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Thema: Das viel zu kurze Leben meines besten Freundes Loui

  1. #1
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    Unhappy Das viel zu kurze Leben meines besten Freundes Loui

    Liebe Foren-Gemeinde,

    ich habe mich heute hier angemeldet, um meine Trauer kundzutun, in der Hoffnung, dass es mir irgendwie hilft.
    Es fällt mir schwer, die richtigen Worte aufzuschreiben, denn bei jedem Gedanken an das Geschehene, komme ich fast um.

    Es war der 14.09.2017: Da ich nach der Arbeit noch etwas in der Stadt umtauschen musste, übergab ich meinen Chihuahua Burschen meinem Mann, der mit ihm nachhause fahren solllte. Nicht ganze 30 Minuten später, bekam ich den Anruf: Ich solle so schnell als möglich in die Tierklinik kommen, Loui hatte einen schlimmen Unfall durch zwei Fahrräder, es stünde sehr schlecht. Ich fing sofort an zu weinen, meine Knie wurden weich, mein Herz raste. Ich rannte zum Taxistand; die Fahrt war der reinste Horror. Jede Ampel war rot und ich war kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Ich weinte so bitterlich, ich konnte nur an meinen Loui denken. Nach 20 Minuten kam ich in der Tierklinik an, rannte durchs Behandlungszimmer und sah meinen geliebten Loui auf dem Tisch liegen. Eingebettet in Decken, sein kleines Köpfchen etwas erhöhrt. Er war nicht mehr bei Bewusstsein. Ich zitterte am ganzen Leib, brach fast zusammen. Die Tierärztin wollte mich rausschicken, doch ich streichelte meinem Loui über sein Gesicht, damit er weiß, dass ich jetzt da bin. Sie zeigte mir das Röntgenbild von seinem Kopf und ich fing an zu weinen. Bitterlich zu weinen. Sein Schädel war durch den Aufprall fast durchgebrochen. Ich streichelte meinen Loui noch einmal über seinen Bauch und dann wurde ich ins abgeschirmte Wartezimmer geschickt. Mein Mann nahm mich in den Arm, doch ich sackte zusammen. Und weinte und weinte. Es war dieser schlimmste Moment, den ich mir niemals hätte ausmalen wollen, vor dem ich immer Angst hatte, dass so etwas passieren könnte. Man kann sich nicht vorstellen, wie schrecklich es ist. Ich hörte nichts mehr, ich sah nichts mehr. Die Tierärztin kam nach ein paar Minuten rein und erklärte uns, wie es um Loui steht. Er hat einen Schädelbruch und es stünde sehr schlecht. Er könne zwar selber atmen, aber er ist nicht mehr bei Bewusstsein. Ich fragte sie, ob er was spüren würde, ob er Schmerzen hätte. Sie verneinte, er habe etwas gegen die Schmerzen bekommen und er war seit dem Aufprall nicht mehr bei Bewusstsein. Ich weinte und weinte. Das konnte nicht passiert sein.

    Mein Loui, mein Leben, mein bester Freund, meine Welt. Es gab nur ein uns. Ich war nie länger als 5 Stunden von ihm getrennt. Keine Nacht habe ich ohne ihn verbracht. Wir waren seit 1,5 Jahren ein eingespieltes Team. Er brachte mich zum lachen, heiterte mich in traurigen Momenten auf, seine bloße Anwesenheit bedeutete pures Glück. Mein Mann und ich holten ihn aus einer liebevollen Hobbyzucht, als er 10 Wochen alt war. Loui war der wildestete, mutigste und tapferste von seinen 3 Geschwistern. Er hatte ein hellbeiges Fell mit einem schwarzen Srich auf dem Rücken. Er sah aus, wie ein kleiner Fuchs. Als wir ins Auto stiegen und heimfuhren, war er ganz brav. Keinen Mucks hat er gemacht. Als würde er wissen, dass ich ab jetzt seine neue Mami bin. Zuhause angekommen, stapfte er mutig in seine neuen vier Wände und erkundetete alles. Als wäre er nie woanders gewesen. Ich habe mit ihm Ball gespielt und ganz selbstverständlich, hat er ihn mir zurück gebracht. Ich sah ihn an und weinte. Ich weinte vor Glück, dass ich diese Entscheidung zusammen mit meinem Mann getroffen habe, einem Hund ein neues zuhause zu schenken und immer auf ihn aufzupassen.

