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Thema: Hund hängt sehr stark an mir

  1. #1
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    Hund hängt sehr stark an mir

    wie ich ja schon in einem anderen Tread angekündigt hatte, ist seit Freitag den 3.11. ein weiterer Hund bei uns eingezogen.
    Es ist ein 9 Wochen alter Cane Corso Rüde mit dem Namen Butch.
    Offiziell und auch auf dem Papier ist Butch der Hund meines Partners. Ich selbst habe einen kleinen Hund im Alter von ca. 3 Jahren.
    Mein Partner ist leider in manchen Dingen ein typischer Proleht und meint gerne er weiß alles besser, darum habe ich mich von vornherein von dem Kleinen fern gehalten um keine große Bindung zu ihm aufzubauen, damit es später keine Diskussionen gibt, ich hätte mich in die Erziehung eingemischt.
    Mein Partner hatte schon öfter Hunde und erstaunlicherweise (obwohl er nicht WIRKLICH Ahnung von moderner Hundeerziehung bzw. Haltung hat), liebten diese ihn alle abgöttisch. Auch mein Rüde stiefelt ihm überall hinterher und wenn wir die Türe rein kommen, wird zuerst der Mann begrüßt, statt das Frauchen.
    Ich hatte also erwartet, dass dies bei Butch nun auch so liefe.

    Tja, Butch ist somit ein richtiger Sonderfall.

    Er beachtet ihn überhaupt nicht und klebt dafür an mir wie eine Klette. Ich kann keinen Schritt ohne ihn machen oder er jault ganz fürchterlich.
    Natürlich sagen jetzt sicher einige, er ist doch erst drei Tage bei euch und muss sich noch einleben, aber meinem Freund geht das eben tierisch gegen den Strich und er sondert sich nun etwas ab, sitzt den ganzen Tag mehr oder weniger schmollend am PC und versteht die Welt nicht mehr. Er ist total enttäuscht von dem Kleinen, will auch nix mehr von ihm wissen und hat mir nun die Pflege und Fütterung des Kleinen übertragen.
    Er hofft darauf, dass der Kleine dann irgendwann die Schnauze voll von mir hat weil ich ja zu viel mit ihm mache, während mein Freund sich komplett zurück hält. Angeblich hat er irgendwo von dieser Methode gelesen.

    Trotzdem wüsste ich gerne was man tun kann um diese Situation zu entschärfen, falls es nicht von selbst besser wird.
    Was können wir tun?


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  2. #2
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    Ich bin jetzt etwas "sprachlos" -er ist "enttäuscht" von dem Welpen , fällt mir echt nicht viel zu ein, das ist ein Baby und eventuell war bisher ja auch eine Frau seine Bezugsperson, wenn er moechte das sich der Hund mehr ihm zuwendet sollte er sich schlicht und ergreifend um ihn kümmern. Und was er für "liebe" hält (bei den anderen Hunden) kann genauso gut Beschwichtigung sein weil sie ihn nicht richtig einschätzen koennen . Wie lange sind die Hunde denn allein, seid ihr beide voll berufstätig?

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  3. #3
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    Hm, es war in der Tat eine Frau, ausserdem war Butch auch teilweise ein Flaschenkind und ich äußerte schon die selbe Vermutung. Ich bat ihm, den Hund wenigstens einen Monat Zeit zu geben bevor er ihn mir aufs Auge drückt.

    Wir sind leider noch immer arbeitslos.
    Bei meinem Freund ist es aber etwas komplizierter, was das betrifft. Zumindest auf dem normalen Arbeitsmarkt. Ich selbst hatte bisher einfach Pech.

    Inzwischen taut der Kleine langsam auf, aber das hat bloß zur Folge, dass er sich nun einfach mehr nach Herbie orientiert.

    Ich dachte mir schon, dass ER es sein muss der mit ihm was machen muss, aber er hat dazu keine Lust.
    Meinte das wäre Zwecklos, weil ich z.B draußen für den Kleinen nicht mal ne Leine bräuchte und ihm haue er bei der nächsten Gelegenheit gleich ab.


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  4. #4
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    Dann stellt sich mir die Frage ob der Kleine nicht bei einem engagierten Besitzer besser aufgehoben wäre .....

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  5. #5
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    Nunja ursprünglich war er du mich gedacht, als Zweithund für Herbie.
    Dann gab es zunächst Komplikationen und die Fälle schwammen davon ihn noch zu bekommen, dadurch wurde er wieder frei.
    Zu guter Letzt fügte sich dann aber alles wieder, bloß verzichtete mein Freund dafür auf seinen reservierten Schäferhund. Darum wurde Butch sein Hund, denn er wartet schon sehr lange auf eine Gelegenheit zu einem eigenen Hund. Hab mich da etwas überrumpeln lassen. Wenn Butch einzieht, sollte es SEINER werden.


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  6. #6
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    Als Zweithund zu Herbie -- ein Cane Corso, tut mir leid aber das passt vorne und hinten nicht ....... für mich ist das nicht gut durchdacht , der Cane Corso dürfte jetzt schon soviel wiegen wie herbie , was meinst du was passiert wenn der als Halbstarker mal austestet ob er Herbie Führungsrolle abnehmen kann , wieviel Chancen dürfte Herbie da wohl haben . Butch hat erwachsen locker mal 50 kg, da ist selbst eine Spielaufforderung für einen Hund mit Herbies Groesse mit Risiken behaftet . Ich habe selber einen Jungrüden von 9 Monaten mit 34 kg hier , wo der hinspringt wächst kein Gras mehr und ich würde ihn keinesfalls mit einem Kleinhund toben lassen.

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  7. #7
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    Manchmal kann man nur den Kopf schütteln.

