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Thema: Welches Futter ist ethisch am ehesten vertretbar?

  1. #1
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    Welches Futter ist ethisch am ehesten vertretbar?

    Hallo,

    schon einmal vorab: nein, ich frage nicht, ob ich meine Katze vegan oder vegetarisch ernaehren kann (obwohl ich das selbst mache).

    Sondern: Welches Futter zieht das wenigste Leid nach sich?
    Zum einen natuerlich eine Marke, die keine Tierversuche durchfuehrt.
    Aber zum anderen auch eine Marke, die am wenigsten den Schlachttieren Leid zufuegt (bessere Haltung, weniger Tiere, irgendwas sonst?...)

    Ich dachte bislang, dass Biofutter oder (weil meine Katze leider Yarrah nicht vertraegt), reines Huhnfutter (Miarmor) am wenigsten Leid bedeutet. Wenn ich es mir jetzt so ueberlege, macht es vielleicht wenig Sinn, weshalb ausgerechnet reines Huhn weniger Tierleid bedeutet (fuer die Huehner), aber die Ueberlegung hinter Biofutter ist halt, dass da auf bessere Behandlung der Tiere geachtet wird.

    Aber vor kurzem habe ich mit jemandem gesprochen der meinte, gerade die guenstigeren Marken verwenden Schlachtabfaelle, fuer die besseren werden aber extra Tiere geschlachtet, daher sind die guenstigeren ethisch eher vertretbar.

    Ein andere Gedanke ist, dass Fische weniger or ueberhaupt nicht leiden und daher Futter rein aus Fisch am ehesten ethisch vertretbar waere. Aber ich bin mir nicht sicher, wie viel Fisch man Katzen fuettern darf (der Mensch sollte Fisch ja, soweit ich weiss, nicht zu oft essen, wegen der Schwermetalle).

    Was meint ihr? Bitte nur hilfreiche Kommentare, keine Attacken. Danke schonmal.

  2. #2
    Cappu Guest
    Hallo,

    die Frage ist einfach zu beantworten:

    Barf. Fleisch aus einem Betrieb, dessen Tiere noch auf die Weide dürfen und auf dem Hof geschlachtet werden. Ich habe ganz viel Glück und so einen Stand auf "meinem" Wochenmarkt. Rind und Schwein. Auf Anfrage machen sie auch "Hundefutter"pakete fertig, so dass ich schön an Abfälle komme. Ansonsten kaufe ich oft das, was nicht so gerne gekauft wird, Herz, Lunge, Zunge, auch mal Nieren.
    Null Tierversuche.
    Und man kann inzwischen richtig gut online Frostfleisch kaufen, auch da kann man dann gezielt auswählen, was ins Futter soll und was nicht. Herz ist ein supergutes, blutreiches Muskelfleisch.

    Beim Fertigfutter bin ich nicht up to date, gibt es demeter-Futter mit hohem Fleischanteil? Bei Yarrah war früher überwiegend Getreide drin und damit fiel es für mich als Katzenfutter aus Demeter-bio ist jedenfalls "gutes" bio, während normales Discounter-bio oder EU-bio "schlechtes" bio ist.
    Ob die teureren andere Inhaltsstoffe verwenden als die billigeren, ist schwer zu sagen. Die teureren sind oft (nicht immer) besser deklariert. Man kann dann Marken/Sorten mit einem guten Innereienanteil auswählen. Bei den billigeren sind oft größere Bindegewebsanteile drin, die Katze braucht mehr Futter, um satt zu werden, was irgendwie auch wieder kontraproduktiv ist. Also bei allen Tests Input/Output vergleichen. Je weniger Futter man braucht, desto besser.
    Ich glaube nicht, dass Masthühner es besser haben als Mastschweine, wenn beide aus konventioneller Mast stammen.
    Dass extra Tiere für das Futter geschlachtet werden, glaube ich auch nicht. Im Futter landet, was im Schlachthof übrig ist. Der Verbraucher will hübsche Fleischstücke, ohne anhängende Fetzen. So bleibt auch für Filetfutter genug übrig. Allerdings: glauben heißt nicht wissen...

