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Thema: Rumpöbeln bei anderen Rüden unterbinden

  1. #1
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    Rumpöbeln bei anderen Rüden unterbinden

    Nach langer Zeit melde ich mich nun auch mal wieder. Mein kleiner Shi Tzu Mix Herbie ist nun etwa 10 Monate alt. Noch arg verspielt und hat nur Faxen im Kopf. Der Grundgehorsam funktioniert ganz passabel. Allerdings unter Ablenkung könnte er noch besser sein. Man merkt häufig den Sturkopf des Shi Tzu's. Hin und wieder ignoriert er mich noch immer gerne. Leckerlies funktionieren nie. Spielzeug auch selten. Wenn aber ein anderer Rüde in Sichtweite kommt, dann legt er sich mächtig ins Zeug. Das übliche Programm eben. Ich bilde mir ein, dass er dieses aber eben nur tut, wenn er an der Leine geht. (Klar, da fühlt man sich ja stärker). Es ist mir zumindest schon das eine oder andere Mal aufgefallen. Bisher habe ich immer versucht, dieses Verhalten zu ignorieren und einfach schnell weiter zu gehen, aber es nervt gehörig, da ich selbst nun schon ein paar Mal fast über ihn gestolpert wäre in seinem Wahnsinnig. Es muss also eine andere Methode her. Was bei so einem kleinen Hund irgendwie immer total umständlich scheint. Habt ihr vielleicht Tipps? Ich muss dazu sagen, dass ich selbst vielleicht in mancher Hinsicht auch nicht der selbstbewussteste Menschen bin. Meine Sorge ist oft meinen Hund im Beisein anderer Menschen zu Maßregeln, aus angst diese könnten sich dann einmischen, weil ich zu grausam erscheine oder sowas!


    Tiere sind die besseren Menschen

  2. #2
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    Was verstehst du denn unter "grausam" ?? Ich , als Grosshundebesitzer , finde kläffende Kleinhunde die meine Hunde respektlos angiften schon sehr nervig und kann mir vorstellen das es anderen Hundebesitzern nicht anders geht. Da würde ich mir dann eher wünschen das der Kleinhundbesitzer seinem Hund mal eine klare Ansage macht damit dieser das unterlässt. Bei so einem kleinen Hund müsste es möglich sein ihn kurz an der Leine zu halten und sich zwischen ihn und das Objekt seiner "Wut" zu positionieren und ihm dann klar zu sagen das er das zu lassen hat weil DU es regelst . Sicher merkt er auch das du unsicher bist , also musst du da auch an dir arbeiten .

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  3. #3
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    Zitat Zitat von OESFUN Beitrag anzeigen
    Ich , als Grosshundebesitzer , finde kläffende Kleinhunde die meine Hunde respektlos angiften schon sehr nervig und kann mir vorstellen das es anderen Hundebesitzern nicht anders geht. Da würde ich mir dann eher wünschen das der Kleinhundbesitzer seinem Hund mal eine klare Ansage macht damit dieser das unterlässt.
    Aus dieser Perspektive habe ich die ganze Sache ehrlich gesagt, noch nie betrachtet. Aber sicher hast du recht. So gesehen, ermutigt mich das schon arg.

    Einmal habe ich ihn in der Tat schon auf die von dir beschriebene Art unterbrochen. Da hat er mich für den Bruchteil einer Sekunde stutzig angeschaut, wollte aber gleich weiter pöbeln. Aber er beruhigte sich wieder rasch.

    Leider denke ich in den seltensten Fällen an diese Methode. (Warum auch immer)

    Trotzdem wüsste ich gerne, ob es auch noch andere Möglichkeiten gibt. Einfach um auszutesten worauf er am ehesten anspringt.