    Ich frag mich grad, ob das alles wirklich wahr ist.

    2 arbeitslose die scheinbar wieder arbeiten gehen möchten; wo bleibt die Zeit für 2 Hunde bzw wo bleiben dann die Hunde; auf einen davon hat man nach kurzer Zeit keinen Bock mehr, scheinbar hat man auch nicht viel Ahnung aber dann entweder Schäferhund oder Cane Corso. Was anderes macht nix her.

    Genau aus solchen Verhältnissen sind dann so Hunde denen ich nicht begegnen will wenn die mal erwachsen sind.

    Sorry fürs Vorurteil aber es liest sich für mich einfach so. Wenn man lieber am PC sitzt als Zeit drauf zu verwenden den Hund zu prägen.
    LG
    Iris

    *Was mich nicht glücklich macht, kann weg*

  8. #8
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    Ich würde ihn schnellstmöglich abgeben, und zwar den Mann nicht den Hund. Sofern ihn überhaupt jemand nimmt.

    Mehr fällt mir dazu nicht ein.
    Für immer im Herzen
    Dennis,Duke und Frieda

  9. #9
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    Ich habs mich nicht schreiben trauen
    LG
    Iris

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  10. #10
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    Zitat Zitat von Carmelita Beitrag anzeigen
    Ich würde ihn schnellstmöglich abgeben, und zwar den Mann nicht den Hund. Sofern ihn überhaupt jemand nimmt.

    Mehr fällt mir dazu nicht ein.
    LG von Renate, Muffin & Bonny-Noëlle
    ... sowie Patenkaterchen "STANLEY"
    und Aiderbichl-Patenkind "LUDWIG"


  11. #11
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    Ja sicher habt ihr in manchen Dingen nicht ganz unrecht. Ist schon okay.
    Ich hatte eigentlich geplant mit Butch die Hundeschule zu machen und den Hundeführerschein. Auch mit Herbie war das in Planung.

    Arbeitslos bleibe ich nicht ewig, bin da auch nicht Stolz drauf, mir fällt schon die Decke auf den Kopf.

    Habe dem lieben Herrn nun auch Mal den Kopf gewaschen und ihm klar gemacht, dass er mit dem Arsch an die Wand kommen soll und sich endlich mehr mit seinem Hund befassen muss und vor allem soll er ihn in einer Hundeschule anmelden, so ein großer Hund ohne Benehmen kann gefährlich werden.
    Bindung kann er nur zum Hund aufbauen indem er mit ihm arbeitet.
    Wenn er also nicht Willens ist etwas zu unternehmen, dann würde ich selbst die Sache in die Hand nehmen.


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  12. #12
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    Liebe Knubbelnase,

    auch auf die Gefahr hin das ich mich bei Dir jetzt sehr unbeliebt mache:
    Um Himmels Willen gebt den Cane in Verantwortungsvolle Hände die Zeit und Muße haben sich mit ihm zu beschäftigen und dazu in der Lage sind...
    Nix für ungut und ich will Dir nichts böses, aber Du hast, Deinen Posts nach zu urteilen, mit dem Winzling Herbie schon genug zu tun und bist eine unsichere Hundehalterin (meine ganz persönliche Meinung!)

    Man kann sich immer irren, aber ich gehe davon aus das der Cane mit Dir macht was er will sobald er den Welpenstatus hinter sich hat. Und da Dein Lebensgefährte mit dem Hund anscheinen eher sein Ego aufpolieren möchte als wirklich einen Hund als Partner, Sport- oder Arbeitstier wird der Schuss wahrscheinlich nach hinten los gehen.

    Ich wünsche Euch alles erdenklich gute.

    Viele Grüße
    Pia
    Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)

  13. #13
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    Hi,

    es tut mir leid, dass ich auch noch in die gleiche Kerbe hauen muss

    Wenn der neue Hund tatsächlich ein Kumpel für Herbie sein sollte, dann habt ihr leider wirklich daneben gegriffen Der ist ja jetzt schon mit einem Gewicht dabei, dass ihr die beiden nicht ohne Sorge miteinander spielen lassen könntet, ein tollpatschiger Pfotenhieb oder ein zu starker übermütiger Rempler und Herbie darf zum Tierarzt. Wenn er Glück hat.
    Herbies Kumpel muss ungefähr in seiner Gewichtsklasse liegen, sonst ist jedes Spiel eine große Gefahr für ihn. So eine kleine Wirbelsäule ist schnell geknickt...

    Für mich liest es sich auch so, als wollte dein Freund in Wirklichkeit gar keinen Hund, weil der eigentlich zu viel Mühe macht. Und du hast ja schon Herbie bzw. wenn du einen zweiten Hund aufnehmen wolltest, solltest du einen ähnlich kleinen Hund wählen. Was sagt denn der Züchter dazu? Gute Züchter nehmen ihre Welpen wieder zurück, wenn ihre neuen Besitzer mit ihnen nicht klar kommen.

  14. #14
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    Nun ja, der Züchter kennt Herbie, hat ihn gesehen und besitzt selbst auch Chiuahuas.
    War mir auch schon klar, dass er damit sein Ego aufpolieren will und hatte ihm von diesem Motiv auch abgeraten.

    Aber gut, wir werden uns dann eben noch was einfallen lassen und ich bespreche es nochmal mit meinem Freund.


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  15. #15
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    Die hat er aber garantiert nicht miteinander spielen lassen, sondern nur nebeneinander gehalten. Schau dir an, wie Hunde miteinander spielen, wie sie raufen, sich spielerisch übereinander rollen und gegenseitig überfallen, und dann stell dir vor, wie das ein ausgewachsener CC mit deinem Herbie macht: das kann einfach nicht gut ausgehen für deinen armen kleinen Puschel.

