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Thema: Jungen Kater an den Garten gewöhnen

  1. #1
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    Jungen Kater an den Garten gewöhnen

    Hallo erstmal!

    Mein Kater Finn ist jetzt ca. 4 Monate alt und kennt Leine und Geschirr in der Wohnung - er soll anders als sein Ziehpapa Luca (4 Jahre alt) keinen uneingeschränkten Freigang mehr bekommen, weil Lucas zwei Kumpels beide innerhalb von zwei Monaten von Autos erwischt wurden.

    Nun ist unser Problem, dass ich Finn an unseren Garten gewöhnen will, damit wir ihn langsam an Spaziergänge gewöhnen können. Sobald wir draußen sind und ich ihn in den Garten setze, bewegt er sich nicht mehr, er bleibt einfach sitzen und zittert (ob wegen Kälte oder Angst ist mir nicht 100% bewusst), was mich wundert, weil er eigentlich sehr neugierig und aufgeschlossen ist. Wenn ich ihn Richtung Auffahrt absetze, läuft er Richtung Tür. Ich würde ihm gerne die Angst nehmen, bin mir aber nicht sicher, wie. Könnte es helfen, wenn ich Luca mit raus nehme?

    Vielen Dank schon einmal im Vorraus!

  2. #2
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    Hallo,
    ich würde den Winter nochmal abwarten, immerhin ist Finn ja noch sehr jung, und da kann so ein großer Garten auch angsteinflößend sein. Und solange er kein Bedürfnis hat, rauszugehen, würde ich es auch nicht forcieren.

    Gäbe es bei Euch die Möglichkeit, den Garten katzensicher zu machen? Das fände ich auf Dauer viel schöner für Finn als Leine und Geschirr, und ehrlich gesagt, würde ich auch Luca keinen uneingeschränkten Freigang mehr gewähren, wenn schon zwei seiner Kumpels dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen sind...
    LG Ally mit Bonnie, Lucy und Nelly

    sowie Emilia und Modi im Land hinter dem Regenbogen

  3. #3
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    Vielen Dank für die schnelle Antwort!
    Ich hatte Angst, dass es sonst vielleicht zu spät sein könnte, weil er ja jetzt noch jung genug ist, dass die meisten "gruseligen" Sachen jetzt noch gut positiv angenommen werden können.
    Katzensicherer Garten wäre optimal, ist aber leider nicht gut bezahlbar, da ich, wenn überhaupt, den Garten auch komplett sichern wollen würde. Zusätzlich wohnen wir leider auch nur zur Miete.

    Reine Wohnungskatze ist für mich gar keine Option, mein Kleiner soll auch Frischluft schnuppern dürfen und mitwandern dürfen, wenn ich mit meiner Kollegin, ihren drei Hunden und ihrem Coonie laufen gehe. Zu der Kollegin ist Finn auch schon mitgekommen, er versteht sich gut mit den Hunden und auch mit den Katzen der Kollegin. Auch zur Jugendgruppe kommt er schon mit, das findet er super interessant und toll und er genießt die Aufmerksamkeit, die er dort bekommt (Finn ist so der kleine Star, wenn wir hingehen ;D).

    Natürlich gehe ich sofort mit ihm an einen Ruheort (oder nach Hause) wenn er überfordert ist und durchgeimpft ist er auch, also das ist nicht das Problem. Da lässt er sich auch wenn er unsicher wird gut ablenken und bestechen, "lenken" tu ich ihn momentan über Spielzeug und Laserpointer und gewöhne ihn ganz langsam an den Leinendruck.

  4. #4
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    Hallo slakaros,
    was meinst du denn mit "mitwandern"? Das dürfte nur bei den wenigsten Katzen klappen. Mein Kater Merlin ging prima an der Leine - aber nur dorthin, wo er wollte. Schau dir doch mal Möglichkeiten an, den Garten mit niedrigem Elektrozaun zu sichern - es gibt meines Wissens nach auch portable Möglichkeiten, so dass das evtl. auch bei Mietgärten funktionieren dürfte, oder teilen sich den mehrere?

    Ich würde auch noch warten - er kann als reiner Wohnungskater tatsächlich vor Kälte zittern....Wenn, dann setz dich doch mit einem Buch daneben und warte, bis er von selbst neugierig wird. Bei meinem Kater Orko hat das auch ein wenig länger gedauert bzw. er fand es auch wohl spannend, einfach zu sitzen und zu beobachten - Blätterrauschen, Wind, Vögel, Gerüche... Gemeinsame "Spaziergänge" sind meiner Erfahrung nach eher möglich, wenn die Katze Freigänger ist und aus freien Stücken mitkommt...

    Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen; ein Werdender wird immer dankbar sein.

    (aus: Goethe, Johann Wolfgang: Faust, Vorspiel)

  5. #5
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    Hallo Sheratan!