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  4. #4
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    Hallo Knubbelnase,

    meine zwei Damen pöbeln auch gern mal, wenn sie einem anderen Hund begegnen. Ich nehme sie an die kurze Leine, wenn ich jemanden kommen sehe, und laufe zwischen meinem und dem fremden Hund. Oft hilft es, wenn ich den anderen Hundebesitzer schon aus einiger Entfernung freundlich grüße - anscheinend denkt mein Hund dann "Oh, die kennen und mögen sich, da brauche ich mich nicht als Beschützer aufzuspielen"

    Falls das nicht funktioniert, fange ich an, mit meinem Hund kreuz und quer hin und herzulaufen. Dabei schubse ich sie auch durchaus mal mit dem Bein weg, wenn sie in die andere Richtung zerren will; schießt sie an mir vorbei, wechsle ich abrupt die Richtung - nach wenigen Sekunden ist der Hund so verdattert, dass er den anderen Hund ignoriert und sich lieber auf mich konzentriert. Man kommt sich dabei etwas albern vor, abe es hilft und ist weniger nervig als kläffende Hunde

    Dass dein Hund bei Ablenkung schlechter hört, ist übrigens völlig normal. Einfach weiter konsequent am Grundgehorsam arbeiten, erst in reizarmer Umgebung und dann langsam die Ablenkung steigern.
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

  5. #5
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    Zitat Zitat von uta_stareprawo Beitrag anzeigen

    Falls das nicht funktioniert, fange ich an, mit meinem Hund kreuz und quer hin und herzulaufen. Dabei schubse ich sie auch durchaus mal mit dem Bein weg, wenn sie in die andere Richtung zerren will
    Hmm, wie darf ich mir das genau vorstellen? Also wenn Herbie an mir vorbei laufen will und ich das bemerke, dann z.B stelle ich ihm mein Bein in den Weg und bremse ihn so aus. Das mache ich beispielsweise beim " bei Fuß" gehen.

    Die Leute einfach mal freundlich begrüßen? Sollte es wirklich so einfach sein? Es ist ja nicht so, dass er bei allen Hunden so reagiert, eigentlich ist er recht friedlich und einfach bloß verspielt. Und wenn ich es so recht überlege, sind es auch ganz oft die anderen Hunde die uns schon in angespannter Haltung und gesträubten Nackenhaar entgegen kommen.
    Naja, versuchen kann man es ja mal.


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  6. #6
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    Nur mit Fuß davorstellen würde ich bei meinen Damen nicht weit kommen - die rennen da einfach drumrum
    Nein, ich biege in dem Moment, in dem Renée oder Alina sich steif macht, den Schwanz runternimmt und lang macht oder sich das Fell sträubt, scharf ab. Wenn mein Hund links von mir läuft, biege ich links ab, schubse sie damit weg und gehe straff weg. Zieht sie in die eine Richtung, gehe ich in die andere. Geht sie an mir vorbei, wiederhole ich das Spiel.

    So verfressen die zwei Ladies sind - wenn sie einen anderen Hund sehen, reagieren sie kaum mehr auf Ablenkung mit Leckerlie. Also mache ich es ihnen unbequem, bis sie sich wieder auf mich konzentrieren, und dann gibts Leckerlie. Anders verhalten sich Hunde im Rudel letztlich auch nicht - wer nicht ordentlich läuft, wird zurück ins Glied geschubst (nur dass ich nicht knurre und nach ihren Pfoten schnappe )

    Bei meiner kleinen Alina reicht es oft schon, wenn ich kurz mit den Füßen über den Boden scharre. Also so kurze, schnelle Trippelschritte in ihre Richtung - das Schlurfgeräusch reicht aus, um ihre Fokussierung in Richtung des anderen Hundes zu unterbrechen.

    Aber egal mit welcher Methode - Fuß davor, Ansprechen, kopfloses Hin- und Herlaufen - das Wichtigste ist die Belohnung, sobald es geklappt hat
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

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  7. #7
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    Morgen!

