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Thema: Schwellung am Katzenkopf, Bauchspeicheldrüsenentzündun g

  1. #1
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    Schwellung am Katzenkopf, Bauchspeicheldrüsenentzündun g

    Hallo zusammen,
    ich wollte mal fragen, ob jemand schon mal eine Schwellung am Kopf seiner Katze bemerkt hat, die mit Antibiotika zurückging und ohne wiederkommt?

    Orko (fast 18) hatte vor 2,5 Wochen Schnupfen, erst nur wenig, dann 1-2 Tage ganz heftig, einmal nieste er sogar Blut. Beim Tierarzt fiel dann eine Schwellung auf im Stirnbereich über der Nase, teils weich, teils hart. Da Orko keinen Kampf mit anderen KAtzen haben kann, schließt er einen Abzess aus. Orko fing dann auch an, den Kopf zu schütteln und man hatte schon das Gefühl, er empfindet einen "Fremdkörper". Wir bekamen ein Antibiotikum und es wurde noch 1-2 Tage schlimmer (wobei das Niesen aufhörte und die Nase auch nicht mehr läuft), dann wurde es plötzlich besser und die Beule verschwand FAST komplett. Letzten Montag gab es nach 10 Tagen das letzte Antibiotikum, am Mittwoch wurde Orko mäkelig und wollte dann irgendwann nicht mal mehr Leckerli und wurde apathisch im Laufe zum Donnerstag, außerdem hatte er Durst wie verrückt und matschte am Brunnen rum. Also wieder Tierarzt. Der Tierarzt lobte am Donnerstag noch, dass die Stirn so flach geworden sei, aber Orko dünner wirke (hat 150 g abgenommen in 2 Wochen). Schneller Bluttest ergab, dass die Basis-Blutwerte ok waren, Röntgenbild im Bauchraum ergab abgesehen von leichter Verstopfung nix. Nach dem Tierarzt-Besuch und einer Spritze gegen Übelkeit fraß er wieder bisschen und wirkte auch wieder interessierter, schnurrt seitdem auch wieder, wenn man mit ihm "redet" usw. ABER gestern rief 1. Der Tierarzt an und sagte, dass die Blutwerte, die er zum Labor geschickt habe, eine Bauchspeicheldrüsenentzündun g vermuten lassen, da diese Lipase sehr ehöht sei. Fast noch schlimmer 2.: Die Beule ist wieder da! Innerhalb von einem Tag und heute Morgen finde ich sie größer als je zuvor Nun gebe ich seit gestern auch wieder ein Antibiotikum (eigentlich wegen der Bauchspeicheldrüse), aber hoffe natürlich, dass es nochmal auf die Schwellung wirkt...

    Ich war schon drauf und dran, heute mit ihm wieder zum Tierarzt zu gehen... Aber mein Mann meint, wir sollen nun erstmal warten, ob das Antibiotikum wirkt und Orko die Zeit geben. (er ist auch bereit, mit mit zum Notdienst zu fahren, denn mein TA hätte ja noch bis 12 Uhr aufgehabt heute). Wenn es wie beim letzten Mal wäre, würde es am 3. oder 4. Tag wirken, also morgen oder am Montag. Schmerzen scheint er nicht zu haben und er frisst wieder, wenn auch nicht viel, wirkt aber allgemein interessierter an allem als vorgestern. Aber nun ist eben die Beule wieder da

    Hier mal ein Bild der Beule, allerdings vom ersten Mal: https://abload.de/img/dsc_44113ojeq.jpg

    So... Mir fällt es schwer, mich zu sortieren. Man kann wohl nur eine Biopsie unter Narkose machen, Orko ist fast 18, hat ein Herzproblem (war wir zwar im Griff haben, aber eine Narkose??), hatte Diabetes und nun eine Bauchspeicheldrüsenentzündun g.. Also ich bin eher gegen eine OP für eine Biopsie. Andererseits, wenn es "nur" ein Abzess wäre? Aber wo soll der her kommen? Es könnte immer noch ein entzündeter Tumor sein, ich verstehe auch den Zusammenhang zum Schnupfen nicht. Und gibt es einen Zusammenhang zur Bauchspeichelsache?

    Wenn die Beule nun größer wird am Wochenende, müssen wir wohl zum Notdienst, und dann sehen, ob er zum Einschläfern rät oder was... Geht die Beule aber wieder zurück, was dann? Ohne Antibiotika kommt sie ja vermutlich wieder und ewig kann man die nicht geben. Ihr seht, ich bin ziemlich unsortiert Klar, Orko ist fast 18, aber ich bringe auch kein Tier zum Einschläfern, was noch "da" ist, also aktiv an seiner Umgebung teilnimmt, und keine Schmerzen hat. Aber lasse ich dann eine Biopsie machen? Hm... Naja vielleicht hilft es mir ein wenig, mich zu sortieren, wenn ich hier schreibe, vielleicht hat auch noch jemand Tipps

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018) und Gandalf (2002 - 2016)

  2. #2
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    Moin und fühl Dich erst einmal gedrückt

    Da kommt ja einiges zusammen. Wenn die Beule kommt und geht unter AB würde ich ja eher auf einen entzündlichen Prozess tippen. Haben Katzen eigentlich Stirnhöhlen...? Eine Biopsie würde Klarheit bringen. Das geht bestimmt auch unter Sedierung. Nicht- invasiv wäre ein CT. Das geht aber bestimmt auch nur mit Sedierung. Ich würde das erst einmal abklären. Denn, wenn die Beule weg ist, geht es Orko ja wohl ganz gut!?
    Herzliche Grüße von Angela



    Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles,
    was ich geben kann.

    (Margaret Trowton)

  3. #3
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    Danke Angi!! (auch fürs Lesen des Romans...).
    Der TA meinte, man bräuchte dafür eine Narkose, also für eine Biopsie. Man könnte alternativ eine Feinbiopsie machen, aber da wäre die Gefahr, dass WENN ein Tumor dahinter steckt, dass man die Entzündung um den Tumor anpiekt und dann vielleicht Eiter oder Lymphe hat, das aber nicht aussagekräftig genug ist.

    Naja parallel muss Orko nun auch wieder mehr fressen und die Bauchspeicheldrüsenentzündun g "überstehen", denke ich, ja wenn ich so drüber nachdenke, macht es erst Sinn, bezüglich der Schwellung weiterzuerforschen, wenn er "stabil" frisst, oder? Denn was nutzt es, WENN ich ihn nun operieren lassen würde, er aber nix mehr frisst.