    Mit Mitwandern meine ich richtige Spaziergänge im Wald - da er mir auf Schritt und Tritt hinterherläuft und auch an der Leine (meistens) an meiner Seite bleibt, habe ich mal meine Kollegin gefragt, wie sie das bei ihrem Coon gemacht hat. Leider konnte sie mir da auch keine Antwort geben, da ihr Coon schon leinenführig war, als er aus dem Tierheim kam.

    Beim Nachlesen habe ich dann gemerkt, dass man so gut wie jede Katze auf Leinenführigkeit trainieren kann, wenn man nur etwas Geduld mitbringt. Angeblich bringt Finn auch genau die Eigenschaften mit, die eine Begleitkatze da haben sollte.

    Wie soll so ein Elektrozaun denn aussehen? Ich habe nämlich Finn leider schon beigebracht, über Hindernisse zu springen, also wird das nicht viel bringen (und ein Elektrohalsband bekommt keine Katze von mir umgelegt, einmal wegen der Strangulationsgefahr und außerdem weim Katzen dadurch ja nicht einschätzen können, wofür genau sie bestraft werden).

    Ich werde jetzt noch etwas wärmeres Wetter abwarten und erst bei wärmeren Temperaturen wieder mit ihm rauszugehen, dann die üblichen Methoden ala Vitaminpaste und Spielzeug, an sich findet er das ja nicht uninteressant, er scheint nur Angst vor der Umgebung zu haben und nicht zu verlieren.

  6. #6
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    Hallo slakaros,
    hm, ich bin skeptisch, aber wer weiß... Bei Merlin, der überhaupt kein Problem mit der Leine hatte, war es eben immer so, dass er bestimmen wollte, wo es langgeht - und manchmal hieß das auch, eine halbe Stunde rumsitzen, durch x Büsche, auf den Baum... Wäre cool gewesen, wenn ich mit ihm spazieren hätte gehen können...

    Also wegen der Zäune, damals, als ich recherchiert habe, habe ich schon viele schöne Ideen gesehen. Bei uns wurde es dann letztendlich ein Freigehege aus Holz. Aber schau mal unter weidezaun.info , solche Elektrozäune. Sie sind zwar nur etwas über 1 m hoch, aber da Katzen sich wohl abstützen wollen beim Springen, kommen sie nicht drüber. Da würde ich mich, wenn ich die Katzen leicht raus und rein lassen könnte, echt mal informieren

    Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen; ein Werdender wird immer dankbar sein.

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  7. #7
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    Ich gebe Zu, dass ich mir das mit den Waldspaziergängen überhaupt nicht vorstellen kann... was ist mit fremden Hunden zB?

    Ist natürlich Geschmacksache, ich finde einen gesicherten Garten schöner, weil Katzen ja nunmal auch gerne irgendwo liegen und dösen. Den von Sheratan erwähnten Elektrozaun haben wir im Einsatz und sind super zufrieden. Aber ich denke, Dir schwebt insgesamt was anderes vor...

    LG Ally

  8. #8
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    erstens: der kater ist 12 wochen - der ist noch viiiel zu jung zum draußen sein. der hat doch noch gar keine unterwolle.
    jeder hundewelpe in dem alter friert jetzt auch.
    und natürlich gibt es in der forschheit auch große unterschiede.
    noch nicht mal jeder hundewelpe in dem alter geht problemlos spazieren....

