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Thema: Aldavinur- Teil1

  1. #1
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    Aldavinur- Teil1

    Aldavinur


    Auf der Welt ereignen sich pausenlos Dramen.
    In den meisten Fällen haben wir keinerlei Einfluß darauf.
    Doch manchmal sind wir selbst davon betroffen.
    Wenn dann noch unsere Fellnasen daran beteiligt sind, kann man es nur noch als Katastrophe bezeichnen.
    *
    Es ist Abend und ich denke, ich sollte mich schlafen legen.
    Schnell noch will ich die zwei Kartons und die Holzkiste überprüfen, die ich bereitgestellt habe. Es ist alles in Ordnung.
    Die beiden Kater lümmeln sich bereits faul auf dem Bett, Belle ist nirgends zu sehen.
    Gerade was Belle betrifft, habe ich seit einiger Zeit einen Verdacht.
    Ganz genaues weiß ich nicht, aber ihr Verhalten ist in letzter Zeit etwas seltsam.
    Und da keimt doch irgendwie ein Verdacht.
    Denn ganz nüchtern betrachtet, lebt ja nicht nur Belle bei mir, sondern auch Edward und Tapsi, die beiden Kater.
    Der Verdacht besagt ganz einfach, daß Belle schwanger sein könnte.
    Deshalb habe ich vorsichtshalber mal die zwei Kartons und die Holzkiste mit dem Körbchen aufgestellt, innen schön warm und weich ausgepolstert, als Wurfnest.
    Wie dem auch sei, jetzt werde ich schlafen gehen.
    Doch irgendwann, mitten in der Nacht werde ich durch intensives Treteln geweckt.
    Dann ein Maunzen, der Stimmen nach Edward. Kurz darauf noch ein Maunzen, eindeutig Tapsi.
    Meine Güte, ist es etwa schon 5 Uhr und die beiden haben Hunger?
    Doch irgendwie hört sich das Maunzen nicht nach Hunger an.
    Also, ihr Kater, was ist los? Total schlaftrunken hieve ich mich aus dem Bett. Ein verschlafener Blick auf die Uhr zeigt, daß es kurz nach 0:30 Uhr ist.
    Sofort springen Edward und Tapsi in den Flur.
    Aha, also doch Hunger, denn dort stehen die Futternäpfe.
    Doch diese werden von den Beiden ignoriert. Statt dessen sitzen sie vor dem Bad und schauen mich mit undefinierbarer Mine an. Was zum Geier ist eigentlich los?
    Die Kater huschen mir voraus ins Bad.
    Dort sitzen sie neben der Katzenkiste und starren unter ein hölzernes Regal, das daneben steht.
    Erst kann ich es nicht richtig erkennen, doch dann sehe ich Belle unter dem Regal kauern und mich anschauen.
    Kätzchen, was ist los? Vorsichtig ziehe ich sie unter dem Möbelstück hervor, was sie unter schwachem Protest geschehen läßt.
    Immer noch starren die Kater unter das Regal. Da muss irgend etwas sein.
    Und jetzt ist auch ein ganz leises fiepen zu hören.
    Das lässt nur einen Schluß zu!
    Oh, oh, jetzt heißt es, sofort handeln.
    Belle wird erst mal abgesetzt und so vorsichtig wie möglich taste ich unter das Regal.
    Erst finde ich nichts, doch das Fiepen ist da.
    Dann ist da etwas kleines felliges an meinen Fingerspitzen.
    Ganz langsam umfasse ich es und hole es hervor.
    Dann sehe ich es!
    Ein winziges Kätzchen, viel kleiner als meine Hand.
    Ganz rot, Tapsi ist wohl der Vater.
