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Thema: Ängstlicher Kater

  1. #1
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    Ängstlicher Kater

    Hallo liebes Forum
    Wir haben seit ca. 1 1/2 Jahren einen Kater, der wohl ausgesetzt wurde. Den Winter 17/18 muss er wohl als Baby ganz allein bestritten haben entdeckt haben wir ihn dann im Carport der Nachbarn. Mit viel Mühe und Zeit haben wir es geschafft, dass er auf unseren Hof gekommen ist. Wir haben ihn angefüttert. Inzwischen bewegt er sich frei, kommt wenn er Hunger hat und will auch gestreichelt werden. Er kommt richtig schmusen. Aber: keine Ahnung was ihn manchmal stört, aber plötzlich bekommt er einen Rappel und rennt total erschrocken weg. Er kommt auch ins Haus, man darf aber keine Türen schließen. Daher muss er auch im Winter draußen bleiben.

    Nun zu unserem Problem: er muss zum Tierarzt. Er hat irgendwelche Milben oder so in den Ohren, kratzt sich ständig. Außerdem möchten wir ihn gern kastrieren lassen. Wir wollten ihn schon letztes Jahr zum Tierarzt bringen, hatten ihn auch in der Box. Aber beim Tierarzt ist er total durchgedreht und hat die halbe Praxis zerlegt
    Nun würden wir vom Tierarzt einen Käfig bekommen, in dem er ihn dann gleich betäuben könnte. Nach der Kastration müsste er aber wohl 24h drin sein (wir würden ihn im Gewächshaus lassen, damit er wenigstens den Garten sieht) Meine große Sorge ist, dass er uns die Aktion so übel nimmt, dass er danach weg ist denkt ihr, man kann so eine Aktion mit so einem ängstlichen Tier überhaupt machen? Speziell die Kastration. Um die Behandlung der Ohren kommen wir nicht drum rum.

    LG
    c4r0

  2. #2
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    Hallo!
    Ich finde es toll, dass ihr euch um den Kater so kümmert.
    Natürlich ist es möglich, dass er nach der Kastration bzw. Behandlung erstmal verstört ist. Aber speziell die Kastration ist enorm wichtig, besonders, da euer Kater Freigänger ist. Es ist zwar nicht schön anzusehen, aber Tierärzte haben die Möglichkeit, sehr "anstrengende" Tiere in einem so genannten "Zwangskäfig" zu sedieren, um dann die notwendigen Untersuchungen und Eingriffe tätigen zu können.
    Ich selbst habe auch einen ehemals sehr scheuen Kater hier. Eine Untersuchung bei unserer TÄ war eine Katastrophe aber notwendig. Erstaunlicherweise legte sich Rudi nach dieser Aktion zum ERSTEN Mal auf meinen Schoß! !! Mit allem hätte ich gerechnet, aber bestimmt nicht damit!
    Ich könnte mir vorstellen, dass euer Kater sich vielleicht ein Weilchen zurückziehen wird. Aber wenn ich es richtig verstanden habe, ist eure Beziehung nicht sooooo innig, also, er ist mehr draußen als drinnen? Stellt nach wie vor sein Futter bereit und macht alles weiter wie gewohnt. So hat er sein gewohntes Umfeld, das ihm Sicherheit bietet und er sich wieder erholen kann.
    Selbst wenn er jedoch abwandern sollte, habt ihr gesundheitlich viel für ihn getan. Ich würde den Kater gleich mit chipen und ihn bei TASSO und Findefix registrieren lassen! So ist im Falle des Falles wenigstens ein Hauch einer Chance zum Wiedersehen gegeben.

    Ich wünsche euch viel Erfolg und dem Katerchen alles Gute! Vor allem drücke ich die Daumen, dass er 'erkennt' dass ihr es gut mit ihm meint und er nicht ans Tasche packen denkt.

    Für eine Zeit halten wir deine Pfötchen fest, dein Herz aber ein Leben lang!