    Dass Fische weniger oder überhaupt nicht leiden, halte ich für ein ganz mieses Gerücht. Es beruhigt natürlich ungemein, wenn man sich vorstellt, dass der an der Angel zappelnde Fisch keinen Schmerz verspüren soll, aber ist das realistisch? Die Maulregion ist der sensibelste Bereich eines Fisches, er kann damit aus Sand winzige Kleinlebewesen aussortieren und gezielt fressen. Und Schmerz ist schon evolutionsbedingt DAS ultimative Warnzeichen schlechthin. Schmerz = ACHTUNG = GEFAHR!!! Wie sollen Fische/Insekten ohne dieses Warnzeichen Jahrmillionen erfolgreich überlebt haben? Wer will die "Qualität" eines Schmerzes bestimmen? Ist mein Schmerz schlimmer/weniger schlimm als deiner? Als der einer Katze? Eines Vogels, eines Fisches, einer Ameise? Und kann ich mehr Todesangst und Panik empfinden als eine Katze? Ein Fisch? Ein Wurm? Nein, eine solche Entscheidung kann niemand fällen und daher: PRO Mitgefühl, PRO Empathie. Die Wissenschaft glaubt derzeit, dass Regenwürmer keinen Schmerz empfinden können, weil sie andere Reizleitungen als wir Menschen haben und kein richtiges Gehirn. Aber wer einmal einen Angelhaken in einen Wurm gestoßen hat, weiß, wie sehr sich dieser wehrt, wie er zu entkommen versucht. Kein Schmerzempfinden?? Das glaube ich nicht. Der HAT Schmerzen. Obwohl es sich bloß um einen Wurm handelt. Wie heißt es so schön? Das "Wissen" von heute ist der Irrtum von morgen.
    Über die "Ernte"praktiken mit Netzen und die weitere Massenverarbeitung der halbtoten Tiere möchte ich hier lieber nicht schreiben, die sind NOCH mieser als bei Hühnern und Puten.

    Sorry für den Roman zu den Fischen, man merkt wohl, dass mir dieses Thema am Herzen liegt

    Nachtrag: das hier hab ich mal eine Zeitlang gekauft: http://www.zooplus.de/shop/katzen/ka...s_menue/222921
    Klingt eigentlich super, aber meine Kater brauchten wahnsinnig viel davon und deshalb war es mir zu teuer im Vergleich mit unserem Barf. Mit Freilauf oder zumindest Hofgang und mit Hofschlachtung, beides hat man eher selten.

  3. #3
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    Hallo dawanda!
    Ich finde deine Gedanken echt gut.
    Ein Tierfutterhersteller, dessen Philosophie mich sehr anspricht, ist ein Familienbetrieb in Sachsen. Wenn du magst, googel mal nach "Pfotenliebe". Auch bei "Sandras Tieroase" gibt es Marken, bei denen man hinter die Kulissen schauen kann. Ich empfehle dir, direkt mal mit Sandra zu telefonieren. Sie ist irre nett und hat einen klaren Standpunkt und gibt sehr gerne Auskunft. Natürlich auch ihre tollen Mitarbeiter.

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    Liebe Grüße von Heike mit ihren Schnurrern Willi, Rico, Fritzchen und Rudi


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  4. #4
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    Ganz vielen lieben Dank euch beiden. Ich bin so froh, dass ich auf einige offene Ohren stosse. Es ist wirklich ganz schwer Infos zu dem Thema zu finden -- ich habe gestern stundenlang nach "ethisch vertretbarem Katzenfutter" gegoogled, auch auf English, aber hoechstens mal selbstanpreisende Seiten von Futterfirmen gefunden. Kein unabhaengigen Blogs oder aehnliches.

