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Thema: Mäuse als Snack?

  1. #1
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    Mäuse als Snack?

    Guten Tag!

    Ich habe in einem anderen Forum gelesen das da jemand Tiefkühl Baby-Mäuse als Snack anbietet (natürlich aufgetaut!).

    Hat das schon mal jemand von euch ausprobiert?

    Mein Freund meinte er würde den beiden mal eine lebende Maus von der Arbeit einfangen und mitbringen damit sie was zum spielen und fressen haben. Mein Kopfkino spiele mir dann ein Blutbad im Wohnzimmer, Mäuseteile im Bett oder eine im Sofa wohnende Maus vor.

    Grundsätzlich finde ich das ja keine schlechte Idee mit den TK-Mäusen aber würde trotzdem gerne wissen was Ihr davon haltet.

    Lg Alex

  2. #2
    Cappu Guest
    Hallo,

    kann man machen, aber ich würde es nicht tun. Futtermäuse stammen aus sehr schlechter Haltung, sie werden in Massen in kleinen Boxen vermehrt, sehen in der Regel weder Tageslicht noch Grünfutter, bevor sie für das Eintüten vergast werden. Wenn Futtermäuse, dann nur aus eigener Zucht, wo man es in der Hand hat, ob die Tiere vor dem Verfüttern ein schönes Leben hatten: http://www.projekt-biomaus.de/
    Die lebenden Futtermäuse aus dem Handel leben genauso sch***. Würde ich nicht unterstützen, ich finde, Empathie und Mitgefühl sollten nicht bei den eigenen Tieren aufhören.

    Frostküken wären eine Alternative. Sie werden ebenfalls vergast und vorher grob behandelt (die "Ernte" erfolgt manschinell) und ihre Eltern schlecht gehalten, aber sie fallen "automatisch" an, solange der Mensch seine Hühnereier aus Massentierhaltung kauft. Die Hähne legen nun einmal keine Eier.
    Küken werden "wenigstens" nicht extra gezüchtet.

    Maus von draußen - joah. Nett. Wurmtaxi Würde ich auch nicht machen...
    Mal abgesehen davon, dass ich MEINEN Futtertieren in der Regel Angst und Panik über Minuten oder gar Stunden ersparen würde. Lebende Mäuse als Spielzeug für Katzen zu besorgen ist Tierquälerei.

  3. #3
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    Ich würde es aus o.g. Gründen nicht machen und bezweifle auch das es funktioniert.
    Alle meine Katzen liebten es Mäuse zu fangen, totzuqüälen, dann herumzuwerfen und am Ende zu fressen. Hört sich brutal an, ist aber der Normalfall. An bereits tote Mäuse gingen sie nicht ran.
    Grüße
    Monika

  4. #4
    Cappu Guest
    Clickertraining mit "Snacks"
    https://www.youtube.com/watch?v=t8XZ-_EgWB8

  5. #5
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    Zitat Zitat von Cappu Beitrag anzeigen
    Clickertraining mit "Snacks"
    https://www.youtube.com/watch?v=t8XZ-_EgWB8
    ja wie cool ist das denn Finde ich ja stark (Jetzt seh ich die Mäuse doch mit ganz anderen Augen an )
    **Zahme Vögel träumen von Freiheit... Wilde Vögel fliegen! **
    Besucherkätzchen

  6. #6
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    Zitat Zitat von Cappu Beitrag anzeigen
    Clickertraining mit "Snacks"
    https://www.youtube.com/watch?v=t8XZ-_EgWB8
    Sorry aber das halte ich für pervers! Auch Mäuse müssen solch einem Stress nicht ausgesetzt werden müssen.
    Vielleicht widerspreche ich mich aber der Stress mit den Katzen ist ein natürlicher Vorgang.
    Grüße
    Monika

  7. #7
    Cappu Guest
    ??
    Die Mäuse in dem Video machen das freiwillig. Das ist Clickertraining. Das funktioniert nicht unter Zwang oder Stress. Die haben Spaß dran.

    Und welchen Stress mit Katzen meinst du? Totgespieltwerden? Ist KEIN natürlicher Vorgang, sondern ein Fehler in der Software der Katze. Eine Katze, die ihre Beute nicht sofort mit Tötungsbiss tötet, hat nicht die richtige Erziehung genossen. Der Tötungsbiss muss nämlich von der Mutter gelehrt werden. Wohnungsaufzuchten lernen ihn in der Regel nicht und quälen deshalb ihre Beute später tot, weil sie nicht wissen, wie sie sie vernünftig töten können. Normal im Sinne von "Natur" ist das nicht.

