Ergebnis 1 bis 17 von 17

Thema: Hund aus dem Tierschutz-nter welchen Umständen darf ein Tierheim einen Hund zurück

  1. #1
    Registriert seit
    07.03.2016
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    11

    Question Hund aus dem Tierschutz-nter welchen Umständen darf ein Tierheim einen Hund zurück

    Hallo,

    wir benötigen Rat. Wir leben im Norden von Deutschland. Am letzten WE haben wir einen Hund aus dem Tierschutz geholt und damit beginnen die Probleme:

    Unser Ersthund ist im Oktober verstorben. Der Zweithund musste Anfang November operiert werden. Die Rekonvaleszenz beträgt 4-5 Monate. Bereits im November wurde klar, das der zweite Hund (kastrierter Rüde, BorderMix) nicht gut allein klar kommt. Wir nahmen Kontakt zu einem Gnadenhof auf, von dem wir wusste, dass sie Hunde vermitteln. Unser Wunsch: Hündin, älter, nicht wild. Es gab tatsächlich einen Affenpinscher, der aus einer Beschlagnahmung stammen sollte. Schlechte Augen (müssten 2xtäglich behandelt werden, Knieprobleme einseitig). Wir fanden, dass es passend klangund wir das stemmen können.
    Es erfolgten einige Vorgespräche. Kurz vor Weihnachten wurde uns gesagt, der Hund wäre eventuell doch nicht zu vermitteln und müsste erst einmal einer TA in Stade vorgestellt werden. Anfang Februar, hieß es dann, dass es doch passt.
    Der Plan war, dass die 1. Vorsitzende des Gnadenhofes mit dem Hund bei uns einen Besuch machen wollte, damit man sehen kann, ob die Hunde miteinander klar kommen, der neue Hund sich hier einfinden kann. Vorab sollten wir uns die Hündin aber ansehen und da viel der Satz, sie beißt sich aber ein bisschen am Poschi (Po) und vielleicht wäre uns das ja zuviel. Das war eine neue Aussage, die auch gleich bei der Aufzählung der anderen Krankheiten gemacht werden hätte können. Das Beißen hat sie, weil sie eine Flohallergie hat und völlig mit Flöhen übersäht gefunden wurde. Nun wurde sie ein Fundhund, keine Beschlagnahmung mehr.
    Wir fuhren also zum Hof und sahen eine minikleine Affenpinscherhündin, die relativ entspannt in einem Körbchen lag und nicht annähernd so hässlich war, wie sie uns beschrieben wurde (selbst wenn, wäre uns das egal, gewesen).
    Sie schmuste und war zutraulich. Wir mussten nicht lange überlegen.
    Auf einmal fing die Frau an, Sachen zu packen. Sie sagte, sie könne sich nicht um die Hündin kümmern. (Sie versorgt laut eigener Aussage 40 Hunde, mit einer Helferin, die 3x/Woche kommt und hat noch 30 Hunde im eigenen Haus.) Körbchen, Leinen, Geschirr. Wir waren sehr verwundert und fragten, ob sie die Hündin nun doch nicht erst bringt. Sie meinte, wir würden ja doch keine Ruhe geben. Und das stimmte nicht. Wir hatten uns auf Ansehen der Hündin und Übergabe in der Folgewoche eingestellt. Da wir von der sofortigen Übergabe nichts wussten, hatten wir natürlich auch nichts vorbereitet. Uns wurde gezeigt, wie die Augen mit Salbe zu behandeln sind (trockenes Auge) und dann rupfte die Frau der Hündin einen ca. 3mm starken Fellstrang aus den unteren Vorderzähnen und meinte, dass käme vom Beißen in den Po. Wir willigten ein, die Hündin direkt mitzunehmen. Sie wirkte so entspannt, dass wir einer Vergesellschaftung mit unserem entspannten Rüden auch entspannt entgegensahen. Die Frau sollte an dem Abholtag zwei Welpen ihrer Lieblingsrasse Bobtail erhalten und hatte keine Nerv, uns zu besuchen um eine Vorbesichtigung zu machen.
    Nachdem wir den Impfpass, allerlei Futter (Katzenleckerchen??), Badezusatz für die aufgekratzte Haut bekommen hatten gingen wir dann auch.