    Die Tierärztin sagte uns, er müsse die nächsten 48 Stunden überleben. Aber sie wolle uns keine Hoffnung machen. In den meisten Fällen, ist so ein schlimmer Bruch tödlich. Ich wollte bei Loui bleiben, die ganz Nacht, doch wir wurden heimgeschickt. Ich weinte fürchterlich, nahm mir sein Lieblingskuscheltier, das ich ihm mit 10 Wochen geschenkt habe und roch daran. Ich konnte nicht aufhören zu weinen. Ich fühlte mich schlecht, dass ich ihn in der Tierklinik alleine lassen musste. Was wenn er mich brauchte. Mein Mann wollte mich beruhigen, mir gut zusprechen. Dass Loui ein Kämpfer ist. Doch ich weinte weiter. 2 Stunden später bekamen wir den Anruf: Wir sollen schnell in die Tierklinik kommen, Loui ginge es schlechter. Wir fuhren so schnell es ging hin und ich sah, wie die behandelnde Tierärztin eine Herzmassage machte. Loui wurde nun beamtmet, weil er es selber nicht mehr konnte. Sie injizierte ihm noch 2 Spritzen, doch ich bat sie, Loui nicht weiter zu quälen. Ich wollte nicht, dass Loui solch eine Tourtour mitmachen muss. Das hätte er nicht verdient. Sie versicherte mir, dass er keine Schmerzen hatte und ich bat sie, ihn nun zu erlösen. Sie gab mir noch einen Moment mit Loui. Ich streichelte seinen Kopf, dankte ihm für die wunderbare Zeit, die ich mit ihm verbringen durfte. Die beste und glücklichste Zeit meines Lebens. Dass er mein Leben bereichert hat. Und mich zur glücklichsten Hundemama auf der Welt gemacht hat. Dass ich ihn über alles liebe und nie vergessen würde. Es sei nun ok, wenn er einschläft. Und dass es ihm dann besser gehen wird. Ich werde ihn immer im Herzen tragen. Ich holte die Tieräzrtin und bat sie, meinen Liebling nun zu erlösen. In diesem Moment musste ich nicht weinen, ich wollte stark sein um ihm Kraft mit auf dem Weg zu geben. Damit er friedlich einschlafen kann. Es ging sehr schnell. Er schlief ruhig ein. Ich legte meinen Kopf auf Louis Bauch und erzählte von unseren Urlauben und den wundervollen Momenten die wir erlebt haben. Ich weiß nicht, wie lange ich dasaß. Ich roch an seinem Fell, streichelte über seinen Kopf. Dann fing ich an zu weinen. Ich konnte es nicht glauben. Wollte es nicht wahrhaben. Das unsere wundervolle Zeit, nach gerade einmal 1,5 Jahren so ein abruptes Ende nahm. Ich hatte nicht die Möglichkeit, mich darauf vorzubereiten. Keine Zeit, mit ihm noch viele weitere Urlaube zu erleben, keine Zeit mich mit seinen geliebten Hundefreunden zu treffen. Meine Welt ist zusammengebrochen. Mein Herz wurde mir rausgerissen. Ich war wie in Trance. Ich konnte nicht aufhören zu weinen. Warum passierte das? Warum wurde er so plötzlich aus dem Leben gerissen? Warum war uns nicht mehr Zeit vergönnt? Warum bin ich nicht mit meinem Mann und Loui nachhause gefahren?

    Mein Mann vereinbarte mit der Tierärztin, dass Loui vom Krematorium abgeholt werden würde. Dass er eingeäschert wird und die Urne bei uns im Wohnzimmer steht. An dem Ort, wo ich mit ihm pausenlos spielte, wo er mir den Ball immer aportierte. Leider haben wir keinen Garten, sodass wir Loui dort begraben könnten. Ich will ihn bei mir haben. Ganz nah. So wie er es immer war.

    Es sind nun 12 Tage vergangen, an denen Loui nicht mehr bei mir ist. Ich kann nicht aufhören zu weinen. Ich vermisse ihn. Zuhause, in der Arbeit, beim Schlafen, in der Früh. In der Früh ist er immer zu mir aufs Bett gesprungen und als ich "guten Morgen" sagte, schleckte er mir freudig durchs Gesicht. Er freute sich minutenlang. Er freute sich immer. Er wedelte mit dem Schwanz, ich knuddelte ihn. Er versteckte sich dann unter der Bettdecke, weil er noch länger schlafen wollte. Ich holte ihn aus dem Bett, trug ihn bis zum Lift und dann spazierten wir gemeinsam in die Arbeit. Er liebte es draußen. Er liebte große sowie die kleinen Hunde. Er war der gutmütigste Hund, den ich je im Leben treffen durfte. Er teilte sein Futter, sein Spielzeug. Er berührte Herzen. Es gab keinen Hund und keinen Menschen, die ihn nicht mochten. Er war everybodys Darling. Loui bedeutete mir alles. Und jetzt, ist er nicht mehr bei mir. Es schmerzt mich jede Sekunde, alles erinnert mich an ihn. Ich fühle mich so einsam und auch schuldig, dass ich nicht mit ihnen mitgegangen bin. Warum ich Loui meinem Mann übergeben habe und nicht mit ihnen gemeinsam nachhause gefahren bin. Er bedeutete mir alles. Er war mein Lebensmittelpunkt. Er wurde mir so plötzlich genommen. Wir hatten keine Zeit mehr. Es zerreisst mich. Jeder Tag ist eine Qual ohne ihn, er hatte mein Leben so wunderschön gemacht. Ich vermisse ihn. Und kann nicht aufhören zu weinen. Er wurde nicht einmal 2 Jahre.

    Ich bekomme viel Rückhalt von meinem Mann, meine Freundinnen melden sich und sprechen mir gut zu. Aber all das hilft nichts. Ich habe mir ein Buch zur Trauerbewältigung gekauft, habe Tagebuch geschrieben. Habe eine Fotoleinwand mit Louis wundervollsten Momenten gemacht. Es hilft nichts. Ich bin untröstlich. Ich weine. Ich bin traurig. Ich wünschte, ich könnte es rückgängig machen. Es gibt keinen Moment, an dem ich nicht an meinen Loui denke. Er fehlt in jeder Sekunde.

    Gibt es jemanden, der so etwas miterleben/durchmachen musste? Das einem der geliebte, beste Freund, so plötzlich genommen wurde? Ohne, dass man sich darauf vorbereiten kann? Wird der Schmerz je weniger? Überwiegen irgenwann die schönen Erinnerungen? Und nicht dieser schreckliche Unfall?

  2. #2
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    Eine schreckliche Geschichte und bestimmt sehr schwer zu verarbeiten . So habe ich persoenlich noch keinen Hund verloren aber auch wenn man sich darauf "vorbereiten" kann ist es nicht einfacher. Im Mai haben wir eine Hündin nach 16,5 Jahren gehen lassen und es schmerzt heute noch . Man muss es irgendwann akzeptieren weil es nicht zu ändern ist und man sonst daran zerbricht . Wenn die Zeit vergeht wird der Schmerz erträglicher , so ist zumindest meine Erfahrung und man sollte das Herz offen halten für einen neuen Gefährten.

