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Thema: Chihuahua hat Angst vor anderen Hunden und bellt sie an

  1. #1
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    Chihuahua hat Angst vor anderen Hunden und bellt sie an

    Hallo ihr Tierfreunde,
    ich hab mich hier im Forum neu angemeldet weil wir nicht mehr wissen wie wir mit der Angst unseres Chihuahua umgehen sollen.
    Unserer Lucy wird im Juni 3 Jahre alt und wurde auf einem Bauernhof geboren. Mit 12 Wochen haben wir sie dann übernommen.
    Leider hatte sie keinen großen Kontakt zu anderen Hunden, weil keiner in unserem Freundes oder Bekanntenkreis Hunde hat. Die erste Welpenschule haben wir mit ca 1 Jahr besucht, da die anderen Welpen für sie einfach zu groß waren. Da haben wir schon festgestellt das sie absolute Angst vor anderen Hunden hatte und sich ständig an uns gerieben hat oder die anderen Hunde nur angeknurrt. Die Trainerin meinte wir müssen dieses Verhalten akzeptieren. Scheinbar hatte sie keine Lust sich damit zu beschäftigen. Den Menschenkontakt mag sie auch nicht wirklich. Nur mit den eng Vertrauten kann sie spielen, die anderen werden angeknurrt oder wenn es sein muss schnappt sie auch zu. Das spazieren gehen ist die absolute Quall für uns. Sobald sie andere Hunde oder Menschen sieht fängt sie sofort an zu bellen und reißt wie bekloppt an der Leine (nur in ihrem Revier).
    Vor einiger Zeit hat man uns einen Hundeverein empfohlen. Nach einem Anruf sind wir gebeten worden mit Lucy mal deren Welpenclub zu besuchen. Wir waren nun einige male da und sind uns über deren Vorgehen nicht sicher. Lucy hat auch da absolute Angst vor den anderen Welpen. Man sagt uns wir sollen die einfach machen lassen, auch wenn die anderen Hunde stürmisch auf sie zu laufen und sie mit ihren Pfoten überrennen. Sie wirkt in dem Augenblick sehr ängstlich, fängt an zu knurren und teilweise auch an zu schnappen. Letzten Samstag hat sie sich Anfangs komplett in den Tunnel verzogen oder ganz nah an einen Zaun hingesetzt wo sie keiner gesehen hat. Von den Trainern kam keine Reaktion. Was das bellen auf der Straße anbelangt, ist uns gesagt worden wir sollen sie mit einer Wasserpistole bespritzen, sobald sie anfängt zu bellen. Was soweit auch ganz gut klappt. Jedoch sind wir uns nicht sicher ob diese Erziehungsmaßnahmen richtig sind. Wir haben Angst, dass Lucy ein Trauma von anderen Hunden bekommt und durch die Wasserpistole nicht die Ursache bekämpft wird, sondern lediglich die aktuelle Situation.

    Hat jemand Erfahrung sammeln können mit solch einer Situation und kann uns vielleicht ein paar Tipps geben, bzw seine Meinung zum Verhalten der Hundetrainer .

    Sind für jede Antwort Dankbar

    MfG
    Eugen

  2. #2
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    Erst einmal herzlich willkommen

    Da ist wohl einiges schiefgelaufen

    Die erste Welpenschule haben wir mit ca 1 Jahr besucht, da die anderen Welpen für sie einfach zu groß waren.
    Mit einem Jahr gehört sie nicht mehr in die Welpenschule , sie ist ein erwachsener Hund. Also ist eigentlich auch das Vorgehen

    Vor einiger Zeit hat man uns einen Hundeverein empfohlen. Nach einem Anruf sind wir gebeten worden mit Lucy mal deren Welpenclub zu besuchen.
    unsinnig. Würde ich keinesfalls machen, was soll es bringen wenn sie von den Welpen überrannt wird ??

    Wichtig wäre wirklich das Lucy Sozialkontakte zu anderen Hunden bekommt, vorzugsweise zu Hunden die grössenmässig einigermassen zu ihr passen , also Kleinhunde.

    Dieser Anmerkung

    nur in ihrem Revier)
    irritiert mich ein wenig , was versteht ihr unter IHREM Revier ??