    Ganz ehrlich, ich kann den Katzen keine Innereien oder Fuesse etc fuettern. Wir haben unseren Hunden frueher Huehnerherzen gefuettert -- manchmal -- und ich habe mich einmal uebergeben und danach mussten meine Eltern mich immer warnen und die Hunde in einem getrennten Bereich fuettern, den ich dann vermieden habe. Huehnerbrust ginge vielleicht noch, aber das verfehlt dann ja den Zweck, weil das keine wirklichen Reste sind.

    Und hier ist die grosse zusaetzliche Herausforderung: Ich lebe in Irland, ausserhalb von Dublin und ohne Auto. Leider interessiert die Iren ziemlich wenig, ob die Tiere leiden oder nicht und so gibt es hier auch kein "ethisch vertretbares" kommerzielles Futter. Ich kann aber bei Zooplus bestellen, die haben Yarrah, aber das ist ja die einzige Biomarke (und die vertraegt meine eine Mietze nicht).

    Kuehe haben hier vielleicht noch das relativ leid-freiste Leben, weil ja viele auf Weiden stehen. Aber alles, was mich nicht wuergen laesst, ist ja wieder kein Schlachtrest. Eine Bekannte meinte, sie kaufe bei Lidl (ja, gibts auch hier) das Fleisch, das kurz vorm Ablauf des Haltbarkeitsdatum steht. Sie kocht es dann und friert es ein. Was meint ihr dazu, waere das eine gute Moeglichkeit?

    Im Moment bekommen sie Miamor und Integra als Nassfutter und Royal Canin Sensitive Chicken als Trockenfutter. Bevor die Kleine mit starkem Durchfall reagiert hat, haben sie Yarrah Huhn bekommen, aber da ist mindestens Reis drin, vielleicht vertraegt sie das nicht.

  5. #5
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    Es ist wirklich schwer, Futter, das man als Mensch vertreten kann und das auch die Katzen mögen / vertragen, zu finden. Man kann sich leider nur auf das beziehen, was auf den Etiketten steht. Mir war z.B. immer wichtig, dass das Futter in Deutschland hergestellt wird. Aber heisst "hergestellt" auch, dass die Zutaten aus Deutschland kommen? ??? BARF ist bestimmt optimal, aber auch für mich nicht umsetzbar. Teils aus Bequemlichkeit, gebe ich zu, aber auch, weil 2 meiner 5 Katzen absolut kein Rohfleisch anrühren.
    Ich habe mich nun auf gewisse Marken eingespielt und gebe mir Mühe, auch zu glauben, was der Hersteller angibt. Die Marken sind Pfotenliebe, Macs, Mjamjam, Granatapet, Catz Finefood, Tasty Cat. Vielleicht magst du dich ja da mal einlesen?
    Die Inhaltsstoffe von Yarrah haben mich auch enttäuscht.

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  6. #6
    Cappu Guest
    Schade, aber da kann man nichts machen. Vielleicht würde man noch einen Fleischer finden, der dir Abfallstücke wolft, aber das ist ja auch keine Lösung. Das riecht ja auch und sooo sauber sind Katzen nicht beim Fressen...
    Ich fände Innereien schon wichtig beim Barfen, aber viele Fertigfutter bestehen auch nur aus Muskelfleisch und die Katzen werden alt damit... wäre "altes" Fleisch denn eine Alternative für dich? Geht es "nur" ums Aussehen, das nicht vertragen wird? Man kann auch gewolfte Innereien online kaufen, aber ich weiß nicht, wie da die Verfügbarkeit in Irland ist.

    Fertigfutterinfos sind immer schwer zu bekommen. Was ist verlässlich, was Werbeaussage. Selbst wenn man Hersteller anschreibt und eine Antwort bekommt, beantwortet diese in der Regel nicht die gestellten Fragen. Haben wir schon vor ein paar Jahren mal probiert