    Daheim lief es erst ganz gut. Aber dann fing die Hündin an sich zu beißen und zu kratzen, dass uns bange wurde. Wir badeten sie, um mit dem Mittel (Hexal....?) Linderung zu erzielen. Da kam eine Suppe von dem Hund runter - Linderung hielt nur kurze Zeit. Sonntag haben wir gegoogelt was das Zeug hält. Gelesen und informiert, bis uns vor Infos der Kopf platzte. Wir beschlossen, einige Naturmedizinische Produkte zu bestellen und für die Augen Euphrasia Augentropfen, weil wir im Netz lasen, dass viele Hundebesitzer, deren Hunde auch darunter leiden, sehr gute Erfahrungen damit gemacht haben.
    Am Sonntag rief die Frau vom Gnadenhof hier an, ob die Hündin da sei. sie hätte gerade eine Meldung über einen entlaufenen Hund bekommen. Alles gut. Aber sie fragte mit keiner Silbe, wie es gelaufen ist. Ich sagte dann, das wir die Tropfen bestellen wollen und sie sagte, dass sie nichts davon halte. Das Beißen wurde angesprochen, sie sagte, dass hätte sie bei ihr nicht gemacht????.
    Völlig entnervt blaffte sie ins Telefon: "Macht doch was ihr wollt, ist ja euer Hund" Am Montag eigentlich das Gleiche noch mal nur mit Hörer auflegen. Sie ist ausfällig geworden. Wir sagten, dass wir nichts reklamieren wollen, aber über eine Zustandsbeschreibung und Vergleichen vielleicht besser raus finden, was die Hündin nun so juckt.
    Am Abend vom TA Tabletten bekommen. Sofortige Besserung. Die Maus hat fast nur geschlafen. Uns fiel auf, dass sie trotz der dreitägigen Beißerei keine Harre zwischen ihren Vorderzähnen hatte. Wohl aber im Gnadenhof, wo sie dass ja nun angeblich doch nicht mehr machte. Sehr verwirrend.
    Wir hatten eine schöne Woche. Zwei ruhige, entspannte Hunde. Am Freitagmorgen eine Mail vom Gnadenhof: Wenn es Probleme geben würde, würden sie den Hund zurück nehmen. Wir danken für das Angebot und sagen, wir würden darauf zurück kommen, wenn es nicht anders geht. Nicht anders geht bedeutete für uns, wenn die Maus ihre Allergie nicht in den Griff bekommt und auf irgendwas bei uns so allergisch reagiert, dass sie es nicht aushalten kann.
    Am Abend einen TA Termin. Die Ärztin freut sich, dass die Tabletten wirken, gibt uns weiter und rät die Dosis nach 10 Tagen zu halbieren und dann zu schauen, wie es weitegeht.
    Dann erfolgt eine Untersuchung, bei der festgestellt wird, dass die Zähne oben vorne komplett fehlen, die hinteren so mit Zahnstein zu sind, dass da sofort was gemacht werden muss. Die beiden hinteren (nicht nur einseitig) Knie springen raus, bzw. sind draußen und werden "eingerenkt". Des weiteren ein Tumor an der Hüfte und zwei in den Milchleisten.. Fast blind. Wir müssen noch dazu sagen, dass die Frau vom Gnadenhof auf die Frage, was sie für den Hund an Geld bekommt, sagte, dass sie uns ihn schenkt und wir aber weitere Kosten zu tragen haben. Im Gnadenhof wurde gesagt, die Hündin wurde geimpft und das impliziert, dass sie untersucht worden sein muss. Und keiner hat diese Tumore entdeckt?
    Da wir gerade einen Hund mit ca. 4000€ TA Kosten versorgt hatten, waren wir natürlich am schlucken. Wir hatte der Frau vorab gesagt, dass wir keine kostspieligen OP's machen lassen können, weil wir ziemlich im Minus sind und auch ein Kind im Studium haben.

    Noch im Vorraum entscheiden wir, sie operieren zu lassen und fragen im Gnadenhof an, ob Kosten übernommen werden.