    Ich würde versuchen Leute mit Hunden in angepasster Grösse zu finden die keine Probleme mit Lucys Verhalten (Kläfferei) haben und Spaziergänge mit diesen zu machen, auf die Kläfferei nicht eingehn, einfach miteinander loslaufen , natürlich mit angeleinten Hunden die nicht direkt nebeneinander laufen. Sobald Lucy nicht bellt loben und Belohnung anbieten. Eventuell gibt es ja auch über den Kleinhundeverband eine Möglichkeit an Kontakte zu kommen bei denen sich Leute treffen. Wäre das was mir so auf Anhieb einfällt.

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  3. #3
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    Hallo OESFUN,
    vielen Dank für deine Antwort.

    In die Welpenschule gingen wir auf Empfehlung der ersten Hundetrainerin, weil sie meinte Lucy könnte sich da ab besten auf andere Hunde einstellen und mit denen ggf spielen.
    Mit ihrem Revier meinte ich, ihr bekanntes Gebiet. Sprich die Runde mit der wir immer mit ihr spazieren gehen, oder an unserem Haus bzw Garten. Sobald sie sich in Gebieten aufhält die ihr fremd sind, oder wo sie sich noch nicht so oft aufgehalten hat, macht sie immer einen großen Bogen um fremde Hunde.

    Das mit der Belohnung ist auch so ein Problem. Zu Hause macht sie alle Übungen wie sitz, Platz, bleiben, Pfote etc. Sobald wir das Haus verlassen interessieren sie keine Leckerlies oder unsere Kommandos werden einfach ignoriert. Sie schnüffelt einfach überall in den Gebüschen rum und vergisst alles andere was wir zu Hause geübt haben.

  4. #4
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    Hallo,
    was genau macht ihr bisher, wenn sie anfängt zu bellen, an der Leine zu zerren oder gar zu schnappen? Nehmt ihr sie hoch, wendet ihr euch zu ihr hin und versucht sie zu beruhigen, oder zieht ihr sie an dem anderen Hund vorbei?

    Es klingt für mich nach einem extrem verunsicherten Hund (kommt gerade bei so kleinen Hunden oft vor). Einen ähnlichen Fall habe ich mal bei Martin Rütter gesehen. Dort hatten die Besitzer den Hund immer hoch genommen und sogar die Augen zugehalten, damit er den anderen Hund nicht sieht. Im Training haben sie sich dann immer zwischen ihren Hund und die "Gefahr" gestellt, mit dem Rücken zu ihrem Hund. Damit bilden sie einen "Schutzwall" vor dem Hund, der diesem Sicherheit gibt. Ging der Hund nach vorn, wurde er ruhig, aber konsequent wieder hinter die Zweibeiner geholt. Das unerwünschte Verhalten wurde also kommentarlos korrigiert, und erst wenn die "Gefahr" vorbei war und der Hund sich wieder entspannt hat, wurde gelobt. (Unter Stress nehmen viele Hunde sowieso kein Leckerlie an.)

    Wenn die Kläfferei schon ritualisiert ist, kann es auch helfen, wenn man bei den ersten Anzeichen (Anspannung, Ohren spitzen usw.) mal ganz abrupt die Laufrichtung wechselt und kreuz und quer läuft. Das ist für den Hund zwar total nervig, sorgt aber dafür, dass er sich auf seinen Menschen konzentrieren muss statt auf die "Gefahr". (Hilft übrigens auch gut beim "Bei Fuß" üben.) Und dann, sobald der Hund sich nach dir richtet, richtig dolle freuen und loben.

    Dass sie draußen nicht hört, ist der "Hundeplatz-Effekt". In der gewohnten und dadurch eher langweiligen Umgebung ist das Üben etwas ganz Tolles, Abwechslungsreiches. Draußen hat sie genug Abwechslung und braucht euch dafür nicht. Ihr könntet versuchen, zunächst zwar draußen, aber in reizärmerer Umgebung zu trainieren. Ein abgeschlossenes Grundstück oder eine Wiese ganz nah an der Wohnung. Dort mehrmals am Tag ganz kurze Trainingseinheiten abhalten. Futter in dieser Zeit am besten nur während des Trainings, nicht zu Hause aus der Schüssel. Und dann nach und nach die Ablenkung erhöhen, also weiter weg gehen, in belebtere Gebiete usw.