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  3. #3
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    Danke, für Deine Worte. Es ist für mich sehr schwerz zu verkraften, da dieser Unfall Loui so plötzlich aus dem Leben gerissen hat. Er war viel zu jung, um zu gehen. Natürlich ist jeder Abschied schwer, aber Loui war viel zu jung. Er hatte sein ganzes Leben noch vor sich. Und es zerbricht mir das Herz. Ich vermisse ihn jede Sekunde.

  4. #4
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    Es ist furchtbar, wenn so etwas passiert Ich habe mein Kaninchen vor Jahren urplötzlich verloren und war auch am Boden zerstört Anfangs ist man buchstäblich untröstlich und es ist weit und breit kein Silberstreif in Sicht...

    Aber letztlich ist es mit der Trauer um ein Tier nicht anders als mit der Trauer um Menschen - mit der Zeit lässt der Schmerz nach und die schönen Erinnerungen überwiegen. Es kommt immer mal wieder ein Stich, ausgelöst durch etwas, das man sieht oder hört, aber das wird seltener.

    Mir hat es bei Trauerfällen (beider Art) immer geholfen, mich dazu zu zwingen, positiv zu denken. Wenn der Schmerz kommt, lasse ich ihn zu, lasse die Tränen kullern - und suche mir dann ein Foto, das mich an etwas Schönes erinnert und wieder zum Lächeln bringt... Mit der Zeit wird das ein Reflex...
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

  5. #5
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    Hallo Uta, erstmal vielen Dank, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, meinen Beitrag zu lesen.

    Untröstlich trifft es wirklich. Loui und ich waren immer zusammen, er begleitete mich in die Arbeit, zu Treffen mit Freundinnen. Er war mein Lebensmittelpunkt. Es gab nur ein uns. In meiner Mittagspause war ich mit Loui immer auf der Hundewiese, wo er all seine Freunde traf. Es zerreisst mir das Herz. Ich bin so unendlich traurig. Wir waren ein unschlagbares Team, wir verstanden uns blind. Er brachte mich zum Lachen und in nicht so schönen Momenten, heiterte er mich rasch wieder auf. Ich fühle mich, als wäre ich in ein tiefes Loch gefallen. Ich kann gar nicht so viel weinen, wie ich traurig bin.

    Er war doch noch so jung, wir hatten noch so viel vor!

    Ich hoffe, dass es irgendwann nicht mehr so weh tut.

    Es hilft mir, von Anderen zu lesen. Wie sie das erlebt haben. Ob und wann es wieder bergauf ging. Dass man wieder glücklich sein kann, auch ohne dem geliebten Tier.
    Ich kann es mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen. Es tut so verdammt weh!

  6. #6
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    Zitat Zitat von Loui Beitrag anzeigen
    Hallo Uta, erstmal vielen Dank, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, meinen Beitrag zu lesen.

    Untröstlich trifft es wirklich. Loui und ich waren immer zusammen, er begleitete mich in die Arbeit, zu Treffen mit Freundinnen. Er war mein Lebensmittelpunkt. Es gab nur ein uns. In meiner Mittagspause war ich mit Loui immer auf der Hundewiese, wo er all seine Freunde traf. Es zerreisst mir das Herz. Ich bin so unendlich traurig. Wir waren ein unschlagbares Team, wir verstanden uns blind. Er brachte mich zum Lachen und in nicht so schönen Momenten, heiterte er mich rasch wieder auf. Ich fühle mich, als wäre ich in ein tiefes Loch gefallen. Ich kann gar nicht so viel weinen, wie ich traurig bin.

    Er war doch noch so jung, wir hatten noch so viel vor!

    Ich hoffe, dass es irgendwann nicht mehr so weh tut.

    Es hilft mir, von Anderen zu lesen. Wie sie das erlebt haben. Ob und wann es wieder bergauf ging. Dass man wieder glücklich sein kann, auch ohne dem geliebten Tier.
    Ich kann es mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen. Es tut so verdammt weh!
    Hallo.. ich kann dich zu 1000% verstehen. Mein geliebter Hund ist auch am 15.April über die Brücke gegangen😔 die Welt hat sich einfach weitergedreht, und mir hat es die Luft abgeschnürt. Ich hab nicht mehr gewusst wie es weitergeht. Tag und Nacht hab ich geweint, was ich auch immer noch tu. Es ist natürlich schon besser geworden, aber noch lange nicht so das es mich nicht zum weinen bringt wenn ich über sie rede. Du kannst gern meine Geschichte lesen. Ich habe sie hier begraben, und hab ihr einen wunderschönen Platz an ihrem Lieblingsplatz gemacht. Da bin ich täglich und rede mit ihr. Das hilft mir ein bisschen. Man kann so seine Trauer ein bisschen überwinden, weil ich weiss ich bin ganz nah bei ihr. Und ab und an kommt mir dann schon ein Lächeln ins Gesicht. Sie wird immer mein Mädchen sein, und es war zum Schluss wirklich grausam, und sie ist schrecklich von mir gegangen. Das was dir passiert ist, ist wirklich sehr schlimm, und ich kann mit wirklich vorstellen wie es für dich ist. Ich war auch oft in so Situation mit ihr, und sie war dem Tod schon näher als auf dieser Welt, und ich bin da scho fast gestorben. Deshalb versteh ich dich so gut. Vielleicht machst du dir einen kleinen Platz, wo du mit ihr reden kannst. Ich drück dich ganz fest, und verspreche dir es wird anders werden. Es wird nie ganz weg sein, aber es wird besser. Und ich finde da beweist nur wie sehr man liebt, oder geliebt hat. Alles alles liebe für dich