    die idee mit dem leinenwaldspaziergängen halte ich für nachgerade absurd, sorry.
    sicher mag es mal einzelne katzen geben, aber daraus eine regel abzuleiten oder gar die möglichkeit einer dressur - vergiß es.
    die regel sieht halt anders an: die meisten katzen sind draußen weder besonders gut anzusprechen, noch beziehen sie sich auf ihren menschen wie ein hund.
    als mehrfacher hundehalter kann ich dir sagen: es gibt schon hundert gelegenheiten, wo schon ein hund versucht, sich vom acker zu machen, die ohren auf durchzug zu stellen (besonders in den ersten zwei jahren - der ganz normale jugendwahnsinn halt), sich daneben zu benehmen oder die sau raus zu lassen - was glaubst du, wie das mit einer katze läuft?
    ich will nicht generell behaupten, man könne nicht mit einer katze spazieren gehen in einem überschaubaren, sicheren rahmen (also überall da, wo es im prinzip auch halbwegs sicheren freilauf gäbe - bin ich ja mit carlo einstens zu bestimmten tageszeiten auch - allerdings unangleint), aber es ist schon nicht einfach: hast du dir über die sicherung gedanken gemacht?
    weder geschirr noch halsband sind sicher - jeder hund windet sich da raus und erst recht jede katze.
    und ein kater, der sonst keine freigang hat, ist draußen ja völlig unerfahren - wenn der dir durch die finger flutscht, isser höchstwahrscheinlich weg.
    ich bin mit carlo und den hunden da gegangen, wo der unmittelbare zusammenhang zu seinem zuhause bestand, es keine gefährlichen straßen dazwischen gab...- im umkreis von 800m letztlich. stadtpark und zurück. nie im leben wäre ich auf den gedanken gekommen, ihn auf andere spaziergänge mitzunehmen, auch wenn er uns aufgelauert hat.
    du bräuchtest ein spezielles sicherheitsgeschirr - sicher nur als maßanfertigung zu haben.
    meine derzeitigen beiden jungkater stöpsel und fabio - da denke ich noch nicht mal dran, die mitzunehmen, auch wenn die uns auch auflauern. die werden sofort zurück gebracht. so lieb und menschenbezogen beide sind und fabio hört indoor wie ein hund: aber katzentypisch sind beide letztlich schreckhaft und beide, wiewohl mit hunden aufgewachsen, haben nicht das verhältnis zu hunden generell, wie es carlo hatte. wo immer der es her hatte, der kam schon so und deshalb habe ich ja überhaupt katzen: er hat meinen billy, den großen katzenhasser, damals gezähmt
    er hat sich einfach geweigert, zu rennen , sondern hat den großen schwarzen hund mit den funken sprühenden augen (okay, es war nur eins eins, mein alter pirat war ja ein einauge) einfach angeschmust
    fabio und stöpsel mögen sich das körbchen mit den eigenen hunden teilen, aber ihre instinkte sagen ihnen eben, bei einem fremden hund, das heil in der flucht zu suchen. dito bei fremden menschen, geräuschen...

    ganz ehrlich: ich würde mir realistische ziele setzen: und die heißen vielleicht, dass dein kater mit dir (nicht umgekehrt!) in den garten geht.
    ob das für irgendwen befriedigung bringt und nicht eine größere quälerei ist, weil es wie eine maus am gummiband ist (die freiheit - so nah und doch so fern), lasse ich mal dahingestellt.
    ich habe mal zwei kleine katerchen aufgezogen und vermittelt - nach köln. es sollte begleiteter freigang in den garten stattfinden - ich habs mit angeschaut und fand es gar nicht so schlecht. der garten war eigentlich recht sicher: das problem war, dass die katerchen angefixt waren. mit einem jahr waren sie eigentlich nicht mehr zu halten. es endete mit einem hauskauf irgendwo im norden am deich. der war zwar ohnehin geplant, aber nicht so früh.
    jetzt sind alle glücklich, auch wenn das haus aufgrund der verfrühung vielleicht kleiner ist, als gedacht

    mein rat: nutze deine energie, um katerchen als wohnungskater glücklich zu machen und wenn du, so wie ich, persönlich damit unzufrieden bist - dann such dir was, wo deine katzen gut raus können irgendwann in der zukunft

  9. #9
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    Ich sehe das ähnlich wie Carlo. Es gibt bestimmt Katzen, die sich den Leinengang gut gefallen lassen. Aber eine Katze ist auch ein Fluchttier, möchte selbst einschätzen, agieren und reagieren. Am Geschirr bringst du sie da in Bedrängnis.
    Es gibt auch eigentliche Freigänger, die, wenn sie über eine längere Zeit an ein festes Zuhause gewöhnt wurden, ihre ersten Schritte im neuen Garten nur schleichend und geduckt aufnehmen.
    Den Spaziergang erlebe ich mit meiner kompletten Bande auch. Wer sich anschließen mag, kommt mit. Allerdings ist das nur eine Runde um unseren Dorfteich, also vertrautes Terrain, das an mein Grundstück grenzt. Da dieses Gebiet auch gerne von Gassigängern genutzt wird, muss ich einkalkulieren, dass die Katzen bei eventueller Begegnung die Flucht ergreifen oder, wenn ihnen etwas suspekt ist, gar nicht mehr weiterlaufen. Ich locke sie auch nicht, sondern lasse sie selbst entscheiden. So können sie alleine wieder in ihr Zuhause laufen. Das wäre mit einem Geschirr nicht möglich.
    Es gab mal bei Zooplus große komplette Freigehege für Katzen, die man sich dann mit Kratzbäumen, Hütten, Baumstämmen, ....gestalten konnte. Sicher nicht das Optimum, aber keine schlechte Sache für Mietergärten, wie ich finde. Vielleicht magst du auch mal nach dieser Alternative googeln?

    Für eine Zeit halten wir deine Pfötchen fest, dein Herz aber ein Leben lang!


    Liebe Grüße von Heike mit ihren Schnurrern Willi, Rico, Fritzchen und Rudi


    Für immer im Herzen und im Kopf ....Plüschi, Oskar, Jacki, Otti, Lottchen, Theo, Hugo und Nelly

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