    So würde ich es jedenfalls versuchen :-)
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

  5. #5
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    Zitat Zitat von sCAPe Beitrag anzeigen
    Sobald wir das Haus verlassen interessieren sie keine Leckerlies oder unsere Kommandos werden einfach ignoriert. Sie schnüffelt einfach überall in den Gebüschen rum und vergisst alles andere was wir zu Hause geübt haben.
    Das zeigt das sie sich nicht an euch orientiert sondern der Meinung ist alles allein regeln zu müssen/können . Läuft sie da ohne Leine ?? Wenn ja käme sie bei mir, bis sie auf Kommandos reagiert, an eine Art Schleppleine damit ihr sie korrigieren könnt. Sie hat euch eindeutig nicht zu ignorieren egal wie interessant sie in dem Moment die "Umgebung" findet. Fehlverhalten (Kläfferei) solltet ihr eindeutig unterbrechen oder schon im Vorfeld durch Übungen vermeiden. Mir ist klar das sich das schwierig anhört, im Prinzip ist es aber eigentlich nur die normale Erziehung die der Hund braucht. Gibt auch dem Hund Sicherheit und im Endeffekt mehr Lebensqualität.

    Das sie in fremden Gebieten unsicherer ist würde ich mir zu Nutzen machen und dort öfter mit ihr üben . Also Leinenführigkeit , an fremden Hunden vorbeigehen (im besten Fall OHNE grossen Bogen). Je öfter sie andere Hunde trifft , auch wenn es am Anfang noch ohne nahe Kontakte ist, umso schneller wird sie sich daran gewöhnen.

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  6. #6
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    Guten Morgen Eugen!

    Dein Chi hört sich nach einem sehr verunsicherten Hund an, der "nach vorne" geht im gewohnten Gebiet. Das hat nichts mit Angst zu tun. Stell dir nur mal vor, der Hund hat keine 3 kg sondern 50kg wenn sie ein Rotti wäre, würde keiner von Angst sprechen
    Wie die anderen auch schon gesagt haben, startet so schnell wie möglich die Sozialisierung. Dabei muss sie vorerst nicht mal in Kontakt mit anderen Hunden treten, es reicht auch, wenn ihr erst einmal 3 Meter hinter einem andere Gassigänger her geht. Sie muss dabei ruhig und gehorsam sein. Verabredet euch mit Leuten, die auch große Hunde haben, und zieht es durch. Die Wasserpistole benutze ich auch, wenn Pflegehunde nicht runter kommen. Nutzt sie als "Meinungsverstärker". Wenn sie nach einem Kommando nicht hört ("AUS"), einfach nass spritzen. Sie soll verstehen dass ihr das ernst meint und sie nicht selber entscheiden darf, ob sie jemanden /einen Hund verbellt.
    Hundevereine sind meiner Meinung nach ebenfalls eine gute Idee. Geht dann aber in einen normalen, nicht in einen für kleine Hunde. Bei normalen HV-Training kommen die Hunde nicht miteinander in Kontakt, sondern ihr trainiert separat. Der Hund lernt dort, dass IHR die Chefs seid. Und das ist das selbe Prinzip wie bei einem Schäferhund, Golden Retriever oder eben Chi Hua Hua.
    Ich war selber mit meinem Havaneser in einem Malinois Verein. Er wurde behandelt wie jeder andere Hund auch. Natürlich muss man bei einem Verein auf die angewandten Methoden achten, aber ein Chi kann ziemlich viel ab. Wäre die Rasse so groß wie ein Schäferhund, würden sie die Weltherrschaft an sich reißen
    Beim Gassigehen solltet ihr euch selber spannend machen. Leichter gesagt wie getan, das Problem hatte ich am Anfang auch Aber mit den Befehlen, die meiner im Verein gelernt hat, habe ich ihn super beschäftigen können. Da ist irgendwann der Ehrgeiz so sehr gewachsen, dass er von selber im Bei Fuß gegangen ist ^^

    Ich hoffe, das hilft euch ein bisschen.

    VG
    Geli

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