  7. #7
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    Zitat Zitat von Zausi Beitrag anzeigen
    Hallo.. ich kann dich zu 1000% verstehen. Mein geliebter Hund ist auch am 15.April über die Brücke gegangen die Welt hat sich einfach weitergedreht, und mir hat es die Luft abgeschnürt. Ich hab nicht mehr gewusst wie es weitergeht. Tag und Nacht hab ich geweint, was ich auch immer noch tu. Es ist natürlich schon besser geworden, aber noch lange nicht so das es mich nicht zum weinen bringt wenn ich über sie rede. Du kannst gern meine Geschichte lesen. Ich habe sie hier begraben, und hab ihr einen wunderschönen Platz an ihrem Lieblingsplatz gemacht. Da bin ich täglich und rede mit ihr. Das hilft mir ein bisschen. Man kann so seine Trauer ein bisschen überwinden, weil ich weiss ich bin ganz nah bei ihr. Und ab und an kommt mir dann schon ein Lächeln ins Gesicht. Sie wird immer mein Mädchen sein, und es war zum Schluss wirklich grausam, und sie ist schrecklich von mir gegangen. Das was dir passiert ist, ist wirklich sehr schlimm, und ich kann mit wirklich vorstellen wie es für dich ist. Ich war auch oft in so Situation mit ihr, und sie war dem Tod schon näher als auf dieser Welt, und ich bin da scho fast gestorben. Deshalb versteh ich dich so gut. Vielleicht machst du dir einen kleinen Platz, wo du mit ihr reden kannst. Ich drück dich ganz fest, und verspreche dir es wird anders werden. Es wird nie ganz weg sein, aber es wird besser. Und ich finde da beweist nur wie sehr man liebt, oder geliebt hat. Alles alles liebe für dich
    Liebe Zausi,

    vielen Dank für Deine Nachricht. Für mich ist es noch so unwirklich, ich habe Angst vor dem Schlafen gehen, denn wenn ich aufwache, ist Loui nicht mehr da. Ich weine jeden Tag, vermisse ihn so sehr. Er bedeutete mir die ganze Welt. Mit keinem anderen Menschen, habe ich so eine intensive Zeit verbracht und erlebt, wie mit Loui. Er war mein Lebensmittelpunkt, meine Welt, mein Ein und Alles. Er verstand mich ohne Worte. Wenn es mir schlecht ging, sind wir einfach 3 Stunden spazieren gegangen, oder er hat mir seine vielen Stofftiere und Bälle zum schießen gebracht. Er hat mich immer aufgemuntert, wenn es mir nicht so gut ging. Mit ihm war ich nie alleine, fühlte mich nie einsam. Er schenkte mir so viel Liebe, jeden Tag wenn ich aufstand, freute ich mich auf neue gemeinsame Erlebnisse. Und jetzt ist alles anders: Ich quäle mich jeden Tag auf, fange zu weinen an, sehe mir Louis Bilder an. Von unseren gemeinsamen Ausflügen, wo wir überall waren. Ich habe nichts von ihm weggeräumt, seine Körbchen und Spielzeuge sind noch genau am selben Fleck. Ich schaffe es nicht. Langsam versteht auch mein Umfeld nicht mehr, warum ich "noch immer" so traurig bin. Doch das ist erst der Anfang. Es zerreisst mir mein Herz, ihn nicht mehr bei mir zu haben. Er war noch so jung. Wir hatten noch so viel vor. Ich kann es nicht glauben, warum unser gemeinsamer Weg, ein so schreckliches und abruptes Ende nahm.

    Leider habe ich nicht die Möglichkeit, Loui an einem schönen Plätzchen, zu vergraben. Heute oder morgen kann ich die Urne abholen, sie wir einen Platz im Wohnzimmer bekommen, wo er ganz nah bei mir ist. Wo ich mit ihm sprechen kann. Ihm alles erzählen kann. Meinem geliebten Loui, der immer an meiner Seite war. Mitten im Leben, mutig, freundlich und ganz besonders.

    Ich werde mir sehr gerne Deine Geschichte durchlesen. Ich denke, es hilft mir wenn ich die Geschichten anderer Betroffener lese. Denn im Endeffekt, teilen wir alle dasselbe Schicksal, wenn der Liebling von einem geht. Für mich scheint es unmöglich, jemals darüber hinwegzukommen. Heute vor zwei Wochen, ist Loui noch bei mir im Büro gesessen und hat mich erwartungsvoll angesehen, ob ich ihm etwas schmeiße, dass er mir dann bringt, aber nicht wieder loslässt. Sein Lieblingsspiel. Und ein bisschen später, wäre er schon in den Startlöchern gestanden, damit wir endlich auf die Hundewiese gehen in der Mittagspause, damit er mit seinen Kumpels spielen kann. Es macht mich unendlich traurig, es tut so verdammt weh, ihn nicht mehr an meiner Seite zu haben. Es ist so schrecklich und ich kann es nicht verstehen ...

    Ich hoffe, dass ich auch irgendwann an einem Punkt bin, dass ich von Loui erzählen kann, ohne dass ich weine. Dass ich nur noch die wundervollen Momente im Kopf habe. Ich weiß, dass die Traurigkeit nie ganz weggehen wird, aber ich hoffe, dass es mir irgendwann leichter fällt, über ihn zu reden. Und ich nicht jedes Mal einen Stich ins Herz bekomme ...

    Liebe Grüße,
    Tina
    LOUI 23.11.2015 - 14.09.2017 †

  8. #8
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    Hallo Tina

    Es tut mir sehr leid das hier von Deinem Loui zu lesen - mein aufrichtiges Mitgefühl

    Ja, die Zeit wird kommen, wo es leichter fällt über seine Lieblinge, die gegangen sind zu sprechen. Vergessen werden wir sie nie, wer geliebt bleibt unvergessen. Aber es wird "leichter" mit der Zeit. Alles braucht seine Zeit Und es dauert wie es dauert - da gibt es kein richtig oder falsch. Wir brauchen zeit um zu begreifen und zu verarbeiten.