  16. #16
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    Genau so sehe ich das auch Elia, mir würde da angst und bange wenn Herbie mein Hund wäre ....... ich hoffe ihr habt eine gute Hundekrankenversicherung

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  17. #17
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    Hallo Knubbelnase,

    ich habe die ganze Zeit hin und her überlegt, ob ich zu diesem Thema etwas sage... Ich will natürlich keine Falschinformationen verbreiten! Aber ich versuche mal, meine Sicht und Erfahrung darzulegen:

    Zum Thema "Orientierung von Tieren und Rangfolgen":
    Wir haben zwar keinen Hund, aber bei unserer Katze war es ähnlich: Mein Freund wollte sie unbedingt zu sich/uns holen, als wir alle anderen Sachen, die eine Anschaffung mit sich bringt, geklärt hatten. Er war ja mit der Katze aufgewachsen, und als sie ein Notfall wurde, kam sie halt zu uns. Anfangs kannte Katze ihn klar besser als mich, kam eher zu ihm, als zu mir. Aber da er jeden Tag arbeiten war und ich öfter zu Hause (wegen Semesterferien) und ich mich mit ihr beschäftigt habe, wurde die Katzenbeziehung zu mir deutlich besser. Sie bevorzugt nun eher mich, wenn es um Spielen und Kuscheln geht, weil ich mich gut 2-3 Monate intensiv mit ihr und Katzen allgemein auseinandergesetzt habe.
    Klar können Tiere auch Vorlieben haben, was das menschliche Geschlecht angeht, dann aber aus Gewohnheit oder Erfahrung. Um euren Hund auf deinen Freund zu prägen, muss der echt arbeiten. Aber halte dich da nie komplett raus. Du musst auch als Rudelführer gelten. Und Herbie auch noch über Butch. Die Reihenfolge kann man, denke ich durch "einfache" Rituale erstmal reinbekommen, mit Konsequenz und Erfahrung.
    Ich empfehle die Bücher von Cesar Millan "Du bist der Rudelführer" und "Glücksformel für den Hund". Das sind zumindest die, die ich hier stehen habe und als hilfreich erachte...

    Zum Thema "Verschiedene Hunde - Größen und Rassen":
    Ich werde an dieser Stelle keine Abgabeempfehlung aussprechen! Wenn ihr das für euch entscheidet ist das eure Sache. Wenn nicht, dann auch. Zu meiner Sache wird es erst, wenn mir ein unerzogener, riesenhafter CC entgegen rennt. Und genau das habt ihr zu vermeiden! Alle hier gestellten Fragen sind in fragendem, nicht vorwurfsvollem Ton.
    Ich finde es etwas blauäugig, zwei so verschiedene Rassen zu halten. Man muss einen Arbeitshund wie den CC einfach anders auslasten. Habt ihr das bedacht? Wenn Herbie am Tag für 1,5 h raus muss, dann wird das bei Butch schon echt grenzwertig. Der muss wirklich ausgelastet werden (ist übrigens egal, ob nun Schäferhund oder Chihuahua, Cane Corso oder Herbie, aber die Auslastung, körperlich und geistig ist auf komplett verschiedenen Leveln). Cane Corso sind und bleiben Arbeitshunde!
    Ähnliche Rassen und Charaktere kann man natürlich besser gleichzeitig auslasten.

    Beispiele:
    1. Mit einem Schäferhund-Husky-Duo kann ich gleichzeitig joggen, Gassi gehen, wandern, Rad fahren oder Sport machen.
    2. Mit einem Mops-Chihuahua-Duo kann ich das auch gleichzeitig machen.
    3. Mit einem Husky-Mops-Duo kann ich nur sehr begrenzt gleichzeitig joggen, wandern, Rad fahren oder ähnliches. Entweder geht dem Mops die Puste aus, oder der Husky langweilt sich zu Tode. Dann muss Husky extra gefordert werden, daraus folgt, der braucht mehr Zeit und Aufmerksamkeit und Geld! (Ausnahmen bestätigen etc etc)
    4. Mit einem Husky-Russel-Duo mögen die Unterschiede nicht so groß sein, wie unter 3., aber ganz einfach würde das sicherlich auch nicht...

    Damit Herbie nicht in Gefahr gerät, muss Butch also echt ausgelastet und erzogen, folgsam und unterwürfig sein. Ihr seid der Chef, Herbie Vize und Butch Gefolge. Und vor allem muss Butch mit Gleichartigen spielen! Und seine Grenzen kennen bei Herbie!!!

    Befasst euch wirklich mit dem Thema. Frag hier vielleicht nochmal nach Tipps, wenn es euch wirklich ernst ist, mit Butch. Wenn es euch zu viel Arbeit ist, was nicht schlimm ist,solange es noch keine Probleme gab, dann gebt ihn lieber in vertrauensvolle, erfahrene Hände.

  18. #18
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    Interessante Ansätze

    Mit der Rangordnung ist es aber leider nicht so einfach, die werden die Hunde schlicht untereinander ausmachen. Du kannst zwar beeinflussen, wie sie sich in deiner Anwesenheit verhalten, indem du manche Dinge tolerierst und manche nicht, aber du wirst dem Großen nicht weismachen können, dass der Kleine ihm gegenüber das Sagen hat. Spätestens wenn der Große begriffen hat, dass er der Überlegene ist, ist der Drops gelutscht.

    Cesar Millan - sind die Bücher besser als seine Sendungen? Mein Eindruck ist, dass er seine Erfolge zu einem guten Teil damit erzielt, dass er dem Hund schlicht Angst macht. Luftabschnüren, Treten, Schlagen kommen häufig vor. Ich kenne aber nur Filme, keine Bücher.
    Ein Hund ist nur dann souverän im Alltag, wenn er Vertrauen in seinen Menschen hat. Angst führt zu Kontrollverlust.

