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Thema: Lieblingspferd

  1. #1
    Budjonnyfan Guest

    Lieblingspferd

    Hallo!!!!

    Mein Lieblingspferd bei mir im Reitverein ist bereits 20 Jahre alt und wird immer noch als Schulpferd hergenommen. Der Wallach ist wirklich total gutmütig und ein ideales Anfängerpferd. Er arbeitet zuverlässig an der Longe und ist auch sonst (außer hufe auskratzen) sehr pflegeleicht.
    Obwohl es nicht mein Pferd ist liebe ich ihn wirklich sehr. Vielleicht ist es ja übertrieben aber ich mache mir irgendwie Sorgen um ihn. Ist er nicht schon etwas zu alt für die Arbeit als Schulpferd? Er hat jetzt eine Reitbeteiligung, und wird von dieser 3 mal wöchentlich geritten. Das Mädchen reitet ihn auch oft in meiner Stunde. Ich muss dazu sagen das sie ziemlich schlampig ist. Nach der Reitstunde putze ich mein Pferd und schau dann noch immer zu ihm in die Box. Sie hat ihm dann eine Abschwitzdecke aufgelegt. Aber sein Fell ist vor Schweiß noch immer total nass. Sie putzt ihn nach der Reitstunde nie und geht auch sonst immer ziemlich schlampig mich ihm um. Ich liebe dieses Pferd wirklich und würde ihn am liebsten sofort kaufen. Kann ich ihn jetzt wo er eine Reitbeteiligung hat überhaupt noch kaufen und wie halte ich ein solch altes Pferd (weidehaltung,box????)?
    Ich wäre wirklich sehr dankbar über eure Antworten!!!!

    Gruß,
    penny

  2. #2
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    Hallo Penny,
    also zum alten Eisen gehört das Pferd mit 20 Jahren noch nicht, wenn es gesund ist. Mit meiner Ex-Pflegestute, damals ungefähr in dem Alter, bin ich noch über Stoppeläcker gebrettert und sie hatte nen Riesenspaß dran. Von Altersgebrechen keine Spur, im Gegenteil, die hat gebockt wie ne junge Stute In unserem alten Stall hatten wir z.B. ein 30-jähriges Pony und er wurde noch jeden Tag für eine Stunde in den Verleih gegeben, allerdings nur kleine Kinder, die von ihren Eltern geführt wurden. Er hat das gebraucht, denn er hätte sich sonst unnütz gefühlt, er war schließlich sein Leben lang ein Schulpferd und das stellt man nicht so einfach in die Ecke, wie es auch mit keinem anderen gemacht werden sollte. Eine Stute, die im Alter noch lange Jahre geritten werden konnte und plötzlich gesundheitliche Probleme bekam, weshalb sie unreitbar wurde, hat innerhalb weniger Monate extrem abgebaut. Also mach Dir da mal keinen Kopf, das ist vollkommen in Ordnung und wie gesagt, ist er gesund, kann er noch voll eingesetzt werden.
    Dann möchte ich Dich fragen, was verstehst Du unter schlampig? Es gibt unterschiedliche Menschen, die einen zupfen stundenlang die Haare zurecht und andere putzen halt und das war`s. Zu denen gehör ich Ich achte darauf, dass das Pferd einigermaßen ordentlich im Stall steht, aber wo ich extrem penibel bin, das sind die Hufe, denn die gehören vor und nach dem Reiten kontrolliert, gereinigt und wenn nötig nachgefeilt. Ansonsten ist mein Dicker derzeit verstaubt ohne Ende, da er sich täglich in den Dreck wirft, klar putz ich das weg und achte besonders auf die Sattellage, aber wenn er nach dem Reiten verschwitzt ist, dann putz ich da auch nicht groß rum, sondern Decke drauf und fertig und wenn er trocken ist, dann geh ich mal kurz mit der Bürste drüber. Also sei da nicht soooo streng, denn Jeder handhabt das anders. Ich sehe mein Pferd ganz gern dreckig, denn dann weiß ich, dass es ihm gut geht, deshalb würde ich ihn nie im Leben mit Decke rausstellen, damit macht das Schlammbad nicht soviel Spaß.
    Wenn Du Interesse an einem Kauf hast, wird Dir nichts anderes übrigbleiben, als die Besitzer zu fragen, aber meist ist es leider so, dass die Verleihställe solche Pferde nicht gern hergeben, denn Anfängerpferde mit so einer Engelsgeduld sind rar und sie bringen daher gutes Geld ein. Aber frag mal, denn das kostet nichts. Kannst ja auch sagen, dass es für die Besitzer doch von Vorteil wäre, das Pferd jetzt zu verkaufen, denn in dem Alter weiß man ja nie und Tierarzt ist teuer
    Ich drück Dir die Daumen, aber überleg Dir das gut mit einem eigenen Pferd und prüfe vor allem die finanzielle Seite, denn die Anschaffung ist das Wenigste.
    Liebe Grüße