    Heute ist es zwei Jahre her, dass ich meinen Hund in die Tierklinik gefahren habe am Nachmittag nachdem er mir im Garten zusammengebrochen war und nicht mehr aufgestanden ist. Am nächsten Morgen bekam ich um 9.40 h den Anruf, dass er gestorben ist. Morgen ist sein Jahrestag, der zweite. Vergessen werde ich es nie, aber die Zeit macht es "leichter" und erträglicher.

    Ich wünsche Dir viel Kraft in Deiner schweren Zeit!

    Susanne
    Für immer im Herzen
    Dennis,Duke und Frieda

  9. #9
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    Zitat Zitat von Carmelita Beitrag anzeigen
    Hallo Tina

    Es tut mir sehr leid das hier von Deinem Loui zu lesen - mein aufrichtiges Mitgefühl

    Ja, die Zeit wird kommen, wo es leichter fällt über seine Lieblinge, die gegangen sind zu sprechen. Vergessen werden wir sie nie, wer geliebt bleibt unvergessen. Aber es wird "leichter" mit der Zeit. Alles braucht seine Zeit Und es dauert wie es dauert - da gibt es kein richtig oder falsch. Wir brauchen zeit um zu begreifen und zu verarbeiten.

    Heute ist es zwei Jahre her, dass ich meinen Hund in die Tierklinik gefahren habe am Nachmittag nachdem er mir im Garten zusammengebrochen war und nicht mehr aufgestanden ist. Am nächsten Morgen bekam ich um 9.40 h den Anruf, dass er gestorben ist. Morgen ist sein Jahrestag, der zweite. Vergessen werde ich es nie, aber die Zeit macht es "leichter" und erträglicher.

    Ich wünsche Dir viel Kraft in Deiner schweren Zeit!

    Susanne
    Liebe Susanne,

    vielen Dank für Deine Nachricht und Dein Mitgefühl.

    Loui war über 1,5 Jahre mein treuer Begleiter, wir sind zu einem unsagbar, unschlagbar, einzigartigem Team zusammen gewachsen. Er war so besonders, hat Menschen, die Angst vor Hunden hatten, die Angst genommen. Er hat Herzen berührt. Hunde, die eigentlich keine anderen Hunde mochten, liebten meinen Loui. Er teilte sein Futter, war nie neidig. Er brachte anderen Hunden sogar seine Spielsachen, damit sie damit spielen konnten. Im Büro freuten sich alle, ihn jeden Tag zu sehen. Loui spazierte herum und holte sich seine Streicheleinheiten ab. Meine Kollegin stellte ihm einen Sessel zu ihrem Schreibtisch, damit er hoch oben alles überblicken kann. Bei jedem Schritt, bei jeder Bewegung hatte er mich im Blick. Ich hörte von sovielen Menschen, die Chihuahuas und deren Besitzer belächelten, diese Rasse wäre doch "kein richtiger Hund". Doch als sie Loui sahen, waren sie ganz erstaunt, was in einem kleinen Hund alles stecken kann. Wie lebhaft, mutig, ausdauernd und liebenswert die sind. Dass sie ihren eigenen Willen haben und alles andere als Schoßhunde sind! Er liebte lange Spaziergänge, er liebte wandern, er spielte genauso mit großen als auch mit kleinen Hunden. Er war immer tapfer beim Tierarzt, machte keinen Mucks. Er war nie wehleidig, ließ alles über sich ergehen.

    Ich vermisse ihn so sehr. Ich weiß nicht, wie das je aufhören könnte. Dass ich Loui durch einen Unfall verloren habe. Es zerreisst mir das Herz. Ich weine jeden Tag. Meine Gedanken, drehen sich nur um Loui. Wir waren 24/7 zusammen, nichts konnte uns trennen. ER WAR ALS HUND DER BESTE MENSCH, DEN ICH ZUM FREUND HABEN KONNTE! Loui war mir das Wichtigste, mein Lebensmittelpunkt. Es fühlt sich an, als hätte man mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich kann mich auf keine Gespräche konzentrieren, ich esse nicht und schlafen geht nur, weil ich Schlaftabletten nehmen. In der Früh bellen mich die Nachbarshunde wach und ich weine wieder. Dass mein Loui nicht mehr da ist. Dass er mir nicht mehr durchs Gesicht schleckt, sich nicht mehr minutenlang freut. Dass wir nicht mehr gemeinsam in die Arbeit gehen. Ich fahre seit dem Unfall einen riesigen Umweg in die Arbeit. Denn die Stelle wo es passiert ist, ist 50 Meter von meiner Arbeit entfernt. Alles erinnert mich an ihn. Es tut so weh...

    Mein aufrichtiges Beileid, zu Deinem Verlust. Heute muss es für Dich ganz besonders schlimm sein. Hast Du ein Plätzchen, wo Du sie/ihn besuchen kannst? Wie hast Du die schreckliche Zeit danach überstanden?

    Ich freue mich auf Deine Antwort!

    Liebe Grüße,
    Tina
    LOUI 23.11.2015 - 14.09.2017 †

  10. #10
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    Hallo Tina

    Ich kann Deinen Schmerz - und viele andere hier auch - gut nachvollziehen. Leider kann niemand anderes einen Teil des Päckchens mittragen, so gerne manch einer das tun würde. Es braucht alles seine Zeit. Einmal mehr, einmal kürzer, ein manchmal lange. Diesen Weg geht jeder für sich, so hart er auch ist

    Ja, ich kann unseren verstorbenen Hund besuchen. Ich habe eine Einzelkremierung machen lassen - der Großteil der Asche ist im Garten vergraben und ein kleiner Teil ist in einer Urne in Herzform die in unserem Schlafzimmer steht.

    Ich kenne das Gefühl, das einem der Boden unter den Füßen weggezogen ist. Wie die Zeit danach war? War ich zuhause, wollte und bin ich raus. War ich weg wollte ich heim. Alles surreal. Aber all das ist nicht ungewöhnlich und ein jeder trauert auf seine Weise. Heute war ein trauriger Tag, gewiss. Obwohl der gestern schon war, weil am Tag vor Duke`s Tod musste ich ihn in die Tierklinik fahren und konnte ihn nicht mehr abholen von dort. Er hat selbst entschieden, dass er einen Tag später geht.