  19. #19
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    Zitat Zitat von Cappu Beitrag anzeigen
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    Mit der Rangordnung ist es aber leider nicht so einfach, die werden die Hunde schlicht untereinander ausmachen. Du kannst zwar beeinflussen, wie sie sich in deiner Anwesenheit verhalten, indem du manche Dinge tolerierst und manche nicht, aber du wirst dem Großen nicht weismachen können, dass der Kleine ihm gegenüber das Sagen hat. Spätestens wenn der Große begriffen hat, dass er der Überlegene ist, ist der Drops gelutscht.

    Cesar Millan - sind die Bücher besser als seine Sendungen? Mein Eindruck ist, dass er seine Erfolge zu einem guten Teil damit erzielt, dass er dem Hund schlicht Angst macht. Luftabschnüren, Treten, Schlagen kommen häufig vor. Ich kenne aber nur Filme, keine Bücher.
    Ein Hund ist nur dann souverän im Alltag, wenn er Vertrauen in seinen Menschen hat. Angst führt zu Kontrollverlust.
    dem kann ich mich nur voll und ganz anschliessen

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  20. #20
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    Ich finde den Denkansatz von Millan besser als den von z.B. Rütter. Und in den Büchern, die ich habe, steht zu 75% "Bewegung, Disziplin, Zuneigung - In der Reihenfolge", also die Leitthemen von Millan. Damit lassen sich viele Probleme, die durch zu wenig Auslastung kommen, schon mal lösen. Er erklärt auch in einem Buch gewisse Streitthemen, wie Schockhalsband und Würgekette. Aber da ich das sowieso nicht nutzen will, war es für mich eher nebensächlich.
    Ich hatte man gelesen: "Um mein Rudel zu leiten, nutze ich die Millan-Methode. Für einzelne Hunde und deren Probleme, arbeite ich nach Rütter".
    Ich konnte es bis jetzt nur wenig ausprobieren, weil ich bei fremden Hunden ungern ins Handwerk pfusche. Aber da, wo ich etwas probieren durfte, ging es relativ gut. Kommt halt auch auf Hund und Mensch an...

    Okay, das mit der Rangordnung hab ich mir wohl zu einfach gemacht

  21. #21
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    Das klingt total vernünftig. In sehr vielen Fällen werden Probleme mit dem Hund von einer falschen und/oder ungenügenden Auslastung verursacht. Hunde WOLLEN eine Aufgabe haben, sie BRAUCHEN eine Aufgabe. Dazu klare, kurze Ansagen, die der Hund verstehen kann, plus Konsequenz, damit er ein Sicherheitsgefühl entwickeln kann (nur wenn er weiß, was von ihm erwartet wird und wenn er weiß, wie die Regeln lauten und dass sie immer gelten, kann er sich sicher fühlen), damit wird mindestens 95% der möglichen Probleme vorgebeugt.

    Allerdings ist da noch die andere Seite: Schockhalsbänder, Würgeketten, Schlagen, Treten... - wenn er als berühmtes Vorbild zu solchen unnötigen und auch falschen Mitteln greift, wie soll ein Neuling oder generell ein Ratsuchender da differenzieren? Woher soll er wissen, dass solche Mittel hierzulande sogar gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, wenn Millan sie sogar als Lösung vorführt? Das ist meine Sorge, wenn ich darüber nachdenke, was er mit seinen Filmen und Büchern für eine enorme Reichweite hat.

    Rütters Methoden hab ich zur Zeit nicht so auf dem Schirm, wenn ich Bücher empfehlen wollte, würde ich die von Jan Fennell wählen. Die finde ich super und sie sind außerdem verhaltenskundlich ziemlich aktuell.

  22. #22
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    Ich muss beim Thema "Auslastung" immer wieder an einen Beitrag denken, der irgendwann mal im Frühstücksfernsehen lief: Probleme mit einem Schäferhund-Mischling, vielleicht 1-2 Jahre. Hm, komisch, dass der Hund zu Hause aufdreht, wenn er am Tag 30 Minuten raus kommt... Und auch keine Geistige Auslastung bekommt... *augenroll*

    Zurück zum Thema:
    Schockhalsbänder werden bei Millan, soweit ich gelesen habe, nur im extremsten, lebensgefährlichen Fällen des Hundes eingesetzt. Wenn einer immer wieder vor Traktoren rennt. Und dann auch nur für paar Stunden unter erfahrener Leitung. Danach nur noch Vibrationsmodus.
    Würgehalsbänder habe ich auch in der Tierpension in meiner Nähe gesehen... Diese, mit den "Dornen" nach innen, glaub ich... Das Halsband war aber von den Besitzern, nicht von der Pension...
    Schlagen und Treten sind keine Millan-Methoden. Er berühert die Hunde mit dem Fuß, ja. Aber er will ihnen nicht Schmerzen zufügen, sondern "den Fokus brechen". Also, dass der Hund sich schlagartig auf den Menschen zurück fokussiert, wegen der Überraschung. Aber ich weiß nicht, in wie fern das ok ist oder nicht... Bei einem Hund hab ich das in Grundzügen ausprobiert (aber recht vorsichtig, weil nicht mein Hund), es funktioniert tatsächlich allein durch Berührung... Aber als "Fokusbruch" nutzt er ja auch das schnelle "Sch", bzw. irgendein zackiger Laut. Das hat auch ganz gut funktioniert, bei mir. Nur dass der Hund zum ersten Mal Paroli von Menschenseite bekommen hat, fand der Hund nicht so toll...


