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Thema: "Listenhunde" und deren Halter

  1. #1
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    Angry "Listenhunde" und deren Halter

    Hallo zusammen,
    ich muss mir mal Luft machen.
    Zuerst mal: ich liebe Hunde. Aber ich weiss, gerade einige Rassen sollten nicht in die Hände von "irgendjemanden" gehören. Gerade erst kürzlich wurde ja dieser Chico eingeschläfert, der seine Herrchen totgebissen hat.

    Und ich muss leider sagen, dass ich vor gewissen Hunden auch selbst ziemlichen Respekt habe... obwohl es in der Tat nicht an den Hunden liegt, sondern an deren Haltern. Denn diese "Listenhunde" werden leider offensichtlich wirklich sehr häufig (nicht IMMER!) von Menschen gehalten, die diese nicht erziehen können... oder WOLLEN.

    Gestern gingen wir mit unserem Hund durch den Wald. Auf einer Lichtung war eine "Versammlung" von extrem lauten Menschen, fast alle mit Bierflasche etc. Dabei waren 5-6 Bullterrier, zwei davon mit Maulkorb. Diese beiden fingen auch direkt ein Bellkonzert an, welches von den Besitzern nicht mal ansatzweise korrigiert wurde. (nur nebenbei: unser Hund hat NICHT darauf reagiert. Das macht er zum Glück nur bei Hunden, die grösser sind als er).

    Wir versuchten, sie möglichst weit zu umrunden, kamen aber einem der Hunde dabei dennoch recht nahe. Glaubt ihr, die Besitzerin hätte den Hund (Flexileine) mal näher zu sich geholt? Kein Stück!

    Sowas macht mich wütend. Ohne Vorurteile zu haben: ich zweifle stark an, dass diese Menschen in der Lage sind (oder die Berechtigung) hatten, diese Tiere zu führen. Sie nahmen ja schon in dieser Situation keinerlei Rücksicht auf uns.

    Wir hatten schon einmal ein böses Erlebnis mit zwei Schäferhunden, welche auch schon andere Leute aus unseren Viertel bös angegangen sind. Das Ordnungsamt wurde schon von mehreren Seiten informiert. Gehandelt wurde NICHT. Denn: es ist ja noch nicht wirklich was passiert!

    Kann das echt so sein? Und hinterher ist das Geschrei wieder gross und die Tiere müssen drunter leiden und werden eingeschläfert.

    Bin echt wütend.

  2. #2
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    Hm.

    du schreibst ""Listenhunde" und deren Halter" in den Titel. Warum ist es wichtig, welchen Rassen bzw. Rassenmixen die unerzogenen bzw. falsch erzogenen Hunde angehören?

    Es gibt unerzogene Hunde quer über alle Rassen, und die meisten "Listenhunde" sind schon der Auflagen wegen sehr viel besser erzogen als die vielen Kleinhunde, bei denen es fast schon eine Ausnahme darstellt, wenn diese sich nicht selbst für das Herrchen/Frauchen an der Leine halten. Und mit Abstand auf Platz eins der Liste für Beißvorfälle ist sowieso der Deutsche Schäferhund. Für dessen Führung niemand irgendwelche Auflagen erfüllen muss.

    Solange nichts passiert ist, ist es für das Ordnungsamt schwierig, aktiv zu werden. Rumpöbeln an der Leine (ob aus Angst oder Wut ist dabei egal) ergibt für sich allein noch keine rechtliche Grundlage, auf der gehandelt werden dürfte. Und solange die Besitzer ihre Hunde daran hindern können, einen Menschen oder einen anderen Hund zu beschädigen, haben sie sie ausreichend unter Kontrolle. Wäre es anders, würde jeder mit einem unerzogenen Hund, gleich ob selbst nicht erzogen oder als Secondhandhund aus dem Tierheim mit Bindungsschwierigkeiten, Probleme bekommen. Und das will ja nun auch niemand.

    Dass du dich ärgerst ist trotzdem verständlich.

  3. #3
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    73
    Hallo :-)
    naja, ich habe "Listenhunde" ja aus gutem Grund in Anführungsstrichen gesetzt, weil ich eben auch nicht finde, dass man sowas auf Rassen begrenzen kann.
    Wie ich geschrieben hatte, haben wir ja auch schon ganz üble Erfahrungen mit SChäferhunden gemacht, und die gehören ja nirgends zu diesen Listenhunden.