    Mir fehlen ehrlich gesagt tröstende Worte, weil ich weiß, das es keinen Trost gibt. Außer der Zeit. Was es für die Seele braucht ist Zeit. Wir haben auch wieder einen Hund. Der hat das Lächeln und die Sonne wieder in unser Herz gebracht und vieles leichter gemacht. In meinem Avatar bleibt Duke.

    Ich wünsche Dir von Herzen viel Kraft!

    Susanne
    Für immer im Herzen
    Dennis,Duke und Frieda

  11. #11
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    Zitat Zitat von Carmelita Beitrag anzeigen
    Hallo Tina

    Ich kann Deinen Schmerz - und viele andere hier auch - gut nachvollziehen. Leider kann niemand anderes einen Teil des Päckchens mittragen, so gerne manch einer das tun würde. Es braucht alles seine Zeit. Einmal mehr, einmal kürzer, ein manchmal lange. Diesen Weg geht jeder für sich, so hart er auch ist

    Ja, ich kann unseren verstorbenen Hund besuchen. Ich habe eine Einzelkremierung machen lassen - der Großteil der Asche ist im Garten vergraben und ein kleiner Teil ist in einer Urne in Herzform die in unserem Schlafzimmer steht.

    Ich kenne das Gefühl, das einem der Boden unter den Füßen weggezogen ist. Wie die Zeit danach war? War ich zuhause, wollte und bin ich raus. War ich weg wollte ich heim. Alles surreal. Aber all das ist nicht ungewöhnlich und ein jeder trauert auf seine Weise. Heute war ein trauriger Tag, gewiss. Obwohl der gestern schon war, weil am Tag vor Duke`s Tod musste ich ihn in die Tierklinik fahren und konnte ihn nicht mehr abholen von dort. Er hat selbst entschieden, dass er einen Tag später geht.

    Mir fehlen ehrlich gesagt tröstende Worte, weil ich weiß, das es keinen Trost gibt. Außer der Zeit. Was es für die Seele braucht ist Zeit. Wir haben auch wieder einen Hund. Der hat das Lächeln und die Sonne wieder in unser Herz gebracht und vieles leichter gemacht. In meinem Avatar bleibt Duke.

    Ich wünsche Dir von Herzen viel Kraft!

    Susanne
    Liebe Susanne,

    vielen Dank für Deine erneute Antwort!

    So wie Du es beschreibst, geht es mir gerade. Bin ich draußen, will ich wieder nachhause, bin ich zuhause, will ich am liebsten raus. Es fühlt sich an, als wäre ich in Trance, ich kann mich auf nichts konzentrieren, wenn mich jemand etwas fragt oder mit mir spricht, bin ich ganz woanders. Alles Unbeschwerte, die Leichtigkeit, das Glücklichsein ist weg. Ich bin schon so erschöpft, dass ich kaum noch weinen kann. Ich vermisse Loui so sehr. Mein kleiner Engel, der immer an meiner Seite war. Er ist nun 18 Tage nicht mehr bei mir und jeder neue Tag, zerreisst mir das Herz.

    Sei Urne kommt morgen oder übermorgen. Ich habe einen Platz engerichtet, mit einer Fotoleinwand und 2 Kerzen, die immer für ihn brennen. Und einen eingerahmten Text, der wohl auf alle Seelenhunde passt:

    "Seelenhunde hat sie jemand genannt... sie sind unvergessen, weil sie unser Leben verändert haben und auch nach ihrem Tod in einem weiterleben.
    Man spürt es - in seinem Denken, in seinem Handeln, in seinem Fühlen.
    Seelenhunde hat sie jemand genannt... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben, die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
    Seelenhunde hat sie jemand genannt... jene Hunde, die wie ein Schatten waren und die Luft zum Atmen, jene Hunde, die uns ohne Worte verstehen.
    Kein Tag vergeht ohne an sie zu denken und ohne sie zu vermissen.
    Und nur Hundemenschen verstehen, wie es ist, so einen Seelenhund zu verlieren."

    Ich frage mich jeden Tag, ob Loui gespürt hat, dass ich bei ihm war? Ob er es irgendwie mitbekommen hat, dass er nicht alleine war?
    Die Tierärztin sagte mir, er wäre nicht mehr bei Bewusstsein gewesen, aber es ist eine schlimme Vorstellung, dass er nicht wusste, dass ich bei ihm war.
    Es schmerzt so sehr, dass er unter diesen Umständen von mir gehen musste. Wie werde ich das je verkraften?

    Liebe Grüße,
    Tina
    LOUI 23.11.2015 - 14.09.2017 †

  12. #12
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    Hallo liebes neues Mitglied,
    ich hab´s kaum richtig geschafft, Deine Geschichte zu Ende zu lesen... Es ist ganz ganz schlimm, was Dir passiert ist.... mein tiefstes Beileid und Mitgefühl für Dich!
    Es ist richtig Dich hier anzumelden, weil man nur dieses nötige Verständnis bekommen kann von Menschen, die auch ein Tier verloren haben und vermissen.