    Da liegt es, das kleine Wesen, die Augen geschlossen und fiept nach seiner Mutter.
    Es ist nicht nur wundeschön, sondern auch ein Wunder.
    Doch ganz ruhig, ich darf jetzt nichts unüberlegt machen. Das winzige Wesen wird auf die Decke gelegt, in einen Korb, der in der Holzkiste ist.
    Belle kommt mir nach, misstrauisch, aber sie kommt und klettert nach einigem Schnüffeln zu ihrem Baby in die Kiste.
    Mädchen, was hast du dir bloß dabei gedacht, dein Erstgeborenes unter dem Regal im Bad auf den harten und kalten Fliesen zur Welt zu bringen?
    Jetzt erst dämmert es mir, daß es ja nur eines ist.
    Da muss ich sofort alles untersuchen, nicht auszudenken, wenn das noch mehr sind und ich sie nicht finde. Belle ist derweil bei ihrem Kind, das begonnen hat bei ihr zu saugen, also ist es fürs Erste versorgt.
    Die Taschenlampe, die Taschenlampe, wo ist diese verdammte Taschenlampe.
    Natürlich dort, wo sie immer ist, in der Schreibtischschublade.
    Ich muß mich beruhigen, sonst drehe ich durch.
    Jetzt wird nicht nur das Regal, sondern das gesamte Bad auf den Kopf gestellt.
    Aber es ist kein weiteres Junges zu finden.
    So langsam kann ich mich wieder beruhigen.
    Jetzt kann ich ganz ruhig nach Belle und ihrem Neugeborenen schauen.
    Es ist so klein und hilflos.
    Erst langsam dämmert mir, daß ich ohne die Aktion der beiden Kater das winzige Katzenbaby vielleicht gar nicht entdeckt hätte. Nicht auszudenken, was hätte passieren können. Die Beiden schauen in die Kiste, trauen sich aber nicht näher.
    Jetzt sage noch einer, Kater würden sich nicht um ihren Nachwuchs kümmern!
    Die Kater haben natürlich nicht sofort reagiert, als das Kleine geboren wurde.
    Daher möchte ich lieber nicht wissen, wie lange es dort auf den kalten Fliesen gelegen hat.
    Ich denke, schon einige Zeit, denn es war trocken, also hat Belle Zeit gefunden, es trocken zu lecken.
    Jedenfalls weiß ich, was ich als nächstes zu tun habe. Da ist diese Rotlichtlampe, die ich mir vor Jahren gekauft habe und die mir damals Miezka immer streitig gemacht hat.
    Die hat so eine Klemme, mit der ich sie am Holz festklemmen kann. Das funktioniert prächtig und in der Kiste wird es warm. Irgendwo ist auch ein mobiler Thermostat, wahrscheinlich in der Werkzeugkiste im Keller. Nun, das dürfte bis zum nächsten Tag Zeit haben.
    Das Kleine hat ein ganz rotes Fell, also dürfte zum einen Tapsi der Vater sein und zum anderen ist es deshalb nach Lage der Dinge ein Katerchen. Miezka war ja auch rot, aber so etwas ist selten.
    So, jetzt sind wir also zu fünft.
    Irgendwie fällt mir ganz spontan ein Name ein: Aldavinur.
    Dieser Name stammt aus der alten Wikingersprache und bedeutet in etwa „Freund“ oder besser „vertrauter Freund“.
    Es ist der Name eines Katers aus meiner Geschichte „Die Reise der sanften Riesen“.
    Daß hier eine Katzengeburt stattfindet ist das erste mal und ich kann mich an dem Kleinen nicht satt sehen. Den möchte ich nicht mehr hergeben.
    Mike & Miezka & Mowgli

