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Thema: Ich fühle mich so unfassbar schuldig für den Tod meiner geliebten Emi

  1. #1
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    Ich fühle mich so unfassbar schuldig für den Tod meiner geliebten Emi

    Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll...

    Mein Name ist Caro und ich bin 23 Jahre alt. Mit 14 habe ich mir damals meine Emi (sie ist leider nur 8 1/2 geworden) geholt, ich wollte schon als Kind unbedingt einen Rhodesian Ridgeback haben und habe mir dann nachdem ich endlich das ok meiner Mutter bekommen hatte und genug Geld gespart hatte meine Emi geholt. Sie war wirklich in meiner gesamten Jugend immer für mich da und ich habe jede mögliche Minute mit ihr verbracht. Bis zum Schluss bin ich an meinen Wochenenden nicht feiern gegangen sondern habe meine Abende mit ihr auf der Couch verbracht. Nach der Schule/mittlerweile Arbeit habe ich nie noch etwas unternommen oder mich mit meinen Freunden getroffen, weil ich einfach nur Zeit mit meinem Hund verbringen wollte. Emi war einfach mehr für mich als ein Hund, sie war meine beste Freundin und ich wollte noch so viel mit ihr erleben.
    So war auch völlig klar, dass sie mit mir geht als ich ausgezogen bin und so habe ich einige Jahre ganz alleine mit ihr gelebt was das Verhältnis zwischen uns natürlich noch weiter gefestigt hat.
    Vor 3.5 Jahren habe ich mir noch ein zweites Ridgeback Mädchen geholt damit meine Emi nicht so alleine ist und einen Spielkameraden hat. Denn sie war zwar sehr verspielt, konnte mit fremden Hunden allerdings nie was anfangen und hat nur mit denen gespielt die sich über Monate hinweg kannte.

    Und dann begann die Abwärtsspirale. Meine andere Hündin Malia find mit knapp 3 Jahren plötzlich an zu humpeln, nach wahnsinnig vielen Besuchen in der Klinik, Lymphknotenbiopsien (2 Mal), Leberbiopsie, Milzentfernung und Laboruntersuchung dann irgendwann die ernüchternde Diagnose: komplexe Autoimmunerkrankung. Momentan ist sie bis auf eine Trübung auf dem Auge und einer nicht korrekt schließenden Herzklappe (inkl "Herzhusten") fit und kommt ohne Medikamente aus. Allerdings werde ich wohl maximal noch 2 Jahre mit ihr haben, ich weiß nicht ob sie den nächsten Schob übersteht bzw ob ich ihr das Zumuten kann.

