Hallo liebe Zooplus Community!

Ich würde mich gerne mit Leuten austauschen, die vielleicht ähnliches erlebt haben und mir meinen Frust von der Seele schreiben.
Zu meinem Problem. Und zwar habe ich am 29. Januar eine 5 Monate junge Zwergloh Häsin aus schlechter Haltung übernommen. 2 Tage nachdem ich sie bekam, ging ich zur reinen Routine mit ihr zu einem Tierarzt um sie durch checken zu lassen. Es war alles i.O bis auf ihre Zähne die der Arzt kürzte, zum Glück.

Ca 2 Wochen später, änderte die Häsin plötzlich ihr Verhalten, sie brummte wenn ich ihr Futter gab, sie wurde träge und lag fast nur noch lang herum. Desweiteren war eindeutig zu sehen, das ihr Bauch dicker war. Kurz darauf stellte der Tierarzt fest, das sie trächtig ist.Er hat nix weiter getan außer ihren Bauch abzutasten und sagte, er könne nur nicht genau sagen, wie viele Babys sie bekommt und wie lange es ca noch dauert bis zur Geburt und schickte mich wieder mit ihr nach Hause.

Am 02.März fing sie Abends plötzlich total nervös und hektisch an ein Nest zu bauen, rupfte sich Fell an der Brust und lag dort nach 2 Std Bauerei im Nest und fing an schnell zu atmen und zu pressen.Bis zum nächsten Morgen, war kein Baby da, aber etwas Blut im Heu. Also packte ich sie ein, ging mit ihr zum Tierarzt um nach schauen zu lassen. Der gute Herr steckte seinen Ringfinger in das Hinterteil meiner Häsin und sagte, der Geburtskanal wäre frei aber der Muttermund noch nicht offen. Ich solle ein paar Tage abwarten und ggf nach dem Wochende wieder kommen sofern nix passiert (Geburt)

Sonntag (4 März ) brachte sie dann nach fast 12 Stunden durchgehenden pressen das erste tote Baby zur Welt. Kurz darauf fing sie wieder an zu pressen, das 2 Baby kam wieder fast 12 Std später am Montag ebenfalls tot zur Welt. Da die Geburt selbst mir als Laie viel zu lang erschien kontaktierte ich telefonisch meinen Tierarzt um mir Rat einzuholen. Dieser beruhigte mich, mit den Worten ich solle ruhig bleiben, meine Häsin beobachten die Natur würde das regeln. Es passierte nix mehr in Richtung Geburt, da meine Häsin sehr zierlich war dachte ich mehr als diese 2 Babys werden es dann auch nicht mehr werden.

Den Dienstag und den Mittwoch darauf, ging es meiner kleinen Super. Sie war aufgeweckt hüpfte in ihrem Käfig und hat normal gefressen, wie immer....Donnerstag morgen stellte ich jede Menge Blut in ihrem Käfig fest, sowie ein dickes Ei an ihrer rechten Bauchseite. Ich hatte sofort große Sorge um meine Häsin und im Gefühl das dort irgendwas nicht stimmt, also fuhr ich auf direktem Wege wieder zum Tierarzt. Ich hatte Angst meine Häsin würde jeden Moment verbluten. Beim Tierarzt angekommen, schaute er sie sich kurz an, tastete und drückte auf ihrem Bauch rum währenddessen meine Häsin Meerschweinchen ähnliche Geräusche von sich gab! Keine 2 Min später, sagte mir mein Tierarzt, es wären noch 1-2 Babys im Bauch genau könne er es nicht sagen. Wegen dem Blut was sie verloren hat, soll ich mir keine Sorgen machen, das wäre von den Totgeburten und nix schlimmes! Dazu sei gesagt, ich wurde nun das erstw Mal skeptisch und fragte mich, wieso er keinen Abstrich von dem Blut nimmt? Wieso macht er keinen Ultraschall, denn vielleicht hat meine Häsin von den Totgeburten innere Verletzungen davon getragen? Wie zur Hölle will er wissen, das im Bauch bei der kleinen alles ok sei, nur durch abtasten? Der größte Fehler den ich machen konnte, ist trotz meiner Skepsis dem Tierarzt zu vertrauen. Denn ich dachte er hat Ahnung (Bin mehrere Jahre mir meiner Katze bei diesem Mann in Behandlung, Gewesen! )