    Erstmal: Jepp! Ich würd mir auch von ganzem Herzen wünschen, dass so mancher Klein(st)hundbesitzer sich die Mühe macht, wenigstens den Knopf auf der Flexileine zu drücken, wenn sein Kläffi das Pöbeln anfängt - das ist ECHT ätzend, wenn die kleinen ... an der Flexileine ungebremst auf einen zuschießen, kläffen, pöbeln machen und man selbst hat einen größeren Hund an der Leine, der sich logischerweise denkt "Hey, Frauchen, lass mal kurz die Leine los, dann klär ich das!" Den Hunden ist das nämlich wurscht wie groß ihr Gegenüber ist - Respektloses Verhalten mag KEINER und geht auf nicht eben sanfte Hundeart dagegen vor. Nur dass wenn du an "den Falschen" gerätst, dein Zwergl schnell in der Tierklinik landen kann, weshalb ich es umso wichtiger finde, dass du ihm das zügig abgewöhnst...

    Aber (viellecht tröstets dich) du bist nicht allein mit deinem Problem! Mein Dicker hat auch ne Zeitlang andre Rüden angepöbelt nachdem er wie aus dem Nichts von einem deutlich stärkeren Rüden gebissen wurde (bei ihm wars Unsicherheit, die ihn dazu brachte zu denken, dass er den "Erstschlag" unternehmen muss, bevor der andere auch nur die Chance bekommt anzugreifen). Ich hab mir damals Unterstützung von einer guten Trainerin geholt, um besser einschätzen zu können, wo die Wurzeln für das Verhalten liegen (und war total erleichtert, dass es wirklich "nur" Unsicherheit war und keine "echte" Aggression). Sie hat mir dann geholfen einen Plan auszuarbeiten, um ihm das schnellstmöglichst wieder abzugewöhnen. Basis war, dass Diego total Spielzeugaffin ist - darauf konnten wir aufbauen. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann lässt sich dein Zwerg ja auch gut über Spielen und "Quatsch machen" motivieren, oder? Weil dann könnts bei euch auch ähnlich klappen.

    Ich hab ihn zunächst auf en spezielles Spielzeug gepolt, das "Kämpfi" (wie dus nennst is natürlich deine Sache - wichtig ist, dass du es auf ener Seite bequem halten kannst, während den Hund auf der anderen Seite sich prima reinverbeißen kann). Du sorgst also durch regelmäßiges bespaßen und "aufputschen" dafür, dass dein Hundi sobald er hört, dass du "Kämpfi" sagst alle Augen bei dir hat, weil das besagte "Kämpfi" das absolut tollste, großartigste ist, was es auf der WElt gibt, der größte Spaßbringer und die ultimative Belohnung (ich war selbst erstaunt, wie schnell man seinen Hund an eben diesen Punkt bringen kann ). Das Kämpfi gibst du nie aus der Hand - den Hund muss seine Aufmerksamkeit also dir zuwenden wenn er in den Genuss dieses tollen Teils kommen will. Immer wenn du nun einen Hund aus der Ferne erspähst oder an sener Körperhaltung ahnst, dass er einen wittert, dann ziehst du deinen Joker und flötest "Kämpfi, Kämpfi!" - dein Hund findet dich geil, kümmert sich nur noch um dich und das geliebte Kämpfi und ihr kommt problemlos an jedem potentiellen Rivalen vorbei (na gut: Am Anfang mit etwas abstand, kann man aber mit der Zeit gut verkürzen). Mit etwas Training lässt sich der Hund dann regelrecht am Kämpfi führen (obwohl ich im Zweifelsfall immernoch die Leine für Notfälle dran lass). Das Prinzip funktioniert im Wald und auf der Wiese genauso, wie in der Stadt - du musst nur immer das Kämpfi griffbereit haben. Und vergiss nicht: Zuckersüße Stimme, gern etwas Quietschen, damit er gleich schnallt, dass du ihm hier was echt tolles anbietest...