  3. #3
    AnnaS Guest
    Also du kannst ein 20jähriges Pferd genauso halten wie ein 10jähriges. Und kaufen kannst du es auch unabhängig von einer Reitbeteiligung bzw trotz RB. Die Frage ist halt nur, ob der Besitzer das Pferd verkaufen möchte, und ob du dann auch wirklich finanziell in der Lage bist, eventuelle Tierarztkosten, regelmäßig Schmied, Futter, Boxenmiete und Weidepacht zu zahlen. Unterschätze diese Kosten nicht.
    Nur mal als Beispiel: Gestern war der TA bei meinem Wallach, der sich seit einiger Zeit ordentlich gegen das Gebiss gewehrt hat. Mein Pferd hatte Ecken an den Zähnen, das hieß Zähne abfeilen. Für 20 Minuten Tierarztbesuch mit Feilen und Beruhigungsspritze war ich 48€ los. Das ist noch wenig, aber nun überleg dir, dass das bei mir gestern eine kurze und einmalige Sache war. Hat dein Pferd aber mal etwas langfristiges und schwereres, kannst du dir ja ausmalen, wie viel es dich kostet.
    Für mein Pferd bezahle ich rein an Futter, Heu und Stroh im Monat ca 70€. Ich zahle weder Boxenmiete noch Weidepacht da ich ihn bei mir auf dem Hof mit eigenem Stall und eigener Weide habe. Doch wenn du das Pferd dann im Reitverein stehenlassen willst, kannst du gut und gerne noch einmal 150-200€ drauf rechnen. Für eine private Weide mit Offenstall bist du auch bei 100€ im Monat.
    Schmied kannst du alle 6-8 Wochen rechnen. Je nach dem, nur für ausschneiden ca 15-20€. Mit Beschlagen dementsprechend mehr.

    Ich sage dir das nur, damit du dir vorher gut überlegst, ob du dir das finanziell leisten kannst.

    Ich denke auch mal, dass es nicht schlimm ist, wenn man ein Pferd nach dem Reiten nicht noch einmal putzt. Dusty (mein Wallach) ist wirklich fast immer dreckig. Wenn ich reite oder longiere, wird er ordentlich geputzt, nach dem reiten wird er mit Abschwitzdecke (nach einer Zeit Trockenreiten) noch in die Box bis er richtig trocken ist und danach kommt er meist eh noch mal raus, weil das Fell natürlich juckt und er sich noch mal richtig schön im Dreck wälzen kann. Also geputzt wird er anschließend auch nicht, im Gegenteil. Nur auf die Hufe achte ich auch, und das kannst du der RB ja vielleicht auch mal sagen. Ansonsten finde ich das aber nicht so katastrophal, was du als schlampig bezeichnest.

    Gehe ich recht in der Annahme, dass du noch etwas unerfahren bist mit Pferden? Das soll nicht bös gemeint sein, aber mir ist aufgefallen, dass gerade diejenigen, die damit noch nicht so langs zu tun haben, alles perfekt machen wollen und die "alten Hasen", die das etwas lockerer sehen, schief angucken.

    Doch es gibt so einen Spruch: "Dreckige Pferde sind glückliche Pferde". Natürlich soll das nicht heißen, sein Pferd verkommen zu lassen, aber für Pferde ist es schön, sich das juckende Fell mal schön im Matsch zu schubbern beim wälzen. Und das ist auch gut so.

    Anna

  4. #4
    Budjonnyfan Guest

    Talking

    Hallo Anna und Inge!!!!