    Am Sonntag sollen wir dann die Hündin zurückgeben, weil sie nur zur Probe bei uns gewesen wäre, ansonsten Anwalt. Das ist gelogen, weil sie vor uns beiden sagte, sie schenkt uns den Hund. Aber steht nun Aussage gegen Aussage. Seltsam war, dass wir unsere Anfrage an die Gnadenhofadresse schickten, die Antwort darauf aber von ihrem Exmann ohne Unterschrift, Datum kam, mit dem sie gerade so einen Scheidungsstress hat, dass sie nach eigener Aussage einen Burnout hat, ein Magengeschwür und Beruhigungstabletten nimmt.

    Wie würdet ihr euch verhalten? Heute kann sie bereits mit einem Wagen und noch einer Person und klingelte. Haben nicht geöffnet.

    Muss der Hund nun zurück? Dahin, wo sie sich nicht um ihn kümmern kann. Wir würden sie gern behalten. Sie ist schon angemeldet und der OP Termin steht.

    Weiß jemand, wie die Regeln sind? Wir konnten nirgends eine Satzung des Vereines finden. Wir haben nichts Schriftliches, weil wir uns zu dem Zeitpunkt noch vertrauten. Wir hatten früher einmal unsere Hunde zu Betreuung und ich habe über meine damalige Firma Spenden organisiert. Meine Frau sollte ab sofort Website des Gnadenhofes betreuen. Sie wollte das kostenlos machen um dem Verein zu helfen. In der Begründung, warum sie den Hund wieder haben will, steht, meine Frau sei schwierig. So schwierig, dass sie ihr noch am Abend des Abholetages die Zugangs Daten für die Website gemailt hat.

    Falls jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder weiß, ob sie den Hund nun hier einfach ohne Begründung wegnehmen kann, würden wir uns freuen von euch zu lesen.

  2. #2
    Registriert seit
    11.04.2002
    Ort
    NRW
    Beiträge
    23.540
    Puh - das ist ja eine schwierige Geschichte . Wurde denn nichts schriftliches gemacht ??? Wenn der Hund geimpft wurde müsste es doch einen Impfpass geben, wo ist der denn ?? Ist der Hund gechippt , wenn ja - auf wen ist er gemeldet ?? Einfach rausgeben würde ich die Hündin erst einmal auch nicht.

    Kannst du mir per PN mal die Websiteadresse dieses Gnadenhofes schicken ??

    Bitte stell dich doch im Vorstellungsbereich noch vor

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  3. #3
    Registriert seit
    08.05.2015
    Ort
    Radebeul, Sachsen
    Beiträge
    2.299
    Du lieber Himmel! 40 Hunde auf dem Hof? Und weitere 30 zu Hause? Ganz ehrlich, das klingt mir nicht nach Gnadenhof, sondern nach Animal Hoarding. Schon deshalb, weil ein richtiger Gnadenhof die korrekten Abläufe kennen und auch umsetzen würde, die würden einen Hund wahrscheinlich nicht ohne Vertrag abgeben. Selbst wenn ihr die arme kleine Hündin nicht behalten könnt, bitte bringt sie nicht zurück.

    Ich würde in so einem Fall nach dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung reagieren. Schreibt ein möglichst detailliertes Gedächtnisprotokoll der bisherigen Geschehnisse, hängt da auch den E-Mail-Verkehr mit dran. Versucht rauszufinden, bei welchem Tierarzt sie geimpft wurde und besorgt euch von dem Infos zu allen bisherigen Behandlungen. Und wenn die Leute wieder damit anfangen, den Hund zurück haben zu wollen, sagt ihnen, dass ihr ihnen den Amtsveterinär auf den Hals schickt, um zu prüfen, ob die anderen Tiere in einem genauso schlechten Zustand sind. Vielleicht reicht das schon, um sie abzuschrecken.

    Wenn es eine Beschlagnahmung war, muss es dazu Unterlagen geben. Auch da könnt ihr nachforschen. Um den Hund zurückzufordern, müssten die Leute jedenfalls irgendwelche Papiere vorweisen können, um zu beweisen, dass er ihnen gehört. Besteht darauf, diese Papiere zu sehen und euch selbst (!) Kopien davon zu machen. Dann habt ihr etwas in der Hand, womit ihr arbeiten könnt.