    Aber um Missverständnisse zu vermeiden: Bei allen Hilfsmittel, egal, ob Schockhalsband, Würgekette, Stachelhalsband, Plastikflasche mit Schrauben, etc.
    bin ich vorsichtig. Da würde ich IMMER!!! einen Profi zur Hilfe rufen, der auch Ahnung hat, und nicht nur so tut, oder mich an eine gute Hundeschule wenden. Ich bin klar gegen solche Methoden, solange ich nicht weiß, wie mein Hund darauf reagiert. Ich mach das lieber mit Körpersprache, Stimmung, Belohnung, Stimme und Korrektur... Nicht mit Angst und Schock!

  23. #23
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    Ich glaube, die Diskussion "Rütter vs. Millan" ist hier etwas fehl am Platze...

    Tatsache ist, die Strategie deines Lebensgefährten wird ganz grandios nach hinten losgehen Insofern wirst du für dich entscheiden müssen, ob du effektiv zwei Hunde halten, versorgen und 10+ Jahre beschäftigen kannst und willst - oder ob der CC nicht doch in einem anderen Zuhause besser aufgehoben ist (insbesondere wenn du wieder Arbeit findest)... Aber du solltest dich bald entscheiden...
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

  24. #24
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    Es gab ein paar Filmsequenzen vom Anfang seiner Karriere im deutschen Fernsehen, in denen gezeigt wurde, dass er gerade das "harmlose" "Schttt" vorher mit Schlägen als Warnlaut etabliert hat. Später haben sie diese Szenen nicht mehr gezeigt, man sieht aber oft noch, dass der Hund entsprechend zusammenzuckt. Die Verknüpfung "Schttt" - Schrecken/Angst sitzt. Es gibt solche "Mittel" also noch im Trainingsprogramm, sie werden nur nicht mehr gezeigt bzw. herausgeschnitten.
    Ich würde nicht wollen, dass mein Tier gehorcht, weil es Angst vor mir hat. Ich würde wollen, dass es tut, was ich von ihm will, weil es darauf vertraut, dass ich weiß, was am besten ist.

    Stachelhalsbänder sind in D verboten, leider gibt es immer noch Leute, die sich nicht darum scheren bzw. denen es egal ist. Ist halt noch extra blöd, wenn solche Mittel dann auch noch im Fernsehen als vermeintlich hilfreich vorgeführt werden. Zur Symptombekämpfung und für einen schnellen "Erfolg" eignen sie sich ja leider sehr gut, sie sind nur eben nicht nachhaltig, nicht hundgerecht und zäumen das Pferd von hinten auf.

  25. #25
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    Zitat Zitat von uta_stareprawo Beitrag anzeigen
    Ich glaube, die Diskussion "Rütter vs. Millan" ist hier etwas fehl am Platze...
    Ich entschuldige mich und verschiebe das Thema hier hin.

    @Knubbelnase: Wie ist der derzeitige Stand der Dinge?

  26. #26
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    Nun, nach mehrmaligem erfolglosem Auffordern die Sache nun endlich mal in die Hand zu nehmen, bzw. mit der Erziehung ect. anzufangen.
    Habe ich es nun aufgegeben, darauf zu warten, dass der Herr tätig wird. Er argumentiert das damit, dass der Hund ja schon entschieden hätte und er er es nicht einsieht ihm nachzudenken und ihn dazu zwingt, ihm zu folgen.

    Nun ja, inzwischen entsteht schon ein wenig Bindung, aber er bleibt eben nur die Nr. 2

    Ich weiß über die Rasse CC Bescheid und habe mich im Gegensatz zu meinem Partner informiert. Darum liege ich ihm auch immer wieder in den Ohren, wegen Hundeschule und Hundeführerschein.

    Regeln bezüglich der Rangfolge usw. habe ich schon durch geboxt. Kurz gesagt, Herbie MUSS in jeder Situation bevorzugt werden. Beim Toben bleibe ich immer dabei, auch hier gehe ich sofort dazwischen, wenn es zu wild wird. In den Rücken steigen oder rüber rollen wird ebenfalls unterbunden. Butch steht in allem an letzter Stelle. Fordert er es ein, muss er auch mal warten.

    Eine Hundeschule wird nun gesucht.

    Hab meinem Partner nun angedroht, wenn die Sache nicht ernst genommen wird, dann muss Butch weg.
    Er hat mir nun praktisch das Kommando überlassen.
    Ich versuche nun mein Möglichstes.
    Würde wirklich gerne den Hundeführerschein mit Butch machen.
    Übe schon die Grundkommandos und das alleine bleiben.

    Ich nehme die Sache durchaus sehr ernst. Leider stehe ich damit jedoch alleine da.


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  27. #27
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    Ich weiß, dir brauch ich das nicht sagen, aber: Sich mit dem Hund zu beschäftigen, damit die Bindung besser wird, hat nichts damit zu tun, ihn zu zwingen...

    Bei uns hatte eine Woche "Zwang" seitens meines Freundes geholfen, die Bindung zu unserer Katze wieder zu verbessern. Ich war in dieser Woche einfach zu eingespannt, da blieb der Großteil an ihm hängen. JA, Katzen sind keine Hunde, aber der Bindungsaufbau ist im Prinzip ähnlich, oder?
    Vielleicht kannst du eine Art "Zwang" für deinen Freund herstellen, indem er mit Butch raus muss, weil du "gerade Wäsche waschen musst", oder so Oder während du shoppen gehst, soll er Butch bisschen bespaßen, mit Spiel, Leckerli-Jagd oder so. Einen CC kann man ja nicht mit zum Shoppen nehmen

    Und wenn du eine Hundeschule gefunden hast: Nimm deinen Freund mit. Und schick ihn nach einer Weile alleine, "weil du ganz dringend was erledigen musst, aber Butch da hin muss".