    Das Problem ist, die Schwellung ist zwischen Knochen und Haut, Stirnhöhlen oder Nasenhöhlen etc. wären aber ja UNTER dem Knochen. Sonst würde man denken, klar, es ist ein entzündlicher Prozess, der auch irgendwie mit dem Schnupfen (der nun aber weg ist) zusammenhängt. Von CT hat die Tierklinik nix gesagt.

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018) und Gandalf (2002 - 2016)

  4. #4
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    CT oder sogar ein MRT dürften am Aussagekräftigsten sein, da sich in den Bildern Gewebestrukturen recht gut unterscheiden lassen. Hat denn die TK überhaupt diese Möglichkeit (en)?
    Wieso hat der TA die Pankreatitis im Rö nicht erkannt? Das müsste eigentlich im Rö schon aufgefallen sein...
    Ich glaube Tierärzte können auch mal mit Sedierung arbeiten. TKn müssen sich rechtlich anders absichern. Mein Foggy hatte eine Kehlkopfspiegelung mit tiefer Sedierung. Also auch keine Narkose.
    Herzliche Grüße von Angela



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    (Margaret Trowton)

  5. #5
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    ggf geht ein Röntgenbild vom Kopf auch ohne Narkose. ggf bleibt er ruhig. Versuchen würde ich es. Für mich hört sich das auch irgendwie nach einem Abzess an. Entweder ggf selbst gekratzt und was rein gekommen - kann ja mini gewesen sein... oder ggf doch im Bereich der Atemwege irgendwas entzündet und weiter gelaufen. Ich meine, daß die TA damals bei Charlymama gesagt hatte, daß die Stirnhöhlen bei ihr dicht sind, bzw waren. Also kann das ggf irgendwo daher kommen und weiter gezogen sein.
    Kann der TA nicht einfach mal anpieken, was raus kommt? Tumor glaube ich nicht dran Würde unter AB Beschuß ja nicht zurück gehen
    Traumeel? Mal versucht? Weißt ja, ich schmeiß das Zeug beim allem rein
    Fühl Dich gedrückt und dicken an Orko.

  6. #6
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    Hallo Kerstin, ich schreibe über iPhone - etwas mühsam und ohne Smileys. Zum Tumor oder nicht, kann ich persönlich nichts sagen . Unser Dennis aber hatte neben der CNI auch über eine längere Zeit eine Bauchspeicheldrüsenentzündun g - er bekam spezialfutter und hatte noch eine gute Zeit. Nichts fettes mehr, obwohl ihm das Figurmässig gut getan hätte, er war schon lange klapperdürr. Letztlich hatte er eine aortenthrombose, war über Nacht in der Tierklinik, konnte aber sich nicht mehr bewegen, und ich war bei ihm für den letzten Gang. Für Orko alles Gute!

    Susanne
    Für immer im Herzen
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  7. #7
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    Guten Morgen und danke für eure Antworten!!

    Susanne, Orko ist leider mittlerweile auch ziemlich klapprig. War "normales" Futter denn zu fettig? Im Moment soll ich erst einmal alles geben, was er fressen mag. Und das waren von Freitag-Abend bis jetzt immerhin stattliche 300 g Trutenfleisch. Ich weiß nicht, ob das fetter ist als normales Hühnerfleisch, vermutlich schon. Also eine Aortenthrombose...da will ich lieber nicht dran denken, zumal Merlin daran letztes Jahr gestorben ist. Hm,hatte Frieda nicht auch Diabetes? Der TA meint, es hinge damit zusammen, obwohl Orko seit über einem Jahr kein Insulin braucht, aber die Bauchspeicheldrüse sei eben vorbelastet.

    Das Antibiotikum scheint auch wieder auf die Beule zu wirken, die Schwellung wird ETWAS kleiner!

    @Anja: Ja, ich werde dem TA am Montag mal ein neues Beulenfoto senden und fragen, ob man nicht eine Feinbiopsie machen kann. Wobei mein Mann meinte, WENN es ein Tumor wäre, könnte man bei der Feinbiopsie mit Pech nur das erwischen, was eben am Tumor entzündet ist Aber im Zusammenhang mit dem Schnupfen kommt mir das komisch vor alles. Meinst du, Kopfröntgen ist vom Halten her schwieriger als Bauchröntgen? Bauchröntgen hatten wir ja erst am Freitag Das ging gut. Traumeel, ja ich weiß Also ich hatte das mal mitbekommen nach einer kleinen Pfotenverletzung vom TA, aber ich gebe zu, ich habe es nicht weitergegeben Aber ich spreche den TA darauf an, wenn wir nochmal hingehen!

    Ich denke, ein CT wäre - auch wenn es herzlos klingt ?? - von der Kosten-Nutzen-Relation her eher nichts. Mit Kosten meine ich nicht nur die Kosten, sondern auch Fahrt zur Uniklinik, nochmal neue TÄ und dann ja immer die Frage: Was mache ich bei welchem Befund? Vermutlich muss auch ein Abzess operiert werden, weil es ja eben nicht von selbst heilt? Da müsste Orko rundherum "stabil" sein, dass ich ihm das zumuten würde

    Mein Plan wäre: das Antibiotikum erstmal wieder 10 Tage geben und schauen, ob er wieder zu normalem Fressverhalten findet und die Bauchspeichelentzündung vlt, nur akut war. (Könnten Antibiotika oder Metacam sowas auslösen? Oder liegt es doch am "alten" Diabetes??) DANN ggf. Feinbiopsie (weil dann ja auch im Idealfall kaum Entzündung vorhanden wäre). Wenn das nicht geht, muss man wohl wieder abwarten und wenn die Beule nochmal kommt, operieren und wenn es ein Tumor ist, nicht mehr aufwachen lassen. Wobei ihn die Beule derzeit wohl nicht stört, aber man weiß ja nicht, wie es nun ohne Antibiotikum weitergegangen wäre!

    Aber ich schreibe dem TA auch eine Mail morgen...

    Sorry, dass es immer so lang wird, aber irgendwie ist es auch recht komplex

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018) und Gandalf (2002 - 2016)

  8. #8
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    Sorry, ich meinte mit fettig Sondersachen wie Butter oder angebratenes Hühnchen was er sehr mochte. Er bekam nassfutter als auch Trockenfutter, welches er bevorzugte . Er ist 19 geworden, vielleicht geht bei alten oder älteren Tieren alles etwas langsamer und auch eher „ungesundes“ wie Trofu wird toleriert.