    Im übrigen ging es in dem o.g. Fall nicht um "Pöbeleien". Die SChäferhunde sind höchst aggressiv, können von den Haltern kaum gehalten werden und haben hier schon einige Hasen gerissen. Insofern IST schon was passiert, aber es waren eben NUR WIldtiere.

    Ja, ich stimme Dir zu: auch viele KLEINE Hunde sind nervige Beller, weil viele Besitzer das ja sooo putzig finden und nichts dagegen tun. Aber genau wie bei den "Listenhunden" kann man das auch nicht pauschal sagen,dass kleine Hunde alles Kläffer sind.
    Meiner zB ist recht klein, 35cm Schulterhöhe , und er bellt wirklich AUSSCHLISSLICH (!), wenn einige grosse Hunde ihm Angst machen. Und auch da habe wir gerade angefangen, dran zu arbeiten (positive Verstärkung), und das klappt. Ansonsten "sagt" er nie was. Deswegen:

    nein, man kann es sicherlich nicht pauschalisieren, aber ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass gerade mit der Haltung GROSSER Hunde, bei denen beim Angriff böse was passieren kann, die Halter in die Pflicht zu nehmen sind. Wenn mir auf dem Feld ein grosser bellender Schäferhund entgegenrennt, dann finde ich es bedrohlicher, als wenn es ein Dackel ist.

    Edit:
    ich bin übrigens der gleiche, wie oben in dem Bericht, bin jetzt aber am anderen PC eingeloggt und das ist jetzt wohl über den Usernamen meiner Frau gegangen !

  4. #4
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    Natürlich mag Nicht-Hundehaltern hier kein Urteil zustehen.
    Aber es wäre doch sinnvoll, wenn es einen Hundeführerschein für zumindest alle Halter von Hunden zumindest
    ab einer bestimmten Größe geben sollte.
    Das Problem, dass hier aber angesprochen ist, ist aber nicht nur auf Hunde beschränkt, sondern ist auch ein Zeichen der zunehmenden fehlenden Rücksichtnahme auf die Mitmenschen und dass unsere Gesetze einfach bei dieser Klientel nicht greifen, oder das einfach die Lücken des Gesetzes immer mehr ausgenutzt werden.
    Mit Ende 50 habe ich halt im Erwachsenenalter noch eine anderen anderen Umgang der Menschen miteinander erlebt.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    und den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen


  5. #5
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    Als Grosshundehalter (und das in mehr als 30 Jahren) bin ich definitiv der Meinung das der Hundeführerschein, wenn der überhaupt einen Sinn macht , fr jeden Hundehalter gelten muss, oft wird vergessen das auch "Kleinhunde" vollwertige Hunde sind . Aus bitterer Erfahrung , ich bin 3 mal gebissen worden, weiss ich das diese auch durchaus schmerzende Wunden verursachen .....

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  6. #6
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    Schwierig.

    Die Hundehalter, die wirklich unangenehm auffallen, wollen das oft sogar und finden es gut, wenn der Hund ein tanzender Dämon an der Leine ist und Passanten erschreckt. Das Sahnehäubchen würde man deshalb mit einem Hundeführerschein nicht erreichen.
    Ich kenne auch solche Leute... Schäferhund und drei Dobermänner, alle mit Beißvorfällen an anderen Hunden, aber trotzdem ohne Maulkörbe unterwegs. Da kann man schon ein bisschen sauer werden...
    Aber es gibt hier auch eine Menge verhaltensauffällige Jack Russell Terrier - nur sind die leichter an der Leine zurückzureißen.
    Sinn ergeben würde der Schein bei denen, die keine Ahnung von Hundehaltung haben und die die Arbeit MIT dem Hund unterschätzt haben und überfordert sind. Hier bei uns wären das die JRT-Besitzer.

    Allerdings... was ich hier für Stories aus umliegenden Hundeschulen höre... Es ist gruselig, was dort für falsche Erziehungsmethoden propagiert und an den unwissenden, aber motivierten Neuling vermittelt werden. Viele Hundeschullehrer haben nur rudimentäre Kenntnisse von der Funktionsweise eines Hundewesens. Bei denen würde ich persönlich keinen Hundeführerschein machen wollen.