    Beschäftigst du Butch bisher genauso wie Herbie? Oder bekommt er noch ein paar Extra-Einheiten "Manieren", "Spiel" und "Kuscheln". Butch sollte zwar nicht bevorzugt werden, aber ganz und immer nach hinten stellen, finde ich kontra-produktiv... Vielleicht kannst du eine kurze "Butch-Zeit" einlegen, ganz ohne Herbie. (Die "Butch-Zeit" kannst du auch immer mal wieder an deinen Freund rüberschieben )

    Vergiss nicht, dass CCs ein bisschen spezielle Anforderungen haben bei Spiel und Auslauf/Beschäftigung, im Vergleich zu Klein-Herbie... Vielleicht findet ihr in der Hundeschule Gleichartige, mit denen ihr euch treffen und die Hunde frei und ohne ständiger Unterbrechung spielen lassen könnt.

  28. #28
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    Wenn ich eine Hundeschule gefunden habe, werde ich ihn ganz sicher mitnehmen, obwohl ich bereits ahne, wie das aus geht. Er hielt bisher nie viel von der modernen Art der Hundeerziehung und handhabt es oftmals noch wie zu Großvaters Zeiten. Er lässt sich auch ungern was sagen, weil er es eh besser weiß.

    Gut zugegeben, auf dem Gebiet ist er ein A...

    Mir wäre es ehrlich lieber, wenn ich es erstmal übernehme, bis erste Erfolge zu sehen sind. Sonst wird er nach dem ersten Besuch dort niemehr aufkreuzen, da die Trainer dort nach seiner Aussage eh alle unfähig wären.

    Und ja, natürlich beschäftige ich beide Hunde auch Mal getrennt. Meist Butch zuerst, damit er dann ausgepowert schläft, während ich dann mit Herbie los ziehe.
    Denn wenn Butch mit kriegt, dass ich aus dem Haus gehe, macht er Häufchen und Pipi mitten in den Raum. Das alleine bleiben üben wird sicher schwer werden mit ihm. Es macht für ihn kein Unterschied ob die anderen da sind, sobald ich geh, spielt er verrückt. Dabei ist er schon so gut wie Stubenrein.


    Tiere sind die besseren Menschen

  29. #29
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    Hm.

    Hast du schon einen Plan für die Zukunft?

    Vollzeit zu arbeiten mit zwei Hunden dürfte schwierig werden. Falls du den kleinen Herbie mit zur Arbeit nehmen darfst, wäre das schon wie ein Sechser im Lotto, aber bei zwei Hunden, von denen einer ein Koloss ist, wird sich jeder Chef quer stellen. Da muss also ein Plan B her. Die Hunde, die bei meinen Kollegen wohnen, werden entweder von einer Partnerin mit Halbzeitstelle (da sind dann auch kleine Kinder involviert) versorgt oder aber verbringen den Tag im Wohnwagen auf dem Parkplatz oder sind jeden Tag in einer Hundetagesstelle (nicht billig). Nur der Hund des Chefs darf im Büro rumwuseln.

    DU hast dich informiert, aber dein Freund will anscheinend gar keinen Hund haben. Warum jetzt Energie in etwas stecken, was er ganz offensichtlich absolut ablehnt? Meine Güte, der Kerl ist doch keine acht Jahre mehr, der sollte doch wissen, dass man als Erwachsener dazu verpflichtet ist, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen. Dafür darf man halt auch lange aufbleiben und ein Kraftfahrzeug führen - kein Privileg ohne Verpflichtung.
    Kurz: WENN du den CC behältst, dann ist es DEIN Hund. Punkt. Willst du das wirklich?

    Zitat Zitat von Knubbelnase Beitrag anzeigen
    Regeln bezüglich der Rangfolge usw. habe ich schon durch geboxt. Kurz gesagt, Herbie MUSS in jeder Situation bevorzugt werden.
    Woah, nein, auf gar keinen Fall so! Der CC wird sich das nicht gefallen lassen, Herbie wird in eurer Abwesenheit für "seine" Dreistigkeit bestraft werden. Herbie ist bald oder schon jetzt das letzte Glied in der Kette. Das ist an sich auch nichts schlimmes, Hunde haben in der Regel kein Problem damit, sich unterzuordnen. Ihr könntet es aber zu einem Problem machen, wenn ihr Unfrieden zwischen die beiden Hunde bringt, indem ihr ihre Rangordnung missachtet.

  30. #30
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    Ja, ich habe auch einen Plan B für die Zukunft und auch einen Plan C, D,E......
    Will ich jetzt aber nicht weiter drauf eingehen, denn es geht mir langsam auf den Zwieback, alles entschuldigen zu müssen. Man fühlt sich langsam echt diskriminiert, weil man sich entschieden hat, der Sache eine Chance zu geben. Ist doch egal ob er das nun will oder nicht, er sagt selbst schon, es wäre MEIN Hund.
    Bevor es schief geht, hole ich mir ganz bestimmt schon Hilfe.
    Ich weiß, dass ich nicht der perfekte Hundebesitzer bin, aber wer ist das schon?

    Wie oft will man mir das denn jetzt noch unter die Nase reiben?

  31. #31
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    Sorry, wenn das so rüberkam, aber ich meinte es nicht als "gegen dich". Ich finde es toll, dass du die Probleme mit Herbie so gut in den Griff bekommen hast, auch die Probleme mit den Erziehungsversuchen durch die Familie. Du informierst dich, du hängst dich rein, das sind gute Dinge.

    Dein Freund hat Mist gebaut, nicht du. Du bist nur gerade dabei, die Suppe auszulöffeln.