    Ich habe meine Geschichte Anfang Jan. 2016 geschrieben, weil ich nicht wusste wohin mit mir. Glaub´ mir, mir ging es auch so beschissen... ich habe von morgens bis abends und nachts nur noch geweint. NIEMALS hätte ich gedacht, dass ich mal so einen Schmerz fühlen muss.... Es ist grausam, wenn man seinen besten Freund verliert und man - vor allem bei einem solchen Unfall - keinen Einfluss darauf hat. Deine Entscheidung in jedem Fall, Deinen Liebling von seinem Leid zu erlösen ist selbstlos und großartig... denn das hast Du auf jeden Fall genau erkannt: Es ging hier nur noch um ihn.... Nun bleibst Du zurück und die Realität ist kaum zu ertragen... ich weiß das.... Ich habe über ein Jahr gebraucht, um mit Shiras Tod umgehen zu können, obwohl ich wieder einen Hund hatte (gleich nach 2 Monaten).... und Du glaubst es vielleicht jetzt nicht: Aber irgendwann kann man an sie denken, ohne dass man in Tränen ausbricht. VERSPROCHEN! Wenn ich allerdings inne halte und die Tage zurück denke ergreift es mich schmerzhaft wieder.... Dein Loui ist bestimmt dankbar, dass er sein kurzes Leben mit Dir Super-Frauchen verbringen durfte...... Ich drück Dich und wünsche Dir alle Kraft der Welt!!!!

  13. #13
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    Mein geliebter Loui

    Zitat Zitat von Boxermädchen Beitrag anzeigen
    Hallo liebes neues Mitglied,
    ich hab´s kaum richtig geschafft, Deine Geschichte zu Ende zu lesen... Es ist ganz ganz schlimm, was Dir passiert ist.... mein tiefstes Beileid und Mitgefühl für Dich!
    Es ist richtig Dich hier anzumelden, weil man nur dieses nötige Verständnis bekommen kann von Menschen, die auch ein Tier verloren haben und vermissen.

    Ich habe meine Geschichte Anfang Jan. 2016 geschrieben, weil ich nicht wusste wohin mit mir. Glaub´ mir, mir ging es auch so beschissen... ich habe von morgens bis abends und nachts nur noch geweint. NIEMALS hätte ich gedacht, dass ich mal so einen Schmerz fühlen muss.... Es ist grausam, wenn man seinen besten Freund verliert und man - vor allem bei einem solchen Unfall - keinen Einfluss darauf hat. Deine Entscheidung in jedem Fall, Deinen Liebling von seinem Leid zu erlösen ist selbstlos und großartig... denn das hast Du auf jeden Fall genau erkannt: Es ging hier nur noch um ihn.... Nun bleibst Du zurück und die Realität ist kaum zu ertragen... ich weiß das.... Ich habe über ein Jahr gebraucht, um mit Shiras Tod umgehen zu können, obwohl ich wieder einen Hund hatte (gleich nach 2 Monaten).... und Du glaubst es vielleicht jetzt nicht: Aber irgendwann kann man an sie denken, ohne dass man in Tränen ausbricht. VERSPROCHEN! Wenn ich allerdings inne halte und die Tage zurück denke ergreift es mich schmerzhaft wieder.... Dein Loui ist bestimmt dankbar, dass er sein kurzes Leben mit Dir Super-Frauchen verbringen durfte...... Ich drück Dich und wünsche Dir alle Kraft der Welt!!!!
    Liebes Boxermädchen,

    ich danke Dir, für Deine Worte, die mich zu Tränen gerührt haben. Morgen ist es genau 6 Wochen her, dass Loui nicht mehr bei mir ist. Und jeder Tag ist schrecklich. Wenn ich von der Arbeit nachhause komme, stelle ich mich vor seine Urne und weine. Ich weine so lange, bis ich nicht mehr kann. So vieles hätte ich noch mit meinem geliebten Loui erleben wollen, wir hatten so viele Pläne. Es fühlt sich an, als hätte man mir mein Herz rausgerissen. Er war das Wichtigste in meinem Leben, er hatte oberste Priorität. Er war immer bei mir, immer und überall. Meine Welt drehte sich nur um ihn. Loui hat mein Leben so perfekt gemacht, wir waren ein unschlagbares Team. Und ganz plötzlich, von einen auf den anderen Tag ist er nicht mehr bei mir. Ich hatte keine Möglichkeit mich darauf vorzubreiten. Ohne ihn ist mein Leben so einsam, so leer. Nichts und niemand kann je seinen Platz einnehmen. Alles erinnert mich an ihn, weil ich an keinem Ort ohne ihn war. An den Ort, wo der Unfall passierte, 3 Minuten von meiner Arbeit entfernt, kann ich heute noch nicht gehen. Ich würde zusammenbrechen. Ich würde mein Leben geben, dass er noch hier ist, aber diese Wahl habe ich leider nicht. Ich wünschte, es hätte mich an seiner Stelle getroffen und ich könnte von oben herab auf ihn aufpassen. Noch nie in meinem Leben, habe ich so einen schrecklichen Schmerz verspürt. Es tut weh. Jeden Tag. Es ist so unwirklich, wie ein unüberwindbares Trauma. Ich hoffe sehr, dass Du Recht hast und ich irgendwann nur noch die wundervollen Erinnerungen in meinen Gedanken habe. Alles erscheint ohne ihn so sinnlos, nichts hat mehr einen Wert. Ich ärgere mich über Kleinigkeiten, bin schnell genervt. Könnte bei jedem Blödsinn in Tränen ausbrechen. Das einzige, das mich ablenkt, ist meine Arbeit. Aber auch hier denke ich, Loui wäre auf meinem Schreibtisch gelegen, mit dem Kopf auf meinem Unterarm, hätte darauf gewartet, dass ich seinen Hals kraule. Und um 11:45 Uhr stand er in den Startlöchern, weil wir auf die Hundewiese zu seinen Freunden und zum Herumtollen gingen. Es tut so weh.