    Wir haben uns zwar deswegen ein paar mal doof anreden lassen müssen ("Wollen Sie ihren Hund scharf machen oder was?" - naja, der Name Kämpfi war vielleicht unklug gewählt und Diego gehört zu den Hunden, die beim SPielen lautstark knurren, allerdings wirklich nur, weil er so ins Spiel vertieft ist), aber der Erfolg belohnt uns: Etwa ein halbes Jahr später gibt es nur noch eine Handvoll Rüden, die er überhaupt anknurrt (darunter zuallererst den, der ihn damals gebissen hat), tatsächlich haben wir jetzt begonnen, das Kämpfi auszuschleichen und dabei erfreut festgestellt, dass er bei fremden Hunden gar nicht mehr in Kampfposition geht, sondern velmehr erstmal abwartet, ob es überhaupt nötig scheint und in den meisten fällen dann freundlich bis neutral auf den neuen Hund zugeht.

    Ich hoff, ich hab das jetzt verständlich erklärt - ansonsten einfach nochmal nachfragen, weißte ja!
    Liebe Grüße und weiterhin viel Freude mit denem Kleinen!

    Mein Hund hat mich schon sehr gut erzogen...

  8. #8
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    Ich vergaß: Altersbedingt können das bei deinem Herby auch noch "Pupertäre Pöbeleien" sein - die hatte Diego zwar schon früher (so mit etwa einem halben Jahr), die sind aber auch nix ungewöhnliches. Da probieren die halbstarken Rüden halt mal aus, ob sie andere beeindrucken können. Damals hats bei uns gereicht, einfach mal nen Momentstehen zu bleibenund mit den Haltern der "angepöbelten" Hunde zu quatschen, bis der eigene wieder ganz entspannt ist. Dadurch kann der Pupertier sehen, dass es keinen Grund für sein Verhalten gibt und dass es auch erst weiter geht, wenn er wieder entspannt ist (fürs Erreichen der entspannten Haltung darfst du dann auch guten Gewissens mächtig loben!)

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  9. #9
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    Also Spielzeuge funktionieren leider immer nur, solange der Hund weit genug weg ist, sobald klein Herbie aber spitz bekommt, dass da was ist (meist durch das geklimper des Halsbandes vom anderen Hund) , ist auch das tollste "Spieli" uninteressant. Was evtl. Funktionieren KÖNNTE wäre sowas wie eine Reizangel, denn solche Spiele liebt er wirklich SEHR.
    Ich werde mal den einen oder anderen Tipp mal austesten.
    Mir selbst ist es als Kleinhundebesitzer auch immer peinlich, wenn mein Hund zu dieser nervigen Sorte von Kläffern zählt, weil ich selbst noch von früher (meine Eltern hatten einen weissen Schäferhund) weiss, wie ätzend sowas ist.
    Ich hoffe einfach mal, dass es rein pupertäres Verhalten seitens meines Hundi's ist.
    Aber ich bleibe auf jeden Fall dran und werde weiter berichten.


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  10. #10
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    Wie sieht es denn aus mit der älteren Methode mit der Wasserflasche?


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  11. #11
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    geht theorethisch auch , aber ich würde es erst mal "konventionell" versuchen - dazu kommt das ein nassgespritzter Langhaarhund zu dieser Jahreszeit nicht so optimal ist

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  12. #12
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    Zitat Zitat von Knubbelnase Beitrag anzeigen
    Also Spielzeuge funktionieren leider immer nur, solange der Hund weit genug weg ist, sobald klein Herbie aber spitz bekommt, dass da was ist (meist durch das geklimper des Halsbandes vom anderen Hund) , ist auch das tollste "Spieli" uninteressant.
    Das dachte ich auch! Aber das Kämpfi ist nicht irgendein Spielzeug, sondern DAS ULTIMATIVE, TOLLSTE, BESTE... Nein, ernsthaft: für ein normales SPielzeug würde es auch nicht klappen, deshalb ja vorher das Konditionierungstraining, das das Kämpfi zum tollsten und begehrenswertesten Trum auf der ganzen Welt macht Aber wie gesagt: Muss auch nicht für jeden Hund passen - irgendwo spielen ja Charakter, Gründe fürs Pöbeln etc. auch eine Rolle. Altersgemäß könnts bei euch ja auch ein "normales" Pupertäres Pöbeln sein. Ich drück dir jedenfalls die Daumen, dass ihr das schnell in den Griff kriegt!