    Nein, Frieda hatte kein Diabetes. Dennis auch nicht.

    Susanne
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  9. #9
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    Danke Susanne! Ich glaube, ich habe das wohl mit "Bauchspeicheldrüse" zusammengeworfen in meiner Erinnerung , also Diabetes. Okay, also sooo fettige Sachen mag Orko wohl nicht, habe ihm mal ein Stück Butter angeboten (wegen Fellverdauung), aber sowas ist nicht seins. Denke, er bekommt dann erstmal fast alles, was er mag, wobei ich im Moment nur ein bisschen Diabetes-Trockenfutter als Leckerli gebe. Ich will nun auch nicht, dass der Blutzucker wieder hochgeht. Sein normales Nassfutter lässt er derzeit stehen, aber das liegt vlt. auch am Angebot, dass ich derzeit etwas erweitert habe

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018) und Gandalf (2002 - 2016)

  10. #10
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    Guten Motgen Kerstin,
    Es tut mir leid, dass die Beule wieder größer geworden ist und jetzt die anderen Erkrankungen dazu kommen.

    Dein Plan hört sich gut an.
    Der TA von unseren Katzen hat noch nie einen Abzess richtig operiert. Er macht einen Schnitt in die Haut ohne Betäubung. Lässt den Eiter abfließen spült den Abzess mit Wasserstoffperoxyd und spritzt ABs. Die Wunde muss dann mit warmen Wasser oberflächlich regelmäßig behandelt werden, damit sich kein Schorf bildet und Sekret weiter abfließen kann.

    Auf jeden Fall kann Metakam zu Übelkeit führen. Ich kenne viele Katzen, die nach oder oralen Gabe von Metakam .

    Wenn Ihr eine Biopsie machen lässt, wie schnell habt Ihr dann das Ergebnis?
    Liebe Grüße von Sabine mit



    und den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen


  11. #11
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    Huhu Sabine,

    ich weiß nicht, wie lange das dauern würde, denke 1-2 Tage. Wenn man es richtig "operieren" würde, würde man wohl direkt sehen, was es ist. Also mein Mann ist skeptisch gegenüber einer Feinbiopsie, weil er sagt, wenn man - im besten Fall - nur "Eiter" rauszieht, heißt das noch nicht, dass dahinter nicht ein Tumor liegt. Also ich versuche mal durchzuatmen und nun muss es auch erst einmal wieder kleiner werden, es ist zwar kleiner als gestern, aber immer noch groß. Vom Verhalten her ist er aber wieder fast wie immer, höchstens minimal schlapper. Komisch, weil beim ersten Beulendurchgang hatte er meiner Meinung nach eher ein Fremdkörpergefühl und hat sich die Pfote oft über den Kopf gestrichen, das macht er nun gar nicht.

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018) und Gandalf (2002 - 2016)

  12. #12
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    Hallo Kerstin,
    Kann der TA eigentlich nicht mit einer Leichten Narkose/Sedierung anfangen und schauen was überhaupt ist und dann während der Behandlung entscheiden, wie er weiter vorgeht.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    und den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen


  13. #13
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    Sabine, das weiß ich leider nicht. Beim zweiten Besuch war auch eher das Nicht-Fressen im Vordergrund, beim ersten Besuch sah der TA eine Narkose definitiv kritisch, allein schon eine kurze für die Biopsie. Es ist doch auch ganz komisch, dass nun zwei Sachen auf einmal aufkommen. An welchen Stellen hatten deine Katzen denn schon Abzesse?

    So, wenn es so wäre wie das letzte Mal, müsste die Beule ab morgen nochmal DEUTLICH kleiner werden... , derzeit ist sie nur etwas besser als gestern. Gehe wohl morgen nochmal Putenfleisch kaufen, das ist derzeit das Einzige, was er zuverlässig frisst

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018) und Gandalf (2002 - 2016)

  14. #14
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    Als meiner den Abszess hatte, wollte die TÄ, unter AB, warten, bis er sich selbst entleert. Ein anderer TA fand eine Entlastung/ Punktion angemessen ( unter Sedierung). Letztendlich hat der dann nur punktiert und Zellen unter dem Mikroskop beurteilt. Das könnte Dein TA auch tun. Dabei fanden sich auffällige Zellen, also keine Entzündungszellen und das BB wurde kontrolliert. Und Zuhause hat Katerchen dann die Beule selbst aufgekratzt. Nicht so schlimm,da antibiotisch abgedeckt.

  15. #15
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    ein abzeß muss ja nicht durch einen kampf kommen, ich hatte schon abzesse durch eine eingedrungene granne...
    letztlich kann jeder eingedrungene fremdkörper dazu führen.
    meine tä macht die ohne narkose weg, eventuell eine örtliche betäubung.
    wer selbst schon mal einen hatte, weiß, dass der schnitt eher erleichternd als schmerzhaft wirkt, weil die haut ja sehr gespannt ist.

    natürlich ist ein tumor nicht auszuschließen, natürlich kann eine biopsie auch ein falsch-negatives ergebnis liefern, aber wenn es ein tumor wäre, wäre er bereits recht groß - dass die nadel dabei keinerlei tumorzellen einsammelt - so denn welche da sind - halte ich für wenig wahrscheinlich.
    entzündungszellen werden auch dabei sein, aber das labor kann das unterscheiden oder auch der ta, wenn er selbst einen ersten ausstrich macht.

    was die bspe angeht: es ist keineswegs erwiesen, wlche art von diät da vorteilhaft ist und ob es überhaupt einen sinn macht.
    mit 18 jahren steht ganz klar im vordergrund, DASS er überhaupt frißt.
    wie bei tulllia, die da ja auch vermutlich so alt war.
    und wenn sie sich von leberwurst ernährt hätte - ich hätte es ihr gegeben.
    jeder tag nicht fressen, jede verlorene kalorie bringt tiere dieses alters an den abgrund und sobald der kreislauf absackt, beginnt der teulfelkreislauf. aus dem loch holt man die kaum noch raus.
    und das problem der bspe ist ja gerade diese inappetenz.