    Liebe Grüße von Heike mit ihren Schnurrern Willi, Rico, Fritzchen und Rudi


    Für immer im Herzen und im Kopf ....Plüschi, Oskar, Jacki, Otti, Lottchen, Theo, Hugo und Nelly

  3. #3
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    5.942
    Ich kann Dir nur die Geschichte von Seneca erzählen. Seneca war ein schwarzer Kater, der im Februar 2015 bei uns auf dem Grundstück erschien.
    Nachdem er nicht den Anschein machte, wieder zu gehen, fingen wir ihn ein und ließen ihn kastrieren. Leider kam bei der Kastration heraus, dass das arme Katertier Leukose positiv war.
    Da wir damals drei Katzen hatten, die nicht gegen Leukose geimpft waren, kam Seneca in das Eisenbahnzimmer von meinem Mann und musste dort mehrere Wochen, bis unsere Katzenmädchen ausreichend Impfschutz gegen Leukose hatten, dort separiert bleiben.
    Seneca war, auch extrem ängstlich, als er zu uns kam. Aber er wurde während der Zeit seiner "Einzelhaft" in der sich vorwiegend mein Mann um ihn gekümmert hat, zum Kampfschmuser, der 'seine ÄNgstlichkeit vollkommen verlor. Er wurde übrigens von einem anderen TA nach seiner "Haftentlassung" gegen Leukose nachgetestet und war Leukose negativ, bei diesem Test.
    Er schlief sogar jede Nacht bei meinem Mann im Bett.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  4. #4
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    2.516
    vielleicht ist das ganze auch eine chance?
    nach der kastra würde ich wirklich versuchen, ihn auch ein bißchen länger indoor zu halten und besser zu zähmen.
    vier wochen wäre wäre gut, dann kann er eine imfung kriegen und die wiederholung - nicht das optimum - aber besser als nix.
    am besten mit felv-impfung.
    und wenn ihr in einem jahr noch mal die zähne zusammenbeißt und ihn einfangt, dann hat er eine sichere grundimmunierung...

    die kastra ist einfach enorm wichtig - ein unkastrierter kater sorgt leider für massenhaft katzenelend - auch wenn er das natürlich nicht will.
    da sollte man auch seine eigenen befindlichkeiten hintenan stellen: wenn er nachtragend sein sollte - dannn isses eben so.
    reisende kann man nicht aufhalten...
    aber er wird keine kinder mehr zeugen, die vielleicht nicht so ein glückliches schicksal haben wie er selbst.
    auch er selbst ist sehr viel weniger gefährdet - z.b. durch beißereien mit anderen katzen.
    das fängt beim abzeß an und hört bei fiv auf...
    kastrierte katzen leben länger!
    dazu trägt auch bei, dass kastraten i.d.r. etwas moppeliger werden - für das harte leben draußen nicht das schlechteste.
    außerdem sinkt sein streßpegel und die gefahr, dass er wegen rolliger katzen abhanden kommt oder sehr weit auf die pirsch geht, geht gegen null.
    sein radius wird sich vermutlich deutlich verringern - weniger straßen und verkehr...
    man muss das schon ein bißchen so sehen: er ist ein freies tier, er trifft eigene entscheidungen - und wenn die eben so sein sollte, nach einer kastra...

    ich weiß, das klingt jetzt wenig einfühlsam, aber das ist die nackte wahrheit.

    im übrigen glaube ich nicht, dass er sonderlich ärgerlich sein wird - sogar meine wilde und wirklich eher unzähmbare sara hat ihre kastra ohne beleidigung überstanden.
    sie mußte ich natürlich länger drin lassen - war ja nicht nur bissl eier abschneiden und samenstränge durchtrennen
    hernach durfte ich sie immerhin insoweit mit den fingern leicht berühren, als dass es zum auftragen von floh- und wurmprophylaxe gereicht hat.
    zu 5m abstand von vorher eine rasante veränderung.
    das mit den offenen türen war übrigens bei ihr auch so - wenn man aber die erste stunde überstanden hatte, ergab sie sich in ihr schicksal!
    nicht wirklich glücklich, aber es war okay.
    ich habe sie noch 2x bei sehr kalten temperaturen jeweils 3 wochen drin behalten - auch in der hoffnung, bei der zähmung fortschritte zu machen - leider fehlanzeige.

    selbige, da er ja milben hat - ist enorm wichtig. ein leben ohne untermieter verlängert die lebenserwartung signifikant.
    für einen kater wie den euren sollte wirklich alle 4 wochen ein spot-on gegen milben/flöhe gegeben werden und minimum alle 3 monate eine entwurmung (spot-on, tablette)

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