  2. #2
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    Aldavinur - Teil 2

    Der Beschluss steht fest, ich werde zumindest am nächsten Tag nicht zur Arbeit gehen.
    Zum Glück kann ich mir meine Arbeit so einteilen wie ich möchte, also werde ich am Morgen einige Telefonate führen, und die Leute müssen eben zusehen, wie sie eine zeitlang ohne mich klarkommen. Irgendwann schlafe ich restlos übermüdet ein. Das Rotlicht habe ich vorher ausgeschaltet, damit die Kiste nicht überhitzt. Am nächsten Morgen, nach einem gemütlichen Aufwachen wird Aldavinur erst mal gewogen. 85 Gramm. Ich muss mich erkundigen, ob das viel oder wenig ist. Jedenfalls trinkt er. Belle verlässt immer wieder die Holzkiste, nicht nur um etwas zu fressen, sondern auch, um mit mir zu schmusen, allerdings nur kurz, dann kehrt sie wieder zurück. So vergeht der Tag. Natürlich schläft der Kleine die meiste Zeit. Und da er ja dem Anschein nach trinkt, brauche ich nicht zufüttern, obwohl auch das kein Problem wäre. Denn Katzenmilch für Neugeborene und Pipetten habe ich hier, seit ich vermutete, daß Belle schwanger sein könnte. Ich freue mich schon darauf, wenn er in einer oder zwei Wochen die Augen öffnet. Schon jetzt habe ich einige Fotos gemacht.
    Die nächste Nacht kommt, sie verläuft im Großen und Ganzen ereignislos.
    Doch am Morgen darauf werde ich etwas misstrauisch. Denn bei der Wiegeaktion wiegt Aldavinur nur noch 82 Gramm. Normalerweise nehmen Neugeborene doch ziemlich schnell zu, oder? Egal, jetzt müssen Pippette und Ersatzmilch zum Einsatz kommen. Und er trinkt dann auch, wenig zwar, aber er trinkt. Er trinkt auch bei Belle, also war das wohl blinder Alarm.
    Die Nächste Nacht vergeht wieder ereignislos.
    Am nächsten Morgen finde ich Aldavinur an seine Mutter gekuschelt schlafend vor.
    Es wird wohl das Beste sein, wenn ich die Beiden in Ruhe lasse.
    Im Laufe des Tages schaue ich immer wieder nach Mutter und Kind, auch ein paar Fotos werden geschossen.
    So um 19:30 Uhr wieder, da hat er sich an Belle’s Bauch gedrückt.
    Eine halbe Stunde später schaue ich wieder in die Kiste.
    Aldavinur liegt da, auf der Seite und völlig bewegungslos. Belle hat sich halb um ihn gewickelt
    Vielleicht schläft er nur sehr tief. Aber es ist schon seltsam, wie er daliegt ohne sich zu rühren. Irgend etwas ist passiert.
    Als ich ihn vorsichtig ein wenig hochheben will liegt er leblos auf meiner Hand.
    Ist er, aus welchem Grund auch immer, bewusstlos?
    Ich weiß nicht was ich tun soll und habe keine Erklärung dafür. Als ich an dem kleinen Körper horche, kann ich nichts hören. Gut, menschliche Ohren sind nicht so empfindlich, aber ich gerate zusehends in Panik.
    Was tun? Erst mal wird Aldavinur mit zittrigen Fingern unter den Bauch seiner Mutter geschoben, die ihm kurz über das Fell leckt.
    Ich muss jetzt klar werden. Also, die kleine Box mit dem feinmechanischen Werkzeug ist nicht im Keller, sondern immer hier in der Wohnung. Darin befindet sich ein hochsensibles Mikrofon, samt kleinem Verstärker und Kopfhörer, eigentlich für technische Zwecke. Als das Ganze zusammengestöpselt ist, versuche ich, damit etwas an dem kleinen Aldavinur zu hören. Doch selbst auf der höchsten Stufe sind weder Herztöne noch Atemgeräusche zu hören.
    Mir wird ganz flau und es beginnen Tränen zu rollen.
    Doch vielleicht ist es ja wirklich eine tiefe Bewusstlosigkeit, daher wird er wieder ganz, ganz vorsichtig unter Belle’s Bauch geschoben.
    Ich weiß nicht, wie lange ich neben der Kiste gesessen bin, und erst als Belle herausklettert und zum Futternapf schleicht, ist zu sehen, daß Aldavinur immer noch so da liegt, wie ich ihn hingeschoben habe. Ich glaub das jetzt einfach nicht!
    Ist das kleine Leben wirklich erloschen? Warum, warum nur, warum durfte er nur so kurz auf der Welt sein? Belle kommt wieder zurück, legt sich aber nicht mehr auf ihr Junges.
    Nach einer gefühlten Ewigkeit streichle ich ihm über das Fell.
    Dabei ist unverkennbar daß der kleine Körper beginnt auszukühlen.
    Jetzt brechen bei mir alle Dämme und ich heule Rotz und Wasser.
    Alles mögliche geht mir durch den Kopf, die seltsamen Umstände seiner Geburt, es waren doch Wurfkisten verteilt, die Belle auch angenommen hat.
    Immer wieder versuche ich, das Geschehene zu verarbeiten.
    Das Regal steht ungefähr 30 cm von der Katzenkiste entfernt. Vielleicht wollte Belle nur ein Geschäft erledigen und es kam zu einer so genannten Sturzgeburt. Möglicherweise war es so, dann war unter dem Regal das nächste Versteck.
    Doch das sind verstandesmäßige Erklärungen mit denen ich mich zu beruhigen versuche, gefühlsmäßig sieht’s da anders aus, nämlich ziemlich übel.
    Wie lange lag er schon auf den harten und kalten Fliesen? Ich glaube, schon eine ziemliche Weile, denn jetzt fällt mir ein, daß ich ja Reste der Nachgeburt gefunden habe, die aber schon ein wenig angetrocknet waren. Was ist da nur schiefgelaufen?
    Und wieder geht mein Blick zu Edward und Tapsi, denn ohne die beiden Kater... Ich will lieber nicht daran denken.
    Warum, warum nur? Warum musste diese handvoll Katze schon nach so kurzer Zeit gehen?
    Ich wollte ihn aufwachsen sehen, ein langes glückliches Katzenleben lang.
    Kleiner Aldavinur, jetzt bist Du bei Miezka und Mowgli, warte auf mich an der Regenbogenbrücke.
    Denn eines ist ganz sicher, kleiner Aldavinur, vertrauter Freund, ich werde Dich nie vergessen.