  16. #16
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    Aber wissen die Tierärzte denn in euren Fällen ganz klar, dass es ein Abzess ist? Ich meine, vielleicht fürchtet er ja auch, er schneidet es auf und es kommt nix raus, dann kann er ja schlecht weiterschnipseln ohne Narkose... Die Beule ist nicht heiß, tut nicht weh und ist sowohl hart als weich, aber eher weich. Ich glaube nicht, dass der TA es nicht aufschneiden kann, ich denke, er weiß nicht, was es ist, und wird es darum nicht einfach aufschneiden. Auch wenn er das nicht weiß, habe ich einen superguten Eindruck vom Tierarzt

    Ja da hast du wohl recht, Carlo. An sein Standard-Nassfutter geht er im Moment leider gar nicht ran, nur Pute und (eigentlich blödes) Diabetiker-Trockenfutter... Aber immerhin. Aber seht ihr das auch so, dass die Reihenfolge nun erstmal wäre: Beule kleiner werden lassen und schauen, dass er wieder besser frisst im Idealfall? Je kleiner sie wäre, desto besser doch auch, FALLS man sie aufschneidet/biopsiert, oder? Außerdem wäre gut, wenn er beispielsweise in einer Woche auch wieder stabiler mit dem Fressen ist, denke ich. Schließlich war er vor 3 Tagen noch extrem schlapp und apathisch. Vor drei Tagen dachte ich noch, ich muss ihn vielleicht morgen einschläfern lassen, aber jetzt am Wochenende war er wieder richtig "dabei" und liegt natürlich auch nun wieder neben mir am Schreibtisch (Natürlich springt er nicht vom Boden aus hoch, er setzt sich in sein Körbchen und miaut, wenn ich ihn damit hochheben soll ).

    Mal schauen, was die nächste Woche bringt, danke für eure Unterstützung und das Mitdenken, auch wenn ich nicht alles umsetzen werde.

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018) und Gandalf (2002 - 2016)

  17. #17
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    So gesehen hatten unsere Katzen schon viele Abzesse, besonders die Herren Kater. Aber Ninchen hatte mal einen Abzess auf der Stirn zwischen den Ohren. Und es war definitiv kein Biss.
    Bei all unseren Katzen hat der TA noch nie irgend eine Art der Betäubung verwendet. Und jede Katze hat ruhig gehalten. Und keine hat gemaunzt. Also scheint das Eröffnen des Abzesses entweder nicht sehr weh zu tun, oder sie spürt, dass es ihr gut tut. Und Abzesse stinken erbärmlich, wenn sie geöffnet sind.
    Hast Du eigentlich mal geschaut, ob irgendwo im Bereich der Beule, und sei er noch so winzig, ein Schorf ist, oder gewesen sein könnte?
    Mikesch hatte 2007 eine Mittelohrvereiterung. Kieferhöhle und Nebenhöhlen waren auch betroffen. Die Sache war so schlimm, dass das Trommelfell ein Loch hatte. Er hatte auch einen richtig starken Katzenschnupfen zur gleichen Zeit. Aber er hatte keine Beule auf der Stirn.
    Die Beule auf der Stirn hatte nur Ninchen bei dem Abzess.
    Das ganze bei Orko klingt so, als sei auf jeden Fall eine Entzündung im Spiel, die durch das AB im Schach gehalten wird, aber der Entzündungsherd ist nicht beseitigt. Wenn dann das AB weg ist, breitet sich die Entzündung wieder aus. Das kann also durchaus ein Abzess sein. Unser TA würde die Abzesse ja nicht öffnen,
    Wenn eine Heilung nur mit ABs möglich wäre.
    Liebe Grüße von Sabine mit



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  18. #18
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    Und fühlten die Abzesse sich irgendwie besonders an, also ist immer gleich klar, dass es einer ist? Tun die nicht weh? Orko stört es nicht, wenn man die Schwellung anfasst. Wir können keine Wunde finden, aber mein Gefühl (ja, ich weiß...nicht so toll) sagt mir auch eher, dass es von INNEN kommen muss wegen des Schnupfens. Ich meine, damals hat er drei Tage, bevor er die Beule bekommt, sogar einmal Blut geniest. Und sobald die Beule da war, war der Schnupfen weg - das ist doch komisch, wenn da kein Zusammenhang besteht und statt dessen eine Verletzung von außen noch "dazu" käme in so kurzem zeitlichen Abstand. Hm...vielleicht hat Orko ja ein Schnupfenloch vergleichbar mit Mikesch. Vielleicht wäre ein Röntgenbild doch gut vom Kopf

    Trotzdem denke ich, dass er nun erstmal ernährungsmäßig noch mehr zu Kräften kommen sollte in den nächsten Tagen, bevor wir da weiterschauen. (Und ich gebe es zu, ich bin auch froh, wenn ich nochmal durchatmen kann - ich war am Samstag ganz schön fertig ) Leider gibt es das ImmunTonicum hier nicht zu kaufen, das wirkte immer sehr appetitanregend. Werde gleich mal schauen, ob ich es in D. hierher bestellen kann.

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018) und Gandalf (2002 - 2016)

  19. #19
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    Normalerweise schneidet man Abzesse nicht auf, es sei denn, die sitzen an doofen Stellen oder werden zu groß. Normalerweise läßt man sie reifen und die gehen von allein auf... klappt leider nicht immer. Tiffy hatte mal eine fette Beule oben auf dem Rücken. War beim TA, die hat angestochen, kam nur Blut. Was normalerweise auf einen Tumor deuten kann. Wir haben uns drauf geeinigt, daß ich es mit einem Gel einreibe. Dafür hat sie mir die Stelle frei rasiert... den Rest hat dann Jack übernommen Kralle rein und der Eiter floss und floss.... und Tiffy rannte quer durch die Wohnung - tropfend Danach war dann gut. TA hats nochmal versucht zu spülen... mit 4 Leuten ging das dann so halbwegs Und gut war.


    Hast Du mal versucht mit Orko zu inhalieren? ggf sitzt da was fest und der Schnodder kann nicht abfließen??

  20. #20
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    Oh je Anja, das klingt ja dramatisch... Aber nochmal doof gefragt: sind abzesse nicht eher warm und druckempfindlich?