    Der Sachkundenachweis müsste alle paar Jahre erneuert werden, immer nach neuesten Erkenntnissen und auch generell zur Auffrischung. Sonst wäre er wertlos. Da fällt mir ein: Ich möchte bitte, dass alle Besitzer eines Führerscheins (ja, ich habe auch einen) alle zwei Jahre zur Prüfung antreten müssen Was man im Straßenverkehr alles an Unwissenheit und Unfähigkeit erlebt... Und ein Auto hat sehr viel mehr Zerstörungspotential als ein Hund. Wenn man die Prüfung für alle festlegt und gleichzeitig auch immer neu Augentest und Erste-Hilfe-Schein verlangt, bedeutet das Gesamtpaket eine Menge mehr Sicherheit für alle.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Cappu Beitrag anzeigen
    Der Sachkundenachweis müsste alle paar Jahre erneuert werden, immer nach neuesten Erkenntnissen und auch generell zur Auffrischung. Sonst wäre er wertlos. Da fällt mir ein: Ich möchte bitte, dass alle Besitzer eines Führerscheins (ja, ich habe auch einen) alle zwei Jahre zur Prüfung antreten müssen Was man im Straßenverkehr alles an Unwissenheit und Unfähigkeit erlebt... Und ein Auto hat sehr viel mehr Zerstörungspotential als ein Hund. Wenn man die Prüfung für alle festlegt und gleichzeitig auch immer neu Augentest und Erste-Hilfe-Schein verlangt, bedeutet das Gesamtpaket eine Menge mehr Sicherheit für alle.
    sehr guter einwand. und bitte die besitzer von fahrrädern und dreirädern auch, inklusive zwangsweiser abschluß einer haftpflichtverischerung (nein, ich arbeite nicht für eine versicherung )

    und die helmpflicht für fußgänger (der tag wird kommen!)


    mir ist der hergestellte zusammenhang zwischen jagdlichem verhalten und aggression gegen menschen völlig schleierhaft. tatsächlich töten hunde tiere - ob das nun eine maus oder ein hase ist, macht ja wohl keinen unterschied. tot ist tot. der akt und der dahinter stehende wille sind der gleiche. auch meine katzen sind killer, trotzdem habe ich keine angst um meine kehle.

    nur ich habe das töten an arme schweine abgegeben, die im schlachthof arbeiten im akkord für mindestlohn, deswegen bin ich ein viel besser hund und kann mir anmaßen, über das töten zu urteilen.
    vor meiner tante muss man sich allerdings fürchten, die dreht noch immer den hühnern den hals um (nachdem sie bis zum moment ihres ablebens ein glückliches leben gelebt haben - insoweit hühner dazu in der lage sind - auch ich habe voruteile). wenn wir sie besuchen, dann nur bewaffnet, die ist schließlich gefährlich.

  8. #8
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    Ich möchte mich jetzt nicht zu Hunden äußern.

    Aber ich habe auch so eine Tante - nein sie schlachtet nicht selbst, aber sie fährt noch manchmal Auto, mit fast neunzig Jahren.
    Ich habe mich bis jetzt erfolgreich gedrückt mit ihr zu fahren.
    Als wir das letzte mal - zu Fuß - in ihrem Städtchen unterwegs waren, kamen wir an eine Ampel und sie fragte mich ob Rot oder Grün ist.

    Die Welt ist ein unsicherer Ort.
    LG von Marianne



    Alle meine Lieben
    Jigme und Tashi, Mausi meine Sternenkatze, Panos und Ion

  9. #9
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    Birgit da magst Du Recht haben.
    Schon alleine aus Gleichbehandelungsgründen sollte dann jeder einen Hundeführerschein haben, der Hunde hält. Und eine Auffrischung alle paar Jahre wäre sowohl beim Hundeführereschein, als auch beim Fahrzeugführereschein sinnvoll.


    Marianne, hast Du Deine Bekannte mal drauf angesprochen? Vielleicht ist Ihr das überhaupt nicht bewußt?
    Und sie wäre auch froh, wenn sie jemand drauf aufmerksam macht?
    Liebe Grüße von Sabine mit



    und den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen


  10. #10
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    Zitat Zitat von Pampashase Beitrag anzeigen
    Marianne, hast Du Deine Bekannte mal drauf angesprochen? Vielleicht ist Ihr das überhaupt nicht bewußt?
    Und sie wäre auch froh, wenn sie jemand drauf aufmerksam macht?
    Hab ich. Jedes mal wenn ich Sie sehe, rate ich Ihr den Führerschein abzugeben und die Einkäufe und Wege die Sie macht doch mit einem Taxi zu machen - Sie könnte sich das leisten. Aber ich kann ihn Ihr ja nicht wegnehmen.
    LG von Marianne



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  11. #11
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    Marianne, das ist richtig. Sie müsste ja den Führerschein zuerst mal nicht abgeben. Sie könnte z.B. ein Gespräch mit ihrem Hausarzt führen.
    Liebe Grüße von Sabine mit



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