    Ich drücke die Daumen, dass die kleine Fellnase und auch ihr alles gut übersteht.
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

  4. #4
    Registriert seit
    07.03.2016
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    11
    Hallo, wie gesagt. "Ich schenke euch den Hund." Fertig. Hätte man im Ansatz dieses Verhalten geahnt.... Hab heute im Netz einen Bericht gelesen über Handschenkung.
    Der Impfpass ist bei uns. Aber das scheint niemanden zu interessieren. Schreib gleich noch eine Antwort und erzähle mal, was uns alles passiert ist. Emmy war ein Fundhund und wurde wohl von der Polizei gebracht. Verfloht und mager, verklebte Augen.

    Bin auf der Seite noch nicht sicher. Wie geht das mit PN und wie komme ich von hier zum Vorstellen? Uns rauchen die Köpfe vor lauter Suchen nach Möglichkeiten... Wenn ich es gefunden hab, melde ich mich gleich.

  5. #5
    Registriert seit
    07.03.2016
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    11
    Du sagst es. Und ein super Spruch unter deiner Antwort!

    Noch am Aben rief die Polizei an, wir hätten den Hund unterschlagen. Sehr drohend. Wir sind hingefahren, haben den Impfpass und die Anmeldung beim Amt und dieser Hundemeldestelle mitgenommen. Die Polizisten waren erst ernst, aber als sie die Storry hörten, gab es nur noch Kopfschütteln. Die Gnadenhoffrau droht mit Strafanzeige. Ein Polizist sagte dann, wir sollen erst mal ruhig bleiben (er hatte währenddessen mit der Frau telefoniert und sie schrie so, dass alle Umstehenden es hören konnten), seine Frau, auch Polizistin, sollte am nächsten Tag noch mal dort anrufen und wir würden dann informiert.
    Am nächsten Tag rief das Ordnungsamt an. Wann wir den Hund hergeben. Natütlich gar nicht, weil er uns ja geschenkt wurde. Der Mensch hörte sich alles an, man hatte das Gefühl, er glaubt einem, aber dann kam immer wieder: Aber die Frau B.... sagt er wäre nur zur Probe. Offenbsichtlich wird dem Vorbesitzer mehr geglaubt oder sie erreicht mit ihrem Gezetere mehr als wir mit Ruhe.
    Fakt ist und das ist der Hammer: Sie will Emmy zurück, weil sie meint, der Hund muss nicht operiert werden!!!!!!!!!!!!!!!!! Sie wäre von ihrer TA (da kommt immer eine auf den Hof) untersucht wurden und es wäre nicht nötig. Da fragt man sich, wo das noch Tierschutz sein soll. Diese Animal Hoarding ist uns auch schon durch den Sinn gegangen, zumal die Frau ja unter einer schlimmen Störung zu leiden scheint. Eine Tierschützerin, die einen Hund mit Tumoren nicht operiert wissen will, obwohl wir uns zur Kostenübernahme bereit erkläreten. Das erinnert einen an Eltern, die ihre Kinder von Geistheilern (nichts grundsätzlich dagege, aber bei Krebs eventuell etwas einseitig) besprechen lassen und dabei zusehen, wie sie abmagern und dann sterben.
    Gestern rief unsere TA an und sagte, sie würde das vor Gericht nicht wiederholen, aber sie hätte den Hund schon mal untersucht und da gab es schon den Tumor an der Hüfte. Da die Frau dort auch Tiere opperieren lässt (ja, einige bekommen wohl tatsächlich die Chance), stehe sie zwischen zwei Stühlen. Sie wird aber bestätigen, dass die Tumore in den Milchleisten bei jeder Läufigkeit triggern können.
    Außerdem riet sie, wir sollten noch mal eine Mail an den Verein schicken um die Kostenübernahme zu bestätigen und um ein bisschen guten Wind zu machen (also Einschleimen bei einer Lügnerin - würg), aber wir haben es gemacht. Kein Erbarmen. Sie will nur noch Kontakt über Anwälte und Gericht und sofort den Hund zurück.
    Als die Emmy dort hin gebracht wurde, hat sie den Hund übetragen bekommen. Im Impfpass steht sie (der Verein) als Besitzerin.