    Während es um sie so schlecht stand bekam plötzlich meine Emi eine Magendrehung, ich war völlig geschockt, war Emi doch mein Fels in der Brandung, hat versucht mich aufzumuntern und war ich mir doch so sicher, dass ich noch Jahre von ihr haben werde. Dies ist nun 7 Monate her. Schon zwei Woche nach der OP hat sie mir fast die Wohnung auseinander genommen, wollte sie doch unbedingt laufen gehen. Zudem war sie scheinschwanger und hat stundenlang heulend vor der Gartentüre gestanden. Nach Absprache mit dem Arzt bin ich dann wieder mit ihr los. Sie ist schon kurze Zeit später wieder durch den Wald geflitzt, hat sich gewälzt und war einfach wieder so wie früher.
    Dann der 2. Schock vor einem Monat. Emi hatte einmal erbrochen und daher habe ich ihr Huhn mit Reis und Möhren gekocht - im Nachhinein ein riesen Fehler. Am frühen Abend (9 Stunden nach der Fütterung) bin ich wieder mit ihr im Wald gewesen, eine Stunde lang ist sie über die Wiese geflitzt und hat mit meiner Malia gespielt (hat mir nie einer geglaubt, dass meine Emi schon über 8 ist so wild war sie). Als wir wieder Zuhause waren ging es dann plötzlich los, ihr Magen gaste auf und sie hat in kürzester Zeit 5 mal einen weißen Schaum erbrochen und vor Schmerzen geheult. Ich also wieder mit ihr in die Klinik, Diagnose: 2. Magendrehung (geht offenbar trotz Fixierung des Magens, daher auch das erbrechen). Das meine Emi operiert wird war für mich völlig klar, ohne Kampf hätte ich meinen Engel nie gehen lassen. Die OP ist relativ gut verlaufen, doch ich durfte Emi erst am Abend des Folgetages wieder abholen, da sie Probleme hatte ihre Körpertemperatur selbst zu halten. Von da begann eine ziemlich stressige Zeit, Emi bekam täglich 4 mal "Suppe" und ging kleine Runden spazieren. Aber irgendetwas war anders, Emi war deutlich ruhiger als nach der letzten OP. Als ich zum Fäden ziehen in der Klinik war habe ich das auch angesprochen und man sagte mir, dass das Herzgeräusch unauffällig sei und der Hund ja schließlich auch schon alt sei (ich kenne meinen Hund und eigentlich hätte ich da wiedersprechen und weitere Test ansprechen sollen). Wir sollten abwarten, wenn sich die nächsten 2 Wochen nichts verändert evtl doch ein Ultraschall des Herzens machen. Wieder Zuhause also wie gehabt fortgeschritten, kurze Zeit später ging es ihr dann tatsächlich langsam besser. Wenn ich morgens um 5 aufgestanden bin und den Wasserkocher angeschaltet habe ist sie von dem klicken aufgewacht und direkt zu mir getrabt. Auf Spaziergängen hat sie von sich aus Stöcke aus dem Gebüsch geholt und wollte spielen, hat in die Leine gebissen und ist wieder gehüpft wie zuvor. Also war ich langsam erleichtert.

    Am 10.10 dann der Schock, ich kam von der Arbeit nach Hause und meine Emi lag tot auf ihrer Decke. Sie war schon ganz fest und kalt, von daher muss sie wenige Stunden nachdem ich zur Arbeit gegangen bin verstorben sein, Malia lag neben ihr und hat ihr das Ohr geleckt.

    Ich weiß gar nicht was ich ohne meinen Schatz machen soll, seit dem weine ich täglich mehrere Stunden und kann mich zu nichts mehr aufraffen. Auch auf der Arbeit weine ich täglich, ich muss einfach ständig an meine Emi denken. Ich fühle mich als hätte ich meinen Engel umgebracht. Hunde schlafen schließlich nicht einfach so ein, sie muss etwas gehabt haben und ich habe es nicht gesehen/wollte es nicht sehen. War ich doch so oft mit Malia beim Arzt und mit Emi nicht mehr als sie es so nötig gehabt hätte. Hätte ich ihr doch wahrscheinlich das Leben retten können hätte ich mich nicht mit der Antwort des Arztes zufrieden gegeben und hätte meine Emi noch einmal durchchecken lassen, dann wäre sie sicher noch an meiner Seite.
    Ich kann einfach an nichts anderes denken als daran, dass ich meine Emi noch in die Arme nehmen könnte, wenn ich doch nur richtig reagiert hätte...

  2. #2
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    Ich hoffe mein Text ist jetzt nicht zu chaotisch, sitze weinend auf der Couch und es ist so schwer das alles in Worte zu fassen.

  3. #3
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    Hallo Caro - erst einmal herzlich willkommen

    Eine schreckliche Geschichte und ich kann durchaus verstehen wie du dich fühlst . Ich denke jeder Tierbesitzer fragt sich, nach dem Verlust des geliebten Vierbeiners, ob er hätte anders handeln müssen - ob es dann anders gelaufen wäre. Auf diese Frage werden wir nie eine Antwort bekommen aber ich denke das Emi friedlich gestorben ist wenn du sie auf ihrer Decke liegend vorgefunden hast. Ob sie nun etwas am Herzen hatte (was meiner Meinung nach bei der OP aufgefallen wäre) oder es einen anderen Grund gab ändert dann im Endeffekt nichts mehr. Es ist schwer los zu lassen und leider wird es nie einfacher ein Tier gehen zu lassen. Es hat mal jemand gesagt "Wenn man sich entscheidet sein Leben mit ihnen zu teilen wählt man die Tränen" .......

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

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