Heute wäre der 9. Geburtstag, von unserem über alles geliebten“ Lieschen“, eine hellbraune Dackelmix Hündin. Aber leider ist sie am 13.05.2018 an den Folgen eines bösartigen Milztumors, ausgelöst vermutlich durch Leishmaniose, gestorben. Bis heute hatte ich keine Kraft die Trauer darüber nieder zu schreiben.
Lieschen war die kleine liebenswerte Hündin nach SusiausMarzahn. (Beitrag 01.08.2012)
Am 15.Februar 2012 holten wir „Radieschen“ aus dem Tierheim Berlin, die dort aus amtlicher Verwahrung gestrandet war. Es war für uns, Liebe auf den ersten Blick. Nach 18 Monaten Trauer um unsere ebenso geliebte SUSI, hatten wir nochmal Lust auf ein Abenteuer mit einer Hündin, von der niemand wusste, welches Schicksal sie in ihren geschätzten 2 Lebensjahren hatte, keine Papiere, kein Chip, kein Namen, deshalb nannte man sie im Tierheim „Radieschen“. In der Hundeschule und beim Gassi gehen stellte sich heraus, das sie sehr ängstlich bei Knallgeräuschen und im Dunkeln reagierte. Deshalb war die Zeit um den Jahreswechsel für sie eine Stressige Zeit außerhalb der Wohnung. Kleine Kinder und Schnelle Radfahrer waren nicht ihre Freunde. Autofahren, Gartenaufenthalte, Ostseeurlaube, Restaurantbesuche, das alles war für sie und uns immer ein schönes Erlebnis.
Aber sie erkrankte auch ohne merkbare Anzeichen für uns, trotz regelmäßiger Arztkontrollen, aber dann ernsthaft. So erbrach sie im April 2015, nachts im Bett mal plötzlich richtig Blut. In der Tierklinik Biesdorf ist ihre erkrankte Bauchspeicheldrüse erfolgreich therapiert und geheilt wurden, obwohl die Diagnose sehr traurig war. Einen Venenzugang legen ist ja schon eine anstrengende Sache für`s“ Lieschen“ gewesen, aber mehrere Stundenlange Infusionen ohne jegliche Bewegung zu erhalten, das hat sie alles bewusst durchgehalten, weil sie merkte, es wird mir geholfen. Kurze Zeit danach war sie wieder agil, und in ihrer täglichen Hundegruppe animierte sie alle anderen Kumpels. Es war für uns wieder eine glückliche Zeit.
Bis zum 18.02.2018. Nachmittags, nach dem Spaziergang blähte der Bauch leicht auf. Beim behandelnden Haustierarzt wurde augenscheinlich nichts festgestellt. Wir baten um einen Ultraschall, aber die Tierärztin lehnte diese Untersuchung ab. Mit einem Ultraschall wäre eine Geschwulst an der Milz sichtbar gewesen und eine Operation hätte sofort erfolgen können. Nach der letzten Gassirunde am nächsten Tag abends wollte sie kein Leckerli, sprang ins Bett und der Bauch blähte auf zu einem großen Ball und unser „Lieschen“ brach zusammen. Sofort fuhren wir nach Biesdorf in die Klinik, kurze Zeit später waren wir da, dort hatte jeder Verständnis für die Notsituation. Die Ärzte stellten fest, dass ein Tumor an der Milz geplatzt war, und der Bauch voller Blut sei. Wir entschieden uns sofort für eine OP, obwohl die Diagnose sehr schmerzhaft für uns war. Kurz vor Mitternacht erhielten wir die erlösende Nachricht, dass „Lieschen“ die OP überstanden hat, und die Milz entfernt wurde. Ein Hund kann ohne Milz leben, war für uns die erfreulichste Nachricht. Frauchen hat spontan ihren Pulli ausgezogen, um Lieschen in ihrer Box ein beruhigendes Gefühl zu geben, dass wir auch da sind. Nach 2 Tagen, und das waren die einzigen Tage für`s „Lieschen“ und uns, die wir nicht gemeinsam verbracht haben, konnten wir sie wieder nach Hause holen .Die Prognose der Ärztin war aber, die Lebenszeit für`s „Lieschen“ wird nur noch 3 Monate sein. Der Krebs war bösartig. Metastasen streuten im Körper. Mit einer Chemo in Berlin Düppel wollten wir ihre Lebenszeit verlängern. Geduldig ließ sie die 3 Stunden Infusionen über sich ergehen. Unsere Hoffnung war, ihre Lebenszeit dadurch zu verlängern. Leute, die Lieschen kannten, haben bis Ende April kaum etwas krankhaftes an ihr festgestellt. Dann kam ein epileptischer Anfall, und sie wurde zusehends schwach, verweigerte 2 Tage vor ihrem Ableben, die täglichen Schmerztabletten .Am 13.Mai ( Muttertag ) haben wir unsere geliebte, vergötterte Lebensbegleiterin „Lieschen“ von ihrem Leid erlösen müssen.
Sie wurde nur 99 Monate alt und lebte bei uns glücklich für 74 Monate. Danke liebes „Lieschen“, für die sehr schöne Zeit. Wir sind in unendlich tiefer Trauer.