    Ja ich habe mit Orko einmal inhaliert, als er Schnupfen hatte und ein oder zwei Tage bevor die Beule kam Wie machst du denn das? In der Box? Also ich habe mich mit Orko unter ein riesiges Tuch gelegt und neben uns ein Topf mit heißem Salzwasser unter dem Tuch, geht aber nur, weil Orko sehr brav ist und ist sicher eher unsicher... Ja das mit dem Festsitzen erscheint mir auch am logischsten Anja im Zusammenhang mit dem Schnupfen. erst Niesen und Schnupfen wie verrückt, dann nix und stattdessen eine Beule, klingt doch logisch? Aber A. meinte "Aber was soll denn da sitzen?" "Ein Popel? " Wenn da was sitzt, das blockiert, könnte es aber wohl leider eher auch ein Tumor sein Dann trotzdem wiederum die Frage: Wie kommt die Glibbermasse zwischen Knochen und Stirnhaut??

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018) und Gandalf (2002 - 2016)

  21. #21
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    Abzesse können warm und druckempfindlich sein - oder einfach nur ne weiche Beule... kommt drauf an, wo sie sitzen und was sie auslöst.

    Ich inhalieren in der Box. Tuch drüber, Schale mit Salzwasser davor und ca 20min drinnen lassen, dann Schale weg und Katze an warmen Ort bringen, weil Fell ja auch feucht.
    mmmh - weiß ja nicht, wo überall Öffnungen am Katzenkopf sind, aber ggf über das Auge???

  22. #22
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    ich sag mal so, die antibiose ist halt bissl - legitimes - stochern im nebel.
    diagnostisch steht außer biopsie nicht viel zur verfügung - mrt/ct bei einem 18 jahre alten tier unter vollnarkose?
    doch nicht wirklich...

    außerdem arbeitet ein ta mit wahrscheinlichkeiten:

    wie groß ist die wahrscheinlichkeit bei 18 jahre alten kater ohne freigang, dass er sich einen fremdkörper oder biß zuzieht?
    gering. natürlich kann auch im häuslichen umfeld was unter die haut gelangen, aber bei 18 jahre alten kater ist eben ein weichteiltumor das wahrscheinlichere szenario.
    egal, ob gut- oder bösartig.
    außerdem hat der ta sicher schon gefühlte 200.000 abzesse bei der katze gesehen und gefühlt...
    das erklärt vielleicht auch die zögerlichkeit beim schneiden: bösartige tumore neigen dazu, eine eigene blutversorgung aufzubauen - ein schnitt an der falschen stelle könnte zu einer unkontrollierten blutung führen.
    noch dazu würde blut mit tumorzellen vermengt überall in den körper gelangen- wo ein alterstumor doch vielleicht gut abgekapselt ist und nicht so streuintensiv...

    ich halte nach wie vor die biopsie für richtig und sicher, wenn die antbiose nicht zu völliger remission führen sollte.

    im übrigen sind lipome bei der katze zwar selten und sicher noch seltener am kopf - aber wenn, treten sie bei alten kastrierten katern auf.
    ein lipom wäre sicher der günstigste fall.

    man könnte auch mal rasieren die stelle, besonders bei hellhäutigen tieren kann man da unter umständen auch was sehen, was einen verdacht in irgendeine richtung erhärtet.

  23. #23
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    Kerstin, , ich denke Euch bringen Spekulationen, was sein könnte nicht.
    An dem, was ist, könnt Ihr nichts ändern,
    Was Bettina geschrieben hat, klingt logisch. Aber Du bist sicher auf dem richtigen Weg, dass Orki erst mal kräftemäßig stabil werden sollte, bevor weiteres erfolgt.
    Und ich würde vor einer Biopsie röntgen lassen, sofern das ohne Narkose geht.

    Wichtig finde ich, dass Du Dir Gutes tust und Dir auch Ruhe gönnst.
    Liebe Grüße von Sabine mit



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  24. #24
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    ja, jetzt erst mal bissl abzuwarten ist doch kein problem:

    sollte es ein abzeß sein - dem geht es erst mal gut.
    wen katerle keine schmerzen hat, müßte der gut abgekapselt sein.
    sollte es ein tumor sein - daran ist dann auch nix zu ändern und operabel an der stelle ist der eh eher nicht.
    die resektion eines bösartigen tumors dieser größe an der stelle - wenn sie sinn machen soll - würde ein gigantisches loch auch in die tiefe hinterlassen - wie bitte soll das zu schließen sein da an der stirn?
    die wundschmerzen wären schlimm, die wundheilung bei so einem alten tier zögerlich, wundheilunsgstörungen vorprogrammiert und er müßte wochen zu all der qual eine tüte tragen...

    hoffen wir, dass orko sich fängt, wieder besser frißt und sich insgesamt wohler fühlt!

  25. #25
    Registriert seit
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    Ich danke euch!

    Sabine, du hast schon recht, man darf sich nicht "verrücktmachen"...

    Ich finde auch, dass es logisch klingt, was du geschrieben hast, Bettina! Ja, ein CT kann ich mir auch nicht vorstellen. zufällig habe ich erst letzte Woche ein MRI selbst gehabt (man kommt aus dem Adrenalin gar nicht mehr raus ), das wäre für Opi-Orko wohl etwas too much

    Schön war heute Morgen, dass Orko seine beiden Näpfe, einen mit Diabetes-Trockenfutter (nicht so toll, aber im Moment bin ich ja froh, wenn er frisst!) und einen mit 50 g Putenfleisch komplett geleert hat, sogar ausgeschleckt! Das ist schon mal gut! Allerdings ist die Beule noch nicht so zurückgegangen, wie sie letztes Mal unter AB wegging im Vergleich, ich hoffe, da tut sich noch was. Ich bin auch echt froh, wenn mal paar Tage "Pause" ist, allerdings muss ich spätestens Ende der Woche dann mit dem Tierarzt besprechen, wie es weitergeht, denn die Tabletten sind nun nur noch bis nächsten Montag. Vielleicht kann ich am Samstag einen Termin machen, der wäre wohl bei einem anderen TA der Klinik, aber dann könnte mein Mann mit Ich halte euch auf dem Laufenden!!

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018) und Gandalf (2002 - 2016)

  26. #26
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    Hier mal ein Foto von heute: Noch sehr sichtbar, aber viel besser als Samstag


    So, werde gleich mal seinen Bart kämmen...