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  13. #13
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    Zitat Zitat von Knubbelnase Beitrag anzeigen
    Wie sieht es denn aus mit der älteren Methode mit der Wasserflasche?
    Das würde ich nur machen, wenn gar nichts anderes hilft, und nicht bevor ein Trainer sich das Ganze angeschaut hat. Wasserflasche, Rasselkette etc. sind schon ziemlich massive Maßregelungen, damit kannst du dir deinen Hund auch ganz schnell verschrecken. Und wenn er dann den Schreck falsch verknüpft, kriegst du u.U. ein richtiges Problem, nämlich einen Hund, der nicht mehr in der Lage ist, mit fremden Hunden umzugehen, sondern nur noch panisch wegzieht oder erst recht vorwärtsgeht (Angstbeißer).

    Zum Wasser greife ich jedenfalls nur, wenn sich unsere zwei Damen richtig in die Haare kriegen (was so einmal alle zwei Jahre passiert), und die Rasselflasche (Plasteflasche mit Splitt drin) kommt nur zum Einsatz, wenn sie versuchen, durch das Hoftor durch den Postboten zu zerfleischen (meine großen bösen Wölfe ) und gar nicht wieder aufhören wollen. Brauche ich aber selten, meistens reicht ein lauter Pfiff.
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

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  14. #14
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    Ok, dann probiere ich mal erst die anderen Tipps. Bin schon auf die nächste Runde gespannt.


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  15. #15
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    Was mir gerade noch einfällt: Du hast in dem anderen Thread geschrieben, dass Herbie ganz heiß auf seinen Teddy ist. Vielleicht kannst du den mal mitnehmen und dann, sobald Herbie anfangen will zu pöbeln, SELBST anfangen, mit dem Teddy zu spielen. Also Herbie nur festhalten, aber sonst ignorieren, und dich ganz auf den Teddy konzentrieren. Ruhig ein bisschen deine Begeisterung über das Spielzeug übertreiben, um Herbie zu vermitteln, wie vollkommen langweilig der andere Hund ist im Vergleich zu dem superdupermegatollen Teddy, mit dem du gerade spielst. Kann den Effekt haben, dass er deinem Beispiel folgt und sich auch mehr für den Teddy interessiert als für den fremden Hund.

    So motiviere ich manchmal unsere Große, wenn sie keine rechte Lust auf Apportierspiele hat. Ich spiele einfach selbst mit dem Ball und quietsche vergnügt dabei, (mach mich vor allen anderen zum Deppen) dann dauert es gar nicht lange, bis Renée auch mal den Ball will...
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  16. #16
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    Ja du hast recht, darüber habe ich auch schon nach gedacht. Evtl. Könnte ich ihn auch für draußen an eine Art Angel hängen. So wäre der Anreiz sicher noch größer. Ein Glück, dass bald wieder Laternenzeit ist, da könnte man wad basteln draus.


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  17. #17
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    So, heute mal ein kurzer Zwischenstand. Also das Pöbeln macht er nun nicht mehr so arg. Er knurrt nur noch im vorbei gehen und macht sich steif, aber er springt nicht mehr planlos drauf zu.
    Ausserdem macht er das bloß noch bei Hunden die uns auf dem Spaziergang begegnen. Kommen wir aber an einem Grundstück vorbei auf dem ein Hund frei läuft und kläfft, habe ich ihn schon soweit im Griff, dass er den anderen weitestgehend ignoriert und bei Fuss läuft.

