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Thema: Schuldgefühle

  1. #1
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    1

    Schuldgefühle

    Liebes Forum,
    ich muss es mir einfach einmal von der Seele schreiben. Im Juli habe ich mein liebstes Hundekind gehen lassen müssen. Sie war fast 16, mein Sonnenschein und ich fühle heute, es war richtig. Nun gehe ich das ganze Jahr durch ohne sie... die ersten Weihnachten, das neue Jahr und heute der erste Schnee und es zerreißt mich fast jeden Tag ohne sie zu sein. Ich versuche mein Herz zu öffnen, das zu leben was sie mir gezeigt hat... sie war so tapfer und die letzten zwei Monate habe ich sie jeden Tag mit dem Bollerwagen durch den Park gefahren. Soviel Liebe hat sie mir geschenkt und ich war es ihr schuldig, sie nicht einen Tag länger leiden zu lassen. Was mich aber immer wieder so belastet sind diese Schuldgefühle, dass ich manchmal auch ungeduldig mit ihr war. Ich war ganz alleine mit der Situation, hilflos, ja und manchmal kam es, dass ich sie etwas grober angefasst habe, weil sie manchmal auch ein kleiner Dickkopf war. Ich kann mir das nicht verzeihen! Und ich kann es nun nicht wieder gut machen. Es quält mich sehr... kennt jemand das?

    Alles Liebe Simone

  2. #2
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    6.063
    Guten Morgen,
    wir sind nur Menschen und bestimmt nicht perfekt. Du hast Deinen Sonnenschein geliebt und das hat sie gemerkt. Und nur das zählt.
    Wir Menschen sind nicht perfekt und müssen es auch nicht sein.
    Sie war Dein Sonnenschein und die Sonne hast Du Ihr auch gegeben. Lebewesen sind nun mal das, was die Anlagen und die Umwelt aus ihnen macht. Denke an die schönen Stunden mit ihr.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  3. #3
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    Hallo und herzlich willkommen. Im nachhinein über solche Sachen nachzudenken, sich daran zu reiben macht einen fertig - kann ich mir gut vorstellen. Aber wie Sabine geschrieben hat sind wir alle nur Menschen mit Fehllern und Schwächen. Du hast sie geliebt und sie wusste das, erinnere dich an die schönen Zeiten mit ihr und daran wieviel glückliche Zeit ihr miteinander hattet.

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  4. #4
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    Guten Abend Simone, es tut mir sehr leid, dass Dein Liebling leider gehen musste. Ich kann Deine Gedanken und Schuldgefühle nachvollziehen. Diese Gedanken kommen von alleine und man kann sie nicht steuern. Man hat das Tier geliebt und denkt, man hätte vielleicht das eine oder andere Mal anders handeln sollen. Ich habe meinen 6 jährigen Kater urplötzlich im Dezember 2017 zu Hause tot aufgefunden. Ich wusste nicht, dass er krank war. Ich hatte ihn nie durchchecken lassen, weil er ja noch so jung war. Er war nur bei den normalen Kontrollen und impfen. Er bekam Diätfutter, weil er sich zu einem sehr verfressenen Kater entwickelt hat. Und da mir auch heute noch die Tränen kommen, wenn ich an ihn zurückdenke und ich manches Mal auch körperliche Symptome habe (plötzliche Schlappheit in Beinen), denke ich, dass mich unterbewusst doch noch Schuldgefühle plagen. Wenn ich diese Symptome habe und an ihn denke und die Trauer auslebe, geht es mir hinterher wesentlich besser. Ich denke, dass mich unterbewusst Schuldgefühle plagen und mir tut es unendlich leid, dass mein Oscarlein nur 6 Jahre alt wurde. Hätte ich mehr sein Fressverhalten kontrolliert, wäre es nicht zu dieser Erkrankung (er hatte Herzmuskelntzündung und sämtliche Werte waren schlecht aufgrund seiner Zunahme). Da ich noch 2 11- jährige Brüder habe, war es natürlich mit einem Kater, der extrem verfressen ist und sich auch an die Näpfe seiner Kumpels drängelte immer schwierig seine Diät zu überwachen. DA er kurz vor Weihnachten gestorben war, war das letzte Weihnachten für mich auch mit vielen Erinnerungen geprägt. Ich weiß, ich darf mir keine Schuldzuweisungen geben, ich habe ihn sehr gemocht und sein bestes im Sinn gehabt, aber er kam ursprünglich aus sicherlich schlechten Verhältnissen, denn er war immer recht schreckhaft und das ist natürlich besser geworden, aber es gab auch Zeiten, wo es auch anstrengend mit ihm war. Hat selten mal einfach wohin gepullert, was mich ärgerte. Hatte Katzenklos an verschiedenen Ecken aufgebaut, aber selten kam es mal vor, dass er woanders hinpullerte. Das ärgerte mich dann immer, obwohl er ja nichts dafür konnte, das lag an seinem schreckhaften Wesen. Obwohl er sich insgesamt doch zugänglich entwickelt hat und auch Kuscheln kam. Nur seine Fresssucht ist ihm zum Verhängnis geworden und ich gebe mir die Schuld, dass ich nicht eher die Grenze gezogen und sein Fressverhalten überwacht habe. Von daher kann ich Dich bestens verstehen.
    Ich bin ein sensibler Mensch und da macht man sich dann Vorwürfe. In der Wohnung lebte ich erst seit dem Sommer 2017 und war etwas nachlässig einen Termin zu finden und wie es grundsätzlich gestaltet werden soll, den Balkon katzensicher zu gestalten. Dann wurde es kühler und ich verschob die Aktion auf das Frühjahr 2018. Somit hat mein Oscarlein den großen Balkon auch nie katzensicher erleben können. Die beiden anderen genießen es nun seit April 2018 auf dem BAlkon rumrennen zu können und sich im Sommer zu sonnen, aber zu Oscars Lebzeiten war der Balkon noch nicht katzensicher und sie konnten nie zusammen raus. Blöde Gedanken, ich weiß. Als der Balkon katzensicher war, sind mir hinterher die Tränen gekommen, weil ich dachte ....sch...Oscar erlebt das nicht mehr. Dein Hundekind ist 16 Jahre alt geworden, das ist ein super Alter, was nicht jeder schafft. Sei stolz darauf, Du hast Dein Tier geliebt und das beste gewollt.... Alles Gute, Cathleen

  5. #5
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    Hallo Simone, wie geht es Dir mittlerweile? Sei nicht so hart mit Dir selbst. Beste Grüße

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