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Thema: Trennungshund mit Schutzvertrag

  1. #1
    Registriert seit
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    Trennungshund mit Schutzvertrag

    Hallo zusammen,

    ich habe schon sehr lange nicht mehr hier ins Forum geschrieben, habe mich aber daran erinnert dass man hier immer gute Ratschläge bekommt und somit wende ich mich heute an euch.

    Folgende Situation:
    Meine Freundin ist seit 3 Jahren mit Ihrem Freund zusammen. Er hat kurz vor Beginn der Beziehung sich einen Hund über eine Tierhilfe Organisation zugelegt.
    Da er sehr wenig Zeit für den Hund hatte, nicht viel mit ihm Gassi gegangen ist, der Hund überwiegend sich in Geschäftsräumen ihres Freundes aufhielt, die Futternäpfe ein Grund zum schütteln und ekeln waren (verdreckt und verrostet ) und er den Hund (wenn er mal wieder Feiern gehen wollte) bei X verschiedenen Personen immer abgegeben/hin- und hergeschoben hat , hat meine Freundin sich irgendwann des Hundes angenommen und mittlerweile bilden die beiden (also meine Freundin und „ihr“ Hund) eine richtige Einheit und der Hund wohnt mittlerweile bei ihr, es ist also eigentlich ihr Hund (nur auf dem Papier gehört er noch ihm).
    Da ihr Freund sehr emotional und aufbrausend sein kann (wenn beide Streit hatten, hat er im Zorn den Hund gepackt und quasi meiner Freundin entrissen ) ist es mittlerweile sogar so, dass der Hund sich versteckt falls ihr Freund mal mit ihm Gassi gehen will, da er Angst vor ihm hat und auch – vermutlich traumatisiert durch die geschilderten Umstände – Angst hat dass er mitgenommen und von seinem eigentlich „Frauchen“ getrennt wird.

    Mittlerweile ist es nun so, dass meine Freundin sich von ihm trennen will, da einiges vorgefallen ist und es (meiner Meinung nach) auch einfach keine gesunde Beziehung mehr ist.
    Lt. Schutzvertrag ist ihr Freund der Besitzer (aber nicht Eigentümer ) des Hundes und sie hat nun wahnsinnige Angst, dass er ihr den Hund entreißen wird (da er die Trennung nicht will und er weiß, dass der Hund ihr so viel bedeutet liegt es nahe dass er ihn benutzen wird…).
    Lt. Schutzvertrag darf er ihn natürlich auch nicht an Dritte weitergeben . Prinzipiell hat er den Vertrag von Beginn an schon gebrochen, indem er den Hund in die Obhut meiner Freundin gegeben hat (aber eigentlich zum Glück!!) und sie weiß sich nun keinen Rat wie sie mit der Situation umgehen soll, da der Hund und sie eine Einheit sind, er hat die meiste Zeit bei ihr verbracht, sie ist immer für ihn da, sorgt für ihn mit allem was dazu gehört. Sie kann sich auf keinen Fall von diesem Hund trennen, er ist ihre Familie und sie sind einfach nur zuckersüß zusammen.

    Nun meine Frage:
    Wie kann man in solch einer Situation vorgehen? Bei dem Vertrag handelt es sich m.E. nach um einen richtigen Knebelvertrag, die Organisation bleibt der Eigentümer des Hundes bis zum Lebensende und somit können die wohl auch immer ihre Hand drauf halten…Sie hat auch Bedenken, dass wenn man sich direkt an die Tierhilfe Organisation wendet und den Fall schildert das Ganze nach hinten los gehen kann...
    Es tut mir leid, falls ich mich etwas umständlich ausgedrückt habe aber beide liegen mir sehr am Herzen und mich nimmt das auch alles ziemlich mit – ist fast genauso schlimm wie eine Trennung wenn ein Kind zwischendrin ist…

    Ich wäre sehr dankbar für Ratschläge, Tipps, Erfahrungsberichte usw..