    Ihr habt recht das ich die Sache mit dem Putzen ein bisschen zu ernst genommen habe. Tatsächlich legt sie ihm nach dem Reiten die Abschwitzdecke drauf, was sie danach macht weiß ich nicht. Ich dachte nur jedes Pferd muss sofort nach dem Reiten immer geputzt werden.
    Ich bin im Umgang und auch im Reiten mit Pferden wirklich noch ziemlich unerfahren.
    Das die anfallenden Kosten für ein Pferd nicht billig sind, darüber bin ich mir klar. Das Unterstellen kostet in meinem Reitverein 250 Euro im Monat.
    Ich hab dieses Pferd wirklich total gern und würde alles dafür tun, um es mir kaufen zu können. Ich denke da an c.a.3500 Euro, da er ein gutes Pferd ist , aber doch schon ein gutes Alter hat.
    Vielleicht war meine Sorge ja ein wenig unbegründet, das er für den Reitungerricht zu alt ist. Aber für mich ist dieses Pferd einfach alles.
    Ich danke euch wirklich sehr für eure Antworten!!!!

    Gruß,
    Penny

  5. #5
    AnnaS Guest
    Darf ich dich noch einmal "kritisieren"?

    Ich würde nie im Leben für ein 19jähriges Pferd 3500€ bezahlen.

    Beim Kauf eines Pferdes gehst du nach einige Kriterien, die entscheidend sind für den Kaufpreis.

    1. Die Abstammung.
    Hat dieses Pferd eine super gute Abstammung, die einen hohen Kaufpreis rechtfertigen würde? Wenn ja kommt schon Punkt 2.

    2. Geschlecht
    Das Pferd ist ein Wallach. Mit einem Wallach kannst du nichts anfangen, außer zu reiten. Sprich, du kannst nicht züchten. Da macht dann die Abstammung auch nicht mehr viel aus. Abgesehen davon würde ich mit einem 19jährigen Pferd eh nicht mehr züchten wollen.

    3. Ausbildungsstand
    Was kann dieses Pferd? Es ist scheinbar sehr artig, und gut geritten, denn es ist ja ein prima Schulpferd. Doch Schulpferde müssen keine besonders tollen Gänge haben, sie müssen nicht L oder M gehen, sie müssen einfach nur charakterlich einwandfrei sein.
    Hat dieses Pferd irgendwelche Siege und Plazierungen in einer höheren Klasse, die ein solchen Preis in dem Alter rechtfertigen würden?

    4. Alter
    Selbst wenn Punkt 3 zutrifft, was bringt es dir in dem Alter? Würdest du mit einem 19jährigen Pferd noch richtig Turnierreiten wollen? Zumal du ja noch nicht so weit bist. Vielleicht kannst du mit dem Pferd noch mal einen Reiterwettbewerb reiten, vielleicht eine E-Dressur. Mehr aber auch nicht.

    5. Gesundheit
    Ein Schulpferd wird oft geritten, es wird viel beansprucht. Ist es sogar das Pferd, was lahmt? Wenn ja, woher kommt dieses Lahmen? Wenn nein, ist es ansonsten top gesund?

    Wenn du mich fragst, würde ich nie für ein Pferd solchen Alters so viel Geld bezahlen. Selbst wenn es noch so fit und gesund ist, dass du davon ausgehen kannst, dass es auch noch lange fit und gesund bleibt (was immer schwer zu sagen ist!), wenn es Papiere hat (die leider immer den Preis in die Höhe treiben), wenn es kein stumpfes und ausgepowertes Schulpferd ist, würde ich an deiner Stelle 2000€ von deiner Vorstellung abziehen. Dann bist du bei 1500€. Und je nach dem was der Besitzer sich vorstellt, aber mehr als 2000€ würde ich dafür definitiv nicht bezahlen. Wenn man das Geld hat, und sich in ein Pferd verliebt hat, wenn man es unbedingt haben will und sich ganz, ganz sicher ist, dann kann man auch mal etwas mehr zaheln, als das was das Pferd eigentlich noch wert ist. Aber überleg mal, 3500€, das sind 7000 DM!!! Für das Geld bekommst du ein wesentlich jüngeres Pferd, meinetwegen mit guter Abstammung, was talentiert ist, mit dem du zusammen lernen kannst und mit dem du selbst irgendwann mal erfolgreich sein kannst.
    Wenn du das gar nicht willst, dann suchst du ja ein Freizeitpferd. Und für ein 19jähriges Freizeitpferd sind 3500€ wesentlich zu viel.