    Es scheint aussichtslos. Und man verliert echt den Glauben an das Gute. Unsere Suche im Netz zeigt, wir sind allerdings kein Einzelfall.

    Wir haben große Lust alles öffentlich zu mchen. Hat sie auch. Sie hat uns Polizei und Ornungsamt geschickt. Sie soll wohl im März einen großen Bericht in einer Zeitschrift haben (darf man hier sicher nicht sagen). Da würden wir gern mal unsere Erfahrungen schildern und ein Sponsor ist ein fast guter Bekannter. Aber irgendwie denken wir dann wieder an die armen Tiere, die da noch sind und die dann die Leidtragenden sind.
    Die ganze Geschichte erinnert an den kaukasischen Kreidekreis. Und eventuell müssen wir die sein, die loslassen. Das tut richtig weh. Eine Woche mit der kleinen Maus und es ist schon so eine große Bindung da. Und man weiß, sie lebt dann wieder im Dreck (da wird zwar immer Desinfektionsmittel gesprüht, aber ihrer Aussage nach, konnte sie sich auch vorstellen, dass die Allergie davon kommt). Aber es greift einen eben auch an. Wir werden als Lügner bezeichnet und wie man sich bei der Polizei fühlt, da brauchts keine Beschreibung. Wir Schwerverbrecher wollen einen geschundenem Hund die Milchleisten zerschneiden.
    Wir tauschen uns ja auch vor Ort aus. Alle sind entsetzt und alle fragen sich, was im Hirn dieser Frau vor sich geht. Gerade schießt eine Vermutung hoch. Vielleicht deckt sie die Hündin noch und dazu brauch sie die Gebärmutter. Dann ist Emmy zwar hin (schlimmstenfalls), aber sie könnte die Welpen verkaufen oder Geld vom der Stadt bekommen. Aber eigentlich vermuten wir, dass sie in ihre Ehre als Alleroberste und Heiligste Tierschützerin gekränkt ist und es hier nur noch darum geht Recht zu haben und uns ein auszuwischen.
    Auf ihrem Hof gibt es einen Tiertrainer, den sie sich erst holte (Image, Training vor Ort, Spender) und sie erzählte am Telefon bei einem Vorgespräch (von denen sie auch behauptet, sie hätten nicht satt gefunden, aber die Nummer ist ja im Telefon gespeichert), dass sie den nun ganz schlimm hasst. Dem würden wir auch gern was erzählen, weil es der Mann ihrer Scheidungsanwältin ist. Aber dann kommen wieder die Bedenken.
    Ja. Wir werden berichten, wie die Sache ausgeht. Wir wollen am Abend bei der Polizei noch eine Versicherung an Eides statt abgeben, damit uns vielleicht doch geglaubt wird, aber dann erschöpfen sich die Möglichkeiten.

    Besten Dank euch fürs zuhören/lesen. Leider gibt es keinen Smiley, der zeigt wie es uns geht. Das Herz schmerzt und die Tränen fangen an lockerer zu werden..

  6. #6
    Registriert seit
    06.08.2015
    Ort
    Franken
    Beiträge
    126
    Ohje, das klingt ja ganz übel... ja, bitte berichte weiter, wies weitergeht! Ich drücke euch und eurer Emmi die Daumen, dass sie bei euch bleiben darf!

    Mal noch ne Idee: Habt ihr schon mit dem zuständigen Veterinäramt Kontakt aufgenommen? Wenn die Bedingungen dort, wo ihr EMmi besichtigt habt, schon so schlimm waren, wüsste ich gern, wie es bei den restlichen 40+30 (???) Hunden so aussieht... Da sollte sich das Vetamt auf jeden Fall mal umsehen, wegen Verdachts auf Animal Hoarding. Wenn sie was finden, vergrößert das eure Chancen, Emmi zu behalten, wenn sie nichts finden, könnt ihr wenigstens beruhigt sein, dass ihr im Sinne der vorhandenen Hunde eine Kontrolle angeregt habt.

    Mein Hund hat mich schon sehr gut erzogen...