Freitags merkte ich das mit meiner kleinen irgendwas nicht stimmt, sie verweigerte alles an trinken und auch an Nahrung. Sie lag kaftlos im Käfig, hatte eine klitschnasse Blume und roch extrem ecklig. Ihr Bauch noch dicker als er vorher war. Sie konnte nicht mehr hüpfen und ich merkte das sie höllische Schmerzen haben muss (Meerschweinchen fiepen) Mein Gefühl sagte mir, das ich dieses Mal direkt in die Tierklinik fahren werde um mir eine 2 Meinung einzuholen. Zumal mein Vertrauen gegenüber meinem Tierarzt sowieso schon eher skeptisch war. Also rief ich in der Klinik an, schilderte den Zustand meiner Häsin, die Dame am Telefon erklärte mir das meine Häsin durch die Totgeburten eine Sepsis haben könnte. Ich dürfte erst am nächsten Morgen trotz ihres kritischen Zustands, sofort mit ihr in die Klinik kommen, soll meine Häsin über Nacht aber warm halten und an die Heizung stellen.
Das dauerte mir zu lang, ich rief alle Tierarzte im Umkreis an, die die ich erreichen konnte habe ich so wie sie reagiert haben anscheinend in ihrem Feierabend gestört oder verwiesen mich auf die Tierklinik. Also musste ich wohl oder übel abwarten bis zum nächsten Morgen.

Ich fuhr direkt am nächsten Tag zu der Tierklinik. Der Arzt schaute sich die Häsin nur kurz an und sagte sie hat eine akute Blasenentzündung. Meiner Häsin wurde sofort ein Antibiotika, ein Schmerzmittel und ein Aufbaupräparat gespritzt (Magen Darm Flora) Blut abgenommen und der Harn wurde untersucht. Ihr Zustand war dort so schlecht, das sie keinen Urin mehr absetzen konnte. Das Ei, was ich Tage zuvor schon meinem Tierarzt gezeigt habe, war jede Menge Urin was sich in der Blase gestaut hat, deswegen hat sie nach den beiden Totgeburten noch immer gepresst. Weil sie versucht hat, das Urin unter höllischen Schmerzen herauszupressen. Desweiteren, hat sich dadurch das der Tierarzt zuvor mit seinem Finger den Geburtskanal untersucht hat, ihre Harnröhre verschoben.

Der Klinik Arzt behielt nach den ganzen Untersuchungen meine Häsin über Nacht dort, um ihr zum Aufbau Infusionen zu verabreichen. Sie war in einem sehr schlechten Zustand, wäre auch nicht mehr Narkosefähig gewesen. Mir wurde gesagt, man könne mir nicht versprechen das meine kleine diese Nacht schafft, aber es werde alles getan.

Da ich in diesem Moment nix weiter tun konnte, bin ich nach Hause gefahren und wartete notgedrungen die Nacht ab. Morgens bekam ich einen Anruf vom Klinikarzt, der mir mitteilte meiner Häsin geht es deutlich besser, ihr Kreislauf wäre wieder stabil und ich könne sie um 10 abholen kommen.

Also fuhr ich meine Dame abholen, man gab mir zur Nachbehandlung ein Shampoo mit um die Verkrustungen an ihrem Po (Kot und Urin) zu lösen. Ich solle meine Häsin 2x täglich für jeweils 30 min baden, und dann wäre sie in ein paar Tagen wieder fit. Ich hatte meine Häsin zu Hause, aber gefressen hatte sie fast 2 Tage nix. Heute Morgen bekam sie plötzlich eine schnelle Atmung und sie viel auf die Seite und war sofort tot.

Ich mache mir nun Vorwürfe, weil ich nach der Untersuchung von dem Tierarzt, der anscheinend mein Kaninchen auf dem Gewissen hat durch Fehldiagnose viel zu lange nicht bemerkt habe das etwas nicht stimmt.
Sie könnte noch leben, hätte sie nach den Totgeburten direkt ein Antibiotika bekommen, wäre sie noch da (Aussage des Klinik Artzes)

Bitte nehmt mir meinen langen Text nicht krumm, ich bin ziemlich geschockt das ich sie heute morgen tot aufgefunden habe. Ich verstehe einfach nicht, warum mein eigentlicher Tierarzt immer nur abgetastet hat.