    Belle und der kleine Aldavinur
    Mike & Miezka & Mowgli

  3. #3
    Cappu Guest
    Das klingt, auch des Fotos wegen, nicht nach einer erfundenen Geschichte.

    Es tut mir sehr leid, was deinen Katzen passiert ist!

    Und ich weiß nicht recht, wie ich es sagen soll, aber: bitte lass deine Tiere kastrieren. Natürlich ist es schön, eine Geburt mitzuerleben und Jungtiere aufzuziehen. Aber die Tierheime platzen vor Katzen aus allen Nähten, kaum einer will noch welche haben. Katzen gibt es leider wie Sand am Meer. Und selten ist ein Wurf so klein, dass du alle behalten kannst.

    Falls du noch einen Wurf planst:
    Informiere dich dringend über den Ablauf einer Trächtigkeit und Geburt, auch über die Risiken. Lass das Muttertier und die potentiellen Vatertiere untersuchen, es gibt Krankheiten, die zum einen sexuell übertragbar sind und zum anderen zu einer hohen Jungensterblichkeit führen. Es kann auch sein, dass bei deinen Tieren ein Letalfaktor vorhanden ist, so kleine Würfe kommen nur sehr selten vor. Man kann außerdem beim Zufüttern von Welpen eine Menge falsch machen, kommt Milch in die Luftröhre, kann sie zu einer schnell tödlich verlaufenden Lungenentzündung führen. Wenn du nicht weißt, wann der Geburtstermin ist, dann lass ihn von einem Tierarzt bestimmen.
    Wenn die Mutter rot ist und der Vater auch, dann kann auch ein weibliches Jungtier rot sein. Aber das nur am Rande... Die Kater haben am Wochenbett nichts verloren. Es kann auch vorkommen, dass Kater fremde Jungen töten und fressen. Steht die Geburt kurz bevor, stell der Katze ein eigenes Zimmer zur Verfügung.
    Lass die kleine Familie besonders am Anfang unbedingt in Ruhe. Es ist ok, die Welpen einmal täglich zu wiegen, wobei eine geringe Gewichtsabnahme bei Umstellung auf Muttermilch völlig normal ist, aber es ist nicht gut, ständig nach den Tieren zu schauen, sie anzufassen, die Mutter zu beunruhigen.
    Wenn Kind oder Mutter krank erscheinen, ab zum Tierarzt. Sofort. Nicht abwarten, nicht einfach nichts tun. So kleine Würmer sterben schnell und auch eine Blutvergiftung der Mutter durch nicht abgegangene tote Welpen führt schnell zum Tod. Wenn die Geburt also vor Kurzem erfolgt ist: beobachte die Katze aufs Genaueste. Das Sicherste wäre, sie einmal ultraschallen zu lassen, ob die Hörnchen wirklich ganz leer sind.

    Viele Infos findest du hier:
    http://forum.zooplus.de/showthread.p...kastriert-wird
    http://forum.zooplus.de/showthread.p...e-Katzengeburt
    http://forum.zooplus.de/showthread.p...waisten-Babies

  4. #4
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    Hallo, vielen Dank für die umfassende Antwort.