  7. #7
    Registriert seit
    08.05.2015
    Ort
    Radebeul, Sachsen
    Beiträge
    2.299
    Zitat Zitat von Waldläufer Beitrag anzeigen
    Bin auf der Seite noch nicht sicher. Wie geht das mit PN und wie komme ich von hier zum Vorstellen? Uns rauchen die Köpfe vor lauter Suchen nach Möglichkeiten... Wenn ich es gefunden hab, melde ich mich gleich.
    Klick einfach auf den Namen desjenigen, dem du schreiben willst, und dann auf Private Nachricht.
    Und den Vorstellungsbereich findest du hier: http://forum.zooplus.de/forumdisplay...-Vorstellungen

    Ich drücke euch trotz allem weiter die Daumen. Habt ihr den Tierarzt, der Emmy geimpft hat, schon kontaktiert und nach einer Behandlungshistorie gefragt? Vielleicht kann auch euer eigener Tierarzt die von ihm anfordern, um über bisherige Behandlungen informiert zu sein.

    Wie gesagt, schreibt euch jeden Kontakt mit der Vorbesitzerin auf, auch die bisherigen, mit Datum, möglichst Uhrzeit, und Inhalt. Damit könnt ihr vermeiden, dass ihr euch in euren Aussagen selbst widersprecht.
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

  8. #8
    Registriert seit
    02.06.2004
    Beiträge
    5.709
    Hallo Waldläufer,

    ich habe mal ein wenig gegoogelt und fand das hier recht interessant:
    http://www.frag-einen-anwalt.de/Rech...---f28604.html

    Vielleicht ist es sinnvoll, sich in dieser Lage möglichst passiv zu verhalten?! Selbst wenn es, wie die Dame sagte, nur "auf Probe" gewesen sei, müsste sie doch nun unter Zugzwang stehen und erläutern, inwiefern ihr denn gegen die Bedingungen der Schenkung gehandelt hättet, oder? Aber ich glaube, je mehr man sich mit den Details auseinandersetzt, desto mehr verliert man das wesentliche aus den Augen und das ist: Der Hund ist euch geschenkt worden!

    Ggf. wäre ja noch eine Möglichkeit, sie zu "verschrecken", in dem man bisher angefallene Tierarztkosten ihr in Rechnung stellt, wenn sie den Hund zurückhaben möchte?

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)

  9. #9
    Registriert seit
    22.02.2014
    Ort
    RLP
    Beiträge
    439
    Ggf. wäre ja noch eine Möglichkeit, sie zu "verschrecken", in dem man bisher angefallene Tierarztkosten ihr in Rechnung stellt, wenn sie den Hund zurückhaben möchte?
    Das wäre gar keine schlechte Idee. Ich würde es aber anders machen indem ich ihr sage sie muss den Hund zurücknehmen und zahlt die TA Kosten. Dann wirste sehen wie sie reagiert. Wenn sie den Hund ohne zu zahlen zurückhaben möchte würde ich zum Rechtsanwalt gehen.
    Grüße
    Monika

  10. #10
    Registriert seit
    07.03.2016
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    11

    Danke

    Hallo,

    heute ist Emmy zwei Wochen bei uns. Wir halten eure Idee von "Ruhighalten" sehr gut. Es ist in dieser Woche nichts weiter aufgetreten. Ein Gedächtnisprotokoll ist erstellt und unsere Eidesstattlichen Versicherungen bei Polizei und Ordnungsamt hinterlegt. Jetzt muss sie einen Meineid machen. Wir haben die Hoffnung, dass ihr in den letzten Tagen doch noch ein Mensch begegnet ist, der ihr sagte, dass sie gerade einen großen Fehler macht.
    Wir fragen uns wirklich, wo der Gnadenhof soviel Geld her hat, um so einen sinnlosen Prozess zu führen. Der Hund ist gut untergebracht, wird ärztlich versorgt und kostet das Tierheim sprich den Steuerzahler kein Geld mehr. Bis jetzt hat sie ja überall nur angerufen und gebrüllt, vielleicht kommen ihr bei dem Akt sich einen RA zu suchen, einen Termin zu machen, hinzufahren doch noch Zweifel ob der Sinnlosigkeit ihres Unterfangens.
    Wir danken erst mal für die Aufmerksamkeit, beste Grüße von uns und wir erzählen auf jeden Fall, was weiter passiert

    Kann ich ein Bild von Emmy schicken? Wenn ja wie? Eure Seiten sehen alle so schick aus......