    Schon mal vielen herzlichen Dank an euch!
    Liebe Grüße
    Steffi
    mit Pepsi & Kayla




    ~Wer glaubt ein Katzenbesitzer besitzt seine Katze, der glaubt auch dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet~

  2. #2
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    Weisst du ob damals bei der Übernahme des Hundes von der Orga Geld geflossen ist ? Eigentlich ist es so das, sobald man Geld bezahlt, die Orgas den Hund nicht zurückfordern koennen - man geht dann von einem Kaufvertrag aus. Sie behaupten gerne etwas anderes das aber vor Gerichtdurchsetzen zu koennen ist etwas voellig anderes . Nur selbst wenn es so ist wäre es immer noch so das der Partner deiner Freundin auf den Papieren Eigentürmer ist. Leben die beiden zusammen in einer Wohnung ?

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  3. #3
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    nein, üblicherweise bleiben ts-orgas nicht eigentümer der hunde - behalten sich halt nur vor, dass der hund nicht ohne ihre zustimmung an dritte weitergegeben darf.
    so ein kontsrukt ist auch in vielen anderen bereichen, ja im alltag normal. (ich schenke dir mein buch, aber vorm weiterverschenken frag mich bitte)
    aber eigentümer zu bleiben auf dem papier und damit jede verfügungsgewalt letztlich über den hund zu haben, während aller laufender unterhalt auf den besitzer abgewälzt wird - das wäre schon sittenwidrig im rahmen eines ts-vertrages. ich kenne niemanden, der solche verträge macht und gehe jetzt im weiteren davon aus, dass der freund eigentümer des hundes ist.

    trotzdem gibt es eine klausel in den verträgen, die es tsv ermöglicht, den hund wieder in besitz und eigentum zu nehmen, wenn sie der meinung sind, der hund wird nicht gut gehalten.
    ich kann dir aber aus eigener erfahrung sagen, dass solche vertragsinhalte vor gericht quasi nicht durchsetzbar sind, wenn die betroffenen eigentümer dagegen vor gehen, selbst wenn die verfehlungen gegen das kleingedruckte offensichtlich sind
    oder der hund ist dann halt weg.
    das klappt meist nur, wenn man die leute überrumpelt, von dritten hilfe da ist oder die leute den hund im grunde selbst los werden wollen.

    wenn der verein seriös und wirklich ein interesse auch an bereits vermittelten hunden hat, kann ich deiner freundin nur raten, sich mit dem verein in verbindung zu setzen und eine strategie zu entwerfen im interesse des hundes.

    sollte der verein tatsächlich eigentümer geblieben sein, ist der verbleib des hundes vom verein natürlich einfach zu regeln - aber auch hier gilt das gesagte: hunde verschwinden schnell...und polizei und ordnungsbehörden rühren in solchen fällen keinen finger. auch das sage ich aus eigenem erleben.
    außerdem hääte dein freund sicher gute chancen gegen vertrag an sich vorzugehen, weil das sittenwidrig ist. da könnte man nur auf seine ahnungslosigkeit bauen.
    aber nach der schilderung würde er sich wohl kaum fügen...

    das beste für den hund wäre natürlich, wenn zwei erwachsene, die nicht mehr miteinander können, ihre befindlichkeiten unter das wohl eines tieres stellen und die richtige entscheidung treffen - aber nach der schilderung wohl ein vergeblicher wunsch.

    mein mann und ich, die wir uns wohl immer erwachsen verhalten würden, haben übrigens den verbleib unserer hunde (neben anderen dingen natürlich) in unserem ehevertrag geregelt. wird natürlich immer angepasst - in unseren bald 25 gemeinsamen jahren sind ja einige hunde gekommen und gegangen.
    wir fanden, dass vertrauen in unsere geistige gesundheit eine feine sache ist - haben aber beruflich genug gesehen, um nicht auch an uns zweifel zu haben für den fall aller fälle. wer kann schon wissen, wie tief die verletzungen sind, bevor es einem passiert ist?

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