    Biofutter gibt es zum Glück inzwischen ein paar mehr, nicht nur Yarrah. Petnatur habe ich viele Jahre lang gerne bei Sandras Tieroase gekauft, das gibt es leider nicht hier bei Zooplus.
    Herrmanns bio hab ich dir oben schon verlinkt.
    Defu gibts hier auch noch: http://www.zooplus.de/shop/katzen/ka...zenfutter_defu Davon habe ich lange Zeit das TroFu gekauft, NaFu gibts noch nicht so lange.
    Ich weiß nicht, ob zooplus noch andere Biomarken im Sortiment hat. Nutrivet schmeißt die Suchfunktion noch raus, aber das ist ein Trockenfutter und scheint echt wenig tierische Anteile zu haben: http://www.zooplus.de/shop/katzen/ka...utrivet/636069 Und dann noch das hier: http://www.zooplus.de/shop/katzen/ka.../lilys_kitchen , aber das kenne ich nicht.

  7. #7
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    Ein Bio-Katzenfutter, das interessant klingt, ist "Liebesgut". Allerdings habe ich das bisher nur im Naturwaren-Onlineshop Violey gefunden. Wie das mit einem eventuellen Versand nach Irland aussieht, weiß ich leider nicht.
    Mir fällt noch ein, dass das Macs Futter "Hühnerfleisch mit ganzen Herzen" vielleicht eine Möglichkeit wäre, deiner Katze was Gesundes zum Kauen zukommen zu lassen, ohne dass du es anfassen musst. Es sind tatsächlich viele ganze Hühnerherzen in den Dosen enthalten. Allerdings ist das kein Biofleisch. Die Version mit Huhn gibt es bei "Sandras Tieroase", die Version "Rind& Herzen" bei Zooplus.

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  8. #8
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    Guten Abend dawanda,

    Dein Eintrag ist schon länger her, deswegen weiß ich nicht, ob das Thema für Dich noch aktuell ist.
    Deinen Gedankengang finde ich super....toll, wenn man sich als Käufer auch mit dem Produkt, was man kauft auseinandersetzt.
    Bei mir ist es ähnlich, ich habe verschiedene Hersteller angeschrieben, um nähere Informationen zu erhalten.
    In Bezug auf Deine Äußerung mit den Produkten aus Massentierhaltung und den damit verbundenen Schlachtabfällen wurde mir mal der schlaue Satz gesagt, dass ich mit dem Kauf aller Produkte, die ich erwerbe eine gewünschte Nachfrage zu verstehen gebe. Insofern ist für mich klar, dass ich kein Futter aus Massentierhaltung kaufen möchte (egal ob Huhn, Rind oder Gans). Ich bestelle öfters Defu, Biopur. Pussy deluxe, my bio und Katzenliebe ist auch nicht aus konventioneller Tierhaltung.
    VG Cathleen

  9. #9
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    dem ist ganz sicher so.
    dass für billigfutter nur schlachtabfälle, die sonst keiner braucht und die alternativ in die tonne wandern würden, verbraucht werden, ist eine illusion.
    ich habe jäger unter meinen freunden - und auch, wenn ich nur eingeschränkt für dieses hobby verständnis aufbringe (bzw. seine auswüchse wie quälerische treibjagden und füchse, die von hunden stundenlang in ihren bauen malträtiert werden) - so bekomme ich doch regelmäßig ganz oder halbe rehe, die ich selbst zerlege.
    viel abfall ist da gar nicht, ein paar schnittabfälle, der kopf, die knochen...was letztlich für die menschliche ernährung gar nicht geeignet ist. und bei rind und schwein wird noch viel mehr verwertet - von zunge über bäckchen, bis herz und leber.
    es gibt genug menschen, die das auch essen, außerdem gibt es ja auch eine industrie, die z.b. fonds und brühen herstellt, für den endverbraucher genauso wie für die gastronomie.
    es gibt in nohra bei weimar einen riesigen schlachthof, dort gibt auch einen laden, wo man hundefleisch wie schlund und kehlkopf kaufen kann - es ist keineswegs so, dass man da immer was bekommt, obwohl dieser schlachthof sicher rund um die uhr arbeitet. für den laden sind halt die wenigen überkapizitäten
    nein, ganz sicher wird auch für tiere geschlachtet - die besseren teile wandern halt in besseres futter, die schlechteren in schlechteres.
    tierfutter an sich ist sicher teil des nachfragemarktes