    Ich weiss nicht ob das schon eine Besserung ist oder ob da noch mehr geht, aber über Zweiteres freue ich mich besonders.


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  18. #18
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    Das ist auf jeden Fall eine Besserung Dranbleiben, die Bindung zwischen deinem Hund und dir weiter pflegen und stärken, konsequent bleiben - dann wird das immer besser.

    Ich finde ja, ein Hund darf einen anderen auch mal anknurren. Es sollte nicht die Regel sein und auch nicht in einen Angriff umschlagen - aber Hunde dürfen sich auch mal nicht leiden können und sich das dann auch sagen
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  19. #19
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    Mein Hund war leider auch ein extremer Leinenpöppler.

    @ Knubbelnase Als erstes möchte ich dir sagen, dass man extrem viel Geduld und leider auch viel, viel Zeit benötigt um das Verhalten des Hundes "umzuschulen".

    Mein Hund hört auf das Kommando "Balli". Kommt das Wort, dreht er sich zu mir und ich bin "das beste und tollste auf der ganzen Welt". Angefangen haben wir mit der leckerlie Tasche, heute reicht ein Bringsel oder Ball mit Schnur.

    Moirah hat es ja schon recht gut beschrieben, wie es funktioniert.


    Liebe Grüsse Astrid


  20. #20
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    Danke für die tollen Tipps und Anregungen, inzwischen habe ich mir seinen heiß geliebten Teddy an der Leine fest gemacht, eigentlich liebt er den auch abgöttisch. Nun dachte ich das bleibt so, inzwischen lässt da aber auch die Begeisterung nach. Mit Futter bzw. Leckerlie ist das immernoch so ne Sache. Er ist sehr mäkelig. An einem Tag liebt er seine Leckrlies am nächsten Tag will er nix davon wissen.


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  21. #21
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    hallo zusammen,

    der Thread ist zwar nicht mehr ganz aktuell, aber ich möchte trotzdem auch mal meinen Senf dazu geben. Und zwar zum Thema KLEINE HUNDE UND LEINENPÖBLER ;-) Unser Hund ist recht klein, aber von einem Leinenpöbler zum Glück weit entfernt. Und ich muss sagen, dass wir wenig Probleme damit haben, von kleinen Hunden angepöbelt zu werden, sondern eher von grossen Hunden. Und das ist mal richtig Angsteinflössend!

    Auf quasi jedem Spaziergang durch die Felder hier begegnet einem mindestens EIN Besitzer mit Hund in der Grösse eines Schäferhundes, der völlig austickt , vom Besitzer nur mit Mühe gehalten werden kann. Für mich als Hundeneuling war das gerade am Anfang sehr beängstigend und ich bin froh, dass Manni da recht locker reagiert. Er bellt dann zwar zurück, hat sich nach 3m aber schon weder komplett beruhigt.

    Wir hatten Manni gerade mal 2 Wochen, da "begegnete" uns eine Frau mit 2 Schäferhunden, die völlig austickten. Es lag SChnee, die Frau fiel hin, lag auf dem Bauch und versuchte verzweifelt, die Hunde zurückzuhalten.
    Ich weiss, ich muss meinem Hund Sicherheit vermitteln, aber das war da für mich sehr schwer, denn ich hatte RICHTIG Schiss. Habe auch danach eine Weile gebraucht, um wieder alleine mit Manni gehen zu können und bin erstmal nur mit meinem Mann zusammen gegangen.

    Ich frage mich bei solchen Leuten wirklich, ob sie noch bei Trost sind und stehe ganz oft davor, das Ordnungsamt anzurufen. Denn ich glaube nicht, dass diese Hunde zB vor Kindern halt machen würden :-(

  22. #22
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    Sicher sollte jeder Hund gut erzogen sein , egal welche Grösse aber die "Unterstellung" das die Hunde vor Kindern nicht haltmachen würden ist schon daneben

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  23. #23
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    inwiefern ist das denn bitteschön daneben? Hunde, die derart aggressiv sind, machen sicher NICHT halt, wenn auf einer wiese zb kinder mit nem ball spielen!

