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Thema: Erfahrungen mit Barfen

  1. #1
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    Erfahrungen mit Barfen

    Hallo zusammen,

    ich barfe meine zwei Hunde jetzt seit mehreren Jahren und hab in der Zeit ein paar Erfahrungen gemacht, die ich noch in keinem Barf-Buch gelesen habe. Deshalb möchte ich sie hier mit euch teilen - und freue mich natürlich auch über Erfahrungsberichte Anderer:

    1. Zu hoher Anteil an Schlundfleisch kann zu erhöhten Schilddrüsenwerten führen
    Meine Mädels bekamen öfter mal Hühnerhälse, Rinderschlünde oder Fleischmix mit Schlund drin. Ergebnis: Ein sehr, sehr hoher T4-Wert, verursacht durch das Schilddrüsengewebe, das an solchen Hälsen oft noch dran ist. Seit ich nur noch gelegentlich mal einen Putenhals füttere, ist der Wert wieder normal.

    2. Lieber keine Bierhefe bei Herzschwäche
    Unsere Große hat eine leichte Herzschwäche und wir haben regelmäßig Bierhefe zum Futter gegeben, vor allem im Fellwechsel. Nachdem wir erfahren haben, dass Bierhefe auf's Herz schlagen kann, sind wir auf Lachsöl umgestiegen, um den Fellwechsel zu unterstützen.

    3. Knochen bei alten Hunden
    Ganz aktuell haben wir die (sehr teure) Erfahrung gemacht, dass man älteren Hunden keine ganze Mahlzeit aus Knochen mehr geben sollte. Selbst wenn der Hund die Knochen gründlich zerkaut - die Darmtätigkeit lässt im Alter nach und der Darm kann größere Knochenmengen nicht mehr richtig abtransportieren. Wir steigen deshalb auf gewolftes Fleisch mit Knochen drin bzw. zermahlene Eierschalen für das Kalzium um. Und im Gemüseanteil gibt's Dill und Petersilie, das regt Magen und Darm an.

    Mehr fällt mir im Moment nicht ein...
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

  2. #2
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    Hi,

    1) Ja, in "Schlund" sind auch Kehlkopfteile oder Kehlköpfe mit Schilddrüsengewebe verarbeitet. Generell sollte man auf das regelmäßige Verfüttern von besonders hormonhaltigen Tierteilen verzichten.

    2) Kann ich leider nichts zu beitragen, ich habe noch nicht gehört, dass Bierhefe schlecht bei Herzschwäche sein soll. Was genau soll das Problem sein?
    Man gibt Bierhefe für die B-Vitamine und Lachsöl für die ungesättigten Fettsäuren. Wirkt zwar beides auch gut fürs Fell, aber an verschiedenen Stellschrauben, die nicht gegeneinander austauschbar sind. Zwingend nötig sind beide mMn beim Barfen nicht.

    3) Knochen (auch in Pulverform) sorgt generell dazu, dass der Kot härter wird ("Knochenkot"), weshalb man ihn frisch maximal 1:10 mit Fleisch vermischen sollte. Knochenmehl natürlich in noch geringeren Mengen. Beim Hundebarfen werden gerne mal größere Stücke Knochen an einem Tag gegeben und dann an anderen Tagen weniger, was bei empfindlichen Tieren zu zu hartem Kot führen kann. Besser täglich in kleinen Mengen geben oder bei sehr empfindlichen Tieren nur noch das Ca/P-Verhältnis durch ein Calziumsupplement ohne Knochen ausgleichen. Mehr Fett macht den Kot zusätzlich etwas weicher.

    4) Aufpassen bei Gewebe mit größeren Ringen (Adern und Venen, Herzklappen, Darm...) und kleinen Zungen: ich hatte mal den Fall, dass sich ein "Ring" beim Fressen um die Zunge schlang und das anhaftende Fleischstück nur halb geschluckt werden konnte. Gefährlich, wenn man das nicht mitbekommt und das Tier retten kann. Daher: Ringe immer längs aufschneiden. Schlund ist auch gefährlich, wenn die Ringe sich in der Speiseröhre aufspannen und verklemmen können.

    Mehr fällt mir im Moment auch nicht ein, ich bin aber sehr gespannt, was noch zusammenkommen wird!

  3. #3
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    Zitat Zitat von Cappu Beitrag anzeigen
    Hi,
    2) Kann ich leider nichts zu beitragen, ich habe noch nicht gehört, dass Bierhefe schlecht bei Herzschwäche sein soll. Was genau soll das Problem sein?
    Weiß ich nicht, unsere TÄ hat uns das gesagt, als sie die Herzschwäche festgestellt hat...

    Zitat Zitat von Cappu Beitrag anzeigen
    4) Aufpassen bei Gewebe mit größeren Ringen (Adern und Venen, Herzklappen, Darm...) und kleinen Zungen: ich hatte mal den Fall, dass sich ein "Ring" beim Fressen um die Zunge schlang und das anhaftende Fleischstück nur halb geschluckt werden konnte. Gefährlich, wenn man das nicht mitbekommt und das Tier retten kann. Daher: Ringe immer längs aufschneiden. Schlund ist auch gefährlich, wenn die Ringe sich in der Speiseröhre aufspannen und verklemmen können.
    Stimmt, die Schlünde haben wir auch immer längs aufgeschnitten...

    Nicht direkt Barf, aber nah dran:
    Ein ähnliches Problem hatten wir mit getrockneten Rinderkopfhäuten: Das weichgekaute Ende blieb bei meiner Kleinen an den Zähnen hängen, das noch harte Ende rutschte ihr in den Hals... Hätte sie auch dran ersticken können Seitdem gibt es Kauartikel nur noch unter Aufsicht und Kopfhäute gar nicht mehr...
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

  4. #4
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    @Uta
    zu viel Bierhefe kann das Calcium/Phosphor-Verhältnis stören. Sprich, es kann ein Übermaß an Phosphor vorliegen und das führt zu Herzproblemen. Deshalb denke ich das der TA gesagt hat bei bereits bestehenden Herzproblemen besser keine Bierhefe füttern
    Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)

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