  10. #10
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    Carlos,
    das zweifle ich an. zum einen habe ich vor Jahren mal in Grimms "Katzen würden Mäuse kaufen" was über die Herstellung aus Schlachtabfällen gelesen, zum anderen schau auch mal hier: http://www.daserste.de/information/r...ge-1-100.html: "Unsere Hunde sind in der Tat Resteverwerter der Nahrungsmittelherstellung. Schlachtabfälle, die für die Futtermittelherstellung verwendet werden, sind aber nicht als "Müll" zu betrachten. In erster Linie sind dies Innereien (z. B. Pansen, Euter, Lunge, Milz), Kopf- und Stichfleisch, sehnige Abschnitte und Ähnliches. Dies sind durchaus hochwertige Futtermittel, die theoretisch auch für den Menschen verzehrbar wären – wir wollen sie nur nicht essen."

    Futter mit Filetfleisch kommt ja oft aus Asien (Almo Nature usw.) und da werden dann wohl unter schlimmen Bedingungen die Tiere günstiger gehalten

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)

  11. #11
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    das ist so wohl nicht richtig, auch bei uns werden innereien gegessen und wir leben ja in einer globalisierten welt: in einigen ländern werden sehr viel mehr innereien gegessen, als bei uns, z.b. in polen und in der fleischbasierten italienischen regionalküche der gebirgsregionen und auch in der französischen küche.
    im schlachthof bekommt man quasi nie welche, noch nicht mal pansen ist immer da.

    wieviel millionen hunde und katzen leben in deutschland? soviele wie menschen? und der fleischbedarf ist ja nicht geringer, eher vielleicht sogar höher - würde ich meine 5 kleinen hunde mit einem reh ernähren - hätten sie vielleicht eine woche genug, würde zwei menschen täglich von dem reh essen, würde es sehr viel länger reichen - gibt ja ordentlich nudel dazu

    natürlich werden auch schlachtabfälle fürs futter verwendet, aber in der gesamtkalkulation sind die ganz sicher nicht ausreichend - an einem rind sind ja nicht 50% abfall - vielleicht 10-15% (ohne knochen gerechnet)

  12. #12
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    Es leben weitaus weniger Katzen und Hunde in Deutschland als Menschen: 9,2 Millionen Hunde und knaopp 14 Millionen Katzen. Dann besteht Katzenfutter natürlich nicht nur aus Fleisch. Und: Die Schwankungen bei billigen Sorten liegen daran, dass das gekauft wird, was gerade am günstigsten zu kaufen ist, wovon gerade am meisten "übrig" ist. Lies doch mal dieses Grimm-Buch, und ich meine nicht die Märchen.

    Und ich denke auch nicht, dass die Mengen die die vor Ort verkaufen relevant sind bei so einem riesigen Schlachthaus wie du es schilderst, das Zeug wird in riesigen LKW abtransportiert zur Weiterverarbeitung, vermutlich haben die einfach Vorrang oder das Fleisch für den Laden ist näher am MHD, was weiß ich.

    Keine Ahnung, ob die Franzosen soviel Euter essen Aber auch der Bayer zuzelt nicht jeden Tag eine Weißwurst Und überleg doch mal, es wird hier soviel Fleisch produziert, dass die Reste sogar noch für Afrika reichen: https://www.zeit.de/wirtschaft/2015-...fluegel-afrika

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)

  13. #13
    Registriert seit
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    Die Frage ging um "ethisch" ...

    Ich kaufe für meine Fellnasen gerne genau das gleiche Fleisch bei meinem Landmetzger ein, das ich mir auch selber auf den Grill werfe. Und der bezieht seine Ware aus Quellen, die ich persönlich kenne, und die im Bezug auf Tierhaltung in Ordnung sind. Natürlich deckt das auch nur einen Teil des Bedarfs ab.

    Bei Fertigfutter wird es immer schwierig. Aber welcher Mensch ernährt sich schon ausschließlich ethisch korrekt?

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