    Und da ist halt die eine große Frage: was willst DU? Du ganz allein? Wenn du dich abseits von deinem Verantwortungsbewusstsein und deiner Zuneigung zu Butch fragen würdest, was du dir für deine Zukunft wünschen würdest? Zukunft mit einem Hund, Zukunft mit zwei Hunden und so weiter?
    Wenn das klar ist, dann ist der Rest "nur" noch Organisation. Das kriegt man irgendwie alles hin.
    Blöd wird es, wenn man aus beispielsweise Pflichtbewusstsein die eigentlich falsche Entscheidung trifft und die dann irgendwie umsetzen muss. Wider besseres Wissen. Wider das eigene Herz. Und das schreibe ich nur so eindringlich, ich hacke nur deshalb so darauf herum, weil ich selbst schon einzweimal halbherzige Entscheidungen aus den für mich falschen Gründen getroffen habe. Diese dann durchzuziehen wurde echt mies.

    Für mich klang es einfach so, als hättest du eigentlich schon gerne einen zweiten Hund, nur eben einen für Herbie, einen, mit dem Herbie auch etwas anfangen, mit dem er spielen und was zusammen machen kann. Best Hunde-Buddys sozusagen. Und da ist so ein Riesentier einfach nicht die beste Wahl.

  32. #32
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    Zitat Zitat von Cappu Beitrag anzeigen
    Das ist an sich auch nichts schlimmes, Hunde haben in der Regel kein Problem damit, sich unterzuordnen. Ihr könntet es aber zu einem Problem machen, wenn ihr Unfrieden zwischen die beiden Hunde bringt, indem ihr ihre Rangordnung missachtet.
    Das ist gut formuliert! So sehe ich das auch. Einmischen wo es nötig ist, und lassen wo es nicht nötig ist.

    Auch ein CC ist von Haus aus kein "Killer" Vieles geht - man muß die Hunde "lesen" und verstehen was gerade geschieht. Und Vorsicht beim Auspowern von Welpen - da kann ein zuviel des Guten zuviel sein. Sie brauchen ein gesundes Maß von Auspowern und ruhen!

    Wenn ich dann weiter oben lesen, man habe einen Jungrüden von 9 Monaten und wo der hintritt wächst kein kein Gras mehr, stellen sich mir auch die Nackenhaare. Was hat der Jungrüde denn erlebt bisher, das er so ist? Soziale Kontakte mit groß und Klein? Meiner ist kein Schwergewicht mit 26 kg und 2 Jahren, könnte aber auch einem Chi oder Yorkie das Rückgrat brechen. Tut er aber nicht. Wir sind mit allen Größen Gassimäßig unterwegs, da ist auch ein Chi dabei, ein Yorkie, ein Svetna Bolonka, ein Flat und auch ein Malamute. Wir hatten alle Kontakte, ob Groß oder Klein von klein auf. Immer erst sehend, wie der Adulte "ist". Vorrausschauend, sehenend, zulassend, oder nicht

    Mein Hund hat den sozialen Kontakt mit anderen erlernt. Und das lernt man nicht per thelepathi sondern durch Zulassung anderer Kontakte. Mit Groß oder Klein. Auch er war mal klein. Mit kleinen Hunden ist er anderst als mit Großen.

    Susanne
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  33. #33
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    Ich hatte einen 2. Hund in Planung. Das stimmt. Auch wollte ich was Größeres und das hat mehrere Gründe. Nicht zuletzt auch weil ich schon immer einen großen wollte. Ich habe Gefallen an den schweren Rassen. War bisher aber nie möglich und darum wurde es zuerst nur Herbie. Diesen hat man mir mehr oder weniger aufgeschwatzt, weil es eben mein erster Hund war.
    Ich habe ihn trotzdem lieb und würde ihn nie mehr her geben. Ich geb mein letztes Hemd für meinen Hund, lieber verzichte ich selbst.
    Er hatte leider schon schlechte Erfahrungen mit großen Hunden hier in der Nachbarschaft gemacht und hielt es für eine gute Idee, genau darum etwas größeres zu holen. Wenn ich arbeiten gehe, käme für mich bloß Halbtags in Frage, auch aus verschiedenen Gründen, haben nicht alle mit dem Hund zu tun. Ich möchte aber nicht, dass Herbie während der Zeit des Wartens alleine sein muss, zudem wäre mein Freund eh daheim, weil er einen Sohn (aus erster Ehe) hat, der Mittags von der Schule kommt. Wir leben in einem Haus mit 2 Wohnungen und ich hatte das Glück die 2.Wohnung beziehen zu können.
    Es muss also ohnehin immer gewährleistet sein, dass jemand Zuhause ist. Aber zur Not können Hunde auch Mal 4 Stunden aushalten.


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  34. #34
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    Ach Susanne wieder - interpretiert Dinge anstatt mal ganz klar zu fragen und legt jedes Wort auf die Goldwaage. Ja ich weiss schon das du meinen armen Hund bedauerst aber Einar hat tagtäglich Hundekontakte da musst du dir keine Sorge machen, ich wusste nicht das ich dir die alle vorstellen muss . Fakt ist allerdings das ich bei Treffen in der Lage bin einzuschätzen wie die Verhältnisse der Hunde untereinander sind und da regulierend eingreifen kann. Fakt ist auch das 34 kg die auf den Boden prallen für einen Kleinhund gefährlich sein koennen (Masse Beschleunigung Kraft) und dabei ist das von dem grossen Hund nicht unbedingt boese gemeint. Es wurden schon Knochen gebrochen weil sich der grosse Hund unglücklich auf den Kleinen setzt, die Spielaufforderung mit der Pfote zu einer Verletzung führt und Junghunde sind Kindskoepfe, die kriegen auch mal die sog. "dollen fünf Minuten" .....