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  27. #27
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    ja, sieht deutlich besser aus.

    für mich gibt es zu biopsie keine alternative - minimalinvasiv und ohne narkose in wenigen sekunden erledigt.
    wenn da ein abzeß ist, weiß man es auch gleich...
    wenn röntgen den alten herrn nicht zu sehr streßt, auch das.

    natürlich gibt es biopsien, die mal falsche ergebnisse liefern - aber der normalfall ist das nicht

  28. #28
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    Ich habe gestern mal eine Mail geschrieben und die schrieben zurück, sie würden schon eine Biopsie machen ohne Narkose, aber es könne eben gut sein, dass nix rauskomme (Also kein Ergebnis). Hm. Ich versuche nun mal für Montag einen Termin zu machen, weil dann das Antibiotikum ausläuft. Also nochmal einfach abwarten ohne Plan und dann wird es wieder am Wochenende so riesig das machen meine Nerven auch nicht mit (naja, machen sie schon, aber das muss es nicht sein )

    Im Notfall kann er mir vielleicht nochmal Antibiotikum geben. Übernächstes Wochenende ist mein Mann auch mit dem Auto weg von Do bis Sa, das wäre dann doppelt blöd, wenn es so riesig zurückkäme. Aber klar, eine Lösung ist das nicht

    Heute ist die Schwellung wieder fast weg und Orko frisst auch wieder ok. Leider nicht mehr sein Standard-Futter , das waren die Aldi-Dosen, die auch gut für den Blutzuckerspiegel sind. Im Moment akzeptiere ich das noch, aber er frisst derzeit vor allem Diabetes-Trockenfutter (habe ich bis letzte Woche als Leckerli gegeben ) und rohes Geflügelfleisch, hm Aber andererseits, bis wir wissen, was mit der Schwellung los ist, denke ich, soll er erstmal fressen was er mag.

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  29. #29
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    So, habe Montag nun mittags nochmal einen Termin, das finde ich ganz gut, denn dann haben wir auch kein Antibiotikum mehr... Hoffe eigentlich, dass ich nochmal welches bekomme, und wenn es nur ist, um Zeit zu schinden. Denn was soll man denn in der Situation machen, wenn es so heftig anschwillt, der Kater aber sonst nicht unfit ist (also für sein Alter). Ich habe am Samstag zu meinem Mann gesagt, ich habe Angst einzuschlafen und morgens ist das Auge von der Schwellung weggedrückt Aber wie gesagt, dieses Wochenende können wir sicher noch durchschnaufen.

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  30. #30
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    Oh nein

    Ich glaube, ich würde trotz allem reinpieksen lassen. Sollte es sich um einen Abszess handeln, hilft Spülung und Druckablass plus AB-Paste direkt in die Höhle auf jeden Fall. Selbst wenn da noch etwas anderes drunter sitzen sollte. Dass das AB wirkt, spricht auf jeden Fall für einen bakteriellen Vorgang und dadurch (mit)verursachte Flüssigkeitsansammlung. Allerdings sind Abszesse gerne gekapselt und werden vom AB im Blut oft nicht richtig erreicht, weshalb die bei Kleintieren idR unter lokaler Betäubung geöffnet und gespült werden. Verbleiben auch nur wenige Bakterien am Wundort und werden nicht richtig vernichtet, flammt der Abszess wieder auf, sobald die AB-Wirkung ausläuft.
    Bei Katzen hatte ich nie welche, wohl aber bei verschiedenen Kleintieren, bei denen auch nicht immer klar war, wo die Dinger herkamen. Und die Tiere sind recht stoisch, wenn man darauf herumdrückt, die gespannte Haut scheint relativ schmerzunempfindlich zu sein und stirbt bei flach angelegten Abszessen sogar ab.

    Vielleicht gibt es nur temporär Erleichterung, aber vielleicht ist es auch gar kein Tumor. An Einschläfern würde ich anfangen zu denken, wenn seine Lebensqualität abzunehmen scheint und keine Verbesserung mehr zu erwarten ist. Und an dem Punkt seid ihr, so wie du ihn beschreibst, zur Zeit noch NICHT.
    In dem Alter und bei den Sorgen die ihr gerade habt, würde ich ihn auch fressen lassen, was er mag. Klingt böse, aber: es geht ja nicht mehr darum, seinen Organismus für eine lange Lebenszeit zu schonen. Ein Kitten, das nur TroFu und Aldifutter frisst? Semioptimal. Ein Senior, der ein ähnliches Nahrungsspektrum hat? Hauptsache er frisst und hat Freude daran!

    Ach mensch... Viel Kraft und halt die Ohren steif
    und *Keks* fürs Plüschtier.

  31. #31
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    Danke @Cappu gerade liegt er übrigens wieder in "deinem" Körbchen, das ist sein Schreibtischplatz

    Denke aber, am Montag wird der TA erstmal "nur" pieksen (wenn...) und noch keinen Druckablass etc. machen, oder?

    Das Aldifutter bekommt er ja, seit er Diabetes hatte, weil es so gut ist von den Kohlehydratwerten und er es frisst, sonst mochte er nämlich nur "schlechtes" bezüglich der Werte. Aber gut, nun ist eben Pute angesagt...

    Ich kann leider den Gedanken ans Einschläfern nicht ganz abstellen. Damit meine ich nicht, dass ich das JETZT machen würde, auf keinen Fall. Aber ab welchem "Schwellungszeitpunkt" sollte man daran denken? Nun sagt man, klar, wenn er darunter leidet. Aber am Samstag war er insgesamt ganz "ok", hat sich nur ab und zu den Kopf geschüttelt, die Schwellung hat aber sogar das Oberlid ins Auge reingedrückt Und es war Samstag und ich hatte wirklich Bammel, dass das übers Wochenende "außer Kontrolle" gerät, weil es so schnell anschwoll. Mein Mann mahnte aber zu Gelassenheit und auf die AB-Wirkung warten. Vermutlich wird es aber wieder so kommen und da will ich vorher überlegen... Sagt man dann: hop oder top, OP und gucken, was drunter ist? Oder geht man lieber den letzten Gang an? Kann man Antibiotika vielleicht auch für einen Zeitraum von einigen Wochen oder sagen wir über den Frühling als "Dauertherapie" geben? Vielleicht gibt es auch einfach keine perfekte Lösung.