    Sollte das aber die Preisvorstellung vom Besitzer sein, dann sei mal unbesorgt. Denn dann wird er das Pferd auch anderweitig niemals verkaufen können.

    Und bitte sei trotz aller Liebe für dieses Pferd noch etwas objektiv. Es gibt Menschen, die zu ihrem eigenen Nutzen solch eine Verliebtheit ausnutzen. Und das ist es nicht wert. Du wirst dich später mal dumm und dusselig ärgern, wenn du wirklich so viel Geld dafür ausgibst.

    Es ist nur gut gemeint.

    Anna

  6. #6
    Budjonnyfan Guest
    Hallo Anna!!!!

    Danke das du mir noch mal geschrieben hast und mir die Sache mit dem Preis geschildert hast.
    Grandus, also der Wallach, hat schon an vielen Turnieren teilgenommen und mit Sicherheit auch schon Preise gewonnen. Und Abstammung hat er auch eine sehr gute. Er ist nicht das Pferd das humpelt, bis jetzt ist er noch kern gesund. Du hast recht, 3500 Euro sind vielleicht wirklich ein bisschen zu viel für ein 19 jähriges Pferd mit dem man nur noch an kleinen Turnieren teilnehmen kann, wenn überhaupt. Ich selbst wollte später mal an Dressur- oder Springturnieren teilnehmen, was mit ihm dann wahrscheinlich nicht mehr möglich ist, darüber bin ich mir schon im Klaren. Aber nur weil ich mit ihm an keinen Turnier mehr teilnehmen kann, heißt das nicht das mir der Weg zur Springreiterin versperrt ist. Aber ich würde für dieses Pferd einfach jeden Preis bezahlen, verlangt der Besitzer so viel würde ich es ihm zahlen, ob es mir jetzt passt oder nicht. Ich hoffe nur er verkauft ihn mir überhaupt. Schließlich hätte der Besitzer einige Vorteile davon, er könnte sich mit dem Geld ein neues Schulpferd kaufen und hätte dadurch das ich das Pferd weiterhin auf diesem Reiterhof unterstellen würde einen großen Gewinn gemacht, aber reichen diese Vorteile wirklich aus um ein beliebtes, braves Schulpferd das schon Jahre lang in diesem Reiterhof steht zu verkaufen?! Ich hoffe es.
    Aber danke das du mir das mit dem Preis so erklärt hast!!

    viele Grüße

  7. #7
    AnnaS Guest
    Tja, also ob deine Argumente ausreichen, weiß ich nicht und das kann auch niemand beurteilen, außer der Besitzer selbst.
    Natürlich hast du mit all deinen Argumenten recht. Doch der Besitzer wird sich auch über das Risiko bewusst sein. Denn dein Liebling hat sich für seinen Schulbetrieb bewährt. Bei einem neuen Pferd weiß man so etwas nie. Du kannst dir ein Pferd ganz genau anschauen, es ausprobieren, aber du weißt nie, wie es sich gibt, wenn du es letztlich gekauft hast und es bei dir zu Hause steht. Und das wird der Besitzer von deinem Liebling wissen.

    Wenn du genug Ehrgeiz und Mut hast, dann frage ihn einfach. Fragen kostet nichts. Vielleicht ist dieser Typ ja auch ganz umgänglich. Vielleicht bietet er dir auch an, die RB für das Pferd zu werden. Versuch einfach dein möglichstes, ich drück dir die Daumen.

    Darf ich mal fragen, wieso du denn noch nicht seine RB bist sondern dieses andere Mädel? Und hast du das Pferd überhaupt schon oft genug geritten und dich mit ihm befasst, so dass du auch wirklich und objektiv weißt, ob es dein Traumpferd ist?