    Also wenn du ein Problem mit mir hast trag es doch einfach mit mir aus und lass deine Sticheleien

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  35. #35
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    Ich stichele nicht, sondern kunde meine freie Meinung - ist das neuerdings nicht erlaubt?

    Ein jeder User hat das Recht zu schreiben was er denkt und zum Thema beitragen möchte. Wenn mein Beitrag nicht nach deinem Geschmack ist bedauere ich dies. Ich war nicht unhöflich sondern habe das geschrieben, was ich denke. Überlies doch einfach für Dich nach Deiner Meinung nach meinen unqualifizeriten Beitrag.
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  36. #36
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    @Knubbelnase
    Ich finde es prima worüber Du Dir schon alles Gedanken gemacht hast
    Und es liest sich so als würde langsam aber sicher ein solides Grundgerüst für Euer Zusammenleben entstehen.

    Das nicht alles von heute auf morgen geht ist klar. Und es wird auch immer wieder Rückschläge geben. Wichtig ist das DU Dir sicher bist das Du Deinen Plan durchziehen willst. Auch schlimmstenfalls ganz alleine.

    Und wenn Mensch mit Aufmerksamkeit mit den Hunden durchs Leben geht funktioniert auch Deine Kombi

    Bei uns im Dorf gibt es 2 Irische Wolfshunde zusammen mit nem Mops. Klappt....

    Das Butch erstmal zweite Geige spielt ist ok. Aber ich würden ihn nicht grundsätzlich an den letzten Platz schieben. Aber Du hast ja auch schon Butch Zeiten.

    Vielleicht könnte es hilfreich sein Butch an eine Box zu gewöhnen dann könnte das alleine bleiben üben einfacher werden.

    Was vielleicht auch helfen könnte ist, wenn Du eine Freundin hast die Herbi vielleicht malmstundenweise nehmen könnte damit du ungestört mit Butch üben kannst. Vor allem das alleine bleiben. Dann ist kein Herbie da und Du kannst dich voll und ganz aufs Training konzentrieren.

    viele Grüße

    @Susanne
    Die Aussage "da wächst kein Gras mehr" hat nix mit Sozialisierung zu tun sondern ist manchmal schlicht und ergreifend Rassebedingt.
    Unser Kleiner ist mit allem und jedem verträglich und findet alle Hunde grossartig. Aber mit seinen 40kg und seiner manchmal grobmotorisch Art richtet er auch "Flurschaden" an.
    Da reicht es schon wenn er nur nen Schritt zur Seite macht. Da nützt es nix wenn man als sehendes Auge durch die Welt geht.....
    Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)

  37. #37
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    Über solch eine Box habe ich schon nachgedacht, also momentan mache ich das noch so, dass ich ihn vorher etwas austoben lasse. Meist muss er dann höchstens 10 Minuten warten, wenn ich von unten nach oben in die Wohnung gehe um meine Nager und den Herbie zu füttern. Da die Wände in diesem Haus ziemlich dünn sind, kann ich oben hören, wenn er unten Theater macht, dies war jedoch die letzten beiden Male nicht mehr der Fall, meist sitzt er schon unten an der Haustüre und wartet.
    Einmal hatte ich so ne Art Intensiv Training mit ihm gemacht, stand mit der Stoppuhr draußen vor der Tür und bin immer wieder rein und raus, aber immer erst wieder rein, wenn er kurzzeitig ruhig war.
    Ich habe nun die Hoffnung, dass es vielleicht bald durchstanden ist.

    Die Grundkommandos übe ich nun fast täglich mit ihm und auch die Sache mit dem Blickkontakt, Bindungsaufbau ect.
    Er lernt recht fix, ist aber sehr schreckhaft von Anfang an. Den Staubsauger fand er gruselig, daran arbeiten wir schon, vorbei fahrender Autos machten ihm Angst, das ist schon viel Besser jetzt, große Hunde....brrrrr..... schnell weiter gehen.... oder ganz dicht bei Frauchen bleiben

    Ach ja und das mit der Rangfolge habe ich mir noch Mal durch den Kopf gehen lassen, es gibt in der Tat Leute die es so machen wie ich es gemacht habe, den Neuling hinten anstellen. Im Grunde wäre mir das egal gewesen, dachte nur daran, dass Herbie später Mal im Nachteil wäre, wenn er der Unterlegene ist usw. Nun Stelle ich aber selbst fest, dass er generell eher der Nachgiebige ist. Er lässt sich viel von Butch gefallen, wobei ich darauf achte, dass das nicht zu doll wird, doch selbst Futter liese er sich weg nehmen, wenn das Trampelbaby kommt. Einzig sein Spielzeug teilt er nicht gerne, da wird er mitunter giftig. Ermahnen ich ihn dann aber, lässt er es gut sein. Ich lasse sie das nun selbst entscheiden, wie die Rangfolge ist.


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  38. #38
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    Das sich Herbie im Moment von demWelpen viel gefallen ist lässt vollkommen normal, allerdings verstehe ich gerade nicht warum du ihm verbietest sein Spielzeug zu verteidigen, wie soll Butch da seine Grenzen lernen ?

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  39. #39
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    Nein, das kam vielleicht falsch rüber, das unterbinde ich in der Regel nicht. Ich meinte damit, wenn er es übertreibt und sich rein steigert. Er beansprucht allerdings auch Butch sein Spielzeug und haut damit ab. Manchmal spielen beide ganz friedlich damit, machen Tauziehen, aber manchmal wird Herbie dann auch giftig und verteidigt auch das. Ich würd eigentlich nicht dazwischen gehen. Sein Haus, seine Regeln. So denke ich, mein Freund allerdings findet das dann unfair und geht dazwischen. Was ich davon halten soll, weiß ich nicht.
    Ich dachte immer Hunde haben dieses Fairnessdenken nicht.


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