloses Frauchen bin :rolleyes:
Das soll natürlich nicht heißen, dass mir die Gefühlslage meines Hundes wurscht ist, aber wenn es keinen Grund gibt, dass sie Furcht zeigt, also wie in dem Fall fremde Menschen, dann nehm ich da auch keine Rücksicht drauf, sondern handele nach dem Motto "jetzt erst recht". Ich pack sie dann in`s Auto uns auf geht`s.... Menschenansammlungen, wie z.B. auf unserem Bürgerfest, da gehen wir durch und bleiben mittendrin stehen und bleiben dort, bis sie sich entspannt. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass Frauchen selbst absolut cool bleibt und da durchmarschiert, als wäre es das Normalste auf der Welt. Wer das nicht hinkriegt, sollte lieber so vorgehen, wie Ilona beschrieben hat. Ich denke aber, dass das weniger für den Hund, sondern mehr für das stressgeplagte Frauchen sinnvoll wäre ;) Ich gebe zu, ich denke reichlich wenig nach, sondern mute es Kira einfach zu und da sie so aufgewachsen ist, sind heute auch ungewohnte Situationen kein Problem mehr. Letztes Jahr z.B. waren wir auf einem vollbesetzten Schiff und haben eine kleine Rundfahrt auf der Nordsee gemacht und und und. Wo ich mit ihr hingehe, passiert ihr nix und darauf kann sie vertrauen.
Mein erster Ansatz wäre, erstmal zu gucken, ob Du in der Lage bist, dass sich der Hund bei Dir entspannt, also einfach mal stehenbleiben, Hund setzen oder legen lassen und durch die Gegend gucken. Hat der Hund ständig eine "hab acht Stellung" und lauert auf Ereignisse, die ihn aus der Ruhe bringen, entspannt sich also nicht oder wird er ruhig und guckt interessiert, aber gelassen? Dann erstmal die innere Haltung überprüfen und ggf. korrigieren. Das Gähnen mache ich von Natur aus schon gerne :D (niedriger Blutdruck), was mir sehr zugute kommt, um meinem Hund bei der Entspannung zu helfen, indem ich einfach die Hand weglasse und meine Manieren vergesse.
Wenn Du Dich mal ganz selbstkritisch analysiert hast, kannst Du an`s Üben gehen und wer am Land wohnt, kann sich auchmal in den Bus setzen, in die Stadt fahren und dort bummeln und nen Kaffee trinken. Klappt vielleicht nicht gleich beim ersten Mal, dass der Hund lockerer wird, aber vielleicht schon beim zweiten oder dritten Besuch in der City. In der Stadt sind soviele Menschen, da kommt der Hund irgendwann nicht mehr nach Angst zu haben und wirds bleiben lassen, wenn Frauchen ruhig bleibt und die Angst ignoriert.
Viel Erfolg