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018) und Gandalf (2002 - 2016)

  32. #32
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    Ach schön Ich freue mich sehr, dass es immer noch gut ankommt! Mio hat die Dinger auch sehr geliebt, Fussel hat dagegen lieber ausgestreckt geschlafen und nur drin gesessen, wenn er mich beobachten wollte (das waren seine Safe-Plätze, in denen er wusste, dass er nicht unter Füße kommt). Der Hund meiner Eltern hat unser Lieblingskörbchen geerbt und hat darin noch versucht zu schlafen, als längst alles überstand Jetzt bewahren sie darin sein Spielzeug auf.

    Kommt vermutlich darauf an, wieviel Pufferzeit die Praxis für Behandlungen nach Untersuchungen einplant. Lokale Betäubung plus Spülen geht relativ schnell, aber natürlich nicht mal eben fix in ein paar Minuten. Sie werden das, was sie abziehen (falls sie überhaupt Punktieren), ja auch noch ausstreichen und mikroskopieren müssen.

    Das Dilemma kenne ich gut
    Man will nix unversucht lassen, immerhin geht es um ein Leben. Aber man will auch nicht, dass er die letzte Zeit, die er vielleicht noch hat, mit Wundheilung zu kämpfen hat. Fussels Lipom-Wunde zwischen den Schulterblättern war riesig und ich habe vor und nach der OP schwer mit mir gehadert, ob ich überhaupt die richtige Entscheidung getroffen hatte - letzten Endes war sie richtig, weil er danach noch viele gute Jahre hatte. Aber er war zu dem Zeitpunkt "erst" zehn. Die Orke hat da ganz andere "Start"bedingungen, alleine das OP-Risiko...
    Dass es sich so schnell verbessert und verschlechtert, deutet auf jeden Fall auf Flüssigkeitseinlagerung hin. Ich hätte Null Skrupel, palliativ als Dauergabe AB und/oder Cortison zu geben, wenn es ihm hilft. Gutes Schmerzmittel verschlossen (falls er nicht eh welches bekommt) auf Halde legen für den Notfall, falls es am Wochenende zu einem unerwartet schlimmen Druck auf das Auge kommt und man etwas Zeit überbrücken muss, bis man zur Notfallsprechstunde kommt. Ich glaube, so würde ich es machen, falls die Ärzte das für sinnvoll erachten.
    Perfekte Lösung... mein Plüschmonster hat ein Jahr lang immer wieder Cortison bekommen (neben Schilddrüsenmedis und Herzmedis) und in den letzten Wochen zusätzlich Asthmamittel. Perfekt war das sicher nicht, aber die allermeiste Zeit ging es ihm damit gut und wir konnten so noch ein Jahr "rausholen". Ich glaube, perfekt gibt es nicht.

  33. #33
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    es hängt sich davon ab, ob derjenige, der die biopsie durchführt, sie auch beurteilt bzw. wenigstens grob einen ersten blick drauf wirft.
    eine biospie ist keine abzeßeröffnung, es ist halt lediglich pieksen mit einer etwas dickeren nadel.
    dazu bedarf es auch keiner narkose, wenns nicht grade eine kratzende und beißende wildkatze ist.

    ich persönlich sehe den dauerhaften palliativen einsatz von ab eher differenziert, das ist nicht mit kortison vergleichbar.
    auch tausende menschen leben nur oder mit etwas lebensqualität, weil sie mehr oder weniger dauerhaft kortison bekommen.
    kortison ist schon ein medikament, dass letztlich sowohl für dauermedikation geeignet als auch gedacht ist.
    wenn auch nicht nebenwirkungsfrei - aber die vorteile überwiegen eben die nachteile.

    auf dauer werden die negativen begleiterscheinungen die vorteile überwiegen bei einem ab - das fängt bei der vernichtung der darmbakterien an.
    ich kann das zeug im prinzip fressen wie brot, habe offenbar einen pferdemagen (ich hatte auch noch nie magen-darm in meinem knapp 48 jahren und jeder noro-virus macht um mich offenbar einen bogen ), aber speziell die orale verabreichung bringt auch mein robustes mägelchen an grenzen - durfte ich grade nach 3 wochen ampicillin (ja, ich wurde mal wieder im "einsatz" gebissen und es hat sich wie immer trotz aller sofortigen desinfektionsversuche entzündet und auch die wenige stunden später erfolgte chirurgische versorgung hat erst mal nicht geholfen und ich war wie immer am rande einer sepsis weil der idiot von chrurg nicht auf meinen einwand hören wollte, dass amoxillin bei mir nicht wirkt - das habe ich also zusätzlich 3 tage umsonst konsumiert) mal wieder erleben. die letzten zwei tage fing es auch bei mir an zu grummeln.
    heißt: eine längerfristige orale verabreichung von ab halte ich kaum für möglich - da müsste ein anderes managment her.
    was natürlich nicht heißt, dass eine versorgung jetzt übers woe ein unding wäre - natürlich nicht.
    und auch nicht eventuell noch länger, wenn das punktat nicht stande pede beurteilet werden kann, sondern erst eingeschickt werden muß
    das meine ich ganz sicher nicht mit meinen ausführungen.

    aber irgendwie muss eine diagnose her.

    sollte es sich um einen abzeß handeln, kann man nicht wirklich von wundheilung sprechen. es wird kein gewebe entfernt, es werden keine tieferen hautschichten eröffnet. das ist nur ein kleiner schnitt (der möglicherweise auch wiederholt werden muß) und viel spülung. das ist für ein paar minuten unangenehm, kann auch örtlich betäubt werden.
    danach ist das vergessen, das ziept vielleicht, da gibts noch zwei tage metacam und gut ist.

    na ja und meine meinung zum thema lebensqualität gegen -quantität bei kranken tieren dürfte ja hinlänglich bekannt sein.
    er muss fressen - völlig egal was, nur taurinmangel sollte es nicht geben.
    alles andere wird sich in jeder leberwurst, jedem fleisch und jedem trofu finden.
    auch ein wiederaufflammen der diabetes sollte natürlich vermieden werden - also ist diabetes-trofu und fleisch doch absolut optimal.
    das ist natürlich keine nierendiät - aber die braucht er jetzt auch nicht.

    ps: sollte es sich um einen abzeß handeln und nach diagnose/eröffnung eine weiter versorgung mit ab nötig sein, würde ich die dann spritzen lassen aller zwei tage mit depot.
    damit das nicht weiter über den magen geht.
    oder selber spritzen, wiewohl ab-spritzen etwas schwieriger ist, weil das zeug relativ zäh ist.