  8. #8
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    Cappu, da sind wir leider verschiedener Meinung.
    Ich kenne es nur so das die Katzen die Mäuse tot spielen/quälen.
    Grüße
    Monika

  9. #9
    Cappu Guest
    Dann kann ich dir die Bücher von Paul Leyhausen und Desmond Morris zum Katzenverhalten nur wärmstens empfehlen. Sehr interessante Verhaltensstudien.

    Davon ab macht es in meinen Augen aber trotzdem ein Unterschied, ob eine Katze es einfach nicht besser weiß und sich draußen Mäuse fängt, obwohl sie nicht mit ihnen umzugehen weiß, oder ob man den Katzen Mäuse extra zum "Spielen" vorwirft. DAS ist meine Meinung, nicht das andere über fehlerzogene Katzen.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Sybille Beitrag anzeigen
    Sorry aber das halte ich für pervers! Auch Mäuse müssen solch einem Stress nicht ausgesetzt werden müssen.
    Vielleicht widerspreche ich mich aber der Stress mit den Katzen ist ein natürlicher Vorgang.
    Grüße
    Monika
    Also ich glaube nicht das Clickertraining für Mäuse soviel Stress bedeutet wie von eine Katze gefangen und "totgespielt " zu werden. Keine der Mäuse aus dem Video macht auch nur einen annähernd gestressten Eindruck

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  11. #11
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    Hallo zusammen!
    Wir lieben Katzen und Hunde aber haben Nachfrage nach getöteten Mäusen? Ich denke,es ist ein riesiger Unterschied, ob Katzen selbst fangen, weil es in ihrer Natur liegt, oder ob ich nach einer getöteten Maus für meine Katzen verlange und damit eine Nachfrage schaffe.Oder?

  12. #12
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    nun ja, die sonstigen fleischlieferanten in katzenfutter waren auch nicht glücklich, bis sie ihren weg in die dose fanden.
    da muss man sich nichts vormachen.
    ich bin mir ziemlich sicher, dass meine katzen mit toten mäusen nichts anfangen könnten - meine hunde aber ganz bestimmt die fressen alles
    lebendfütterungen von wirbeltieren sind verboten nach dem tierschutzgesetz! die sind noch nicht mal bei reptilien erlaubt. alles hat grenzen und diese noch nicht mal wirklich tief liegenden grenzlinien haben wir uns hart erarbeitet. es dürfen noch nicht mal lebende fische gefüttert werden!
    wie soll man für einen menschenwürdigen umgang mit katzen plädieren, wenn das für mäuse nicht gilt?

  13. #13
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    Zitat Zitat von Alex Beitrag anzeigen
    Mein Freund meinte er würde den beiden mal eine lebende Maus von der Arbeit einfangen und mitbringen damit sie was zum spielen und fressen haben. Mein Kopfkino spiele mir dann ein Blutbad im Wohnzimmer, Mäuseteile im Bett oder eine im Sofa wohnende Maus vor.
    Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, lebende Tiere zu verfüttern.
    Nur bei ganz speziellen Tierarten, die sonst in Gefangenschaft absolut nichts fressen würden, ist es erlaubt.
    Lydia mit Kater Janek geb. 2004? und Kätzin Bella geb. ?
    im Herzen Felix (Apr. 1995 - März 2015) und Pitti (1997 ? - Nov. 2007)

    Wir barfen seit Juni 2007

  14. #14
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    Um jetzt mal das Thema bissl abzuflachen.

    Das mit der Lebendfütterung war ein Scherz (Hinweis: "im Sofa lebende Maus" und "Mäuseteile auf dem Bett"). Lasst jetzt bitte nicht den Moralapostel bezüglich Tierschutzgesetz heraushängen...

    Natürlich ist das ein gutes Argument was Cappu mit der Haltung und Tötung der Futtertiere sagte! Mein Gedanke ging bei der Fütterung von Mäusen eher in die Richtung Artgerecht. Ich habe einen Artikel darüber gelesen und wollte einfach mal andere Meinungen und Ansichten hören und nicht gleich mit dem Tierschutzgesetz gesteinigt werden.

    Liebe Grüße
    Alex

  15. #15
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    Na für mich war das nicht als "Scherz" zu erkennen ........

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  16. #16
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    Also ich steh nicht so drauf wenn mir Mäuse meine Möbel zerbeissen oder auf meinem Bett verteilt liegen. DARUM käme soetwas von Haus aus nicht in Frage.