    Eine Freundin hat mir vor ein paar Wochen einen Link einer Hobby Chihuahua Zucht weitergeleitet, die darauf bedacht sind, keine kleinen Chihuahuas zu kreuzen. Loui war ja ein sehr robuster, großgewachsener Chihuahua. Er hatte stolze 4,75 KG, aber natürlich sehr sehr sportlich und nicht "überfressen". Hatte dort also angerufen und die sehr freundliche Züchterin meinte, dass leider alle Welpen bereits vergeben seien. Am nächsten Tag, gleich in der Früh hat sie mich angerufen, dass sich die eine Familie nun doch umentschieden hätte und ein Kurzhaar Mädchen nimmt und nicht den Langhaar Buben "Stevie". Mein Mann und ich fuhren 5 Tage später dorthin und da war er der kleine Stevie. Sein umwerfender, herzlicher Blick, das freundliche Wesen. Diese dunklen Kulleraugen. Er hat sich sofort wohl gefühlt, ist auf meinem Schoß eingeschlafen. Zum Pipi machen hat er sich bemerkbar gemacht und ist dann wieder angerannt gekommen. Er sah aus wie ein kleines Meerschweinchen, mehr Fell als hoch. Wir hatten uns sofort in den kleinen Stevie verliebt. Und morgen ist es so weit: Stevie wird mit 10 Wochen bei uns einziehen. Ich bin sehr aufgeregt, aber auch nervös wie alles sein wird. Ich habe mir 1,5 Wochen Urlaub genommen, um den kleinen Stevie einzugewöhnen. Anschließend habe ich das große Glück, dass ich ihn in die Arbeit mitnehmen darf, da ich ein eigenes Büro habe. Er wird also nie alleine sein, genau wie Loui. Ich bin sehr gespannt, wie es sein wird, einen anderen Hund zuhause zu haben, denn in meinem Herzen, da wird für immer Loui bleiben ....
    LOUI 23.11.2015 - 14.09.2017 †

  14. #14
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    Das ist GENAU DAS RICHTIGE, was Du machst.... Ich habe es ohne Hund auch nicht ausgehalten. 2 Monate später haben wir unseren Boxer-Welpen Emma vom Züchter geholt. Sie war der einzige Welpe, der noch nicht vergeben war und wurde auf Shiras Todestag geboren.... das war ein Zeichen für uns! :-). Dein Stevie wird Dein Leben bereichern und vieles einfacher machen. Ich wünsche Euch ein wundervolles, glückliches und langes Leben!

  15. #15
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    Liebe Mitglieder,

    ich weiß nicht, ob es noch jemanden interessiert, aber es ist viel passiert die letzten Wochen.

    Stevie ist eingezogen und wir hatten anfangs ein paar Annäherungsschwierigkeiten. Er war so ganz anders als Loui, sehr zurückgezogen, schüchtern, hat viel geschlafen und sich ausschließlich mit sich alleine beschäftigt. Ich habe mich 24 Stunden um Stevie gekümmert, war immer an seiner Seite. Unser Verhältnis wurde viel besser, als ich ihn endlich in die Arbeit mitgenommen habe. Dort war er zuerst auch sehr zurückhaltend, aber er taute von Tag zu Tag mehr auf. Ein weiterer "Schicksalsschlag" holte mich nur ein paar Wochen nach Louis Tod ein: Mein Mann wollte die Trennung / Scheidung. Ich fiel aus allen Wolken, fand mich aber mit dem Gedanken ab. Und so machten sich Stevie und ich auf die Suche nach einer neuen Wohnung, die wir, glücklicherweise schon bald fanden. Stevie begleitete mich in jedes Möbelhaus, er war immer dabei, immer an meiner Seite. Unser Verhältnis wurde von Tag zu Tag besser, wir wurden ein eingespieltes Team. Nach 4 Wochen übersiedeln, waren wir dann endlich in unseren eigenen 4 Wänden angekommen. Ich habe mich darum bemüht, eine Wohnung zu finden, wo viel Grünfläche für Stevie vor dem Haus vorhanden ist und er liebt es! Wir fühlen uns total wohl, sind überglücklich. Wir sind 24 Stunden zusammen und er gibt mir so viel Kraft. Ich habe die Scheidung sehr gut überstanden und das obwohl mein Mann und ich 8 Jahre zusammen waren. Nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt und ich freue mich auf 2018! Stevie und ich werden so viele Sachen zusammen erleben, neue Leute kennenlernen und an Orte fahren, wo wir noch nie waren. Vielleicht hatte das mit Loui passieren müssen, damit ich nun endlich glücklich bin. So hart es klingt. Aber mein Mann war schon so lange nicht mehr an meiner Seite und ich hatte all meine Liebe auf Loui projiziert. Deshalb viel mir sein Tod so unglaublich schwer. Zu Weihnachten und Silvester war es ganz schlimm, ich habe mich in den Schlaf geweint. Ich vermisse ihn nach wie vor jeden Tag. Meinen geliebten Loui. Aber ich bin ihm so dankbar, für die vielen wunderbaren Tage und Momente. Seine Urne steht in meinem neuen Schlafzimmer, damit ich ihn immer ganz nahe bei mir habe. Sein übergroßes Portrait ziert meinen neuen Eingangsbereich, dass er mich empfangen und verabschieden kann, wenn ich zur Tür reinkomme / rausgehe. Ich denke, sein Tod hatte wirklich einen Sinn: Dass ich endlich wieder glücklich bin. Und das wäre, mit dem Ex an meiner Seite, nicht gegangen. Stevie ist jetzt immer bei mir, er bereichert mein Leben jeden Tag. Ich liebe ihn so sehr und würde alles für ihn geben. Ich bin dankbar, dass alles so gekommen ist, wie es gekommen ist. Ich freue mich auf eine lange Zukunft mit Stevie und die vielen wunderbaren Momente, die noch gar nicht passiert sind! <3

    Mein Motto für 2018 ist: "HEUTE ist mein Lieblingstag!" Und genauso, lebe ich jeden Tag.

    Ich hoffe, dass euch mein "HAPPY END" ebenso erfreut, wie mich.

    Ganz liebe Grüße an alle die das lesen werden,
    Tina + Stevie
    LOUI 23.11.2015 - 14.09.2017 †

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