  11. #11
    Registriert seit
    11.04.2002
    Ort
    NRW
    Beiträge
    23.540
    Ich drück dann mal die Daumen das sie echt Einsicht zeigt und Emmy bei euch bleiben kann .

    Eine Anleitung zum Bilder einstellen findest du hier

    http://forum.zooplus.de/showthread.p...aturen-basteln

    Bei Neumitgliedern müssen Beiträge mit Bildern / Links allerdings erst von uns Moderatoren freigeschaltet werden, also nicht wundern wenn du den Beitrag dann nicht sofort siehst

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  12. #12
    Registriert seit
    07.03.2016
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    11
    Hallo,

    wir wollen berichten, wie es mit dem Tierheim und der Emmy weiter verlaufen ist:

    Seit einer Woche haben wir den Übernahmevertrag. Es war ein langer und strapaziöser Weg. Es kam zu einer Gerichtsverhandlung. Dort benahm sich die Frau, wie erhofft, laut und pampig und wurde mehrfach ermahnt und fast des Saales verwiesen. Sie hatte sich zwei ihrer Mitarbeiter mit gebracht, die auch ständig mit lauten Bemerkungen die Verhandlung störten.
    Die Tierheimfrau hatte im Vorwege noch als "Beweis" zwei Übergabeverträge aus der Vergangenheit beigelegt. Die waren allerdings so schlecht und widersprüchlich ausgefüllt und besagten, dass man sie gleich bei Übergabe des Hundes mit bekommt und nach 14 Tagen ruft das TH dann an und fragt, ob es läuft, dann unterschreiben sie und schicken den Vertrag als Kopie hin. Sagten die. Großspurig und laut sagte die Frau, auch Zeugen vom Ordnungsamt, Polizei und ein "Kunde" benennen zu können, die gerne vor Gericht aussagen würden. Der Richter: Und wozu? Was wollen Sie damit beweisen?. Sie haben den Hund ja abgegeben und er glaubte der Handschenkung. Da wurde sie ganz kleinlaut.
    Wir haben Emmy dann direkt erst mal zur Zahn-OP gebracht. 10!! Zähne mussten gezogen werden. Und die ganze Zeit musste die Kleine Zahnschmerzen aushalten, weil man bis zur Klärung nix machen darf. Und die Frau nennt sich Tierschützerin.

    An alle, die sich mit dem Gedanken tragen, ein Tier aus dem Tierschutz zu holen: Lasst euch immer was Schriftliches geben. Klärt ab, ob das Tierheim wirklich der Eigentümer des Tieres ist (das gab es auch, dass der Hund ohne Eigentumsnachweis weitervermittelt wurde und dann vom Besitzer zurück gefordert wurde). Nehmt euch Zeugen mit, macht Fotos. Sammelt euch so viel "Beweismaterial" wie möglich. Gut, nicht jedes Tierheim ist so schlimm wie dieses, aber während unserer Recherchen, sind uns so viele Dramen über den Weg gelaufen - Wahnsinn.
    Auch haben wir erfahren, dass die Vorsitzende des Tierheimes, bzw. Gnadenhofes sich wirklich für die einzige und wahre Hunderetterin hält. Mit einer andern Familie hat sie das Gleiche gemacht, wie mit uns, einem Ehepaar, welches einen Fundhund meldete, den aber gerne übernommen hätten, sagte sie, sie wären zu alt, eine andere Familie bekam keine Katze, weil ihr die Wohnlage der Familie nicht gefiel, eine Verkäuferin aus einem Futtermittelladen berichtete, dass die Frau kaum Tiere abgibt und bei einer Sammelaktion des Gnadenhofes auf der Straße hörten wir, wie eine Frau, die zum Spenden aufgefordert wurde, sagte: Für den Gnadenhof? Auf keinen Fall.

    Wir hoffen, dass Emmy noch einige schöne Jahre leben kann. Sie ist ein anhängliches, kleines, glückliches Hundemädchen geworden und tobt mit allen kleinen Hunden, die sie trifft. Sie hat durch unsere regelmäßigen Hundegänge kaum noch Probleme mit den Hinterbeinen und die TA sagt, der Tumor in der Milchleiste ist kaum noch zu spüren. Sie würde den Hund kaum erkennen. Alle Kratzstellen sind weg, das Fell super. Wir sind so froh alles gut überstanden zu haben.