  17. #17
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    puh, schwierige Sache. Du fragst danach, was andere von der Idee mit TK-Mäusen halten...ich find das unnötig, gibt ja so viel spielsachen und leckerlis für katzen, die auch kombiniert werden können, da braucht es nich noch ne tk-maus auf dem fußboden - zumindest in meiner wohnung

  18. #18
    Cappu Guest
    Also gut...



    Du meinst, im Sinne von artgerechter Ernährung für deine Katzen?



    Hatte ich zu Anfang des Barfens auch mal überlegt, aber aus folgenden Gründen nicht weiter verfolgt:

    Eine Futtermaus ist inhaltsstofflich kaum mit einer Naturmaus zu vergleichen. Sie werden wie schon geschrieben in erbärmlicher Haltung vermehrt und aufgezogen. Reptilienhalter bestreuen ihre Futtermäuse noch mit verschiedenen Präparaten, damit ihre Tiere keine Mangelerscheinungen bekommen:
    - Die Tiere stehen dauerhaft unter Stress, und jeder weiß, was Dauerstress bei Menschen oder Katzen im Blutbild und generell im Körper auslöst.
    - Sie bekommen weder Sonnenlicht (Vitamin D!) noch Frischfutter (schon das Fleisch von nur im Stall gehaltenen Kühen hat ein deutlich verschobenes Gleichgewicht in den Omega-Fettsäuren im Vergleich zu dem von Weidekühen, für Mäuse gibt es meines Wissens keine Testreihen).
    - Sie leben als extrem agile und intelligente Tiere zu vielen in fast leeren Makrolonboxen ohne weitere Reize, haben also auf jeden Fall Defizite im Muskelaufbau.
    - Sie werden lange vor dem Aushärten der Knochen getötet (muss ja schnell gehen, jeder Tag Futter kostet...), haben also einen anderen Calziumanteil als erwachsene Mäuse.
    - Farbmäuse und damit auch Futtermäuse haben als Abkömmlinge von Labormäusen (jahrzehntelange Inzucht unter oft sogar komplett keimfreien Bedingungen) ein extrem schwaches Immunsystem und sind sehr anfällig für Atemwegserkrankungen und andere Infekte. Parallel dazu wirkt ihr Urin stark atemwegsreizend und eine gestapelte Makrolonbox ist schlecht durchlüftet. Ob eine Futtermaus zum Zeitpunkt ihres Todes gerade ein Bakterienmutterschiff oder Pilzmutterschiff war, siehst du ihr nicht an. Die Chance ist aber sehr groß, alle paar Tage eine solche zu erwischen.
    - Sie werden vergast. Der Erstickungstod soll einer der schlimmsten Tode überhaupt sein, weil er große Angst (Lebenserhaltungstrieb) bei vollem Bewusstsein erzeugt. Also schön viele Stresshormone im Blut.

    Die Rechnung zwölf Mäuse pro Katze und Tag und sonst nix geht bei Futtermäusen also nicht auf. Teilweise ist weniger drin als erwünscht und teilweise mehr. Maus ist nicht gleich Maus.

    Wilde Mäuse von draußen wären wohl artgerecht, müssten aber roh (und getötet) verfüttert werden. Aber im Prinzip kannst du dann direkt die Wurmkuren und Flohzeugs im Abo dazu bestellen.

    Falls es wen interessiert: Das ist eine Standardzucht/aufzuchtbox für Futtermäuse: https://www.amazon.de/Makrolonk%C3%A.../dp/B00TECKT7E Produktmaße: 58 x 37 x 20 cm. Eine sehr beliebte Größe ist auch: 43 x 28 x 15 cm
    Da verbringen sie ihr ganzes Leben drin auf einer Handvoll Hobelspänen mit Trinkwasserflasche und Futterpellets.
    Artgerechte Haltung sieht ungefähr so aus: http://forum.zooplus.de/showthread.php?89277-Hallo-) Und selbst das war auf Dauer zu wenig Platz. Die Viecher haben einfach Hummeln im Hintern...



    Persönliches Fazit:

    Inhaltsstofflich eignen sich Futtermäuse nicht als vollwertiges Katzenfutter und supplementieren fällt schwer, weil man nicht weiß, was in welchen Mengen fehlt. Außerdem ist teilweise mehr drin als erwünscht (Stresshormone, Antibiotika und/oder Bakterien...).

    Als Snack eignen sich Futtermäuse meiner Meinung nach nicht, weil niemand ohne Not solche Tierquälerei in Zucht und Tötung unterstützen sollte. Glücklicherweise gibt es für Katzen eine Menge besserer Alternativen.

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