    Anna

  8. #8
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    Hallo,
    also ich hab mir die ganze Sache nochmal durch den Kopf gehen lassen und endlich auch das Profil angeschaut.
    Du Penny, ich hoff Du verstehst das richtig, wenn ich jetzt sage, dass Du bitte vernünftig sein sollst und Dir ein eigenes Pferd noch ein paar Jahre aus dem Kopf schlägst. Gerade am Anfang finde ich es wichtig, ganz viele unterschiedliche Pferde kennenzulernen, viele Bücher zu lesen und den Umgang und das Reiten zu lernen. Das dauert seine Zeit. Du kannst doch auch so nach dem Pferd sehen und es mitbetreuen. Ich habe gesehen, dass Du 15 bist und damit will ich Dich nicht herabsetzen, im Gegenteil, ich war ja auch mal in dem Alter, aber Du kannst Deinen Eltern so einen Kostenfaktor nicht auf viele Jahre zu 100 % zumuten. Auch wenn sie finanziell vielleicht gut gestellt sind, aber ich finde immer noch, man muß es sich langsam und über Jahre hinweg erarbeiten, also das Privileg, ein Pferd besitzen zu dürfen. Ich hatte als Kind ein Pony und etwas später zwei Haflingerfohlen (bei den Hafi`s war ich etwa in Deinem Alter). Ich habe mich um sie gekümmert, aber sie waren mir oft eine Last und ich habe meinen Vater zwar gehaßt, als er sie verkauft hat, aber heute denke ich, es war richtig so, weil ich ihnen nicht so gerecht werden hätte können, wie sie es verdient hätten. Da ich viel und lange in der Schule war, hat mein Vater ebenfalls viel Arbeit mit ihnen gehabt und das wurde ihm zuviel, daher der Verkauf. Die Unterkunft hat uns nichts gekostet, weil wir einen Hof hatten. Bis heute hatte ich kein eigenes Pferd mehr (die Vernunft hat gesiegt), dafür seit über 7 Jahren ein Reitbeteiligungspferd und es ist vom Gefühl her mein eigenes Pferd und ich kann auch tun und lassen, was ich will. Es ist ein Unterschied, denn heute werde ich dem Pferd gerecht. Du bist in einem Alter, in dem bald das Weggehen mit Freunden sehr, sehr wichtig wird, auch wenn Du es jetzt noch nicht glauben magst, aber das Interesse für Pferde wird nachlassen. Wenn es nach dieser Phase wieder da ist, dann wird es wohl eine lebenslange Leidenschaft für Pferde sein, aber das würde ich abwarten und mir nicht diese enorme Verantwortung aufbürden. Ich war auch in ganz viele Pferde verliebt und hätte sie sofort gekauft, aber daher weiß ich auch, dass bald wieder ein anderes Pferd kommt, das sich in Dein Herz mogelt und alle kannst Du nicht kaufen. Irgendwann wirst Du wissen, was Du willst und wirst auch Geld verdienen, um den Unterhalt bestreiten zu können. Es geht so schnell, dass ein Pferd mal für ne Woche in ne Klinik muß und da bist Du ratzfatz mind. 600 Euro los. Wenn Du Pferde liebst, dann warte bitte ab, bis Du alle Verpflichtungen selbst tragen kannst.
    Liebe Grüße

  9. #9
    Budjonnyfan Guest

    Wink

    Hallo Anna und Inge!!!!