    Nun, Aldavinur hätte ich auf jeden Fall behalten. Wenn es mehr Junge gewesen wären, hätte ich ein Problem der ganz anderen Art gehabt. Denn die Leute hier in der Stadt kennen mich und mir wurde schon des öfteren Geld geboten, wenn ich ein Junges reservieren würden, wenn Belle trächtig sein sollte. Ein solches Ansinnen habe ich immer konsequent abgelehnt, denn Belle ist doch keine Gebärmaschine und ich will kein Züchter sein. Aber ich hätte auf jeden Fall Plätze, wo Kitten es gut haben.
    Was ich möchte, ist, daß die Linie von Belle und Tapsi erhalten bleibt. Ich hätte mir das ja schon bei Mowgli und Miezka gewünscht, doch es sollte nicht sein.
    Wenn es einen weiteren Wurf gibt, dann ist, wenn die Kitten einige Wochen alt und aus dem Gröbsten heraus sind, bei den Katern Kastration angesagt und später auch bei Belle.
    Ich kannte nur zwei rote Kätzinnen, eine war Miezka, aber die stammte aus Kreta, die andere war Bärbel auf einem Bauernhof, aber 250 km von hier und es ist schon 35 Jahre her.
    Sonst kenne ich nur viele rote Kater.
    Was irgendwelche Krankheiten betrifft, so bin ich da auf der Hut und beobachte sehr scharf.
    Allerdings kann ich, was nicht jedem möglich ist, es mir leisten, bei auffälligen Anzeichen einer Veränderung beim Tierarzt aufzuschlagen, egal was das eventuell kosten könnte.
    Daher liegt mit Sicherheit keine Erkrankung von Belle oder Tapsi vor.
    Das Problem bei Belle war ja, daß es nur ein einziges Junges war und ich das nicht richtig ertasten konnte. Somit konnte ich den Geburtstermin nur grob eingrenzen. Doch wie ich ja schon geschrieben hatte, waren drei Wurfkisten in der Wohnung verteilt, die Belle auch angenommen hat. Die Kater haben sich nicht dafür interessiert soweit ich das beobachtet habe.
    Meine Erfahrung zeigt, daß Kater die Jungen nie angreifen oder töten. Das hängt mit dem so genannten „Welpenschutz“ zusammen, der über Pheronome ausgelöst wird.
    Dies hat sich im Laufe der Evolution entwickelt, da bei Falbkatzen und somit auch bei den von ihnen abstammenden Hauskatzen die Jungen eines Wurfes durchaus mehrere Väter haben können.
    Solche Tötungsaktionen gibt es in der Regel nur bei Großkatzen und dort hauptsächlich bei Löwen, die bekannterweise in Rudeln leben.
    Wie ich schon schrieb, bleibt als logische Erklärung für eine Geburt unter dem Regal nur eine Sturzgeburt, was bei Katzen nicht selten ist und in der Natur zum Überleben hilft.
    Ich habe ja alles im Haus, was ich zum zufüttern brauche, sollte das notwendig sein.
    Und ich habe einige Erfahrungen mit Katzen, auch mit Handaufzucht, nur ist es eben das erste Mal daß eine Katzengeburt bei meinen Katzen stattgefunden hat.
    Zudem ist es erst nach einigen Tagen passiert, daß Aldavinur gestorben ist und er sah ganz normal aus.
    Ich war mit Belle, nachdem Aldavinur gestorben war, am nächsten Tag in der Tierklinik.
    Dort wurde geröntgt und es war nichts mehr drin. Belle hat dann noch ein spezielles vorbeugendes Antibiotika bekommen um einer eventuellen Entzündung der Milchdrüsen vorzubeugen.
    Natürlich habe ich mir schon Gedanken darüber gemacht, warum es nur ein einziges Junges war, aber selbst der Tierarzt konnte darauf keine schlüssige Antwort geben.
    Wenn es tatsächlich ein so genannter Letalfaktor gewesen sein sollte, dann hätte sowieso niemand etwas dagegen machen können. Den dieses ist immer genetisch bedingt und somit medikamentös allerhöchstens geringfügig hinauszuzögern, jedoch keinesfalls zu verhindern.
    Jedoch tritt dieses in der Regel nur bei Zuchtkatzen (bestes Beispiel: Manx-Katzen) auf und extrem selten bei Hauskatzen, die in der Regel genetisch gut durchmischt sind.

