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Thema: Stuart 9.3.05 - 13.8.18

  1. #1
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    Stuart 9.3.05 - 13.8.18

    Am Samstag mussten wir mit unserem Stuart in die Klinik fahren. Da ist er einfach beim kraulen vor uns zusammengebrochen. Entweder ein sehr schwerer Bandscheibenvorfall oder sogar ein Schlaganfall. Auf jeden fall waren 3 beine gelähmt. Eines davon sogar ohne Schmerzempfinden. Die ärztin hat ihn sehr gründlich untersucht. Er sollte übers Wochenende zur Stabilisierung dort bleiben und Schmerzmittel bekommen, damit wir am montag entscheiden können, ob gtündlichere unterduchungen mit dem ct und eine anschließende op sinn macht und er es körperlich aich packt. Vor allem weil er schon zwölfeinhalb war. Lebenserwartung normal 14 bis 16. Sonntag bekamen wir den Anruf, dass er sehr abgebaut hätte und sie empfahl uns ihn einzuschläfern. Wir sollten kommen, um uns zu verabschieden. Als wir kamen, wurde er auf einem wagen in den Raum geschoben. Er freute sich und zu sehen und wedelte mit dem Schwanz, war aber schon sehr entkräftet. Die ärztin hat dann erklärt, wenn wir ihm sein Leid nicht verkürzen, wird er die Nacht nicht mehr überstehen und bis dahin noch leiden. Der Arzt gab ihm eine narkoseüberdosis und er schlief in meinen armen ein. Wir haben unser kleines, tapferes männlein dann zu meiner Mutter nach Erftstadt gefahren und haben ihn dort mit eine sweatjacke von mir und dem familienring für ihn begraben. Er mochte es sich zuzudecken. So haben wir ihn immer bei uns.

    Der Alltag ist zäh. Das aufstehen ohne begrüssungsstupser von Stuart. Die wohnung verlassen und ihm nicht tschüss sagen. Nach hause kommen, seine rute im tackt gegen sein hundebett schlagen hören. Beim gang durch den park ihn vor mir an der leine laufen sehen. Alles nur Einbildung. Nachts aufschrecken und auf das ticken und tacken der krallen warten mit anschließendem schlabbern des Wassers, aber es kommt nix. Die stille ist so unerträglich laut mot meinem vermissen und meiner trauer, dass ich ein hörspiel anmachen muss, um mich für den schlaf abzulenken. Dieses prozedere begleitet mich grade 3 mal die nacht. Ich weiß, dass es nie wieder ganz gut wird, nur erträglicher.

    Danke für jeden, der sich das durchliest und sein mitgefühl mit mir in dieser schweren Zeit teilt.

  2. #2
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    Hallo und erst einmal herzlich willkommen im Forum, schade das es ein so trauriger Anlass ist

    Bei der Überschrift war ich etwas geschockt weil ich dachte es ginge um einen Welpen der sein ganzes leben noch vor sich gehabt hätte . Auch bei einem älteren Hund ist es schlimm, gerade weil er einen schon so lange begleitet, man zusammen gehoert und ein eingespieltes Team ist. Der Schmerz wird im laufe der Zeit erträglicher ..... vergehen wird er nie ganz.

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  3. #3
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    Oh, tut mir leid. Sollte 9.3.2005 bis 14.8.2017 heißen. Jetzte weiß ich nicht wie ich es korrigieren kann.

  4. #4
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    Kein Problem, du selber kannst es nicht mehr ändern aber ich habe das für dich erledigt

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  5. #5
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    Danke fürs ändern und für die schönen Worte. Ja, irgendwie konnte ich mir nicht vorstellen, wie es ist wenn er stirbt. Jetzt kann ich mir einen Alltag ohne ihn nicht vorstellen. Ich habe Angst nach hause zu kommen, weil er nicht mehr da ist. Bin ich dann zuhause ertrage ich es aber wieder nicht, dass er nicht da ist. Es sind so banale dinge, die immer wieder daran erinnern. Wir haben einen kleinen sohn. Er hat heute morgen sein müsli gegessen und es ist etwas runtergefallen. Normalerweise wäre unser Stuart gekommen und hätte sich gütlich an dem Krümel getan. Nur ab jetzt halt nicht mehr. Oder gestern sind wir rausgegangen. Mein gedanke war nur die türe zu zu ziehen, weil Stuart ja da ist. Unten habe ich dann gemerkt, dass ich wieder einmal falsch hedacht habe.

  6. #6
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    Ich kenne das , unsere Luna ist im Mai über die Regenbogenbrücke gegangen und es schmerzt immer noch arg . Sie hatte ein langes, erfülltes leben mit uns für das wir sehr dankbar sind aber sie fehlt immer noch.

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  7. #7
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    Mein beileid. Ja, hunde sind doch noch andere Sozialpartner als andere haustiere. Das zusammenleben ist ein engeres. Ich werde wohl bis an mein lebensende jeden tag an ihn denken und ihn vermissen. Er ist mein erster richtiger hund gewesen, den ich von klein auf grossgezogen habe. Er ist halt wirklich wie ein kind für mich gewesen. Ich habe auch irgendwie Schuldgefühle. Unser sohn war ein ungeplanter Nachzügler und wir hatten in den letzten 3 Jahren viel um die ohren plus meine wochenbettdepression, die über 1,5 jahr ging. Jetzt grade hatte ich moch gefreut, dass unser sohn etwas größer und selbstständiger ist und ich mehr zeit habe mich Stuart zu widmen, aber diese zeit war uns nicht vergönnt. Das quält mich. Mein mann sagt, wir können dankbar sein, dass wir da waren als er seinen zusammenbruch hatte und ihm sofort helfen konnten. Aber irgendwie tröstet es mich grade nicht.

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