  24. #24
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    Also das kann man so pauschal jawohl nicht sagen..............
    Mancher Hund benimmt sich nur an der Leine so und ist ohne friedlich...........
    Das Hunde deshalb auch auf Kinder losgehen sollen................den Schluss finde ich sehr gewagt..............und sehe es anders..............
    Nur weil ein Hund an der Leine Krawall macht..........kann er gut sozialisiert sein.........und ist für Kinder nicht automatisch eine Gefahr............
    Gruß von Kerstin

  25. #25
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    naja, wenn ihr das meint. ich finde es eher gewagt, das so locker zu sehen.

  26. #26
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    Ich sehe das nicht locker......kannst du mir glauben oder nicht, aber alle Hunde die an der Leine Rabatz machen und groß sind über einen Kamm zu scheren.........finde ich sehr gewagt.............
    Leider gibt es den einen oder anderen Hund, der nicht gut sozialisiert ist.............und den muss der Besitzer einschätzen können...........und führen können...........genau da wäre das OA angebracht...............
    Aber so pauschal alle als gefährlich zu betiteln...............
    Gruß von Kerstin

  27. #27
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    Also ich denke ich kann das schon ganz gut einschätzen , wir halten seit fast 40 Jahren Hunde da weiss man schon was geht und was nicht. "Nur" weil ein Hund an der Leine andere Hunde anpöbelt beisst er noch keine Kinder oder überhaupt Menschen - so etwas zu behaupten ist schlicht und ergreifend daneben.

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  28. #28
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    @Spookyjule
    Woher weisst Du das Dein Hund die anderen nicht provoziert? Da reicht schon ein "falscher" Blick und entsprechende Körperhaltung von Deinem um andere Hunde in Rage zu bringen.... Nonverbale Kommunikation....
    Vor allem wenn Dir sowas öfter passiert.
    Und die Aussage das grosse Hunde die an der Leine pöbeln grundsätzlich gefährlich auch für Kinder sind ist ziemlicher Blödsinn....
    Und gleich in Erwägung zu ziehen das OA einzuschalten finde ich armselig.
    Wenn du den gleichen vermeintlich gefährlichen Hunden öfter begegnest dann sprich doch einfach Mal die Halter an? Ein einfaches Gespräch kann oft Wunder wirken!
    Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)

  29. #29
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    Auch wenn der Thread nicht mehr so neu ist, hier nun mal der aktuelle Stand der Dinge: mein kleiner Herbie pöbelt leider immernoch, ABER meist nur an der Leine. Oft nur wenn die anderen anfangen. Es gibt einen Züchter in unserem Eck hier, er züchtet Australien Shepard. Dieser Mann hat eine seltsame Art mit seinem Hund gassi zu gehen. Er treibt ihn mit dem Auto vor sich her. Der Hund hört zwar aufs Wort und läuft bei Begegnungen immer artig an uns vorbei, aber klein Herbie, macht ab einer gewissen Höhe immer ein riesen Spektakel. Zuerst sitzt er nur da und schaut gespannt nach dem anderen Hund und erst wenn dieser auf unserer Höhe, also fast schon vorbei ist, erst dann legt Herbie sich ins Zeug.
    Dieses extreme Verhalten beobachte ich auch erst seit ich vor zwei Wochen zurück kam. (War vier Wochen lang nicht zuhause und habe den Hund meinem Schwager zur Pflege gelassen.)
    Ausserdem ist mir aufgefallen, dass Herbie seitdem extrem anhänglich geworden ist und entgegen aller Meinungen der anderen, jetzt viel besser auf mich hört, wie noch vor diesen vier Wochen.


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