    Mike mit Edward, Tapsi und Belle
    Mike & Miezka & Mowgli

  5. #5
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    6.012
    Hallo Mike,

    es tut mir leid, dass der kleine Aldavinur ins Regenbogenland gehen musste.
    Er war einfach zu klein und zu schwach.
    Mein Mann und ich hatten im August 2012 ein neugeborenen Katerchen mit unter 80 Gramm auf einem Spazierweg gefunden. Es war schon ziemlich ausgekühlt.
    Obwohl wir gleich, als wir zu hause waren ihn gewärmt haben und zum Nottierarzt gefahren sind, was unser kleiner Findus nicht zu retten.
    Er hat nur 4 Tage überlebt. Für den TA war es ein Wunder, dass er überhaupt die erste Nacht überlebt hat. Der TA hat damals bei Findus gemeint, dass wohl die Unterkühlung nach der Geburt dazu geführt hat, dass Findus gestorben ist und auch das geringe Gewicht nicht gerade die Überlebenschance erhöht hätte.

    Ich weiß, dass Du Deine Katzen über alles liebst, so liebevoll wie Du über sie schreibst.
    Und ich verstehe Deinen Wunsch, die Linie von Belle und Tapsi/Edward erhalten willst.
    Aber wenn Du das willst, wieso sollen dann andere darauf verzichten und egal wo, es gibt jetzt schon viel zu viele Katzen, die keiner haben will.
    Jeder kann sehr gute Gründe finden, weshalb seine Katze nur einen Wurf haben soll. Und dann? Und jeder hat bestimmt gute Hände in die er seine Katzen abgibt. Aber diese Hände, könnten ja, wenigstens zum Teil auch eine Katze aus dem TH vom Tierschutz adoptieren, oder einen Streuner aufnehmen.

    Ich würde Dich bitten, wenn Du ein Kätzchen aufwachsen sehen möchtest, Dir ein Kätzchen aus dem TH oder vom Tierschutz zu holen. Und wenn es ein Kätzchen ist, dass Du mit der Hand aufziehen musst und freue Dich, dass es ein einzigartiges Wesen ist, von dem es kein zweites auf der Welt gibt. Alle Katzen sind wunderbar und einzigartig.

    Und wenn Du das Testament einer Katze im Internet liest, dann würde Aldarvinur seinen Platz und die Liebe, die Du ihm entgegen gebracht hast, einem armen Streuner hinterlassen.

    Nimm mir bitte meine Worte nicht übel. Aber seit Seneca bei uns aufgetaucht ist (als herrunter gekommener Streuner, unterernährt, krank, panisch, und was für ein lieber, zutraulicher und wohl genährter Kater er heute ist, versuche ich jeden davon zu überzeugen, Katzen nicht zu züchten oder zu vermehren, es sei denn, die Kitten bleiben alle in dem Heim, in dem sie geboren wurden.

    Übrigens solltest Du nicht nur die Kater kastrieren lassen, sondern auch Belle. Für Wohnungkatzen ist es gesundheitlich nicht gut, wenn wie nicht kastriert sind. Es kann zu Dauerrolligkeit und Gebärmuttervereiterung kommen.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  6. #6
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    Zitat Zitat von mike1024 Beitrag anzeigen
    Meine Erfahrung zeigt, daß Kater die Jungen nie angreifen oder töten. Das hängt mit dem so genannten „Welpenschutz“ zusammen, der über Pheronome ausgelöst wird.
    Das ist ein Ammenmärchen. Unkastrierte Kater töten sehr wohl Nachwuchs, der nicht von ihnen ist. Habe ich selber bei meinen Streunern schon erleben müssen.

    Wieviele rote Mädels brauchst du denn? Hier bei uns in der Gegend gibt es da leider genug. Fast alles heruntergekommene Bauernkatzen.
    Von den Katzen kann man Gelassenheit und unendliche Geduld lernen (von mir)

    https://streunerhof.hpage.com

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