    Um deine Frage zu beantworten Anna, ich reite auf diesem Reiterhof noch nicht sehr lange und ehrlich gesagt habe ich über eine Reitbeteiligung von Grandus noch gar nicht nachgedacht. Ich weiß einfach vom Gefühl her das dieses Pferd das richtige für mich ist, aber vielleicht ist das ja auch ein Fehler. Vielleicht hast du ja Recht Inge und ich bin einfach noch zu unerfahren für ein eigenes Pferd. Weil du von einem Hafi geschrieben hast. Mein Vater hat mir wie ich klein war auch schon mal 2 Hafis gekauft, eigentlich nur einer, denn der andere war ein Henst und einfach zu wild für mich. Er hat aber dann zuerst den Hengst und dann die Stute wieder verkauft, weil er dachte das ich mich nie richtig für Pferde interessieren würde und ihm das auf Dauer zu teuer werden würde. Mit dem weggehen mit Freunden, das das in meinem Alter wichtiger als manch andre Sachen sind, da hast du schon recht Inge. Meine Freundin hatte auch mal ein eigenes Pferd (Quater horse), hat es aber wieder verkauft, weil sie einfach wieder mehr Zeit für ihren Freundeskreis verbringen wollte. Sie musste eben wegen dem Pferd auf vieles verzichten. Ich sage vielleicht jetzt das ich nicht so denken werde, aber wer weiß?! Ob ich dann auch notwendige Tierarztkosten zahlen kann, das ist auch wieder so ein Thema. Unterstellen und Hufschmied, okay, aber Tierarztkosten können ziemlich hoch sein. Ihr habt also wirklich beide recht. Ich sollte mir die Sache mit einem eigenem Pferd wirklich noch mal gut durch den Kopf gehen lassen. Sparen kann ich ja trotzdem mal. Ich kann ja mal nach einem Pflegepferd auf diesem Reiterhof fragen, vielleicht krieg ich ja dann auch meinen Liebling und kann so vielleicht viel Zeit mit ihm verbringen. Ich sollte einfach mal längere Zeit reiten´und Erfahrungen sammeln, bevor ich mich für ein eigenes Pferd entscheide, denn das bedeutet wirklich eine große Verantwortung. Und ist es dann nicht unverantwortlich oder ungerecht dem Pferd gegenüber, wenn man weiß das man die notwendige Zeit und auch das Geld nicht richtig dafür aufbringen kann?! Da warte ich lieber noch ein paar Jährchen, bis ich mir in meiner Sache ziemlich sicher bin und weiß ein eigenes Pferd kann ich mir leisten.
    Ich danke euch beiden auf jeden Fall total!!!!, wirklich ihr habt mir in meiner Entscheidung echt voll geholfen!!!!!!
    VIELEN DANK EUCH BEIDEN!!!!!!!!
    Ihr werdet bestimmt noch oft Fragen von mir hier sehen, und hoffentlich antwortet ihr mir wieder darauf

    Liebe Grüße

    Penny

  10. #10
    AnnaS Guest
    Hi Penny

    Das ist eine sehr gute Entscheidung von dir. Wenn auch nur die geringsten Zweifel auftreten, sollte man lieber noch warten.
    Zum Freundeskreis muss ich sagen, dass man das schon hinbekommen kann. Man kann Freunde und Pferd sehr gut miteinander vereinbaren, wenn man bereit ist, nicht jeden Tag gleich von der Schule bis zum späten Abend mit seinen Freunden durch die Gegend zu ziehen.

    Aber du bist jetzt 15. In absehbarere Zeit bist du in der Situation, dass du einen Beruf lernen musst. Dann musst du bedenken, dass du von morgens bis abends weg sein wirst. Du bist dann kaputt, musst noch lernen, und ich finde das ist die kritische Zeit in Bezug auf ein Pferd. Diese Zeit solltest du mit RB vielleicht austesten, ob du auch wirklich noch Lust und Zeit hast, abends in den Stall zu fahren.

    Und dann bist du auch reifer (entschuldige, es soll echt nicht böse gemeint sein), um zu entscheiden, was du für ein Pferd haben möchtest. Es ist sehr naiv zu sagen, man kenne es Pferd nur im Stall und unter einem anderen Reiter, und nun will man dieses Pferd auf alle Fälle haben. Du weißt nicht, ob du mit dem Pferd zurecht kommen würdest, und du kennst dieses Pferd gar nicht so recht. Der Pferdekauf ist eine wirklich schwierige Sache, und vorher sollte man wissen, was genau man möchte, und dann begibt man sich auf eine meist sehr lange Suche.

    Und wenn du arbeitest und dein eigenes Geld verdienst, dann ist es vielleicht auch fairer deinen Eltern gegenüber, wenn sie dich unter Umständen nur noch unterstützen müssen, was du Unterhaltung angeht, aber eben nicht mehr den vollen Preis bezahlen müssen. Und das Monat für Monat, und Pferde und der Reitsport sind teuer.

    Aber du hast dich ja entschieden, noch zu warten. Das ist sehr vernünftig. Sammle möglichst auch Erfahrung auf verschiedenen Pferden. Das ist auch eine sehr hilfreiche Vorarbeit für ein eigenes Pferd.

    Und wenn du Fragen hast - nur her damit .

    Liebe Grüße
    Anna

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