  34. #34
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    Wundheilung bezog ich auf OP, also Tumorentfernung, Vollnarkose. Da sollte man in Anbetracht der Umstände sehr überlegen, ob man das noch in Betracht zieht.
    Abszessöffnung ist, auch wenn es schlimm aussieht, keine große Sache. FALLS Abszess, was man direkt am Punktat schon sehen wird, dann gerne AB in die Wundhöhle, an den Ort des Geschehens.

  35. #35
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    Vielen Dank euch beiden!! Irgendwie ist es gut, dass schon vor dem Gespräch mit dem Tierarzt zu überlegen, sonst steht man da wie der Ochs vorm Berg! Bin eh froh, dass der Tierarzt fußläufig in unter 10 Minuten erreichbar ist, das ist schon mal gut.

    @Cappu: Bezüglich Zeiten sind die dort recht großzügig, letztens war ich dort, bis das Blut ausgewertet wurde und dann wurde er noch geröngt, dann sind wir nochmal rein usw. das war nicht so durchgetaktet. (Allerdings allein schon die Grunduntersuchung, also einmal abhören und in die Ohren gucken, kennt ihr ja, kostet 66 CH, knapp 60 Euro ) Denke, das wird der Tierarzt schon gut managen im Fall des Falles.

    Danke für eure Einschätzung zum AB. Ja Kortison soll ja auch entzündungshemmend sein, aber das möchte ich wegen Diabetes nicht. Mal schauen, was der TA sagt, mein "Wunschplan" wäre dann Feinbiopsie (eventuell plus Röntgen) und weiter AB übers übernächste Wochenende zum Durchschnaufen , aber nicht viel länger (Es sei denn, die Biopsie ergibt was anderes). Und dann, wenn es auf einen Abzess schließen lässt, aufschneiden.

    Metacam habe ich noch hier, als Notfall-Schmerzmedi. Ja, die Nieren waren (überraschenderweise, er trinkt ja ziemlich viel) in Ordnung.

    Irgendwie gut, einen Plan zu haben , auch wenn es oft anders kommt...

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018) und Gandalf (2002 - 2016)

  36. #36
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    @Cappu

    Ja, da bin ich völlig bei Dir: Eine Tumorentfernung würde ein riesiges Loch an einer ungünstigen Stelle hinterlassen...

    @Kerstin
    Gut. Der Plan steht. Klingt vernünftig.
    Ich hoffe, Du mußt auf das Ergebnis nicht zu lang warten.
    Meine TÄ wirft immmer schon mal einen schnellen Blick drauf - unter Vorbehalt.
    Aber wenn sie auch vorher schon den guten Verdacht eies Abzesses hatte und nur Entzündungszellen sieht, macht sie es auch gleich

  37. #37
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    Wie geht's Orko denn???

  38. #38
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    Huhu Anja!
    Danke der Nachfrage. Also Orkenschweinchen geht es gut, zumal er noch nicht ahnt, dass es in 1,5 Stunden zum Tierarzt geht
    Die Beule ist fast weg, er frisst wieder ganz normal (nur etwas mäkeliger als vorher, wenn es "nur" Dosenfutter gibt ). Werde heute mit dem Tierarzt sprechen, wie wir weitermachen.

    Ganz schlimm fände ich, wenn die Beule einfach wiederkommt, während er ansonsten so "fit" (also für sein Alter) ist, und wir ihn dann einschläfern lassen müssten, denn man kann ihn ja nicht einfach mit einer riesigen Schwellung, die schnell wächst, rumlaufen lassen Aber mein "Wunsch" wäre für heute: Fein-Biopsie und erstmal wieder Antibiotika für die nächsten Tage. Beim ersten TA-Besuch stand ja der Schnupfen im Vordergrund und der TA meinte "hm, hat er da nicht eine Beule" (die dann rasch wuchs!), beim zweiten Besuch das Nicht-Fressen (ohne Beule) und eigentlich geht es erst heute "nur" um die Beule, also hoffe ich mal auf großes Engagement vom TA. hach, wünschte wir wären schon wieder zuhause...

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018) und Gandalf (2002 - 2016)

  39. #39
    Registriert seit
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    Wir sind schon wieder zurück vom Tierarzt. Also der Tierarzt, den ich für wirklich kompetent halte und der sich immer viel Zeit nimmt, schließt einen Abzess aus. Er meinte bezüglich Abzess: Das sei das erste woran man denke, aber das Gewebe fühle sich hart und für einen total Abzess untypisch an. Vom Röntgen riet er mir auch ab, weil die Strukturen zu nah am Knochen seien. Auch eine Feinbiopsie schließt er aus, da der Knubbel nun zu hart sei (anscheinend ist er nur ohne Antibiotika weich, also wenn er anschwillt). Bezüglich Operation sagte er, man wisse nicht, was man operieren solle, er rate davon ab. Ich habe nun Antibiotika für die Woche hier bekommen und dann möchte er schauen, ob es wiederkommt - wäre dann vermutlich in der Woche statt am Wochenende. Dann nochmal hin und ggf. erneut Antibiotika, um Orko noch möglichst lange eine schöne Zeit zu machen. Er sagte auch, die Nasenatmung sei leicht behindert aktuell und ein CT wäre die einzige saubere Diagnosemöglichkeit, aber es sei die Frage, ob Orko dann davon was hätte.

    Also das klingt alles nicht ermutigend. Einen Tumor schließt er im Gegensatz zu einem Abzess nicht aus. Ich mache Orko nun eine schöne Zeit, aber ich fürchte, die Schwellung wird wiederkommen Es ist insbesondere unbefriedigend, weil man 1. nicht weiß, was genau es ist und 2. es eventuell zu der Situation kommen wird, dass ich ein Tier, was nicht "apathisch" ist, einschläfern lassen muss. Davor graut es mir, aber spätestens wenn das ins Auge drückt, denke ich, ist der Zeitpunkt da Aber vielleicht kriegen wir noch ein paar schöne Frühlingswochen hin

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018) und Gandalf (2002 - 2016)

  40. #40
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    Kerstin, das ist blöde! Ich hätte Dir zumindest Klarheit gewünscht.
    Du solltest jetzt nicht über den Fall der Fälle nachdenken. Wenn die Zeit gekommen ist, wird Orko es Dir zeigen und der TA wird Dir dann auch den Rat geben.
    Bis dahin kann Orki noch eine schöne Zeit haben.

    Orki, Kerstin;
    Liebe Grüße von Sabine mit



    und den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen


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