    Schöne Grüße aus dem Norden....

  13. #13
    Registriert seit
    11.04.2002
    Ort
    NRW
    Beiträge
    23.540
    Echt schön das ihr durchgehalten habt und es für Emmy so positiv ausgegangen ist

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  14. #14
    Registriert seit
    08.05.2015
    Ort
    Radebeul, Sachsen
    Beiträge
    2.299
    Also das war das laute Poltern letzte Woche, das ich bis hierher hören könnte - die Steine, die euch vom Herzen gefallen sind

    Toll, dass ihr so super durchgehalten und der kleinen Hündin eine neue Chance verschafft habt. Viele hätten längst aufgegeben.

    Wenn ihr noch ein paar Nerven übrig habt, würde ich es an eurer Stelle aber nicht dabei belassen. Jagt ihr den Amtsverterinär auf den Hals, das Ordnungsamt, wendet euch an etablierte Tierschutzvereine - denn sonst macht die immer so weiter.
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

  15. #15
    Registriert seit
    07.03.2016
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    11
    Ich hab mich gerade mal, weil ich gerade Hundemäntel bestellte, hier eingeloggt und wollte mal schauen, ob jemand schrieb. Danke für eure Worte. Wenn ich es so noch mal lese, bildet sich schon noch ein Kloß im Hals.
    Das Veterinäramt und das Ordnungsamt, hatte wir schon im Vorfeld informiert, aber die haben nichts unternommen. Wir nehmen an, weil die Frau ja Fundtiere aufnimmt, wollen die Ämter keinen Stress und wenn man so liest, bei was für wirklich schlimmen Hundehaltungen das Veterinäramt nichts unternimmt, wundert es einen nicht. Was sitzen da für Menschen?
    Aber die Geschichte hat so die Runde gemacht, einen Gefallen hat sie sich damit nicht getan. Der Richter hat nach Abschluss, bzw. als wir unseren Beschluss und den Vertrag schon hatten, die Gerichtskosten von 300 auf 500€ hoch gesetzt und die musste sie nun allein tragen.
    Die kleine Emmy entwickelt sich weiter super. Wir haben in der letzten Woche bei beiden Hunden ein großes Blutbild machen lassen - alles gut. Bestnoten. Wegen des Tumors in der Milchleiste bekommt Emmy ein homöopathisches Mittel gespritzt (3x im Abstand von 10 Tagen), dass die Verkapselung von Tumoren bewirken soll.

    Schöne Grüße aus dem Schmuddelnorden....

  16. #16
    Registriert seit
    08.05.2015
    Ort
    Radebeul, Sachsen
    Beiträge
    2.299
    Dann bleibt wohl nur noch, Emmy von Herzen zu ihrer neuen Familie zu gratulieren und euch viele wunderschöne Jahre mit eurer Fellnase zu wünschen
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

  17. #17
    Registriert seit
    22.11.2016
    Beiträge
    1
    Eine sehr anrührende Geschichte! Hut ab vor eurem Engagement. Der kleinen Emmy ein langes glückliches Leben mit ihrer Familie!

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Hund zurück ins Tierheim?
    Von kannstehaben im Forum Hunde - Verhalten & Erziehung
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 06.01.2015, 18:03
  2. Hund ins Tierheim zurückgeben
    Von dani1979 im Forum Hunde - Trauer & Trost
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 14.04.2010, 21:57
  3. Wir wollen einen Hund aus dem Tierheim holen sind aber absolute Neulinge!
    Von Hummelchen72 im Forum Hunde - Verhalten & Erziehung
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 25.03.2010, 22:20
  4. Darf das Tierheim unseren Hund zurückholen?
    Von bbhn84 im Forum Hunde - Gesetze & Verordnungen
    Antworten: 21
    Letzter Beitrag: 09.01.2010, 19:50
  5. Unter den Umständen Katze aus Tierheim?
    Von mietzmautz im Forum Katzen von A bis Z
    Antworten: 30
    Letzter Beitrag: 05.10.2008, 01:08

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •